Einleitung

Anhand der demütigen, dienenden Herzenshaltung von Elischa und seiner Hingabe gegenüber seinem geistlichen, prophetischen Vater Elija, möchte ich uns auf das Ende einer Zeit und den Beginn einer neuen Zeit sensibilisieren, in die Gott uns als sein Volk hineinführt.

Die Zahl 12

Es war Elischa, der vom Propheten Elija in die Nachfolge berufen wurde und ihm daraufhin diente. Bei dem Aufruf zur Nachfolge kam der Zahl „12“ eine größere Bedeutung zu. Die Zahl „12“ steht unter anderem im Zusammenhang mit der apostolischen Ordnung Gottes, weil Jesus zwölf Jünger hatte, die er in die direkte Nachfolge rief.

Da ebenfalls das Jahr zwölf Monate besitzt und dieses vollständige Zeitmaß auf das Ende eines Jahres hinweist, betrachte ich es nicht als Zufall, dass zum Zeitpunkt der Berufung von Elischa, dieser mit zwölf Jochen pflügte und selbst bei dem zwölften Joch war (vgl. 1.Könige 19,19-21).

1.Könige 19,19-21:
19 Und Elija ging von dort weg und fand Elischa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elija ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn.
20 Und er verließ die Rinder und lief Elija nach und sprach: Lass mich meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe!
21 Und Elischa wandte sich von ihm weg und nahm ein Joch Rinder und opferte es, und mit den Jochen der Rinder kochte er das Fleisch und gab es den Leuten, dass sie aßen. Und er machte sich auf und folgte Elija nach und diente ihm.

Das über die Hände ausgegossene Wasser

Über die Hingabe von Elischa gegenüber dem Propheten Elija existiert bis heute ein Zeugnis, das durch einen Diener des israelischen Königs bis in die politische Ebene bekannt gemacht wurde, indem dieser dem König von Israel, dem König von Juda und dem König von Edom davon berichtete, wie der Diener Elischa seinem geistlichen Vater Elija das Wasser über die Hände goss.

Diese Hingabe von Elischa war ein Zeugnis der Bestätigung für seinen Dienst im Amt des Propheten, so dass selbst die politischen Mächte Elischa in dieser Zeit aufsuchten, um göttlichen Rat von ihm zu erhalten (vgl. 2.Könige 3,11-12).

2.Könige 3,11-12:
11 Joschafat aber sprach: Ist kein Prophet des HERRN hier, damit wir den HERRN durch ihn befragen? Da antwortete einer unter den Männern des Königs von Israel und sprach: Hier ist Elischa, der Sohn Schafats, der Elija Wasser auf die Hände goss.
12 Joschafat sprach: Des HERRN Wort ist bei ihm. So zogen zu ihm hinab der König von Israel und Joschafat und der König von Edom.

Das Zeichen des Händewaschens

Wenn man das Waschen der Hände in einem prophetischen Kontext betrachtet, deutet es auf eine alte Zeit hin, die abgelaufen ist, um auf eine neue Zeit hinzuweisen.
Das Händewaschen ist somit ein Zeichen, das dazu aufruft, die alte Zeit zu beenden, um sich auf die neue Zeit vorzubereiten.

Da der Prophet von Gott dazu bestimmt ist, Richtungsweisung zu geben, ist das Händewaschen ein Zeichen für eine neue Zeit der Richtungsweisung.

Es ist ebenfalls kein Zufall, dass die Hände gemäß dem Wort Gottes für die Aufgabe der Heilungs-/ sowie Salbungsübertragung bestimmt sind (vgl. Markus 16,18; Jakobus 5,14 i.V.m. Apostelgeschichte 6,6; Apostelgeschichte 8,17; 1.Timotheus 4,14; 2.Timotheus 1,6).

In Bezug auf Elischa bedeutet das Händewaschen, dass er es verstand, wann ausgediente Zeiten zu Ende gingen und neue Zeiten anfingen.

Durch das Händewaschen machte Elischa deutlich, dass er im Einklang über den von Gott gesetzten Zeitpunkt mit seinem geistlichen, prophetischen Vater Elija war, der beinhaltete, dass sich die Zeit der Vergangenheit (Anm.: Werke, die bereits vollzogen wurden) dem Ende neigte und eine neue Zeit begann. Es wurde sozusagen eine alte Zeit abgewaschen, um die neue Zeit aus der Hand Gottes in Frische zu empfangen.

Elischa war im Verständnis über das Ende einer Zeit und den Beginn einer neuen Zeit und wusste deshalb, wann Elija in die neue Zeitphase des HERRN eintrat.
Das wird an der ausdauernden Nachfolge von Elischa deutlich als Elija kurz davor stand von Gott in den Himmel entrückt zu werden.

Elischa ließ nicht von Elija ab, bis er den doppelten Salbungsanteil seines geistlichen Vaters erhielt, der durch den Mantel Elijas repräsentiert wurde (vgl. 2.Könige 2,1-12).

2.Könige 2,1-12:
1 Als aber der HERR Elija im Wetter gen Himmel holen wollte, gingen Elija und Elischa von Gilgal weg.
2 Und Elija sprach zu Elischa: Bleibe du hier, denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und als sie hinab nach Bethel kamen, 3 gingen die Prophetenjünger, die in Bethel waren, heraus zu Elischa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der HERR heute deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.
4 Und Elija sprach zu ihm: Elischa, bleib du hier, denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht.
Und als sie nach Jericho kamen, 5 traten die Prophetenjünger, die in Jericho waren, zu Elischa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der HERR heute deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.
6 Und Elija sprach zu ihm: Bleib du hier, denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und es gingen die beiden miteinander.
8 Da nahm Elija seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, sodass die beiden auf trockenem Boden hinübergingen.
9 Und als sie hinüberkamen, sprach Elija zu Elischa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elischa sprach: Dass mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.
10 Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird es geschehen; wenn nicht, so wird es nicht sein.
11 Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elija fuhr im Wetter gen Himmel.
12 Elischa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen Israels und sein Gespann!, und sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider, zerriss sie in zwei Stücke 13 und hob den Mantel auf, der Elija entfallen war, und kehrte um und trat wieder an das Ufer des Jordans.

Mit einem dankbaren Herzen vorangehen

Der Heilige Geist machte mir deutlich, dass es für uns und die mit uns verbündeten Heiligen im Volk Gottes wichtig ist, wie Elischa das Ende und den Beginn der Zeiten Gottes zu erkennen, um nicht in der Vergangenheit zu verweilen.

Da die gegenwärtige Zeit schnell zur Vergangenheit wird, ist es von Bedeutung, dass wir die Zeiten vorausschauend im Geist Gottes erkennen und wissen, was zu tun ist.
Es hat Zeiten in der Vergangenheit gegeben, wo Männer und Frauen Gottes den Menschen in ihren von Gott zugeteilten Regionen kraftvoll dienten, indem sie im Auftrag Gottes Zeichen und Wunder taten.

Leider kommt es immer wieder in unserer Zeit vor, dass Menschen, die in der Vergangenheit kraftvolle Dinge mit Gott erlebten, diese Zeiten nicht gehen lassen möchten und somit an der Vergangenheit festhalten, was dazu führt, dass sie blockiert sind, die neue Zeit und die neuen Dinge, die Gott vorbereitet hat, in Empfang zu nehmen.

Es ist wichtig, dass wir dankbar für die Wunder sind, die Gott in der Vergangenheit an uns oder anderen Menschen getan hat und sie achten, jedoch sollten wir uns in dieser Dankbarkeit nach vorne ausstrecken und in die von Gott für uns vorbereitete Zukunft eintreten (vgl. Psalm 103,2 i.V.m. Philipper 3,13).

Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …

Philipper 3,13:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, …

Gott verändert sich nicht, jedoch die Zeit!

Wir sollten uns als Volk Gottes dessen bewusst sein, dass Gott sich bekanntlich in seinem Wesen nie verändert, jedoch hat er es festgelegt, dass sich die Zeiten auf Erden ändern (vgl. Jesaja 41,4 i.V.m. Prediger 3,1).

Jesaja 41,4:
4 Wer tut und macht das? Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin es, der HERR, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.

Prediger 3,1:
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: …

Die auftauchenden Schwierigkeiten

Wenn wir als Heilige die Zeiten Gottes erkennen und uns daraufhin richtig positionieren, bleibt es nicht aus, dass man mit Schwierigkeiten konfrontiert wird, die es unter anderem beinhalten, dass Gläubige einem entgegenstehen, weil sie nicht bereit sind, sich zu verändern und sich nicht der Zeit Gottes anpassen möchten, da diese für sie ungewiss und befremdend erscheint.

Weiterhin können solche verändernden Zeiten auch dazu führen, dass Angst in den Herzen der betreffenden Gläubigen ausgelöst wird, weil die Mächte der Finsternis es nicht wollen, dass die Gemeinde Jesu in ein neues Feld der Verantwortung eintritt und das Land der Verheißung für diese Zeit einnimmt (vgl. 4.Mose 13,25-33)!

Es ist jedoch notwendig, dass wir durch Jesus Christus, der das Alpha und das Omega ist, die Tür zum neuen Zeitfeld öffnen und dort hindurchgehen, um darin die von Gott bestimmte Versorgung der Zukunft zu finden (vgl. Johannes 10,9; Psalm 23,2).

Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Psalm 23,2:
2 Er (Anm.: JAHWE-ROI) lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.

Die prophetische Verschiebung Gottes

Zum Ende der prophetischen Amtszeit von Elija hatte Gott eine Zeit der prophetischen Verschiebung geplant, indem er es festlegte, dass Elija auf übernatürliche Weise zu ihm in den Himmel entrückt werden sollte, damit Elischa mit der doppelten, prophetischen Kraft Elijas ausgerüstet werden konnte (vgl. 2.Könige 2,9-13).

2.Könige 2,9-13:
9 Und als sie hinüberkamen, sprach Elija zu Elischa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elischa sprach: Dass mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.
10 Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird es geschehen; wenn nicht, so wird es nicht sein.
11 Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elija fuhr im Wetter gen Himmel.
12 Elischa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen Israels und sein Gespann!, und sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider, zerriss sie in zwei Stücke 13 und hob den Mantel auf, der Elija entfallen war, und kehrte um und trat wieder an das Ufer des Jordans.

Die fünfzig Prophetenjünger

Hierbei war es kein Zufall, dass fünfzig Prophetenjünger von einiger Entfernung zum Jordan auf die prophetische Veränderung blickten, die sie durch Elischa in Empfang nahmen (vgl. 2.Könige 2,7).

2.Könige 2,7:
7 Und fünfzig von den Prophetenjüngern gingen hin und standen von ferne; aber die beiden standen am Jordan.

Der Ort, wo die Prophetenjünger zu den zwei Propheten des HERRN (Anm.: Elija, Elischa) schauten, war der Ort, wo sie später die Salbung Elijas auf Elischa ruhen sahen (vgl. 2.Könige 2,15).

2.Könige 2,15:
15 Und als das die Prophetenjünger sahen, die gegenüber bei Jericho waren, sprachen sie: Der Geist Elijas ruht auf Elischa, und sie gingen ihm entgegen und fielen vor ihm nieder zur Erde …

Der Versuch des Feindes Menschen in der Vergangenheit festzuhalten

Es war kein Zufall, dass sich zwischen dem Ereignis des Feuers und des Windes, durch die Elija in den Himmel entrückt wurde, auf der anderen Seite des Jordans "fünfzig Prophetenjünger und fünfzig starke Männer" positionierten.

Diese „fünfzig starken Männer“ wurden durch die fünfzig Prophetenjünger beauftragt nach der alten, prothetischen Struktur – Elija zu suchen, obwohl ihnen von Elischa eindringlich mitgeteilt wurde, dass ihr Vorhaben keinen Erfolg haben würde (vgl. 2.Könige 2,16-18).

2.Könige 2,16-18:
… 16 und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig starke Männer, die lass gehen und deinen Herrn suchen. Vielleicht hat ihn der Geist des HERRN genommen und auf irgendeinen Berg oder in irgendein Tal geworfen. Er aber sprach: Lasst sie nicht gehen!
17 Aber sie nötigten ihn, bis er nachgab und sprach: Lasst sie hingehen! Und sie sandten hin fünfzig Männer und diese suchten Elija drei Tage; aber sie fanden ihn nicht.
18 Und sie kamen zu Elischa zurück, als er noch in Jericho war, und er sprach zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?

Diese o.g. Bibelstelle macht deutlich, dass immer zu den Zeitpunkten, wenn Gott eine neue Zeit auf Erden aus der Ewigkeit einläutet, es der Feind versucht, die Gläubigen in dem gegenwärtigen Wissensstand, dass es keine Veränderung der Struktur und der Zeit benötigt, gefangenzuhalten.

Der Heilige Geist möchte uns als Volk Gottes durch die Suchaktion der „fünfzig starken Männer“ deutlich machen, dass wir nicht nach einer alten, ausgedienten Struktur (Anm.: Elija: „Gott ist JAHWE!“ = Aussage der Wahrheit) suchen oder diese aufrechterhalten sollten, jedoch in seiner neuen gegebenen Struktur (Anm.: Elischa: „Mein Gott ist Heil!“ = Aussage eines Zeugnisses= Erfahrung der Errettung) wandeln, die uns an einen neuen Ort bringt, so ähnlich wie das Schiff mit dem Zeichen der „Zwillinge“ (Anm.: doppeltes Anteil) zur Zeit des Apostels Paulus, ihn an einen neuen Ort brachte (vgl. Apostelgeschichte 28,11).

Apostelgeschichte 28,11:
11 Nach drei Monaten aber fuhren wir ab mit einem Schiff aus Alexandria, das bei der Insel überwintert hatte und das Zeichen der Zwillinge führte.

Das Leben im Zeitplan Gottes

Es ist von hoher Bedeutung, dass wir uns als Volk Gottes in seinem Zeitplan bewegen, weil Gott die Zeit eingesetzt hat.

Die Thora bzw. das erste Buch der Bibel beginnt mit den Worten “Im Anfang” und ist eine Offenbarung Gottes an uns, dass er einen Zeitplan aus der Ewigkeit auf der Erde aufrichtete (vgl. 1.Mose 1,1).

1.Mose 1,1:
1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

Es ist für uns als Volk Gottes wichtig zu verstehen, dass Gott, der ein prophetisches Wesen besitzt, die Zeit (Anm.: Monate) in den Erdenbereich eingewoben hat, weil es sein Verlangen ist, diese prophetisch bzw. offenbarend freizusetzen, damit wir im Zentrum seiner Schöpfung wandeln.

Das beinhaltet ein Leben in der Kreativität Gottes, die uns mit einem neuen Gedankengut vorangehen lässt, um die Pläne Gottes umzusetzen.

Wenn wir uns als Volk Gottes dessen bewusst sind, was Gott in die verschiedenen Zeitperioden (Anm.: Jahre, Monate, …) an Offenbarungskraft hineingelegt hat, dann haben wir festen Glauben für die Dinge, die er in den kommenden Zeitabschnitten tun möchte.

Der Glaube für die Dinge, die Gott in den Monaten tun will, wird dadurch hervorgerufen, wenn wir als Heilige davon überzeugt sind, in Gottes Zeitplan zu sein.

Der HERR ruft uns in dieser Zeit auf, dass wir uns in seiner kreativen Kraft vorwärts bewegen, um das Unmögliche möglich zu sehen (vgl. Lukas 18,27)!

Lukas 18,27:
27 Er aber sprach: Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 30. AUGUST 2016 | 26. AB 5776, NAJOTH BERLIN - SPANDAU

„Da ist die Bewegung der Gnade Gottes, die aus der Anbetung heraus freigesetzt ist und dazu beiträgt, dass Menschen die Bereiche in ihrem Leben erkennen, wo sie gesagt haben, das etwas eingerissen wurde!
Und der Geist des Propheten spricht zu jedem einzelnen dieser Menschen: „Der HERR wendet Seine Augensalbe an, so dass du mit den Augen deines Herzens, den Durchbruch inmitten des scheinenden Zerbruchs in der Vergangenheit erkennst (vgl. Offenbarung 3,18c)!
Es ist das Nadelöhr, das dich in die wahre Freiheit der Söhne Gottes führt, so dass du kühn die Herrschaft Gottes in deinem zugeteilten Verantwortungsfeld ausübst (vgl. Römer 8,21 i.V.m. Matthäus 19,24)!
Diese Herrschaft ist mit deinem Vorangehen verknüpft, das dem gebündelten Licht, wie das eines Laserstrahls gleichkommt, um den neuen, hohen Klang des Himmels zu offenbaren!
Es geht um den kreisenden Lauf in deinem Leben, den du als Umweg bezeichnet hast und der für dich in dieser Zeit ein wichtiges Hohlmaß kreiert hat, damit du den Segen Gottes in Seiner Tiefe verstehst (vgl. Epheser 3,14-19)!
Du wirst auf Menschen treffen, die keine Mauern und deshalb auch keine Tore besitzen, weil sie sich in einer falschen Unabhängigkeit in ihrem Leben voranbewegt haben!
Sie haben die Ordnung des HERRN nicht beachtet, weil sie sich entschieden haben, nach ihrem eigenen Willen zu handeln, was zur Konsequenz hatte, dass sie die Möglichkeiten, die Gott ihnen zuteil werden lassen wollte, nicht erleben konnten!
Es gab Ansätze der göttlichen Möglichkeit aber nicht ihre vollständige Entfaltung!
Segen fing an zu fließen und Verbindungen zu Menschen begannen sich zu formen, jedoch ebbten sie plötzlich ab, weil die Ordnung des Wortes Gottes in ihren Herzen nicht gegenwärtig war (vgl. Nehemia 1,3)!
Deshalb kam es zur verzögerten Hoffnung, die die Lebensfreude verringerte (vgl. Sprüche 23,12a)!
Es benötigt das geschriebene Wort Gottes, um einen göttlichen Zugang im Leben zu besitzen!
Es ist der Maßstab des Wortes Gottes, das den Zugang gewährt und den Zugang verbietet (vgl. Matthäus 5,37)!
Dort, wo in der Vergangenheit Gerüchte und böse Nachrichten ausgegangen sind, um einzuschüchtern, wird es einen Abriss der „Quelle“ geben, weil sie mit dem Stolz des „Drachens“ verbunden war! Diese Quelle wird durch eine neue Quelle ersetzt, die mit der „weißen Taube“ verbunden ist (vgl. Nehemia 2,13 i.V.m. Jakobus 3,10-11; Lukas 3,22)!
Das „Tor“, durch das Scham und Anklage ausgegangen sind, wird durch die Kraft Gottes niedergerissen und durch das „Tor“ der Kühnheit und der Ermutigung ersetzt (vgl. 1.Korinther 14,3 i.V.m. Epheser 4,29)!
Da ist die Stärke der Nacht und das Siegesmaß der Auferstehungskraft Jesu, die die Gefangenen in die Freiheit führt, spricht der Geist des Propheten (vgl. Nehemia 2,11-12.13a.15a i.V.m. Lukas 9,22; 1.Petrus 3,19-22)!
Inmitten der Nacht kommt es zu einem Stoppen und Erwachen, weil es eine göttliche Treppenstufe gibt, die dich dazu bringt, dass du dich drehst und die Richtung gehst, die Gott für dich in dieser und der kommenden Zeit hat!
Wenn du dich Seiner Führung fügst, wirst du keine blockierende Wand vor dir haben, sondern eine neue Vision, die dir der Heilige Geist gibt, während du in Zuversicht mit Jesus Christus vorangehst!
Da ist ein apostolisches Zeugnis, das dazu führen wird, dass Menschen, die ohne Zuversicht waren, plötzlich neue Stärke und neuen Mut empfangen, um das Königreich Gottes weiter voranzutreiben, weil sie das Ergebnis der Hand Gottes sehen und die Worte des Königs hören (vgl. Nehemia 2,17-18)!
Durch die Apostel* offenbart sich Jesus Christus in dieser Zeit als DER KÖNIG, DER IM FELD ist, um denen Gnade zu gewähren, die bereit sind, Seine Worte zu befolgen!“


Bibelstellen zu dem prophetischen Reden


Offenbarung 3,18c:
… 18c und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.

Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.

Matthäus 19,24:
24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.

Epheser 3,14-19:
14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder (Anm.: Söhne) heißt im Himmel und auf Erden, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.

Nehemia 1,3:
3 Und sie sprachen zu mir: Die Entronnenen, die zurückgekehrt sind aus der Gefangenschaft, sind dort im Lande in großem Unglück und in Schmach; die Mauern Jerusalems liegen zerbrochen und seine Tore sind mit Feuer verbrannt.

Sprüche 13,12a:
12a Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; …

Matthäus 5,37:
37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Nehemia 2,13:
13 Und ich ritt zum Taltor hinaus bei Nacht und am Drachenquell vorbei und an das Misttor und forschte genau, wo die Mauern Jerusalems eingerissen waren und die Tore vom Feuer verzehrt.

Jakobus 3,10-11:
10 Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, liebe Brüder.
11 Lässt auch die Quelle aus einem Loch süßes und bitteres Wasser fließen?

Lukas 3,22:
… 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Epheser 4,29:
29 Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.

Nehemia 2,11-12.13a.15a:
11 Und als ich nach Jerusalem kam und drei Tage da gewesen war, 12 machte ich mich in der Nacht auf und wenige Männer mit mir; denn ich hatte keinem Menschen gesagt, was mir mein Gott eingegeben hatte, für Jerusalem zu tun; und es war kein Tier bei mir außer dem, auf dem ich ritt. …
13a Und ich ritt zum Taltor hinaus bei Nacht …
15a Da stieg ich bei Nacht das Bachtal hinauf …

Lukas 9,22:
… 22 und sprach: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferstehen.

1.Petrus 3,19-22:
19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, 20 die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch.
21 Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, 22 welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächte.

Nehemia 2,17-18:
17 Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht weiter ein Gespött seien!
18 Und ich sagte ihnen, wie gnädig die Hand meines Gottes über mir gewesen war, dazu auch die Worte des Königs, die er mir gesagt hatte. Und sie sprachen: Auf, lasst uns bauen! Und sie nahmen das gute Werk in die Hand.

* Heilige können nur dann effektiv als Apostel in ihrem Auftragsfeld fungieren, wenn sie von Gott in das apostolische Amt berufen sind und sich die betreffenden Gläubigen, die sich im Auftragsfeld der Apostel aufhalten, diese anerkennen und die Freiheit haben, sich mit ihnen zusammenzuschließen bzw. unter ihren Salbungsmantel zu treten.
Das Auftragsfeld der Apostel beinhaltet ein von Gott begrenztes Gebiet.


Für ein besseres Verständnis über das Amt des Apostels und deren Autoritätsfelder empfehle ich folgende Worte zu lesen:

1. „Die Vorgehensweise eines Apostel in der heutigen Zeit“
2. „Das Verständnis über die von Gott festgesetzten Grenzen“
3. „Die Beziehungsebene der Heiligen im Zeitalter des Königreichs“.


Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Einleitung

Das Wort Gottes sagt uns in Jesaja 26,9, dass wenn seine Gerichte die Erde treffen, die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit lernen.

Jesaja 26,9:
9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

Dina, die einzige Tochter von Jakob

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Position der Braut Jesu eingehen und Bezug auf die einzige Tochter Jakobs nehmen, die Dina hieß, dessen Name „Richterin“ bedeutet (vgl. 1.Mose 30,21).

1.Mose 30,21:
21 Danach gebar sie (Anm.: Lea) eine Tochter, die nannte sie Dina.

Da Gott einen Schwerpunkt auf alles legt, was mit dem Ersten verbunden ist und er sich ebenfalls als der Erste und der Letzte nennt, ist es ratsam seine Weisung durch das Leben von Dina zu erkennen (vgl. 2.Mose 13,2 i.V.m. Jesaja 44,6; Offenbarung 1,17-18a).

2.Mose 13,2:
2 Heilige mir alle Erstgeburt bei den Israeliten; alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.

Jesaja 44,6:
6 So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.

Offenbarung 1,17-18a:
17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18a und der Lebendige. …

Dina, war wie zuvor erwähnt, die einzige Tochter von Jakob und Lea, die sich in der Geburtsreihenfolge zwischen ihren Brüdern Sebulon und Joseph befand (vgl. 1.Mose 30,20-24), die mit der Wirtschaft und Verwaltung der Reichtümer des Königreichs Gottes verbunden waren (vgl. 1.Mose 41,40-49 i.V.m. 1.Mose 49,13; 5.Mose 33,18-19).

Lea und Rahel

Bei Lea handelte es sich nicht um die Frau der Verheißung für Jakob, weil die Frau seiner Verheißung Rahel war.
Lea war die ältere Tochter von Laban und Rahel war seine jüngere Tochter.
Im Gegensatz zu Rahel wird uns von Lea berichtet, dass sie trübe Augen hatte, was im prophetischen Kontext für ein unerleuchtetes Herz steht (vgl. 1.Mose 29,17 i.V.m. Lukas 11,34).

1.Mose 29,17:
17 Aber Leas Augen waren ohne Glanz, Rahel dagegen war schön von Gestalt und von Angesicht.

Lukas 11,34:
34 Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.

Dina und das ihr von Gott zugeteilte Autoritätsfeld

Das bedeutet in Bezug auf Dina, dass sie aus einem unerleuchteten Bereich heraus geboren wurde, so dass sie sich ihrer von Gott zugeteilten Autorität nicht richtig bewusst war, nämlich Gerechtigkeit durch gerechte Urteile unter den Menschen und in der Wirtschaft zu etablieren.
Dina war von Gott dazu bestimmt und berechtigt in seinen Gerichtssaal, so wie ihn der Prophet Daniel sah, ein- und auszugehen, um Gottes Gerechtigkeit auf der Erde durch sein Urteil zu etablieren (vgl. Daniel 7,9-10).

Daniel 7,9-10:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

Der Angriff Satans auf Dinas Identität

Diese ihr von Gott gegebene Identität griff Satan an, indem er über die Generationslinie ihrer Mutter den unerleuchteten Bereich (Anm.: Mangel an Erkenntnis) gegen sie verwendete, so dass sie nicht in der Lage war, Gottes Gerechtigkeit richtig zu verstehen (vgl. Sprüche 29,18 i.V.m. Hosea 4,6a).

Sprüche 29,18:
18 Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!

Hosea 4,6a:
6a Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. …

Dieser Mangel an Erkenntnis hatte im Leben von Dina zur Folge, dass sie nur zweidimensional (seelisch-fleischlich) sah.
Durch die Lust ihrer Augen wurde sie dazu verleitet, sich aus dem Autoritätsfeld Gottes herauszubewegen, was ihre Schutzlosigkeit zum Ergebnis hatte, so dass sie im natürlichen Bereich angegriffen werden konnte, indem ihr von Sichem, dem Sohn des Hiwiters Hamor Gewalt angetan wurde (vgl. 1.Mose 34,1-2).

1.Mose 34,1-2:
1 Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.
2 Als Sichem (Anm.: bedeutet „Bergrücken“ => Symbol für Heimtücke und List) sie sah, der Sohn des Hiwiters (Anm.: bedeutet „Dorfbewohner“ => Symbol für Selbstschutz und eigene Regierung) Hamor (Anm.: bedeutet „Esel“=> Symbol für Sturheit und Eigenwille), der des Landes Herr war, nahm er sie, legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an.

Dina wurde vom Feind durch Heimtücke und seinen Eigenwillen aufgrund von Angst vor der Gerechtigkeit Gottes dazu verführt, ihre Augen auf die weltlichen Dinge zu lenken, um sie aus dem Schutzbereich des HERRN herauszulocken, mit dem Ziel, sie in ihrer Identität zu zerstören.

Auf Gott ausgerichtet bleiben!

Als Braut Jesu jedoch, sollten wir unsere Augen des Herzens auf den HERRN ausgerichtet halten und im übernatürlichen Bereich wandeln, wo er sich befindet (vgl. Kolosser 3,1-4).

Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.

Aus dem Bereich Gottes regieren

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir als Volk Gottes in dieser Zeit in der Welt mit einem hohen Maß an Dunkelheit und Terror zu tun haben, weil wir als Braut Jesu nicht aus dem Regierungsbereich Gottes arbeiten und gerechtes Gericht durch den Sieg Jesu am Kreuz über die Mächte der Finsternis erlassen, die sich in der Luft über den jeweiligen Regionen aufhalten (vgl. Offenbarung 21,2-3.9-10 i.V.m. Epheser 6,12; Epheser 2,2)

Offenbarung 21,2-3.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, …

Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Epheser 2,2:
… 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Die Freisetzung der Gerechtigkeit Gottes

Unsere Freisetzung der Gerechtigkeit Gottes richtet sich nicht gegen Menschen, sondern gegen den bösen Einfluss des Systems der Finsternis.
Das hat zur Folge, dass alle Menschen, die sich mit dem System der Finsternis verbunden haben, ebenfalls die Auswirkung des Gerichtes Gottes erfahren, was nicht bedeutet, dass Gott daran Freude hat (vgl. Hesekiel 33,11).

Hesekiel 33,11:
11 So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?

Das Gericht Gottes über das System der Finsternis

Anhand des Gerichts über das babylonische System können wir erkennen, dass Gott zuerst mit dem System abrechnet und die Menschen dazu auffordert, das System zu verlassen und ihr Herz nicht darin zu verankern, weil in der Liebe zum Geld die Wurzel allen Übels steckt (vgl. Offenbarung 18,4-10 i.V.m. 1.Timotheus 6,10-11).

Offenbarung 18,4-10:
4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!
5 Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel.
6 Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein!
7 Wie viel Herrlichkeit und Üppigkeit sie gehabt hat, so viel Qual und Leid schenkt ihr ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen.
8 Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet.
9 Und es werden sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und geprasst haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand, in dem sie verbrennt.
10 Sie werden fernab stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen!

1.Timotheus 6,10-11:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
11 Aber du, Gottesmensch, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit (Anm.: Gottesfurcht), dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut!

Simson aus dem Stamm Dan

Ein ähnliches Gericht über das System der Finsternis wird durch das Leben von Simson deutlich, der aus dem Stamm Dan war, was „Richter“ bedeutet.
Bevor Simson die Philister mit der Kraft des Gottes Israels konfrontierte, trat er dem System des „falschen Löwen“ entgegen, indem er diesen mit seinen bloßen Händen zerriss (Anm.: Taten der Gerechtigkeit), so dass der Sieg zur Süße für seine Familie (Anm.: Symbol für die Familie Gottes) wurde (vgl. Richter 14,4-6.8b-9 i.V.m. 1.Petrus 5,8-9).

Richter 14,4-6.8b-9:
4 Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem HERRN kam; denn er suchte einen Anlass gegen die Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit über Israel.
5 So ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna. Und als sie kamen an die Weinberge von Timna, siehe, da kam ein junger Löwe brüllend ihm entgegen.
6 Und der Geist des HERRN geriet über ihn, und er zerriss ihn, wie man ein Böcklein zerreißt, und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Er sagte aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte. …
… 8b und bog vom Wege ab, um nach dem Aas des Löwen zu sehen. Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Leibe des Löwen und Honig.
9 Und er nahm davon in seine Hand und aß unterwegs und ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch aßen. Er sagte ihnen aber nicht, dass er den Honig aus dem Leibe des Löwen genommen hatte.

1.Petrus 5,8-9:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass eben dieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.

Der Saal der Gerichtsbarkeit Gottes

Als Braut Jesu ist es unsere Aufgabe, dass wir aus dem Bereich der Gegenwart Gottes regieren und seine gerechten Urteile auf der Erde erlassen.
Dies geschieht jedoch nur, wenn wir uns im Saal der Gerichtsbarkeit Gottes aufhalten und aus seiner Perspektive die Urteile erlassen.
Wir haben jedoch nur Zugang in diesen Bereich, wenn wir uns ebenfalls in dem Verständnis der Ordnung Gottes bewegen und darin wandeln.
Bei dem Erlass eines von Gott festgelegten Urteils geht es nicht um ein von Menschen erdachtes Urteil, sondern es ist der Auftrag der Braut Jesu, dass wir für unsere Feinde beten (vgl. Matthäus 5,44-45), damit sie in den Saal der Gerichtsbarkeit des HERRN geführt werden, um das Urteil Gottes zu erhalten, was auf Erden die Gerechtigkeit Gottes zur Folge hat.
Genau auf diese Weise ging Abraham mit seinen Feinden vor, die einen seiner Familienmitglieder, in diesem Fall seinen Neffen Lot in Bedrängnis brachten.
Abraham verfolgte seine Feinde bis nach Dan (Anm.: „Richter“), was im prophetischen Kontext bedeutet, dass er sie vor den Thron der Gerichtsbarkeit Gottes brachte, der durch die Säulen des Rechts und der Gerechtigkeit gestützt ist (vgl. 1.Mose 14,11-12.14 i.V.m. Psalm 89,15).

1.Mose 14,11-12.14:
11 Da nahmen sie alle Habe von Sodom und Gomorra und alle Vorräte und zogen davon.
12 Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Brudersohn, und seine Habe, denn er wohnte in Sodom, und zogen davon. …
14 Als nun Abram hörte, dass seines Bruders Sohn (Anm.: Lot) gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis Dan …

Psalm 89,15:
15 Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Stütze, Gnade und Treue gehen vor dir einher.

Der Thron der Gerechtigkeit Gottes

Das hebräische Wort für „Thron“ ist „kiṡṡē'“ und kommt von dem Wurzelwort „kāṡāh“, was „passend abgedeckt“ bedeutet.
Diese Worterklärung macht deutlich, dass es für uns als Heilige notwendig ist, wenn wir uns im Saal der Gerichtsbarkeit des HERRN vor seinem Thron aufhalten wollen, wir in der uns von Gott zugeteilten Salbung und seiner Ordnung bewegen müssen, um die gerechten Urteile des HERRN zu verstehen und sie auf Erden zu erlassen.
Den Aposteln kommt in dieser Aufgabe eine besondere Rolle zu, da sie von Gott über Regionen eingesetzt sind und auch dort geistlich regieren, so ähnlich wie der Apostel Johannes mit den „sieben Sternen“ in der rechten Hand von Jesus Christus kooperierte (vgl. Offenbarung 1,16a.20).

Offenbarung 1,16a.20:
… 16a und er (Anm.: Jesus Christus) hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, …
20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.

Gericht halten nach dem Maßstab Gottes

Das hebräische Wort für „Gericht halten“ ist „dîn“ und ist dazu bestimmt, dass "der betreffende Mensch wieder einen geraden Weg einschlägt oder auch einen geraden Weg segelt".
Hierbei kommt der Zunge des Richters eine hohe Bedeutung zu, da seine Zunge die Worte des Urteils formt.
Deshalb ist es wichtig, nicht aus dem eigenen Herzen heraus über Menschen zu urteilen, sondern zu hören, was Gott in seinem Thronsaal erlässt (vgl. Jakobus 3,4-5a).

Jakobus 3,4-5a:
4 Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt.
5a So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. …

Gottes Zunge ist ein lebendiges, kraftvolles, scharfes und zweischneidiges Schwert (vgl. Offenbarung 1,16b i.V.m. Hebräer 4,12-13).

Offenbarung 1,16b:
… 16b und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, …

Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

Wenn Gott von seinem Thronsaal der Gerechtigkeit aus urteilt, fließt niemals bitteres Wasser aus seinem Mund (vgl. Jakobus 3,10-12)!

Jakobus 3,10-12:
10 Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, liebe Brüder.
11 Lässt auch die Quelle aus einem Loch süßes und bitteres Wasser fließen?
12 Kann auch, liebe Brüder, ein Feigenbaum Oliven oder ein Weinstock Feigen tragen? So kann auch eine salzige Quelle nicht süßes Wasser geben.

Das Herunterkommen Gottes auf die Erde

Damit wir Gottes gerechte Urteile und seine Absicht dahinter besser verstehen, möchte ich auf einige Situationen im Wort Gottes eingehen, wo der HERR in den irdischen Bereich herunterkam bevor er das Gericht über das Lager des Feindes brachte.
Das Herunterkommen Gottes war vonnöten, weil er uns als sein Volk damit offenbaren wollte, dass er den Zustand der Ungerechtigkeit bzw. der Bedrängnis seines Volkes überprüft (vgl. 1.Mose 11,4-8; 1.Mose 18,20-21; 2.Mose 14,24-25; Johannes 1,11-14 i.V.m. Lukas 3,22; Johannes 16,7-11; Apostelgeschichte 2,1-4).

1.Mose 11,4-8 (Anm.: Die freigesetzte Verwirrung durch den dreieinen Gott aufgrund der Aussage und der Werke des Stolzes):
… 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.
5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
7 Wohlauf, lasst uns hernieder fahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
8 So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.

1.Mose 18,20-21 (Anm.: Das freigesetzte Feuer aufgrund von Ungerechtigkeit, Perversion, Gewalt und Unzucht durch die Menschen, die Gott als ihren Schöpfer und seine Gegenwart missachteten):
20 Und der HERR sprach: Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, dass ihre Sünden sehr schwer sind.
21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob es nicht so sei, damit ich es wisse.

2.Mose 14,24-25 (Anm.: Der freigesetzte Schrecken Gottes über die Feinde Israels und die Blockierung ihrer Wagenräder):
24 Als nun die Zeit der Morgenwache kam, schaute der HERR auf das Heer der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolke und brachte einen Schrecken über ihr Heer 25 und hemmte die Räder ihrer Wagen und machte, dass sie nur schwer vorwärts kamen. Da sprachen die Ägypter: Lasst uns fliehen vor Israel; der HERR streitet für sie wider Ägypten.

Johannes 1,11-14 (Anm.: Die freigesetzte Liebe Gottes, um Versöhnung zwischen Gott und den Menschen zu bringen sowie Schuld, Krankheit und Tod durch Jesu Sieg am Kreuz zu richten.; vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Jesaja 1,18; Jesaja 53; 1.Johannes 1,7; 1.Korinther 15,54-57):
11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Lukas 3,22 (Anm.: Die Niederkunft des Heiligen Geistes auf Jesus Christus und die Bestätigung des Vaters):
… 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn (Anm.: Jesus) in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Johannes 16,7-11.13-15 (Anm.: Das Kommen des Heiligen Geistes, um das Gericht Gottes verständlich zu machen.):
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; 9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; 11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. …
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Apostelgeschichte 2,1-4 (Anm.: Das Herunterkommen des Heiligen Geistes auf die Erde im Einklang mit dem Vater und dem Sohn):
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer (Anm.: um Worte der Gerechtigkeit zu sprechen); und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Der HERR möchte, dass wir als Volk Gottes sein gerechtes Herunterkommen auf die Erde richtig verstehen.

Die Generationslinie von Henoch

Dieser Vorgang des HERRN wird ebenfalls an der Generationslinie von Henoch (Anm.: bedeutet „Einweihung“ => es kommt von dem Wurzelwort „chanak“, was soviel wie „richten, belehren, einweihen“ bedeutet) deutlich, dessen Vater Jered (Anm.: bedeutet „herabsteigen, Abstieg“) war. Der Sohn von Henoch hieß Metuschelach (Anm.: bedeutet „Mann des Geschosses; Mann mit Wurfgeschoss“; vgl. 1.Mose 5,18.21-24).

1.Mose 5,18.21-24:
18 Jered war 162 Jahre alt und zeugte Henoch …
21 Henoch war 65 Jahre alt und zeugte Metuschelach.
22 Und Henoch wandelte mit Gott. Und nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 23 dass sein ganzes Alter ward 365 Jahre.
24 Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg und er ward nicht mehr gesehen.

Henoch wandelte 365 Jahre auf der Erde, was ein Hinweis auf Jesus Christus ist, der die Sonne der Gerechtigkeit ist, da ein Sonnenjahr aus 365 Tagen besteht.
Das Alter von Henoch ist somit ein Hinweis auf den Gott der Zeitalter, so wie er in Daniel 7,9-10 beschrieben wird, der gerecht von seinem Thron aus dem Zentrum des Feuers richtet.
Und genau an diesem Ort hielt sich Henoch auf, indem er ebenfalls von Gott dorthin entrückt wurde, um uns als Volk Gottes dazu aufzurufen in der Gerechtigkeit Gottes auf Erden zu wandeln (vgl. Maleachi 3,18-20)!

Maleachi 3,18-20:
18 Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19 Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.

Die Geschlechterfolge von Jered und das Fest von Chanukka

Es ist kein Zufall, dass es sich bei Jered, Henoch und Metuschelach in der Geschlechterfolge nach Adam um den sechsten, siebenten und achten Menschen handelte, was ebenfalls das Geheimnis des Wunders von Chanukka in sich verborgen trägt, da der Name „Henoch“, die gleiche Bedeutung wie das Fest von Chanukka (Anm.: bedeutet „Weihung, Einweihung“) trägt, das auch Jesus Christus gefeiert hat, wo er sich als der große Hirte in Jerusalem offenbarte (vgl. Johannes 10,22-38).
Chanukka ist das Fest, wo die Makkabäer (Anm.: das Volk Israel) den durch die Griechen verunreinigten Tempel reinigten und wieder dem HERRN weihten.
Hierfür versammelte sich das Volk Israel in Jerusalem, um das Chanukkafest zu feiern. 
Als es Zeit war, die Menora im Tempel zu entzünden, hatte das Volk Israel nur noch genug Öl für einen Tag. Aber an diesem Fest geschah ein Vermehrungswunder, so dass das Öl für acht Tage lang reichte.
Chanukka ist eine Feier der Wiederherstellung sowie ein Feiern der Wunder Gottes. 
Chanukka wird ebenfalls das Fest der Lichter (Anm.: des Feuers) genannt, was durch eine spezielle Menora ausgedrückt wird, die man Chanukkia nennt.
Anstatt sieben Arme wie bei der Menora, hat die Chanukkia neun Arme: ein Licht für jeden Tag als Zeichen des Gedenkens an das Wunder der Ölvermehrung. Das neunte Licht heißt „Schamasch“, das „Diener“ bedeutet, und wird nicht dazu gezählt, denn es dient den anderen acht Leuchten zur Entzündung der Chanukkia.
Im prophetischen Kontext bedeutet die Erklärung von Chanukka in Bezug auf die Geschlechterfolge von Jered, Henoch und Metuschleach für uns in dieser Zeit, dass Gott sein gerechtes, heiliges und feuriges Wesen durch uns als sein Volk offenbaren will, um seinen heiligen, geweihten und mit Offenbarung gefüllten Bereich auf Erden herzustellen.
Weiterhin ist es auch kein Zufall, dass der Apostel Judas (Anm.: nicht Judas Iskariot) die prophetische Aussage von Henoch zitierte, die mit dem Gericht Gottes verbunden war (vgl. Judas 1,14-15).

Judas 1,14-15:
14 Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben.

Die Generationslinie des Vaters von Henoch offenbart uns, dass Gott durch Jesus Christus auf die Erde herunterkam, um sein Gericht/Sieg über die Finsternis und den Fürst dieser Welt zu offenbaren, so ähnlich wie es David mit Goliath tat (Anm.: „Metuschelach = Wurfgeschoss“; vgl. Johannes 3,19a i.V.m. 1.Samuel 17,40.48-51).

Johannes 3,19a:
19a Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, …

1.Samuel 17,40.48-51:
… 40 und nahm seinen Stab in die Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Köcher diente, und nahm die Schleuder in die Hand und ging dem Philister entgegen. …
48 Als sich nun der Philister aufmachte und daher ging und sich David nahte, lief David eilends von der Schlachtreihe dem Philister entgegen.
49 Und David tat seine Hand in die Hirtentasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.
50 So überwand David den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn. David aber hatte kein Schwert in seiner Hand.
51 Da lief er hin und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn vollends und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Stärkster tot war, flohen sie.

Der schleudernde Engel

Auch die übernatürliche Kommunikation der Braut Jesu mit Gott hat seinen gerechten Einfluss auf Erden zur Folge, weil ihre Gebete mit den Feuerkohlen seiner reinen Gerechtigkeit, die sich vor seinem Thron befinden gemischt werden, so dass die gerechte Antwort des HERRN durch einen von Gott bestimmten Engel aus dem übernatürlichen Bereich durch die Himmel auf die Erde geschleudert wird, indem diese erschüttert werden, um von der Ungerechtigkeit befreit zu werden (vgl. Offenbarung 8,3-5 i.V.m. Hebräer 12,26-29).

Offenbarung 8,3-5:
3 Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchergefäß; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, dass er es darbringe mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron.
4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.
5 Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete (Anm.: schleuderte) es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben.

Hebräer 12,26-29:
26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (vgl. Haggai 2,6): „Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.“
27 Dieses „Noch einmal“ aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.
28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm