In 2.Timotheus 4,9.13 können wir von der apostolischen Anweisung des Apostels Paulus an seinen geistlichen Sohn Timotheus lesen, der ihn aufforderte schnell zu ihm zu kommen.  Paulus wies ihn dabei an den Mantel, die Bücher und die Pergamente, die er bei Karpus in Troas ließ, mitzubringen.
 
2.Timotheus 4,9.13:
9 Beeile dich, dass du bald zu mir kommst. …
13 Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente.
 
Paulus befand sich zu dieser Zeit in der Bedrängnis, ein Gefangener in Rom zu sein.
 
Das „apostolische Schmelzen“ und die richte Perspektive
 
Er ließ Timotheus in diesem Brief außerdem wissen, dass einige seiner Mitgefährten ihn verlassen hatten, weil sie sich anders geistlich ausrichteten und einer von den gläubigen Brüdern sogar die Welt mehr liebgewonnen hatte als die Wahrheit zum Wort (vgl. 2.Timotheus 4,10).
 
2.Timotheus 4,10:
10 Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
 
Diesen Vorgang könnte man als ein „apostolisches Schmelzen“ bezeichnen, das dem Prinzip aus Johannes 3,30 i.V.m. Galater 2,20 ähnelt. Dieses „apostolische Schmelzen“ steht mit einem Perspektivwechsel der Menschen im näheren Umfeld in Verbindung. Dabei prüft der HERR, ob ihr freier Wille mit seinem Willen übereinstimmt (vgl. Sprüche 21,2).
 
Johannes 3,30:
30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Sprüche 21,2:
2 Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der HERR prüft die Herzen.
 
Paulus machte ebenso gegenüber seinem geistlichen Sohn und dem Leiter Timotheus deutlich, dass Lukas bei ihm in der Bedrängnis war bzw. blieb und forderte Timotheus auf Markus zu ihm mitzubringen (vgl. 2.Timotheus 4,11).
 
2.Timotheus 4,11:
11 Lukas [Anm.: bedeutet „Licht“] ist allein bei mir. Markus [Anm.: bedeutet „Mann“] nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst.
 
Aus den zuvor genannten Bibelstellen wird eine Strategie für uns erkennbar, die wir als Volk Gottes in Zeiten der Bedrängnis anwenden dürfen und beachten sollten.
 
Das Leben im Licht der Offenbarung
 
Zuallererst ist es nötig, dass wir die Kraft der Offenbarung des Wortes Gottes, symbolisiert durch Lukas, bei uns haben und diese durch die Führung des Heiligen Geistes als den Geist der Wahrheit kultivieren (vgl. Psalm 119,105 i.V.m. 2.Petrus 1,19; Johannes 16,13).
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Das unterstützt uns darin, während wir uns in Bedrängnis befinden, nicht hoffnungslos zu werden, sondern im jeweiligen Umstand das Gefühl von Ausweglosigkeit mit größerer Autorität im Glauben, symbolisiert durch Markus, zu durchbrechen (vgl. Römer 10,17).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Am Beispiel von Johannes dem Täufer, der von Herodes ins Gefängnis geworfen wurde, wird deutlich, dass bedrängende Umstände dazu führen können, dass offenbarende Wahrheiten in Vergessenheit geraten und dadurch Hoffnungslosigkeit hervorgerufen wird (vgl. Matthäus 11,1-3).
 
Matthäus 11,1-3:
1 Und es begab sich, als Jesus diese Gebote an seine zwölf Jünger beendet hatte, dass er von dort weiterging, um in ihren Städten zu lehren und zu predigen.
2 Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger 3 und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
 
Aufgrund der Bedrängnis, in der er war, konnte Johannes sich nicht mehr an die Heimsuchung Gottes bei der Taufe Jesu erinnern, wo sich der Himmel geöffnet hatte, der Heilige Geist als Taube auf Jesus herabgekommen und auf ihm geblieben war, während Gottes Stimme ertönte. Somit konnte er sich an die Offenbarung, die er hatte, nicht mehr ausreichend erinnern.
 
Es ist für uns in Bedrängnissen unbedingt wichtig, dass wir in solchen herausfordernden Umständen die Kraft der Erinnerung anwenden, um durch die Herausforderung zu gehen und am Ende in eine neue Freiheit durchbrechen (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Da unser Gott im Besitz des Buches der Erinnerung ist, sind wir ebenso dazu ermutigt die Kraft der Erinnerung in Form der gemachten Erfahrungen gerade in Zeiten von Herausforderung anzuwenden, um darin Trost sowie Erbauung zu finden (vgl. Maleachi 3,16).
 
Maleachi 3,16:
16 Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der HERR merkt und hört es, und es wird vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken.
 
Die Erinnerung des Apostels an seinen Mantel, die Bücher und Pergamente aus dem Bereich der „Frucht“ repräsentiert durch Karpus, macht uns deutlich, dass wir die uns bereits gegebene Salbung und etablierte Offenbarungen in der Gegenwart neu anwenden. Diese haben wir durch das Studium im Wort Gottes sowie durch Lebensumstände gewonnen, die in der Vergangenheit um Jesu willen bereitwillige Opfer von uns erforderten (vgl. Psalm 54,8).
 
Psalm 54,8:
8 So will ich dir ein Freudenopfer bringen und deinen Namen, HERR, preisen, dass er so tröstlich ist.
 
Daraus resultiert, dass wir diese in der uns vorhandenen Offenbarungskraft Gottes in Form von Erkenntnis anwenden, so dass wir an geistlicher Autorität für die Zukunft zunehmen. Das können wir erst, wenn es Umstände von uns fordern die Wahrheit des Wortes anzuwenden, indem wir der Wahrheit des Wortes Gottes mehr als unseren Gedanken oder früheren Verhaltensmustern glauben.
 
Unsere Autorität beinhaltet Reife, die nicht ohne Taten aus Glauben auskommt, um darin integer und treu zu leben, womit wir zu Durchbrüchen innerhalb der Ekklesia beitragen.
 
Die beschleunigte Übertragung und die herrliche Freiheit des Söhne Gottes
 
Dabei liegt für uns auf der beschleunigten Übertragung geistlicher Werte und Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Gegenwart ein besonderes Gewicht. Unsere früheren Erfahrungen in Christus verbunden mit den Werten Gottes wenden wir in unserem „Jetzt“ als Moment an, da dies mit einem zukünftigen Zeitrahmen verbunden ist. Dieses Prinzip zeigt sich in der Anweisung des Apostels an seinen geistlichen Sohn Timotheus, unbedingt noch vor dem Winter zu ihm zu kommen (vgl. 2.Timotheus 4,21a).
 
2.Timotheus 4,21a:
21a Beeile dich, dass du vor dem Winter kommst. …
 
Viele lesen es so, dass es aus physischen Gründen damaliger Umstände zu dieser Anweisung verbunden mit Reisen kommt, aber das wäre zu oberflächlich. Geistlich gesehen geht es um die Einwirkung von apostolischer Freiheit aus dem Bereich der Sohnschaft, die in den Bereich des „Stillstands“ der apostolischen Vaterschaft wirkt, um zu einem göttlichen Momentum beizutragen. Indem ist dieses Zusammentreffen ein Umstand, der den Durchbruch bewirkt und eine neue Zeit der herrlichen Freiheit der Söhne Gottes einläutet (vgl. Römer 8,21).
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder [Anm.: Söhne] Gottes.
 
Diese herrliche Freiheit der Söhne Gottes umfasst das Ende einer früheren apostolischen Zeit und den Beginn einer neuen.
 
Sie führt uns darin von einem Wandel in Demut zu einem Wandel in der Ehrerbietung Gottes, in dem Anbetung einem Fahrstuhl entspricht und man auf eine neue geistliche Ebene von Autorität und Regierung in Christus geführt wird (vgl. Psalm 100,4 i.V.m. Offenbarung 4,1-2).
 
Psalm 100,4:
4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Im Wort Gottes finden wir erstaunlich vieles, das mit Wasser verbunden ist. Es heißt in Psalm 33,7, dass Gott das Wasser des Meeres wie in einem Schlauch sammelt, wobei es darin ausdrückt, dass er das Wasser wie einen Hügel bzw. Wall ansammelt und die tiefen Wasser in einer Vorratskammer lagert.
 
Psalm 33,7:
7 Er hält die Wasser des Meeres zusammen wie in einem Schlauch und sammelt in Kammern die Fluten.
 
Wie wir erfahren, ist die Stimme des Allmächtigen und von Jesus Christus in der Facette des ewigen Königs als das Rauschen vieler Wasser beschrieben (vgl. Hesekiel 1,24a i.V.m. Offenbarung 1,15c).
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Offenbarung 1,15c:
…, 15c und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Und es ist in Christus selbst, dem Geheimnis Gottes, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Es geht dem HERRN für uns als sein Volk darum, dass wir uns in seiner offenbarenden Weisung des Wortes, das ein Wasserbad ist im Geist der Weisheit und Offenbarung voran bewegen.
 
Jesus im Boot von Simon
 
Das führt uns zu einer größeren Erkenntnis in unserer Berufung, ähnlich wie es der Fischer Simon erlebte, bevor er zu einem Nachfolger Jesu wurde (vgl. Epheser 5,26b i.V.m. Epheser 1,17).
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Epheser 1,17:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
 
Es heißt in Lukas 5,1-3, dass Jesus das Boot von Simon betrat und ihn aufgrund des Verlangens des Volkes das Wort Gottes zu hören, darum bat ein wenig vom Land wegzufahren, um die Menschen vom See aus zu lehren.
 
Lukas 5,1-3:
1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.
 
Da Jesus Christus das lebendige Wort Gottes ist und der Glaube aus dem Hören des Wortes Gottes entspringt, kann man davon sprechen, dass unter anderem Simon begann an Glauben zuzunehmen (vgl. Römer 10,17).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Jesus passte den richtigen Zeitpunkt des Endes eines Geschäftstages von Simon ab, um ihn in eine neue Phase der Wirtschaft eintreten zu lassen, die mit seinem Glauben an das Wort Christi und Wasser verbunden war (vgl. Lukas 5,4-6).
 
Lukas 5,4-6:
4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!
5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.
 
Die Anweisung Jesu ins tiefere Wasser zu fahren
 
Nachdem Jesus die Menschen von Simons Boot aus gelehrt hatte, wies er Simon an in einen tieferen Bereich des Sees Genezareth zu fahren, um dort die Netze in das tiefe Wasser des Sees hinabzulassen. Das zweite Boot, das das Boot von Simon begleitete, war das Boot des Zebedäus, der mit seinen Söhnen Jakobus und Johannes zugegen war, die Jesus später als „Boanerges – Söhne des Donners“ bezeichnete (vgl. Markus 3,17).
 
Markus 3,17:
… 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …
 
Jakobus und Johannes sollen uns in diesem Kontext auf die prophetische Dynamik in der prophetischen Gabe hinweisen, weil Donner vom Thron Gottes ausgehen und die sieben Donner, die im Buch der Offenbarung erwähnt werden, eine Weissagung tragen, die geheim bzw. versiegelt ist (vgl. 1.Korinther 12,4.8.10b-c i.V.m. Offenbarung 4,5; Offenbarung 10,4).
 
1.Korinther 12,4.8.10b-c:
4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. …
… 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; …
…; 10b-c einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; …
 
Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
 
Offenbarung 10,4:
4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreib es nicht auf!
 
Es sind die Tiefen Gottes, die mit der Größe seiner Verheißung für uns im Zusammenhang stehen und die es gilt mit der offenbarenden Wahrheit seines Wortes, also der Resonanz seines Wortes in unserem Geist in Empfang zu nehmen.
 
Wir dürfen uns in den Bereich der Tiefen Gottes, also dem Ungewissen in Christus bzw. der uns noch nicht bekannten Wahrheit in Christus nähern, während wir beginnen gemäß der Tiefen Gottes zu handeln, indem wir tiefer gehen. So wie Simon mit seinen Gefährten die Fischernetze in die tiefen Wasser des Sees Genezareth gemeinsam hinabließen. Das rief eine Zusammenarbeit hervor, die dazu führte, dass die Dynamik der Tiefen Gottes und somit seiner Verheißung selbst das Wirtschaftsfeld (Anm.: die Boote) in den Prozess des Tiefgangs brachte. Erstaunlich war dabei, dass die Boote aufgrund der Größe des Fanges drohten zu sinken (vgl. Lukas 5,7).
 
Lukas 5,7:
7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.
 
Der Verwandlungsprozess der Identität und die vier Phasen des Tiefgangs
 
Dabei trat Simon in den Verwandlungsprozess seiner Identität ein, während er sich zwischen seiner natürlichen und seiner neuen Identität befand – zwischen Klang und Substanz, also zwischen Erhörung und dem Felsen. Zugleich nahm sein Glaube an Gewicht zu, weil er sich als sündigen Menschen erkannte und innerlich tiefer ging.
 
Simon bekannte angesichts des beinahe sinkenden Bootes und der lebendigen Bewegung der Fische im Netz seine Fehlbarkeit vor dem Sohn Gottes, vor dem er war (vgl. Lukas 5,8).
 
Lukas 5,8:
8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.
 
An dieser Stelle ist festzuhalten, dass es sich um vier Phasen des Tiefgangs hierbei handelte:
 
  1. das Hinausfahren in die tiefen Wasser des See Genezareth,
  2. das Hinablassen der Netze in die Tiefe des See Genezareth,
  3. das Tiefergehen der Boote aufgrund der Größe des Fischfangs,
  4. das Niederfallen des Petrus auf seine Knie vor Jesus im Boot.
Diese Phasen des Tiefergehens können auch als ein Ruf von einer Tiefe zur anderen Tiefe bezeichnet werden, in der unser Verlangen durch die Größe seiner Verheißung gestillt wird (vgl. Psalm 42,8 i.V.m. Jesaja 55,1a; Offenbarung 22,17).
 
Psalm 42,8:
8 Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
 
Jesaja 55,1a:
1a Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! …
 
Offenbarung 22,17:
17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
 
Hierbei handelt es sich um eine Wechselwirkung zwischen dem Geistbereich im Natürlichen und dem Geistbereich im Übernatürlichen so wie in dem Prinzip „wie im Himmel so auf Erden“.
 
Diese vier Phasen des Tiefgangs hatten zur Folge, dass sich der Geist der Furcht des HERRN in den Fischern manifestierte, und dieser ist der „Geburtshelfer“ zur Weisheit (vgl. Lukas 5,9-10a i.V.m. Psalm 111,10; Sprüche 9,10).
 
Lukas 5,9-10a:
9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10a ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. …
 
Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
 
Sprüche 9,10:
10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.
 
Daraus folgt, dass es zu einer Erneuerung der Tage kommt, so wie es Jesaja 40,31 i.V.m. Psalm 103,5 verdeutlichen, denn der Geist der Furcht des HERRN befindet sich in der siebten Position und der Geist der Weisheit in der zweiten Position (vgl. Jesaja 11,2).
 
Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
 
Psalm 103,5:
… 5 der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN[1], der Geist der Weisheit[2] und des Verstandes[3], der Geist des Rates[4] und der Stärke[5], der Geist der Erkenntnis[6] und der Furcht des HERRN[7].
 
Jesus holte Simon in seiner Identität ab, um ihn im Laufe seiner Jüngerschaft in die neue Identität in Christus zu formen, zu der er berufen war, nämlich Petrus zu sein (vgl. Lukas 5,10b-11 i.V.m. Lukas 6,14a).
 
Lukas 5,10b-11:
… 10b Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.
11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.
 
Lukas 6,14a:
14a Simon, den er auch Petrus nannte, …
 
Simon wurde somit zu einem Nachfolger mit „Gewicht“, das mit der von Christus gegebenen Herrlichkeit verbunden ist, so dass er im geistlichen Bereich zu einer bedeutenden Person wurde, dessen Worte gewichtig waren (vgl. Matthäus 16,17-19).
 
Matthäus 16,17-19:
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.
 
Es ist die Herrlichkeit Gottes, die automatisch Zunahme in jedem Bereich bringt, weil irdischer Reichtum und Wohlstand ihren ursprünglichen Sitz in der geistlichen Welt haben.
 
Das Tieferbringen der prophetischen Gabe und Aufruf zur Wachsamkeit zu KI
 
Als Volk Gottes sind wir dazu berufen, uns durch unsere prophetische Befähigung und die Kraft der offenbarenden Wahrheit des lebendigen Wortes Gottes in einen tieferen Bereich des Geistes führen zu lassen. Daraus erwächst neue Vision in Form der Manifestation der Verheißung im Bereich von Offenbarung, durch die wir auf einer höheren Ebene wirksam werden. Dies ist uns nur möglich mit der uns vom Heiligen Geist zugeteilten prophetischen Gabe in göttlicher Kraft und übernatürlicher Wirksamkeit.
 
Entscheidend ist für uns an dieser Stelle darauf zu achten, keiner künstlichen Form scheinbar „übernatürlicher“ oder virtueller Kommunikation durch künstliche Intelligenz Zugang in unserem Wirtschaftsfeld (Anm.: Symbol für das Boot) zu geben – mit der fragwürdigen Hoffnung, dadurch mehr Einfluss oder wirtschaftlichen Gewinn zu erlangen.
 
Wir wissen aus dem Buch der Offenbarung, dass das Bild des „Tieres“ redete, und es ist durch Worte bzw. Kommunikation, dass gute oder auch abscheuliche Dinge kreiert werden (vgl. Offenbarung 13,5a.15a).
 
Offenbarung 13,5a.15a:
5a Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, …
15a Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, …
 
In Bezug auf „künstliche“ bzw. artifizielle „Intelligenz“ können wir anhand der Stadt „Ai“ was übersetzt „Schutt- bzw. Trümmerhaufen“ bedeutet im Land der Verheißung und dessen Bedeutung im Wort Gottes bereits einen deutlichen Ausgang erkennen. Es ist der Sieg durch die kraftvolle Dynamik der Erlösung in Form der guten Botschaft, der uns im Wort Gottes mitgeteilt ist.
 
Dabei geht es um den Wechsel der Einwirkung von offenbarender Wahrheit in Form eines „Schwertes“ zu einer „Lanze“, was den Sieg aus der Distanz meint, der aus dem Verborgenen - repräsentiert durch einen Hinterhalt - auftauchen wird (vgl. Josua 8,18-19.28-29).
 
Josua 8,18-19.28-29:
18 Da sprach der HERR zu Josua: Strecke die Lanze in deiner Hand aus auf Ai zu; denn ich will es in deine Hand geben. Und als Josua die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt ausstreckte, 19 da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Versteck und sie liefen, nachdem er seine Hand ausgestreckt hatte, und kamen in die Stadt und nahmen sie ein und eilten und steckten sie mit Feuer an. …
28 Und Josua brannte Ai nieder und machte es zu einem Schutthaufen für immer, der noch heute daliegt, 29 und ließ den König von Ai an einen Baum hängen bis zum Abend. Als aber die Sonne untergegangen war, gebot er, dass man seinen Leichnam vom Baum nehmen sollte, und sie warfen ihn unter das Stadttor und machten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen Tag da ist.
 
Ein Gründen und Vertrauen auf „KI“ bzw. künstliche Intelligenz durch Gläubige in Christus ist gleichzusetzen mit Menschen, die ihren Fokus allein auf Gewinn und Einfluss ausgerichtet haben, und letzten Endes unabhängig von Kosten und welche „Kunst“ hierfür zur Anwendung kommt, bedauerlich getäuscht werden. Der Stolz des Fleisches, lässt sie nicht erkennen, dass sie am Ende die Getäuschten sind.
 
Mögen wir vielmehr mit der Kraft des Glaubens, der sich aus dem Hören des lebendigen Wortes Gottes ergibt, wie Simon Petrus tätig werden, ohne uns auf die Kraft des „Tieres“ zu gründen mit der Hoffnung eine sichere Wirtschaft für die Zukunft zu besitzen.
 
Der Prophet Jeremia prophezeite folgendes über die Stadt Ai, die „artifizielle Intelligenz“ bzw. KI im heutigen Zusammenhang:
 
„Heule, Heschbon! denn Ai ist verwüstet. Schreit, ihr Töchter von Rabba, und zieht den Sack an; klagt und lauft hin und her mit Ritzwunden! Denn Milkom wird gefangen weggeführt samt seinen Priestern und Fürsten.“ – Jeremia 49,3
 
Diese Bibelstelle kann in diesem Kontext auch wie folgt übersetzt werden:
 
„Heule, die du dich der künstlichen Intelligenz hingegeben hast, denn deine Quelle der AI ist verwüstet. Schreie du Wirtschaft, die du dich in großer Überlegenheit gegenüber der Menschheit gesehen hast und ziehe den Trauersack an!
Rennt klagend in eurer transhumanistischen Gesellschaft umher, denn alle, die mit dir sich vereint und dich idolisiert haben, gehen in Freiheitsentzug und Bedrängnis, Kleine und Große.“
 
Worauf gründen wir unsere Tatkraft und den täglichen Umgang mit der Wahrheit?
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm