Der biblische Monat Siwan

Der biblische Monat Siwan ist der dritte Monat im biblischen Kalender im Erlösungszyklus.
Er ist mit der Zeit der Gabe der Erstlingsfrucht aus der Weizenernte (Anm.: Gottes physische Versorgung), der Gabe der Thora (Anm.: Gottes Versorgung mit Offenbarung) und der Gabe des Heiligen Geistes (Anm.: Gottes Versorgung mit göttlicher Kraft und Beziehung) zu Schawuot verbunden (vgl. 2.Mose 19,1-3 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-4).
 
2.Mose 19,1-3:
1 Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai.
2 Denn sie waren ausgezogen von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge.
3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: …
 
Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
 
Diese Zeit ist mit den Eigenschaften des Windes und des Feuers gekoppelt (vgl. 2.Mose 19,16-19 i.V.m. Apostelgeschichte 2,2-3).
 
2.Mose 19,16-19:
16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
17 Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen und es trat unten an den Berg.
18 Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der HERR auf den Berg herabfuhr im Feuer; und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen und der ganze Berg bebte sehr.
19 Und der Posaune Ton ward immer stärker. Und Mose redete und Gott antwortete ihm laut (Anm.: im Donner).
 
Apostelgeschichte 2,2-3:
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, …
 
Siwan - Der glänzende Monat
 
„Siwan“ bedeutet „der glänzende Monat“. Es ist der Monat, der auf Sebulon ausgerichtet ist, dem zehnten Sohn Jakobs und dem sechsten Sohn, der von Lea geboren wurde.
„Sebulon“ bedeutet „Wohnung“ und ist mit der Erkenntnis darüber verbunden, eine gute göttliche Gabe zu sein (vgl. 1.Mose 30,19-20).
 
1.Mose 30,19-20:
19 Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob ihren sechsten Sohn 20 und sprach: Gott hat mich reich beschenkt; nun wird mein Mann doch bei mir bleiben; denn ich habe ihm sechs Söhne geboren. Und nannte ihn Sebulon.
 
Da unser Körper eine Wohnung des Heiligen Geistes ist, als Gabe Jesu Christi an uns, können wir einen Zusammenhang mit dem Segen von Sebulon erkennen (vgl. Johannes 16,7 i.V.m. 1.Korinther 3,16.17b).
 
Johannes 16,7:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
 
1.Korinther 3,16.17b:
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
… 17b denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.
 
Der „Hafen“ und das „gehisste Segel“ von Sebulon
 
Es ist auch kein Zufall, dass Sebulon von seinem Vater Jakob gesegnet wird als „ein Hafen für Segelschiffe“ zu fungieren und als Stamm von Mose damit gesegnet wurde, ein Segelschiff zu sein, das seine Segel setzt.“ (vgl. 1.Mose 49,13 i.V.m. 5.Mose 33,18a)
 
1.Mose 49,13:
13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.
 
5.Mose 33,18a:
18a Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; …
 
Diese Segnungen beziehen sich auf die Aussage Jesu an Nikodemus, wo er zu ihm in Johannes 3,8 sagte: „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.“
 
Der „Hafen“ und das „gesetzte Segel“ von Sebulon ist für uns heutzutage ein Aufruf im Glauben zu leben, uns zu bewegen und zu empfangen. Denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen und in ihm zuzunehmen (vgl. Hebräer 11,6).
 
Hebräer 11,6:
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Das „Wehen des Windes“ steht in Verbindung mit dem Hören der geisterfüllten (Anm.: aus dem Mund Gottes kommend; vgl. Matthäus 4,4) Botschaft der Wahrheit, die uns befähigt im Glauben zu wachsen. Das Wachsen im Glauben beinhaltet durch den Glauben aktiv zu werden, was bildlich dem „Segelsetzen“ eines Segelschiffes entspricht (vgl. Römer 10,17 i.V.m. Jakobus 2,26).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Jakobus 2,26:
26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
 
Die Charakteristik und Befähigung von Sebulon
 
Die Charakteristik von Sebulon besteht darin, zu erkennen, wo sich die Schätze im Meer befinden. Dieses Verständnis beinhaltet, zu erkennen wie die Wirtschaft des Himmels funktioniert und woher der Ertrag für das Reich Gottes kommen soll (vgl. 5.Mose 33,18-19).
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Hierbei ist es für uns nützlich, sich der Gegenwart des kristallenen Meeres im Thronsaal bewusst zu sein, wo die „Wirtschaft“ der Ewigkeit in Anbetung und Lobpreis ihren Sitz hat. Deutlich wird dies z.B. durch die 24 Ältesten, die durch die prophetische Anbetung der vier lebendigen Wesen „wirtschaftlich“ tätig werden.
 
Die Körper der vier Wesen sind voller Augen, währenddessen die Ältesten ihre Throne in Anbetung verlassen, um ihre Kronen in Ehrerbietung auf das kristallene Meer vor Gott, dem König, niederzulegen (vgl. Offenbarung 4,8-11).
 
Offenbarung 4,8-11:
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: 11 HERR, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
 
Die individuelle Salbung von Sebulon ruft dazu auf, die Gegenwart des Thronsaals Gottes zu verstehen, um den Heiligen behilflich zu sein an diesen Ort zu gelangen und das Prinzip der Wirtschaft des Himmels tiefer zu verstehen. Diese übergeordnete Versorgung und Administration hat ihren Sitz in der himmlischen Anbetung, aus dem Verständnis vom Königtum Gottes und ist darin verwurzelt (vgl. 1.Mose 49,13).
 
1.Mose 49,13:
13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.
 
Die Grenze von Sebulon ist Sidon. Der Name „Sidon“ bedeutet „Fischfang“ und sie war die berühmte und älteste Handelsstadt Phöniziens.
Mit dieser Namensbedeutung sowie der zugewiesenen geographischen Region und der Berufung von Sebulon werden die Worte Jesu Christi deutlich, der seine Jünger dazu aufrief, Menschenfischer zu sein und himmlische „Wirtschaft“ auszuüben, um mit dem ungerechten Mammon Freunde zu machen (vgl. Matthäus 4,19 i.V.m. Lukas 16,9).

Matthäus 4,19:
19 Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
 
Lukas 16,9:
9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
 
Das Attribut des Schiffes und des Hafens von Sebulon trägt in sich die Botschaft vom Kreuz, um Ruhe und Kraft für den neuen Tag hervorzubringen (vgl. Matthäus 24,14 i.V.m. 1.Korinther 1,18).
 
Matthäus 24,14:
14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.
 
1.Korinther 1,18:
18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.
 
Es heißt zum Beispiel im Wort Gottes, dass einige der Jünger Jesu Fischer waren und von ihm berufen wurden, ihm nachzufolgen. Daraus resultierte, dass sie ihre Schiffe verließen, um die gute Botschaft zu predigen (vgl. Matthäus 4,18-20 i.V.m. Matthäus 10,7).
 
Matthäus 4,18-20:
18 Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
19 Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
20 Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
 
Matthäus 10,7:
7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich (Anm.: Königreich Gottes) ist nahe herbeigekommen.
 
Die erste Stammesvereinigung als Modell
 
Die erste Einheit der Stämme Israels besteht aus dem Zusammenschluss von Juda, Issaschar und Sebulon.
Diese Verbindung dient als Musterbeispiel für die Gemeinde Jesu, weil diese Konstellation die erste Stammesausrichtung der ersten Einheit aus der Armee Israels ist, die an der Ostseite der Stiftshütte positioniert ist, wo sich ihr Eingang befindet (vgl. 4.Mose 2,2-3.5.7.9).
 
4.Mose 2,2-3.5.7.9:
2 Die Israeliten sollen um die Stiftshütte her sich lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, …
5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Issaschar: sein Fürst Netanel, der Sohn Zuars, …
7 Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn Helons, …
… 9 sodass alle, die ins Lager Juda gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 186400 Mann. Und die sollen vornean ziehen.
 
Dieser erste Zusammenschluss der ersten Einheit der Stämme Israels ist unter anderem ein Hinweis auf die Bedeutung von:
 
  1. geistliche Kampfführung durch Anbetung (Anm.: Juda),
  2. Erkenntnis über den richtigen Zeitpunkt Gottes (Anm.: Issaschar),
  3. Versorgung in Form von göttlichem „Handel“ (Anm.: Sebulon).
Aufgrund ihrer Lage sind sie als „die Stämme der Spitze“ zu bezeichnen. Da sie im Osten positioniert sind, können sie ebenfalls als „Söhne des Mutterleibs der Morgenröte“ betitelt werden. (vgl. 4.Mose 2,3-9 i.V.m. Psalm 110,3)
 
4.Mose 2,3-9:
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, 4 und sein Heer, 74600 Mann.
5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Issaschar: sein Fürst Netanel, der Sohn Zuars, 6 und sein Heer, 54400 Mann.
7 Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn Helons, 8 und sein Heer, 57400 Mann – 9 sodass alle, die ins Lager Juda gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 186400 Mann. Und die sollen vornean ziehen.
 
Psalm 110,3:
3 Wenn du dein Heer aufbietest, wird dir dein Volk willig folgen in heiligem Schmuck. Deine Söhne werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.
 
Die „ersten drei Stufen“ und die Bedeutung von Zuteilung
 
Diese drei Stämme bilden die Spitze der Stämme Israels und können auch als die „ersten drei Stufen“ im Erlösungszyklus Gottes angesehen werden.
Hierbei handelt es sich um die folgende Einteilung:
 
  1. Juda => die Fähigkeit einen neuen Klang zu bringen, um „die alte Schallmauer“ (Anm.: eine abgelaufene Form von Anbetung) zu durchbrechen und voranzukommen,
  2. Issaschar => die Fähigkeit, Verständnis für die Geheimnisse und Zeiten Gottes hervorzubringen,
  3. Sebulon => die Fähigkeit, Versorgung zu erzeugen.
Somit wird deutlich, dass nach dem Wort Gottes Zuteilungen wichtig sind.
 
=> Eine Zuteilung ist ein Arbeitsprojekt, eine Aufgabe oder eine Verpflichtung, die zuerst einer Person zugewiesen wird. Der Auftrag kann auch aus Gründen der Zweckmäßigkeit und/oder Qualitätsentwicklung delegiert werden (vgl. 1.Chronik 9,23; 1.Chronik 16,4; 1.Chronik 23,11).
Ein Auftrag dient als Grenze, um die zugewiesene Person in ihrer Aufgabe und ihrem Aufgabenbereich zu schützen.
So wie der Dienst der Engel nur einer nach dem anderen kommt und eine Aufgabe nach der anderen hat, so ist es auch mit dem Auftrag von Heiligen. Wenn jemand die von Gott gegebene Aufgabe ignoriert, gerät die Person in Schwierigkeiten, die vermeidbar gewesen wären. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf der Definition zu dem Wort „Zuteilung“ aus dem „Prophet’s Dictionray“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 68.)
 
Die Reichtümer von Sebulon und Issaschar
 
Es sind die Stämme Sebulon und Issaschar, die aufgerufen waren, die Reichtümer für das Volk Israel einzuholen, um von einem Ort der Vision aus dabei zu unterstützen, dem HERRN gerechte Opfer darzubringen (vgl. 5.Mose 33,18-19).
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten (Anm.: international); und Issaschar, freue dich deiner Zelte (Anm.: national).
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Die „polierten Tage“ innerhalb des Monats Siwan
 
Auf die Weise wie ein Monat den Zusammenschluss von Tagen und Wochen beinhaltet, möchte Gott Tage hervorbringen, die seine „Polierung“ tragen, so dass seine Gegenwart sowie sein Licht durch unser tägliches Leben reflektiert werden kann.
Diese „polierten Tage“ ähneln den goldenen Schilden Salomos, die göttliche Weisheit innerhalb des Glaubens und Demut repräsentieren, um seine herrliche Präsenz unverfälscht widerzuspiegeln (vgl. 1.Könige 10,16-17 i.V.m. Maleachi 3,20).
 
1.Könige 10,16-17:
16 Und der König Salomo ließ zweihundert große Schilde vom besten Gold machen – sechshundert Lot Gold nahm er zu einem Schild – 17 und dreihundert kleine Schilde vom besten Gold, je drei Pfund Gold zu einem kleinen Schild. Und der König brachte sie in das Libanon-Waldhaus.
 
Maleachi 3,20:
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.
 
Die Widerspiegelung von Gottes Licht bringt einen neuen Tag der Ewigkeit im natürlichen Bereich auf der Erde hervor. Hierfür ist es unabdingbar, dass wir uns in der „Substanz“ des Glaubens, der Demut und dem Wandel in der Weisheit Gottes voranbewegen, damit der HERR sein herrliches Licht durch uns wiedergeben kann.
 
Die Hinwegnahme von Stumpfheit
 
Im Monat Siwan werden nicht polierte Zustände durch Gottes Reibung (Anm.: in Form des Polierens) aufgelöst, und zugleich kommt durch seine Reibung persönliche Ernte bzw. Versorgung hervor (vgl. Lukas 6,1).
 
Lukas 6,1:
1 Und es begab sich an einem Sabbat, dass er durch ein Kornfeld ging; und seine Jünger rauften Ähren aus und zerrieben sie mit den Händen und aßen.
 
Gott sehnt sich danach, sein Licht durch den geisterfüllten Glauben zu reflektieren, den der Heilige Geist zuvor durch Gottes Wort in uns geschaffen hat, so dass die Erkenntnis seiner Herrlichkeit sichtbar wird (vgl. Habakuk 2,14).
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
Die wichtigen Elemente, die Gottes Licht widerspiegeln, sind die Gegenwart seines Geistes, sein Wasser und sein gesprochenes Wort (vgl. Epheser 5,26a).

Epheser 5:26a:
… 26a um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Der Prozess des Polierens schließt die Bewegung des lebendigen Wortes Gottes in unserem inneren Wesen ein (Anm.: Neubetrachtung, das Herausschwingen aus einem festgefahrenen Zustand). Auf diese Weise kann unser Gewissen/Geist erneuert werden und mit Gottes Willen für diese Zeit übereinstimmen (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23-24).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Das von Gott geschaffene Fenster der Offenbarung
 
Es ist das Verlangen Gottes, dass wir als sein Volk ungetrübt durch sein geschaffenes Fenster der Offenbarung sehen. Es ist die Offenbarung, die der HERR in dieser Zeit für uns hat, damit wir diese mit einem neuen Verständnis begreifen.
Zu diesem Zweck müssen wir bereit sein, einen Status von Erkenntnis zu verlassen und es dem Geist der Wahrheit erlauben, unseren Bereich des Verstehens zu erweitern. Daraus wird für uns möglich, dass Empfangen des Besten, das der HERR für uns bereitet hat (vgl. Johannes 2,7-10).
 
Johannes 2,7-10:
7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es ihm.
9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten.
 
Dienen setzt einen neuen Auftrag frei
 
Unsere Bereitschaft zu dienen, bringt einen neuen Auftrag in unsere Umgebung, was in Bezug mit der Bewegung des Bräutigams auf eine neue Art und Weise steht.
Unsere Fähigkeit bzw. unser vorhandener Reichtum des Glaubens schafft die Voraussetzung, Gottes Offenbarungspläne durch sein gesprochenes Wort widerzuspiegeln (vgl. Epheser 6,16 i.V.m. 1.Könige 10,16-17a; 1.Makkabäer 6,39).
 
Epheser 6,16:
16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, …
 
1.Könige 10,16-17a:
16 Und der König Salomo ließ zweihundert große Schilde vom besten Gold machen – sechshundert Lot Gold nahm er zu einem Schild – 17a und dreihundert kleine Schilde vom besten Gold, je drei Pfund Gold zu einem kleinen Schild. …

1.Makkabäer 6:39 (Neue Jerusalemer):
39 Als die Sonne sich in den goldenen und ehernen Schilden brach, da strahlten die Berge wider und leuchteten auf wie brennenden Fackeln.
 
Vereinigter Glaube und die Freisetzung von Gottes kraftvollem Klang und Feuer
 
An dem Ort, an dem Gott den vereinten Glauben seiner Heiligen vorfindet, antwortet er mit dem Geräusch eines mächtigen Windes und mit Feuer (vgl. Apostelgeschichte 2,1-4)!

Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
 
Der göttliche Glaube
 
Göttlicher Glaube ist etwas Höheres als das vernünftige Denken und Kultivieren einer persönlichen Erwartungshaltung. Dieser Glaube ist nicht aus dem Natürlichen, sondern eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und darin ein nicht zweifeln an dem, was man nicht sieht (vgl. Hebräer 11,1).
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm