PROPHEZEIT AM 24. MÄRZ 2018 | 08. NISSAN/ABIB 5778
 
Da ist das hohe Maß der Lebendigkeit Gottes, die in sich den Ton trägt, der den neuen Tag einläutet!
Es ist ein „Schrei“, der sich ins „Singen“ verwandelt, weil es um den Zeitpunkt geht, der Licht in das Dunkel bringt, um die Dinge, die verborgen sind, zu erhellen!
Da ist der vom HERRN dir zugesagte Zeitraum, in dem du dich befindest und wo du beginnst gemäß Seinem dir zugesprochenen Wort zu handeln, um die Erfüllung dessen zu erleben, spricht der Geist des Propheten!
Da sind zwei unterschiedliche Einflüsse, die mit dem Kalten und dem Warmen verbunden sind, weil der HERR dabei ist, dich mit Seinen Händen auf neue Weise aufzurichten und die Gegenwart Seines Geistes in dir zu intensivieren (vgl. Johannes 18,18 i.V.m. Johannes 21,15-17)!
Du gehst kompromisslos voran und sprichst die Worte Gottes, die wie ein Feuer in dir brennen (vgl. Jeremia 20,9 i.V.m. Jeremia 23,29)!
Du beginnst gemäß der Verheißung des Sohnes Gottes zu agieren und die Worte zu sprechen, die Er in dich hinein gesprochen hat!
Lasse dich nicht vom Feind irritieren und einschüchtern, der es darauf abgesehen hat, dass du dich von der Verheißung abwendest!
Bleibe Jesus Christus treu!
Erkenne deinen Auftrag, und zerbrich den Angriff des Bündnisbrechers, indem du Zweifel und Ungläubigkeit zerstörst!
Es geht um die Nachfolge des Gestorbenen und Auferstandenen, damit die Präsenz des himmlischen Vaters gesehen und gehört wird (vgl. Johannes 21,19b)!
Achte darauf, wie man dich bzw. euch in der kommenden Zeit beim Namen nennt, weil darin die Präsenz Gottes offenbar wird, spricht der Geist des Propheten!
Da ist der Bereich der Beziehung, der mit größerer Nähe und Autorität verbunden ist!
Es verhält sich auf ähnliche Weise, wie zur Zeit als Jesus Christus auf der Erde lebte und zuerst Seine Jünger als Jünger berief, dann als Apostel und später als Seine Kinder (Anm.: Söhne; vgl. Lukas 6,13; Johannes 21,5a)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Johannes 18,18:
18 Es standen aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht, denn es war kalt und sie wärmten sich. Aber auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.
 
Johannes 21,15-17:
15 Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!
16 Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!
17 Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!
 
Jeremia 20,9:
9 Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, dass ich es nicht ertragen konnte; ich wäre schier vergangen.
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Johannes 21,19b:
… 19b Und als er (Anm.: Jesus Christus) das gesagt hatte, spricht er zu ihm (Anm.: Petrus): Folge mir nach!
 
Lukas 6,13:
13 Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger und erwählte zwölf von ihnen, die er auch Apostel nannte: …
 
Johannes 21,5a:
5a Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Einleitung
 
Es gibt viele Bücher und schriftliche Ausführungen, die sich auf Ehe, Partnerwahl und die Beziehung zwischen Mann und Frau beziehen. Für manchen ist die Vielzahl der verfügbaren Empfehlungen und Tipps verwirrend und der Umstand, dass es in unserer Gesellschaft in ihren aktuellen Entwicklungen wenig Bezug zum Wort Gottes gibt, vereinfacht es Jüngern (Anm.: Männer und Frauen, die uneingeschränkt dem Willen Gottes und den Maßstäben seines Wortes folgen) nicht unbedingt, sich zu orientieren.
 
Fünf Dinge, die helfen können
 
Es gibt fünf Dinge, die das Wort Gottes in Bezug auf Männer betont und Frauen helfen können, sich bei ihrer Wahl und Zeit der Vorbereitung auf eine mögliche Ehe zu fokussieren. Diese Lehre soll vor allem Männern die nötige Klarheit geben, was sie für eine bevorstehende Beziehung befähigt, die eine Ehe mit einer Frau bedeutet.
 
Die erste Ehe, die wir in der Geschichte finden, können wir nachlesen in 1.Mose 2.
 
1.Mose 2,23-25:
23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
 
Zunächst ist es wichtig anzuerkennen, dass der erste Mensch, der Mann Adam, in den Garten Eden, den Gott gepflanzt hatte, gesetzt wurde. „Eden“ ist hierbei nicht verbunden mit einer Vorstellung von einem Gebiet mit Bäumen und Pflanzen, sondern vielmehr beinhaltet es einen Rahmen göttlicher Ordnung. Das Wort „Garten“ wird im hebräischen Urtext mit „gân“ (Strong's H1588), ein „Garten (umzäunt)“ wiedergegeben, was ursprünglich von „gânan“ abgeleitet ist und auch „sich absichern“, „(generell) schützen“ und „verteidigen“ bedeutet (Strong's H1598).
 
Der erste Schritt
 
Und als Gott den Mann in den Garten innerhalb von Eden setzte, befand er sich in der Gegenwart Gottes. Das Erste, was Gott dem Mann demnach gab, war seine Gegenwart – die Gegenwart Gottes, die das Allerwichtigste im Leben eines Mannes sein sollte.
 
Somit ist das erste, was ein Mann braucht, die Gegenwart Gottes und nicht zuerst eine Frau.
Und in dieser Gegenwart sollte ein Mann seiner ihm zugehörigen Frau begegnen. (Anm.: Es gibt erstaunlicherweise Frauen, die der Auffassung sind, sie müssten die Gegenwart Gottes erst verlassen, um einen Mann in einem Bereich von Abwesenheit der Gegenwart Gottes zu finden, den sie dort heraus und „zurück“ in die Gegenwart Gottes ziehen müssen. Dieses Vorgehen ist mit Schwierigkeiten verbunden und in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt, weshalb es nicht zu empfehlen ist.)
 
Der zweite Schritt
 
Nachdem der Mann in die Gegenwart Gottes im Garten gesetzt wurde, wurde er damit beauftragt darin zu arbeiten. Der Mann sollte den Garten, in dem er sich befand, bebauen und bewahren (vgl. 1.Mose 2,15).
 
1.Mose 2,15:
15 Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.
 
Das zeigt eindeutig, dass Gott dem Mann zuerst Arbeit zuteilte, bevor Gott ihm eine Frau anvertrauen würde. Demnach braucht ein Mann zunächst eine Arbeit (Anm.: Job), bevor er eine Ehe eingehen sollte. Das basiert auf den Prioritäten Gottes, die aus dem Wort klar hervorgehen.
 
Als nächstes wird der Auftrag, den Gott dem Mann zugeteilt hat, deutlich in der Aufgabe das ihm anvertraute Gut zu kultivieren (Anm.: auch bebauen, pflegen, entwickeln).
Zu kultivieren beinhaltet hierin die Qualität aus etwas das Beste hervorzubringen, fruchtbar zu sein, vorhandene Potenziale auszuschöpfen und verschiedene Angelegenheiten in positiver Weise mit der eigenen Selbstwirksamkeit zu entwickeln.
 
Der Mann (Anm.: erster Mensch) wurde geschaffen, zu kreieren und schöpferisch zu sein, um das von ihm angestrebte oder gewünschte Ergebnis hervorzubringen. Aus diesem Grund würde Gott dem Mann keine „fertige“ bzw. „vollkommene/perfekte“ Frau geben, weil der Mann von Gott dazu bestimmt ist, das ihm Gegebene (Anm.: in diesem Zusammenhang eine Frau) zu „kultivieren“.
 
Grundsätzlich besitzt der Mann die Vorstellung von einer Frau, die in dieser Strukturform so noch nicht existiert. Demnach würde aufgrund diesem Prinzip Gottes dem Mann entsprechend zugeteilt sein, dass er eine Art „unfertige Version“ heiratet, um diese erst durch sein Mitwirken kultivieren und in das Bild seiner Vorstellung verwandelt sehen zu können.
 
Diese Aussage implementiert demnach, dass mancher Mann, der bereits viele Jahre verheiratet und unzufrieden mit der Entwicklung seiner Ehefrau ist, für diesen Umstand Verantwortung trägt. Man darf an dieser Stelle anmerken, dass auch Jesus Christus, als Sohn Gottes und letzter Adam (vgl. 1.Korinther 15,45) ein „Mann“ im Sinne des Wortes ist, der eine (Anm.: echte) Frau hat. Ihr Name ist „ekklēsịa“. Und er empfiehlt allen Ehemännern, dass sie ihre Frauen zu lieben haben, so wie er seine Frau (Anm.: die Gemeinde) liebt und sich für sie hingibt (vgl. Epheser 5,25).
 
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
 
Epheser 5,25:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, …
 
Der dritte Schritt
 
Der Mann, dem Beispiel und Vorbild Jesu folgend, würde die Frau im Wasserbad des Wortes waschen (vgl. Epheser 5,26-27), um vorhandene Makel und Flecken von ihr zu entfernen und sie sich selbst vorzustellen, was mit ihrer Identität zusammenhängt.
 
Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Ehefrauen dürfen sich in diesem Verständnis an ihren Ehemann anlehnen und sich von ihm „kultivieren“ lassen, anstatt allein übernehmen zu müssen, was sie auszeichnet. Demzufolge sei hier an einem praktischen Beispiel genauer beschrieben, was damit gemeint ist, wenn beispielsweise Männer, die an ihren Ehefrauen auszusetzen haben, dass sie an Gewicht zunehmen, sie ihre Frau morgens vor der gewohnten Zeit aus dem Bett locken würden, um mit ihr joggen zu gehen.
 
Als ein weiteres Beispiel kann auch der Kleidungsstil einer Frau genommen werden, so dass wenn ihr Mann diesen nicht (Anm.: nicht mehr) schön findet, er sie in eine entsprechend ansprechende Auswahl von Geschäften mitnehmen würde, wo sie sich etwas Schönes aussuchen kann und er dafür finanziell aufkommt; oder wenn eine Frau beispielsweise nicht so gute Englischkenntnisse hat, sollte ihr Mann dafür sorgen, dass sie einen entsprechenden Kurs besuchen oder absolvieren kann, um ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. …
 
Männer tragen eine Verantwortung für die Entwicklung ihrer Frauen und sollten sie nicht kritisieren, sondern fördern und unterstützen.
 
Der vierte Schritt
 
Als viertes hat Gott dem Mann aufgetragen, dass er den Garten bewachen/bewahren sollte (vgl. 1.Mose 2,15), was bedeutet, dass dem Mann zugeteilt ist, zu beschützen oder Beschützer zu sein.
 
1.Mose 2,15:
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
 
Das Wurzelwort von „bewahren“ ist „shâmar“ (Strong's H8104), was unter anderem „Hecke, sichern, bewachen, schützen, aufpassen, bewahren, beobachten, schützend retten, warten (auf), wachen“ bedeutet.
 
Ein Mann sollte alles, was ihm unter- und zugeordnet ist, beschützend bewachen und bewahren.
Um dies im Willen Gottes ausführen zu können, wurde generell dem Mann dafür auch ein entsprechend stärkerer Knochenbau und eine größere Muskelmasse mitgegeben. Dies wurde dem Mann nicht zugeteilt, um die körperliche Stärke (Anm.: im Sinne von Kapazität) für den Missbrauch und/oder Einschüchterung von Frauen einzusetzen, sondern um die Frau zu beschützen.
 
Der fünfte Schritt
 
Als letztes gab Gott dem Mann, Adam, sein Wort. Es war Gott, der zuerst mit Adam sprach, dass er von jedem Baum im Garten essen dürfe, außer von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
 
Es ist wichtig zu realisieren, dass Gott darüber nicht mit Eva, der Frau des Mannes, gesprochen hatte, sondern mit Adam allein. Es war demnach Adams Auftrag, als der Auftrag des Mannes, seine Frau diesen Zusammenhang zu lehren und ihr mitzuteilen, was Gott gesagt hatte.
 
Übertragen auf die Beziehung zwischen Mann und Frau kann dies auch beinhalten, dass es kaum Vergleichbares gibt, was Frauen Frustration bereiten kann, als die Worte, die auf ihre Frage: „Was denkst du?“ oder „Was hast du vor?“ (Anm.: in einer Problemsituation oder Herausforderung) folgen können und lauten: „Ja, was denkst du?“ oder „Was meinst du, was ich/wir machen sollen?“.
Ein solches Vorgehen des Mannes ist nicht, was den Prinzipien Gottes, die mit der Verantwortung des Mannes verbunden sind, entspricht und wird demnach nicht den Segen hervorbringen, den Gott für ein Ehepaar bereithält. Eine Frau möchte – im göttlichen Sinn und Verständnis der Prinzipien Gottes – geführt sein und ihren Mann in seinem Vorhaben unterstützen können, was bedeutet, dass sie nach seinem Wissen, Weisheit und Weisung sucht. Diese Prinzipien Gottes umfassen ein Verständnis von Autorität, so dass dem Mann viel anvertraut ist und er demnach in größerer Verantwortung steht.
 
Nachdem Gott dem ersten Mann, Adam, diese Dinge anvertraut hatte, sprach er, dass es für ihn nicht gut wäre, wenn er allein sei (Anm.: bliebe). Hierin sollte man als Leser dem Wort Gottes etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, um den Zusammenhang im Text von 1.Mose 2 richtig zu verstehen. Es lautet darin, dass Gott diesem Adam, dem er zuvor vieles anvertraut und aufgetragen hatte, bei seinem Leben darin wandelnd zusah und schließlich beschloss, dass es für diesen (Anm.: „so einen“, im Sinne einen anderen gab es nicht) Mann nicht gut ist, dass er allein leben sollte.
 
Fünf Dinge, denen man Beachtung schenken sollte
 
Zusammengefasst bedeutet dieses Vorgehen Gottes, dass ein Mann, der
 
  1. sich in der Gegenwart Gottes aufhält,
  2. einer Arbeit nachgeht,
  3. die Fähigkeit kultivieren zu können,
  4. die Fähigkeit bewahren/beschützen zu können,
  5. das Wort Gottes „lehren“ (Anm.: weitergeben) und anwenden zu können,
aufweist, NICHT ALLEIN bleiben sollte.
 
Umgekehrt bedeutet es, dass wenn Männer die Gegenwart Gottes nicht mögen (Anm.: sich nicht in ihr aufhalten), keiner vernünftigen Arbeit nachgehen und finanziell nicht Sorge tragen können, die Kompetenzen von Weiterentwicklung (Anm.: sich und andere fördern, unterstützen zu können), sowie Schutz zu geben, nicht vorweisen können und das Wort Gottes weder kennen noch erfolgreich anwenden, es womöglich besser für sie ist, allein zu bleiben (vgl. Sprüche 18,22 i.V.m. Sprüche 12,4a).
 
Sprüche 18,22:
22 Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und Wohlgefallen erlangt vom HERRN.
 
Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …
 
Es ist gut für Männer, sich an diesen Prinzipien vor und innerhalb einer Ehe immer wieder zu orientieren und nicht damit aufzuhören, ihrer Verantwortung nachzugehen, so wie es für Frauen gut ist, sich zu besinnen, was zu den ihr zugeteilten Verantwortungsbereichen gehört, falsche Verantwortung abzulegen und Männer generell in ihrer von Gott verliehenen Autorität anzuerkennen. (Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Dr. Myles Munroe†)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die Thematik der Symbiose zwischen Männern und Frauen im Leib Jesu empfehlen wir das Buch „Die apostolische Frau“ von Linda Heidler mit Chuck D. Pierce, das beim Glory Star Verlag erhältlich ist.

Der kleine Wurm und der Dreschwagen
 
In Jesaja 41,14-16 spricht der HERR zum Propheten Jesaja über das Volk Israel und lässt ihn wissen, dass er dieses Volk von einem kleinen Wurm in einen scharfen, neuen Dreschwagen umwandelt. Das Volk Gottes kooperiert mit der Kraft des Heiligen Geistes, um das, was hoch (Anm.: stolz, arrogant) ist zu erniedrigen und zu entfernen.
 
Jesaja 41,14-16:
14 Fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du armer Haufe Israel. Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.
15 Siehe, ich habe dich zum scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, der viele Zacken hat, dass du Berge zerdreschen und zermalmen sollst und Hügel wie Spreu machen.
16 Du sollst sie worfeln, dass der Wind sie wegführt und der Wirbelsturm sie verweht. Du aber wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels.
 
Das Ergebnis der Umwandlung und der Bewegung des prophetischen Geistes (Anm.: Windes) Gottes ist, dass selbst die kleinsten Partikel von Hochmut aus dem Weg des Volkes Gottes hinweggefegt werden und großartige Freude im Volk freigesetzt wird (vgl. Matthäus 3,1-3).
 
Matthäus 3,1-3:
1 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa 2 und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
3 Denn dieser ist es, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat (vgl. Jesaja 40,3): „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!“
 
Der Führung Gottes unterstellen
 
Um in diesen Prozess der Umwandlung Gottes, die mit großartigen Ergebnissen verbunden ist, eintreten zu können, ist es erforderlich, dass man sich der Führung Gottes sowie seiner Weisung unterstellt (vgl. 1.Petrus 5,6).
 
1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Der Umwandlungsprozess des Volkes Israel
 
Als Beispiel des Umwandlungsprozesses soll uns der Auszug der Israeliten aus Ägypten dienen, die zuvor als Fremdlinge und Sklaven vierhundert Jahre lang dem Pharao in Ägypten dienen mussten.
 
1.Mose 15,13:
13 Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.
 
Nach Ablauf der Zeit der Sklaverei entschied der HERR die Führung über dem Volk Israel vom Pharao zu Mose, dem Schaliach (Anm.: hebräisches Wort für Apostel bzw. Gesandter) zu übertragen. Hierbei kam es zur Konfrontation in Ägypten, die zu einer größeren Last von Seiten des Pharaos für das Volk Israel führte (vgl. 2.Mose 5,1-9).
 
2.Mose 5,1-9:
1 Danach gingen Mose und Aaron hin und sprachen zum Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte in der Wüste.
2 Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht ziehen lassen.
3 Sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns erschienen. So lass uns nun hinziehen drei Tagereisen weit in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass er uns nicht schlage mit Pest oder Schwert.
4 Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Geht hin an eure Dienste!
5 Weiter sprach der Pharao: Siehe, sie sind schon mehr als das Volk des Landes, und ihr wollt sie noch feiern lassen von ihrem Dienst!
6 Darum befahl der Pharao am selben Tage den Vögten des Volks und ihren Aufsehern und sprach:
7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr Häcksel geben, dass sie Ziegel machen, wie bisher; lasst sie selbst hingehen und Stroh dafür zusammenlesen.
8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern.
9 Man drücke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht um falsche Reden kümmern.
 
Kompetente apostolische Führung und Konfrontation
 
Anhand dieser Konfrontation mit dem Pharao wird deutlich, dass bevor der HERR sein Volk in einen Umwandlungsprozess hineinführt, für ihn wichtig ist, dass kompetente apostolische Führung in ihrer Position gefestigt als auch bestätigt ist, um danach gemäß dem Willen Gottes zu handeln, selbst wenn es nicht leicht ist.
 
Wenn das geschehen ist, kommt es zu Herausforderungen inmitten des Volkes Gottes, die es gilt aus einer geistlichen Perspektive zu betrachten, so ähnlich wie es die Kundschafter Josua und Kaleb taten, nachdem sie aus dem Land Kanaan zu Mose zurückkamen und ihm sowie dem Volk Israel ihren Bericht überbrachten (vgl. 4.Mose 14,9).
 
4.Mose 14,9:
9 Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!
 
Von der Sklaverei in die Freiheit
 
Nachdem Gott durch Mose und Aaron die Phase des Gerichts über Ägypten vollendete, verließ das Volk Israel durch das Blut des Lammes die Region der Sklaverei und trat als große Menschenmenge in die von Gott herbeigeführte Freiheit ein (vgl. 1.Mose 15,14; 2.Mose 3,20 i.V.m. 2.Mose 12,36-38; 2.Korinther 5,17).
 
1.Mose 15,14:
14 Aber ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach sollen sie ausziehen mit großem Gut.
 
2.Mose 3,20:
20 Daher werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all den Wundern, die ich darin tun werde. Danach wird er (Anm.: Pharao) euch ziehen lassen.
 
2.Mose 12,36-38:
36 Dazu hatte der HERR dem Volk Gunst verschafft bei den Ägyptern, dass sie ihnen willfährig waren, und so nahmen sie es von den Ägyptern zur Beute.
37 Also zogen die Israeliten aus von Ramses nach Sukkot, sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Frauen und Kinder.
38 Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
 
2,Korinther 5,17:
17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
 
Die freie Menschenmenge und das Verständnis der richtigen Positionierung
 
Inmitten der Region des Übergangs (Anm.: Wüste) des Volkes Israel reichte es Gott nicht aus, dass sein Volk lediglich eine große Menschenmenge in Freiheit war, sondern es war sein Anliegen sie durch die von ihm gegebene neue Führung, nämlich Mose (Anm.: nicht mehr der Pharao) in der Freiheit zu führen bzw. zu unterweisen in seinen Plänen.
 
Die Unterweisung in der Freiheit war mit dem Wohnort Gottes (Anm.: Stiftshütte) verbunden, die inmitten des Volkes Israel zu einer göttlichen Ordnung und Positionierung in seiner Ruhe führte (vgl. 4.Mose 2,1-2).
 
4.Mose 2,1-2:
1 Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: 2 Die Israeliten sollen um die Stiftshütte her sich lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.
 
Die Präsenz der Stiftshütte hatte zum Ziel, dass das Volk Israel als Armee in ihrer jeweiligen Identität geordnet inmitten der Ruhe Gottes lagerte, was bedeutet, dass Israel den HERRN mit seinem Wohnort im Zentrum hatte.
 
Gott im Zentrum zu haben hat zur Folge, dass sich der Friede Gottes aufgrund der Gegenwart seiner Ordnung in seinem Volk ausbreitet. Das Volk ließ sich führen, was eine Unterordnung unter seine etablierte Ordnung voraussetzt und mit Struktur einhergeht (vgl. 1.Korinther 14,33a).
 
1.Korinther 14,33a:
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. …
 
An dieser Stelle ist anzumerken, dass ebenfalls viel fremdes Volk mit Israel aufgrund des vergossenen Blutes des Lammes aus Ägypten auszog und ebenso sich der Ordnung des Gottes Israels unterstellte, was bereits ein Hinweis auf den einen neuen Menschen in Jesus Christus wurde (vgl. 2.Mose 12,38 i.V.m. Epheser 2,15-16).
 
2.Mose 12,38:
38 Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
 
Epheser 2,15-16:
… 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien (Anm.: Juden und Heiden) einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
 
Gottes Gegenwart und das Voranschreiten in Gottes Ordnung
 
Darüber hinaus lehrte Gott das Volk Israel durch Mose sensibel auf seine Gegenwart zu achten und sich mit ihr voranzubewegen. Das Resultat dessen war, dass das Volk Israel geordnet als eine Armee marschierte (vgl. 4.Mose 10,11-14a-b).
 
4.Mose 10,11-14a-b:
11 Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.
12 Und die Israeliten brachen auf aus der Wüste Sinai und die Wolke machte Halt in der Wüste Paran.
13 So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose, 14a-b nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, …
 
Fazit
 
Anhand der gemachten Aussagen wird deutlich, dass es dem HERRN nicht genügt, dass Christen sich einzig und allein der Freiheit von Jesus Christus bewusst sind.
 
Vielmehr sollen Nachfolger Christi weiterhin die von ihm zugeteilte apostolische Führung in dieser Zeit erkennen, um in einen neuen Bereich seiner Gegenwart zu gelangen.
 
Dadurch kommt es zur tieferen Erkenntnis über die Ordnung Gottes inmitten seines Volkes, das sich vom Sklaventum zu einer freien Menschenmenge und dann zu einer Armee inmitten des königlichen Priestertums entwickelt hatte (vgl. 2.Mose 19,6 i.V.m. 1.Petrus 2,9).
 
2.Mose 19,6:
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
1.Petrus 2,9:
9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; …
 
Es bleibt unwahrscheinlich anzunehmen, dass sich das Volk Gottes von selbst angeordnet hätte, wenn es nicht der Führung und Weisung Gottes durch Mose hindurch gefolgt wäre. Das Prinzip von Führung und Leitung durch eingesetzte Leiterschaft, die mit demütigem Herzen unter der Weisung Gottes operiert, ist demnach für jeden von höchster Bedeutung, der die Wechselwirkung von der Kraft Gottes und der Anerkennung von Autorität begreift.
 
Wenn Gott uns als sein Volk in einen Umwandlungsprozess (Anm.: Übergang, Weiterentwicklung) führt, steht dieser meistens mit Herausforderungen in Verbindung, die nicht dazu bestimmt sind, uns in unserer Entwicklung zu blockieren, sondern in einen neuen Bereich zu führen, der mit einer neuen Identität und der uns zugeteilten Regierungsautorität verbunden ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm