Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der erste Teil von einer Lehre, die aus vier Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Der Umbruch
 
Wir, als Volk Gottes, befinden uns in dieser Zeit in einer neuen Form der Umgestaltung (Anm.: Umbruch). Hierfür ist es hilfreich als auch erforderlich diese Umwandlung innerhalb der Gemeinde Jesu zu verstehen, da diese mit einem inneren Erneuerungsprozess sowie der Qualität seiner neuen Schöpfung in göttlicher Ordnung verbunden ist (vgl. 2.Korinther 5,17).
 
2.Korinther 5,17:
17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
 
Hiermit steht das richtige Verständnis über die jeweiligen Amtsträger innerhalb des fünffältigen Dienstes (vgl. Epheser 4,11-14) in Verbindung.
 
Epheser 4,11-14:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
 
Wenn es um den fünffältigen Dienst geht, ist es weise, sich zuerst folgende Fragen zu stellen:
 
1. Wie wollte Gott, dass seine Gemeinde im Laufe der Zeit aussieht?
 
und
 
2. Wie sollte sie strukturiert sein, um seinen Zielen (Anm.: unabhängig von Zeitgeist und gesellschaftlichen Veränderungen) zu dienen?
 
Unordnung aufgrund von Unwissenheit
 
In diesem Wort geht es im Wesentlichen weniger darum, zu betonen und hochzuhalten, was bereits guter Frucht entsprechend innerhalb von Gemeinden weltweit funktioniert. Vielmehr soll hier auf das hingewiesen werden, was derzeit in diesem Umbruch wesentlicher Veränderung bedarf.
 
Es sei auch deutlich angemerkt, dass es sich eindeutig nicht gegen irgendeine Position (Anm.: Personenkreis) richtet, sondern auf das größere Bild einer funktionalen Gemeinde, die weltweit als Leib (Anm.: Organismus) fungiert, hinweisen soll. Das bedeutet auch, dass diese Veränderung alle Heiligen (Anm.: nachfolgende Gläubige) mit einschließt.
 
Aufgrund von Unwissenheit bezüglich der wahren Aufgabe der Amtsträger des fünffältigen Dienstes innerhalb der Gemeinde Jesu, die sich bereits über einen langen Zeitraum erstreckt, existiert derzeit Unordnung. Es gibt überlastete Leiterschaften, die zu viele Aufgaben leisten, die besser verteilt werden könnten. Es existiert noch immer ein unzureichendes Verständnis von dem Leib Jesu als der „eine neue Mensch“ (vgl. Epheser 2,13-16), was ein Königreichsdenken einschließt und weltliche Einflüsse ausschließt.
 
Epheser 2,13-16:
13 Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden (Anm.: Juden und Heiden) eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
 
Auch kann man in vielen Gemeinschaften beobachten, dass sich Gläubige ihrer Verantwortung nicht in dem Maß stellen, wie es das Wort Gottes lehrt und aus diesem Grund nur wenig Autorität in der Gesellschaft widerspiegeln.
 
Der Umstand, dass es weltweit Bewegungen gibt, die um jeden Preis nach einer Einheit streben, welche biblische Maßstäbe eindeutig übergeht, ist bedauerlich. Aufgrund der berechtigten Bedenken innerhalb des Leibes an aktuell solchen Entwicklungen, die verstärkt die Reinheit des Wortes verfälschen und Maßstäbe Gottes – mit humanistischer Vorgehensweise – willkürlich abändern, ist wahre Einheit für außenstehende Menschen kaum zu erkennen.
 
Auch gab es in der Vergangenheit wiederholt Situationen sowie Entwicklungen, in denen sich Heilige mit einem unzureichenden Verständnis in den Geistesgaben übten und es zu etlichen Ausschließungen kam, die zu zahlreichen Verletzungen von Personen führten. Gemeindeleitungen haben in mancher Hilflosigkeit oder Mangel an Erkenntnis die Geistesgaben (Anm.: auch Salbungen; Salbungsmäntel) „ausgeschlossen“, indem sie diese nicht dulden oder auch versucht, diese in Versammlungen auf ein „kontrollierbares“ Niveau zu lenken. Bewegungen geistlicher Erweckung wurden stark kritisiert und manche Männer und Frauen Gottes denunziert, was unter Menschen, die hierbei innerhalb der Auswirkungen von Erweckungen erreicht werden sollten, viel unnötige Verwirrung auslöste.
 
Kurzum befinden wir uns als weltweiter Leib Christi noch immer in einer Veränderung, die mit dem neuen Wein und hierfür erforderlichen neuen Weinschlauch im Zusammenhang steht (vgl. Markus 2,22). Die weiterhin zu beobachtende Abwendung zahlreicher Menschen von der traditionellen und kirchlichen Religion als solche, vor allem in Europa, ist ein Phänomen unserer Zeit. Millionen Gläubige sehen diese Zeit in der Geschichte der Ausbreitung des Evangeliums als Endzeit an und fragen nach der in der Bibel geschilderten „Ur-Form“ von Gemeinde, die sich entsprechend dem Neuen Testament in Kraft bewegt.
 
Es ist erstaunlich anzuerkennen, dass sich bis heute die Struktur von traditioneller Vorgehensweise durchsetzt, die zum großen Teil nicht auf der Heiligen Schrift, sondern auf Konzilen und kirchlicher Organisation basiert. Hierzu sei eingeladen, diese biblischen Grundlagen zurück zu „erobern“ und der Religiosität (Anm.: Selbstgerechtigkeit) Einhalt zu gebieten.
 
Der Leib darf sich mit großen Schritten seiner Wurzel, Israel als dem Ölbaum, zuwenden und damit jene Reinheit, die manchen Gliedern in einer Unkenntnis sowie geistigen Arroganz abhanden gekommen ist, wieder zurück gewinnen (vgl. Römer 11,17-24).
 
Römer 11,17-24:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
19 Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!
21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen.
22 Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen.
24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.
 
Das würde zur Folge haben, dem Haupt (Anm.: Jesus Christus als einziger Erlöser und Lamm Gottes) die vollkommene Lenkung seines Leibes und zugehöriger Glieder zurückzugeben. Demnach mag es zwar perfekte Gemeinden als solche nicht geben, aber man darf dem zustimmen, dass das Haupt der Gemeinde, Jesus Christus, in Perfektion führen und Autorität ausüben möchte.
 
Dieser derzeitigen Unordnung kann durch das richtige Verständnis über den fünffältigen Dienst gemäß Epheser 4,11-14 entgegengewirkt werden, so dass es in dieser Zeit zu einer richtigen Ordnung gemäß des Willens Gottes innerhalb der Gemeinde Jesu kommt.
 
Man kann feststellen, dass bis vor kurzem die Gemeinde Jesu ein etabliertes Verständnis über das Amt des Evangelisten, Hirten und Lehrers hatte. Derzeit kommt verstärkter ein Hunger nach dem Verständnis der Ämter des Apostels und des Propheten. Dieses Verständnis wird dazu führen, dass die Gemeinde Jesu eine Zunahme des Gesandtseins mit prophetischer Perspektive erfahren wird.
 
Das Angesicht des Löwen und des Adlers
 
Diese zu erwartende Perspektive steht in Verbindung mit dem Angesicht Gottes in Form des Löwen und des fliegenden Adlers (vgl. Offenbarung 4,6-7), die dazu beiträgt, das der Geist Gottes die Furcht des HERRN innerhalb seines Volkes intensiviert sowie Weisheit und Erkenntnis über die Tiefen Gottes im Leib Jesu zunehmen.
 
Offenbarung 4,6-7:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Der Wesenszug des Löwen sowie des Adlers stehen im Zusammenhang mit der Königlichkeit Gottes im Geistbereich sowie die der im irdischen Bereich, weil der Löwe dem König der Landtiere und der Adler dem König der Lüfte entsprechen.
 
Die Wiederentdeckung des Amtes der Apostel und Propheten
 
Es ist in dieser Zeit deshalb bedeutend, dass wir als Gemeinde Jesu das Amt des Apostels und des Propheten wiederentdecken und zwar auf die Weise, wie Jesus Christus als Haupt das Verständnis darüber hat, wie seine Gemeinde als Leib funktioniert.
 
Gemäß dem Wort Gottes ist das Amt des Hirten (Anm.: Pastors) an vierter Stelle in Gottes Ordnung der Gemeinde Jesu positioniert.
Die Gemeinde Jesu wurde durch mehrere Jahrhunderte hindurch auf dem Irrtum aufgebaut, dass es Apostel und Propheten nicht mehr gäbe. Aufgrund dieser falschen Erkenntnis wurden Hirten (Anm.: Pastoren) in deren Position gesetzt und weiterhin Bischöfe anstelle von Aposteln in die Leitung von Gemeinden eingesetzt. Eine Folge dessen ist, dass die Gemeinde Jesu über die Jahrhunderte hindurch an übernatürlicher Kraft verloren hat.
 
Die Ordnung Gottes in Bezug auf das Amts des Apostels und Propheten
 
Der Apostel Paulus macht in 1.Korinther 12,28-29 deutlich, wie die Ordnung Gottes in Bezug auf die Position vom Amt des Apostels und Propheten in der Gemeinde aussehen sollte.
 
1.Korinther 12,28-29:
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.
29 Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter?
 
Gott bewegte Paulus durch seinen Geist dazu, den Apostel und Propheten mehrmals als erste Amtsträger Gottes in seinen Briefen zu erwähnen. Diese Nennung ist bezeichnend und ein sicheres Zeichen dafür, das Paulus ausdrücklich meinte, was er schrieb und davon überzeugt sein konnte, dass die Anordnung vom HERRN selbst kam (vgl. 1.Korinther 12,28; Epheser 4,11).
 
Ein Grund, warum Paulus diese Ordnung gewählt hat ist, weil der Apostel und der Prophet als gründende Amtsträger zu verstehen sind (vgl. Epheser 2,19-21).
 
Epheser 2,19-21:
19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
 
Ihre Berufung beginnt mit einer Botschaft, die direkt aus dem Mund des HERRN empfangen wird und die es schafft, die Nachfolger Jesu anzuziehen, damit sie sich zu einer Gemeinde (Anm.: ortsgebundene Gemeinschaft von Heiligen) in der jeweiligen Region etablieren. (Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Paula A. Price, Ph. D aus dem Buch "Divine Order For Spiritual Dominance – Göttliche Ordnung für geistliche Herrschaft"; Seite 5-12)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Zum Teil II der Botschaft bitte hier klicken.

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der zweite Teil von einer Lehre, die aus vier Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Der Unterschied zwischen den Amtsträgern des fünffältigen Dienstes
 
Die ersten beiden Amtsträger aus Epheser 4,11 unterscheiden sich vom Hirten (Anm.: Pastor) und Lehrer vor allem dadurch, dass ihre Arbeit außerhalb und gewöhnlich ohne eine Gefolgschaft beginnt. Diese beiden Amtsträger bringen den auferstandenen Christus in die Welt und sind dazu eingesetzt, die Bekehrten in der Gemeinde zu positionieren.
 
Die Arbeit des Hirten (Anm.: Pastors) beginnt jedoch ganz anders. Demnach beginnen Pastorendienste erst dann, wenn Apostel und Evangelisten erfolgreich waren. Sobald die gewonnen Menschenseelen die Gemeinde betreten haben, wird der Mantel des Pastors aktiviert. Auf dieser Abfolge von Ereignissen ruht der Dienst des Pastors. Die Hauptaufgabe des Pastors besteht darin, diejenigen, die in das Königreich des Herrn gebracht werden in Ortsversammlungen, die auch als Gemeinden bezeichnet werden, unterzubringen und zu betreuen.
 
Wenn der Pastor die Gemeinde für die er die Verantwortung trägt zur göttlichen Ordnung Gottes zurückführen möchte, bleibt es nicht aus, dass er einiges zu riskieren hat (Anm.: z.B. Herausforderungen mit denen, die nicht die göttliche Ordnung akzeptieren bzw. anerkennen).
Abgesehen davon, dass die Gläubigen der jeweiligen Gemeinschaft aufgrund der Offenheit des Hirten/Pastors für die Ordnung Gottes in der Gemeinde verärgert sein können, gibt es zahlreiche Bedenken über die Zusammenarbeit des Pastors mit den vom HERRN eingesetzten Aposteln und Propheten.
 
Pastoren sind verständlicherweise beunruhigt über ihren Platz und ihre Stabilität in einem Werk, in dem die meisten von ihnen ihr Leben dem Gründen und Ausrüsten von Gemeinden gewidmet haben. In diesem Zusammenhang stellt sich den Pastoren die Frage, ob diese göttlich-biblische Ordnung für sie bedeutet, dass sie ihre Verantwortung über die ihnen zugeteilten Gläubigen und ihren Lebensunterhalt verlieren können. Das ist selbstverständlich nicht der Fall!
 
Pastoren können über ihre Versammlungen zwar bestimmen, jedoch bedeutet das nicht, dass sie deswegen die höchste Instanz in den Gottes Augen sind. Meistens verhält es sich auf die Weise, dass Pastoren eine Versammlung von Gläubigen anvertraut wird, um sie verantwortlich zu führen, ohne dass sie die Gläubigen zuvor selbst ins Königreich gebracht haben.
 
Auch der Lehrer verlässt sich auf eine Gefolgschaft für sein Amt, nur wird diese Gefolgschaft nicht als Herde oder Schaf (Anm.: Gläubige), sondern eher als Klasse von Schülern bezeichnet. Damit der Lehrer seine Anhänger (aus)bilden kann, müssen die Schüler oder Lernenden zu ihnen kommen oder sich irgendwo in einer Art „Klassenzimmer“ (Anm.: buchstäblich oder auch virtuell, z.B. per Internetverbindung) versammelt haben.
 
Wie beim Pastor wird der Mantel des Lehrers zu dem Zeitpunkt aktiviert, sobald ein Lernender sich ihm angeschlossen hat oder Jünger in einem Kontext sowie einem zeitlichen Rahmen als Lernende in Erscheinung treten. Bis dahin (Anm.: Aktivierung des Salbungsmantels im jeweiligen Amt) tragen Lehrer sowie auch Pastoren in ihrem Amt keine direkte Verantwortung über Menschen.
 
Bei den Aposteln und Propheten verhält es sich jedoch anders. Ihr Dienst beginnt zu dem Zeitpunkt, wenn der HERR zu ihnen gesprochen hat.
 
Die apostolische sowie die prophetische Salbung werden durch göttliche Initiative aktiviert und nicht durch Ergebnisse wie es beim Lehrer oder Pastor der Fall ist. Das heißt, dass Apostel und Propheten nicht auf eine irdische Auslösung von Dingen angewiesen sind, sondern auf himmlische Initiativen. In einem solchen Kontext löst die Beauftragung den Dienst aus und nicht lediglich die Berufung.
 
Apostel, Propheten und Evangelisten sind die primären reisenden Amtsträger der Gemeinde Jesu. Sie nehmen ihre Botschaften von Gott entgegen, verkünden sie der Welt im jeweiligen Kontext und sammeln bzw. übergeben die Glieder des Leibes Christi an seine ortsansässigen Arbeiter, Pastoren als auch Lehrer (Anm.: letztere können fest vor Ort, wie z.B. einer Bibelschule, als auch im Reisedienst tätig sein).
 
Anhand der gemachten Erklärung wird deutlich, dass die Offenbarung von Paulus über die Ordnung der Amtsträger des fünffältigen Dienstes im Leib Jesu einen Sinn macht als auch dazu bestimmt ist, dass Gottes Weisheit in der Zurüstung von Heiligen erkannt wird.
 
Das Amt des Apostels
 
=> Ein Apostel ist ein speziell berufener Diener des HERRN Jesus Christus, der von Gott mit einer Ordnung zu den Menschen gesandt ist. Den Aposteln wird von Gott ein generalbevollmächtigter Status gewährt, der sich über Mächte und übertragene sphärische Fürstentümer erstreckt über denen sie herrschen. Apostel dienen als stratosphärische (Anm.: geistliche) Kämpfer und Gouverneurs-Diener (Anm.: regierend-leitende Diener) Christi auf der Erde.
Sie tragen eine höhere Salbungsübertragung von Gott und bewegen sich in der höchsten Amtsordnung der Gemeinde Jesu gemäß 2.Korinther 12,28 und Epheser 4,11. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 59)
 
=> Apostel haben eine unmittelbare, erkennbare Beziehung mit Jesus Christus (vgl. Apostelgeschichte 4,13) und agieren im übernatürlichen Bereich, indem sie Zeichen und Wunder tun (vgl. Apostelgeschichte 2,43). Apostel besitzen die Befähigung Dinge zu interpretieren, die Gott tut (vgl. Apostelgeschichte 2; Apostelgeschichte 15). Weiterhin sind sie vertrauenswürdig im Umgang mit Finanzen (vgl. Apostelgeschichte 4,35; Apostelgeschichte 20,33-35; 1.Korinther 16,1-4).
 
Apostel haben Autorität, um zu disziplinieren und Gericht anzukündigen (vgl. Apostelgeschichte 5; 1.Timotheus 1,19-20; 1.Korinther 5,4-5; 2.Korinther 2,5-11; Galater 1,8-9). Sie legen ihr Leben für die Gemeinde Jesu nieder (vgl. 2.Korinther 6,3-10; Galater 6,17; Philipper 2,17-18) und sind zugleich „Väter und Mütter“ in Christus (vgl. 1.Korinther 4,14-15; 1.Thessalonicher 2,5-8; 1.Timotheus 1,18; 2.Timotheus 2,1 => Paulus als geistlicher Vater von Timotheus; Römer 16,3.7; Apostelgeschichte 18,18.26 => Priska-Priscilla/Junia, Frauen als geistliche Mütter im Apostelamt an der Seite ihrer Ehemänner Aquila und Andronikus; vgl. 1.Mose 1,27).
 
Apostel haben Offenbarung über die Stellung des Volkes Israel und des „einen neuen Menschen“ in Christus (vgl. Römer 11 i.V.m. Epheser 2,11-22ff.). Weiterhin stehen sie im Riss durch ihre Fürbitte für den Leib Jesu (vgl. Kolosser 1,3-4; 2.Korinther 11,28-29; Galater 4,19) und sind dafür gesalbt die Gemeinde Jesu in die Ordnung zu bringen. <= (Teilauszug aus dem Buch „The Apostolic Church Arising“ von Chuck D. Pierce & Robert Heidler, Seite 84-92)
 
Apostolische Führung
 
Das Fundament der Kirche bildend, ist apostolische Führung der Eckstein von der Lebensfähigkeit des Neuen Testaments (vgl. Epheser 2,20).
 
Offenbarung, Vermittlung und Bildung sind der Schlüssel zur apostolischen Entwicklung mit dem Schwerpunkt geistlicher Entwicklung. Lehreinheiten und die Gemeinde interne Organisation sind vorderste Initiativen der apostolisch Führenden. Der Schutz der organisatorischen Anordnung innerhalb von Gemeinden durch das Vorbereiten sowie das Einsetzen der richtigen Personen an ihren Plätzen (Anm.: Funktionen) sind vorrangig.
 
Ursprünge und Geschichte sind fortwährend an die zeitlichen Lehren der Apostel gebunden. Apostel sind die hohen Rufenden, die das Volk (Anm.: Heilige in ihren Regionen) konstant herausfordern zu wachsen, sich qualitativ auszudehnen und über das Irdische aufstehen zu können, um Gott auf seiner Ebene zu dienen. Sie sind vorwärts getrieben zu bauen, kreativ und erfinderisch zu sein.
 
Der Apostel fördert im Volk Gottes göttliche Ordnung, die Anbetung Gottes und den priesterlichen Dienst deren König gegenüber. Sie sind ewigkeitsorientiert und wollen Christi Ewigkeit jeden Tag in dem Jetzt ausüben und weiterführen. Als großartige Führungskräfte nehmen sie Leiterschaft über die routinemäßige Organisation der Gemeinde hinaus und bringen sie in die Regierung des Königreiches. Apostolische Leiter sind in ihrem Vorgehen intelligent, strukturiert und informativ.
 
Lernen und lehren sind für sie essentiell, um die in Christus erlösten Menschen umzuwandeln, vom Ort am Kreuz, wo sie sich aufhalten, zu dem, wozu Gott sie für immer geschaffen hat (vgl. Hebräer 6,1-3).
 
Hebräer 6,1-3:
1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht.
3 Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt.
 
Ihre intime Beziehung mit dem auferstandenen Christus macht sie zu überzeugten Leitern, feurigen Arbeitern und hingegebenen Überbringern von Gottes Wahrheit, die wirksam die Kräfte der Zeitalter (Anm.: gegenwärtige, kommende) demonstrieren.
 
Das Amt des Propheten
 
Der Prophet ist ein Mensch, der eine direkte Gotteserfahrung besitzt. Er hat die Offenbarung von Gottes Willen nach Heiligkeit in Empfang genommen, so dass er im Licht Gottes das, was in der Gegenwart ist, beurteilt und das Zukünftige sieht. Weiterhin ist er ein göttlicher Gesandter, der sich sicher ist im Namen Gottes zu sprechen sowie die Menschen an seine Forderungen zu erinnern und sie auf dem Weg des Gehorsams und der Liebe zu Gott zu leiten.
 
Ein wahrer Prophet ist dazu von Gott gesandt, den Willen Gottes zu verkünden und mit seiner ganzen Person ein „Zeichen“ zu sein. Nicht nur die Worte des Propheten, sondern ebenfalls sein Tun und sein Leben ist Prophetie.
 
Propheten sind vollkommen davon überzeugt, dass sie ein dienendes Instrument im Auftrag Gottes sind und die göttliche Botschaft durch ihre Redensart in Verbindung mit ihrem persönlichen Wortschatz zu den adressierten Menschen bringen.
 
Ein Prophet kann die Botschaft Gottes z.B. durch eine Vision, einen Traum, eine Audition oder eine innere Eingebung empfangen, die unter anderem spontan durch ein alltägliches Erlebnis erfolgen bzw. ausgelöst werden kann, wie z.B. bei Jeremia als er den Mandelzweig (vgl. Jeremia 1,11), die zwei Feigenkörbe (vgl. Jeremia 24) oder den Töpfer bei seiner Arbeit sah (vgl. Jeremia 18,1-4).
 
Außerdem können Propheten die Botschaft Gottes den Menschen visuell in Form von Zeichenhandlungen übermitteln (vgl. 1.Könige 11,29ff.; Jesaja 20,2-4; Jeremia 13,1ff.; Jeremia 19,1ff.; Jeremia 27,2ff.; Hesekiel 4,1 – Hesekiel 5,4; Hesekiel 12,1-7.18; Hesekiel 21,23ff.; Hesekiel 37,15ff.; Apostelgeschichte 21,10-11). Im Zusammenhang mit dieser Übermittlungsform oder auch unabhängig davon kann es vorkommen, dass sich Propheten in einem seltsamen Verhaltensmuster bewegen, indem sie auch anormale psychische und physische Zustände durchlaufen, die unter anderem auch ein Teil der „Last Gottes“ sein bzw. repräsentieren können, die Gott auf dem Herzen trägt (vgl. 1.Mose 32,25-26.32; Hesekiel 3,15; Daniel 8,27; Daniel 10,8).
 
Jeder wahre Prophet ist zutiefst davon überzeugt, dass er ein Werkzeug Gottes ist und seine hervorgebrachte Prophetie gleichzeitig aus Worten besteht, die aus seinem Mund kommen, jedoch ihren Ursprung im Mund Gottes haben.
 
Der prophetischen Botschaft kommt hierbei eine doppelte Bedeutung zu, indem sie unheildrohend und heil verheißend ist. Prophetische Handlungen, die mit physischen Gegenständen durchgeführt werden, erhalten dadurch eine Bedeutung, wenn sie in der Ordnung und Anweisung Gottes geschehen. Die Begründung liegt darin, weil seit der Offenbarung der Thora auf dem Berg Sinai, physische Gegenstände, die im Auftrag Gottes hergestellt wurden unter anderem ein Abbild von Gottes Gegenwart darstellten.
 
Das bedeutet, dass jede von Gott beauftragte prophetische Handlung, die in Jesus Christus und seiner Ordnung geschieht eine Art seiner Heiligkeit widerspiegelt, die die geistliche mit der physischen Dimension verbindet (vgl. 2.Mose 25,8-9.40 i.V.m. 2.Mose 35,30-35; 2.Mose 36,1-3; Kolosser 2,17; Hebräer 8,5).
 
Das Amt des Evangelisten
 
Evangelisten betrachten die Welt als ein großes Missionsfeld, worin Menschen vor dem Verderben und der Zerstörung errettet werden müssen. Sie sind bestrebt, so viele Seelen vom Tod und der ewigen Verdammnis zu retten oder errettet zu sehen wie möglich.
 
Ihr Salbungsmantel konzentriert sich auf das Umwerben und das Gewinnen von Seelen aus der Welt zu Gott.
Wenn das Wort Gottes von dem Begriff „Welt“ in Bezug auf das System spricht, sind hiermit folgende Ebenen gemeint: Kommerz, Industrie, Finanzen, Bildung, Wissenschaft, Medizin, Gesetz. An diese Strukturen dürfen wir unser Herz als Heilige nicht hängen.
 
Evangelisten als Verkünder der guten Nachricht zentrieren sich auf Gottes Liebe, Gnade und Vergebung. Hierbei ist eine Ausgewogenheit und dem Wort Gottes entsprechende Vorgehensweise von großer Bedeutung.
 
Aussagen über das Gericht, das die Menschen abschrecken oder verjagen könnte, treten in der Botschaft des Evangelisten auf, wenn die Seelen, die Gott ablehnen, schwankend bzw. ignorant auf Buße, Umkehr und Gottes Urteil reagieren. Diese Art von Botschaft ist vonnöten, da Evangelisten dazu neigen ihre Früchte, das heißt, Ergebnisse ihres Wirkens an der Zahl der Bekehrten zu messen. Evangelisten können für gewöhnlich nicht lange im Leben eines frisch Bekehrten verharren, um diesen zur vollen christlichen Reife zu führen.
 
Um Seelen zu Jesus Christus zu führen, wenden Evangelisten häufig den sogenannten traditionellen Altarruf an, der dem Hinzutreten vor das Kreuz Jesu auf Golgatha gleichkommt. Die Menschen, die das Übergabegebet sprechen und Jesus Christus als ihren HERRN und Erlöser in ihrem Leben anerkennen, werden beim Wort genommen und sind somit Erlöste.
 
Sobald dieses Ziel des Evangelisten erreicht ist, wendet er sich zu seinen nächsten Zuhörern, um den Zyklus der Errettung zu wiederholen. Es sei denn, er oder sie trägt die Verantwortung über eine regionale Gemeinde. Selten stellt der Evangelist genügend Zeit von sich zur Verfügung, um einen Neubekehrten anzuleiten oder ihn im Leib Jesu fest zu integrieren. Diese Aufgabe gehört normalerweise zu denen von Hirten (Anm.: Pastoren) oder Lehrern.
 
Die Natur der Ausführung des evangelistischen Amtes beinhaltet, dass der Dienst des Evangelisten hauptsächlich auf Seelengewinnung ausgerichtet ist. Um Neubekehrte in die Reife und Produktivität in Jesus Christus zu bringen, ist es ratsam, wenn diese unter kompetente, apostolische Führung gebracht werden. Hierbei kann eine solche apostolische Führung über die Verteilung von Unterstützung bei der Jüngerschaft entscheiden und erfahrene/bewährte Diener im Reich Gottes einsetzend beauftragen. Auch Propheten können Teile dieser Aufgabe der Jüngerschaft übernehmen, wenn ihr Salbungsmantel sie dazu befähigt in offenbarender Lehre zu dienen.
Der Auftrag des Evangelisten zu den Orten zu gehen, wohin ihn der HERR sendet, macht es ihm nicht möglich, dass er sich um die Neubekehrten zeitlich intensiver kümmern (Anm.: betreuen) kann.
 
In regelmäßigen Abständen müssen Evangelisten, wenn sie nebenbei noch anderen Tätigkeiten nachgehen zu ihrem Auftrag der Evangelisation zurückkehren, um den Leib Jesu weiterhin mit neuen Gläubigen anzufüllen. Das wird im Wort Gottes durch den Auftrag des Evangelisten Philippus deutlich, der von Region zu Region reiste, um die gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden (vgl. Apostelgeschichte 8,4-13.26-40 i.V.m. Apostelgeschichte 21,8a).
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Paula A. Price, Ph. D aus dem Buch "Divine Order For Spiritual Dominance – Göttliche Ordnung für geistliche Herrschaft"; Seite 5-12)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
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Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der dritte Teil von einer Lehre, die aus vier Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Das Amt des Hirten (Anm.: Pastor)
 
Der Salbungsmantel des Hirten unterscheidet sich nicht stark von dem des Evangelisten in der Weise, da dieser sich ebenfalls auf das Leben von Menschen bezieht.
 
Hirten sehen die Hauptaufgabe darin, die Menschen in der Gemeinde zu platzieren. Die Salbungsmäntel der Hirten finden ihre Gültigkeit im Leben von Menschen, indem sie hauptsächlich die lokale Gemeinde im Fokus haben. Es ist ihnen wichtig, dass die lokale Gemeinde mit Gläubigen und reifen Mitarbeitern gefüllt ist.
 
Weiterhin sind die Funktionen im Salbungsmantel des Hirten darauf ausgerichtet, Menschen in der Gemeinde unterzubringen und zu unterstützen. Sobald Menschen „Mitglieder“ geworden sind, dehnt sich der Schwerpunkt von Hirten darauf aus, sich positiv auf ihre örtlichen Gemeinden und Versammlungen zu konzentrieren, um die Gläubigen im Haus Gottes zu halten.
 
Manches Mal tendieren sie in ihrem Salbungsmantel dazu, die Heiligen mehr in der örtlichen Gemeinschaft als diese in Gottes Königreichsherrschaft zu etablieren. Wenn bspw. der Evangelist sich mit dem Aufgabenfeld in der Welt beschäftigt und es als schwierig empfinden kann, sich auf die Angelegenheiten der Regierungsherrschaft der Gemeinde Jesu zu besinnen, können die Ansichten von Hirten auf die eigene regionale Gemeinde beschränkt sein, so dass sie nicht in der Lage sind, das apostolische Grundverständnis oder die übernatürliche Einwirkung der Ewigkeit im Königreich miteinander zu verbinden.
 
Hirten leisten einen wertvollen Dienst bei der Heranbildung der ihnen zugeteilten Gläubigen. Eine Gefahr besteht womöglich darin, dass es zu einem Verlangen im Herzen der Hirten führen kann, immer mehr „Mitglieder“ haben zu wollen, worin sie ihre eigene Existenz bzw. Bedeutung ansehen.
Ein Hirte, der keine Gemeinde leitet, ist ohne Funktion und fungiert somit mehr in der Position eines Dieners.
 
Hirten repräsentieren innerhalb der Gemeinde sprichwörtlich die „Hausmeister“ mit allen Aufgaben und Pflichten. Aufgrund ihrer inneren Aufgabe im Haus Gottes haben Hirten eine eingeschränkte Sicht von der Welt, wodurch ihr Salbungsmantel demnach erkannt und bestätigt wird/werden kann.
 
Hirten gehen selten auf Risiken ein, herausfordernde Predigten zu erlauben, so wie es die Apostel und Propheten tun, weil diese dazu führen könnten, dass sich zugehörige Gläubige abwenden und damit „verloren“ gehen könnten, was wahre Hirten in ihrem Herzen befürchten (Anm.: teilweise auch die Vorannahme, dass sich die Anzahl der Mitglieder minimiert).
 
Das Amt des Lehrers
 
Für den Lehrer gilt das Prinzip, dass kein Neubekehrter (Anm.: Schüler) berechtigt ist, einen Dienst zu haben bzw. zu leiten. Das Hüten steht bei einem Lehrer demnach nicht in erster Linie wie beim Hirten im Fokus, sondern die für ihn erforderliche Erbauung durch Bildung und Verständnis der Schrift.
 
Lehrer werden dadurch erkannt, wenn sie Schüler haben, die bereit sind von ihnen das Wort Gottes zu lernen.
 
So wie ein Hirte/Pastor für die geistliche Versorgung innerhalb einer örtlichen Gemeinde Verantwortung trägt, um das Wachstum der Gläubigen abzusichern, trägt der Lehrer in seinem Salbungsmantel assistierend dazu bei, indem er den Schwerpunkt der Versorgung im Sinne des akademischen Bildungsstandes verfolgt.
 
Die scharfe Wahrnehmung des Lehrers ist immer auf der Suche nach Informationen (Anm.: auch Wissensdefizite), die einen jungen oder noch ungebildeten Neubekehrten vom Vorteil des Bundes in Jesus Christus berauben können.
 
Lehrer sind dazu bestimmt, Schutz durch das Wort und die Erkenntnis der Wahrheit des Wortes Gottes zu geben. Dies tun sie, indem sie bewusstes Desinteresse erkennen und ablehnen, weil sie sich dessen bewusst sind, dass es die Quelle von Zerstörung, Nachteil und Verarmung für den Gläubigen bedeutet. Ein wahrer Lehrer verachtet solches Desinteresse und kann so unerbittlich in seinem Auftrag erscheinen, um dieses zu beseitigen.
 
Weiterhin sind Lehrer wachsam und danach bestrebt, Fehler und die damit verbundenen Konsequenzen im Leben eines Gläubigen zu verhindern (Anm.: vorbeugen) oder zu verringern. Sie sehen ihren Auftrag darin, zum Wachstum der Reife in Christus beizutragen, indem sie Heilige in der unveränderlichen Wahrheit des Wortes Gottes heranbilden.
 
Gelegentlich kommt es vor, dass Lehrer, die unvermeidlich analytisch sind, sehr kritisch und einseitig in ihren Ansichten über einen Neubekehrten vorgehen. Eine oft beunruhigende Haltung bezüglich Veränderungen oder neuen Strömungen innerhalb der Gemeinde Jesu ist ein elementarer Bestandteil von der Art des Amtes als Lehrer.
 
Das Auftreten der Apostel und Propheten
 
Apostel und Propheten erhalten vom HERRN Offenbarungen und Einsichten, die denen entsprechen, die die Propheten Gottes im Tenach (Anm.: hebräische Bibel) und alle Apostel des Neuen Testaments empfangen haben, um ihr frisches „Manna“ (Anm.: offenbarendes Wort Gottes) dem Leib Jesu zu übergeben.
 
Apostel und Propheten sind als Amtsträger als erste in das heilige Wort des Schöpfers und in die ewige Welt des HERRN eingeweiht sowie integriert. Sie erleben die Engel als auch Bürger des Königreiches Gottes und erhalten als ranghöchste Amtsträger direkt und einschneidend die Offenbarungen vom HERRN.
 
Sie sehen die Neubekehrten und die Gemeinde Jesu als Ganzes in einer völlig anderen Weise als die anderen Amtsträger des fünffältigen Dienstes. Beide Amtsträger erkennen den Auftrag der Gemeinde Jesus darin, das ewige Königreich des HERRN zu reflektieren.
 
Ihre Herangehensweise an den Dienst orientiert sich an der Repräsentation des ewigen Königreiches Gottes, so wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, um in der Dunkelheit zu leuchten.
 
Die Gemeinde Jesu auf Erden ist dazu bestimmt, dem HERRN als ein riesiger Satellit seiner ewigen Herrschaft zu dienen. Sie ist eingesetzt, um mit Gottes geistiger Welt und ihren Institutionen als Zuflüsse zusammenzuarbeiten, die die Aktivitäten des Unsichtbaren widerspiegeln.
Apostel und Propheten offenbaren die verborgenen Facetten, Mächte und Souveränitäten der Ewigkeit. Sie legen hierbei deren Prinzipien offen und machen diese für die Heiligen zugänglich.
Diese Arbeit trägt dazu bei, dass der himmlische Entwurf aus der Ewigkeit erkannt wird, was das ewige Leben (Anm.: Unsterblichkeit) für die Menschen (Anm.: Sterblichen) bedeutet.
 
Der Hauptzweck der Gemeinde Jesu, zu dem die Apostel und Propheten beitragen, besteht darüber hinaus darin, den verdunkelten, menschlichen Verstand mit der Weisheit Gottes zu erhellen.
 
Weiterhin dienen sie den Unerlösten, damit diese sich möglichst wieder mit ihrer ewigen Gestalt als Kinder des Lichts und nicht als Nachkommen der übernatürlichen Dunkelheit, in der sie sich bewegen, zu verbinden.
 
Die Berufung der Apostel und Propheten ist es im Auftrag Gottes den Ewigkeitsleib der Menschen (Anm.: den inneren Menschen => Seele und Geist) zu heiligen, den der HERR für das ewige Dasein vorbereitet hat, indem sich die betreffenden Heiligen mit seiner Herrschaft in Christus zusammenschließen.
 
Apostel und Propheten beginnen damit, die Gründe des HERRN vollständig zu erfassen, um seine Gemeinde in Richtung ihrer ewigen Bestimmung voranzutreiben. Sie verstehen gefühlsmäßig diesen enormen Wert der Bestimmung als lang ersehnter Begleiter der Ewigkeit.
 
Den Aposteln ist aufgrund der zugeteilten Gnade Gottes die Fähigkeit gegeben, auf einer höheren Ebene der Erkenntnis als andere Diener in der Gemeinde Jesu zu stehen. Sie fungieren als offenbarende Amtsträger Christi, so dass die Geheimnisse der verborgenen Bereiche Gottes denjenigen zunehmend offenbart werden können, die sich im Leib Jesu befinden.
 
Es sind die Apostel, denen dem Wortes Gottes gemäß das Privileg und die Pflicht zugeschrieben werden als Verwalter der Geheimnisse Gottes zu fungieren (vgl. 1. Korinther 4,1-2), was ein erhöhtes Maß an Treue und Integrität voraussetzt.
 
1.Korinther 4,1-2:
1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.
 
Die Apostel sind in das geheime/stille Wirken der unsichtbaren Welt des HERRN eingeweiht und erhalten Erkenntnisse darüber, um sie dem Leib Jesu mitzuteilen.
 
Apostel und Propheten liefern der Gemeinde Jesu die Vollmacht, die in die Lage versetzt, ihre Seelen zu retten und sie herauszufordern, sich in das Bild und die Ähnlichkeit Christi zu verwandeln. Das basiert auf Gottes unverfälschtem Wort.
 
Weiterhin bringen Apostel die Wahrheit des HERRN ins Herz und in die Seele der Gläubigen, indem sie jeden Bereich des Lebens, ob direkt oder indirekt, deutlich adressieren, um das tägliche Leben Christi zu fördern.
 
Ungenaue und unzusammenhängende Predigten bzw. Lehren sind in der Regel nicht typisch für Apostel und Propheten. Sie wissen nur zu gut, wie ernst und herrlich der HERR in seinem Wesen ist.
 
Die Wesensart der Amtseinführung dieser beiden Amtsträger in den Dienst des HERRN macht sie in seinem Königreich zu Eingeweihten, denen es ein Vorrecht ist, Menschen persönlich durch das ihnen von Gott in den Mund gelegte Wort der Wahrheit so zu dienen, dass sie durch von Gott gegebene Weisheit hierin überzeugt werden.
 
Apostel und Propheten lernen nicht nur aus ihrer göttlichen Intimität, dass Himmel und Hölle real sind, sondern auch, wie die Heiligkeit Gottes den HERRN daran hindert, jenen das ewige Leben zu schenken, die seine Lebensweise ablehnen oder blockieren (Anm.: stolze/hochmütige Herzenshaltung).
 
Manchmal wirkt das für die Betreffenden ziemlich hart, und erfahrungsgemäß können nur reife Heilige dieses aushalten. Solche Heiligen haben sich der Herrschaft Gottes direkt unterstellt, ohne die traditionelle, schonende Offenbarung oder oberflächliche Erklärung zu benötigen. Aufgrund dem derzeitigen Umstand, dass sich manche Diener in der Gemeinde Jesu auf eine eher schonende Offenbarung verlassen möchten, um die Gläubigen von Gottes Liebe zu überzeugen, sind wahre Apostel und Propheten nicht überall willkommen.
 
Apostel und Propheten verstehen, was es heißt, zu sagen, dass Gottes Wille geschehe und wissen, was Gott von seinem Volk erwartet, nämlich sich seinem Willen kompromisslos hinzugeben. Sie verstehen auch die Pflicht der Aufgabe der Gemeinde Jesu gegenüber der Souveränität des HERRN. Das heißt, zu vertrauen und zu gehorchen. Aarons Verlust seiner beiden anmaßenden Söhne in 3.Mose 10,1-3 macht das deutlich.
 
3.Mose 10,1-3:
1 Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.
3 Da sprach Mose zu Aaron: Das ist es, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.
 
Apostel und Propheten werden darüber hinaus darauf vorbereitet, die Grenzen der Freiheit des Heils zu erkennen, die der Herr zulässt, und verkünden seinem Volk die Gefahr von Leichtsinnigkeit in Form von Anmaßung und Arroganz. Ihre Botschaften werden nicht oft in Begriffen ausgedrückt, die das Fleisch trösten (Anm.: schmeicheln), sondern sie scheinen gelegentlich Phrasen und Redewendungen auszuwählen, die dazu beitragen, dass es zu einem inneren Aufrütteln kommt.
 
Unerschrockenheit und manchmal auch frontale Ehrlichkeit durchdringen die Botschaften dieser Amtsträger, während sich die durchdringende Einsicht mit der unbequemen Bedeutung verbindet, gefangene „Seelen“ zu befreien oder deren innere Abneigung gegenüber der Botschaften zu erhöhen, um versteckte Rebellion (Anm.: Widerstand) zu offenbaren. Sie decken Gläubige mit solchen Dispositionen von Widerstand gegenüber der Heiligung auf, die bequemere Predigten bevorzugen.
 
Gott ist Wahrheit, und seine Apostel und Propheten sind durch eine eigentümliche Beschränkung der Zuteilung gebunden, diese Wahrheit zu äußern, selbst wenn es offensichtlich ist, dass sie ignoriert oder angegriffen wird. Es sind diese beiden Amtsträger, durch welche die Gemeinde Jesu ihre frischen Ströme von Weisheit und ihren Anteil an der Entfaltung der Geheimnisse und Offenbarungen Gottes für ihre Generationen erhält.
 
Apostel und Propheten erhalten die Lehre und bringen sie der Gemeinde in die Hand, damit sie diese zu ihrer gegenwärtigen und früheren „Theologie“ hinzufügt und zur nächsten Stufe der gesalbten Entwicklung übergeht, die nur aus neuen Offenbarungen (Anm.: frisches Manna) kommen kann. (Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Paula A. Price, Ph. D aus dem Buch "Divine Order For Spiritual Dominance – Göttliche Ordnung für geistliche Herrschaft"; Seite 5-12)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
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