Die gegenseitige Anerkennung der Männer und Frauen im Leib Jesu

Einleitung

Damit wir in eine größere Einheit im Leib Jesu auf der Erde eintreten können, sehe ich es als wichtig an, dass wir aus der Perspektive unseres Schöpfers und himmlischen Vaters die Sicht des Mannes und der Frau richtig verstehen, so dass wir in der Lage sind uns gegenseitig aus diesem Verständnis heraus ordnungsgemäß zu achten und auch zu ergänzen.

Kinder Gottes

Der Apostel Paulus nahm Bezug auf den geistlichen Leib in Jesus Christus, in dem weder die Nationalität oder das Geschlecht die Hauptrolle spielt, sondern die erste Grundvoraussetzung eines wiedergeborenen Christen sollte es sein zu wissen, dass er ein Kind Gottes ist (vgl. Galater 3,26-28).

Galater 3,26-29:
26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.
29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Söhne Gottes und Braut Jesu

Es mag paradox klingen aber im Leib Jesu sind wir auf der einen Seite Söhne Gottes und auf der anderen Seite die Braut Jesu, was bedeutet, dass sich der Mann mit der Struktur der Frau und die Frau mit der Struktur des Mannes beschäftigen sollte, um im irdischen Bereich ein richtiges Verständnis vom Leib Jesu und die nötige Ehrerbietung dem anderen Geschlecht gegenüber zu haben (vgl. Römer 8,14-16; 2.Korinther 11,2 i.V.m. Offenbarung 19,7).

Römer 8,14-16 (Rev. Elberfelder):
14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.
15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
16 Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

2.Korinther 11,2:
2 Denn ich (Anm.: Paulus) eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.

Offenbarung 19,7:
7 Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet.

Das richtige Verständnis über Mann und Frau

Es ist notwendig, dass die Männer gemäß dem Wort Gottes ein wahres Verständnis über die Grundstruktur der Frau (Anm.: Eva) und die Frauen über die Grundstruktur des Mannes (Anm.: Adam) haben, um auf diese Weise in der Lage zu sein, eine größere Herrlichkeit auf der Erde vor den Menschen in der Welt zu reflektieren.

Die größere Herrlichkeit

Ich bin überzeugt, dass in den kommenden Zeiten gemäß dem Wort Gottes die Einheit zwischen Mann und Frau ein große Rolle spielt, so dass eine größere Herrlichkeit offenbart und in der Welt widergespiegelt wird (vgl. Sprüche 12,4a).

Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …

Eine strategische Offenbarung

Ich entnehme für mich persönlich aus der von Gott kreierten Grundstruktur der Beziehung zwischen Mann und Frau folgende Strategie:

Der Mann sollte zuerst die Offenbarung von der Hand und dem Atem des Vaters in Empfang nehmen, um auf diese Weise in der Lage zu sein, ein göttliches Verständnis von Aufrichtung und Einfühlsamkeit zu besitzen (Anm.: zuerst etablierte sich der Tau/ Nebel, dann formte Gottes Hand die irdische Substanz, um sie danach mit seinem Atem zu füllen).
Das heißt, dass der Mann zuerst ein Verständnis von der Struktur der Frau besitzen muss, um sie richtig zu erkennen bzw. zu beurteilen.
In der Grundstruktur wurde Eva von Gott aus Adams Seite/ Rippe (Anm.: Das hebräische Wort für „Seite“ heißt „ȥēla`“ und bedeutet „Brett, Rippe; es bezeichnet auch einen Berghang, die längere Seite der Bundeslade und des Zeltes der Begegnung; die Seite des Altars oder Seiten(stockwerke) am Tempel, Bretter, Tragbalken“) herausgelöst, so dass Adam ihre Knochen (Anm.: auch Empfindungen gemeint) und ihr Fleisch (Anm.: auch ein menschliches Gott zugewandtes Herz gemeint; vgl. Hesekiel 11,19; Hesekiel 36,26= im Sinne eines fleischernen Herzens; das hebräische Wort für „Fleisch“ ist „bāsār“ und meint unter anderem „eine gute Nachricht zu überbringen, zu verkündigen und auch eine neutrale oder gute Nachricht zu überbringen".) erkannte.
Das bedeutet, dass die dem Mann von Gott zugeteilte Frau sozusagen zur Sehne eines Bogens (Anm.: Rippe) wird, von dem Gott seine Offenbarungspfeile abschießt.
Die zugeteilte Frau besitzt das Potential einer tragenden Weite (vgl. Epheser 3,18-19), die Verständnis über Gottes Größe (Anm.: Berghang), das Wesen Jesu (Anm.: die längere Seite der Bundeslade), seine Gegenwart (Anm.: die längere Seite des Begegnungszeltes) und auch sein Herz (Anm.: der Altar) hat.
Diese Weite/ Länge trägt ebenfalls die Erkenntnis der priesterlichen Bewegung von Jesus, die sich von Osten nach Westen bewegt, so wie sich der Priester im Wort Gottes von Osten nach Westen ins Allerheiligste begab, was weiterhin mit der Offenbarungskraft und dem Kommen von Jesus im Zusammenhang steht (vgl. Matthäus 24,27).

Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.

Diese Erklärung offenbart uns, dass die Frau eine ähnliche Vision bzw. Dienstcharaktere wie ihr Mann tragen sollte, da die Verheißung aus dem „Boden“ in den Mann von Gottes Hand hinein gewoben wurde, aus dem Eva heraus entstand (vgl. 1.Mose 2,6-7.21-22).

1.Mose 2,6-7.21-22:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. …
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er
nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte
sie zu ihm.

Visionsträger

Das Tragen der ähnlichen Vision von Mann und Frau (Anm.: in Bezug auf die Ehe) ist nach meiner Ansicht notwendig, damit die Frau die richtige Ergänzung sein kann, so wie es Sprüche 12,4a beschreibt.
Das wiederum bedeutet, dass der Mann durch solch eine Übereinstimmung der Frau erlaubt, den höheren Platz einzunehmen, was nicht die höhere Autorität in der Ehe meint, sondern die ihr zustehende Position vor Gott.
Der Mann wird erst durch die Frau „veredelt“ und die Frau benötigt den Mann, um zur „Veredelung“ beizutragen, was bedeutet, dass sie nur gemeinsam die Herrlichkeit Gottes auf der Erde vor der Welt offenbaren können (vgl. Sprüche 12,4a i.V.m. Epheser 5,25).

Sprüche 12,4a:
4 Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …

Epheser 5,25:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, …

Schnelle Gebetserhörungen

Wenn diese Anerkennung und Achtung der Ehemänner gegenüber ihren Frauen besteht und auch umgekehrt, führt dies zu beschleunigten Gebetserhörungen (vgl. 1.Petrus 3,7).

1.Petrus 3,7 (Rev. Elberfelder):
7 Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!

Adams Unwissenheit von Geburt und Tod

Um noch tiefer die Gefühlswelt des Mannes und der Frau zu beschreiben, möchte ich an dieser Stelle auf die Erschaffung von Adam und Eva eingehen.
Der erste Mann (Anm.: Adam) auf der Erde kannte keinen irdischen Vater und keine irdische Mutter. Weiterhin besaß er ebenfalls keine Erfahrung von einer irdischen Geburt, dem Tod oder dem Wetteifer unter den Menschen.
Adam war vollkommen unbefangen das Leben Gottes richtig zu verstehen, da er von Gott durch den Tau, seiner Hand und seinen Atem zu einem lebendigen Wesen aus der Erde heraus kreiert wurde (vgl. 1.Mose 2,6-7).

1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

Adam hatte vor dem Sündenfall keine natürliche Regung ums Überleben zu kämpfen, da er von Gott in die ganze Fülle der Wonne hineingesetzt wurde (Anm.: „Eden“ bedeutet „Wonne“; vgl. 1.Mose 2,8).

1.Mose 2,8:
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

Adam und auch später Eva wussten nicht, was es bedeutete tot zu sein, was möglicherweise auch ein Grund für die Neugier Evas und auch Adams gewesen sein könnte.
Den ersten natürlichen menschlichen Tod und damit verbundenen Schmerz, den sie miterleben mussten war als ihr gemeinsamer Sohn Abel von Kain ermordet wurde (vgl. 1.Mose 4,8).

1.Mose 4,8:
8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.

Gott jedoch erlebte den Schmerz von Tod früher, da er ein „Lamm“ für Adam und Eva schlachtete, um ihre Scham bzw. ihren Fehltritt zu bedecken (vgl. 1.Mose 3,21).

1.Mose 3,21:
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. (Anm.: Um Röcke aus Fellen herzustellen, war es notwendig, dass ein Tier sterben musste.)

Der Sündenfall und das damit geöffnete Portal für den natürlichen Tod, begann Angst in Adam zu schüren, da er sich nun im Klaren darüber war, was es bedeutete zu sterben, weil Gott ihm deutlich machte, dass er wieder zu Staub werden würde (vgl. 1.Mose 3,19 i.V.m. Römer 5,12).

1.Mose 3,19:
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Römer 5,12:
12 Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Die o.g. Festlegung Gottes für den Menschen zu sterben, setzte eine gewisse Art von Furcht in Adam frei, da Gott in diesem Zusammenhang in erster Linie mit ihm sprach.
Diese Angst ist bis heute in den Menschen gegenwärtig, die Jesus Christus nicht richtig kennen, was zur Folge hat, dass sie Angst haben Dinge zu verlieren.
Deshalb tragen besonders die Männer eine gesteigerte Form der Angst vor Verlust, der ihnen wenn dieser eintritt wie „Staub“ erscheint und durch die sie sich plötzlich wertlos fühlen.
Das ist der Grund, warum die Männer, die Jesus Christus nicht richtig erkannt haben mit aller Macht versuchen sich nach außen über den Besitz oder ihre Arbeit zu präsentieren.
Im Gegensatz tragen die Frauen diese Verlustangst nicht so verstärkt, da sie von Gott auf eine andere Weise nach dem Sündenfall adressiert wurden (vgl. 1.Mose 3,16).

1.Mose 3,16:
16 Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.

Die Frauen, die Jesus Christus nicht richtig erkannt haben, tragen mehr eine innere Angst vor Schmerz und sehnen sich nach wahrem Schutz.
Frauen fürchten sich nicht so sehr wie Männer davor nicht gesehen zu werden, da sie aus der Seite des Mannes heraus entstanden sind und deshalb nicht in direktem Zusammenhang mit der Erde stehen.
Sie können nicht tiefer fallen als in die Arme eines Mannes. Diese Gewissheit tragen sie tief in ihrem Herzen. Auch wenn das einige Frauen vielleicht nicht zugeben möchten, ist das ein tiefes Verlangen in dem Wesen einer Frau von einem Mann wertgeschätzt zu werden, weil Gott es auf diese Weise festgelegt hat (vgl. Epheser 5,25-29).

Epheser 5,25-29:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.

Das Wissen bzw. die Erkenntnis über dieses Grundprinzip sollten auch wir als Braut Jesu tragen und uns sicher sein, dass wir in der Seite von Jesus Christus unsere Sicherheit und Wertschätzung haben, so ähnlich wie sich Mose sicher in der Felsspalte fühlte als er die Herrlichkeit Gottes sah (vgl. 2.Mose 33,21-22).

2.Mose 33,21-22:
21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.

Jesus Christus, der der Löwe von Juda ist, versteht die Männer (Anm.: Löwen) und auch die Frauen (Anm.: Löwinnen) in seinem Leib, da er die Charaktere eines männlichen und weiblichen Löwen trägt (vgl. Offenbarung 5,5 i.V.m. 1.Mose 49,8-12).

Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.

1.Mose 49,8-12:
8 Juda, du bist es! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm