Apostolische Weisheit und prophetische Einsicht
 
Genau so, wie Joseph geträumt hat, haben viele biblische Wächter Träume und visionäre und offenbarende Erlebnisse.
 
Ich sah den Herrn auf seinem Thron sitzen, hoch erhoben und der Saum seines Kleides füllte den Tempel. (Jesaja 6,1)
 
Der Prophet Jesaja sah Seraphim mit 6 Flügeln deren Lobpreis so mächtig war, dass die Türpfosten und Schwellen bebten und der Tempel mit Rauch gefüllt wurde. Hesekiel sah einen Thron von Saphiren umgeben und ganz hoch oben darüber befand sich der Herr in Gestalt eines Menschen im Feuer der Herrlichkeit. (Hesekiel 1. 26-28)
 
Stephanus, der Märtyrer hatte eine Vision eines geöffneten Himmels und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur rechten Hand des Vaters. (Apostelgeschichte 7,55-56) Daniel, der Prophet träumte und sah den Herrn, den Alten der Tage, dessen Thron mit heiligem Feuer erglühte. (Daniel 7,9-10) Der Apostel Paulus sah ein himmlisches Licht, das ihn erblinden ließ. Apostelgeschichte 9,3; Apostelgeschichte 26,13)
 
Jede offenbarende Begegnung hat einen göttlichen Zweck und eine praktische Anwendung in unserem Leben, die im Glauben geschehen muss. Jesaja, Hesekiel und Paulus wurden alle drei durch ihr offenbarendes Erlebnis zu einem Dienst berufen, während im Gegensatz dazu der Traum von Daniel ihm Verständnis für Israel und dessen Zukunft gab und er reagierte mit Gebet und Fasten für diese Nation. (Dan. 9) Stephanus empfing Gnade für das Märtyrertum und ein Herz voller Gnade um den Mördern vergeben zu können.
 
Die Wichtigkeit von Träumen und die Bestimmung
 
Wenn wir nun mit dem Thema Joseph fortfahren müssen wir feststellen, dass Träume fortwährend eine wichtige Rolle in seiner Bestimmung spielten. In gleicher Weise sollten wir Träumen, die Gott in unser Leben hinein gibt, besondere Aufmerksamkeit schenken und uns im Glauben um deren Deutung und Anwendung besonders kümmern.
 
Einige Zeit später beleidigten der Mundschenk und der Bäcker den König von Ägypten. Pharao war zornig über seine zwei Beamten, den Obermundschenk und den Chef Bäcker und ließ sie im Haus der Obersten der Wachen, im gleichen Gefängnis, in dem auch Joseph gefangen gehalten wurde, verwahren. Der Oberste der Wachen gab sie unter die Hand von Joseph und er besuchte sie. Nachdem sie dort eine Weile in Gefangenschaft waren, hatte jeder von den beiden, sowohl der Mundschenk als auch der Bäcker des Königs von Ägypten, in der gleichen Nacht einen Traum, während sie im Gefängnis saßen und jeder Traum hatte seine eigene Bedeutung.
 
Als Joseph am nächsten Morgen zu ihnen kam, sah er, dass sie niedergeschlagen waren. So fragte er die Beamten Pharaos, die genauso, wie er im Haus ihres Chefs in Gewahrsam gehalten wurden: „Warum seht ihr heute so traurig aus?“ „Wir hatten beide einen Traum“ sagten sie, „ aber da gibt es niemand, der ihn uns auslegen könnte.“ Da sagte Joseph zu ihnen: „ Gehört das Auslegen nicht Gott? Erzählt mir eure Träume."(1. Mose 40,1-8)
 
Die Männer erzählten Joseph die Träume und Joseph deutete sie dann richtig. Die Deutung des Traumes zeigte, dass der Dienst des Mundschenks wiederhergestellt werden würde, während der Traum vom Bäcker zeigte, dass er eines vorzeitigen Todes sterben würde. In beiden Fällen hatte Joseph die Offenbarung richtig gedeutet. Aber der Chef Mundschenk erinnerte sich nicht an Joseph, er vergaß ihn. (V. 23) Und Joseph schmachtete weiterhin im Gefängnis.
 
Joseph hatte sich zwischenzeitlich zu einem reifen, jungen Mann entwickelt, der in der Lage war, Gott die Ehre zu geben und der sich, was das Deuten von Träumen anbelangte, vollkommen auf den Gott Israels verließ. Es ist leicht zu erkennen, dass Joseph auf intime Weise mit Gott umging, weil seine Antwort auf die Bitte, die Träume zu deuten, dem Herrn so viel Ehre brachte und die Frucht von jemanden in gehorsamer Hingabe zu erkennen war. Intimität mit Gott ist ein Schlüssel, der sagenhafte, himmlische Segnungen und Schätze aus Gottes tiefsten Quellen und höchste und verschwenderischste Fülle für seine Kinder aufschließt. Jedes Stadium unserer Reise soll geschätzt werden.
 
Gottes ‘timing’, ist perfekt, auch wenn Menschen ‚vergessen’.
 
Trotz der Tatsache, dass der Mundschenk Joseph eine Zeit lang vergessen hatte, hatte Gott ihn, was viel wichtiger ist, nicht vergessen. Vielleicht bist du, so wie Joseph von anderen, die dir versprochen haben zu helfen, aber ihr Versprechen nicht gehalten haben, im Stich gelassen worden. Verzweifle nicht, denn Gott wird die Träume, die Er für Seine Kinder hat, niemals vergessen, auch wenn andere uns im Stich lassen. Gott bleibt in Ewigkeit treu und Er wird Seine Pläne zur festgesetzten Zeit in uns zur Reife bringen.
 
Nachdem zwei Jahre vergangen waren, hatte Pharao eine Reihe von Träumen und am Morgen war er beunruhigt und aufgewühlt und sandte nach allen seinen Magiern und Weisen von Ägypten und wollte von ihnen die Deutung der Träume. Aber niemand war fähig dazu. An dieser Stelle erinnerte sich der Mundschenk schließlich wieder an Joseph.
 
So sagte der Chef Mundschenk zum Pharao: Heute erinnere ich mich an mein Versäumnis. Pharao war vor einiger Zeit ärgerlich mit seinen Knechten und er setzte mich und den Chef Bäcker deshalb im Haus des Obersten der Wache gefangen. Da hatte jeder von uns in derselben Nacht einen Traum und jeder Traum hatte seine eigene Bedeutung. Da war nun ein junger Hebräer mit bei uns, ein Diener des Obersten der Leibwache. Wir erzählten ihm unsere Träume und er hat jedem von uns die Deutung des Traumes gegeben und alles geschah so, wie er die Träume für uns gedeutet hat. Ich wurde wieder in meine Position erhoben und der andere Mann wurde gehängt. (1. Mose 41, 9-13)
 
Obwohl wir feststellen müssen, dass in Josephs Reise eine Verzögerung eingetreten war, so freuen wir uns doch über die Realität, dass Gott es nicht erlaubt hat, dass dies seinen Diener zerstören konnte. Lasst uns wie Joseph sein, und der Güte Gottes vertrauen, dass Er uns sicher durch jede Situation bringt und uns in Seiner Gnade bewahrt. Die Vorbereitung auf unsere letztendliche Berufung ist ein sehr wichtiger Teil unseres Wandels mit Gott und wir können es uns nicht leisten, dies zu verpassen.
Der Befehl Pharaos war, dass Joseph sofort geholt, gewaschen, rasiert und mit neuen Kleidern versehen vor ihm erscheinen sollte. Als er gebeten wurde, die Träume zu deuten, war die Antwort Josephs“ Ich kann keine Träume deuten,“ aber Gott wird die Antworten geben, die der König sich wünscht. (1. Mose 41,16).
 
Joseph deutete die Träume mit Weisheit, Genauigkeit und heiliger Kühnheit. Die Traumdeutung war keine angenehme Sache für den Pharao und Joseph musste damit rechnen, dass er sein Leben verwirkte, wenn er solche Dinge dem König mitteilte. Darin liegt eine wichtige Lektion für jeden angehenden Traumdeuter. Wir deuten Träume nicht, um irgendjemand am Ohr zu kraulen. Sondern wir handeln demütig im Glauben und machen das Wesentliche der Botschaft so sichtbar, wie Gott es dem Traumempfänger vermitteln wollte. Trotz der schwierigen Traumdeutung, ehrte Gott Josephs Integrität und die Gunst Gottes leuchtete weiterhin über Joseph. Das Glaubensrisiko wurde ihm mit kräftigen Dividenden zurückgezahlt. Gott war dabei, seinen Diener in seinen von Gott bestimmten Platz im Königreichsdienst – und in seine Bestimmung zu versetzen- vom Gefängnis zum Palast.
 
Strategische, apostolische Zielorientierung führt zur Erhöhung
 
„So lasst Pharao nun nach einem unterscheidungsfähigen und klugen Mann schauen und dem gebe man die Verantwortung für das Land Ägypten. Pharao soll Beamte über das ganze Land bestellen, die ein fünftel der Ernte Ägyptens während der 7 Jahre des Überflusses nehmen und all die Nahrung in diesen guten Jahren der Fülle sammeln und das Getreide unter der Autorität Pharaos in den Städten in Scheunen einlagern. Die Nahrung soll als Reserve angelegt werden, damit es dann bereit stehen wird, wenn die Hungersnot über Ägypten kommen und so das Land während der Hungersnot nicht zugrunde gehen wird.“ (1.Mose 41,33-36)
 
Joseph handelte in einem großartigen Moment der strategischen, apostolischen Zielorientierung mit all der Erfahrung und dem Charakter, den Gott in ihm in den letzten dreizehn Jahren kultiviert hatte, indem er den Traum so auslegte, dass sieben Jahre Fülle und sieben Jahre der Hungersnot kommen würden. Ohne einen Moment zu zögern, gab Joseph Pharao den strategischen Plan, der eine Nation retten würde. Joseph war der Mann, den Pharao dazu bestimmte, den Plan, den er selbst erstellt hatte auszuführen.
 
Dann sagte Pharao zu Joseph: „Weil Gott dich all das hat wissen lassen, gibt es niemand, der so unterscheidungsfähig und klug wäre wie du. Du solltst über meinen Palast gestellt werden und mein gesamtes Volk muss deinen Anordnungen gehorchen. Nur um den Thron will ich höher sein als du.“(1. Mose 41, 39-40)
 
Pharao hatte Joseph in einen Mantel aus feinen Leinen gekleidet, mit einer goldenen Kette um seinen Hals und steckte einen Siegelring an Joseph´s Finger und so übergab er ihm die Verantwortung für das ganze Land Ägypten. (V. 43)
 
Groß denken ist eine Idee Gottes
 
Ich hörte kürzlich ein zum Nachdenken anregendes Zitat: „Der einzige Unterschied zwischen ‚groß denken’ und Größenwahn ist Gott.“ Joseph war nicht größenwahnsinnig. Aber vom ersten Traum an, den er als junger Siebzehnjähriger hatte, dachte er groß. Nachdem er dreizehn Jahre als Vorbereitung für seine Berufung gedemütigt worden war, wurde es für den Mann Gottes Zeit, an seinem von Gott zugewiesenen Platz der Bestimmung zu scheinen. Vor allem im Palast fand Joseph sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit einem umfassenden Verständnis über seine Berufung.
 
Über die Jahre hinweg, bereitete Gott ihn auch als Bruder vor, als Sohn und als einen Vater, indem er ihn lehrte, wie man mit Verantwortung und mit Menschen richtig umgeht, und während dieses ganzen Prozesses wurde sein Charakter geschliffen, so dass ihm gewaltige Ressourcen anvertraut werden konnten. Während Joseph im Einklang mit Gottes Willen ging, übte er Weisheit, Liebe und Autorität aus. Dies beeinflusste die Angelegenheiten einer ganzen Nation in einer nationalen Krise positiv und rettete dabei unzählige Leben. Als Resultat davon brachte Gott Fülle und Fruchtbarkeit in seinem Knecht hervor. Gott hatte Joseph wirklich vor der Hungersnot nach Ägypten gesandt, um Leben zu erhalten und Gott machte ihn fruchtbar in dem Land seines Leidens.
 
Heute richtet Gott in den Nationen eine Joseph-Armee auf, durch die er die Massen mit den Segnungen des Vaters überschütten kann. Gott ist dabei, Strategien vom Himmel freizusetzen, die die finanziell Notleidenden mit Kraft zur Veränderung ausstatten werden, indem er apostolische Leiterschaft an festgelegten Orten positioniert, so dass seine Gnade über das Gericht triumphieren kann und viele zu der errettenden Erkenntnis der Gnade unseres Herrn Jesus Christus kommen werden.
 
In einer Zeit, wenn ganze Nationen die gnädige Hand Gottes für Befreiung und Versorgung brauchen, bewegt sich Gott. Vielleicht bist du einer seiner „Josephs“ und gerade dabei, vom Gefängnis zum Palast zu wechseln. Wo immer und wie immer du gerufen bist Gott zu dienen, ich bete darum, dass Gott dich in deinem Werdegang segnet und dass du in jedem Augenblick deiner Reise gesegnet bist. Ich bete, dass du sogar immer noch effektiver im Dienst für seine Herrlichkeit und Ehre wirst und ich wünsche dir dass du, in welchem Zeitabschnitt du dich auch immer gerade befindest, durch seine Gnade ermutigt und gestärkt wirst, so dass du deinen Lauf zur Ehre Gottes beenden kannst.
 
Zusammen bei der Ernte,
 
Catherine Brown
Founder/Director, Gatekeepers Global Ministries
Co-Founder, Scottish Apostolic Networking Enterprise

Übersetzung:
Ruth Böhringer-Kielman

Das Festhalten an unserem geistlichen Schwerpunkt ist äußerst wichtig, gerade in dieser schwierigen Zeit des dämonischen Betruges, der Zerstreuung und der Ablenkung. Die Feinde unserer Seele, der Teufel und seine Dämonen, versuchen immer wieder, uns durch verlockende Verführungen und Angriffe vom Guten Hirten wegzuziehen.
 
Sie können absolut sicher sein, dass Satan - und seine höllischen Horden- alles versuchen was sie können, um sie zu Fall zu bringen.
 
In Epheser 6,10-17 ermahnt Paulus (Sha-ul) uns, wachsam zu sein:

„Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.  Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“
 
Haltet daran fest und bleibt standhaft ohne zu wanken
 
Die Mächte der Finsternis wissen, wenn sie uns isolieren können vom Herrn und Seinem Leib, dann können sie unser Leben zugrunde richten. Deshalb ermahnt uns der Herr, die Versammlung der Heiligen nicht zu verlassen (Hebräer 10,23-25):
 
„Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat (das ist gewiss); und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen (ermuntern und anspornen) zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen (warnen, drängen und ermutigen), und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“
 
Unser Ziel sollte sein, ebenso wie Paulus, diese siegreichen Worte auch über unserem Leben auszusprechen, die wir in 2. Timotheus 4,7 finden: 
„Ich habe den guten (würdigen, ehrenhaften und edlen)  Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt (daran festgehalten).“ Der Herr möchte, dass wir unser Leben gut vollenden. Um unseren Kampf gut zu beenden, müssen wir am Herrn und Seinem Volk festhalten.
 
Wie können wir "festhalten und standhaft bleiben, ohne zu wanken" an all dem, was der Herr uns durch Seinen Tod gegeben hat: Unsere Hoffnung, unseren Glauben und unsere Liebe zu Ihm und zu Seinem Volk?
 
Weder allein durch Werke und Betriebsamkeit, noch durch das Bestreben, Menschen zu gefallen, und auch nicht durch unsere eigenen Bemühungen.
 
Der Kern der Sache liegt in unserem Herzen. Wir müssen unsere Motive überprüfen, wir müssen sicherstellen, dass wir in Übereinstimmung stehen mit den göttlichen Plänen und Absichten, und wir müssen danach streben, die Ziele und Motive unseres Herzens zu erkennen. Was hält uns vielleicht so gefangen, dass wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen oder nicht tun sollten? Warum sagen wir Dinge, die wir vielleicht gar nicht sagen wollen oder nicht sagen sollten?
Ist es zum Beispiel unsere Absicht, dass wir uns in der Gemeinde einfach nur gut einrichten?
Streben wir nach der Anerkennung von Menschen?
 
Streben wir nach Erfolg in der Welt, nach Sicherheit oder Macht?
Oder haben wir ein höheres Ziel? Sehnen wir uns danach, mit zubauen am Reich des KÖNIGS?
Das Wort verheißt uns:
„Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ (Matthäus 6,33)
 
Entwicklung zur vollen Reife
 
Unsere wahre Agenda und unsere vornehmste Absicht sollte es sein, dem Messias immer ähnlicher zu werden,  um das Reich des Königs voranzubringen - und nicht unsere eigenen Vorstellungen. Unser Bestreben sollte es werden, im Glauben zu wachsen und uns zur vollen Reife zu entwickeln. (Römer 8,29)
 
Der Schreiber des Hebräerbriefes stellt fest, dass es ein zwingendes Gebot ist, dass wir immer mehr wachsen zu dem Punkt, dem Herrn immer ähnlicher zu werden. In Hebräer 6,1-3 können wir erkennen, dass diese Tatsache klar festgeschrieben ist:
 
„DARUM WOLLEN WIR die Anfangsgründe des Wortes des Messias lassen und zur vollen Reife übergehen, wobei wir nicht nochmals den Grund legen mit der Buße von toten Werken (toter Formalismus) und dem Glauben an Gott, mit der Lehre von Waschungen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. (Dies sind alles Dinge, deren wir uns bereits seit langer Zeit bewusst sein sollten) Und das (übergehen zur fortgeschrittenen Lehre) wollen wir (jetzt) tun, wenn Gott es zulässt.“
 
Die Bibel offenbart uns in Römer 8,19, dass die ganze Schöpfung sehnsüchtig harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Sogar ein Teilbereich in der unsichtbaren Welt wartet auf uns, dass wir aktiv werden und zur vollen Reife gelangen - die Wolke von Zeugen! Diejenigen, die vor uns in die himmlische Welt gegangen sind, sehnen sich danach, dass wir unsere hohe Berufung erfüllen! (siehe Hebräer 11,38-40).
 
Aus Angst und aus Unglauben vermeiden einige Gläubige den Gedanken, dass wir berufen sind, als gereifte Gläubige zu leben und vollumfänglich unsere Stellung als Kinder Gottes zu manifestieren. Die Bibel lässt jedoch keinen Zweifel an dieser Tatsache: Wir lesen in 1. Johannes 3,1-3:

„SEHT, WELCH EINE (unglaubliche) Liebe uns der Vater gegeben hat (gegeben, gewährt), dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt (und bereits hier) sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden (noch nicht verständlich gemacht) dass wir, wenn es (einstmals) offenbar werden wird, ihm (als Seine Kinder) gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er (wirklich) ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein (unbefleckt und ohne Sünde) ist.“
 
Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Übersetzung der Schriftstelle aus 1. Johannes 3,1-3 in der King James-Bibel:

„Seht, welches Maß an Liebe der Vater uns erzeigt hat, dass wir Söhne Gottes genannt werden sollten: Deshalb erkennt uns die Welt nicht, weil die Welt Ihn nicht erkannte. Geliebte, jetzt sind wir Söhne Gottes; und es ist noch nicht offenbart: Aber wir wissen, dass, wenn Er erscheinen und offenbart werden soll, wir Ihm gleich sein werden; weil wir Ihn sehen werden, wie Er ist. Und jeder Mensch, der diese Hoffnung in Ihm hat, reinigt sich selbst, genau wie Er rein ist.“
 
Ist dieses Wachstum hin zur vollen Reife wirklich möglich? Ja, es ist wirklich wahr, weil der Herr verheißen hat, dass wir "jetzt" Söhne Gottes sind. Wie geschieht dieses Wachstum zur Reife? Der Geist der Wahrheit kann große Erkenntnisse bezüglich dessen offenbaren, wie man die göttliche Hilfe in Anspruch nehmen kann, um die wahre Sohnschaft widerzuspiegeln und Ihm, dem Messias, gleich zu sein.
 
Epheser 4,11-15:
„Und er hat die einen als Apostel (spezielle Boten) gegeben (anders gesagt: er selbst berief und gab uns diese Männer) und andere als Propheten und andere als Evangelisten (Verkündiger des Evangeliums, reisende Missionare) und andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen (seine gesegneten Nachfolger) für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Messias (Kirche, Gemeinde), bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der (vollständigen, korrekten) Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife (die komplette Persönlichkeit umfassend, die keinen geringeren Standard haben soll als die Vollkommenheit des Messias), zum Vollmaß des Wuchses der Fülle des Messias. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben (wie Schiffe) von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen (wie ein Spielball), durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. Lasst uns aber die Wahrheit bekennen in Liebe (in allen Dingen bekennen, aufrichtig und ehrlich sein) und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, der Messias (der Gesalbte).“
 
Meditieren sie intensiv über diese Verse, bis der Herr diese Offenbarung in ihrem Inneren zum Leben erweckt. Wahrlich, wir sind berufen, dem Bild des Messias, dem König, immer ähnlicher zu werden. Er hat sie zuvor erkannt und vorherbestimmt, "dem Bild seines Sohnes gleich zu sein, damit Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein kann." Beten sie dieses Bibelwort Tag und Nacht, bis dieses lebendige Wort eine lebendige Realität in ihrem Geist und in ihrer Seele wird. Nichts, absolut nichts ist wichtiger als in die Nähe von unserem Herrn gezogen zu werden und eine persönliche Beziehung zu Gott aufzubauen - mit demselben Charakter und derselben Liebe wie Er.
 
Handeln in großer Vollmacht und Autorität
 
Die Pläne Gottes für Seine Gemeinde sind in der Bibel klar festgeschrieben: Wir sollen handeln in Liebe, Glauben, Vollmacht und Autorität. Die herrliche Absicht des Vaters ist, durch uns all die Eigenschaften, Handlungen sowie die Autorität von Jesus (Jeschua) widerzuspiegeln! Alle, keine der Eigenschaften ist ausgenommen! Das ist seine Absicht, nicht nur für die Ewigkeit, sondern bereits hier inmitten unserer Kämpfe und Versuchungen, wir sollen
"in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, der Messias" (Epheser 4,15).
 
Gott hat uns dazu berufen, im Vertrauen und mit Zuversicht in Ihm zu wandeln in dem Wissen, wer wir im Messias sind, und wer der Messias in uns ist (Kolosser 2,9-10):

„Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (darin kommt die göttliche Natur voll zum Ausdruck); und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht (zur ganzen Fülle des Lebens. In Jeschua sind wir erfüllt mit der ganzen Gottheit – Vater, Sohn und Heiliger Geist). Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht (von jeder irdischen und himmlischen Macht und Kraft).“
 
Wir sind gerettet und überführt ins Königreich Seines Sohnes, aber wir sollen eine Stellung der Vollmacht und der Autorität hier auf der Erde haben (Psalm 115,16):

„Die Himmel sind die Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.“
 
Diese Wahrheit hat sein starkes Fundament bereits im allerersten Buch der Bibel – im 1. Buch Moshe Kapitel 1 Vers 26, als der Herr uns die Herrschaft über alles gab, was auf der Erde existiert.
In 2. Korinther 5 Vers 20 entdecken wir, dass wir berufen und beauftragt sind, in der Autorität als höchste Vertreter und Botschafter von Jeschua, dem König, zu wandeln. Erinnern sie sich, dass Jeschua zu uns sagte:
"Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch" (Johannes 20,21). Diese klare Wahrheit wird im 1. Johannesbrief 4,17 wiederholt und bekräftigt: "..... denn wie er ist, sind auch wir in dieser Welt.“
Dieses kleine Wort "wie" im obengenannten Vers hat eine enorme Bedeutung für uns. "Wie" der Messias jetzt ist, gesetzt zur Rechten des Vaters, so sind auch wir jetzt. Dieses griechische Wort "wie" oder das griechische Wort katha, kann übersetzt werden mit "genau wie, genauso, im gleichen Verhältnis wie, im gleichen Maße.“
 
Im gleichen Verhältnis, wie der Messias in diesem Moment Autorität und Vollmacht im Himmel hat, so haben wir sie auch. Im gleichen Maße, wie der Messias in diesem Augenblick im Himmel Liebe übt, so lieben wir auch. Unsere Bestimmung und unser Ziel ist es nicht, einfach nur ein nettes Kirchenmitglied zu werden, sondern zu werden wie der Messias. Wir sollen wirklich Seiner Natur teilhaftig werden. Diese Wahrheit wird uns in 2. Petrus 1 Vers 3 offenbart:

„Da seine göttliche Kraft uns alles (was notwendig und geeignet ist) zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die (vollständige und persönliche) Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend (Rechtschaffenheit).“
 
In Hebräer 3,14 lesen wir:
„Denn wir sind Genossen des Messias geworden (Mitbrüder und Nachfolger des Messias, und wir haben Anteil an allem, was er für uns bereitet hat), wenn wir die anfängliche Zuversicht (die Grundlage, die uns zu Gläubigen machte)  bis zum Ende standhaft festhalten.“
Ja, wir sind gemeinsame Erben mit dem Messias (Römer 8,17).
 
Gestaltet zu seinem Bild
 
1.Korinther 4,20:
"Denn das Reich Gottes besteht nicht im Wort, sondern in Kraft."

Die Verheißung besteht darin, dass der Messias und Seine Macht im Leben von jedem einzelnen von uns sichtbar wird (Galater 2,20):

„Ich bin mit dem Messias gekreuzigt (in ihm gekreuzigt worden; ich habe seine Kreuzigung geteilt), und nicht mehr lebe ich, sondern der Messias lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, und zwar im Glauben (das Festhalten, die Zuversicht und das ganze Vertrauen)  an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“
 
Die Liebe des Messias drängt uns dazu, immer wieder vorwärts zu gehen in dem Bestreben, das helle Licht der Hoffnung und der Liebe zu reflektieren! Wir sind berufen, den Messias in Seiner vollen Erlösungsmacht zu offenbaren.
 
Diese Wahrheit darf in unserem Geist nicht nur als ein lehrhaftes Konzept erfasst werden, das wir irgendwann gehört haben. Wir verspüren vielmehr jetzt das Bedürfnis, zur vollen Reife zu gelangen (siehe Hebräer 6,1)! Lassen sie uns unsere Augen fest auf Jeschua richten!
"Schaut auf Jeschua, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens" (Hebräer 12,2).
Beten sie bitte dieses Gebet mit mir:

Vater, ich bitte um Deinen Geist des Verstandes und der Offenbarung, damit diese Wahrheiten mein Herzen und meinen Geist erfüllen. So wie der Messias jetzt ist, so bin auch ich in dieser Welt. Ich bin mit dem Messias gekreuzigt und ich bin jetzt Ihm gleichgestellt - und Du hast mir alle Dinge gegeben, die ich zum Leben und zur göttlichen Nachfolge brauche! Ich glaube daran, dass du mich zur vollen Reife berufen hast, um die Herrlichkeit des Messias auf dieser Erde widerzuspiegeln. Lehre mich, Heiliger Geist, in der Fülle des Messias zu wandeln. Verändere und gestalte mich durch die Erneuerung meines Geistes. Es ist nicht mehr länger ich selbst der lebt, sondern der Messias, der in mir lebt! Amen!
 
Bobby Conner
Eagle View Ministries

Übersetzung:
Reinhard Lewke

Kultur des Reiches Gottes
 
„Deine Identität ist, wer du bist; deine Kultur ist die, in der du lebst.” Das sind die Worte, die ich kürzlich den Herrn sagen hörte.
 
„Kultur“… Webster definiert es als „die Gesamtheit der sozial übertragenen Verhaltensmuster, Künste, Überzeugungen, Institutionen, und aller anderer Produkte menschlicher Arbeit und Gedanken, die zu einer gegebenen Zeit für eine Bevölkerung oder eine Gemeinschaft typisch sind.“ Nun – ersetze das Wort „menschlich“ durch das Wort „Königreich“ (im Deutschen „Reich Gottes“). Unser Gott wünscht sich eine „Kultur des Reiches Gottes“ (Danke Bill Johnson für diese Wortprägung der „kingdom culture“)
 
Eine Kultur, in der die Verhaltensmuster des Reiches Gottes Gestalt annehmen – Kunst, die von der Dynamik des Reiches Gottes bestimmt wird, Überzeugungen geboren aus einer Beziehung mit dem König, Institutionen, die auf den Prinzipien des Reiches Gottes basieren, Werk und Gedanke geprägt und geleitet durch die Königsherrschaft eines liebenden Vaters – das ist in dieser Stunde das Herzensanliegen unseres Gottes.

Wo lebst du?
 
„Deine Kultur ist die, in der du lebst.” Er hat uns dafür bestimmt, in der größeren Realität des Reiches Gottes zu leben. Sind meine geistlichen Antennen jeden Tag so eingestellt, dass ich die Ausdrucksformen des Reiches Gottes, die in meine Welt dringen, sehe und höre und rieche und schmecke und fühle?
 
Das Königreich unseres Vaters ist ein übernatürliches Königreich. Das bedeutet nicht nur übernatürliche „Zeichen und Wunder“. Ich liebe Zeichen und Wunder. Gott gab mir die Gnade, viele zu erleben. Doch ein übernatürliches Königreich heißt auch übernatürliche Erfahrungen, übernatürliche Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung (Frucht des Heiligen Geistes gemäß Galater 5, 22-23); übernatürliche Gerechtigkeit, Friede und Freude (gemäß Römer 14, 17); übernatürliche Kühnheit und Mut (gemäß Apostelgeschichte 2 die Verwandlung der „Angsthasen“ Jünger in kühne Apostel); und übernatürliche Barmherzigkeit, Weisheit wie auch übernatürliche Kraft.
 
Unser Herr möchte, dass Seine Übernatürlichkeit so ungehindert wie möglich durch mich und dich fließen kann. Der Geist Gottes ist Ströme lebendigen Wassers: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Diese Ströme sollen nicht nur „in” mir fließen, sondern auch „von” mir. Hesekiel sah den Strom lebendigen Wassers unter der Schwelle des Tempels hervorkommen (kommend aus der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes), und in Hesekiel 47, 9 heißt es, „und alles wird leben, wohin der Fluss kommt.“
 
Alles wird leben. Alles! Es wird ein Tag kommen, an dem dies vollständig erfüllt sein wird, wenn das Reich Gottes die Erde vollständig ausfüllen wird. Doch auch jetzt schon werden da, wo wir das Reich Gottes auf die Erde herunterbeten, wo der Strom freigesetzt wird, Dinge und Menschen und Projekte und Gedanken mit übernatürlichem Leben erfüllt und somit lebendig werden.
 
Wie schaffen und kultivieren wir eine Kultur des Reiches Gottes?
 
„Deine Kultur ist die, in der du lebst.” Wo lebe ich? Wo tauche ich jeden Tag hinein? Lebe ich unter denen, die der Kultur des Reiches Gottes nachjagen, um darin zu leben? Wie „schaffe“ und „kultiviere“
ich eine Kultur des Reiches Gottes?
 
Hier sind einige Vorschläge:
 
1. Gib dich hinein in diesen intensiven Wachstumsprozess in Christus (2.Petrus 1, 3-11). Bleibe dran!
 
2. Tauche ein in das geschriebene Wort Gottes, „iss“ es, nimm es in dich auf und „verdaue“, verarbeite es.
 
3. Überschwemme dich mit Zeugnissen von Gottes übernatürlichem Wirken, indem du dir “God-stories” (Erlebnisberichte über Gottes Wirken) anhörst und liest.
 
4. Verbringe Zeit mit anderen, die dem Reich Gottes nachjagen, und ermutigt einander.
Ob du es glaubst oder nicht – wir können WÄHLEN, in welcher Kultur wir leben. Es kann schon sein, dass wir nicht wählen können, wo wir im Natürlichen leben. Doch haben wir mit Sicherheit die Wahl, wo wir im Übernatürlichen leben.
 
In welcher Umgebung werden wir heute leben?
 
John Wallace
Blood n Fire - Dallas, Texas

Übersetzung:
Karin Meitz