Einleitung

Da wir uns in der Vorphase des Schawuot-Festes (Anm.: Fest der Wochen/Pfingsten) als Braut Jesu befinden, möchte ich auf einige Dinge eingehen, die für uns in dieser Zeit wichtig sind.

Der Feuerofen und die drei Freunde Daniels

Diesbezüglich legte der HERR den Schwerpunkt auf die Zeit von Daniel, in der seine drei Freunde, Schadrach, Meschach und Abed-Nego vom König Nebukadnezar in den Feuerofen geworfen wurden, da sie sich nicht vor der von Menschen gemachten Struktur der Anbetung niederwarfen, auch wenn es ein politisches, einheitliches Zusammenkommen zu einer neuen Art von “Anbetung” war, die auch mit Musik einherging (vgl. Daniel 3,1-2; Daniel 3,5-7; Daniel 3,20-23.25-27).

Daniel 3,1-2:
1 Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Bild machen sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit und ließ es aufrichten in der Ebene Dura im Lande Babel.
2 Und der König Nebukadnezar sandte nach den Fürsten, Würdenträgern, Statthaltern, Richtern, Schatzmeistern, Räten, Amtleuten und allen Mächtigen im Lande, dass sie zusammenkommen sollten, um das Bild zu weihen, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.

Daniel 3,5-7:
5 Wenn ihr hören werdet den Schall der Posaunen (Anm.: Hörner), Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten, Lauten und aller andern Instrumente, dann sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat aufrichten lassen.
6 Wer aber dann nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den glühenden Ofen geworfen werden.
7 Als sie nun hörten den Schall der Posaunen (Anm.: Hörner), Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten und aller andern Instrumente, fielen nieder alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen und beteten an das goldene Bild, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.

Daniel 3,20-23.25-27:
20 Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Ofen zu werfen.
21 Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten, in ihrer ganzen Kleidung, gebunden und in den glühenden Ofen geworfen.
22 Weil das Gebot des Königs so streng war, schürte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen getötet wurden.
23 Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Ofen, gebunden wie sie waren.
25 Er (Anm.: Nebukadnezar) antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.
[25 Aber der Engel des Herrn war zugleich mit Asarja und denen, die bei ihm waren, in den Ofen gestiegen; 26 hatte die Feuerflamme aus dem Ofen herausgestoßen und ließ es mitten im Ofen so sein, als ob ein Wind wehte, der kühlen Tau bringt. So rührte das Feuer sie überhaupt nicht an und fügte ihnen weder Schmerz noch Schaden zu.]
27 Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.

Das Tal und die Höhen

Die Anbetungsstruktur, die Nebukadnezar aufrichtete, war dazu gedacht die Menschen davon abzuhalten bzw. vollständig davon abzulenken, sich mit den Gedanken zu beschäftigen, dass es nur einen wahren Gott auf der Erde gebe.
Hierzu wurde wie es schon zur Zeit des Volkes Israels in der Wüste war, ein goldenes Standbild im Tal errichtet, obwohl der HERR JAHWE ein Gott der Höhen ist, was uns 2.Mose 19 oder auch der Psalm 24 offenbart (vgl. 2.Mose 19,1-3).

2.Mose 19,1-3:
1 Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai.
2 Denn sie waren ausgezogen von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge.
3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: ...

Psalm 24,3-6:
3 Wer darf auf des HERRN Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
4 Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug und nicht falsche Eide schwört: 5 der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.
6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. SELA.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir auf Berge zu gehen haben, um Gott zu suchen, sondern es geht um die hohe Anbetung des Vaters im Geist und in der Wahrheit (vgl. Johannes 4,19-24).
Das Tal Dura in Babel (vgl. Daniel 3,1) ist ein Hinweis auf die gewollte Verwirrung durch das Offenbarmachen von falschen Sicherheiten, um die Menschen in ihren Herzen in Verwirrung zu bringen, so dass sie nicht auf die Idee kommen, das Portal Gottes, das zum Vater führt zu sehen (vgl. Johannes 10,9; Johannes 14,6).

Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Es war kein Zufall, dass Nebukadnezar das goldene Standbild in einem Tal errichten ließ.
Diese Vorgehensweise gibt uns Aufschluss über eine Strategie des Feindes, der Gottes Prinzip von Anbetung pervertieren will.
Das Tal steht im engen Zusammenhang mit emotionellen Tiefgängen aufgrund von schwierigen Lebensumständen, in denen der Satan es versucht durch falsche Klänge in unserem Herzen die Augen von Gott wegzuziehen. Und das Endergebnis soll sein, dass wir uns in Verwirrung verfangen.
Es ist wichtig, dass wir gerade in Zeiten von Schwierigkeiten, die bei Gott Herausforderungen zum Durchbruch sind, uns nicht von der gewundenen Schlange verführen lassen, allein auf unsere Emotionen zu achten, um unseren seelischen Mangel mit den Lüsten der Welt zu füllen, damit wir Frieden erhalten. Diese Vorgehensweise kommt der Anbetung des goldenen Standbildes gleich.

Der Klang des Shofars

Es ist interessant anzumerken, dass der Klang des Horns (Anm.: Shofar) von Nebukadnezzar dazu benutzt wurde, um die Menschen zur falschen Anbetung aufzurufen. Es ist der Klang, der zuerst bei all den Instrumenten zur falschen Anbetung in Daniel 3 genannt wird (vgl. Daniel 3,5.7.10.15).
Gott hingegen hat den Klang des Shofars dem Volk Israel zur Kriegsführung, zum Zusammenrufen oder um sich bei Ihm in Erinnerung zu rufen, gegeben (vgl. 4.Mose 10,1-10; Josua 6,4; Richter 7,20).
Der Klang des Shofars bzw. der Hörnerschall steht im engen Zusammenhang mit dem Geben der Thora zur Zeit von Schawuot (vgl. 2.Mose 19,16-19)!

2.Mose 19,16-19 (Rev. Elberfelder):
16 Und es geschah am dritten Tag (Anm.: im Monat Siwan), als es Morgen wurde, da brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke lagerte auf dem Berg, und ein sehr starker Hörnerschall ertönte, so dass das ganze Volk, das im Lager war, bebte.
17 Mose aber führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich am Fuß des Berges auf.
18 Und der ganze Berg Sinai rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig.
19 Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer lauten Stimme (Anm.: Donner/Schall).

Der Hörnerschall ist der Klang der die Ordnung Gottes ankündigt und das Volk Gottes zur richtigen Positionierung aufruft, um ihm zu begegnen (vgl. 2.Mose 19,13).

2.Mose 19,13:
13 Keine Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt oder erschossen werden; es sei Tier oder Mensch, sie sollen nicht leben bleiben. Wenn aber das Widderhorn lange tönen wird, dann soll man auf den Berg steigen.

Das bedeutet für uns als Heilige in der heutigen Zeit, dass bevor Gottes Kraft sich auf der Erde verstärkt, es zu einer Aufrichtung seiner Ordnung kommen muss, damit er sich dann in diesem geordneten Weinschlauch nach seinen Prinzipien bewegen kann (vgl. 1.Korinther 14,33).

1.Korinther 14,33:
33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

Die wiederhergestellte apostolische Ordnung

Bevor der Heilige Geist zu Schawuot fiel, wurde die apostolische Ordnung wieder hergestellt, da Judas den Platz des Apostels aufgrund von Verrat verließ, was zu einer apostolischen Leere bzw. Lücke führte, die durch einen neuen Apostel gefüllt werden musste (vgl. Apostelgeschichte 1,15-17.26).

Apostelgeschichte 1,15-17.26:
15 Und in den Tagen trat Petrus auf unter den Brüdern – es war aber eine Menge beisammen von etwa hundertzwanzig – und sprach: 16 Ihr Männer und Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen; 17 denn er gehörte zu uns und hatte dieses Amt mit uns empfangen. ...
26 Und sie warfen das Los über sie und das Los fiel auf Matthias; und er wurde zugeordnet zu den elf Aposteln.

Erst nach dieser apostolischen “Platzfüllung” fiel die Kraft Gottes im Obergemach, so wie der HERR mit seiner Gegenwart auf den hohen Ort, dem Berg Sinai herabkam und Mose einhüllte.
Petrus, der Fels brachte durch die von Gott niedergeschriebene Ordnung das Wort und setzte es in die Tat um (Anm.: Veranlassung zur Wahl eines neuen Apostels). Genauso setzte er auch das Wort Gottes um als der Heilige Geist auf die 120 Heiligen in Jerusalem herabkam, um mit der geschrieben Ordnung Gottes Frieden in die verwirrten Herzen der gottesfürchtigen Juden zu bringen (vgl. Apostelgeschichte 2,12-16).

Apostelgeschichte 2,12-16:
12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.
14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und lasst meine Worte zu euren Ohren eingehen!
15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage; 16 sondern das ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (vgl. Joel 3,1-5): …

Die zuvor von Petrus veranlasse apostolische Ordnung (Anm.: Wahl des Matthias gemäß Psalm 69,26 i.V.m. Psalm 109,8) trug nach der Ausgießung des Heiligen Geistes zu einer wichtigen geistlichen Regierung bei, um Frieden in den Herzen der in Jerusalem anwesenden Juden zu bringen, die Zeugen der Kraftausgießung des Heiligen Geistes waren (vgl. Apostelgeschichte 2,14).
Hier können wir die Bestätigung von 1.Korinther 14,33 erkennen. Es ist die aus der Offenbarungserkenntnis mitgeteilte Ordnung des Wortes Gottes, die Frieden in den Herzen der Menschen stiftet.

Der Schmelzofen Gottes

Um nochmals auf die drei Freunde Daniels im Feuerofen zur Zeit von König Nebukadnezar einzugehen, war es kein Zufall, dass auch diese drei Männer Gottes trotz ihres schwierigen Umstandes an der wahren Ordnung Gottes festhielten und so in Berührung mit dem Feuer und dem frischen Wind kamen (vgl. Daniel 3,12.16-18.25-27 i.V.m. 3.Mose 26,1).

Daniel 3,12.16-18.25-27:
12 Nun sind da jüdische Männer, die du über die einzelnen Bezirke im Lande Babel gesetzt hast, nämlich Schadrach, Meschach und Abed-Nego; die verachten dein Gebot und ehren deinen Gott nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du hast aufrichten lassen. ...
16 Da fingen an Schadrach, Meschach und Abed-Nego und sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten.
17 Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten.
18 Und wenn er es nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen. ...
25 Er (Anm.: Nebukadnezar) antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.
[25 Aber der Engel des Herrn war zugleich mit Asarja und denen, die bei ihm waren, in den Ofen gestiegen; 26 hatte die Feuerflamme aus dem Ofen herausgestoßen und ließ es mitten im Ofen so sein, als ob ein Wind wehte, der kühlen Tau bringt. So rührte das Feuer sie überhaupt nicht an und fügte ihnen weder Schmerz noch Schaden zu.]
27 Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.

3.Mose 26,1:
1 Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott.

Das Gold und Silber Gottes

Da die Zeit von Schawuot mit dem Schmelzofen (Anm.: wird dazu benötigt um Metalle zu reinigen) Gottes sowie mit der Manifestation von Wind und Feuer in Verbindung steht, sehe ich an dieser Stelle einen engen Zusammenhang mit dem Feuer und dem kühlen Wind in dem Feuerofen, in den die drei Freunde Daniels geworfen wurden.
Wenn uns als erstes das Feuer Gottes (Anm.: Heiligung) und dann der Wind (Anm.: Heiliger Geist) im Tal wie Schadrach, Meschach und Abed-Nego begegnet, ist dies ein Hinweis darauf, dass Gott dabei ist, unseren Glauben/Vertrauen (Anm.: Gold) zu stärken und uns in unserem Verständnis durch sein Wort zu bereichern (Anm.: Silber), um die damit verbundene Ordnung besser zu begreifen (vgl. 1.Petrus 1,6-7; Psalm 12,7; Sprüche 17,3).

1.Petrus 1,6-7:
6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.

Psalm 12,7:
7 Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.

Sprüche 17,3:
3 Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR die Herzen.

Wenn uns zuerst der Wind des Geistes und das Feuer Gottes als zweites auf der Anhöhe wie den 120 Heiligen zu Pfingsten im Obergemach begegnet, ist dies ein Hinweis auf die Ermutigung Gottes sich in das Tal der Herausforderung in Kühnheit zu bewegen und das Wort und die Ordnung Gottes zu den Menschen zu sprechen bzw. zu prophezeien.

Der “etsba”/ Zeigefinger Gottes

Schawuot (Anm.: Fest der Wochen/Pfingsten) ist die Zeit, in der wir es erleben dürfen, wie sich der Zeigefinger Gottes in unseren Herzen bewegt und mit einer feurigen Tinte das Wort Gottes in unsere Herzen schreibt, so dass wir es in Lebendigkeit und Kraft aussprechen, um Richtungsweisung zu geben (vgl. 2.Mose 31,18 i.V.m. Jeremia 31,33; 2.Korinther 3,6).

2.Mose 31,18:
18 Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger (Anm.: “etsba”/Zeigefinger) Gottes.

Jeremia 31,33:
… 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.

2.Korinther 3,6:
… 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Es ist die Handschrift Gottes auf unserer inneren und äußeren Herzenstafel, die dazu beiträgt, dass wir eine stärkere sowie inwendige Beziehung mit Jesus haben und diese als lesbarer Brief Christi nach außen hin reflektieren (vgl. 2.Korinther 3,3).

2.Korinther 3,3:
3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.

Ein Gleichnis zur wahren Anbetung

Der Heilige Geist setzte in der letzten Zeit immer wieder eine große Bedeutung auf den Lebensstil der Anbetung, welcher eine Liebesbeziehung zu unserem Bräutigam Jesus voraussetzt.
Hierbei ließ er mich auf die Zweige eines Tannenbaums blicken, von denen die Spitzen wie Zeigefinger in den Himmel zeigten. Im Laufe des Heranreifens der Tannenzapfen konnte ich sehen, wie sich die Zweige aufgrund des Gewichtes der Tannenzapfen nach unten senkten.
Während ich dies sah, hörte ich wie der Heilige Geist sprach:


“Wenn ihr Mich anbetet, nehmt ihr in der Reife eurer Salbung zu, so dass aus der Anbetung plötzlich richtungweisende Worte für die Erde kreiert werden, die nicht leer zu Mir zurückkommen (vgl. Jesaja 55,11)!”  

Der Staub und die Stechmücken

Es ist die Zeit des Zeigefinger Gottes, der die im Fluch lebenden Menschen berührt, um sie durch das hölzerne Kreuz (Anm.: Die Botschaft von Jesus Christus dem Gekreuzigten) von Finsternis zu befreien, damit sie ein lebendiges Zeichen und Wunder durch das Blut von Jesus vor den Augen der Welt sind (vgl. 2.Mose 8,12-15a i.V.m. Lukas 11,20).

2.Mose 8,12-15a:
12 Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlag in den Staub der Erde, dass er zu Stechmücken werde in ganz Ägyptenland.
13 Sie taten so und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es kamen Mücken und setzten sich an die Menschen und an das Vieh; aller Staub der Erde ward zu Mücken in ganz Ägyptenland.
14 Die Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten, um Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken waren sowohl an den Menschen als am Vieh.
15a Da sprachen die Zauberer zum Pharao: Das ist Gottes Finger. ...

Lukas 11,20:
20 Wenn ich (Anm.: Jesus) aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

Einige in der Region des fleischlichen Auges werden erkennen!

Der Heilige Geist offenbarte mir weiter, dass wir in eine Zeit eingetreten sind, in der die Salbung durch das Amt des Lehrers in einer hohen Offenbarungskraft das Wort Gottes in die Herzen derer schreibt, die dem Wort zuhören und es dem Rabbi Jesus (Anm.: Sohn Gottes) erlauben den Platz in ihrem Herzen einzunehmen (vgl. 1.Korinther 12,28 i.V.m. Epheser 4,11-12).

1.Korinther 12,28:
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.

Epheser 4,11-12:
11 Und er (Anm.: Jesus) hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, …

Dies wird sich ähnlich verhalten wie in der Zeit als Jesus voll der Kraft des Heiligen Geistes aus der Wüste (Anm.: Feuerofen) kam und sich nach Nazareth begab, wo ihn viele Menschen nur als den Sohn Josephs anerkannten.
Das deutet darauf hin, dass Jesus mit der Kraft des Heiligen Geistes die Herzen der Menschen aufbrach, die nur mit ihrem fleischlichen Auge die Dinge beurteilten. Er brachte Freude und ein Stillstand der fleischlichen Sicht (Anm.: ein Staunen, ein Wundern), um die Augen ihres Herzens durch das Predigen des Wortes Gottes zu erleuchten (vgl. Lukas 4,14-22 i.V.m. Lukas 24,44-45).

Lukas 4,14-22:
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.
15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen.
16 Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.
17 Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (vgl. Jesaja 61,1-2): 18 “Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, 19 zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.”
20 Und als er das Buch zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.
21 Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.
22 Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich, dass solche Worte der Gnade aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn?

Lukas 24,44-45:
44 Er (Anm.: Jesus) sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.
45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden …

Jesus erwähnte die Ordnung und den Plan des Vaters durch das Predigen des reinen Wortes Gottes (Anm.: Silber), um dadurch das Gold (Anm.: Glauben) in den Herzen der bereitwilligen Menschen in Nazareth zu läutern (vgl. Römer 10,17).
Erinnern wir uns, dass Jesus auch in Nazareth einige Zeichen tat, zwar nicht viele aber immerhin einige (vgl. Matthäus 13,58).

Matthäus 13,58:
58 Und er tat dort nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.

Ich bin überzeugt, dass Jesus die Zeichen in einigen Bezirken der Stadt Nazareth tat, wo er Glauben in den Herzen von einigen dort lebenden Menschen vorfinden konnte.
Auch Paulus ging in ähnlicher Weise vor als er auf dem Areopag lehrte und einen gewissen Anteil von Menschen durch die Kraft des Wortes Gottes überzeugte, die normalerweise nur mit ihren Ohren Neues hören wollten (vgl. Apostelgeschichte 17,19-21.34).

Apostelgeschichte 17,19-21.34:
19 Sie nahmen ihn aber mit und führten ihn auf den Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du lehrst?
20 Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; nun wollen wir gerne wissen, was das ist.
21 Alle Athener nämlich, auch die Fremden, die bei ihnen wohnten, hatten nichts anderes im Sinn, als etwas Neues zu sagen oder zu hören. ...
34 Einige Männer schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

Jesus füllte den leeren Platz in der Synagoge (Anm.: geistliche Anhöhe) in Nazareth mit der wahren Lehre und der Kraft des Heiligen Geistes, um allen Menschen in dieser Region die Möglichkeit zu geben in der neuen Frische Gottes aufzusprossen und wachsame, geistliche Augen zu erhalten (vgl. Lukas 4,14.20).

Lukas 4,14.20:
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte. ...
20 Und als er das Buch zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

„Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens kundgetan nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst für die Verwaltung bei der Erfüllung der Zeiten: alles zusammenzufassen in Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist - in ihm.“ (Epheser 1:9-10 –ELB)

Gott und diese Zeit sind auf unserer Seite

Paulus sagt uns, dass der Preis, den Jesus bezahlt hat, nicht nur der Gemeinde das Heil gebracht hat, sondern dass das Erlösungswerk Christi auch die gesamte Schöpfung erlösen wird. Der Apostel klärt uns darüber auf, dass die Endzeit ganz einzigartig sein wird. Während der letzten Jahre dieses Zeitalters hat Gott tatsächlich damit begonnen, zu sammeln
„….alles zusammenzufassen in Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist.“

Bei dieser großen  Zusammenfassung handelt es sich nicht nur um ein einzelnes, isoliertes Ereignis, sondern es geht hier um eine ganze Serie des göttlichen Eingreifens und Handelns. Dieses Wort, dass hier in unserer Bibelstelle  mit "Zusammenfassung" übersetzt wird,  ist ein Begriff aus der Buchhaltung bzw. aus dem Rechnungswesen, entlehnt von den  alten Griechen. Ganz einfach beschrieben geht es um die Zusammenstellung verschiedener Elemente zu einer einzigartigen Gesamtheit und Auswertung. Andere Übersetzungen verwenden den Ausdruck "Sammlung" oder "Zusammenführung" aller Dinge in Christus. Diejenigen, die Ihn lieben, werden von ihm gesammelt und angenommen in Liebe, diejenigen jedoch, die ihn hassen, werden gesammelt zum Gericht. So oder so wird Gott niemanden auslassen, aber die Fülle Christi wird das Universum erfüllen.

Was ist nun für uns wichtig zu wissen, jetzt, wo wir in dieser von Paulus in der Schrift beschriebenen Zeit leben. Tatsache ist, bereits jetzt gibt es eine Energie, eine Kraft von Gott, durch die dieser  Prozess der Zusammenfassung oder Sammlung begonnen hat. Wir sehen die Beweise seiner Macht darin, dass Er Israel sammelt in dem verheißenen Land, wie auch die wahre Gemeinde in Einheit und zu ihrer Bestimmung.  Das ist eine tiefe Wahrheit. Die Welt wird hineingeführt in eine Realität, die letztlich ihre ultimative Erfüllung findet in Christus. Ob es nun fünf Jahre dauert oder 50 Jahre, dies ist das große "Geheimnis des Willens Gottes", der jetzt am Ende dieses Zeitalters offenbar werden wird.

Um bei unserem Kampf für Gerechtigkeit siegreich zu sein, müssen wir unseren Schwerpunkt auf diese größere Perspektive einer Welt in Christus konzentrieren. Natürlich, die Welt bleibt in der Finsternis durch ihren abgefallenen Zustand.  Doch jedes Mal, wenn wir beten:
„Dein Reich komme“, bitten wir um Seinen Heiligen Geist, uns zu erfüllen und uns zu gebrauchen, damit sich Erlösung und Verwandlung innerhalb jeder finsteren Facette der menschlichen Existenz manifestieren kann.

Gottes Plan der Einnahme und der Umgestaltung

Wir schauen auf das in der Welt vorherrschende System und gehen in der Regel davon aus, dass es einfach nur hoffnungslos verloren ist. Wir sehen zum Beispiel die Auswüchse der Unterhaltungsindustrie, und wir glauben, dass Gott sie zerstören muss, um sie abzuhalten vor der Verunreinigung auch des Restes dieser Welt. Aber was ist, wenn es jetzt in dieser Zeit vielleicht gar nicht Gottes Plan ist, die Welt zu zerstören, sondern sie einzunehmen und umzugestalten, bzw. zu verwandeln? Was ist, wenn Sein Wille die bereits genannte Zusammenzufassung in Christus ist? Wir müssen so beten, als ob eine Zeit kommen wird, wo Filme mit christlichem Hintergrund alltäglich geworden sind, wo die Welt durch die christliche Moral bestimmt wird, die durch Jesus Christus offenbart wird.  Stellen sie sich einen Tag vor, wo die Kraft des Kreuzes die Unterhaltungsindustrie so sehr durchdringt, dass sie "Holy-wood" genannt wird, anstelle von Hollywood.

Wir mögen vielleicht die Regierungen dieser Welt mit dem gleichen Zynismus und Unglauben betrachten, aber denken sie daran, Gott wird "alle Dinge" zusammenfassen in Christus. Die Zeit wird kommen, wo jedes Knie sich beugen und jede Zunge bekennen muss, dass Jesus Christus der Herr ist (Philipper 2,10-11). Also müssen wir lernen, in aller Schlechtigkeit der Welt die Vision vom Reich Gottes zu suchen. Denn irgendwann wird die Zeit weltweit kommen, wo Sein Reich ausgerufen wird mit großem Jubel:
"Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen in alle Ewigkeit." (Offenbarung 11:15 b).

Gottes Plan für das Ende der Zeiten ist es, jeden einzelnen Bereich des Lebens zu durchdringen und alle Dinge zusammenzufassen in Christus. Was auch immer sich weigern wird, sich verwandeln zu lassen hin zu Christus, wird  zerstört werden. Dies ist das Geheimnis des Willens Gottes. Dies ist der große Gesamtzusammenhang.

Wenn ich von solch schrecklichen Naturkatastrophen höre, wie derzeit in Japan, oder auch an anderen Orten in den vergangenen Jahren, oder wenn ich die rasanten Umwälzungen und Unruhen in der arabischen Welt sehe, dann bete ich so, dass irgendwie, auf welche Art auch immer, das Ergebnis dessen, was ich sehe, letztlich in Christus erfüllt werden möge. Wenn ich hinsichtlich des Bösen in der Welt bete, dann glaube ich nicht an die Dauerhaftigkeit bzw. an die ewige Beständigkeit des Bösen, sondern ich schaue voraus in die Zukunft in Richtung Seines göttlichen Königreiches. Ich sehe durchaus, was falsch läuft, aber ich sage auch: Gottes Wille ist die Zusammenfassung aller Dinge in Christus. Ich bete so, als ob Gott und diese Zeit schon auf meiner Seite sind.

Werden wie Christus

Das große Bild, bzw. das Weitwinkel-Objektiv ist es, dass alle Dinge letztendlich zusammengefasst werden in Christus. Ganz sicher hat der Herr viele mächtige Möglichkeiten, um diesen großen Plan zu erfüllen. Allerdings gibt es eine Dimension, die ein integraler Bestandteil dieses Prozesses der göttlichen Vollendung ist, und die ganz direkt auch uns betrifft. Paulus schreibt:
"Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz." (Phil. 2,5-8/ ELB)

Paulus sagt:
"Diese Gesinnung sei in euch…….“ Welche Gesinnung ist hier gemeint?
Die Gesinnung oder die innere Haltung Christi zeigte sich darin, dass Er die Sünde und das Übel der Menschheit sah. Er kam nicht, um den bösen Menschen zu zerstören. Er kam nicht, um sich selbst abzusondern von der Sündhaftigkeit der Menschheit. Sein Auftrag war es nicht, vom Himmel herab die Menschen zu kritisieren und zu verurteilen. Christus als der Sohn Gottes wurde tatsächlich Mensch wie wir. Er identifizierte sich völlig mit der Menschheit, bis hin an den Punkt,
„…..der Gestalt nach wie ein Mensch erfunden zu werden….“

In Christus haben wir das Vorbild, wie unsere Welt verändert werden kann: Wir nehmen es an, werden Ihm gleich, und indem wir Knechte bzw. Diener (nicht Richter) werden, geben wir uns selbst hin für das, was es zu erlösen gilt. Um besser zu verstehen, könnte man die Vorstellung, dass Christus
„der Gestalt nach wie ein Mensch erfunden wurde“, ersetzen durch die Worte:  Er nahm „Knechtsgestalt“ an.  

Also, auch wenn Christus Gottes Sohn ist, wusste er, dass er die Welt nur dann verändern und umgestalten konnte, wenn er selbst wurde wie ein Mensch. Genau wie Gott hätte Er die Menschheit richten und vernichten können, aber retten und erlösen konnte er sie nur in Gestalt eines Menschen. Bedenken sie: Wir können nichts und niemand verändern, wenn wir uns absondern oder außen stehen. Vielmehr müssen wir selbst zu Dienern bzw. Knechten werden, um die Erlösung in diese Welt hineinzutragen.

Die Bibel hat eindeutig und wiederholt erklärt, dass Jesus nicht allein steht im Rahmen dieses großen Erlösungswerkes. Er begann allein und gab uns ein Vorbild, aber Er ist als der Erste unter vielen Brüdern geboren. So wie Christus uns einst erfüllt hat zu unserer Erlösung und Umgestaltung, so beruft er uns auch am Ende des Zeitalters das zu tun, was er getan hat, wenn auch in einem kleineren Maßstab. Daraus ergibt sich ganz klar die Notwendigkeit, seine Gestalt anzunehmen und von innen heraus geistlich zu wirken, um Erlösung zu bringen.  

Lassen sie uns zum Beispiel den Bereich der Politik betrachten. Als Christen sind wir so schnell dabei, Politiker zu verurteilen, und wir gehen davon aus, dass dieses ganze System irreversibel und korrupt ist.  Dennoch möchte Christus, dass Menschen, die Ihm nachfolgen, hineingehen in dieses System und versuchen, als ein Licht in der Finsternis zu leuchten. Veränderung und Umgestaltung ist ein Insider-Job. Die Gemeinde hat jedoch vielfach eine Außenseiterposition eingenommen gegenüber der Not und den Umständen in dieser Welt, die dringend Erlösung braucht. Unser einziger Beitrag beschränkt sich oftmals nur darauf, zu verurteilen und zu kritisieren, was falsch ist.

Wenn wir eine Sache einfach nur verurteilen, ohne dafür zu beten oder zu versuchen, es zu verändern, dann isolieren wir uns damit möglicherweise selbst von dem Wesen und dem Vorbild Christi. Erst wenn wir die Haltung einnehmen, dass Christus an erster Stelle steht bzw. der Erste unter vielen Brüdern ist, beginnen wir wirklich in unserer christlichen Erfahrung zu wachsen. Wir müssen es zulassen, dass Christus selbst sich durch uns manifestieren kann. Auf diesem Gebiet müssen wir einfach die Notwendigkeit sehen und entsprechend handeln. Es ist der „Bereich unserer Salbung“, wo die Natur Christi Raum bekommen kann, durch uns offenbart zu werden.

Alles soll in Christus zusammengefasst werden

In 2. Korinther 5:21 heißt es:
„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“
 
Auch an dieser Stelle ist Gottes Handschrift zu erkennen mit der Notwendigkeit, sich nicht darüber zu stellen, sondern sich selbst zu opfern für die Erlösung der Bedürftigen. Er selbst nahm die Notleidenden und Bedürftigen auf seine Schulter. Das ist das Wesen des Kreuzes. Christus wurde "zur Sünde für uns." Er identifizierte sich mit unserem Mangel, so dass wir durch seine Gerechtigkeit verwandelt werden konnten. Ob es in der Schule ist, in der Nachbarschaft oder auf der Arbeit, Gott möchte, dass wir uns mit den Notleidenden und Erlösungsbedürftigen identifizieren und sie hineinführen ins Licht.  

Also, der große Zusammenhang besteht darin, dass alles in Christus zusammengeführt wird. Das schrittweise und zunehmende Handeln innerhalb dieses großen Zusammenhanges besteht darin, dass jeder von uns die Not und Erlösungsbedürftigkeit der Welt um uns herum sieht, dass wir uns identifizieren mit den Menschen, die in der Sünde gefangen sind, und dass wir ihnen die Freiheit bringen durch die Offenbarung Christi. Wenn wir diese Notwendigkeit erkannt haben, werden wir aufhören, zu verurteilen. Als Teil des Ganzen haben wir das Verlangen nach Rettung und Erlösung der Menschen in der Welt, und nicht nach dem Zorn Gottes. Wir sollten für diese Menschen beten, genauso, wie wir für uns selbst beten.  

Möge Gott uns freimachen von den Gebeten des Richtens, des Verurteilens und der Zerstörung. Gottes Wille ist nicht zu verurteilen oder zu zerstören, sondern zu erlösen. Er erhört unsere Gebete, wenn wir seinem Willen gemäß beten. Warum sollten wir dann irgendetwas anderes beten?  So sollten wir vielmehr beten: Herr Gott, erwecke die Menschen von innen heraus und verändere sie (in meiner Schule oder in der Regierung oder in der Unterhaltungsindustrie….).

Wir müssen endlich aufhören, negativ zu denken und negativ zu beten. Gott tut heute etwas, das so großartig und so wunderbar ist, dass Er sagt: Wenn ich es euch sagen würde, so würdet ihr es nicht glauben.  Kneipen werden zu Kirchen und Gemeinden. Kirchen arbeiten zusammen, um ganze Städte zu verändern.
 
Das ist das große Geheimnis des göttlichen Willens, zu erkennen, wie alles zusammengefasst wird in Christus. Lasst uns die Dinge in dieser Welt niemals so betrachten, als könnten sie nicht verwandelt werden. Vielmehr sollten wir uns immer wieder darauf besinnen, dass wenn wir die Dinge und die Menschen in der Welt mit dem Wunsch nach Erlösung betrachten, letztlich alle Dinge zusammengefasst und erfüllt werden in Christus. Gott und diese Zeit werden auf unserer Seite sein.

Francis Frangipane
Ministries of Francis Frangipane

Übersetzung:
Reinhard Lewke

Einleitung

Aufgrund verschiedener Hinweise über eines Plans der Finsternis die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Deutschland und auch in den westlich orientierten Nationen zu schwächen, möchte ich mit diesem Wort zu einem strategischen Vorgehen beitragen, was dazu behilflich sein soll, die umherschweifenden Pläne der Finsternis in der Atmosphäre (Anm.: zweiter Himmel) effektiv zu zerstören, bevor es zur Umsetzung der finsteren Pläne im natürlichen Bereich kommt.

Lasse dich nicht durch Angst lähmen!

Wenn wir als Volk Gottes aufgrund von Offenbarungen Hinweise auf Terroranschläge oder ähnliche Angriffe erhalten, die unsere Nation betreffen, ist es gut, dass wir in solchen Fällen das Wort Gottes laut proklamieren, jedoch nicht in einen Zustand von Angst verfallen.
Egal, was für dunkle Riesen vor einem oder einer Nation stehen mögen; es ist wichtig, dass wir uns in unserem Herzen sicher sind, dass Jesus das Licht der Welt ist! Nur so sind wir in der Lage die Finsternis abzutrennen.

Es sei Licht!

Der erste aufgezeichnete Erlass durch das gesprochene Wort Gottes fand inmitten eines vorhandenen Chaos mit folgendem Erlass statt: "ES SEI LICHT (vgl. 1.Mose 1,1-5)!"
 
1.Mose 1,1-5:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Das bedeutet, überall, wo wir als Heilige das Wort Gottes in dem Maß unseres Glaubens in die Umstände prophezeien, verdrängt es die Finsternis, das Chaos, die Unordnung und den Unfrieden (vgl. Römer 12,3.6).
 
Römer 12,3.6:
3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich es gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.
... 6 und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß.
 
Prophezeie das Wort Gottes!

Durch das gesprochene Wort, machen wir uns mit dem Willen des Vaters, den er in seinem Wort offenbart hat eins und prophezeien es in die sichtbare und unsichtbare Welt, was kraftvolle Auswirkungen zum Positiven hat und die Finsternis abtrennt.
Denn die Schöpfung wartet auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes (vgl. Römer 8,19)!

Römer 8,19:
19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder [Anm.: Söhne] Gottes offenbar werden.

Die Schöpfung wartet darauf, sich auf die ausgesprochenen Worte der Söhne Gottes hin zu aktivieren, um böse Umstände zu verschlingen (vgl. 4.Mose 16,30-35; 2.Samuel 18,8; Offenbarung 12,16).

4.Mose 16,30-35:
… 30 wird aber der HERR etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter zu den Toten fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HERRN gelästert haben.
31 Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriss die Erde unter ihnen 32 und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die zu Korach gehörten, und mit all ihrer Habe.
33 Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu und sie kamen um, mitten aus der Gemeinde heraus.
34 Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie dachten: Dass uns die Erde nicht auch verschlinge!
35 Und Feuer fuhr aus von dem HERRN und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten.

2.Samuel 18,8:
8 Und der Kampf breitete sich dort aus über die ganze Gegend, und der Wald fraß an diesem Tage viel mehr Volk, als das Schwert fraß.

Offenbarung 12,16:
16 Aber die Erde half der Frau und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache ausstieß aus seinem Rachen.

Durch das Aussprechen des Wortes Gottes prophezeien wir den Willen des Vaters. Es verhält sich so ähnlich wie zu der Zeit als Jesus durch den Willen Gottes als das Licht in die Welt eintrat und die Finsternis es nicht ergreifen (Anm.: aufhalten) konnte (vgl. Johannes 1,1-5).

Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
 
Auch ein Terrorist fand Jesus!

Lasst uns festhalten, dass es auch zu der Zeit von Jesus Terroristen gab, die sich Zeloten nannten aber Jesus ihre Gegenwart und Vorgehensweise der Einschüchterung nicht fürchtete.
Er blieb stets in seiner gesalbten Berufung und verließ diese auch nicht aufgrund von Angst, trotz des bösen, bedrängenden Einflusses.
Jesus machte es sich zur Aufgabe die Terroristen in ihrem Netzwerk durch seinen Dienst der Kraft zu beeinflussen, was sogar dazu führte, dass einer von ihnen zu einem Apostel des Lammes wurde und das war Simon, der Zelot (vgl. Lukas 6,13.15).
 
Lukas 6,13.15:
13 Und als es Tag wurde, rief er (Anm.: Jesus) seine Jünger und erwählte zwölf von ihnen, die er auch Apostel nannte: ...
15 Matthäus und Thomas; Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot; ...

Erklärung zu dem Begriff “Zelot”
 
Diese jüdische Partei der "Eiferer" verweigerte aus religiösen Gründen die Unterwerfung unter das heidnische Römerreich und lehnte es ab, den Römern Steuern zu bezahlen (vgl. Markus 12,13-17). Sie erwarteten ein nationalistisches Reich unter einem neuen- : David. Den Anbruch dieses messianischen Reiches versuchten sie durch gewalttätige Aktionen herbeizuzwingen. Die Zeloten standen hinter den Aufständen gegen Rom, die 70 n.Chr. zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer führten. Unter den Jüngern Jesu war neben dem ehemaligen Zollbeamten, der mit der Besatzungsmacht zusammengearbeitet hatte, auch ein früheres Glied dieser Untergrundbewegung: Simon der Zelot (“Eiferer” Lukas 6,15; Apostelgeschichte 1,13). (Erklärung der Lutherbibel 1984 entnommen)
 
Anhand der genannten Bibelstelle aus Lukas 6,13.15 und der oben genannten Erklärung dürfen wir die Handschrift Gottes erkennen, der mit seiner "FEDER JESUS" die "LEUCHTENDE TINTE DER GNADE" in die Finsternis brachte, um in das Herz eines Fanatikers zu schreiben und ihn zu einem lebendigen Nachfolger des Lammes zu machen. Simon, der Zelot folgte nun nicht mehr dem brüllenden, raubenden Löwen der Finsternis, sondern dem Lamm Gottes!

Weiterhin empfehle ich zu diesem Thema das Wort “Die Zusammenfassung aller Dinge in Christus” von Francis Frangipane zu lesen, dass hier zu finden ist.
 
Wenn Satan es vorhat seine Pläne der Finsternis im natürlichen Bereich durch “Terror” umzusetzen, empfehle ich folgende Bibelstellen in folgender Reihenfolge laut dagegen zu proklamieren.:
 
Psalm 121
Psalm 125
Psalm 120
Psalm 129
Psalm 140
Psalm 144
Psalm 124.

In Zuversicht und Kraft unter dem Blut des Lammes,

Daniel Glimm