Ajin Gimel 5773
(Bild von Simon Glimm)


Geliebtes Volk Gottes,
 
dieses prophetische Wort soll uns als Stückwerk und Hinweis auf das nächste neue Jahr (Anm.: 5773/2013) im Segenszyklus Gottes dienen.
Ich ermutige jeden Leser über diesem Wort zu beten und den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.

Der 16. September 2012 und das neue hebräische Jahr 5773

Am Abend des 16.09.2012 tritt das jüdische Volk in das neue hebräische Jahr 5773 ein, das für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum ebenfalls von Bedeutung ist, da wir Anteil an der Fettigkeit (Anm.: Salbung) der Wurzel haben (vgl. Römer 11,17-18).

Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.

Der Mantel aus Kamelhaaren


Im Jahr 5773 liegt der Dienst von Johannes dem Täufer im Vordergrund, der einen besonderen Mantel trug, welcher unter anderem seine Salbung reflektierte, die mit dem Durchhaltevermögen auch in dürren Perioden im Zusammenhang stand (vgl. Matthäus 3,4 i.V.m. Johannes 1,19-23).

Matthäus 3,4:
4 Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.

Johannes 1,19.23:

19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden zu ihm sandten Priester und Leviten von Jerusalem, dass sie ihn fragten: Wer bist du?
23 Er sprach: “Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!”, wie der Prophet Jesaja gesagt hat (vgl. Jesaja 40,3).

Johannes verstand es, das Wasser des Geistes in dürre Umstände von Menschen zu bringen, um auf die Kraft des einzigen mit lebendigen Wasser gefüllten Felsens, der Jesus ist, hinzuweisen (vgl. Psalm 105,41 i.V.m. Psalm 18,3).

Psalm 105,41:
41 Er öffnete den Felsen, da flossen Wasser heraus, dass Bäche liefen in der dürren Wüste.

Psalm 18,3:
3 HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!

Heuschrecken und wilder Honig

Die Nahrung von Johannes dem Täufer ist für uns als Heilige in dieser Zeit ein Aufruf unsere Botschaften so zu formen, dass Menschen Hindernisse mit Zuversicht und Hoffnung überspringen bzw. überwinden können (vgl. 1.Samuel 14,27 i.V.m. 2.Samuel 22,30).

1.Samuel 14,27:
27 Jonatan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte die Spitze in den Honigseim und führte seine Hand zum Munde; da strahlten seine Augen.

2.Samuel 22,30:
30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.

Gerade im finanziellen Bereich werden große Hindernisse in dem neuen Jahr durch die von Gott freigesetzte Hoffnung überwunden!

Das Geheimnis der Wüste und des Täufers

In dem neuen Jahr ist es wichtig, dass wir als Volk Gottes nicht vor dem Wort “Wüste” zurückschrecken, weil es für uns nicht ein Ort der Dürre ist, sondern der Entwicklung des hohen Lobpreises, der engen Gemeinschaft mit dem lebendigen Wort sowie der Zunahme in der Kraft Gottes.
Das Volk Israel verließ zur Zeit von Mose im Auftrag Gottes das Gebiet der Sklaverei in Ägypten, um Gott in der Wüste anzubeten und auch Jesus ging in der Fülle des Heiligen Geistes in die Wüste, um am Ende in der Kraft des Heiligen Geistes zu stehen und sie im Alltag in seinem Bestimmungsfeld umzusetzen (vgl. 2.Mose 3,18 i.V.m. Lukas 4,1.14).

2.Mose 3,18:
18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott.

Lukas 4,1.14:
 1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt …
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.

Die Wüste ist ebenfalls der Ort, wo wir Jesus als das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt getragen hat, deutlicher erkennen.
Es war die wüste Gegend, in der Johannes der Täufer Jesus als das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt, erkannte (vgl. Johannes 1,29).

Johannes 1,29:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Lasse die Wüste blühen!

Der Heilige Geist möchte durch uns in dem neuen Jahr 5773 auf eine frische Weise fließen, so dass wüste Gegenden anfangen, die Kraft Gottes in Empfang zu nehmen, um zu erkennen, was Gott von Grundlegung der Welt an für ein Potential in sie hineingelegt hat.
Hiermit meine ich Menschen, die darauf warten mit dem lebendigen Wasser des einzigen wahren Felsens in Berührung zu kommen (vgl. Johannes 7,38; Jesaja 58,11 i.V.m. Jesaja 35,1-10).

Johannes 7,38:
38 Wer an mich (Anm.: Jesus Christus) glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Jesaja 58,11:

11 Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.

Jesaja 35,1-10:
1 Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.
2 Sie wird blühen und jubeln in aller Lust und Freude. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon. Sie sehen die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unsres Gottes.
3 Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!
4 Sagt den verzagten Herzen: “Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.”
5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden.
6 Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande.
7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.
8 Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren.
9 Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.

Die Stimme Gottes in wüsten Gegenden

Als Volk Gottes ist es wichtig, dass wir die Wüste nicht mit unserem natürlichen Auge beurteilen, sondern erkennen, was für ein Potential sie trägt und hervorbringen kann, wenn das Wasser fließt.
Die Erde war zum Beispiel vor der kreativen Erschaffung des HERRN wüst und wirr, jedoch vibrierte der Geist Gottes über dem Wasser, um nach dem Wort des Schöpfers in Aktion zu gehen und Leben hervorzubringen (vgl. 1.Mose 1,1-3).

1.Mose 1,1-3:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte (Anm.: vibrierte) auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht

Für Gott ist es wichtig, dass er das Wasser seines Geistes in uns vorfindet, um mit seinem Wort kraftvoll in unserem Leben und auch Umfeld handeln zu können.
Dies geschah ähnlich bei Mose als er sich in der Wüste befand und in Kontakt mit der Stimme Gottes kam, die ihn als Befreier Israels aus der Sklaverei berief (vgl. 2.Mose 3,1-10).

2.Mose 3,1-10:
1 Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.
3 Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.
4 Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
5 Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
6 Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.
8 Und ich bin hernieder gefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
9 Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen, 10 so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.

Bewege dich im Flusskanal Gottes!

In dem neuen hebräischen Jahr 5773 sollten wir es Gott erlauben uns in einem seiner Flusskanäle gebrauchen zu lassen, damit der Segen aus den Regionen, in die wir bestimmt sind, hervorkommen kann (vgl. 1.Mose 2,10-14).

1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Jeder Heilige auf der Erde kann dazu beitragen, dass das Handeln der fruchtbaren Hand Gottes auf der Erde zu sehen ist, wie der Fluss in Eden, der sich in vier Flüsse aufteilte, die insgesamt die fünf Finger einer Hand ergeben, von dem die Handfläche Gottes “Eden” (Anm.: Wonne/ Freude) ist.
Das bedeutet, dass Gott in der Freude seines Geistes Dinge kreiert und Schätze plötzlich ans Licht kommen lässt!
Wichtig in alledem ist, dass wir uns bewusst sind, in welchem Charakterfluss des Heiligen Geistes uns der HERR hineingesetzt hat (Anm.: apostolisch, prophetisch, evangelistisch, Hirtenfunktion, Lehrfunktion).

Der Mantel Elijas

Es ist kein Zufall, dass Johannes der Täufer den Weg für Jesus in dem Geist und der Kraft vom Propheten Elija ebnete.
Auch Elija trug einen besonderen Mantel, der in diesem Fall eng mit der abdeckenden Gegenwart Gottes im Zusammenhang steht (vgl. Lukas 1,17 i.V.m. 2.Könige 1,8; 2.Mose 26,7).

Lukas 1,17:
17 Und er wird vor ihm (Anm.: Jesus) hergehen im Geist und in der Kraft Elijas, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.

2.Könige 1,8 (Neue Jerusalemer):
8 Sie erwiderten: Er trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und hatte einen ledernden Gürtel um seine Hüften. Da sagte er: Das war Elija aus Tischbe.

2.Mose 26,7:
7 Du sollst auch Teppiche aus Ziegenhaar machen als Zelt über der Wohnung, elf Teppiche.

Diese Schriftstellen machen deutlich, dass es die Propheten im Königreich Gottes sind, die darauf achten, dass es im Haus Gottes zu keiner manipulierenden Einwirkung von außen kommt. Weiterhin tragen sie den Auftrag den heiligen Zustand im Hause Gottes aufrechtzuerhalten, so dass es zu keinen korrupten geistlichen Haltungen kommt, die das Evangelium von Jesus Christus verfälschen.

Das Kamel und das Nadelöhr

In diesem Jahr 5773 ist es von Bedeutung, dass wir als Volk Gottes nicht unser Herz an den Reichtum bzw. Wohlstand hängen, den wir besitzen.
Wenn wir dies jedoch tun, werden wir das Prinzip des Königreiches Gottes nicht verstehen, weil wir keinen direkten Zugang zur heiligen Stadt besitzen, die eine Brautstruktur ist (vgl. Lukas 18,25 i.V.m. Offenbarung 21,2.9-10).

Lukas 18,25:
25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme.

Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, …

Widerstehe der Entwicklung des bösen Wurzelsystems!

Gott möchte, dass wir als sein Volk Wohlstand besitzen, jedoch dürfen wir nicht unser Herz daran hängen, weil es sonst zur Entwicklung einer bösen Wurzel kommt, von der uns der erste Timotheusbrief berichtet (vgl. 1.Timotheus 6,10).  

1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.

Jesus erwähnte ebenfalls die Kraft der bösen Wurzel, indem er zwei unterschiedliche Arten der Anbetung erwähnte, bei der es erstens um die wahre Anbetung Gottes und zweitens um die falsche Anbetung des Geldes ging (vgl. Lukas 16,13).

Lukas 16,13:
13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Die erste Sünde des Satans

Deshalb war es auch kein Zufall, dass die erste Sünde von Satan nicht Stolz war, sondern die Liebe zu seinem von Gott gegebenen Reichtum (vgl. Hesekiel 28,13-17).

Hesekiel 28,13-17:
13 In Eden warst du (Anm.: Luzifer), im Garten Gottes, geschmückt mit Edelsteinen jeder Art, mit Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Malachit, Smaragd. Von Gold war die Arbeit deiner Ohrringe und des Perlenschmucks, den du trugst; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet.
14 Du warst ein glänzender, schirmender Cherub und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine.
15 Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde.
16 Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine.
17 Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht vor den Königen.

Jesaja 14,11-15:
11 Deine Pracht ist herunter zu den Toten gefahren samt dem Klang deiner Harfen. Gewürm wird dein Bett sein und Würmer deine Decke.“
12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst!
13 Du aber gedachtest in deinem Herzen: „Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
14 Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.“
15 Ja, hinunter zu den Toten fuhrst du, zur tiefsten Grube!

Achte darauf, dass Wohlstand in seiner Grundbedeutung nicht verdreht wird!

Auch das Volk Israel war wohlhabend als sie aus Ägypten auszogen, weil es ihnen von Gott erlaubt wurde, das Gold Ägyptens mitzunehmen, was jedoch für sie einige Zeit später zum Verhängnis wurde als sie aus dem Gold einen Götzen machten und diesen feierten.
In der Vorgehensweise des Feindes aus Jesaja 14 und Hesekiel 28 ist an uns als Volk Gottes eine Warnung enthalten, die besagt, dass wir niemals unser Herz an die Dinge hängen dürfen, die uns der Vater gibt. Es ist nicht unser Wohlstand, sondern der Wohlstand und die Güte Gottes, die wir auf der Erde königlich-priesterlich verwalten.
Wenn wir jedoch trotzdem unser Herz an den von Gott gegebenen Wohlstand hängen, wird die Struktur der Güte Gottes zu einem Götzen (Anm.: Mammon), der gegen uns arbeitet und uns zu Fall bringt (vgl. 2.Mose 12,35-36 i.V.m. 2.Mose 32,2-6)!

2.Mose 12,35-36:
35 Und die Israeliten hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und hatten sich von den Ägyptern silbernes und goldenes Geschmeide und Kleider geben lassen.
36 Dazu hatte der HERR dem Volk Gunst verschafft bei den Ägyptern, dass sie ihnen willfährig waren, und so nahmen sie es von den Ägyptern zur Beute.

2.Mose 32,2-6:
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.

Es war nicht irgendwelches Gold, das zum Einschmelzen von Aaron für die Götzenstruktur benutzt wurde. Es war das Gold von der jungen Generation (Anm.: der zukünftigen Erben) und den Frauen, das in ihren Ohren hing!
Das soll uns als Volk Gottes in dieser Zeit darauf aufmerksam machen, wie das lügenhafte Zischeln der Schlange, die Güte Gottes für Israel pervertierte, weil ihre Augen des Herzens auf ihren Umstand im natürlichen Umfeld schauten.

Ein Jahr der geistlichen Reife

Das Jahr 5773 ist ein Jahr der geistlichen Reife, in dem Heilige wie Samuel ihr geistliches Umfeld verlassen, um deutlicher die Stimme Gottes zu hören und seine Gegenwart zu erleben, was dazu führt, dass korruptes Verhalten aus der Gemeinde Jesu entfernt wird. (vgl. 1.Samuel 1,22; 1.Samuel 3,3.13; ).

1.Samuel 1,22:
… 22 zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der Knabe entwöhnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheine und dort für immer bleibe.

1.Samuel 3,3:
3 Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Heiligtum des HERRN, wo die Lade Gottes war.
13 Denn ich hab es ihm (Anm.: Eli) angesagt, dass ich sein Haus für immer richten will um der Schuld willen, dass er wusste, wie sich seine Söhne schändlich verhielten, und ihnen nicht gewehrt hat.

Die bleibende Stadt und ihre Struktur

Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2013 ist aus dem Hebräerbrief, in dem es heißt:

“Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.” Hebräer 13,14

Da dieser Vers mit der Suche zu tun hat und uns das Wort Gottes eindeutig offenbart, das eine heilige Suche immer mit dem Finden im Zusammenhang steht (vgl. Matthäus 7,7), möchte ich auf die Strukturform der ewigen Stadt Jerusalem eingehen, die einen wichtigen Bestandteil für den Bundesschluss enthält,  nämlich die Braut Jesu (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).

Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, …

Die Zusammensetzung der Braut des Lammes, die in der Form eines Stadtkomplexes vor dem Auge Johannes erschien, beinhaltet die Leuchte des Lammes, Gott als ihr Tempel, die zwölf Perlentore der Stämme Israels, die zwölf Edelsteine der Apostel des Lammes, die die Grundsteine der Mauer bilden und das gläserne Gold (vgl. Offenbarung 21,12-14.21-23).

Offenbarung 21,12-14.21-23:
… 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore.
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Dieser “Brautkomplex” ist ein neuer Weinschlauch der besonderen Klasse, weil er nicht erdgebunden ist, sondern aus dem Kosmosbereich arbeitet, was die Transferierung der Herrschaft Gottes und des Lammes auf der Erde beinhaltet (vgl. Offenbarung 21,2).
Es ist das einheitliche Auftreten der Kinder Gottes auf der Erde gemäß Johannes 17, die sich im Zentrum des Willens Gottes und dem Zeugnis Jesu bewegen, welches der Geist der Prophetie ist (vgl. Offenbarung 19,10e).
Sie dienen weiterhin aus dem Geistbereich in Aufrichtigkeit im Reichtum ihres Glaubens, worauf das transparente Gold hinweist.
In diesem übernatürlichen Weinschlauch wird es untereinander keine Lüge und keinen Verrat geben!
Es ist die vollkommene Einheit unter den Juden- und Heidenchristen, die miteinander verschmelzen, um den Reichtum des Glaubens auf der Erde an das Lamm Gottes, das Jesus Christus ist, zu offenbaren!
Es ist die königliche Priesterschaft der heutigen Zeit, die sich aus den Perlen der Stämme und den Edelsteinen der Apostel des Lammes zusammensetzt, um den Himmel auf die Erde zu bringen!
Es ist der übernatürliche Weinschlauch Gottes, der das übernatürliche Wesen Gottes auf die Erde bringt und die Menschen mit IHM bekannt macht!

Amen und Amen.

Ein lebendiges und süßes Jahr 5773
,

Daniel Glimm

Die Welt befindet sich nun im Tal der Entscheidung. Die Konsequenzen jeder Entscheidung werden größer und schon eine kleine Abweichung kann zu beachtlich abweichenden Zielen führen. Seit der Zeit im Garten Eden hatten unsere Entscheidungen keine solch großen Auswirkungen mehr. Der Grund dafür ist, dass die Welt kurz davor steht, wieder zu diesem Garten zu werden – das Reich Gottes ist nahe.
Aus diesem Grund wird es für jene, die die Wahrheit nicht lieben, die Zeit der größten Dunkelheit sein, doch für jene, die die Wahrheit lieben, die Zeit der größten Herrlichkeit. Jene, die keinen wahren Glauben haben, werden negativ über das Tal der Entscheidung denken und voller Furcht und Angst sein. Für jene, die Glauben haben, trifft das Gegenteil zu. Dies ist die beste Gelegenheit überhaupt, da unsere positiven Entscheidungen noch positivere Auswirkungen haben werden. Jede noch so kleine Entscheidung, die wir in Gottes Augen richtig treffen, könnte eine große Erweckung entfachen. Wenn eine Nation sich auch nur ein wenig zum Herrn hinwendet, kann das der Beginn einer großen Erweckung sein.
In der Geschichte gibt es dafür einige Beispiele. Als ein demütiges, schwarzes Hausmädchen namens Rosa Parks zu ihren Überzeugungen stand und sich weigerte ihren Sitzplatz im Bus einem weißen Mann zu überlassen, entfachte dies die Bürgerrechtsbewegung, die eine Nation veränderte. Wer hätte vorhersehen können, dass diese eine kleine Handlung solche Konsequenzen haben könnte? Doch war es „die Fülle der Zeit“, die dafür sorgte, dass die Grundrechte in Amerika für alle Bürger Gültigkeit erlangen konnten. Wie wir auch im Alten Testament bei den Propheten sehen können, kümmert sich der Herr um „Recht und Gerechtigkeit“ in den Nationen. Das Holz war so trocken geworden bezüglich der Bürgerrechtsbewegung in Amerika, dass sogar ein so kleiner Funke es in Brand setzen konnte.
Einer der entscheidenden Faktoren, die diese Zeit so günstig machen, ist die geistliche Dürre. Nur ein kleiner Funke und ein kleiner Hauch des Heiligen Geistes und große Feuer der Erweckung werden zu lodern beginnen. Jene, die sich über die Trockenheit der Zeit beschweren, haben kein Sehvermögen. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo ein scheinbar unbedeutendes prophetisches Wort eines unbekannten Propheten weltweit Vorgänge in Bewegung setzen kann. Die Fülle der Zeit bedeutet, dass die Zeit voller Potential steckt. Wir sollten uns darüber freuen, dass es so trocken geworden ist!
Die Ernte, von der Jesus sagte, dass sie das Ende dieses Zeitalters sein würde, ist „die Fülle der Zeit“, da viele solcher Funken viele Erweckungen entzünden werden. Und wenn sie einmal entzündet sind, werden sich diese Feuer aufgrund der Trockenheit umso schneller verbreiten. Einige werden noch vor Jahresende Feuer fangen und im nächsten Jahr werden es viele mehr sein.
Doch auch die Konsequenzen schlimmer Entscheidungen werden größer sein. Die Ernte findet dann statt, wenn alle Samen, sowohl der Weizen als auch das Unkraut, zu voller Reife gelangt sind. Deshalb lesen wir in Jesaja 60, dass dann, wenn Finsternis die Erde bedeckt und große Finsternis die Menschen, die Herrlichkeit des Herrn in Seinem Volk sichtbar werden wird. Wir begeben uns in die entscheidende Schlacht zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse. Nach diesem Kampf werden alle klar erkennen können, was gut und was böse ist. Nun leben wir in einer Zeit, in der viele Gutes böse und Böses gut nennen, in der die Unehrenhaften geehrt und die Ehrenhaften entehrt werden. Doch dies wird sich ändern. Es wird sich einfach herausstellen, was Weizen und was Unkraut ist. Und wie wir in den Evangelien nachlesen können, wird das Unkraut zuerst aus der Erde gezogen. Und diese Zeit ist im Kommen.
Aus Jesaja 60,3 können wir ersehen, dass dieses Aufeinanderprallen von Licht und Finsternis dazu führen wird, dass die ganze Welt zum Licht kommen wird. Letztendlich wird das Licht jede Konfrontation mit dem Bösen gewinnen. Sogar ein kleines Licht kann in großer Finsternis sogar noch viel weiter gesehen werden. Das Licht wird siegen, egal wie es in der Zwischenzeit für eine Weile aussehen mag. Jetzt ist die Zeit, das Licht zu erwählen und zu beschließen, nur mehr den Weg des Lichts zu gehen.
Jetzt ist die Zeit, unser Licht kühn erstrahlen zu lassen. Jetzt ist die Zeit, in unseren Herzen festzulegen, dass böse ist, was Gott sagt, dass es böse ist, und nicht was Menschen sagen, und dass gut ist, was Gott sagt, dass es gut ist, und nicht was Menschen sagen. Jene, die nicht in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes sprechen, haben das Licht nicht. Sie gehören nicht zum Licht, sondern befinden sich in der Finsternis. Jetzt ist die Zeit, in der wir uns alle im Tal der Entscheidung befinden und bestimmen, wem wir folgen werden.

Nutze den Tag!

Große Menschen werden auf der Erde selten zu Lebzeiten anerkannt, sondern erst dann, nachdem sie gestorben sind und keine Bedrohung mehr darstellen. Dann werden die Lebenden darüber klagen, dass sie jene nicht höher geschätzt und ihnen nicht besser zugehört haben. Dasselbe gilt auch oft für großartige Zeiten und tolle Gelegenheiten. Nur einige wenige haben die Sicht dafür, diese klar zu erkennen. Wir befinden uns jetzt in der großartigsten Zeit, die es jemals gegeben hat, um mit Gott zu wandeln, für Seine Wahrheit zu stehen und Seine Frohe Botschaft zu verkünden. Denn jetzt werden die Konsequenzen, d.h. die Frucht, vergrößert.
Große geistliche Bewegungen werden oftmals mit Wellen des Heiligen Geistes beschrieben, da sie sich wie Wellen eines Ozeans ausbreiten. Zum Wellenreiten braucht man Balance und Geschicklichkeit, doch auch das hilft uns nicht viel, wenn wir nicht auch die Fähigkeit besitzen, zu erkennen, wo die Welle brechen wird, und uns dementsprechend positionieren, sodass wir zur rechten Zeit am rechten Ort sind. Doch auch dann kann der Wellenreiter nicht untätig bleiben, sondern muss sich in die richtige Richtung mitbewegen, wenn die Welle kommt.
Ein Grund, warum so viele Christen in letzter Zeit neu positioniert wurden, liegt darin, dass der Heilige Geist ihnen hilft, sich richtig zu positionieren, um die geistliche Welle, die sie zu reiten berufen sind, richtig zu erwischen. Eine große Welle des Heiligen Geistes wird sich in Kürze über die ganze Welt hinwegbewegen, doch ist es unerlässlich, dass jede einzelne Person sich an dem Ort befindet, an den sie berufen wurde.
Der Heilige Geist ist allgegenwärtig, deshalb glauben wir vielleicht, dass es egal ist, ob wir uns an einem bestimmten Ort befinden oder nicht. Doch kann es für uns einen alles entscheidenden Unterschied machen. Der Herr Jesus erschien mehr als fünfhundert Menschen nach Seiner Auferstehung und beauftragte sie, nach Jerusalem zu gehen und dort auf die Verheißung des Vaters zu warten. Dreihundertachtzig warteten nicht lange genug und verpassten die erste Ausgießung des Heiligen Geistes.
Hoffentlich erlangten jene Dreihundertachtzig diese Verheißung später durch die Gemeinde, doch wissen wir dies nicht mit Sicherheit. Gewiss ist der Herr gnädig, doch wie der Apostel Paulus warnt, müssen wir sowohl Seine Güte als auch Seine Strenge sehen. Gott widersteht den Hochmütigen. In erster Linie war Stolz die Ursache für den Sündenfall, weil er uns denken lässt, dass wir Gott nicht zu gehorchen brauchen und wir es vielmehr durch unsere eigenen Mittel erreichen können.
In Hebräer 6,12 wird uns gesagt, dass wir Nachahmer jener sein sollen, die durch „Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.” Vierzig Tage in Jerusalem zu warten erfordert Geduld und es zeigte sich, wer diese nicht besaß. Ungeduld ist keine Frucht des Geistes. Und jene, die sich durch ihre Ungeduld leiten lassen, werden nicht vom Heiligen Geist geleitet. Dreihundertachtzig gehorchten Gott nicht völlig und verpassten Ihn am Pfingsttag. Am richtigen Ort zu sein ist eines der Zeichen, an denen man erkennen kann, ob wir unser Leben im Gehorsam Gott gegenüber leben.
Er sagte, wir sollen Ihn nicht „Herr“ nennen, wenn wir nicht tun, was Er sagt. Nur jene, die Ihm folgen und Ihm als dem Herrn gehorchen, werden zur rechten Zeit am rechten Ort sein, um zu erlangen, was versprochen ist.
Ungeduld ist ein Hauptgrund, warum einige ihre Verheißungen niemals erlangen werden. Ein weiterer Grund, warum so viele Gelegenheiten, großartige Bewegungen und Heimsuchungen des Herrn von so vielen verpasst werden, ist, dass ihre Sicht durch die Geschäftigkeiten des Alltags getrübt ist. Wenige sind in der Lage, sich von dem Lärm in ihrem Leben zurückzuziehen, um an jenen Ort der Vision hinaufzusteigen, an dem sie mit Seinen Augen sehen können. Deshalb wies Jesus jene zurecht, die zwar die Zeichen in Bezug auf das bevorstehende Wetter deuten konnten, nicht aber die Zeichen der Zeit.
Das Wetter betraf ihren Alltag und deshalb schenkten sie ihm ihre ganze Aufmerksamkeit. Um jedoch die Absichten des Herrn erkennen zu können, müssen wir unser Hauptaugenmerk, unseren Fokus, auf diese richten. Wir müssen wahrlich „zuerst nach dem Reich Gottes trachten“, damit wir sein Kommen erkennen können.

Die „Söhne Issachars”

Wenn in 1.Chronik 12,33 die Stärke der Streitmacht König Davids beschrieben wird, lesen wir hier von einer einzigartigen und bemerkenswerten Gruppe: „von den Söhnen Issachars, die Einsicht hatten in die Zeiten [die die Zeiten zu beurteilen verstanden], um zu wissen, was Israel tun sollte”. Viele Jahre lang betete ich darum, dass der Herr jene mit diesen Gaben für unsere Zeit erwecken möge. Ich spürte, dass diese Unfähigkeit, das Timing dessen, was wir sehen, richtig zu erkennen, eine der größten Schwächen des prophetischen Dienstes heutzutage ist. Ich wusste auch, dass in den kommenden Zeiten diese Fähigkeit ganz entscheidend sein würde. Vor sieben Jahren wurde mir gezeigt, dass solche endzeitlichen „Söhne Issachars“ zugerüstet würden und dass sie diese Salbung empfangen würden, die die Söhne Issachars hatten, wie es in 1.Mose 49,14-15 beschrieben wird: „Issachar" wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.
(LUT)
In der prophetischen Symbolsprache steht die Schulter für Autorität, denn „die Herrschaft wird auf Seinen Schultern ruhen”.
Ich erhielt die Aufforderung, dieser Salbung nachzujagen und mir wurde gezeigt, wie ich dabei vorgehen sollte. Ich sollte aufhören, Zunahme an Autorität und Einfluss bei Menschen anzustreben, sondern stattdessen ein Diener werden, der das tut, was andere nicht tun wollen. Ich würde durch eine zweite sieben Jahre dauernde Zeit gehen, in der ich kaum prophetische Offenbarung empfangen würde, dafür aber hart arbeiten müssen. Ich musste den hochgelegenen Platz verlassen, den ich in den Bergen hatte, und zurück ins Tal in die Stadt gehen, um die harte Arbeit anzunehmen.
Ich denke, das war das Härteste, das ich jemals tun musste, und ich hatte die Wahl, aber ich hatte auch das Versprechen, dass es sich lohnen würde.
Einer meiner Aufträge bestand darin, die „Heritage USA“ Liegenschaft wiederaufzubauen. Dieses Projekt hatte dem ganzen Leib Christi Tadel eingebracht und wir würden auch all die Vorwürfe, die damit zusammenhingen, tragen müssen. Zu jener Zeit war dieses Areal bereits seit sieben Jahren verwaist und sah so heruntergekommen aus, dass ein Wiederaufbau unmöglich schien. Jedoch wurde mir gezeigt, dass eines Tages dieses Anwesen ein weltweit sichtbares Zeugnis von Gottes Erlösungskraft sein werde. Dies ist es noch nicht völlig, doch haben wir bereits Fortschritte gemacht und zu seiner Zeit wird es für die Welt ein Wunder sein.
Es war harte Arbeit und die Vorwürfe, denen wir zeitweilig ausgesetzt waren, waren heftig, doch hat es sich gelohnt. Jetzt ist es das wundervollste Zuhause, das wir uns für unseren Dienst je erträumen konnten. Das Schönste dabei war, dass so viele wunderbare Menschen die Vision mit uns teilten und sich uns anschlossen und bereit waren, mitzuarbeiten und sich einzubringen.
Ich sage jetzt nicht, dass das Opfer so groß war, das ich brachte, als ich die Berge verließ. Es war zeitweilig sehr schwer, doch gab es zu viel Freude für mich, als dass ich es als ein Opfer bezeichnen würde. In Wahrheit gibt es keine größere Freiheit, die wir erleben können, als ein Sklave Christi zu sein. Sogar die „harte Arbeit“ in Christus führt uns in die Ruhe und Erfrischung, wenn wir Sein Joch auf uns nehmen. Es ist immer besser, die höchste Bestimmung zu wählen. Ich behaupte also nicht, dass ich etwas so Schweres oder Großes getan habe, vielmehr waren die Folgen größer für mich.
Dann bekam ich den Auftrag, dabei mitzuhelfen, Menschen wiederherzustellen, die niemand sonst wiederherstellen wollte. Auch um dies zu tun, würden wir Anklage und Angriffe ertragen müssen, so wie Nehemia, als er die Mauern um Jerusalem wiederaufzubauen suchte. Menschen sind jedoch viel wertvoller als Gebäude. Und obwohl dies meinem Ruf schaden würde, ist es notwendig, dass wir, wie Er, bereit sind, „unseren Ruf zu verlieren“, um bei Gott Autorität zu erlangen. So gibt es möglicherweise auch keinen höheren Weg, um Gottes Gunst zu erlangen, als Seinem Volk, dem niemand sonst helfen will, zu helfen. Die Gunst Gottes ist um vieles besser als unser Ruf bei den Menschen.

Ein Traum über Gunst

Im Jahr 1989 hatte ich einen Traum, in dem eines meiner Kinder in eine Jauchegrube gefallen war und sich nicht daraus befreien konnte. Eine große Menge versammelte sich um mein Kind, machte sich lustig und verspottete es, während es sich in dem furchtbaren Dreck abmühte. Mein Schmerz als Vater war unerträglich, doch in dem Traum konnte ich nichts tun. Dann drängte sich ein Mann durch die Menge, er reichte hinunter und half meinem Kind auf, machte es sauber und war schon wieder fort. Meine Dankbarkeit diesem Mann gegenüber war grenzenlos. Ich hätte ihm alles geben können, was ich besaß, und es wäre nicht genug gewesen. Dann hörte ich die Stimme des Herrn in meinem Traum, die sagte:
„Jim Bakker ist Mein Kind. Wirst du ihm helfen?“
Zu jener Zeit war Jim Bakker möglicherweise einer der am meisten verspotteten und verhöhnten Menschen auf der Erde. Ich wusste, der himmlische Vater fühlte sich genauso wie ich, als ich zusehen musste, wie mein Kind kämpfte, während die Menschen es verlachten und verspotteten. Obwohl ich träumte, denke ich, war es das schlimmste Gefühl, dass ich jemals hatte. Als ich erwachte, wusste ich, dass es jeden Preis wert war, den es zu zahlen galt, um den Vater von diesem Schmerz, den er für Jim Bakker litt, zu befreien. Tief in meinen Geist war mir eingepflanzt worden, dass es keinen höheren Weg gab, um die Gunst Gottes zu erlangen, als Seinen Kindern, denen niemand sonst helfen wollte, zu helfen.
Seit damals habe ich es als meinen Auftrag empfunden, Jim auf jede mir mögliche Weise zu helfen. Ich halte es auch für eine der großartigsten Gelegenheiten, einem Seiner gefallenen Kinder zu helfen, wo immer es mir möglich ist. Doch kann ich nicht allen helfen, sondern nur denen, die Gott mir zeigt. Ich halte das für eines der allerwichtigsten Dinge, die ich tun kann.
Ich will damit nicht sagen, dass dies etwas ist, das ich sehr gut kann. Ich denke oft, ich bin vielleicht der Schlechteste von allen und dass die Menschen, die zum Herrn gehören, jemanden verdient hätten, der es viel besser kann. Doch ich denke, dass es die größte Ehre ist, die mir zuteilwerden kann und ich versuche mein Bestes. Wenn ich heute dieses Leben hinter mir lassen müsste, würde ich mich reich belohnt fühlen, viel reicher als ich es verdient habe, für das wenige, das ich gegeben habe.
Ich erzähle euch dies um euretwillen. Wenn du die Gunst des Vaters erlangen möchtest, hilf Seinem Volk. Wenn du die höchste Gunst erlangen möchtest, hilf denen, denen sonst niemand helfen möchte. Je unpopulärer es ist, ihnen zu helfen, oder je schwerer es ist, desto mehr Gunst wirst du erlangen. So wie Tommy Tenney es einmal ausdrückte: „Ein Moment der Gunst Gottes ist mehr wert als ein Leben voller Anstrengung.“ Das ist wahr.
Es mag von größter Weisheit sein, denen aus Gottes Volk, die sich abmühen, zu helfen, doch auch wenn wir nichts erhalten würden, würde es der Vater verdienen. Als die Welt gegen Ihn rebellierte, verdammte Er sie nicht, sondern sandte Seinen eigenen Sohn, um uns zu erlösen und wiederherzustellen, und das, als wir noch Sünder waren. Jene, die Sein Herz haben, die wahrlich geistlich sind, sind wie Er und suchen immer wiederherzustellen (siehe Galater 6,1), und nicht zu verdammen.
Bedenkt, wie viel Geduld Er mit Sündern hatte und wie wenig Geduld Er mit den Selbstgerechten hatte, als Er auf der Erde wandelte.
Wiederherstellung war die Hauptarbeit, zu der ich berufen war, um die Salbung der „Söhne Issachars” zu erlangen. Ich bin sicher, dass auch andere dazu aufgerufen wurden, dem nachzujagen, denn es wird in den kommenden Tagen eine große Schar jener mit dieser Gabe geben. Ihr Ruf zur harten Arbeit mag anders ausgesehen haben als meiner, doch weiß ich, dass die meisten große Bedrängnis und Tadel ertragen mussten und durch eine lange Zeit der Demütigung gegangen sind, wo ihnen „der Ruf genommen“ wurde. Dies wird das Kennzeichen der wahren Leiter sein, die kommen werden.
So wie der Apostel Paulus davon sprach, dass die Apostel die „Geringsten der Welt“ sein sollten, ist dies das Kennzeichen des wahren apostolischen Dienstes, den Gott freisetzen wird. Es mag schon sein, dass sie auf der Erde nicht sehr bekannt sind, doch werden sie im Himmel wohlbekannt sein. Viele, die als die Geringsten der Welt betrachtet werden, sind Könige und Fürsten im Himmel. Wenn das Reich Gottes kommt, werden jene, die hoch erhoben wurden, gedemütigt werden und jene, die Demut willkommen geheißen haben, werden erhoben werden.
Viele Menschen schreiben mir, um mir mitzuteilen, wie sehr sie all die Angriffe, denen ich ausgesetzt bin, bedauern. Ich schätze ihre Sorge, doch ist dies genau genommen Teil meiner Belohnung. Wir bekommen mehr “Märtyrerpunkte“, wenn wir Vorwürfe bekommen dafür, dass wir Gottes Willen tun. Nachdem die Apostel geschlagen und bedroht worden waren, weil sie das getan hatten, was ihnen aufgetragen war, gingen sie freudig hinaus, da sie für würdig erachtet worden waren, um des Herrn willen Schmach zu erleiden. Sie verstanden etwas von den wahren Reichtümern des Reiches Gottes. Das ist der Grund, warum Moses sagte: Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden als eine Zeit lang den Genuss der Sünde haben, und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. Hebräer 11,24-26 (LUT)
Beachtet, dass Mose die Bedrängnis dem Vergnügen vorzog und die Schmach Christi für größeren Reichtum erachtete als die Schätze Ägyptens. Mose konnte sehen und wie wir im nächsten Vers lesen können, „hielt er standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren [hielt er sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn]“ (Hebräer 11, 27). Können wir sehen?
Jene, die, wie Elisa, sehen, können vollkommenen Frieden haben auch angesichts einer ganzen Armee, die ihnen nachstellt, denn sie können erkennen, dass jene, die mit uns sind, viel größer sind als jene, die gegen uns sind. Dieses Sehvermögen steht uns jetzt zur Verfügung.
Jene, die die wahren Schätze des Reiches Gottes sehen können, wissen, dass alle Schätze dieser Welt nicht so wertvoll sind wie ein einziges Körnchen Sand im Reich Gottes. Wenn wir sehen, wird es uns ergehen wie dem Apostel Paulus – wir werden erkennen, dass alles, was wir hier aufgegeben haben, nichts als Mist ist. Die Gunst des Herrn, die wir erfahren haben, ist bereits viel mehr als ich mir jemals hätte erträumen können. Und es ist noch mehr von Seiner Gunst im Kommen.
Seine Großzügigkeit ist grenzenlos und der Lohn, den Er gibt, ist um ein Vielfaches größer als wir es uns jemals verdienen könnten.

Ein klarer Trompetenstoß

Ich möchte nicht angeben, doch auch wenn ich es hier tue, dann zu einem bestimmten Zweck. Von 1980 bis 1987 ging ich durch eine sieben Jahre andauernde Zeit, in der ich fast gar keine prophetische Offenbarung empfing. Doch am Ende dieser Zeit machte ich eine zweieinhalb Tage andauernde prophetische Erfahrung, die die größte Offenbarung enthielt, die ich jemals empfangen hatte. Sie wurde zu einem Trompetenstoß, der die ganze Welt erreichte, als eine Kurzfassung davon unter dem Titel „A Vision of the Harvest“ (Vision von der großen Ernte) die Runde machte.
Als ich das Buch über diese Vision „The Harvest“ (Die Ernte) fertig gestellt hatte, wurde es in vielen Ländern zum Nr. 1 Bestseller und ist auch noch fünfundzwanzig Jahre später immer noch eines unserer meistverkauften Bücher. Es hat sich als wahr erwiesen.
Vieles von dem, was mir in dieser Vision gezeigt worden war, ist bereits geschehen, doch das größte und entscheidendste Ereignis in dieser Vision muss noch kommen – die Ernte, die das Ende des Zeitalters darstellt. Mir wurde gezeigt, dass sich diese Ernte aus zwei Wellen zusammensetzt, jede größer als alles, was die Welt je gesehen hat, doch die zweite noch um vieles größer als die erste. Die erste Welle begann nur ein paar Jahre nachdem ich diese Vision hatte und dauerte mehr als ein Dutzend Jahre an. Man schätzt, dass mehr Menschen während dieses Wirkens zu Christus kamen, als vom ursprünglichen Pfingsttag bis zu jener Zeit zu Ihm gekommen waren. Ganze Nationen wurden transformiert und am Höhepunkt kamen schätzungsweise an die 475.000 Menschen an einem Tag zum Herrn. Doch ging es an Nordamerika und Westeuropa praktisch völlig vorbei. Nun ist unsere Zeit gekommen.
Mir wurde gezeigt, dass zwischen der ersten Welle und einer viel größeren, die danach kommen wird, eine Zeit sein wird, die geistlich gesehen relativ ruhig ist. Diese ruhige Zeit würde einige Jahre andauern und wir sollten sie dazu verwenden, die Arbeiter für die kommende noch viel größere Sammlung, die das Ende dieses Zeitalters kennzeichnen wird, vorzubereiten. Im letzten Jahr begann ich Warnungen zu bekommen, dass diese große Welle in Kürze über uns hereinbrechen werde – und dass wir nicht bereit waren. Wir hatten diese Zeit nicht weise dazu genutzt, uns auf die nächste Welle vorzubereiten.
Es wurde mir gezeigt, dass diese nächste Welle wie ein Tsunami kommen wird. Wenn sich ein Tsunami nähert, zieht sich das Wasser des Ozeans zurück. Ich sah, dass es, kurz bevor diese größte Welle aller Zeiten über die Erde hereinbricht, so aussehen wird, als ob die Christenheit auf der ganzen Welt sich auf dem Rückzug befände.
Mir wurde gesagt, dass wir, wenn ich sehe, dass dies geschieht, nicht dem Meer, den Menschen, nachjagen, sondern uns an einen hohen Ort begeben sollen. Jener „hohe Ort“ bedeutet, mit Christus an himmlischen Orten zu sitzen, nicht nur lehrmäßig, sondern wirklich mit Ihm und Seiner Autorität in Einheit verbunden. Ich werde dazu gleich noch etwas sagen.
Nachdem diese erste Sieben-Jahres-Periode zu Ende war und ich die Vision über die große Ernte empfangen hatte, sah es so aus, als ob für mich eine Schleuse prophetischer Offenbarung geöffnet worden wäre, die immer besser wurde. Dann empfing ich die Verheißung dieser Salbung der „Söhne Issachars“ und begann eine weitere Sieben-Jahres-Periode, in der ich kaum prophetische Offenbarung empfing. Es sind für mich nur noch einige Wochen bis zum Ende dieser zweiten Sieben-Jahres-Periode. Im Juli bekam ich durch eine ganze Reihe von Träumen einen Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Auf bestimmte Weise waren dies die spannendsten Träume, die ich jemals hatte. Mir wurde gesagt, dass ich nach der ersten sieben Jahre andauernden prophetischen Wüste, durch die ich gegangen bin, die Vision der großen Ernte empfangen hatte, dass ich jedoch nach dieser, die Ernte selbst sehen würde – die Erfüllung der Vision.
Ich bekam auch Einsicht in die Art der Autorität, die jenen erteilt werden wird, die es zu diesem hohen Ort, „mit Christus an den himmlischen Orten sitzend“, geschafft hatten. Dieser hochgelegene Ort war auch die Bergspitze, die mir bereits zuvor gezeigt worden war und über die ich in meinem Buch „The Final Quest“ (dt. „Der letzte Aufbruch“) geschrieben habe. Beispiellose Vollmacht wird in Kürze jenen erteilt werden, die treu und gehorsam waren.
Im Folgenden nur einige Dinge, die wir allein vom prophetischen Dienst erwarten können:

- Es werden Propheten aufstehen, die beständig in der Gegenwart Gottes wohnen und Zugang zu all Seinen Plänen und Geheimnissen haben werden.

- Es werden Propheten aufstehen, die Heldentaten vollbringen werden, die alles, was die alttestamentlichen Propheten, inklusive Mose und Elia, getan haben, in den Schatten stellen.

- Dies wird geschehen, um sichtbar zu machen, dass der neue Bund wirklich „ein besserer Bund“ ist.

- Einige werden buchstäblich Bergen befehlen sich hinwegzuheben und ins Meer zu werfen. Dies wird geschehen, um zu beweisen, dass das Wort des Herrn wahr ist.

- Einige werden dazu verwendet werden, die tausendjährige Strategie und Dominanz des Feindes über eine Region zunichte zu machen. Dies wird durch ein einziges prophetisches Wort geschehen, das an einem einzigen Tag eine Vielzahl an Menschen freisetzen wird.

- Einige werden Vollmacht über alle Naturgesetze wie die Schwerkraft, Zeit, Raum und Masse erlangen und so die Vollmacht des himmlischen Reiches über alle irdische Autorität sichtbar machen.

- Dies wird auch die Juden so eifersüchtig machen, dass sie dem Herrn nachjagen werden, wie sie es seit der Zeit in Ägypten nicht mehr getan haben.

- Es wird Prophetengruppen geben, vor denen kein Feind seine Pläne und Geheimnisse verbergen wird können und die die Angriffe des Feindes und von jenen, die ihm dienen, beständig vereiteln werden.

- Es wird kein großes Ereignis auf der Erde geschehen, das nicht Gottes Propheten vorhersehen.

- Es wird ganze Gruppen von „Söhnen Issachars“ geben, die um das Timing der kommenden Ereignisse wissen und Worte der Weisheit haben werden, wie sich Gottes Volk darauf vorbereiten kann

- Der Rat dieser „Söhne Issachars“ wird von den Einflussreichsten dieser Welt gesucht werden, doch wird es für sie von größerer Bedeutung sein, den Geringsten im Volk Gottes zu dienen als den Mächtigen dieser Welt. Sie werden die Leiter dieser Tage unterstützen, doch ihr Hauptaugenmerk wird auf die zukünftigen Leiter des Reiches Gottes gerichtet sein.

- Einigen im Volk Gottes wird Vollmacht über jede Krankheit und jedes menschliche Gebrechen gegeben werden.

- Es wird nichts Außergewöhnliches sein, dass Nahrung und andere Ressourcen vermehrt werden.

- Es wird als normal angesehen werden, dass Beratungen zwischen Gottes Volk und Engeln stattfinden. Es wird sogar erwartet werden.

- All die großartigen Dinge in der Bibel werden nicht mehr als ein Same dessen sein, was wir nun als Ernte sehen werden. Sogar die Gemeinde des ersten Jahrhunderts war nur ein Same dessen, wozu die Gemeinde werden wird.

- Der Herr selbst wird Seinem Volk so nahe sein, dass Er von Seinem Volk mehr als jede Gabe oder Vollmacht geliebt werden wird.

Ich war Zeuge großartiger Dinge, die im Herrn geschahen, doch was ich in diesen Träumen sah, war größer als alles, was ich mir jemals hätte vorstellen können, dass wir es auf der Erde sehen würden. Die „größeren Werke“ von denen der Herr gesagt hat, dass sie in Seinem Namen geschehen würden, sind viel größer als ich es jemals gedacht hätte. Ich hätte es wissen sollen – der Herr übertrifft immer alles, was wir erbitten oder auch nur erdenken können. Wir gehen einer der aufregendsten Zeiten entgegen, die es jemals gegeben hat, um mit Gott zu wandeln.

Hört den Ruf der Posaune

Der Herr hat Seinen besten Wein bis zum Schluss aufgehoben. Das größte Wirken Gottes, das jemals über die Erde gekommen ist, ist sehr nahe. Für jene, die viel aufgegeben haben, um Gottes Zielen nachzujagen, ist der Lohn nahe.
Andere haben sich während dieser Zeit der Dürre ablenken lassen. Wie die Verbliebenen, die zurückkehrten, um den Tempel des Herrn wieder aufzubauen, aber nachdem das Fundament gelegt war, entmutigt wurden und heimgingen, um ihre eigenen Häuser zu bauen. Wie Haggai und Sacharja werden Propheten aufstehen, um sie zur Arbeit zurück zu rufen und die Arbeiten am Haus des Herrn werden fertig gestellt werden. Sogar viele, die vom Glauben abgefallen sind, werden zurückkommen.
In Jakobus 3,2 wird uns gesagt, dass „wir alle in vielerlei Hinsicht straucheln“. Es gibt nur Einen, der nicht in Sünde gefallen ist. In Galater 6,7 heißt es: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten!
Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“

Wenn wir Barmherzigkeit erlangen möchten, müssen wir Barmherzigkeit säen, wann immer wir die Möglichkeit dazu haben. Wenn wir Gnade erlangen möchten, müssen wir sie säen, wo immer sich uns die Gelegenheit dazu bietet.
In Sprüche 24,16 heißt es: „Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.“
Unser Fall missfällt Ihm nicht so sehr, wie es Ihn erfreut, wenn wir wieder aufstehen und weitergehen. Das heißt jetzt nicht, dass unser Fallen ihm gefällt – es gefällt Ihm nicht. Jedoch weiß Er, dass der Glaube, den es braucht, um wieder aufzustehen und nach einem Versagen weiterzumachen, der größte Glaube sein kann. Und Glaube erfreut Ihn. Viele sind auf dieselbe Weise gefallen wie Abraham, Isaak und Jakob. Als es dürr wurde, verließen sie das Land, das ihnen verheißen war und wandten sich Ägypten zu, um für ihr leibliches Wohl zu sorgen.
Schlussendlich führte dies zur Versklavung ihrer ganzen Familie. Gott ließ dies zu, damit sie den Schmerz ihrer Gebundenheit zu spüren bekamen und bereit waren, den Preis zu bezahlen, um Seine Verheißungen zu erlangen. Als sie zu Ihm schrien, befreite Er sie. Egal, wo du dich selbst hineinmanövriert hast, wenn du zu Ihm rufst, wird Er dich befreien. Israels Befreiung war nicht einfach, denn es brauchte viel länger, Ägypten aus ihnen herauszubringen, als sie aus Ägypten herauszuführen. Und so wie Er sie in ihr verheißenes Land gebracht hat, wird Er uns in unseres bringen. Wenn du jetzt lebst, dann wurdest du dazu berufen, dem Herrn im großartigsten Wirken Gottes, das die Erde jemals gesehen hat, zu dienen. Werde frei und nimm deinen Platz ein.
Die letzten Jahre waren prophetisch gesehen für viele im Volk Gottes extrem trocken. Doch dass Er nicht so viel zu uns gesprochen hat, bedeutet nicht, dass Er uns nicht nahe gewesen wäre. Und doch führte diese geistliche Trockenheit dazu, dass sich viele von ihrer Bestimmung abwandten, um sich mit anderen Dingen, in denen sie Erfüllung suchten, zu beschäftigen. Für jene, die treu geblieben sind und weiterhin die Arbeit, zu der sie berufen wurden, getan haben, ist die Belohnung nahe – und sie wird groß sein. Für jene, die abgewichen sind: seid weise wie der verlorene Sohn. Für alle, die nicht abgewichen, sondern treu geblieben sind: lasst uns nicht werden wie der ältere Bruder, sondern freut euch um der Freude unseres Vaters willen, wenn die verlorenen Söhne heimkommen.
Wir treten ein in die Fülle der Zeit. Das Reich Gottes ist nahe.

Rick Joyner
MorningStar Ministries

Übersetzung:
Karin Meitz

Deboras Lebenslauf (Das Wort wurde am 07.11.2008 auf der ElijahList veröffentlicht.)

Wir neigen dazu zu denken, dass Multi-Tasking ein Phänomen des 21. Jahrhunderts wäre, doch Debora füllte fünf bedeutende Rollen aus - Fürbitterin, Richterin, Prophetin, Mutter Israels, Befreier/ Militärstratege. Sehen wir uns diese Rollen nun genauer an:

1. Fürbitterin

Viele Gelehrte glauben, dass eine der Aufgaben Deboras, bevor sie Richterin wurde, darin bestand, das "Licht" im Tempel "zu entzünden". In der Bibel wird Öl oft als Symbol für den Heiligen Geist verwendet. Debora war mit Lappidot verheiratet, dessen Name folgende Bedeutungen hat: scheinen, Leuchte, Flamme, brennende Lampe, Blitz, Fackel. Ist das nicht interessant? Auch er war eine Lampe, die Öl hatte!

Debora war die Hüterin des Öls und des Lichts, die behutsam die Lampen am Brennen hielt. Dies zeigt uns, dass sie eine Frau war, die mit Leidenschaft viele Stunden im Tempel verweilte. Sie war eine Frau des Gebets und der Anbetung. Sie lebte in Ephraim, was soviel wie das Tal der Fruchtbarkeit bedeutet, welches genau zwischen zwei Orten - Rama und Bethel - lag. Biblische Namen haben oft tiefe prophetische Bedeutung.

Das alte Dorf Rama war bekannt als Hochburg des Ehebruchs. Bethel war bekannt als das Haus des Herrn mit offenen Himmeln, wo Jakob seine Himmelsleitererfahrung in 1. Mose 28 hatte. Sie trat in den Riss als fürbittender Mittler zwischen dieser Hochburg des Götzendienstes und der heidnischen Anbetung und dem Haus Bethel mit seinen offenen Himmeln.

Nun wird die Symbolik schon etwas klarer: Debora wurde von Gott herangezogen, um gegen Götzendienst (Rama) als Fürbitter aufstehen zu können. Ihr Ziel war es, die Herzen der Kinder Israels zurück zum Haus Gottes (Bethel) zu wenden, sodass sie einen doppelten Anteil an Ertrag (Ephraim) erben konnten.

Deboras Beziehung zum Herrn war sehr kostbar und äußerst vertraut. Ich glaube, dass Debora in diesen zwanzig Jahren der Gefangenschaft im Riss gestanden und fürbittend eingetreten ist, um den Kurs Israels zu verändern. Gott versprach Abraham in 1. Mose 18, dass Er um zehn gerechter Menschen willen eine Nation retten würde. Ich glaube, dass die gerechten Gebete Deboras viel bewirkt haben!

Sie betete Gott an und führte ein tiefgehendes Fürbitterleben mit Gott. Sie ging in den Tempel und füllte die Lampen mit Öl und bat Gott um Offenbarung für die Menschen um sie herum, die sich in großer Dunkelheit befanden. An diesem geheimen Ort wurde sie vorbereitet, während sie in radikaler Fürbitte für ihr Volk und ihre Nation einstand. Sie hörte von Gott und erlangte so große Weisheit und Rat. Sie verbrachte viele Stunden im Tempel. Diese Hingabe berührte das Herz Gottes und veränderte das Herz Deboras. Er führte, sie folgte. Sie führte, Israel folgte.

Oftmals haben wir diese missverständliche Meinung, dass Anbetung nur diese dreißig Minuten vor der Predigt wären, wenn wir Gott Anbetungslieder singen. Das ist Teil der Anbetung. Doch kleine Dinge mit großer Liebe für Ihn tun - das ist, ein Leben der Anbetung zu leben. Debora war eine Anbeterin, die das Öl der Lampen liebte - den Heiligen Geist.

Wir müssen wie Debora sein, ein Volk des Gebets. Ernsthaftes und leidenschaftliches Gebet ist der Schlüssel, um unsere Beziehung zu Gott dem Allmächtigen freizusetzen. Viele ringen mit Gebet, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Fürbitte nicht viel mehr als leere Schreie zu einem unsichtbaren Gott sind, der so ferne scheint. Wir denken, dass unsere Gebete von der Decke abprallen und ungehört und unbeantwortet wieder zu uns zurückkommen. Doch, Ihr Lieben, Gott liebt es, mit uns Gemeinschaft zu haben! Er verspricht uns, dass Er uns hören und antworten wird! Es braucht nur ein paar Sekunden von Angesicht-zu-Angesicht mit Gott, um den Lauf der menschlichen Geschichte für dich, deine Stadt oder dein Land zu verändern.

Tatsache ist, dass die Gemeinschaft mit Gott die höchste Bestimmung ist, zu der du geboren wurdest! "Das ist das ewige Leben, Mich zu kennen" (Johannes 17,3 umschrieben).
Unser Hunger nach Gott schürt unser Gebetsleben. Wenn Seine Gegenwart unsere Leidenschaft und unser Hunger nach Seinem Herzen ist, können wir mit Kühnheit vor Gottes Thron treten mit der Gewissheit, dass unser Vater unsere Gebete liebt; doch ist es so wichtig, diese erste Liebe zu haben.

Für Debora war Fürbitte ein Dialog, in dem Gott begann, Seine strategischen Kriegspläne downzuloaden, Musterlösungen direkt vom Himmel und Schlüssel, um Türen zu öffnen, die niemand mehr schließen, und um Türen zu schließen, die kein Mensch öffnen kann (siehe Jesaja 22,22).
Wie sonst konnte sie so viele Zivilprozesse der Israeliten so weise entscheiden?

2. Richterin

Ehud war der dritte Richter Israels. Nach seinem Tod war Israel ohne starke Führung und fiel wiederum in Götzendienst und sexuelle Perversion. Sie hatten göttliche Führung dringend notwendig. Es war die Aufgabe des Richters, sich die Streitfälle des Volkes anzuhören und sie zu lösen, doch versuchten sie auch, das Volk vom Götzendienst abzuhalten (siehe 2.Mose 18,20 und Richter 2,17). Sie lehrten Gottes Wort (siehe 2.Mose 18,20 und Richter 2,17) und sie traten fürbittend für ihr Volk ein (siehe 5.Mose 9,18-20.25-29 und 5.Mose 10,10).

Die Bibel sagt uns, dass Richter von Gott zu diesem Amt berufen wurden (siehe Richter 2,16). All die Richter vor und nach Debora waren Männer. So muss Debora unter ungewöhnlicher und einzigartiger Gnade gewandelt sein, um sowohl als natürlicher als auch als geistlicher Leiter Israels auserwählt zu werden. Es heißt in der Bibel, dass sie 40 Jahre lang Richterin war. Sie saß unter einer Palme, die für Gerechtigkeit steht, und hielt dort Gericht.

Im alten Israel gab es keine Trennung von Kirche und Staat, wie es heute in unseren Regierungsstrukturen der Fall ist. Als Richter über eine Nation berufen zu werden war gleichzusetzen mit der Handlung, als geistliches Oberhaupt über ein Land eingesetzt zu werden. Mit großer Autorität kam auch eine große Verantwortung. Sie kümmerte sich um die zivilrechtlichen Streitigkeiten von Männern, Frauen und Kindern. Doch sprechen wir hier nicht von einem kleinen Richter bei Gericht vor Ort, sondern über den obersten Richter über die ganze Nation Israels. Sie führte Israel (siehe Richter 4,4-5).

3. Prophetin

Debora wirkte in einer himmlischen Dimension eines Geistes der Weisheit und der Offenbarung. Es war als ob Gott ihr auf übernatürliche Weise einen göttlichen Kompass eingepflanzt hätte, der sie immer zu Ihm führte. Sie wandelte in solch einer Abhängigkeit von jeder Bewegung des Allmächtigen. Wahrscheinlich fällte Debora aufgrund ihrer Gabe als Prophetin so weise Urteile. Weil sie gut im Geist sehen konnte, war sie auch in der Lage, weise Entscheidungen zu treffen. Obwohl man das nicht mit Sicherheit sagen kann, nehmen viele Theologen an, dass Debora aus dem Stamm Issachars stammte, die die Zeichen der Zeit verstehen und auch deuten konnten. Samuel war der einzige Richter, der auch noch als Prophet angeführt wird.

In "Matthew Henry's" Kommentar schreibt dieser:

"Sie war eine Frau der Erleuchtungen, oder der Brillanz, außergewöhnlich bekannt und weise und deshalb wurde sie so berühmt und gefeiert. Sie kannte Gott auf vertraute Weise, sie war eine Prophetin und jemand, der durch die Inspiration des Geistes Gottes andere in diesem göttlichen Wissen unterrichtete. Sie hatte Gaben der Weisheit, die sie nicht auf gewöhnliche Weise erwarb; sie hörte Worte von Gott und wahrscheinlich sah sie Visionen des Allmächtigen. Sie war Israel völlig hingegeben. Nach Jahwe war Israel ihre erste Liebe."

Debora bedeutet "Biene" oder "Wespe" oder "Bienenkönigin". Sie war jemand, der Dinge in Ordnung brachte und Honig produzierte, wenn notwendig aber auch ihren Stachel verwendete. Ein grundlegendes Prinzip geistlicher Kampfführung besteht darin, dass das Ausmaß unseres Angriffes gegen den Teufel im direkten Zusammenhang zu unserem Ausmaß an Autorität und der Vertrautheit in unserer Beziehung zu Gott stehen muss.

Debora war eine, die neue Aufträge vom Himmel erhielt, und obwohl sie wusste, wie grausam die Unterdrückung durch König Jabin war, wusste sie auch, dass für Gott nichts unmöglich war! Irgendetwas in Debora wusste, wie sie die himmlischen Ressourcen anzapfen und den Rat des Herrn erlangen konnte (siehe Jeremia 23). Sie öffnete ihren Mund und ließ ihn vom Herrn füllen (siehe Psalm 81,11).

4. Mutter Israels

Was machte diese Frau zu einer Mutter Israels? Debora liebte sehr. Der Herr muss von Seinem himmlischen Balkon herunter, durch das Gitter der Zeit gesehen und die Art und Weise beobachtet haben, wie sie so liebevoll für jede einzelne Person innegehalten hat. Stellt euch vor, diese scheinbar unendliche Menschenschlange, die alle eine Berührung vom Himmel benötigen. Ich stelle mir vor, wie ihre müden Augen von einem Gesicht Seiner Schöpfung zum nächsten glitten, während sie den Schrei ihrer Herzen nach Gott spürte. Sie waren von so weit gekommen, wie könnten sie mit leeren Händen nach Hause geschickt werden? Die elf anderen verstreuten Stämme Israels wanderten kilometerweit und riskierten buchstäblich ihr Leben auf den gefährlichen Straßen, wenn sie sich durchschlugen, um durch Deboras Stimme von Gott zu hören.

"Die Wege waren verlassen. Die Wanderer mieden die Hauptstraßen und gingen auf Schleichwegen. Es fehlten Führer in Israel, sie fehlten, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel. Es erwählte sich neue Götter, da war Krieg in ihren Toren." Richter 5,6-8

Ich glaube, dass Debora das Stöhnen der Israeliten, die 20 Jahre lang in Unterdrückung lebten, hören und den stechenden Schmerz in Gottes Herzen über die Sünde und die Unterdrückung Seines Volkes fühlen konnte. Ich glaube, dass es ihre Fähigkeit, Seinen Herzschlag zu hören, war, die es ihr ermöglichte, in jenen Tagen eine Nation zu retten. Debora herrschte mit dem Schwert eines Propheten, doch mit dem Stab eines Hirten - sie liebte Gottes Volk mit aufrichtigem Herzen. Immer führte sie gut. Sie führte dadurch, dass sie liebte.

5. Befreier/Militärstratege

Debora war mehr als nur ein Richter. Sie wurde dazu verwendet, Israel aus der zweitgrößten Gefangenschaft zu befreien. Als Prophetin und Militärstratege rief sie die Nation zum Krieg auf. Sie war ein Militärstratege, der nicht nur als Gottes Hand wirkte, sondern auch mit dem Herzen Gottes. Seht ihr, Debora war ein Befreier! Sie liebte das Volk und sie liebten sie. Sie befreite sie von einem großen Feind.

Der Herr ließ buchstäblich ein klares prophetisches Wort fallen, um Barak, den Befehlshaber der Israeliten, aufzufordern, die lumpigen Truppen für die Schlacht gegen unüberwindbare Gegner zu sammeln. Die Hebräer besaßen keine Waffen - keine. Diese waren alle von den Kanaanitern beschlagnahmt worden.

Der berühmte Geschichtsschreiber Josephus schreibt über die feindliche Streitmacht:

"Unter dem Kommando des Generals Sisera befanden sich 300.000 Fußsoldaten, 10.000 Reitersoldaten und 900 eherne Streitwägen. Diese Streitwägen kontrollierten nicht nur die Hauptstraßen und Wege des Landes, sie konnten auch durch eine Armee von Männern gefahren werden und mit den Schwertern in ihren Rädern konnten sie die Beine der stärksten und tapfersten Soldaten durchtrennen. Sie waren so gefürchtet wie Panzer heutzutage. Das Volk Israel hatte solch tödlichen Waffen der Massenvernichtung, die in den Tiefen der Hölle geschmiedet wurden, nichts entgegenzusetzen."

Gott zeigte Debora durch Offenbarungen, wie sie die Schlacht gewinnen konnte. Sie sah in die Himmel und marschierte mit prophetischer Proklamation vorwärts. So setzte sie die Kampfesengel des Herrn frei, um die alten dämonischen Mächte zu bekämpfen. Sie kannte die Pläne des Feindes und half, den himmlischen Kampf mit Vollmacht zu versehen und so den Feind zu vernichten. Sie brachte heilige Umkehrung in die bösen Pläne. Im Moment der Krise und Anfechtung proklamierte sie das Wort des Herrn und die Schöpfung beugte sich ihrem Befehl. Ihre Gebete und ihre militärisch herrschaftliche Führung veränderten den Lauf der Geschichte und errettete das Volk Israel. Als die Stadttore umkämpft waren, stand Debora auf, eine Mutter Israels, die bereit war, ihr Leben für ihren Gott und ihr Land niederzulegen.

Gottes Wort führt zu einem Rollenwechsel

Debora ließ Barak holen und sagte ihm, dass der Herr ihm befahl, 10.000 Männer aus Naftali zu sammeln und sie zum Berg Tabor zu führen. Dort würde der Herr Sisera, den Anführer der Armee Jabins, mit seinen Streitwägen und Truppen zum Fluss Kischon locken und ihn in seine Hände geben. Barak war der Militärkommandant Israels. Er war ein Mann des Krieges, doch fehlte ihm der Mut.
Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir ziehst, so will auch ich ziehen; ziehst du aber nicht mit mir, so will auch ich nicht ziehen.
Sie sprach: Ich will mit dir ziehen; aber der Ruhm wird nicht dein sein auf diesem Kriegszug, den du unternimmst, sondern der HERR wird Sisera in die Hand einer Frau geben. Richter 4,8-9 (LUT)

Er kämpfte mit großer Bedrückung und hatte nicht den Glauben zu gehen. Er brauchte Debora. Sie sollte seine Rettung sein, sonst wäre er nicht an den Ort seiner Berufung gelangt. Wie viele von euch sind bereit, Deboras zu sein, um die Baraks auf ihren rechtmäßen Platz zu bringen?

Also ging Debora mit Barak nach Kedesch, wo er Sebulon und Naftali sammelte. Zehntausend Männer folgten ihnen. Seht ihr, sie gab ein prophetisches Wort weiter und es begann zu initiieren, zu verwandeln und zu verändern - nicht nur Baraks und Israels Schicksal, sondern auch ihr eigenes. Es führte sie heraus aus diesem Sitzen unter der Palme und dem Entzünden der Lichter im Tabernakel. Plötzlich fand sie sich auf einem Pferd sitzend an vorderster Front im Kampf wider.

Erweckung und Kampf laufen Hand in Hand

Wenn wir es mit dieser großen Unterdrückung im Land zu tun haben, wenn wir um Erweckung schreien, müssen wir verstehen, dass Erweckung und Kampf untrennbar zusammengehören. Erweckung und Kampf laufen Hand in Hand. Unsere Fürbitte und unsere Gebete lassen die Schalen der Gerechtigkeit des Himmels kippen und Feuer fällt herunter. Wenn du um Freiheit und Durchbruch betest, kippst du die Schalen des Himmels, die Gerechtigkeit zum Inhalt haben. Auf der einen Seite möchten wir also Gottes mächtiges Wirken sehen, das Menschen freisetzt, doch wenn wir in verzweifelten Gebeten nach Erweckung und Heimsuchung schreien, schreien wir auch nach Gottes Gerechtigkeit und beten darum, dass sie kommen möge.

In ihrer Zerbrochenheit brauchten sie ein Wunder. Mit 10.000 Soldaten begaben sie sich auf eine selbstmörderische Mission. Doch Debora stand als prophetisches Zeichen. Ein Wegweiser in Form einer Frau, die schwach war, doch das Wort Gottes hatte! Sie stand für eine Vorgeschichte des Hineingehens und Lichtentzündens. Sie stand für Gottes Stimme Hören am geheimen Ort. Und plötzlich, als die Stunde kam, um buchstäblich wie eine Jeanne d'Arc in den Krieg zu ziehen, war sie bereit. Sie war in der Lage, JA zu sagen, denn sie kannte die Stimme ihres Gottes. Sie wusste, dass sie das lebendige Wort ihres Herrn hatte und 10.000 Männer glaubten ihr genug, um auch ihr Leben zu riskieren.

Wir befinden uns in einer Zeit großen Kampfes. Wirst du - inmitten all dessen - eine Debora sein, von der man Gottes Stimme hören kann und die in einer Zeit wie dieser radikale Aufträge an Männer, Frauen und Kinder erteilt?

Liebst du den Herrn so sehr, dass, wenn du die Schreie der Leidenden und Unterdrückten um dich herum hörst, du dich freiwillig als Mutter Israels zur Verfügung stellen wirst?

Gibt es diesen Schrei in dir, der ruft: "Ich bin bereit, gegen Pornographie, Sünde und Abtreibung aufzustehen? Ich bin bereit im Haus des Gebets zu stehen, wo die Engel auf- und niedersteigen. Ich werde eine Frau sein, die in den Riss tritt und als Fürbitter vor Gott kommt."

Lasst uns beten: Herr, wir brauchen Erweckung! Herr, wir haben es nötig, dass das Reich Gottes mit der Auferstehungskraft des Lebens durchbricht! Dies ist ein Ruf zum Kampf! Dies ist ein Aufruf zu sagen: JA, ich möchte die Stimme Gottes an dem geheimen Ort hören. Herr, wir möchten erneut einen heiligen Bund mit dir schließen. Wir möchten als heilige Revolutionäre gehen, doch möchten wir in Reinheit und Demut vorwärts gehen. Wir möchten jene sein, die von diesem verborgenen Ort hervorkommen und mit einer heiligen Verzweiflung kämpfen und an den Ort des Kampfes gehen.

Die Reise Deboras ist ein Zeugnis der Kraft eines EINZIGEN Lebens, das völlig Gott geweiht ist. Möge ihr Lied eine Einladung an dich sein, dass ein Umsturz beginnen kann - mit einer Person.

Anm.: Jill Austin verstarb im Dezember 2008 und ist zu Hause bei ihrem HERRN JESUS.

Jill Austin
Master Potter Ministries

Übersetzung:
Karin Meitz