In Bezug auf die vier lebendigen Wesen im Thronsaal Gottes heißt es für uns deutlich, dass ihre Leiber und Flügel außen und innen voller Augen waren, während sie Tag und Nacht das dreifache „Heilig!“ ausrufen (vgl. Hesekiel 10,12 i.V.m. Offenbarung 4,8).
Hesekiel 10,12:
12 Und ihr ganzer Leib, Rücken, Hände und Flügel und die Räder waren voller Augen um und um bei allen vieren.
Offenbarung 4,8:
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
Haben wir darüber Klarheit, was es für uns bedeutet?
Die geistliche Perspektive und Wahrnehmung
Das ist ein Hinweis und Aufruf an uns als Volk Gottes, dass wir unsere Perspektive und Wahrnehmung auf der geistlichen sowie natürlichen Ebene gemäß der Verherrlichung des Vaters ausgerichtet haben. Die inneren Augen weisen auf unsere geistlichen und prophetischen Sinne hin, die uns dabei behilflich sind, in der prophetischen Qualität des Thronraums zu agieren.
Die Augen außerhalb weisen auf unsere irdische erlöste Perspektive und Wahrnehmung hin, die uns dabei helfen die prophetische Qualität aus dem Thronraum Gottes auf der Erde, so wie es im Himmel ist zu kommunizieren (vgl. Matthäus 6,9b-10).
Matthäus 6,9b-10:
… 9b Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Für Gott, den Vater in der Facette des Allmächtigen – El Schaddai ist der Zeitraum der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft nicht tot, sondern vollkommen lebendig, weil er als der „ICH BIN“ – JAHWE, unser Gott, alle Zeiten ausfüllt und umschließt.
Das bedeutet eben auch für uns als Jünger, dass der Wandel in ihm das Voranschreiten in allen Zeiten im Geist und in der Wahrheit sowie in seiner Königs- und Regierungsherrschaft umfasst. Indem wir in unserer Nachfolge mit dem Licht seiner prophetisch gegebenen Qualität und Perspektive vorangehen, erfüllen wir unsere Bestimmung auf der Erde (vgl. Kolosser 3,1-3).
Kolosser 3,1-3:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
Daraus folgt, dass wir die offenbarende Wahrheit zu den Menschen sprechen, so wie es dem Willen des Vaters entspricht, wenn wir nicht mehr selbst leben in unseren früheren Vorstellungen (vgl. Johannes 12,49 i.V.m. Johannes 14,10).
Johannes 12,49:
49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.
Johannes 14,10:
10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke.
Während wir es dem Heiligen Geist erlauben unsere prophetische Perspektive außerhalb und innerhalb in die Feinabstimmung zu bringen, sind wir ermutigt in die zirkularen Schichten des Himmels bzw. der Himmel einzutreten.
Der Eintritt in die zirkularen Schichten des Himmels
Es geht Gott für uns darum, dass wir von der dort befindlichen Kultur des Himmels Ehrerbietung lernen sowie darin in unserem Wandel zunehmen. Das umfasst die verschiedenen Kreise, die sich um den Thron Gottes befinden, bei denen es sich um:
- die vielen Engel in der Anzahl der unzählbaren vieltausendmal tausend,
- die vier lebendigen Wesen,
- die vierundzwanzig Ältesten handelt,
die den Thron Gottes und das Lamm umkreisend umgeben (vgl. Offenbarung 5,11-14).
Offenbarung 5,11-14:
11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!
14 Und die vier Gestalten sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.
Wir dürfen in dieser Zeit noch zuversichtlicher dabei sein Gottes Willen für uns zu ergreifen, dass wir in Christus Jesus, seinem Sohn den Weg gehen, um die Wahrheit zu erkennen, die die offenbarende Wahrheit umfasst und im Leben der Ewigkeit in die Gegenwart des Vaters eintreten (vgl. Johannes 14,6 i.V.m. Johannes 3,16).
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Die Anbetung der unzählbaren tausenden von Engeln trägt das Geheimnis über die Struktur der sieben Hörner des Lammes Gottes in Form von:
- Macht,
- Reichtum,
- Weisheit,
- Stärke,
- Ehre,
- Herrlichkeit,
- Lobpreis
Der Wandel in diesen Ehrerbietungskanälen in Form der Hörner des Lammes Gottes bringt uns in eine offenbarende Dynamik der sieben Geister Gottes. Sie sind mit dem suchenden Licht nach der Gerechtigkeit auf Erden verbunden (vgl. Offenbarung 5,6 i.V.m. 2.Chronik 16,9a; Lukas 11,34a-b).
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
2.Chronik 16,9a:
9a Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.
Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
Es handelt sich um einen „äußeren“ Ring von Anbetung, den es gilt für uns als Heilige in Christus zu durchlaufen und in dieser übernatürlichen Offenbarungserkenntnis einzustimmen, um berechtigt in das „Amen!“ der vier lebendigen Wesen einzutreten.
Das „Amen!“ der vier lebendigen Wesen und das Niederfallen der vierundzwanzig Ältesten
Dieses „Amen!“ ist nicht irgendein ausgesprochenes Wort, sondern es beinhaltet die Resonanz von Erkenntnis in unserem Geistwesen über eine gemachte Aussage in Christus Jesus (vgl. 2.Korinther 1,20).
2.Korinther 1,20:
20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.
Es ist das „Amen!“ aus der Struktur:
- des Löwen (Anm.: Königtum Gottes),
- des Stieres (Anm.: Priestertum Gottes),
- des Menschen (Anm.: Gott als Gesetzgeber) und
- des fliegenden Adlers (Anm.: Prophetentum Gottes).
Dieses einmalige in vier kanalisierte „Amen!“ trägt zu einer großen geistlichen Dynamik bei, die uns in den Bereich der handelnden Ehrerbietung gegenüber dem Vater und dem Sohn führt.
Das gleicht dem Niederfallen und der Anbetung durch die vierundzwanzig Ältesten in der Dimension von Weisheit vor dem Thron. Dieser Bereich von Weisheit veranlasst zu einer Ehrerbietung, die aus dem Bereich des „Alphas“ gegenüber denen kommt, die sich im „Omega“-Bereich des Vaters befinden (vgl. 3.Mose 19,32 i.V.m. Sprüche 16,31).
3.Mose 19,32:
32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR.
Sprüche 16,31:
31 Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.
Der Bereich des „Alphas“ und „Omegas“ Gottes kann auch mit den „neuen“ und „alten“ Weinschläuchen verglichen werden, bei der es sich um Stärke und Zierde gemäß Sprüche 20,29 i.V.m. Markus 2,22 handelt.
Sprüche 20,29:
29 Der Jünglinge Ehre ist ihre Stärke, und graues Haar ist der Alten Schmuck.
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
Wenn wir demnach als Heilige von dem äußeren in den inneren Kreis des Thronsaals Gottes eintreten als Antwort auf den Ruf des Einsseins in Christus Jesus im Vater, sind wir aufgerufen mit den dort empfangenen Offenbarungsimpulsen von innen nach außen zu wirken (vgl. Johannes 17,22-23).
Johannes 17,22-23:
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
Das Überbringen der Offenbarungsimpulse von innen nach außen
Dieses nach außen Hervorbringen der empfangenen Offenbarungsimpulse bedeutet aus dem Zentrum des Willens Gottes mit Offenbarungserkenntnis zu sprechen und zu handeln. Das wird uns erst in der Unterordnung des Geistes möglich, weshalb wir in seelischen Zuständen verharrend nicht empfangen können.
Unser Sprechen und tatkräftiges Umgehen mit der Offenbarungserkenntnis Gottes entspricht dabei der Kraft der Blitze, des Klangs der Stimmen und der Donner, die vom Thronsaal Gottes ausgehen (vgl. Offenbarung 4,5a).
Offenbarung 4,5a:
5a Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; …
Dieser dreifaltigen Präsenz der Ringe, die den Thron Gottes in Form der abertausenden von Engeln, den vier lebendigen Wesen und den vierundzwanzig Ältesten sowie die vom Thron ausgehenden Blitze, Stimmen und Donner trägt, kommt im irdischen Bereich der Allianz von Paulus, Silvanus und Timotheus gleich. Diese dreifaltige apostolische Allianz steht im Zusammenhang mit dem „Ja!“ und „Amen!“ in Christus (vgl. 2.Korinther 1,19-20).
2.Korinther 1,19-20:
19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich [Anm.: Paulus] und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm.
20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.
Es ist das „Ja!“ des Sohnes Gottes zu der vom himmlischen Vater für uns vorherbestimmten Verheißung, die es von uns erfordert in das regierende „Amen!“ der vier lebendigen Wesen im Thronsaal Gottes einzustimmen. Darin regierend wandeln wir in unserer gottgegebenen Verheißung sicher in Demut (Anm.: Paulus), Fülle, Gerechtigkeit (Anm.: Silvanus) und Ehrerbietung (Anm.: Timotheus) dem HERRN gegenüber.
Wenn wir dieses Prinzip verstanden haben, leben wir in der Dynamik des Blitzes Gottes, die der Bewegung des ewigen Hohenpriesters nach der Ordnung Melchisedeks gleichkommt, der sich von Osten nach Westen bzw. von außen nach innen erstreckt (vgl. Matthäus 24,27 i.V.m. Hebräer 5,5-6).
Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
Hebräer 5,5-6:
5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (vgl. Psalm 2,7): „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
6 Wie er auch an anderer Stelle spricht (vgl. Psalm 110,4): „Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.“
Das beinhaltet für uns das Empfangen von Offenbarung, um diese nachfolgend aus dem Bereich der Intimität mit Gott von innen nach außen zu bringen bzw. in die von Gott vorherbestimmte Gesellschaft zu übertragen. Lasst uns als Volk Gottes auf der Grundlage der Apostel und Propheten diese heilige Berufung ausfüllen und im Sohn dem Vater die Ehre geben!
Amen und Amen.
In Seiner Weisheit,
Daniel und Tina Glimm
