Einleitung

Es ist Gottes Verlangen uns als sein Volk in einen höheren Bereich seiner Autorität (Anm.: Königsherrschaft) hineinzuführen.
 
Die vier Stufen der Reife
 
Um in diesen Bereich eintreten zu können, ist es wichtig, dass wir die unterschiedlichen Stufen der geistliche Reife durchlaufen haben, die ich wie folgt beschreiben würde:
 
  • die Errettung durch das Erlösungswerk von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha durch sein Blut => Aktivierung zur Vergebung der Sünden (vgl. Römer 4,23-25 i.V.m. 1.Johannes 1,7)
Römer 4,23-25:
23 Dass es ihm zugerechnet worden ist, ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, 24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.
 
1.Johannes 1,7:
7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
 
  • der Eintritt in die Beziehung durch Jesus Christus mit dem himmlischen Vater, welche die Kindschaft Gottes durch das Wirken des Heiligen Geistes zur Folge hat (Anm.: Der himmlische Vater hat uns bereits als Kinder/Söhne erkannt, jedoch müssen wir als Gläubige durch die Beziehung mit ihm in die geistliche Reife gelangen, um zu erkennen, dass wir Söhne gemäß der Ordnung Gottes sind.; vgl. Römer 8,14-16; Galater 4,4-7)
Römer 8,14-16:
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Söhne Gottes.
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
 
Galater 4,4-7:
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, 5 damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Sohnschaft empfingen.
6 Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe durch Gott.

  • der Eintritt in die Sohnschaft der Ordnung Gottes durch andauernde und beständige Beziehung mit dem himmlischen Vater, um berechtigt zu sein, „Verträge“ im Auftrag/Willen Gottes zu schließen (Anm.: Ein Säugling kann seine Eltern zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht als Eltern erkennen. Erst wenn es in einer kontinuierlichen Beziehung mit den Eltern steht und heranreift, erkennt das Kind seine Eltern und spricht sie ebenfalls zum Zeitpunkt der entwickelten Kommunikationsreife mit ihrem „Liebestitel“ an.)
  • der Eintritt in die Priester-/ und Königsherrschaft in Jesus Christus durch sein vergossenes Blut am Kreuz von Golgatha => Aktivierung zur geistlicher und territorialer Herrschaft (vgl. Offenbarung 1,5-6 i.V.m. Römer 8,19; 1.Korinther 13,11)
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Römer 8,19:
19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Söhne Gottes offenbar werden.
 
1.Korinther 13,11:
11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.
 
Das Stehen in der Berufung
 
Wenn wir als Gläubige diese Reifegrade durchlaufen haben, sind wir in der Lage, gemäß dem Willen des himmlischen Vaters unsere Berufung in Jesus Christus richtig zu verstehen und auszuüben.
Das bedeutet, dass wir uns nicht beständig am Ort der Berufung aufhalten, sondern in unserer Berufung als reife Söhne Gottes im königlichen Priestertum wandeln, was mit bedingungslosem Gehorsam in Verbindung steht, der dazu führt, dass wir Gottes besonderes Eigentum sind (vgl. 2.Mose 19,5-6).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
Das besondere Eigentum beinhaltet, dass man vom himmlischen Vater nicht nur berufen, sondern auch auserwählt ist, was die Kühnheit der Einwilligung in seinen Willen bedeutet (vgl. Matthäus 22,14 i.V.m. Jesaja 6,8).
 
Matthäus 22,14:
14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
 
Jesaja 6,8:
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!
 
Wenn wir uns als Heilige lediglich im Feld der Berufung Gottes für uns aufhalten und diesen Ort nicht verlassen, um in unsere Berufung einzutreten, dann macht sich das auf die Weise bemerkbar, dass wir nur nach prophetischen Worten für unser Leben Ausschau halten aber nie die Autorität Gottes aus unserem Leben manifestiert sehen.
 
Der geistliche Ortswechsel
 
Deshalb ist es wichtig einen geistlichen Ortswechsel durchzuführen, so ähnlich wie es Mose tat als Gott zu ihm in der Wüste aus dem brennenden Dornbusch sprach (vgl. 2.Mose 3,1-2.9-10).
 
2.Mose 3,1-2.9-10:
1 Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. …
9 Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen, 10 so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.
 
Mose blieb nicht an dem Ort seiner Berufung. Er machte sich, nachdem er von Gott berufen wurde, mit der Berufung Gottes in seinem Herzen auf in seine Berufung, nämlich in das Autoritätsfeld des Pharaos einzutreten, um durch heilige Konfrontation die Phase der göttlichen Befreiung für Israel einzuleiten!
Diese Konfrontation war wie eine Art Geburtswehen, die dazu führte, das Israel in seine Freiheit und Bestimmung, nämlich in erster Linie, Gott in der Wüste anzubeten, eintreten konnte (vgl. 2.Mose 3,18).
 
2.Mose 3,18:
18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott.
 
Die Zunahme der Kraft und Autorität Gottes
 
Wenn jeder einzelne von uns im Volk Gottes seiner Berufung nachkommt, dann manifestiert sich die Kraft Gottes auf größere Weise.
Das wird anhand der Situation mit Mose als er in der Wüste von Gott berufen wurde und danach mit Aaron vor den Pharao trat deutlich.
Der Stab, den Mose im Auftrag Gottes auf die Erde des Wüstenbodens warf, wurde zu einer Schlange.
Um den tieferen Sinn der Zunahme von göttlicher Autorität im Zusammenhang mit einem geistlichen Ortswechsel zu verstehen, ist es wichtig, dass wir die Situation der Berufung von Mose mit der Situation der Konfrontation von Mose vor dem Pharao gegenüberstellen (vgl. 2.Mose 4,2-4 i.V.m. 2.Mose 7,1.8-12).
 
2.Mose 4,2-4 (Anm.: Die Berufung von Mose in der Wüste):
2 Der HERR sprach zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab.
3 Der HERR sprach: Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange und Mose floh vor ihr.
4 Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
 
2.Mose 7,1.8-12 (Anm.: Die Konfrontation des Pharaos durch Mose und Aaron):
1 Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. …
8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: 9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Weist euch aus durch ein Wunder!, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao, dass er zur Schlange werde!
10 Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Großen und er ward zur Schlange.
11 Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen und die ägyptischen Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten: 12 Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.
 
Der Stab von Mose und Aaron
 
Das hebräische Wort für „Stab“, das bei den zwei eben o.g. Bibelstellen verwendet wird, ist „maṭṭäh“ und bedeutet auch „Ast, Zweig einer Pflanze, der wächst“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Stab – maṭṭäh“ mit der Wortschlüsselnummer: 4368).
Bei dem hebräischen Wort für „Schlange“ jedoch gibt es einen großen Unterschied.
Das in 2.Mose 4 verwendete hebräische Wort für „Schlange“ ist „nāḥāš“ und bedeutet auch das gleichnamige Reptil.
Das hebräische Wort für „Schlange“, das in 2.Mose 7 verwendet wird ist „tannȋn“ und bedeutet „Seeungeheuer, Drache“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Schlange – nāḥāš, tannȋn“ mit der Wortschlüsselnummer: 5257 und 8770).
Anhand der beiden Worterklärungen wird deutlich, dass der Stab von Mose bzw. Aaron auf die unterschiedlichen Ebenen der Kraft Gottes hinwies, die mit dem jeweiligen Territorium verknüpft war.
Als Mose von Gott in der Wüste berufen wurde, berührte sein Stab den Wüstenboden, während bei der Konfrontation mit dem Pharao der Stab in Aarons Hand den Regierungsboden des Pharaos berührte.
Es war der Wechsel des Aufenthaltsortes durch Mose, der dazu führte, dass sich Gottes Kraft verstärkte, so dass es auf diese Weise zur heiligen Konfrontation mit dem Pharao kam.
 
Die Kraft Gottes und Sein Licht
 
Gottes Kraft steht immer mit seinem ewigen Licht (Anm.: "Aaron" bedeutet „Lichtberg, Erleuchtung“) - dem Geist der Prophetie (Anm.: das Zeugnis Jesu; vgl. Offenbarung 19,10e) in Verbindung, was für uns heutzutage dazu gesetzt ist, den Feind im Feld unserer Verheißung bloßzustellen und zu attackieren, um ihn durch den Sieg von Jesus Christus am Kreuz (Anm.: durch seinen Tod und seine Auferstehung) daraus zu entfernen!
Gott hat seine Regierungsherrschaft aus dem Thronsaal des Himmels vor dem Thron des Pharaos auf Erden durch Mose und Aaron offenbart, indem er den Stab Aarons in einen „Feuerdrachen“ verwandelte, der die Quelle des okkulten Feuers der ägyptischen Zauberer verschluckte!
Die „Feuerdrachen/Feuerschlangen“ Gottes sind die „Seraphim“, die vor dem Thron Gottes stehen und auch die „Verbrennenden, Läuternden“ genannt werden (vgl. Jesaja 6,2).
 
Jesaja 6,2:
2 Seraphim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Die Kommunikation Gottes mit unserem inwendigen Menschen

Da Gott Geist ist und die wahren Anbeter ihn als himmlischen Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten müssen, zeigt diese Vorgehensweise auf, dass Gott mit unserem inwendigen bzw. nicht sichtbaren Wesen kommunizieren möchte (vgl. Johannes 4,23-24).
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Die Anbetung im Geist und in der Wahrheit
 
Die Anbetung im Geist und in der Wahrheit beinhaltet wahrhaftige Anbetung, die Intimität gemeinsam mit der Gegenwart Gottes hervorbringt.
Hierbei geht es nicht in erster Linie um fröhliche Zeiten in der Anbetung, sondern darum, das Geistwesen des Vaters aus der Sohnschaft Jesu Christi in Form von Sehnsucht und Verlangen zu berühren.
Anbetung bedeutet absolute Hingabe, indem man dem himmlischen Vater alles gibt, was man ist.
Das führt dazu, dass man ihn berührt, um von ihm berührt zu werden und immer wieder zum ihm zurückkommt. Es ist die Gegenwart Gottes, die uns dann inmitten von Anbetung in eine Begegnung
hineinführt.
Anbetung hat nichts mit lässigem Verhalten Gott gegenüber oder Entertainment von Menschen zu tun.
Die Anbetung im Geist und in der Wahrheit trägt nicht den Menschen im Zentrum, sondern die wahrhaftige Beziehung mit dem Vater und seine Verehrung.
Es ist unabdingbar, dass wir als Volk Gottes kraftvolle Anbetung im Geist und in der Wahrheit praktizieren, die unsere Seele benötigt, um Gott mit Liebe und Hingabe zu umgarnen, damit wir von ihm umgarnt werden, so dass wir von seiner Herrlichkeit umgeben sind. Das bringt uns in die Intimität, die die Beziehung mit Gott in unserem Leben weiter ausbaut.
 
Keine Verheimlichung
 
Im Geist und in der Wahrheit anzubeten bedeutet, dass wir mit einer Herzenshaltung vor Gott treten, die nichts vor ihm verbergen oder verheimlichen möchte, selbst, wenn wir etwas Falsches getan haben.
Verheimlichung steht mit einer sündhaften Haltung in Verbindung und hat zur Folge, dass Gott sich aus dem Bereich von Eden in unseren von ihm etablierten Garten (Anm.: unser Herz) in Eden bewegt, weil er bemerkt, dass die Beziehung von uns ihm gegenüber eingeschränkt wurde.
Gott, der Vater ist nicht darauf aus uns aufgrund eines Fehlers zu verdammen, sondern er verlangt sehnsüchtig danach, die Beziehung der ersten Liebe mit der Bewegung seines Neubeginns (Anm.: Ost-/Tagwind) neu in uns zu entfachen, so dass wir aus unserem Versteck heraus treten und unsere intime Beziehung mit ihm als himmlischen Vater fortsetzen, weil er uns mit seiner Liebe und gegebenen Sohnschaft bedecken möchte (vgl. 1.Mose 3,8-9.21 i.V.m. Johannes 3,16-17)
 
1.Mose 3,8-9 (Rev. Elberfelder):
8 Und sie hörten die Stimme (Anm.: Geräusch) Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages (Anm.: Ost-/Tagwind). Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens.
9 Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? …
21 Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie.
 
Johannes 3,16-17:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
 
Gottes Anliegen und Verlangen
 
Das Anliegen Gottes ist es, unser inneres Wesen (Anm.: Geist und Seele) mit seiner himmlischen Vaterschaft zu berühren, um unseren Geist und unsere Seele mit seiner göttlichen Liebe (Anm.: "agąpē") auszufüllen.
Diese Ausfüllung beinhaltet, dass Gott, der himmlische Vater die Atmosphäre unseres Geistes sowie die unserer Seele betritt, weil er Geist ist.
Das Betreten Gottes der zwei unsichtbaren Ebenen unseres inneren Wesens kommt seiner heimsuchenden Gegenwart wie zur Zeit der Vollendung der Stiftshütte sowie der des Tempels gleich, wo Mose zuvor nicht die Stiftshütte und die Priester nachdem sie aus dem Heiligen des Tempels gingen (Anm.: Gott in unserer Seele – (Wille, Gefühl und Verstand) Raum schaffen, damit er uns heimsucht und neu ausrichtet), den Tempel nicht betreten konnten (vgl. 2.Mose 40,33-35; 1.Könige 8,10-11).
 
2.Mose 40,33-35:
33 Und er richtete den Vorhof auf rings um die Wohnung und um den Altar und hängte die Decke in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk.
34 Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.
35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.
 
1.Könige 8,10-11:
10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, 11 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
 
Die vollendete Stiftshütte und der vollendete Tempel
 
Der Bereich der vollendeten Stiftshütte mit ihren Geräten kann mit unserem Geist gleichgesetzt werden, da wir zuerst von Gott als Geist in Existenz gebracht wurden.
Die Vollendung des Tempels kann mit unserer Seele gleichgesetzt werden, die durch die Wiedergeburt des Geistes von Gott lebendig gemacht wurde (Anm.: eine lebendige Seele).
 
Die Erschaffung des Geistwesens von Adam
 
Das Prinzip, dass das Geistwesen vor dem Menschwesen existiert, wird anhand der Erschaffung Adams deutlich.
Zuerst wurde das Geistwesen „Adam“ vom himmlischen Vater erschaffen und danach sein Leib, weil Gott seinen bereits existierten Hauch „Adam“ (vgl. 1.Mose 1,26-27) später in den irdischen Leib von Adam einhauchte, was wir in 1.Mose 2,6-7 lesen können.
 
1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Anhand dieser Bibelstelle können wir erkennen, dass wir nicht in erster Linie ein menschliches Wesen sind, das eine Seele besitzt und in einem menschlichen Körper lebt, sondern wir sind in erster Linie ein geistliches Wesen, das eine Seele hat und in einem menschlichen Körper residiert.
Wir sind zwar als Menschen durch unsere Eltern ein menschliches Wesen auf dieser Erde geworden aber zum Zeitpunkt als wir im Geist wiedergeboren wurden, sind wir von einem unkorrumpierten Samen geboren worden.
Das heißt, dass seit dem Tag, an dem wir wiedergeboren wurden, wir einen heiligen Samen in uns tragen, an dem der Teufel kein legales Recht besitzt, diesen zu berühren (vgl. 1.Johannes 5,18)!
 
1.Johannes 5,18:
18 Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
 
Es ist interessant festzuhalten, dass Mose als höchste geistliche Autorität vor Gott für das Volk Israel bei der Vollendung der Stiftshütte nicht in diese eintreten konnte, weil Gott diese mit seiner höchsten Gegenwart ausfüllte, die seine Vaterschaft und Liebe beinhaltete.
Dieses Vorgehen Gottes ist ein Hinweis darauf, dass er ein eifersüchtiger Gott ist, der die Bereiche und Werte in unserem geistlichen Wesen aufschließen möchte, die wir noch nicht kennen, so dass wir unsere Identität in Jesus Christus noch stärker erkennen und darin wandeln (vgl. Psalm 139,16).
 
Psalm 139,16:
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
 
Jedes Knie muss sich beugen und jede Zunge bekennen!
 
Anhand der Aussage von Jesaja 45,23, wo es heißt, dass sich jedes Knie vor Gott beugen und jede Zunge ihn als HERRN bekennen muss, wird deutlich, dass Gott dem Mose bei der Vollendung der Stiftshütte in der höchsten geistlichen Autoritätsposition erschien.
Die Begründung liegt darin, weil Mose sich bereits in einer geistlichen Autoritätsposition befand und die höhere Gegenwart Gottes erkannte, weshalb er nicht in die Stiftshütte eintrat bzw. eintreten konnte.
Die Stiftshütte war mit dem Vertrauen und der Zuversicht des himmlischen Vaters sowie seiner Liebe gefüllt, damit jeder von den Leviten, die in Zukunft in die Stiftshütte eintraten, mit seiner liebenden Gegenwart und Zuversicht, die Glauben beinhaltete in Berührung kommen sollte.
Mose hatte zuvor Gott in seiner übernatürlichen Gegenwart auf unterschiedliche Weise kennengelernt und war in der Lage in Gottes Gegenwart zu stehen (vgl. 2.Mose 3-4; 2.Mose 19-20; 2.Mose 33,18-2.Mose 34); doch bei der Vollendung der Stiftshütte erschien Gott dem Mose in einer neuen bzw. höchsten Autoritätsform, so dass Mose sich in seiner ihm von Gott gegebenen Autorität in Ehrerbietung beugte bzw. beugen musste.
Das macht deutlich, dass jede Macht/Gewalt und jeder Mensch, egal in welcher Ebene von Autorität er sich befindet, sich früher oder später vor Gott in seiner höchsten Autorität beugen und ihn als alleinigen Herrscher bekennen muss, selbst wenn der Mensch Gottes Liebe nicht annehmen und auf diese Weise in eine Beziehung mit ihm eintreten möchte (vgl. Römer 14,11; Philipper 2,10 i.V.m. Epheser 3,17-19).
 
Römer 14,11:
11 Denn es steht geschrieben (vgl. Jesaja 45,23): „So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.“
 
Philipper 2,10:
… 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, …
 
Epheser 3,17-19:
14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.
 
Die höchste „Facette“ Gottes
 
Die höchste Instanz bzw. Facette in der Gott sich offenbart, beinhaltet immer seine Liebe inmitten seiner göttlichen Vaterschaft, die übernatürliche Sohnschaft in Jesus Christus für die Menschen zur Folge hat, die seine Liebe und Vaterschaft annehmen (vgl. 1. Korinther 12,31e; 1.Korinther 13,13 i.V.m. Johannes 3,16).
 
1.Korinther 12,31e:
31e Und ich will euch einen noch besseren (Anm.: höheren) Weg zeigen (Anm.: göttliche Liebe – "agąpē").
 
1.Korinther 13,13:
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott (Anm.: Vater) die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn (Anm.: Jesus Christus) gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Gott möchte mit seiner Gegenwart auch unsere Seele ausfüllen!
 
Gott, der himmlische Vater ist nicht nur darauf aus unseren Geist zu betreten, sondern auch unsere Seele, so dass wir in der Lage sind, unseren Willen, unsere Gefühle und unseren Verstand gemäß des Willens Gottes auszurichten, um in seinem Zentrum stehen zu können (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Wenn wir das Geheimnis der Heimsuchung Gottes in der Facette des himmlischen Vaters verstehen und ihm erlauben, unser inneres Wesen (Anm.: Geist und Seele) zu betreten, damit er die verborgenen Werte unseres Seins in Jesus Christus hervorbringt, die wir noch nicht kennen, dann findet der Erneuerungsprozess unseres Geistes und Sinnes statt (vgl. Epheser 4,23-24; Römer 12,2).
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Wir befinden uns als Volk Gottes in einer Zeit, in der der HERR eine Zeitphase in Bezug auf die Qualität der prophetischen Salbung in seiner Gemeinde abschließt.

Hierbei wird die prophetische Qualität vom Geist Gottes in ein höheres Autoritäts-/ und Verantwortungsfeld gestellt, wobei die reifen Heiligen, die sich treu seit längerer Zeit darin bewegen vom Geist Gottes aufgefordert werden in das höhere prophetische Autoritäts-/ und Verantwortungsfeld einzutreten.
 
Die Gefangensetzung der ausgedienten prophetischen Salbung
 
Im Zusammenhang mit dem Ende einer bestimmten Qualität von prophetischer Salbung erlaubte es mir der HERR zu sehen, dass die ausgediente Qualität der prophetischen Salbung wie eine Person gefangengesetzt wird und es ihr nicht erlaubt wird in den neuen prophetischen Salbungsbereich des Lammes Gottes mit den sieben Hörnern und sieben Augen einzutreten (vgl. Johannes 1,29 i.V.m. Offenbarung 5,6).
 
Johannes 1,29:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes (Anm.: der Täufer), dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Diesbezüglich wurde ich zur Bibelstelle aus Lukas 7,11-19.24a.26-28 geführt, wo es um die Witwe aus der Stadt „Nain“ ging, die gerade dabei war ihren einzigen Sohn zu beerdigen, während Jesus dabei war, sich dem Stadttor von „Nain“ zu nähern.
 
Lukas 7,11-19.24a.26-28:
11 Und es begab sich danach, dass er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge.
12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr.
13 Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht!
14 Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf!
15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
16 Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht.
17 Und diese Kunde von ihm erscholl in ganz Judäa und im ganzen umliegenden Land.
18 Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles (Anm.: Johannes der Täufer befand sich zu dieser Zeit im Gefängnis.; vgl. Matthäus 11,2-6). Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich 19 und sandte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? …
24a Als aber die Boten des Johannes fortgingen, fing Jesus an, zu dem Volk über Johannes zu reden: …
26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet.
27 Er ist es, von dem geschrieben steht (vgl. Maleachi 3,1): „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.“
28 Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes; der aber der Kleinste ist im Reich Gottes, der ist größer als er.
 
Bei der o.g. Bibelstelle aus Lukas 7 wird deutlich, dass dort von drei Zeitebenen berichtet wird, auf die uns der Heilige Geist in dieser Zeit aufmerksam machen möchte:
 
  1. Ehemann verstarb – symbolisiert die alte abgelaufene Zeitspanne inmitten der temporären Zeit
  2. Witwe und Mutter des verstorbenen Sohnes – symbolisiert die gegenwärtige Zeit und das Verharren auf einer unteren Ebene von Erkenntnis aufgrund des Verbleibens vor dem Kreuz von Golgatha, ohne dort hindurchzugehen
  3. toter & auferstandener Sohn – Erkenntnis über Jesus Christus als den Gestorbenen, die Auferstehung und das Leben sowie die Regierungsherrschaft als Sohn Gottes in Jesus Christus (vgl. Johannes 11,25 i.V.m. Römer 8,34b; 2.Korinther 5,15)
 
Johannes 11,25:
25 Jesus spricht zu ihr (Anm.: Marta): Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; ...
 
Römer 8,34b:
... 34b Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.
 
2.Korinther 5,15:
15 Und er (Anm.: Christus Jesus) ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.
 
Der Abschluss von Trauer, Schmerz und Verlust
 
Anhand der o.g. Bibelstelle aus Lukas 7 machte mir der Heilige Geist deutlich, dass wir uns als Gemeinde Jesu in einer Zeit befinden, wo wir mit Trauer und Schmerz aufgrund von Verlust aus der Vergangenheit abschließen müssen, weil wir sonst verwirrt auf die Heimsuchungen Gottes in dieser Zeit reagieren und diese durch unser betrübtes Bewusstsein getrübt wahrnehmen.
Es ist notwendig, dass das Kleid der Witwenschaft, dort wo es gegenwärtig ist, abgelegt wird, was bedeutet, dass wir die Trauer und den Schmerz niederlegen und auf den Befehl von Jesus Christus, unserem König und Bräutigam hören, der in dieser Zeit spricht, dass wir nicht weinen bzw. trauern sollen.
Der Grund dafür ist, weil eine großartige Auferstehung unser zugeteilten Verheißung in Jesus Christus bevorsteht, die mit dem doppelten Anteil verbunden ist (vgl. Lukas 7,13 i.V.m. Jesaja 61,1-3.7; 5.Mose 21,17).
 
Lukas 7,13:
13 Und als sie (Anm.: die Witwe) der Herr sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht!
 
Jesaja 61,1-3.7:
1 Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; 2 zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, 3 zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden „Bäume der Gerechtigkeit“, „Pflanzung des HERRN“, ihm zum Preise. ...
7 Dafür, dass mein Volk doppelte Schmach trug und Schande ihr Teil war, sollen sie doppelten Anteil besitzen in ihrem Lande und ewige Freude haben.
 
5.Mose 21,17:
... 17 sondern er soll den Sohn der ungeliebten Frau als den ersten Sohn anerkennen und ihm zwei Teile geben von allem, was vorhanden ist; denn dieser ist der Erstling seiner Kraft, und sein ist das Recht der Erstgeburt.
 
Dieser doppelte Anteil wie er in 5.Mose 21,17 erwähnt wird, beinhaltet die Kraft zu besitzen in die Verheißung Gottes für diese Zeit einzutreten und befähigt zu sein in diesem Feld der Verheißung andere Personen zuzurüsten.
 
Die Stadt „Nain“
 
Der hebräische Name der Stadt „Nain“ bedeutet „schön“ und kommt von dem hebräischen Wurzelwort „nā'āh“, was „anmutig sein, lieblich sein, geziemen, symbolisch auch eine grüne Wiese gemeint“ bedeutet (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „schön – Nain“ mit der Wortschlüsselnummer: 5076 sowie aus der Strong's Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H4999).
Durch die o.g. Worterklärung wird deutlich, dass wir uns als Gemeinde Jesu in einer Phase befinden, in der es sehr wichtig ist zu erkennen, den Ort unserer Verheißung in Jesus Christus nicht zu verlassen, wofür die Stadt „Nain – Schönheit“ steht.
„Nain“ repräsentiert die schöne grüne Wiese von Eden, der der Garten Gottes ist und wo Gott als himmlischer Vater und Jesus Christus als der große Hirte gegenwärtig sind, um übernatürliche Vervielfältigung hervorzubringen (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Johannes 6,9-13).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Johannes 6,9-13:
9 Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?
10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.
11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.
12 Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.
13 Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren.
 
Das Statdttor von „Nain“ und der Sitz der Weisheit Gottes
 
Es war kein Zufall, dass Jesus Christus als er zur Stadt „Nain – Schönheit“ ging, sich in der Nähe des Stadttores aufhielt, weil das Stadttor ebenfalls der Ort der Weisheit Gottes und der Ort seiner kooperativen Weisheit ist, um über die Zugangsberechtigung von geistlichen Kräften zu entscheiden, die in eine Stadt eintreten wollen (vgl. Sprüche 8,34 i.V.m. Sprüche 31,23).
 
Sprüche 8,34:
34 Wohl dem Menschen, der mir (Anm.: der Weisheit) gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich, dass er hüte die Pfosten meiner Tore!
 
Sprüche 31,23:
23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten (Anm.: kooperative Weisheit in Christus Jesus) des Landes.
 
Mit seiner Präsenz am Stadttor von „Nain“ wollte Jesus in Form von Weisheit den Menschen mitteilen, dass es eine neue Möglichkeit gab, durch ihn als die Tür mit neuem Leben in die höhere Gegenwart seines himmlischen Vaters einzutreten (vgl. Johannes 14,6 i.V.m. Offenbarung 4,1).
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Offenbarung 4,1:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
 
Die Schönheit Gottes und das neue Leben in großer Freude
 
Gottes Schönheit steht direkt mit dem Zentrum seiner königlichen Gegenwart, seinem Leben sowie seiner Versorgung in Verbindung, weil er und sein Thron von dem grünen Licht seiner Herrlichkeit umgeben ist, die seinen Liebesbund trägt (vgl. Offenbarung 4,2-3).
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: ein grüner Edelstein).
 
Jesus Christus bewegt sich in dieser Zeit mit einem hohen Maß an Weisheit auf uns zu, so dass es zu einer neuen Möglichkeit für uns kommt, die mit neuem Leben und großer Freude verbunden ist.
Jesus reagiert nicht in erster Linie auf unseren Schrei von Selbstmitleid, sondern er antwortet auf den Ruf unserer Verheißung, indem er das, was in unserem Leben geistlich tot zu sein scheint, berührt und zum Leben erweckt (vgl. Lukas 7,14-15 i.V.m. 1.Mose 21,17)!
 
Lukas 7,14-15:
14 Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf!
15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
 
1.Mose 21,17:
17 Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt.
 
Die noch nicht bekannte Offenbarung
 
Durch die Auferweckung des gestorbenen Sohnes, der aus der Stadt „Nain – Schönheit“ kam, trug der nun Auferweckte eine für die Einwohner der Stadt noch nicht bekannte Offenbarung über die Schönheit bzw. Herrlichkeit Gottes im Thronsaal.
Das, was sein Geistwesen während des Todes in der unsichtbaren Welt sah und erlebte, wurde nun den Menschen verkündigt.
Es war das Zeugnis über die Kraft und die Königsherrschaft Gottes sowie die göttliche Verheißung, die mit dem Schoß des himmlischen Vaters verwoben ist, wo sich Jesus Christus als der eingeborene Sohn im Geist aufhielt, während er auf der Erde wandelte, um zu sehen und zu tun, was sein himmlischer Vater tat (vgl. Johannes 1,18 i.V.m. Johannes 5,19; Lukas 16,22a).
 
Johannes 1,18:
18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Lukas 16,22a:
22a Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. ...
 
Der geistliche Platzwechsel
 
Damit wir in eine neue Phase der Freude und manifestierten Verheißung des HERRN eintreten können, ist es unabdingbar, dass wir uns geistlich an einen höheren Ort mit Jesus Christus bewegen, der mit der Regierungsherrschaft der reifen Söhne Gottes verbunden ist.
Die Art, wie der HERR zu uns als Gemeinde in der Vergangenheit gesprochen hat, ist dabei sich zu verändern, weil es Gott um größere Autorität, Verantwortung und Einfluss geht (vgl. Offenbarung 4,1-2).
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Auf ähnliche Weise wie der Apostel Johannes von einem Boten (Anm.: Er schrieb an die sieben Gemeinden.) zu einem Zeugen sowie Handelnden der Regierungsherrschaft Gottes und seiner gerechten Urteile wurde (Anm.: ab Offenbarung 4), steht der Gemeinde Jesu ein ähnlicher Schritt bevor.
Dieser Schritt steht mit der Erkenntnis über den höheren geistlichen Bereich von Autorität und Verantwortung durch die volle Mannesreife in Christus in Verbindung (vgl. Epheser 4,13-14).
 
Epheser 4,13-14:
… 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
 
Reife Söhne Gottes und die Bedeutung der sieben Geister Gottes
 
Nur die Heiligen, die sich der Schulung des Heiligen Geistes unterstellt und sich von ihm haben schulen lassen sowie in die geistliche Reife als Söhne Gottes mit allen Rechten und Pflichten eingetreten sind, gelangen an den Ort der Erkenntnis über die „drei Gewalten Gottes“ (Anm.: Exekutive – Verständnis darüber, den Willen Gottes auszuführen, Legislative – Verständnis darüber, die Gerechtigkeit Gottes zu erlassen und Judikative – Verständnis über die von Gott etablierten Rechte und Pflichten, die in seinem Wort fest verankert sind), um den Willen des himmlischen Vaters in dieser Zeit auf der Erde effektiv umzusetzen.
 
Hierbei kommt der Aufgabe der sieben Geister Gottes eine wichtige Bedeutung zu (vgl. Jesaja 11,1-2; Offenbarung 4,5; Offenbarung 5,6).
 
Jesaja 11,1-2:
1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Der Auftrag der sieben Geister Gottes ist es, uns zu ermächtigen, das Königreich des Himmels zu etablieren und es als Erben Gottes vor den Menschen, die ihn brauchen auf der Erde zu verkörpern.
Das Auftragsfeld vom Geist des HERRN ist es, dass er uns das Mandat für die Position in Jesus Christus gibt.
Der Geist der Weisheit rüstet uns für die Position in Jesus Christus aus.
Der Geist des Verstandes autorisiert uns für die Position in Jesus Christus.
Der Geist des Rates bereitet uns für die Position in Jesus Christus zu.
Der Geist der Stärke offenbart uns vor der unsichtbaren und sichtbaren Welt für die Postion in Jesus Christus.
Der Geist der Erkenntnis ermächtigt uns für die Position in Jesus Christus.
Der Geist der Furcht des HERRN bringt uns in die Verantwortlichkeit für die Position in Jesus Christus.
 
Nicht abbringen lassen von dem neuen Weg der reifen Söhne Gottes
 
Im Zusammenhang mit dem Wandel als Sohn Gottes in der vollen Mannesreife Christi ist es bedeutend, dass wir uns nicht von einem ausgedienten prophetischen Einfluss durch Neid, Missgunst oder Rivalität von unserem Weg der geistlichen Reife in Christus und der Anweisung des himmlischen Vaters abbringen lassen, den neuen prophetischen Weg der gerechten Wunderzeichen zu gehen (vgl. 1.Könige 13,1-6.9-17).
 
1.Könige 13,1-6.9-17 (Anm.: Der Mann Gottes und der alte Prophet in Bethel):
1 Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, während Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte.
2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sprach: Altar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren werden mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und wird Menschengebein auf dir verbrennen.
3 Und er gab an dem Tag ein Wunderzeichen und sprach: Das ist das Zeichen dafür, dass der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche verschüttet werden, die darauf ist.
4 Als aber der König das Wort von dem Mann Gottes hörte, der gegen den Altar in Bethel rief, streckte er seine Hand aus auf dem Altar und sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
5 Und der Altar barst und die Asche wurde verschüttet vom Altar nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort des HERRN hin.
6 Und der König hob an und sprach zu dem Mann Gottes: Flehe doch den HERRN, deinen Gott, an und bitte für mich, dass ich meine Hand wieder an mich ziehen kann. Da flehte der Mann Gottes den HERRN an und der König konnte seine Hand wieder an sich ziehen, und sie wurde, wie sie vorher war. ...
9 Denn das ist mir geboten durch des HERRN Wort: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht den Weg zurückgehen, den du gekommen bist.
10 Und er ging einen andern Weg und nicht wieder den Weg, den er nach Bethel gekommen war.
11 Es wohnte aber ein alter Prophet in Bethel; zu dem kamen seine Söhne und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes getan hatte an diesem Tag in Bethel, und die Worte, die er zum König geredet hatte.
12 Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg, den er gezogen ist? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen war, der von Juda gekommen war.
13 Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie ihm den Esel gesattelt hatten, ritt er auf ihm 14 und zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzen und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach: Ja.
15 Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und iss Brot mit mir!
16 Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen; ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem Ort.
17 Denn es ist zu mir geredet worden durch das Wort des HERRN: Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht den Weg zurückgehen, den du gekommen bist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm