Die Zeit des Brüllens des Löwen von Juda

Amos 3,7-8:
Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet werden?

Am Versöhnungstag verkündete der Geist der Wahrheit in einer mächtigen Proklamation:

„ES IST ZEIT, DAS BRÜLLEN WIEDERHERZUSTELLEN!”

Diese Proklamation sandte Wellen der Erregung durch meinen ganzen Körper!
Die Zeit der Ängstlichkeit und Furchtsamkeit kommt gerade zu einem plötzlichen Ende. Mit erstaunlicher Kühnheit werden sich die Heiligen Gottes erheben und verkünden, dass Jesus Christus der König aller Könige und wahrlich Herr aller Herren ist. Dieses plötzliche Wiederaufflammen der Kühnheit wird die Folge einer gewaltigen Rückkehr zur Ersten Liebe sein, die die Feuer der ersten Liebe wieder entfachen wird (vgl. Offenbarung 2,4-5).
Heißt die Ehrfurcht vor Gott willkommen!

Ein eindringliches Wort – Er brüllt, plötzlich!

Kürzlich wurde ich von einer himmlischen Heimsuchung überwältigt. Ohne Vorwarnung widerfuhr  mir eine der bedeutsamsten und fesselndsten Begegnungen meines Lebens.
Ich genoss gerade einen ganz normalen Tag mit meiner Familie in Texas.
Ich hatte gerade viel für eine bevorstehende Dienstreise nach Europa vorzubereiten, deshalb entschuldigte ich mich und zog mich in mein Arbeitszimmer zurück. Ich ordnete gerade einige Schriftstücke auf meinem Schreibtisch, als ich ein leises Geräusch hinter mir hörte. Ich dachte, es wäre meine Frau oder vielleicht eines meiner Enkelkinder, und drehte mich zwanglos um, um zu sehen, wer im Zimmer war.
Ohne Vorwarnung fand ich mich in geistlichen Gefilden wieder. Dort tauchte plötzlich – nur einige Zentimeter vor meinem Gesicht – eine lebendige, strahlende Wand aus durchscheinendem Licht in funkelndem, blau-grünem Wasser auf. Das Wasser strahlte und leuchtete und war – auch lebendig. Ein zartes Säuseln entsprang dieser sich bewegenden Masse lebendigen, flüssigen Lichts, ähnlich dem säuselnden Wind in den Bäumen.
Diese herrliche Wand war ein göttlicher Schleier, der die erstaunlichsten und faszinierendsten Strahlen funkelnden Lichts, die ich je gesehen hatte, reflektierte. Sie waren unbeschreiblich erfrischend. Erstaunt wollte ich alles, was von diesem Schleier ausging, in mich auf nehmen. Es schien, als bestünde sein Zweck darin, zu erleuchten und zu erfrischen.
Alle meine Sinne waren extrem wach, während ich diesen atemberaubenden Schleier bewunderte, und ich fragte mich, was nun geschehen würde. Ich dachte darüber nach, wie ruhig und gut und voller Frieden  ich mich fühlte, als plötzlich, ohne Vorwarnung, ein überwältigender LÖWE aus dieser Wand aus lebendigem Licht hervorsprang.
Dies war eine gewaltige, furchteinflößende Kreatur, ein mächtiger golden-bernsteinfarbener Löwe, dessen Mähne einen goldenen Glorienschein ausstrahlte.
Er war groß genug, mir direkt in die Augen zu sehen. Und in der Tat fixierten Seine Augen meine.
Er sah mir mit solch einer Intensität in die Augen, dass ich wusste, dass Er mir direkt in die Seele blickte. Als ich Seinen festen Blick erwiderte, hatte ich das Gefühl, in die Ewigkeit zu blicken.
Ich wollte vor lauter Schreck davonlaufen, doch ebenso sehr wollte ich dieses wundervolle Wesen aus einer anderen Welt umarmen. Dieser Löwe besaß eine außergewöhnliche Wildheit, doch diese unbeschreibliche Stärke und Kraft strahlte auch eine überwältigende Sanftheit aus. Ich war erstaunt über die Wärme und Liebe, die in Ihm pulsierten, und über den Frieden  und  das  Gefühl  des Geschütztseins, die von Seiner Gegenwart ausgingen.
Unsere Augen ruhten in einem  festen  Blick, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, als der Löwe plötzlich Sein Maul weit öffnete und zu brüllen begann. Dieses Brüllen ähnelte nichts, was ich je gehört hatte – es ging durch Mark und Bein, es war überwältigend, unbeschreiblich.
Bloße Worte können die Kraft und die Schönheit dieses Atemstoßes aus einer anderen Welt nicht wiedergeben.
Dieses gewaltige Brüllen dauerte eine ganze Weile an und setzte eine Erschütterung und einen Widerhall frei, die Himmel und Erde erbeben ließen – es fühlte sich an, als ob es im gesamten Universum gehört  und gespürt werden könnte.
Im göttlichen Strom dieses Brüllens des Löwen spürte ich eine göttliche Unbesiegbarkeit. Bevor ich Zeit hatte nachzufragen, verstand ich das Wesen dieses Brüllens. In meinem Geist hörte ich die Worte:
„Der Atem Gottes.“

Heißt willkommen die Ehrfurcht vor dem allmächtigen Gott!

So plötzlich wie das Brüllen des Löwen begann, genauso plötzlich hörte das Brüllen auf – so rasch, dass seine Abwesenheit ein Vakuum schuf, das die Luft und jedes Geräusch aus dem Raum saugte.
Aus dieser tiefen, ehrfurchtgebietenden Stille ertönte eine dröhnende Stimme vom Himmel mit einer heiligen Proklamation, die mein ganzes Sein erschütterte. Die Stimme brandete mit übernatürlicher Kraft und Autorität heran:

„Bereite Mein Volk darauf vor, die Ehrfurcht vor dem allmächtigen Gott willkommen zu heißen!

Und dann verschwand dieses wunderschöne flüssige Licht so schnell wie es gekommen war.
Zitternd stand ich in meinem Arbeitszimmer, mit wild schlagendem Herzen und mein Geist lodernd mit Feuer vom himmlischen Altar.
Da sagte der Heilige Geist in seinem stillen, tröstenden, überzeugenden Tonfall:

„Ja, bereite das Volk Gottes darauf vor, die Ehrfurcht vor Gott willkommen zu heißen!“

Der Heilige Geist erklärte dann, dass viel Offenbarung über den Löwen aus dem Stamm Juda freigesetzt werden wird – eine Offenbarung, die eine heilige und heilsame Furcht vor dem HERRN hervorrufen wird.

Die Furcht des Herrn, die Ehrfurcht vor Gott

Ja, der Herr sprach sogar eine sehr ernste Warnung aus, denn Er sagte:

„Warne die Menschen, dass man mit Mir nicht so lässig Kontakt haben kann, wie es einige Prediger von Mir behauptet haben!“

Was bedeutet das, liebe Brüder und Schwestern in Christus?

Wir dürfen die Wahrheit nie vergessen, dass „es schrecklich  ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“ (vgl. Hebräer 10,31).
Der Schreiber des Hebräerbriefes ermahnt uns, ja er fleht uns an, den Herrn zu fürchten: Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!
(vgl. Hebräer 12,28).

Bobby Conner
EaglesView Ministries

Übersetzung:
Karin Meitz