Der biblische Monat Tebet

Der biblische Monat „Tebet“ ist der zehnte Monat im biblischen Kalender und wird mit dem Stamm Dan in Verbindung gebracht. Es ist der Wortbedeutung nach auch ein Monat des „Schlamms, etwas worin man einsinkt“.
 
Dan, die Schlange und der Löwe
 
Dan wurde von seinem Vater Jakob als eine besondere Schlange und von Mose als kraftvoller junger Löwe gesegnet, der aus der „Plötzlichkeit“ Gottes agiert, um den Einfluss von Stolz zu Fall zu bringen (vgl. 1.Mose 49,16-18 i.V.m. Psalm 20,8; Psalm 33,17; 5.Mose 33,22).
 
1.Mose 49,16-18:
16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie nur irgendein Stamm in Israel.
17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beißen, dass sein Reiter zurückfalle.
18 HERR, ich warte auf dein Heil!
 
Psalm 20,8:
8 Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.
 
Psalm 33,17:
17 Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen; und ihre große Stärke errettet nicht.
 
5.Mose 33,22:
22 Und über Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Baschan (Anm.: „fruchtbare steinlose Ebene“).
 
Ebenso trägt Jesus auch die Attribute einer „Schlange“ und eines „Löwen“, u.a. in Form des Sieges bzw. Triumphs über die Sünde und als Zeichen des ewigen Königtums (vgl. Johannes 3,14-18 i.V.m. Offenbarung 5,5).
 
Johannes 3:14-18:
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
 
Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
 
Worte der Gerechtigkeit und Worte der Weisheit
 
Die Schlange im Zusammenhang mit dem Stamm Dan deutet sowohl auf gerechte Worte als auch auf die Worte von Weisheit hin (vgl. Matthäus 10,16).

Matthäus 10,16:
16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
 
Es ist wichtig, dass wir von einem Ort der Gerechtigkeit aus urteilen und nicht von einem Ort der Bitterkeit, der Eifersucht oder der Habgier.
 
Um in Übereinstimmung mit 1.Korinther 5,12-13 gerecht zu urteilen, ist es erforderlich, dass wir in Gerechtigkeit, Wahrheit und Barmherzigkeit handeln (vgl. 1.Mose 49,16-18).
 
1.Korinther 5,12-13:
12 Denn was gehen mich die draußen an, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind?
13 Gott aber wird die draußen sind richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!
 
1.Mose 49,16-18:
16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie nur irgendein Stamm in Israel.
17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beißen, dass sein Reiter zurückfalle.
18 HERR, ich warte auf dein Heil!
 
Der Charakter des Schlamms in diesem biblischen Monat weist auf die Dimension des ersten Menschen Adam hin (vgl. 1.Mose 2,6-7).
 
1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Diese Dimension ähnelt der sich drehenden Töpferscheibe als Gottes Ewigkeitszyklus und dem Ton als unsere temporäre Lebenszeit auf Erden, im Haus des Töpfers zur Zeit Jeremias (vgl. Jeremia 18,1-4).
 
Jeremia 18,1-4:
1 Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: 2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.
3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, missriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
 
Der Prophet Jeremia in der Zisterne und herausfordernde Umstände
 
Im Zusammenhang mit dem Schlamm können wir in Jeremia 38,6 lesen, dass der Prophet von den Beamten des Königs Zedekia in die Zisterne geworfen wurde, wo er im Schlamm versank.
 
Jeremia 38,6:
6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne Malkijas, des Königssohnes, die im Wachthof war, und ließen ihn an Seilen hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.
 
Es ist wichtig, dass dort, wo wir in herausfordernde Umstände gelangen, uns gemäß Römer 8,28 dessen bewusst sind, dass die, die Gott lieben, alles zum Besten dienen muss.

Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Durch diese Aussage wird die Zisterne und die herausfordernde Situation, in der sich Jeremia befand, zu einem richtungsweisenden Licht für uns in dieser Zeit.
 
Die Zisterne, in die der Prophet Jeremia geworfen wurde, trug eine göttliche Aussage in sich, in die Gott den Propheten eintreten ließ, um sich darin zu positionieren. Hierbei handelte es sich um die Zisterne von „Malkija“ – „Mein König ist JAHWE!“, die am Boden mit Schlamm gefüllt war.
 
Wie bereits erwähnt war es feuchte Erde, die Substanz, die Gott bei der Erschaffung des ersten Menschen in Mannesreife verwendete (vgl. 1.Mose 2,6-7).
 
1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Auch wenn es die Absicht des Feindes war, Jeremia durch diese Art von Gefangennahme in der Zisterne einzuschüchtern bzw. aufzuhalten, war es im Interesse Gottes, seinen Propheten im „Auge“ seiner ewigen Königsherrschaft zu zentrieren und ihn zum richtigen Zeitpunkt in eine neue Dimension des prophetischen Wachens heraufzuholen.
 
Gemäß Psalm 7,16 und Sprüche 26,27 dürfen wir zuversichtlich sein, dass der HERR die Menschen, die bewusst Böses tun und die Ungerechtigkeit forcieren durch ihre eigenen Pläne zu Fall kommen werden.
 
Psalm 7,16:
16 Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt – und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.
 
Sprüche 26,27:
27 Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen.
 
Anhand dessen wird deutlich, dass aus herausfordernden Umständen Segen erwächst, der den Feind in seiner scheinbaren Überlegenheit dezimiert.
 
Wenn man diese Situation von Jeremia in der Zisterne im prophetischen Kontext betrachtet, entspricht dies der Phase der Umwandlung in der Gegenwart unseres Königs Jesus Christus, um befähigt zu sein, seinen prophetischen Plan für diese Zeit zu empfangen und umzusetzen.
 
Kühnes Auftreten vor dem Thron der Gnade
 
Gottes prophetischer Plan für unser Leben besteht darin, dass wir uns mutig erheben und in seine königliche „Residenz“ oder vielmehr in seinen Palast vor sein Gnadenthron kommen, um die göttliche Gerechtigkeit in der Welt zu aktivieren (vgl. Esther 2,16 i.V.m. Hebräer 4,16).
 
Esther 2,16-18:
16 Es wurde aber Ester zum König Ahasveros gebracht in den königlichen Palast im zehnten Monat, der da heißt Tebet, im siebenten Jahr seiner Herrschaft.
17 Und der König gewann Ester lieber als alle Frauen und sie fand Gnade und Gunst bei ihm vor allen Jungfrauen. Und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin an Waschtis statt.
18 Und der König machte ein großes Festmahl für alle seine Fürsten und Großen, das Festmahl Esters, und gewährte den Ländern Steuererlass und teilte königliche Geschenke aus.
 
Hebräer 4,16:
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.
 
Göttliche Rechtschaffenheit
 
Die Aktivierung der göttlichen Gerechtigkeit zu erwähnen liegt darin begründet, weil der biblische Monat Tebet mit dem Stamm Dan – „Richter“ verbunden ist.
 
Dan war der fünfte Sohn Jakobs (bedeutet: „Fersenhalter“) und der erste Sohn Rahels (bedeutet: „Mutterschaf“), der von ihrer Magd Bilha (bedeutet: „Furchtsamkeit, Bescheidenheit“) gezeugt wurde.
 
Anhand von Dan, der als fünfter und auch als erstgeborener Sohn geboren wurde (Anm.: Dan wurde nach Juda geboren), können wir die Hand Gottes und seine Gunst auf Dan erkennen, um die göttliche Gerechtigkeit auszuführen (vgl. 1.Mose 30,4-6).
 
1.Mose 30,4-6:
4 So gab sie ihm Bilha, ihre Leibmagd, zur Frau und Jakob ging zu ihr.
5 Und Bilha ward schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6 Da sprach Rahel: Gott hat mir Recht verschafft und mich erhört und mir einen Sohn gegeben. Darum nannte sie ihn Dan.
 
Og, der König der Amoriter
 
Die Region Baschan, aus der der Stamm Dan nach dem Segen des Mose wie ein Löwe hervorging, stand zuvor unter der Herrschaft des Königs Og (vgl. 5.Mose 33,22 i.V.m. 5.Mose 3,11).
 
5.Mose 33,22:
22 Und über Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Baschan (Anm.: „fruchtbare steinlose Ebene“).
 
5.Mose 3,11:
11 Denn allein der König Og von Baschan war noch übrig von den Riesen. Siehe, in Rabba (Anm.: „die Große“ – weiblich), der Stadt der Ammoniter, ist sein steinerner Sarg, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach gewöhnlicher Elle.
 
Der Name „Og“ bedeutet „Er war gekrümmt.“
Er war der König der Amoriter – „derer, die auf den Bergen wohnen“.
 
In einem prophetischen Kontext bedeutet es, dass der Plan des Königs Og darin besteht, Menschen durch Religion zu unterdrücken, mit dem Ziel, sie daran zu hindern in die Fruchtbarkeit und Freiheit in Christus Jesus einzutreten.
 
Der Geist von „Og“ treibt die Menschen dazu, aus eigener Kraft und Selbstgerechtigkeit zu leben. Das wird durch seine „Ruhestätte“ deutlich (vgl. 5.Mose 3,11).
 
Gebeugt zu sein kann in diesem Zusammenhang ein Zeichen dafür sein, dass die Sünde wie eine Last auf einer Person liegt, die durch den Einfluss eines bösen Geistes von Scham und Schuld bedrückt wird.
 
Es kann zum Beispiel ein religiöser Geist sein, der Menschen bedrückt. Es ist jedoch der Glaube an Jesus Christus, der mit Freiheit und Kraft verbunden ist.
 
Die gekrümmte Frau
 
Es ist kein Zufall, dass Jesus an einem Sabbat in einer der Synagogen eine verkrüppelte Frau heilte, die achtzehn Jahre lang verkrümmt war (Anm.: 3 x 6 | 6+6+6 = 18; vgl. Lukas 13,10-13).
 
Lukas 13,10-13:
10 Und er lehrte in einer Synagoge am Sabbat.
11 Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten.
12 Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei frei von deiner Krankheit!
13 Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
 
Da Jesus die Frau an einem Sabbat in der Synagoge heilte, war dies ein Zeichen dafür, dass er durch die Heilung die Herzen der religiösen Menschen konfrontierte, die in Gesetzlichkeit vor Gott lebten, aber keine wahrhaftige Liebesbeziehung zu ihm hatten.
 
Der religiöse Geist ist ein antichristlicher Charakter, weil er sich in seiner subtilen Haltung von Stolz über Werke ohne Glauben definiert und die durch Jesus Christus am Kreuz geschenkte Gerechtigkeit ablehnt oder relativieren will.
 
Deshalb sollten wir ermutigt sein, in Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes zu leben, der auf dem Thron zur Rechten des Vaters sitzt und ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (vgl. Kolosser 3,1 i.V.m. Johannes 4,23).
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Johannes 4,23:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
 
Indem wir uns aus der Gerechtigkeit von Jesus Christus in der Gnade aufrichten, werden wir in diesem Monat Worte sprechen und Entscheidungen treffen, die den Feind in seinen Strukturen zu Fall bringen und Gott als Richter in der Dimension von Weisheit offenbaren.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm