In Offenbarung 4,1-2a heißt es, dass nachdem sich Johannes im Geist befand, er eine Tür im Himmel geöffnet sah und die Stimme, die er zuvor wie eine Posaune zu sich sprechen hörte zu ihm sprach, höher zu kommen im Geist. Dieses geistliche Höherkommen bildete die Voraussetzung dafür, dass Johannes mit der zukünftigen Offenbarung Gottes vertraut wurde.
Daraus resultierte, dass Johannes vom Geist Gottes ergriffen wurde und seine geistlichen Sinne somit dem Geist Gottes unterstellt waren.
Offenbarung 4,1-2a:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2a Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. …
Im Geist bzw. vom Geist Gottes ergriffen zu sein, beschreibt einen Zustand, in dem unsere geistlichen Sinne über die natürlichen Sinne hinausgehen und unser Bewusstsein für den geistlichen Bereich eine stärkere Ausprägung trägt als das, was wir in der natürlichen Welt begrenzt wahrnehmen.
Das souveräne Wesen Gottes und das verschiedenfarbige Licht
Das bedeutet auch, dass prophetische Offenbarung nicht von unserem eigenen Verstand und unseren Emotionen kommt, sondern aus dem Aufenthaltsbereich im Thronsaal Gottes.
Darin sollte es uns zuerst um sein souveränes Wesen gehen, das sich in verschiedenfarbigem Licht offenbart, bei dem es sich um weiß und rot handelt, die von Johannes als Jaspis und Sarder beschrieben werden (vgl. Offenbarung 4,3a).
Offenbarung 4,3a:
3a Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; …
Gottes gnädige Gegenwart und sein Bund hingegen zeigen sich in der Form des Regenbogens und der grünen Farbe des Smaragds, die seinen Thron ummanteln (vgl. Offenbarung 4,2b-3).
Offenbarung 4,2b.3b:
… 2b Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
…; 3b und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
Es ist demnach ein bedeutendes Zusammenwirken von drei verschiedenen Farben, die drei Edelsteinen zugeordnet sind. Diese Verbindung bildet eine dauerhafte Ordnung der Offenbarung im geistlichen Bereich, basierend auf dem Prinzip aus Prediger 4,12.
Prediger 4,12:
12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Unser Fokus sollte vorrangig auf den HERRN ausgerichtet sein, der auf dem Thron sitzt, was ein Hinweis auf die Reinheit seines Wesens und Charakters, auf sein Herz und seine Liebe ist und erst zweitrangig auf seinen Thron, was den Sitz von Autorität beinhaltet. Es ist deshalb kein Zufall, dass Gott den ersten Menschen Adam nannte, dessen hebräisches Wurzelwort „rot, rot sein, rot färben“ bedeutet und sein Sohn Jesus Christus den Titel des „letzten Adams“ trägt, der Geist ist und lebendig macht (vgl. 1.Korinther 15,45).
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
Somit liegt der Schwerpunkt für uns bestenfalls nicht zuerst auf Autorität, sondern auf der Beziehung mit dem HERRN selbst, was für uns die richtige Grundlage im Aktivsein der uns von Gott zugeteilten Autorität und Geistesgaben bildet (vgl. 1.Korinther 13,1-3).
1.Korinther 13,1-3:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze.
Weiß und rot unter vielen Tausenden
In Hohelied 5,10 wird uns durch die Geliebte sowie Braut ein Zeugnis über ihren Geliebten und Bräutigam gegeben, das in diesem Kontext von Bedeutung ist. Hierbei macht die Freundin und Braut deutlich, dass sich ihr Freund sowie Bräutigam in den Farben Weiß und Rot unter vielen Tausenden abhebt und hervorragt.
Hohelied 5,10:
10 Mein Freund ist weiß und rot, auserkoren unter vielen Tausenden.
Diese Anzahl von Tausenden umfassen den Bereich der tausendmal Tausenden und zehntausendmal Zehntausenden vor dem Thron Gottes. Darüber hinaus ist dieses Maß ein Hinweis auf die Gegenwart der dienstbaren Geister bzw. Engel, über die der HERR verfügt (vgl. Hebräer 1,4-6 i.V.m. Daniel 7,10).
Hebräer 1,4-6:
… 4 und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name.
5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (vgl. Psalm 2,7): „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?“ Und wiederum (vgl. 2.Samuel 7,14): „Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein?“
6 Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er (vgl. Psalm 97,7): „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“
Daniel 7,10:
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
Es ist Jesus Christus, der immer als Licht und Liebe Gottes, des Vaters, im Vordergrund steht und sich von allen kraftvollen geistlichen Präsenzen im übernatürlichen Bereich abhebt und sie übertrifft (vgl. Johannes 1,4-5; Johannes 8,12 i.V.m. Johannes 3,16; Offenbarung 21,23).
Johannes 1,4-5:
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
Johannes 8,12:
12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Das rote Licht des Sarders weist zudem auf das von Gott gegebene Liebesopfer in Form des Erlösungswerkes durch seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus hin, der uns durch sein Blut erlöst und zu Königen und Priestern gemacht hat (vgl. Offenbarung 1,5-6 i.V.m. Offenbarung 5,9-10).
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Offenbarung 5,9-10:
… 9 und sie [Anm.: die vier Wesen und vierundzwanzig Ältesten] sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen 10 und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.
Die drei Farben im Thronsaal Gottes und die Salbungseinsetzung Davids
Das Prinzip des im Geistseins und die drei zusammenwirkenden Farben von weiß, rot und grün im Thronsaal Gottes, ist unter anderem in der Salbungseinsetzung von David durch den Propheten Samuel zu finden. Samuel ging durch die Anweisung Gottes in Form von prophetischer Offenbarung zu dem Bethlehemiter Isai, weil Gott Saul als König über Israel aufgrund seines Ungehorsams und unbelehrbaren Herzens verworfen hatte (vgl. 1.Samuel 16,1).
1.Samuel 16,1:
1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen.
Diese bevorstehende Salbungseinsetzung war durch prophetische Offenbarung von Gott gegenüber dem Propheten Samuel eingeleitet worden und wurde von der Gegenwart der Furcht des HERRN begleitet. Das wird durch das Verhalten der Ältesten der Stadt gegenüber Samuel deutlich, die seine Gegenwart nicht entsprechend einordnen konnten (vgl. 1.Samuel 16,4).
1.Samuel 16,4:
4 Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da entsetzten sich die Ältesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Heil?
Darüber hinaus ging dieser Vorgang ebenfalls mit einem Schlachtopfer einher, bei dem Blut vergossen wurde (vgl. 1.Samuel 16,2b-3).
1.Samuel 16,2b-3:
… 2b Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern.
3 Und du sollst Isai zum Opfer laden. Da will ich dich wissen lassen, was du tun sollst, dass du mir den salbst, den ich dir nennen werde.
Da das prophetische Wort ein Licht ist, das an einem finsteren Ort scheint und der Farbe Weiß entspricht sowie das Blut rot ist, wird hierin die Gegenwart des Wesens Gottes auf dem Thron in Form des Jaspis, weißlich in seiner Farbe, und Sarder, rötlich in seiner Farbe, erkennbar.
Es ist der fruchtbare Plan bzw. die freigesetzte Verheißung aus der Gegenwart Gottes, die dem Smaragd, grünlich in seiner Farbe, entsprechen und den Hirtenjungen David unter all seinen Brüdern in den Vordergrund rückte, um eine fruchtbare königliche Führung für das Volk Gottes in der Zukunft zu schaffen. Bei diesem göttlichen Auftrag war der Prophet Samuel in seiner Seele sehr bewegt, obwohl er in seinem langjährigen Dienst ein hohes prophetisches Maß in seinen Worten trug, indem Gott keines von seinen Worten zu Boden fallen ließ (vgl. 1.Samuel 3,19).
1.Samuel 3,19:
19 Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen.
Trotzdem war Samuel hinsichtlich des Verwurfs von König Saul innerlich stark bestürzt und von seinen Emotionen beeinflusst, dass Gott ihn in seiner Sichtweise in dieser Situation korrigieren musste (vgl. 1.Samuel 16,1).
1.Samuel 16,1:
1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen.
Anhand dessen können wir sehen, dass es immerzu erforderlich ist, dass wir Gottes Sichtweise über unsere eigenen Erfahrungen stellen und diese dominieren lassen, um mit der richtigen prophetischen Perspektive für diese und die kommende Zeit die Belange des Königreichs des Himmels angemessen zu erkennen.
Es ist entscheidend, dass wir darüber wachen, dass sich der menschliche Filter unserer Seele der Perspektive Gottes im Geist unterordnet, um das Ziel Gottes zu erreichen, das er verfolgt und für uns bereithält.
Manchmal bedarf es für uns unterschiedlicher Erscheinungsformen, damit wir erkennen, was Gottes Perspektive und Wille für diese und die kommende Zeit ist. Das wird anhand des Eintreffens der Söhne Isais vor den Augen des Propheten Samuels deutlich. Es beinhaltet die Zeit der Unterscheidung des Wortes des HERRN, um es im Geist richtig zu erkennen und danach handeln zu können (vgl. 1.Samuel 16,6-12).
1.Samuel 16,6-12:
6 Als sie nun kamen, sah er den Eliab an und dachte: Fürwahr, da steht vor dem HERRN sein Gesalbter.
7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
8 Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt.
9 Da ließ Isai vorübergehen Schamma. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt.
10 So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt.
11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierher kommt.
12 Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist es.
Die Offenbarung des „Sohnes David“
Wie bereits erwähnt, wirkte Samuel mit dem weißen und roten sowie grünen Licht des Thronsaals Gottes zusammen, denn er verkündete den Plan bzw. die Verheißung Gottes durch prophetische Instruktion inmitten von Opfer, um die Gnade Gottes hierbei durch den „Sohn Davids“ zu offenbaren.
Hierbei bewegte sich der Hirtenjunge David zwischen der siebten und achten Position innerhalb der Geburtsreihenfolge hin und her, was für uns als offenbarende Wahrheit auf einen Abschluss und Neubeginn hinweist. Es heißt in 1.Samuel 16,10-11 und 1. Samuel 17,12, dass Isai acht Söhne hatte, wobei David der achte Sohn war.
1.Samuel 16,10-11:
10 So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt.
11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierher kommt.
1.Samuel 17,12:
12 David aber war der Sohn jenes Efratiters aus Bethlehem in Juda, der Isai hieß. Der hatte acht Söhne und war zu Sauls Zeiten schon zu alt, um unter die Kriegsleute zu gehen.
Im Wort Gottes in 1.Chronik 2,13-16a hingegen offenbart es uns, dass Isai sieben Söhne hatte, wobei die zwei darin genannten Schwestern der Söhne Isais eine bedeutende Rolle spielen. Beide genannten Bibelstellen aus 1.Samuel und 1.Chronik weisen auf eine für uns wichtige offenbarende Wahrheit hin, die mit der „siebenten“ und „achten“ Position von David verbunden ist.
1.Chronik 2,13-16a:
13 Isai zeugte seinen Erstgeborenen Eliab, Abinadab als zweiten Sohn, Schamma als dritten, 14 Netanel als vierten, Raddai als fünften, 15 Ozem als sechsten, David als siebenten.
16a Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigal. …
Anhand der mit Namen genannten Aufzählung der ersten drei beim Namen genannten Söhne von Isai in 1.Samuel 16,6.8-9 verbirgt sich bereits der Triumph Jesu am mittleren Kreuz von Golgatha durch seinen Tod und seine Auferstehung, die am dritten Tag geschah (vgl. Lukas 9,22).
Lukas 9,22:
… 22 und sprach: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferstehen.
Darüber hinaus liegt in 1.Chronik 2,16a eine Bedeutung auf der Beziehung zwischen den Söhnen Isais und deren zwei Schwestern Zeruja, dessen Wurzelwort „Balsam, Balsamharz, was durch Pressen gewonnen wird“ bedeutet und Abigail, was mit „Mein Vater ist Freude.“ übersetzt werden kann. Beide Schwestern werden direkt nach David genannt und tragen in sich das Geheimnis der Ölpresse – Gethsemane – sowie dem Gefallen Gottes seinen Sohn in Liebe hinzugeben, um Erlösung für die Menschheit zu garantieren, die sein Liebesopfer annimmt (vgl. Jesaja 53,10).
Jesaja 53,10:
10 Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird ⟨seine⟩ Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen.
Die „Kelter“, in der David verblieb, um die Salbung zu empfangen, umfasste die Seitenwand des Drucks zur Destillation und die Kraft der Freude Gottes, des Vaters. Diese beiden zur Pressung erforderlichen „Seitenwände“ werden hier im geistlichen Kontext durch die beiden erwähnten Schwestern verkörpert.
Das „Pendeln“ Davids zwischen der siebenten und achten Position
Man kann von einem „Pendeln“ Davids zwischen der siebten und der achten Position sprechen, worin sich Christus als der ewige Sohn Gottes in der achten Position verbirgt, der im Neuen Testament mehrmals als „Sohn Davids“ bezeichnet wird. Wir wissen auch, dass weiterhin Jesus Christus, der Sohn Gottes und der Erstgeborene unter vielen Brüdern ist (vgl. Römer 8,29 i.V.m. Matthäus 1,1).
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
Matthäus 1,1:
1 Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
Darüber hinaus wechselte David in einem prophetischen Kontext von der grünen Weide des Hirten aus dem Bereich von Jahwe-Roi in den Bereich des Königtums Gottes, was den Ort der Salbungseinsetzung von David zum König durch Samuel repräsentiert.
Diese zwei Autoritätsbereiche des Hirten und Königs tragen durch ihre Anfangsbuchstaben im Hebräischen das „Resch“ und das „Mem“. Diese beiden Buchstaben zusammengefügt ergeben das hebräische Wort „rām – Er ist erhaben.“, dessen Wortwurzel „hoch sein, erhaben sein“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „rām – Er ist erhaben.“ mit der Wortschlüsselnummer: 7585)
Somit wurde David in einen geistlich höheren Autoritätsbereich von Gott erhoben, so dass er den „Sohn Davids“ über sich regieren sah, was uns Psalm 110,1 i.V.m. Matthäus 22,41-46 deutlich macht.
Psalm 110,1:
1 Ein Psalm Davids.
Der HERR sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.“
Matthäus 22,41-46:
41 Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus: 42 Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids.
43 Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen, wenn er sagt (vgl. Psalm 110,1): 44 „Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege?“
45 Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?
46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen.
Diese Verbindung von Gottes souveränem und ewigen Plan in der offenbarenden Wahrheit der Position Davids zwischen der „sieben“ und „acht“ im ewigen Königtum Gottes und in Jesus Christus soll uns als Jünger umso mehr ermutigen uns seiner Herrschaft hinzugeben.
Die Verwicklungen globaler sowie gesellschaftlicher Ereignisse aktuell sind mehr als zuvor auf Oberflächlichkeit und die Trennung von Zusammenhängen ausgerichtet, was uns stärker herausruft als Volk Gottes die Tiefe Gottes zu suchen und nach dem zu leben, was uns der ewige König aufträgt zu tun.
Amen und Amen.
In Seiner Weisheit,
Daniel und Tina Glimm
