Blicke in die Wüste und sehe Gottes Herrlichkeit!

Das Murren des Volkes Israel und Gottes Antwort

Vor einiger Zeit führte mich der Heilige Geist zu der Bibelstelle aus 2.Mose 16,9-12, wo Gott auf das Murren des Volkes Israels antwortete.

2.Mose 16,9-12:
9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Israeliten: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört.
10 Und als Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Israeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke.
11 Und der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin.

Gott war nicht über das Murren seines Volkes in dieser Zeit verärgert, sondern er reagierte mit seiner Gegenwart und der Freisetzung von übernatürlicher Versorgung.

Die Veränderung der inneren Sichtweise im Volk Gottes


Bevor Gott sein Volk übernatürlich versorgte, geschah ein innerer Wandel im Volk Israel, indem sie sich während Aaron zu ihnen sprach von seinem Angesicht abwandten, um sich dem Angesicht Gottes zuzuwenden.
Während die Stimme des Propheten Aaron ertönte (vgl. 2.Mose 7,1), fand eine innere Umwandlung im Volk Gottes statt, so dass sie begannen, ihre Sichtweise zu verändern und dadurch die Herrlichkeit Gottes sahen, was zu einem Zeitpunkt geschah, an dem die Stiftshütte nicht aufgerichtet war.
Propheten sind im Volk Gottes dazu bestimmt, dieses näher ans Herz Gottes zu ziehen und zu einer neuen Form von Versorgung beizutragen, selbst wenn das Volk Gottes die Versorgungsart noch nicht kennt.
Propheten sind nicht dazu bestimmt, die Augen des Volkes auf sich zu projizieren, sondern es auf Gott, den Vater und seinen Sohn Jesus Christus auszurichten.
Das prophetische Amt steht im engen Zusammenhang mit vielfältiger und übernatürlicher Versorgung (vgl. 1.Könige 17,8-16=> Das Mehl- und Ölwunder in Sarepta zur Zeit des Propheten Elija; 2.Könige 4,1-7=> Die Vermehrung des Öls in der Zeit des Propheten Elischa; 2.Könige 4,42-44=> Die Brotvermehrung zur Zeit des Propheten Elischa), was auch der Grund war, warum die Zuhörer zur Zeit Jesu als er das Brot und die Fische vermehrte, ihn als den Propheten erkannten, der in die Welt kommen sollte (vgl. Johannes 6,1-14).

Klagen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort kann zur übernatürlichen Versorgung beitragen!

Es gibt Zeitpunkte in unserem Leben, wo der Klang unserer Verärgerung bzw. unser Klagen zu einer positiven Veränderung beitragen kann, die wir nicht erwarten, so dass wir plötzlich einer segensreichen Situation gegenüberstehen, die uns fragend und sprachlos dastehen lässt.
Hierbei ist jedoch die Zeit und das Umfeld, indem wir uns als Volk Gottes befinden, ausschlaggebend (vgl. 2.Mose 2,23-25; 2.Mose 16,11-12).

2.Mose 2,23-25:
23 Lange Zeit aber danach starb der König von Ägypten. Und die Israeliten seufzten über ihre Knechtschaft und schrien, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor Gott.
24 Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob.
25 Und Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.

2.Mose 16,11-12:

11 Und der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin.

Die Erinnerung an das Gute

Wenn wir uns in Schwierigkeiten bzw. herausfordernden Situationen befinden, ist es ratsam sich unter die prophetische Salbung zu begeben, so dass wir uns der Wüste zuzuwenden, was nichts anderes bedeutet, dass wir uns an das Gute erinnern, das Gott, der Vater uns in der Vergangenheit getan hat (vgl. 5.Mose 4,9 i.V.m. Psalm 103,2).

5.Mose 4,9:

9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun …

Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …

Diese Erinnerung an die guten Taten Gottes in unserem Leben, sind Zeugnisse, die einen Zugang in die Gegenwart seines Thronraums kreieren (vgl. Psalm 95,2 i.V.m. Psalm 100,4).

Psalm 95,2:
2 Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!

Psalm 100,4:
4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!

Die Wüste und der Mund Gottes

Das hebräische Wort für Wüste ist „midbār“ und bedeutet unter anderem „sich abwenden, den Rücken kehren, Mund“, was ein Hinweis auf das Umdenken und das Hineingehen in die prophetische Salbung ist, weil sich auch Johannes der Täufer als „Mund Gottes“, in der Wüste befand und den neuen Weg für das Volk Israel vorbereitete, indem er Nahrung (Anm.: Heuschrecken und wilder Honig) zu sich nahm, die anders war als es die Leute kannten.
Seine Nahrung machte auf die Überwindungs- und Offenbarungskraft Gottes aufmerksam, die dazu befähigte, die Mauern (Anm.: veraltetes, ausgedientes Gedankengut; ein Zusammenschluss von Menschen mit einem veralteten Gedankengut) zu überwinden (vgl. Matthäus 3,1-6 i.V.m. Psalm 18,30; 1.Samuel 14,29).

Matthäus 3,1-6:
1 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa 2 und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
3 Denn dieser ist es, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat (vgl. Jesaja 40,3): „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!“
4 Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.
5 Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Judäa und alle Länder am Jordan 6 und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden.

Psalm 18,30:
30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.

1.Samuel 14,29:
29 Da sprach Jonathan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück; seht, wie strahlend sind meine Augen geworden, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.

Das Begeben unter den prophetischen Salbungsmantel Gottes

Wer sich in dieser Zeit nicht unter den prophetischen Salbungsmantel Gottes begibt, wird in der Zukunft nicht in der Lage sein, in der von Gott festgelegten Ordnung der Braut Jesu zu stehen oder in ihr voranzugehen.
Der prophetische Salbungsmantel fällt in der Wüste und er ist gleichzusetzen mit den Flügeln des großen Adlers, die die Braut an den Ort der Intimität mit ihrem Bräutigam Jesus Christus bringt, um nach dieser intensiven Zeit mit ihm aus der Wüste mit Kraft herauszutreten (vgl. Offenbarung 12,14).

Offenbarung 12,14:
14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers, dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange.

Der Ort der geistlichen Intimität

Der Ort, der Intimität mit Jesus Christus ist der Ort, wo die alte Schlange, die der Satan ist, nicht hingelangen kann, weil dort eine Kraft von Liebe und gegenseitiger Zuneigung existent ist, die die alte Schlange nicht aushalten kann (vgl. 1.Johannes 4,18).

1.Johannes 4,18:
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Wir haben viele Lehren und Offenbarungen über die Braut Jesu gehört aber es ist wichtig, dass wir nicht nur als Zeugen von einer geistlichen Bewegung berichten, die wir sehen, sondern wir müssen ein Teil von ihr sein.
Um ein Teil des Leibes Jesu zu sein, ist es notwendig ein Geist mit ihm zu sein, was die Intimität mit ihm meint. Ohne Intimität, sind wir nicht in der Lage, Leib Jesu zu sein (vgl. 1.Mose 2,24 i.V.m. Epheser 5,23.32).

1.Mose 2,24:
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.

Epheser 5,23.32:
23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat.
32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.

Die Kraft der Braut/ des Leibes Jesu

Manche mögen an dieser Stelle berechtigt die Frage stellen, wie die Kraft der Braut Jesu in dieser Zeit aussieht?
Um das zu erklären, ist es notwendig, dass wir uns die Bewegung der Sänfte Salomos sowie der Braut aus dem Hohelied 6,10 und Hohelied 8,5 anschauen.

Hohelied 6,10 (Neue Jerusalemer):
10 Wer ist, die da erscheint wie das Morgenrot, wie der Mond so schön, strahlend rein wie die Sonne, prächtig wie Himmelsbilder (Anm.: furchterregend wie Kriegsscharen; vgl. Richter 5,20)?

Hohelied 8,5:
5 Wer ist sie, die heraufsteigt von der Wüste und lehnt sich auf ihren Freund?

Der Regierungsbereich der Braut Jesu

Die Bewegung der Braut bzw. des Leibes Jesu beinhaltet ein Erscheinen in übernatürlicher Kraft, die nicht an den Erdenbereich gebunden ist, sondern aus dem Bereich der Himmel auf die Erde regiert (vgl. Offenbarung 21,2.10).

Offenbarung 21,2.10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, …

Diese regierende Bewegung ist imstande die Zeiten aus der Ewigkeit zu erkennen und dadurch im Auftrag Gottes auf der Erde:

1. den neuen Tag anzukündigen,
2. die neue Allianz von Zeit einzuleiten,
3. den neuen Zeitpunkt/ die neue Stunde zu bestimmen,
4. die göttliche Ordnung anzukündigen und darin zu wandeln (Anm.: das göttliche Verständnis der Sterne und der Stämme Israels).

Die Braut Jesu trägt in ihrem Wandel, die biblische Ordnung und Einheit der Familie, so wie es auch Joseph in seinem Traum sah, der ein Hinweis auf Jesus Christus war (vgl. 1.Mose 37,9).

1.Mose 37,9.10b:
9 Und er hatte noch einen zweiten Traum, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Ich habe noch einen Traum gehabt; siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir.
10b Was ist das für ein Traum, den du geträumt hast? Soll ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und vor dir niederfallen?

Segnung kommt aus dem Lager des Feindes

Diese göttliche Ordnung in der Braut Jesu veranlasst zu einer Segnung, die aus einem Bereich der Welt kommt, der normalerweise Flüche hervorbringt (vgl. 4.Mose 24,1-9).

4.Mose 24,1-9:
1 Als nun Bileam sah, dass es dem HERRN gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht wie bisher auf Zeichen aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste, 2 hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagerten nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn 3 und er hob an mit seinem Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind; 4 es sagt der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet: 5 Wie fein sind deine Zelte, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!
6 Wie die Täler, die sich ausbreiten, wie die Gärten an den Wassern, wie die Aloebäume, die der HERR pflanzt, wie die Zedern an den Wassern.
7 Sein Eimer fließt von Wasser über, und seine Saat hat Wasser die Fülle. Sein König wird höher werden als Agag, und sein Reich wird sich erheben.
8 Gott, der ihn aus Ägypten geführt hat, ist für ihn wie das Horn des Wildstiers. Er wird die Völker, seine Verfolger, auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.
9 Er hat sich hingestreckt, sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe – wer will ihn aufstören? Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht!

Zeitgleich mit der Ordnung in der Braut/ dem Leib Jesu, wird der Gott Israels seinem Volk zum Recht vor den Augen der Nationen verhelfen, so dass plötzlich Segen aus den Nationen kommt, die Israel durch ihre Außenpolitik auf unterschiedliche Weise verdeckt bedrückten.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm