Das bevorstehende Schawuotfest und das gesunde Selbstbewusstsein in Jesus Christus

Einleitung
 
Wir befinden uns derzeit als Volk Gottes in den sogenannten sieben Wochen, die uns zum Schawuot-/ Pfingstfest hinleiten, bei dem es sich um das Fest handelt, das mit dem Geben der Erstlingsgabe in Verbindung steht, die ein Ausdruck des Vertrauens Gott gegenüber ist, dass er den nötigen Segen schenkt, um unser Land der Verheißung gedeihen zu lassen, so dass sich die darin enthaltenen Früchte in die volle Reife entwickeln können.
 
Die Israeliten wurden angewiesen vom Pessachfest sieben Wochen (Anm.: 49 Tage= „Omer-Zählen“: „Garben-Zählen“) zu zählen und am fünfzigsten Tag ein Fest vor dem HERRN zu feiern.
Das bedeutet, dass das Volk Israel jeden Tag bis zum Schawuotfest eine Getreidegarbe zählte, um am Tag des Festes nicht mit leeren Händen, sondern mit einem ganzen Bündel von Ähren vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen (vgl. 3.Mose 23,15-16; 4.Mose 28,26-31; 5.Mose 16,9-12.16).
 
3.Mose 23,15-16:
15 Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.
16 Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
 
4.Mose 28,26-31:
26 Und am Tag der Erstlinge, wenn ihr das neue Speisopfer dem HERRN opfert, an eurem Wochenfest (Anm.: Schawuot), soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun.
27 Und ihr sollt dem HERRN als Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe 28 samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu je einem jungen Stier, zwei Zehntel zu dem Widder 29 und je ein Zehntel zu je einem Schaf von den sieben Schafen 30 und einen Ziegenbock, um für euch Sühne zu schaffen.
31 Das alles sollt ihr darbringen außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Fehler soll es sein, dazu ihre Trankopfer.
 
5.Mose 16,9-12.16:
9 Sieben Wochen sollst du zählen und damit anfangen, wenn man zuerst die Sichel an die Halme legt, 10 und sollst das Wochenfest (Anm.: Schawuot) halten dem HERRN, deinem Gott, und eine freiwillige Gabe deiner Hand geben je nachdem, wie dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat.
11 Und sollst fröhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deiner Stadt lebt, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, dass sein Name da wohne.
12 Denke daran, dass du Knecht in Ägypten gewesen bist, und beachte und halte diese Gebote.
16 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die der HERR erwählen wird: zum Fest der Ungesäuerten Brote, zum Wochenfest und zum Laubhüttenfest. Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen, ...
 
Der offene Himmel und die Zunahme der Königreichswirtschaft
 
Schawuot war und ist ein Zeitfenster des offenen Himmels und der Zunahme der Königreichswirtschaft, weil die gesammelten Ähren in einem ganzen Bündel in das Haus Gottes gebracht wurden, was auf das Potential von der Fülle des Heiligen Geistes und seine Frucht sowie seine Gaben hinweist (vgl. Galater 5,22-23 i.V.m. 1.Korinther 12,7-11).
 
Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
1.Korinther 12,7-11:
7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
 
Jesus Christus, die Erstlingsgabe des Vaters
 
Das Pfingstfest wird im Hebräischen „Schawuot“ genannt, was „Fest der Wochen“ bedeutet. Im Neuen Testament heißt es „Pfingsten“, welches das Wort für „fünfzig Tage“ ist.
Es war kein Zufall, dass auch Jesus Christus, der Sohn Gottes genau an dem ersten Tag der Garbenzählung von den Toten auferstand, da er die erste „Liebesgarbe“ des Vaters an uns Menschen ist und in den Wochen zum Schawuotfest hin den Jüngern über 40 Tage in seinem Auferstehungsleib erschien (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Apostelgeschichte 1,3).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Apostelgeschichte 1,3:
3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
 
Weiterhin ist es auch kein Zufall, dass Jesus seine Jünger anwies bis zu dem Tag von Schawuot/ Pfingsten in Jerusalem zu bleiben, um sie mit der Kraft aus der Höhe, dem Heiligen Geist als „Erstlingsgabe“ auszurüsten und die Weisung des Vaters in ihre fleischernen Herzenstafeln zu schreiben (Anm.: Schawuot war die Zeit, in der das Volk Israel die Zehn Gebote von Gott empfing.- 2.Mose 19; vgl. Lukas 24,49 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-4; 2.Korinther 3,3 i.V.m. Johannes 16,13-15).
 
Lukas 24,49:
49 Und siehe, ich will auf euch herab senden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.
 
Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
 
2.Korinther 3,3:
3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Keine Waisen, sondern Söhne Gottes!
 
Daran wird deutlich, dass auch Jesus seine Jünger auf der Erde nicht als Waisen zurückließ, sondern als Söhne Gottes, indem er ihnen die beste Gabe für diese Zeit und die Zukunft gab, nämlich den Heiligen Geist, der sie den Vater hat erkennen lassen (vgl. Römer 8,14-17).
 
Römer 8,14-17:
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder (Anm.: Söhne Gottes).
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
 
Die neue Identität und das gesunde Selbstbewusstsein durch den Heiligen Geist
 
Das bedeutet, dass Jesus seine Jünger, die zuvor in Verzweiflung und Traurigkeit aufgrund seiner Gefangenschaft und des Todes waren mit neuer Freude füllte, indem er ihnen den Heiligen Geist gab, so dass sie nicht mehr wie ungesäuertes Brot auf der Flucht oder in Eile waren (vgl. Markus 14,50-51 i.V.m. Johannes 20,19), sondern nun den gesunden Sauerteig empfingen, um in der Identität in Christus durch den Heiligen Geist aufzugehen und mit einem gesunden Selbstbewusstsein voranzugehen.
Das wird deutlich, da das Volk Israel zu Pessach das Land Ägypten – die Skalverei mit ungesäuerten Broten (vgl. 2.Mose 12,34 i.V.m. 2.Mose 13,7-8) – dem „Brot der Eile“ verließ, um kurze Zeit später mit gesäuertem Teig den HERRN in der Wüste zu verehren (vgl. 3.Mose 23,17).
 
3.Mose 23,17:
17 Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den HERRN.
 
Der himmlische Sauerteig
 
Jesus erwähnte in Verbindung mit dem Königreich des Himmels den Sauerteig, der notwendig ist, um in seiner Gegenwart „aufzugehen“ bzw. aufzuleben (vgl. Matthäus 19,33).
 
Matthäus 19,33:
33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.
 
Was ist das Königreich des Himmels?
 
A) Das Königreich des Himmels ist die Herrschaft und Macht von Gottes Ordnungen, Systemen, Regeln und Wegen in den Angelegenheiten der Menschen.
B) Es ist der Einfluss der Gemeinde von Jesus Christus in der Welt, und das, was der Welt die Autorität von Jesus Christus als den Herrscher über das Königreich Gottes und seine Himmel auferlegt. (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 298)
 
Da es sich bei gesäuertem Brot um sogenanntes aufgegangenes Brot handelt und das feinste Mehl auf Jesus Christus, seine Demut und die in dem aufgegangen Teig enthaltene Luft auf den Geist Gottes in unseren Herzen hinweist, offenbart uns das die Aussage vom Apostel Paulus, der sagte:
 
Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“ – Galater 2,20
 
Wenn wir dieses Verständnis tief in unserem Herzen verankert haben und danach leben, tragen wir ein gesundes Selbstbewusstsein (Anm.: ein mutiges Herz) und offenbaren unsere wahre Identität in Jesus Christus, um alles zu entfernen, was sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt (vgl. 2.Chronik 17,2 i.V.m. 2.Korinther 10,3-5).
 
2.Chronik 17,2:
6 Und als er (Anm.: Joschafat) in den Wegen des HERRN noch mutiger wurde, entfernte er wieder die Opferhöhen und die Ascherabilder aus Juda.
 
2.Korinther 10,3-5:
3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise.
4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.
 
Erst wenn unsere Identität bzw. Charaktere in Jesus Christus geläutert wurde, sind wir in der Lage mit einem gesunden Selbstbewusstsein, das immer mit einem demütigen Herzen verbunden ist, voranzugehen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm