Uns darf bewusst sein, dass eine von Gott vorherbestimmte Herrlichkeit für uns als sein Volk existiert, die noch in unserer Zukunft liegt. Diese gilt es im Voranschreiten im geistlichen Kampf aus den Händen Gottes in Empfang zu nehmen und mit der Gewalt bzw. Kraft des Glaubens in unserer Kultur, in der wir sind, zu etablieren.
Die uns unbekannte Herrlichkeit
Es handelt sich um eine uns noch unbekannte Facette der Herrlichkeit. Während wir ihr begegnen, findet diese Resonanz in uns. Diese Begegnung mit der noch unbekannten Herrlichkeit Gottes, die sich aus unserem Voranschreiten im geistlichen Kampf und geistlichen Leben ergibt, entspricht dem Prinzip aus 5.Mose 20,10-13.
5.Mose 21,10-13:
10 Wenn du in einen Krieg ziehst gegen deine Feinde und der HERR, dein Gott, gibt sie dir in deine Hände, dass du Gefangene von ihnen wegführst, 11 und siehst unter den Gefangenen ein schönes Mädchen und gewinnst sie lieb, dass du sie zur Frau nimmst, 12 so führe sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Nägel beschneiden 13 und die Kleider ablegen, in denen sie gefangen genommen wurde, und lass sie in deinem Hause sein und einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter beweinen. Danach geh zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie deine Frau (Anm.: Ehefrau) sein.
Im Zusammenhang mit der unbekannten Herrlichkeit muss es sich demnach nicht buchstäblich um eine schöne Frau handeln, indem sie lediglich ein Hinweis darauf ist, dass die Herrlichkeit Gottes in Form eines „weiblichen“ Charakterzugs, unseren Auftrag offenbart. Dieser besteht darin dabei behilflich zu sein, den HERRN in seiner Autorität als König zu repräsentieren.
Gott möchte, dass wir die von ihm für uns zugeteilte Herrlichkeit aus dem Lager des Feindes in die Befreiung führen und in unserer Kultur implementieren, indem wir eins mit seiner von ihm für uns vorherbestimmten Gegenwart werden. Doch bevor das geschieht, kommt es zu einer Konfrontation mit unserem Herzen, ob wir mit seiner Herrlichkeit ehrbar umgehen, oder sie lediglich als Mittel zum Zweck sehen (vgl. Philipper 2,3 i.V.m. 1.Petrus 5,5b).
Philipper 2,3:
3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, …
1.Petrus 5,5b:
… 5b Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Das „Tätigwerden“ der Herrlichkeit
Sobald die Herrlichkeit in unserem Haus (Anm.: näheren Umfeld, Autoritätsbereich) ist, wird sie beginnen tätig zu werden, indem sie uns das biblische Prinzip der Zeit der geistlichen Abnahme, die zur wahren geistlichen Zunahme führt, offenbart (vgl. 5.Mose 21,12-13a i.V.m. Johannes 3,30).
5.Mose 21,12-13a:
…,12 so führe sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Nägel beschneiden 13a und die Kleider ablegen, in denen sie gefangen genommen wurde, …
Johannes 3,30:
30 Er [Anm.: Jesus Christus] muss wachsen, ich [Anm.: Johannes der Täufer] aber muss abnehmen.
Die Herrlichkeit im Haus, also unserem Lebensumfeld hat zur Folge, dass sich der Standard des Wortes Gottes immer mehr etabliert und die Herrlichkeit fällt. Hierbei geht es um ein Abschließen von Zeit bzw. Zeitabschnitten, die zu einem Neuanfang der Herrlichkeit Gottes in unserem Leben führen und mit unserer Königreichskultur verknüpft ist, was die abgeschnittenen Haare, Nägel und das Ablegen der Kleider repräsentieren. Es ist die Herrlichkeit, die die Gegenwart der Kraft des Wortes Gottes durch ihre „Nacktheit“ offenbart (vgl. Hebräer 4,12-13).
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
Die zunehmende Dynamik der Herrlichkeit im Jahr und der Monate
Der HERR bringt uns darin mit der Dynamik seiner Herrlichkeit des Jahres und der Monate nach seinem Standard in Berührung. Deshalb ist es wichtig, die Präsenz seiner Herrlichkeit im Glauben anzunehmen und ihr näherzukommen. Dabei sollten wir uns nicht von der Kommunikation vergangener Zeiten bestimmen lassen, sondern in neuer Weise in inniger Gemeinschaft mit seiner Gegenwart vorangehen.
Diese Herrlichkeit Gottes aus dem Bereich der Facette von „JAHWE – ZEBAOTH“ (Anm.: der HERR der Heerscharen) kommt dem männlichen würzigen Duft eines Parfums auf einem menschlichen Körper gleich. Die Verbindung zwischen Gott und seiner Herrlichkeit ähnelt der Stellung der ersten von Gott erschaffen Frau (Anm.: später nach dem Fall Eva genannt), die er aus der Seite Adams bildete und ihm als Gehilfin zur Seite stellte, um Adam zu umgeben (vgl. 1.Mose 2,18).
1.Mose 2,18:
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
Eva war eine unterstützende Kraft für ihren Mann mit dem Ziel, ihn in einer größeren Autorität zu repräsentieren. Die Frau ist dementsprechend eine Ergänzung zur Stärke, Kapazität und Fähigkeit des Mannes, die zu einer größeren und einheitlichen Schönheit als auch Repräsentation beiträgt. In diesem Zusammenhang liegt ein Schwerpunkt auf den Bibelstellen aus Sprüche 12,4a und Sprüche 31,10, wo es um die tüchtige Ehefrau geht, die die Krone ihres Mannes ist und noch edler als Perlen an Wert.
Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …
Sprüche 31,10:
10 Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen.
Das bedeutet auch, dass es in erster Linie nicht um ihr Aussehen geht, sondern um den Wert, den sie als neue Herrlichkeit im Inneren trägt, der eine Zeit von Liebe umfasst, in die wir zum späteren Zeitpunkt gelangen sollen. Erst wenn wir ihren Umstand von Loslassen, Dankbarkeit für frühere Monate und vergangene Jahre und die neue Gerechtigkeit in Christus für uns akzeptieren, wird es uns leichter fallen mit ihr zusammen zu wachsen.
Folglich wird durch die genannten Bibelstellen deutlich, dass diese neue Herrlichkeit Gottes einen unterstützenden Charakter für unsere Zukunft besitzt, die den HERRN in seiner Größe und Autorität repräsentiert sowie auf eine höhere Ebene seiner Gegenwart hinweist.
Ihm allein sei die Ehre!
Amen und Amen.
In Seiner Weisheit,
Daniel und Tina Glimm
