Einleitung

Als Volk Gottes befinden wir uns derzeit im biblischen Jahr mit der dreifachen „7“ (Anm.: 5777). Die Zahl „7“ steht mit der Vollständigkeit in Verbindung, weil Gott am siebenten Tag den Himmel und die Erde vollendete sowie den siebenten Tag segnete (vgl. 1.Mose 2,2-3).

1.Mose 2,2-3:
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.

Die dreifache Sieben

Die dreifache „7“ in diesem biblischen Jahr ist ein Hinweis auf die drei verschiedenen Ebenen des Lebens, die den Geist, die Seele und den Leib meinen, die eine Einheit bilden, so dass wir als Söhne Gottes in der Lage sind, die vollständigen Pläne des himmlischen Vaters auf der Erde umzusetzen.
Es ist zudem kein Zufall, dass die Charakteristik des Heiligen Geistes gemäß Jesaja 11,2 sieben Eigenschaften trägt, nämlich:

1. der Geist des HERRN
2. der Geist der Weisheit
3. der Geist der Einsicht
4. der Geist des Rates
5. der Geist der Stärke
6. der Geist der Erkenntnis
7. der Geist der Furcht des HERRN.

Alle eben genannten sieben Eigenschaften des Heiligen Geistes sind mit dem sogenannten geistlichen Frühling in Jesus Christus verwoben, weil er der Spross aus dem Stamm Isais bzw. die Wurzel Davids ist und in die größere Offenbarung über das gerechtes Wesen Gottes hineinführt, die mit seinen Urteilen verbunden ist (vgl. Jesaja 11,1-2 i.V.m. Offenbarung 5,5; Offenbarung 22,16).

Jesaja 11,1-2:
1 Und es wird ein Spross hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.

Offenbarung 22,16:
16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.

Vollständigkeit

Im Zusammenhang mit der Zahl 7 hat Vollständigkeit mit dem Beenden einer Sache zu tun, was Ruhe und Freude zur Folge hat.
Wenn wir z.B. unsere Arbeitszeit des Tages erreicht und alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen haben, dann gehen wir zum Feierabend über, was bedeutet, dass wir uns über unser vollständiges Arbeitsergebnis freuen und uns ausruhen.
Anhand dieses Beispiels wird deutlich, dass wir zu den Zeitpunkten, wenn wir Dinge vollständig beendet haben, wir uns entspannt bzw. wohlfühlen.

Der siebente Tag der Schöpfung

Als Gott den Himmel, die Erde und seine Schöpfung vollendet hatte, trat Adam am siebenten Tag in die Beziehung mit Gott ein, weil Gott es danach verlangte mit dem Menschen Gemeinschaft zu haben.
Gott erschuf den Menschen, um ihn zuerst in die Ruhe mit ihm eintreten zu lassen und die von ihm erschaffenen Werke der sechs Tage zu genießen (vgl. 1.Mose 1,26-27.31; 1.Mose 2,1-4).

1.Mose 1,26-27.31:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

1.Mose 2,1-4:
1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
4 So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.

Deshalb war es auch kein Zufall, dass Gott die Erschaffung des Tages mit der Dunkelheit begann, die ein Hinweis auf das Dienen aus der Ruhe heraus ist (vgl. 1.Mose 1,2-3.5b).

1.Mose 2,2-3.5b:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. …
… 5b Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Das neue biblische Jahr und der siebente Monat

Es ist kein Zufall, dass alle neuen biblischen Jahre im Segenszyklus Gottes im siebenten Monat (Anm.: Tischri/Ethanim) ihren Anfang nehmen.
„Tischri“ bedeutet übersetzt „Beginn/Anfang“ und „Ethanim“ beschreibt die starken Wasserströme, weil es der Monat ist, in der die Bäche/Flüsse permanent Wasser führen.
Das heißt, dass Gott, der himmlische Vater in jedem neuen biblischen Jahr danach verlangt, dass wir als sein Volk in der Intensität seines Heiligen Geistes zunehmen und diese erleben sollen.
Auch Jesus Christus sprach zur Zeit des Laubhüttenfestes, das in den o.g. biblischen Monat fällt von der Zunahme des Heiligen Geistes (vgl. Johannes 7,37-39a).

Johannes 7,37-39a:
37 Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39a Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …

Das Ende eines Zyklus und der Beginn eines Zyklus

Zu den Zeitpunkten, wenn Gott einen neuen Zyklus beginnt, endet ein alter Zyklus.
Der himmlische Vater und sein Sohn Jesus Christus sind das Alpha und das Omega, was ein Zeichen dafür ist, dass sie über die temporäre Zeit auf der Erde herrschen, die mit dem Anfang und dem Ende verbunden ist (vgl. Offenbarung 1,8 i.V.m. Offenbarung 22,13).

Offenbarung 1,8:
8 Ich (Anm.: der allmächtige Gott) bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Offenbarung 22,13:
13 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Das bedeutet, dass wir als Volk Gottes auf Erden die Dinge im himmlischen Vater und im Sohn beginnen und sie auch im Vater und im Sohn beenden, während wir von Zyklus zu Zyklus zu Jesus Christus, unserem Haupt hin wachsen (vgl. Epheser 4,15-16).

Epheser 4,15-16:
15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.

Wenn ein Zeitzyklus sich dem Ende neigt, sollten wir den alten Zyklus im himmlischen Vater und in Jesus Christus gehen lassen und mit Freude, den neuen Zeitzyklus umarmen, den Gott uns gibt, ohne dabei unsere Erfahrungen zu vergessen und das, was er uns Gutes getan hat (vgl. Psalm 103,2).

Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …

Die Festzeiten im siebenten biblischen Monat

Es ist kein Zufall, dass Gott den siebenten biblischen Monat mit besonders vielen Festzeiten ausgestattet hat, bei denen es sich um:

1. das Fest des Trompetenblasens (Anm.: Rosch ha-Schana – ein Weckruf Gottes, sich für den neuen Zeitzyklus des neuen biblischen Jahres richtig im Zentrum des Willens Gottes zu positionieren; vgl. 4.Mose 29,1 i.V.m. Offenbarung 1,10-12)
2. die zehn Tage der Ehrfurcht (Anm.: die Tage der Buße und Umkehr, die auf Jom Kippur – den großen Versöhnungstag vorbereiten; vgl. Matthäus 3,1-2 i.V.m. Matthäus 4,17)
3. Jom Kippur – der große Versöhnungstag (vgl. 3.Mose 16,29-31- Dieser Tag soll uns an das Werk der Vergebung durch den Kreuzestod von Jesus Christus und an die Wichtigkeit des Bekennen von Sünde erinnern; vgl. 1.Johannes 1,9 i.V.m. Römer 5,11)
4. Sukkot – das Laubhüttenfest (Anm.: Geben der Erstlingsgabe von Wein und Öl; Sukkot feiert die Herrlichkeit des HERRN; vgl. 3.Mose 23,30; 4.Mose 29,35; Nehemia 8,18; Johannes 7,2.10.37-39)

handelt.

Der Geist der Furcht des HERRN und die zehn Tage der Ehrfurcht

Da der Geist der Furcht des HERRN mit der siebten Charaktereigenschaft des Heiligen Geistes verwoben ist, kommt dem Zeitraum von den zehn Tagen der Ehrfurcht im Zusammenhang mit der Zahl „7“ eine besondere Bedeutung zu, die mit dazu beitragen, dass wir in unseren „geistlichen Frühling“ in Jesus Christus eintreten.
Durch die zuvor genannten vier „Festzeitstufen“ im siebenten biblischen Monat wird uns offenbart, wie wir als Volk Gottes einen alten Zeitzyklus mit dem HERRN beenden und mit der richtigen Stärke des Heiligen Geistes den neuen Tag im biblischen Zeitzyklus des Segens Gottes beginnen.

Was führt uns als Volk Gottes zur Vollständigkeit im Segenszyklus des HERRN?

Es sind drei von Gott festgesetzte „Treppenstufen“ innerhalb eines biblischen Jahreszyklus, die uns als Volk Gottes dazu befähigen siegreich und stark den Segenszyklus Gottes vollständig abzuschließen, um in der von Gott gesetzten Vollständigkeit seinen neuen biblischen Segenszyklus zu durchlaufen.
In Gottes Kalender gibt es drei bestimmte “festgesetzte Zeiten”, die zugleich mit dem Näherkommen zu Gott und dem Geben in sein Königreich verbunden ist (vgl. 2.Mose 23,14-17).

2.Mose 23,14-17:
14 Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern: 15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, 16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde.
17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was männlich ist unter dir.

Pessach

Das Jahr des HERRN wird mit dem Pessachfest eingeleitet, welches mit dem Blut des Lammes, das Jesus Christus ist verbunden ist. Es feiert die Kraft des Schutzes inmitten von Gericht und der Erlösung aus der Sklaverei Ägyptens – der Welt (vgl. 2.Mose 12,3.6-7.12-14 i.V.m. 1.Korinther 5,7-8).

2.Mose 12,3.6-7.12-14:
3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. …
… 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, ...
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

1.Korinther 5,7-8:
7 Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Pessachlamm, das ist Christus, der geopfert ist.
8 Darum lasst uns das Fest feiern nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit.

Schawuot – das Fest der Wochen

Im dritten Monat beginnt Pfingsten/Schawuot, das das Fest der offenen Himmel bedeutet, wo wir die Ausgießung des Heiligen Geistes feiern, den Gott und Jesus Christus uns als ihre „Erstlingsgarbe“ gegeben haben, damit wir in der Wahrheit des HERRN wandeln können (vgl. 3.Mose 23,15-17 i.V.m. Johannes 16,7.13-15; Apostelgeschichte 2,1-4).

3.Mose 23,15-17:
15 Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.
16 Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
17 Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den HERRN.

Johannes 16,7.13-15:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. …
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot, das Fest der Wochen => ein Fest des Gebens der Erstlingsgarbe) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Sukkot – das Laubhüttenfest

Wenn der Herbst kommt, bringt Gott uns an den Höhepunkt des jährlichen Zyklus und das ist das Laubhüttenfest, was das Wohnen Gottes mit seiner Herrlichkeit unter uns als seinem Volk feiert (vgl. das Zelt für das Heiligtum Gottes => 2.Mose 40,33-35; das Zelt Davids für die Bundeslade => 1.Chronik 15,1 i.V.m. Psalm 63,3; die Wohnung Jesus durch sein Kommen im Fleisch auf die Erde => Johannes 1,14; die ewige Wohnung des HERRN => Offenbarung 21,3-4 i.V.m. Jesaja 4,5-6; die Hütte der Gemeinde => Apostelgeschichte 15,16-18).
An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass Gott die Gemeinde dazu bestimmte ein Ort zu sein, wo seine Herrlichkeit auf dem Lobpreis seines Volkes thront.
Wenn wir als sein Volk unsere Berufung erfüllen, wohnt die Herrlichkeit Gottes in unserer Mitte, so dass großer Segen auf der Erde freigesetzt wird!

Die fünf “Wohnungen“

Alle eben genannten fünf “Wohnungen” haben etwas gemeinsam und das ist, dass in diesen Wohnungen die Herrlichkeit Gottes unter den Menschen wohnte!
Von dem Ort der Gegenwart Gottes wird sein Leben und Segen in seinem ganzen Volk freigesetzt.
Das ist, was das Laubhüttenfest im siebenten biblischen Monat feiert!
Es ist der Heilige Geist, der uns durch den Weckruf Gottes an Rosch ha-Schana – dem Beginn des neuen biblischen Jahres für das neue Jahr richtig positionieren möchte, um uns in die Wahrheit Gottes für diese neue Zeit hineinzuführen. Der Grund hierfür ist, dass es der Wille des himmlischen Vaters ist, dass wir in der Lage sind, die Dinge zu begreifen, die er im neuen Jahr für uns persönlich aber auch gemeinschaftlich vorbereitet hat.
Deshalb ist es wichtig in die Gegenwart Gottes zu kommen, um in Ehrfurcht sein Angesicht zu suchen, damit wir die Bereiche in unserem Leben neu ausrichten, die sich nicht bzw. nicht mehr im Zentrum des Willen Gottes befinden.
Wenn wir Buße tun und umkehren, sind wir befähigt die Dinge des HERRN richtig zu sehen und zu erkennen (vgl. Hebräer 12,14).

Hebräer 12,14:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …

Tĕšûbāh – die wahrhaftige Umkehr

Das hebräische Wort für „umkehren“ bzw. „zurückkehren“ ist „tĕšûbāh“ und bedeutet auch „Wiederkehr, Erwiderung“ und „Antwort“. Dieses hebräische Wort wird ebenfalls im Zusammenhang mit einem vollendeten Zeitzyklus verwendet, der wie bei einer Umkreisung abgeschlossen wird. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel, Wortschlüsselnummer: 8864; Seite 1829)
„Tĕšûbāh“ beinhaltet in einem prophetischen Kontext, zurück zu den ersten wichtigen Dingen Gottes zu kommen, um durch die göttliche Antwort siegreich und mit dem richten Überblick neu zu beginnen sowie den Menschen durch das Licht der Liebe und Wahrheit göttliche Orientierung zu geben (vgl. Offenbarung 2,4-5 i.V.m. Matthäus 22,36-40).

Offenbarung 2,4-5:
4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt.
5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.

Matthäus 22,36-40:
36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ (vgl. 5.Mose 6,5)
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (vgl. 3.Mose 19,18).
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Die Aufgabe des Propheten-Richter Samuel und „Tĕšûbāh“

Erstmalig wird das hebräische Wort „tĕšûbāh“ in 1.Samuel 7,17 verwendet, wo es heißt, dass Samuel wieder zu seinem Haus in Rama zurückkehrte und als Prophet sowie Richter dem Volk Israel Recht sprach. Dort baute er ebenfalls einen Altar für Gott.

1.Samuel 7,17:
… 17 kam er wieder nach Rama (Anm.: zurück) – denn da war sein Haus – und dort richtete er Israel. Auch baute er dort dem HERRN einen Altar.

Samuel kehrte nicht einfach von einer alltäglichen Aufgabe in sein Heimatort Rama zurück, sondern im Zusammenhang mit der Gegenwart der Bundeslade, die sich in Kirjat-Jearim (Anm.: bedeutet „Waldstadt“ und ist ein Hinweis auf die Gemeinschaft der Gerechten/Heiligen; vgl. Psalm 1,1-3; Jeremia 17,7-8) befand, wies er das Volk Israel an, mit dem ganzen Herzen zu Gott zurückzukehren und die fremden Götter mitsamt ihrer Anziehungskraft (Anm.: Astarten) aus ihrer Mitte fortzuschaffen.
Durch die Zuwendung des Volkes Israel zu Gott und das Hinwegschaffen der bösen Dinge aus ihrem Leben, erlebte Israel als Resultat den Sieg über seine Feinde, welche in diesem Fall die Philister waren sowie die Rückerstattung ihrer Gebiete.
Doch nicht nur der Sieg über die Philister und die Zurückgewinnung ihres Gebietes wurde den Israeliten zuteil; selbst mit einem ihrer größten Feinde, den Amoritern hatte Israel in diesem Zeitfenster Frieden (vgl. 1.Samuel 7,2-6.9-10.14).

1.Samuel 7,2-6.9-10.14:
2 Aber von dem Tage an, da die Lade des HERRN zu Kirjat-Jearim blieb, verging eine lange Zeit; es wurden zwanzig Jahre. Dann wandte sich das ganze Haus Israel zum HERRN.
3 Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem HERRN bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem HERRN und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.
4 Da taten die Israeliten von sich die Baale und Astarten und dienten dem HERRN allein.
5 Samuel aber sprach: Versammelt ganz Israel in Mizpa, dass ich für euch zum HERRN bete.
6 Und sie kamen zusammen in Mizpa und schöpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN und fasteten an demselben Tage und sprachen dort: Wir haben an dem HERRN gesündigt. So richtete Samuel die Israeliten zu Mizpa. …
9 Samuel nahm ein Milchlamm und opferte dem HERRN ein Brandopfer – als Ganzopfer – und schrie zum HERRN für Israel und der HERR erhörte ihn.
10 Und während Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister heran zum Kampf gegen Israel. Aber der HERR ließ donnern mit großem Schall über die Philister am selben Tage und schreckte sie, dass sie vor Israel geschlagen wurden. …
14 Auch eroberte Israel die Städte zurück, die die Philister ihnen genommen hatten, von Ekron bis Gat samt ihrem Gebiet; die errettete Israel aus der Hand der Philister. Und Israel hatte Frieden mit den Amoritern.

Durch die Führung und Gegenwart des Propheten-Richter Samuel (Anm.: prophetische-richterliche Salbung) sowie die Übereinkunft des gesamten Volkes Israel mit ihrem von Gott zugeteilten Propheten, erhielten sie Antwort von Gott, indem sie kühn waren, den Feind zu verdrängen und dadurch ihr Gebiet durch Zurückgewinnung zu erweiterten (vgl. 1.Samuel 7,13).

1.Samuel 7,13:
13 So wurden die Philister gedemütigt und kamen nicht mehr in das Gebiet Israels. Und die Hand des HERRN lag schwer auf den Philistern, solange Samuel lebte.

Die persönliche Errichtung des Altars durch Samuel

Der Prophet Samuel verstand es, was wahre „Tĕšûbāh – Umkehr“ bedeutete.
Das wird anhand seines Aufrufs zur Umkehr gegenüber dem Volk Israel aber auch durch seinen kreisenden Wandel der Gerechtigkeit deutlich bis er wieder in seinem Haus in Rama ankam und dort seine persönliche Anbetung auf eine neue Ebene brachte, was durch seine Errichtung des Altars verdeutlicht wird (vgl. 1.Samuel 7,15-17).

1.Samuel 7,15-17:
15 Samuel aber richtete Israel sein Leben lang 16 und zog Jahr für Jahr umher und kam nach Bethel und Gilgal und Mizpa. Und wenn er Israel an allen diesen Orten gerichtet hatte, 17 kam er wieder nach Rama – denn da war sein Haus – und dort richtete er Israel. Auch baute er dort dem HERRN einen Altar.

Der kreisende Wandel und das Zurückkehren Samuels in sein Haus nach Rama sollen uns als Volk Gottes offenbaren, wie wichtig es ist, mit einem demütigen Herzen (Anm.: was ein bußfertiges Herz bedeutet) durch die verschiedenen Stationen des Jahres zu gehen, um an einen höheren Ort der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater (Anm.: Anbetung) erhoben zu werden und somit den Zyklus Gottes in unserem Leben vollständig zu machen (vgl. 1.Petrus 5,6).

1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.

Die Aufenthaltsorte Samuels als ein Zeichen des siegreichen Abschluss und der Heimsuchung Gottes

Durch die folgenden Aufenthaltsorte von Samuel gemäß 1.Samuel 7,15-17 soll der siegreiche Abschluss eines biblischen Jahreszyklus verdeutlicht werden:

  1. BethelEs ist der Ort, der Transformation Gottes und der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater (Anm.: von einem Mandelbaum zum Haus Gottes), an dem der HERR neue geistliche Frische und Hilfe für die Zukunft hervorbringt (vgl. 1.Mose 28,11-19).
  2. GilgalEs ist der Ort, der Beschneidung des Herzens, um ohne Scham aus der Vergangenheit tiefer mit erleuchteten Augen des Herzens in die Verheißung Gottes einzutreten (vgl. Josua 5,2-9 i.V.m. Epheser 1,18-20).
  3. MizpaEs ist der Ort, an dem Gottes Augen über den gemachten Bund und den gesetzten Grenzen wachen (vgl. 1.Mose 31,44-54 i.V.m. Psalm 121,4; 2.Mose 19,5).
  4. RamaEs ist der Ort, des prophetischen Überblicks und der prophetischen Anbetung sowie der innigen Gemeinschaft in der Position als ein Sohn Gottes mit Gott, dem himmlischen Vater (vgl. 1.Samuel 7,17).

Das Betreten Samuels der o.g. Orte ist zugleich auch ein Hinweis auf die Heimsuchung Gottes in seinen unterschiedlichen Wesenszügen, weil der Name „Samuel“ „von Gott erhört“ und „Name Gottes“ bedeutet.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 17. OKTOBER 2016 | 15. TISCHRI/ETHANIM 5777

„Da sind Zahlen, die ihre Farbe verändern, weil sie nicht irgendwelche Zahlen sind, sondern Daten, die zur großen Freude aufrufen (vgl. Nehemia 8,9b-10)!
Es sind Zahlen, die lächeln, weil es um das Vollmaß des Festzyklusses Gottes geht und um die Zeitphase, die wiederhergestellt wird (vgl. Nehemia 8,17)!
Es sind Zahlen, die in sich die Vollständigkeit des HERRN verborgen tragen, um Seine Offenbarung und Sein Recht kundzutun, spricht der Geist des Propheten (vgl. 2.Mose 28,30 i.V.m. Johannes 16,7-11.13-15)!
Da ist die Hand des HERRN, die sich mit dem Licht der Wahrheit verbindet, um auf das gerechte Maß der königlichen Priesterschaft im Blut des Lammes Gottes hinzuweisen (vgl. Daniel 5,5 i.V.m. Offenbarung 1,5-6)!
Da ist die Zeit im Leben von Heiligen, die durch die richtige Justierung im Zentrum des Willens Gottes erlöst wird, so dass das Böse weggedrückt wird (vgl. Klagelieder 5,21 i.V.m. Epheser 5,15-16)!
Es geht um die Zeit, die sich von der anderen Zeit abhebt, um das Glühen Gottes zu offenbaren, das Hoffnung bringt und neu entfacht!
Achte auf den „Docht“, der sich plötzlich entzündet und in einem neuen Feuer brennt, spricht der Geist des Propheten (vgl. Jesaja 42,3 i.V.m. Matthäus 12,20-21)!
Es ist die richtungsweisende Lehre Gottes, die den Weg erleuchtet und den Docht neu entfacht (vgl. Psalm 119,105)!
Da ist das Leben von Heiligen, das wie eine Feuerflamme ist, die dabei ist, sich zu verändern!
Sei nicht irritiert, wenn sich plötzlich das Empfinden bemerkbar macht als würde sich die Gegenwart Gottes entfernen!
Es ist ein Zeichen, das dich dazu aufruft mit deinen Gaben aktiv zu werden, weil der himmlische Vater den Weg für Seine Söhne freimacht, damit sie Seine Liebe offenbar machen!
Der Ausruf Seiner Verheißung begleitet dich und ist dazu bestimmt, dich zu ermutigen weiter voranzugehen und in deinen Gaben zu wandeln!
Deine Beziehung zu Gott verändert sich, weil es um den Lebensstil der Anbetung geht, der ein Lebensstil des Gebens ist, spricht der Geist des Propheten (vgl. Apostelgeschichte 20,35)!
Sei dir gewiss, dass dich der Preis des Versöhnungstages immer abdeckend an jedem Tag begleitet und über dir ist!
Da sind Dinge, die Abnehmen, um auf die Vollständigkeit des Lammes Gottes hinzuweisen!
Es geht um die Ermäßigung, die auf den Wert und Gottes Gunst hinweist!
Die Ermäßigung ist ein Zeichen, dass Gott sich an den Tiefgängen offenbart, die du um Seinetwillen gegangen bist (vgl. 4.Mose 29,12-39)!
Da ist neue Erkenntnis über DEN EWIGEN GOTT, DER DER GOTT aller Zeiten und der göttlichen Verabredung ist!
Die Gegenwart DES EWIGEN veranlasst dich ein Zeichen zu setzen, das sich bis in deine Zukunft ausstreckt, spricht der Geist des Propheten (vgl. 1.Mose 21,25-32a.33)!"


Bibelstellen zu dem prophetischen Reden

Nehemia 8,9b-10:
… 9b Dieser Tag ist heilig dem HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weint nicht! Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes (Anm.: der Thora => der Lehre Gottes) hörten.
10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.

Nehemia 8,17:
17 Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft wiedergekommen waren, machte Laubhütten und wohnte darin. Denn dies hatten die Israeliten seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht mehr getan. Und es war eine sehr große Freude.

2.Mose 28,30:
30 Und du sollst in die Brusttasche tun die Lose „Urim (Anm.: Lichter) und Tummim (Anm.: Recht), sodass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er hineingeht vor den HERRN, dass er die Entscheidungen für die Israeliten auf seinem Herzen trage vor dem HERRN allezeit.

Johannes 16,7-11.13-15:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; 9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; 11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. …
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Daniel 5,5:
5 Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb.

Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut
6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Klagelieder 5,21:
21 Bringe uns, HERR, zu dir zurück, dass wir wieder heimkommen; erneure unsre Tage wie vor alters!

Epheser 5,15-16:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.

Jesaja 42,3:
3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.

Matthäus 12,20-21:
„ … 20 das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführt zum Sieg; 21 und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“

Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Apostelgeschichte 20,35:
35 Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

4.Mose 29,12-39:
12 Am fünfzehnten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun und sollt dem HERRN das Fest sieben Tage feiern 13 und sollt an Brandopfern darbringen, als Feueropfer des lieblichen Geruchs für den HERRN: dreizehn junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe (Anm.: Lämmer) ohne Fehler 14 samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu je einem der dreizehn jungen Stiere, zwei Zehntel zu je einem der zwei Widder 15 und ein Zehntel zu je einem der vierzehn Schafe, 16 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
17 Am zweiten Tage: zwölf junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 18 mit ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 19 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und ihren Trankopfern.
20 Am dritten Tage: elf junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 21 mit ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 22 dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
23 Am vierten Tage: zehn junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 24 samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 25 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
26 Am fünften Tage: neun junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 27 samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 28 dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
29 Am sechsten Tage: acht junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 30 samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 31 dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinen Trankopfern.
32 Am siebenten Tage: sieben junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler 33 samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, ihrer Ordnung gemäß, 34 dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
35 Am achten sollt ihr Festversammlung halten; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun 36 und sollt als Brandopfer opfern, als Feueropfer des lieblichen Geruchs für den HERRN: einen jungen Stier, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler 37 samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu dem jungen Stier, zu dem Widder und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß, 38 dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
39 Das alles sollt ihr dem HERRN darbringen an euren Festen, außer dem, was ihr gelobt und freiwillig gebt an Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern.

1.Mose 21,25-32a.33:
25 Und Abraham stellte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.
26 Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; weder hast du mir es angesagt noch hab ich es gehört bis heute.
27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und die beiden schlossen einen Bund miteinander.
28 Und Abraham stellte sieben Lämmer besonders.
29 Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lämmer, die du besonders gestellt hast?
30 Er antwortete: Sieben Lämmer sollst du von meiner Hand nehmen, damit sie für mich ein Zeugnis seien, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.
31 Daher heißt die Stätte Beerscheba, weil sie beide miteinander da geschworen haben.
32 Und so schlossen sie den Bund zu Beerscheba. …
33 Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum in Beerscheba und rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Einleitung

Ich empfinde es tief in meinem Herzen, dass der Heilige Geist dabei ist, uns als sein Volk zu dem tiefen Wasser des himmlischen Vaters zu führen, das dem Wasser eines Brunnens gleichkommt.

Die Bereitschaft sich dem Brunnen zu nähern

Wenn wir bereit sind, uns vom Heiligen Geist in alle Wahrheit führen zu lassen (vgl. Johannes 16,13-15), nähern wir uns dem Brunnen des HERRN, der sein tiefes Wasser für diese Zeit trägt.
An diesem Ort bleibt es nicht aus, dass es zu Widerständen aus dem Lager des Feindes kommt, der uns aufhalten will, die Wahrheit des Vaters zu schmecken, um geistlich richtig sehen und beurteilen zu können (vgl. 1.Mose 26,17-22 i.V.m. Psalm 34,9a).

Psalm 34,9a:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. …

1.Mose 26,17-22:
17 Da zog Isaak von dannen und schlug seine Zelte auf im Grunde von Gerar und wohnte da 18 und ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zur Zeit Abrahams, seines Vaters, gegraben hatten und die die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit denselben Namen, mit denen sein Vater sie genannt hatte.
19 Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden dort eine Quelle lebendigen Wassers.
20 Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da nannte er den Brunnen „Zank“, weil sie mit ihm da gezankt hatten.
21 Da gruben sie einen andern Brunnen. Darüber stritten sie auch, darum nannte er ihn „Streit“.
22 Da zog er weiter und grub noch einen andern Brunnen. Darüber zankten sie sich nicht, darum nannte er ihn „Weiter Raum“ und sprach: Nun hat uns der HERR Raum gemacht und wir können wachsen im Lande.

Die auftretenden Widerstände am Brunnen

Es bleibt nicht aus, dass wenn wir vom Heiligen Geist zu den tiefen, lebendigen Wassern des Vaters wie Isaak und seine Knechte geführt werden, es zu Widerständen durch Menschen kommt, die unsere Erfahrung und Worte (vgl. Hesekiel 10,5), die wir durch den HERRN erhalten haben aufgrund von Neid, Missgunst und Eifersucht, streitig machen wollen (vgl. 1.Mose 26,17-22).
Der Grund dafür ist, weil diese Menschen eine falsche Herzenshaltung haben, was eine Diebesgesinnung bedeutet und sie den Weg bzw. die Vorgehensweise in die intime Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater nicht verstehen (vgl. Jeremia 23,30).

Jeremia 23,30:
30 Darum siehe, ich will an die Propheten (Anm.: falsche Propheten), spricht der HERR, die mein Wort stehlen einer vom andern.

Der Rat von Jesus an die Christen aus den Heidenvölkern

Um das tiefe Wasser des himmlischen Vaters schmecken zu können, das die richtige Sicht und Gesinnung hervorbringt, hat uns Jesus als Christen aus den Heidenvölkern eine bestimmte Vorgehensweise mit auf den Weg gegeben, die wir aus seiner Konversation mit der Frau aus Samarien am Jakobsbrunnen entnehmen können (vgl. Johannes 4,6-42).

Jesus alleine am Brunnen

Zuallererst tritt Jesus alleine am Brunnen von Jakob auf, weil alle seine Jünger einkaufen waren, damit er der Frau aus Samarien (Anm.: bedeutet „zum Wächter gehörig“ = das prophetische Volk Gottes) persönlich begegnen konnte. Es lag Jesus besonders auf dem Herzen, diese Frau auf den Weg in die innige Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater zu führen (vgl. Johannes 4,6-8).

Johannes 4,6-8:
6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde.
7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!
8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen.

Der erste wichtige Schritt

Jesus ließ die Frau von Samarien den ersten wichtigen Schritt wissen, wie sie dem himmlischen Vater näher kommen konnte, indem er sie auf die Wichtigkeit der Bereitschaft hinwies, ihm zuerst als Quelle des Lebens zu dienen (vgl. Johannes 4,7.10).

Johannes 4,7.10:
7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! …
10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser.

Das Wort der Erkenntnis

Während Jesus ihr das Resultat ihres Dienens ihm gegenüber mitteilte, nämlich lebendiges Wasser zu erhalten, führte er das Gespräch fort und diente ihr prophetisch mit dem Wort der Erkenntnis, indem er ihr sagte, dass sie fünf Männer gehabt hatte und der sechste Mann nicht ihr Ehemann war (vgl. Johannes 4,10.15-18).

Johannes 4,10.15-18:
10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser. …
15 Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen!
16 Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her!
17 Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann.
18 Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.

Der „siebente Mann“

Das bedeutet, dass die Frau aus Samarien eine Person war, die sich nach wahrer Liebe und Annahme sehnte, die ihr die Männer nicht geben konnten.
Jesus hingegen saß nun als „siebenter Mann- der echte Liebhaber ihrer Seele“ am Brunnen und war dabei ihr das Geheimnis von der wahren Liebe des himmlischen Vaters zu offenbaren, die die Liebe ist, die zum wahren Bräutigam und zum wahren Vater führt (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 6,44; Johannes 14,6).

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 6,44:
44 Es kann niemand zu mir (Anm.: Jesus Christus) kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.

Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Die Kraft von wahrer Liebe und Hingabe

Wahre Liebe und Hingabe hat zum Ergebnis, dass die Gegenwart von echter Einheit gegenwärtig ist, so dass wir auf ähnliche Weise wie Jakob als er seiner ersten Liebe Rahel begegnete, Zugang zu dem tiefen Wasser des himmlischen Vaters erhalten, das mit seiner Auferstehungskraft im Zusammenhang steht (vgl. 1.Mose 29,1-10 i.V.m. Markus 16,2-5).

1.Mose 29,1-10:

1 Da machte sich Jakob auf den Weg und ging in das Land, das im Osten liegt, 2 und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde; und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei, denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken. Und ein großer Stein lag vor dem Loch des Brunnens.
3 Und sie pflegten die Herden alle dort zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Stelle.
4 Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brüder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran.
5 Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Ja, wir kennen ihn.
6 Er sprach: Geht es ihm auch gut? Sie antworteten: Es geht ihm gut; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.
7 Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; tränkt die Schafe und geht hin und weidet sie.
8 Sie antworteten: Wir können es nicht, bis alle Herden zusammengebracht sind und wir den Stein von des Brunnens Loch wälzen und dann die Schafe tränken.
9 Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie hütete die Schafe.
10 Als Jakob aber Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.

Markus 16,2-5:
2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.
3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?
4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.
5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.

Es ist die wahre Liebe und Hingabe zu Jesus Christus als unserem Bräutigam, die dazu führt, dass sich unsere Zeit beschleunigt und wir plötzlichen Zugang zu den Tiefen des himmlischen Vaters erhalten, so dass wir ihn auf neue Weise schmecken und sehen.

Die Erneuerung der Gedanken in Bezug auf Anbetung

Um zurück auf das Gespräch zwischen Jesus und der Frau aus Samarien zu kommen, die sich bereits auf der zweiten Treppenstufe in dem Prozess des Näherkommens zur Liebe des himmlischen Vaters befand (Anm.: 1. Stufe: Erkenntnis von Jesus als Quelle des lebendigen Wassers; 2. Stufe: Erkenntnis von Jesus als der wahre Liebhaber/ Bräutigam ihrer Seele), begann Jesus ihre Gedanken über die Vorgehensweise von Anbetung zu erneuern, indem er ihr sagte, dass sie sich nicht wirklich dessen bewusst war, wen bzw. was sie anbetete (vgl. Johannes 4,20-24).

Johannes 4,20-24:
20 Unsere Väter haben auf diesem Berge (Anm.: Garizim - Es war der Berg auf dem die sechs Stämme Israels zur Zeit von Mose den Segen Gottes dem Volk Israel verkündigten; vgl. 5.Mose 27,12) angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.
21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Der höhere Weg von Anbetung

Viele von uns im Volk Gottes sind mit dem prophetischen Wesen des HERRN und der Kraft seines Zeugnisses vertraut (Anm.: Samaria bedeutet „zum Wächter gehörend“), welches der Geist der Prophetie ist (vgl. Offenbarung 19,10e).

Offenbarung 19,10e:
10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

Einige Menschen beten Gott an, weil sie gesegnet sein wollen (Anm.: Berg Garizim,; vgl. 5.Mose 11,29 i.V.m. 5.Mose 27,12), was nicht falsch ist, jedoch ist die wahre Anbetung kein Werkzeug, um nach eigenem Segen zu trachten, sondern den himmlischen Vater zu segnen.
Den Vater zu segnen ist ein höherer Weg, der die Anbetung ihm gegenüber beinhaltet, so dass wir ihm unsere Liebe auf diese Weise zum Ausdruck bringen.
Das ist der höhere Weg, der uns direkt in das himmlische Wesen des Vaters hineinführt, das wahre Liebe ist (vgl. 1.Korinther 12,31b).

1.Korinther 12,31b:
31b Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.

Die versteckte Liebe und Gnade im Alten Testament

Gelegentlich reagieren wir als Christen aus den Heidenvölkern mit einer Abwehrhaltung, wenn es um die Geheimnisse geht, die mit dem Volk Israel verbunden sind und sich im Alten Testament befinden.
Wir beginnen abweisend zu argumentieren, dass das Alte Testament die Zeit des Gesetzes war und sind uns dessen nicht bewusst, dass der himmlische Vater uns auf versteckte Weise dort seine Gnade und Liebe, die Jesus Christus ist, bereits offenbarte.
Es sind in der Vergangenheit im Leib Jesu viele Fehler diesbezüglich gemacht worden, so dass Christen aus den Heidenvölkern sich genötigt fühlten, die biblischen Zeiten und Feste aus eigener Kraft zu halten, was jedoch von Gott nicht auf diese Weise gedacht war (Anm.: Gott hat uns die Freiheit und Gnade gegeben seine festgesetzten Zeiten zu feiern; vgl. 2.Korinther 3,17).
Durch die Aussage der Frau aus Samarien am Brunnen wird deutlich, dass auch sie sich genötigt fühlte, auf die Weise zu anbeten, wie das jüdische Volk, denn sie sagte Jesus gegenüber, dass sie in Jerusalem anbeten müsse (vgl. Johannes 4,20).

Johannes 4,20:
20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.

Doch Jesus antwortete auf ihre „Muss-Aussage“ mit einem höheren Weg von Anbetung, der an keinen Platz bzw. Ort gebunden war, wenn man sich als Braut in der Liebesbeziehung zu ihm im himmlischen Vater und seiner Liebe bewegt (vgl. Johannes 4,23-24).

Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

In Jerusalem sein

In Jerusalem zu sein, bedeutet aus der Sicht des himmlischen Vaters, die Braut seines Sohnes Jesus zu sein, so dass er in uns leuchten kann und wir uns im himmlischen Vater als Liebhaber Gottes (Anm.: Priester) bewegen können (vgl. Offenbarung 21,22-23).

Offenbarung 21,2.9b-10.22-23:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
… 9b Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, 22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Aus dieser himmlischen Beziehung in ihm, sind wir in der Lage, die Kraft der Ewigkeitspläne des Vaters auf der Erde plötzlich zu erleben, weil sich das temporäre Licht vor dem Licht der Ewigkeit verehrend niederbeugt.
Die Zeit der Ewigkeit, ist der Zeitrahmen, der die Beschleunigung in sich trägt (vgl. Offenbarung 21,23).

Unser Herz bestimmt wie wir anbeten

Bis in die heutige Zeit gilt die Aussage von Jesus, der von der Zeit der Anbetung des Vaters sprach die kommen würde und die bereits da ist (vgl. Johannes 4,23).

Johannes 4,23:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.

Letztendlich liegt es an unseren Herzen, wie wir wahre Anbetung sehen und was sie wirklich bedeutet.
Wenn wir nur auf den Berg gehen, um gesegnet werden zu wollen, fallen wir in die Kategorie von Menschen, die auf die Anbetung des Vaters warten, obwohl wir die Möglichkeit in unserer Zeit hätten in die Anbetung des Vaters einzutreten.

Die erneuerte Gesinnung

Die Frau aus Samarien reagierte auf den Aufruf Jesu ihre Gesinnung zu erneuern, so dass sie das Geheimnis von wahrer Anbetung erkannte und dadurch zur Stimme der Braut wurde, die die Menschen zum Bräutigam führte, so dass sie persönlich in der Lage waren, die Liebe des Vaters zu ergreifen (vgl. Johannes 4,28-30.39 i.V.m. Offenbarung 22,17; Offenbarung 21,5-7).

Johannes 4,28-30.39.41-42:
28 Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!
30 Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. …
39 Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dieser Stadt um der Rede der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. …
41 Und noch viel mehr glaubten um seines (Anm.: Jesu) Wortes willen 42 und sprachen zu der Frau: Von nun an glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.

Offenbarung 22,17:
17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Offenbarung 21,5-7:
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm