Die Gemeinschaft von Heiligen und die Heimsuchung Gottes

Das Potential der Gemeinschaft von Heiligen liegt unter anderem darin, dass daraus resultierend geistlicher Schutz garantiert ist, der uns auf den Zeitpunkt der übernatürlichen Begegnung mit Jesus Christus, seinen dienstbaren Geistern und der Gegenwart des himmlischen Vaters vorbereitet (vgl. Hebräer 10,24-25).
 
Hebräer 10,24-25:
… 24 und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.
 
Aus Psalm 1 und Jeremia 17 können wir erkennen, dass der Gläubige, der sich am Wort Gottes erfreut und auf dem Weg der Gerechtigkeit gemäß dem Maßstab des Wortes Gottes wandelt, ein fruchtbarer Baum ist, der an Wasserbächen gepflanzt ist (vgl. Psalm 1,1-3 i.V.m. Jeremia 17,7-8).
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz (Anm.: Thora) des HERRN und sinnt über seinem Gesetz (Anm.: Thora) Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Der Wald und die Heimsuchung
 
Anhand der Bibelstellen wird deutlich, dass eine Gemeinschaft von Gläubigen in Christus Jesus einem Wald/Hain bzw. einem Territorium gleicht, worin Bäume wachsen und blühen. Ein solcher Bereich von Gerechtigkeit ist gemäß dem Wort Gottes mit übernatürlicher Heimsuchung verbunden, wie dies beispielsweise bei Abraham oder auch in der Vision von Sacharja geschah (vgl. 1.Mose 18,1-2; Sacharja 1,7-8).
 
1.Mose 18,1-2:
1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.
2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde …
 
Sacharja 1,7-8:
7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats – das ist der Monat Schebat – im zweiten Jahr des Königs Darius geschah das Wort des HERRN zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten: 8 Ich sah in dieser Nacht, und siehe, ein Mann saß auf einem roten Pferde, und er hielt zwischen den Myrten im Talgrund, und hinter ihm waren rote, braune und weiße Pferde.
 
Die Gewährleistung von einer Gemeinschaft von Heiligen ist verbunden mit Gastfreundschaft, die das grundlegende Potential trägt zu einer übernatürlichen Heimsuchung beizutragen (vgl. Hebräer 13,1-2).
 
Hebräer 13,1-2:
1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.
2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
 
Gottes Verlangen ist uns auf der Erde mit seiner Gegenwart heimzusuchen, damit wir durch seinen Geist am inneren Menschen erstarken, um weiter das Königreich Gottes zu bauen (vgl. Epheser 3,16-17).
 
Epheser 3,16-17:
… 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
 
Diese Heimsuchungen tragen in sich ein hohes Maß von Offenbarungserkenntnis über seine Prinzipien und geistlichen Ebenen von Beziehung, die zur Heiligung dienen.
 
Das wird auch erkennbar anhand der bereits o.g. Heimsuchung von Sacharja (vgl. Sacharja 1,7-17), wo er in der Nacht in einer Vision einen Mann auf einem roten Pferd sitzen sah, der im Talgrund zwischen den Myrten stehen blieb und von roten, braunen und weißen Pferden begleitet wurde.
 
Um größere Erkenntnis über diese Erscheinung zu erlangen, trat Sacharja in Konversation mit seinem Dienstengel. Daraus wird deutlich, dass es sich bei dem Mann und den Pferden um eine andere Dimension von geistlicher Präsenz und Beziehung handelte, in die Sacharja eintrat. Es war der Mann auf dem roten Pferd, der daraufhin mit Sacharja zu reden begann, so dass der Prophet größere Erkenntnis über die Gegenwart der Pferde erhielt, bei denen es sich um die vier Winde handelte.
 
Darauf folgend veränderte sich die geistliche Struktur des Mannes in den Engel des HERRN. Daraus ist zu entnehmen, dass es sich bei der Transformation der Gestalt bereits um ein Vorzeichen von Jesus Christus als dem Gestorbenen und Auferstandenen handelte, dem nun die vier Winde antworteten und ihre Aufgabe offenbarten, nämlich die Lande zu durchziehen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass der Mann bzw. Engel des HERRN auf einem roten Pferd ritt, da dieses mit dem Osten in Verbindung steht. Der Osten, wird im Buch Sacharja verborgen in Verbindung mit den roten Pferden erwähnt und ist zugleich ein Hinweis auf den neuen Tag und der Erscheinung Jesu (vgl. Sacharja 6,1-8 i.V.m. Matthäus 24,27).
 
Darüber hinaus ist der Osten die Richtung der aufgehenden Sonne. Dieser Prozess symbolisiert Geistigkeit sowie Ursprünge und offenbart den Beginn der Menschheitsgeschichte als auch Angelegenheiten.Wenn der Osten prophetisch gebraucht wird, beinhaltet es Regeneration und Erneuerung (Anm.: durch die Symbolik des neuen anbrechenden Tages), die zu Leben und neuen Ereignissen beiträgt.
 
Nachdem der Engel des HERRN mit Sacharja redete, wechselte die Kommunikation auf eine höhere geistliche Ebene, weil nun der Engel des HERRN mit Gott, dem HERRN ZEBAOTH (Anm.: Symbol für die Gegenwart des Vaters) sprach.
Man kann diese Kommunikation auch als das Gespräch zwischen dem Vater und dem Sohn betrachten, aus der der Heilige Geist die Wahrheit entnimmt, um sie denen zu offenbaren, die nach der offenbarenden Wahrheit verlangen und sich an ihr ausrichten (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Es ist dem himmlischen Vater wichtig und für unsere Bestimmung unabdingbar, dass wir durch das Blut seines Sohnes Jesus Christus in einem königlichen-priesterlichen Verständnis vorangehen, was einen ehrbaren Umgang mit geistiger und natürlicher Verantwortung bedeutet (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Der Stab und der Übergang
 
Die Führung seines Wortes, die wie ein Hirtenstab fungiert, leitet uns durch ungewisse Phasen des Übergangs tiefer in den Bereich seiner Herrschaft und der Verheißung für uns (vgl. Psalm 23,4).
 
Psalm 23,4:
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
 
Auch das Volk Israel wurde durch „den Stab“ von Mose und Aaron in den Übergang geführt, auch wenn dieser mit dem Ungewissen und vielen Herausforderungen verbunden war. Durch diese Führung wurde das Volk näher bzw. tiefer in die Verheißung und Beziehung zu Gott geführt. Der Stab war bereits ein Hinweis auf den Triumph Jesu am Kreuz und das Zeichen seiner Auferstehungskraft.
 
Ich bin überzeugt, dass wir uns in einer Phase befinden, in der sich der HERR an uns und seine gegebenen Verheißungen „erinnert“, um seine Autorität zu offenbaren und Segen zu bringen.
Deshalb ist es entscheidend mit fester Zuversicht voranzugehen und an der Verheißung Gottes sowie im Glauben daran festzuhalten (vgl. Hebräer 11,1.6).
 
Hebräer 11,1.6:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. …
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Hierbei ist es entscheidend zu berücksichtigen, dass Gott, der Gott der Zeitalter ist und somit auch ein Gott der Generationen (vgl. Daniel 7,9a).
 
Daniel 7,9a:
9a Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. …
 
Das heißt, dass Gott in den Zeitzyklen der Generationen aktiv und nicht auf eine bestimmte temporäre Zeit beschränkt ist.
 
Auch wenn unser Heil jetzt näher ist als zu der Zeit, da wir gläubig wurden (vgl. Römer 13,11), sollten wir uns dessen bewusst sein, dass wir der Plan Gottes in der Endzeit sind und nicht ein Opfer der Endzeit.
 
Und dessen bewusst zu sein, schützt uns davor nicht in die Versuchung zu geraten, uns in Fluchtgedanken zu verwickeln und allein unsere Sicherheit auf die Wiederkunft Jesu zu setzen.
Solange wir auf der Erde leben und nicht wissen, wie lange, sollte es stets unsere Aufgabe sein in der Kraft des Evangeliums voranzugehen, das sich in Zeichen und Wunder manifestiert (vgl. Markus 1,22 i.V.m. Hebräer 2,4).
 
Markus 1,22:
22 Und sie entsetzten sich über seine (Anm.. Jesu) Lehre; denn er lehrte mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.
 
Hebräer 2,4:
4 Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
 
Nicht die Endzeit ist etwas, das uns geschieht, sondern wir sind vielmehr etwas, das der Endzeit geschieht! Es ist unser Vorangehen im Glauben, unsere tägliche Fokussierung auf den Bau des Königreiches und die Hingabe unter die herrliche Führung des Geistes Gottes, die uns alles zum Besten dienen lässt, indem wir Gott lieben und seinen Willen tun.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm