Der dreifaltige Sauerteig des Feindes gegenüber dem Sauerteig des Königreichs

Es ist für uns als Volk Gottes aktuell von größter Wichtigkeit, dass wir uns weise gegenüber dem Einfluss des Sauerteigs der Pharisäer und der Sadduzäer sowie vor dem Sauerteig des Herodes positionieren. Unser Herr Jesus Christus warnte seine Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer, der Sadduzäer und des Herodes (vgl. Matthäus 16,6; Markus 8,15).
 
Matthäus 16,6:
6 Jesus aber sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
 
Markus 8,15:
15 Und er gebot ihnen und sprach: Schaut zu und seht euch vor, vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes.
 
Die drei Sauerteige
 
Diese drei genannten Sauerteige sind ein Hinweis auf drei Einflüsse des Widersachers, in Form des religiösen Geistes (Anm.: Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer) sowie des politischen Geistes (Anm.: Sauerteig des Herodes).
 
Der jeweilige Sauerteig beinhaltet eine bestimmte Auffassung bzw. Doktrin. Das umfasst Worte, die dazu bestimmt sind in den Bereich von Wahrheit und Gerechtigkeit zu dringen mit der Absicht, diesen zu pervertieren.
 
Im Kontext des Umgangs mit einem Teig und dessen Backvorgang ist die verwendete Menge des Sauerteigs im Verhältnis zum Mehl zwar wesentlich geringer, jedoch trägt dieser dazu bei, dass der Teig sich ausdehnt und gärt. Es bedarf nur wenig Sauerteig (Anm.: darin enthaltene Hefe), um eine gewünschte Gärung in Form einer Ausdehnung der Teigmenge zu erzielen.
 
Die Doktrin des Sauerteiges des Herodes gründet sich auf Angst und Neid.
Die Doktrin des Sauerteiges der Pharisäer basiert hingegen auf Gesetzlichkeit und Heuchelei.
Die Doktrin der Sadduzäer lehnt das übernatürliche Wirken Gottes sowie die Geistesgaben in dieser Zeit ab.
 
Wenn man diesen dreifaltigen bösen Einfluss gewähren lässt, hat dies zur Folge, dass es zum Absterben des geistlichen Lebens in einer Gesellschaft kommt, die einer geistlichen Wüste gleicht, in der dämonische Mächte in Form von Wüstenkauz, Igel, Eule, Rabe, Schakale, Strauße, Wüstenhunde, Hyänen, Bocksgeister (hebr. „śā‘îr“), Lilit – Nachtdämon, Pfeilschlange und Geier ihren Platz haben (vgl. Jesaja 34,10b-15).
 
Jesaja 34,10b-15:
… 10b Und es wird verwüstet sein von Geschlecht zu Geschlecht, dass niemand hindurchgehen wird auf ewige Zeiten, 11 sondern Rohrdommeln und Igel werden es in Besitz nehmen, Nachteulen und Raben werden dort wohnen. Und er wird die Messschnur darüber spannen, dass es verwüstet werde, und das Bleilot werfen, dass es öde sei.
12 Und Feldgeister werden darin wohnen, und seine Edlen werden nicht mehr sein. Man wird dort keinen König mehr ausrufen, und alle seine Fürsten werden ein Ende haben.
13 Dornen werden wachsen in seinen Palästen, Nesseln und Disteln in seinen Schlössern; und es wird eine Behausung sein der Schakale und eine Stätte für die Strauße.
14 Da werden Wüstentiere und wilde Hunde einander treffen, und ein Feldgeist wird dem andern begegnen. Das Nachtgespenst wird auch dort herbergen und seine Ruhestatt dort finden.
15 Da wird auch die Natter nisten und legen, ihre Eier aufhäufen und ausbrüten. Auch die Raubvögel werden dort zusammenkommen. Keines vermisst das andere.
 
Es ist das Anliegen des Heiligen Geistes, uns als Volk Gottes widersetzliche Einflüsse wie die der drei „Sauerteige“ zu offenbaren, damit wir einen heiligen, strategischen, geistlichen Kampf gemäß dem Wort Gottes führen und jeden Widerstand gegen die Wahrheit besiegen (vgl. Epheser 6,12; 1.Timotheus 6,12; 2.Timotheus 2,4-5).
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
1.Timotheus 6,12:
12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.
 
2.Timotheus 2,4-5:
4 Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.
 
Hierbei ist es wichtig, dass wir durch die Führung des Heiligen Geistes den jeweiligen Einfluss des „Sauerteigs“ mit dem Licht der Offenbarung in Form der Gabe der Geisterunterscheidung aufdecken (vgl. 1.Korinther 12,10).
 
1.Korinther 12,10:
… 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
 
Den betreffenden Menschen, die sich unter diesem bösen Einfluss des einen oder anderen „Sauerteigs“ befinden und sich davon haben gefangen nehmen lassen, gilt es in Weisheit zu begegnen, ohne sie persönlich anzugreifen.
 
In diesem Zusammenhang sollten wir uns des Sieges Jesu am Kreuz von Golgatha bewusst sein, der alle Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und öffentlich zur Schau gestellt hat (vgl. Kolosser 2,15).
 
Kolosser 2,15:
15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
 
Das Bloßstellen und die Überwindung dieser finsteren Mächte geschieht mit Hilfe des Geistes der Weisheit und Offenbarung. Diese zwei geistlichen „Komponenten“ der Weisheit und Offenbarung stehen in Verbindung mit der Erleuchtung der Augen unseres Herzens, so dass wir in den jeweiligen Situationen die richtigen Worte und Entscheidungen treffen.
 
Nur so gelingt es uns, im Willen des Vaters der Herrlichkeit in seiner gegebenen Hoffnung voranzuschreiten (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Das Erkennen des „politischen Geistes“
 
Um den Einfluss des Sauerteig des Herodes zu erkennen, ist es von Bedeutung zu wissen, an welcher Stelle in der Bibel von ihm gesprochen wird (vgl. Matthäus 2,1-12).
 
Der Einfluss dieses geistlichen Fürstentums ist nicht sofort zu erkennen und kann von einigen im Volk Gottes nicht eindeutig benannt werden. Er arbeitet versteckt und hinterhältig, weshalb es weise ist bei Antreffen dieses Einflusses mit erfahrenen Christen zu sprechen, die ihn erkennen und beim Namen nennen können.
 
Meistens macht sich die Wirkung der Gabe der Geisterunterscheidung bei dem Auftreten des „politischen Geistes“ (Anm.: Sauerteig des Herodes) in der Weise bemerkbar, dass man ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend und ein erhöhten Blutdruck empfindet (Anm.: starker und schneller Pulsschlag).
 
Wo und durch wen arbeitet der „politische Geist“?
 
In erster Linie bemächtigte er sich des Königs Herodes, welcher der König von Judäa war. Herodes gelangte in diese Regierungsposition durch seine gewalttätige, betrügerische, lügnerische und täuschende Natur.
 
Er kam in diese Vorherrschaft auf die Weise, indem er über eine Gruppe von Menschen verfügte, die ihm folgten. Und diese Gruppe wurde Herodianer genannt (vgl. Matthäus 22,16a; Markus 6,17.19.22.27-28; Lukas 3,19-20).
 
Matthäus 22,16a:
… 16 und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes. …
 
Markus 6,17.19.22.27-28:
17 Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. …
19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. …
22 Da trat herein die Tochter der Herodias und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir es geben. …
27 Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28 und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab es dem Mädchen und das Mädchen gab es seiner Mutter.
 
Lukas 3,19-20:
19 Der Landesfürst Herodes aber, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles Bösen, das er getan hatte, 20 fügte zu dem allen noch dies hinzu: er warf Johannes ins Gefängnis.
 
Die Gruppe der Herodianer war eine jüdische, politische Partei. Es ist der Einfluss des „politischen Geistes“, der sich mit drei Personenkreisen zusammenschließt, um einen zerstörerischen Angriff auf die kommende offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes (Anm.: Plan Gottes) innerhalb der Gemeinde Jesu (Anm.: gr. ekklēsia“) vorzubereiten und durchzuführen.
 
Dieser Kreis von Personen waren die Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten. Der König Herodes war in diesen Kreis integriert, um seine Macht effektiv ausüben zu können.
 
Das bedeutet, dass der „politische Geist“ nicht aus sich alleine heraus arbeitet und deshalb ist er nur schwer zu erkennen. Sein Angriff arbeitet meistens nicht direkt, sondern aus dem Hinterhalt, indem er sich der Wahrheit dieser drei Personenkreise bedient, um daraus einen Angriff gegen die offenbarende Wahrheit und das Leben Gottes, das der HERR für die Zukunft beschlossen hat zu planen.
 
Menschen, die aus dem „Sauerteig des Herodes“ agieren, handeln aus einem hinterhältigen, beobachtenden und nach außen hin gut erscheinenden Umfeld. Das ist die Begründung, warum Jesus Christus den König Herodes als Fuchs betitelte (vgl. Lukas 13,32a).
 
Lukas 13,32a:
32a Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: …
 
Herodes war ein gerissener bzw. listiger Täuscher. Die Wurzel dieser falschen Gerissenheit und vielen als Schläue vorgetragene Eigenschaft ist Neid und Angst.
 
Um ein Beispiel zu geben, wie der „politische Geist“ agiert, soll uns die Situation und der Umstand von der Geburt Jesu dienen (vgl. Matthäus 2,1-12). Als Herodes von der Geburt des Königs Jesu durch die Magier erfuhr, setzte er ein privates Treffen mit den Pharisäern und Schriftgelehrten an, um über die betreffende Situation zu sprechen (vgl. Matthäus 2,4).
 
Matthäus 2,4:
… 4 und er (Anm.: Herodes) ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
 
Er wies die Pharisäer und Schriftgelehrten an, ihn die Prophetien zu lehren, die über die Geburt Jesu existierten.
 
Die Schriftgelehrten und Pharisäer gingen davon aus, dass König Herodes an den prophetischen Worten interessiert war, so dass sie ihn in allen prophetischen Worten über Jesus sowie den Geburtsort unterwiesen (vgl. Matthäus 2,5-6).
 
Matthäus 2,5-6:
5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (vgl. Micha 5,1): 6 “Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.”
 
Herodes nahm diese Information und berief ein weiteres privates Treffen mit den Magiern ein. Er ließ sie wissen, dass er darüber in Kenntnis war, dass der Erretter kommen würde.
 
Aufgrund dieses Wissens bat er die Magier mit bösen Hintergedanken (Anm.: um den kommenden Christus zu töten) ihn zu finden und dann über den Fundort zu informieren, damit er selbst kommen könne, um Christus die Ehre zu erweisen (vgl. Matthäus 2,7-8).
 
Matthäus 2,7-8:
7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr es findet, so sagt mir es wieder, dass auch ich komme und es anbete.
 
Das Motiv von Herodes
 
Die Herzenshaltung von Herodes war nicht Christus zu ehren, sondern ihn zu töten. Und genau darin liegt eine der taktischen Vorgehensweisen des „politischen Geistes“, die der Satan gebraucht.
 
Herodes wirkte durch sein nach außen hin gut, scheinendes Verhalten auf die Pharisäer, Schriftgelehrten und Magier positiv und wohlwollend, obwohl er in seinem Herzen Mordgedanken gegen Jesus hegte.
 
Die Begründung, warum Herodes Mordgedanken hegte, ist darin zu finden, weil er die Angst hatte, dass jemand mit einer höheren Autorität auftreten und ihm seinen Platz streitig machen würde.
 
Im Hinblick auf die Gemeinde Jesu in der heutigen Zeit, zeigt die Warnung Jesu bezüglich des Sauerteigs der Pharisäer und des Sauerteigs von Herodes eine erhebliche warnende Offenbarung, die wir als Volk Gottes beachten sollten.
 
Jesus warnt uns vor Neid, Eifersucht, Rivalität sowie sinnlosen Machtkämpfen, die aufgrund einer Lüge in das Herz des Menschen durch den Widersacher eingetrichtert werden (Anm.: z.B. „Der/ Die nimmt mir mein Ansehen weg.“). Dieses Herzensmotiv trägt zu hinterhältigen Vorgehensweisen in der Gemeinde Jesu bei.
 
Einige Gläubige sind sich keiner Schuld bewusst, ähnlich wie die Hohepriester und Schriftgelehrten zur Zeit der Geburt Jesu, so dass sie freimütig alles den Menschen, die sich in einer Vormachtstellung befinden und sich dem „politischen Geist“ zur Verfügung stellen, mitteilen, was derzeit in der Gemeinde Jesu bzw. in den jeweiligen Gemeinschaften vonstatten geht. Solch ein Handeln kommt dem Verrat des Judas gleich, der Jesu mit einem Kuss verriet (vgl. Lukas 22,47-48)!
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
In dieser Zeit gilt es demnach weise zu sein und die Bibelstellen (vgl. Römer 13,1; Titus 3,1; 1.Petrus 2,13-14), die mit der Achtung gegenüber der staatlichen Obrigkeit in Verbindung stehen am gesamten Wort Gottes und seinen Maßstäben abzuwägen, um das gegebene Leben Gottes für seine Gemeinde – ekklēsia abzusichern und für diese sowie in der Zukunft hervorzubringen.
 
Auch die Apostel beugten sich nicht grundsätzlich der Weisung, der zu ihrer Zeit herrschenden Obrigkeit (Anm.: Hohen Rat), wenn diese dazu gesetzt war, die Botschaft der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes zu verbieten (vgl. Apostelgeschichte 4,18-20; Apostelgeschichte 5,40-42).
 
Apostelgeschichte 4,18-20:
18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu.
19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott.
20 Wir können es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
 
Apostelgeschichte 5,40-42:
… 40 und riefen die Apostel herein, ließen sie geißeln und geboten ihnen, sie sollten nicht mehr im Namen Jesu reden, und ließen sie gehen.
41 Sie gingen aber fröhlich von dem Hohen Rat fort, weil sie würdig gewesen waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden, 42 und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.
 
Personen, die in Leiterschaftspositionen stehen, sind besonders gefährdet dem Einfluss des „Sauerteig des Herodes“ zum Opfer zu fallen, insbesondere wenn sie in der Vergangenheit Vorteile des staatlichen Systems nutzen konnten und ihren Dienst unter staatlichen Auflagen ausüben.
 
Es ist von hoher Bedeutung zunehmend innerhalb der Gemeinde Jesu darauf zu achten, sich nicht durch die Irreführung des „politischen Geistes“ ausspielen oder instrumentalisieren zu lassen. Das ist der Grund, warum Jesus seine Jünger und auch uns vor dem dreifachen Sauerteig warnte.
 
Die Einflussbereiche des „politisches Geistes“ und wie man sich vor diesem schützen kann
 
Der Sauerteig des Herodes in Form des „politischen Geistes“ bedient sich kleiner sowie auch größerer Einflussbereiche. Das umfasst die Einflussnahme in kleinen Gemeinschaften, großen Gemeinschaften, einzelnen Personen, Kontaktnetzwerken oder Nationen.
 
Deshalb ist es unabdingbar, dass wir feinfühlig auf die Führung des Heiligen Geistes achten, der uns in alle Wahrheit führt (Anm.: wenn wir ihn lassen) und dadurch im geistlichen Kampf trainiert zu sein, den Sieg Jesu und seine Gerechtigkeit auf der Erde zu etablieren (vgl. Psalm 18,35; Psalm 144,1).
 
Psalm 18,35:
35 Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.
 
Psalm 144,1:
1 Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, …
 
Darüber hinaus ist es von Bedeutung, dass wir unser Herz bewahren, um dem Einfluss des „politischen Geistes“ zuvorzukommen und diesen den Zutritt zu verwehren.
 
Sprüche 4,23:
23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.
 
Einer der Zugangspunkte für den „politischen Geist” zu wirken, ist die Herzenshaltung eines Menschen oder eine von Menschen aufgestellte Ordnung. Um sich vor dem Einfluss des „Sauerteig des Herodes“ wie Bestechlichkeit zu schützen, ist der reine Wandel mit einer aufrichtigen Herzenshaltung vor dem HERRN ausschlaggebend.
 
Diese allein auf den HERRN vertrauende Haltung führt dazu, keine falschen Motive oder Ordnungen zuzulassen, die negativ beeinflussen können. Solch eine reine Vorgehensweise verhindert den Zugang dieses bösen geistlichen Einflusses in unser Leben (vgl. Psalm 51,12; Sprüche 22,11).
 
Psalm 51,12:
12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
 
Sprüche 22,11:
11 Wer ein reines Herz und liebliche Rede hat, dessen Freund ist der König (Anm.: Jesus).
 
Ein weiterer Schutz gegenüber dem „politischen Geist“ ist es allezeit der Stimme des Heiligen Geistes gehorsam zu sein, die uns davor schützt diesem bösen Einfluss Raum für Zerstörung zu geben (vgl. Matthäus 2,12).
 
Matthäus 2,12:
12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
 
Wenn wir dem Heiligen Geist gehorsam sind, wird er die falschen Herzenshaltungen großflächig und öffentlich offenbaren, so wie es auch mit Herodes geschah. Als Herodes bemerkte, dass die Weisen nicht zu ihm zurückkehrten, wurde das wahre Herz von Herodes offenbar (vgl. Matthäus 2,16).
 
Matthäus 2,16:
16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte.
 
Es ist erforderlich, dass wir mit der Weisheit von oben ausgerüstet sind (vgl. Jakobus 3,13-18), um gegen diesen „politischen Geist“ vorzugehen.
 
Jakobus 3,13-18:
13 Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.
14 Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider.
15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch.
16 Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
 
Wenn der Einfluss des „politischen Geistes“ in der Gemeinde Jesu durch Offenbarung bloßgestellt ist, wird die Braut in ihrer wahrhaftigen Natur und Schönheit hervorkommen, um Christus Jesus, ihren Bräutigam zu verherrlichen sowie die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes für diese Zeit hervorzubringen, die mit größerer Autorität einhergeht.
 
Die Begründung des Offenbarwerdens des „politischen Geistes“
 
Die Begründung, warum wir in dieser Zeit als Gemeinde Jesu dem Einfluss des dreifaltigen „Sauerteigs“ verstärkter gegenüberstehen ist, weil der Feind die wahre apostolische Regierung Gottes auf der Erde, die der HERR durch die Gemeinde Jesu ausüben lässt, hasst und sich deshalb dieser Fälschung bedient.
 
Das bedeutet, dass der „politische Geist“ ein falscher, regierender Geist ist, der den Anschein von apostolischer Regierung (Anm.: Führungskompetenz) trägt, sie aber von Gott nicht besitzt. Er will regieren durch das System und die Wege von Menschen, die er kontrolliert. Das Herz des „politischen Geistes“ ist Macht, Manipulation und Kontrolle.
Es ist das Verlangen Jesu, dass seine Gemeinde in dieser Zeit apostolisch und königreichsorientiert ist, so dass wir unsere Herrschaft in ihm einnehmen, um seine Position auf Erden freizusetzen.
 
Wir sind als seine Gemeinde dazu bestimmt in seiner Liebe und Weisheit auf Erden zu herrschen.
 
Ich persönlich betrachte es als keinen Zufall das Jesus in einem seiner Gleichnisse das Königreich des Himmels mit einem Sauerteig vergleicht, den eine Frau (Anm.: die Gemeinde – ekklēsia) nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte (vgl. Matthäus 13,33).
 
Matthäus 13,33:
33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.
 
Hiermit stellte Jesus die Anwendung des heiligen Sauerteigs durch eine Frau (Anm.: Bündnispartner Gottes durch wahre geistliche Intimität) der Anwendung des bösen Sauerteigs durch drei Arten von männlichen Personenkreisen als falsche Autoritätsausübung gegenüber.
 
Die Anwendung dieses heiligen Sauerteigs umfasst eine demütige Herzenshaltung, um vom himmlischen Vater, den empfangenen Samen durch den Heiligen Geist zu empfangen und daraufhin für die Angelegenheit des Königreichs tätig zu werden.
 
Das macht deutlich, dass der HERR einen bereits etablierten Bereich seiner Gerechtigkeit und Wahrheit (Anm.: Mehl) innerhalb seines Königreichsvolkes auf der Erde durch den apostolischen Eingriff seiner Braut mit dem Maßstab seines Willens (Anm.: Sauerteig) für das Königreich in dieser Zeit vermengt. Daraus folgt die Zunahme an Verständnis und verstärkter Ausübung von Einfluss des Königreichs innerhalb von unserer Gesellschaft.
 
In diesem Zusammenhang ist ein Bezug zwischen dem Sauerteig des Königreichs und der Kraft des Zeugnisses Jesu, dem Geist der Prophetie, zu sehen, der die etablierte Wahrheit durch die Kraft von Offenbarung in eine höhere Ebene des Verständnisses von Regierung bringt, die mit der herrlichen Freiheit und Regierungsherrschaft der Söhne Gottes verbunden ist (vgl. Johannes 8,32 i.V.m. Römer 8,21).
 
Johannes 8,32:
… 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.. Söhne) Gottes.
 
Es ist wahre Anbetung und der Geist der Prophetie, die den „politischen Geist“, der mit dem religiösen Einfluss durchtränkt ist, in die Schranken weisen und sogar dazu führen, dass die Herzen von Menschen verändert werden, so dass sie daran vom Geist Gottes gehindert werden, Zerstörung zu bringen.
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit Davids als er vor Saul zum Propheten Samuel nach Najoth in Rama flüchtete, so dass Saul mehrfach in böser Absicht Boten zu ihm sandte, um David holen zu lassen. Es gelang ihm aber nicht, weil die Boten in prophetische Verzückung gerieten, so dass letztendlich Saul persönlich dorthin kam und in prophetische Verzückung geriet (vgl. 1.Samuel 19,18-24).
 
1.Samuel 19,18-24:
18 David aber floh und konnte entrinnen und kam zu Samuel nach Rama und sagte ihm alles, was ihm Saul angetan hatte. Und er ging mit Samuel und sie blieben zu Najoth.
19 Und es wurde Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama.
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Und sie sahen die Schar der Propheten in Verzückung und Samuel an ihrer Spitze. Da kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, sodass auch sie in Verzückung gerieten.
21 Als das Saul angesagt wurde, sandte er andere Boten; die gerieten auch in Verzückung. Da sandte er die dritten Boten; die gerieten auch in Verzückung.
22 Da ging er selbst nach Rama. Und als er zum großen Brunnen kam, der in Sechu ist, fragte er: Wo sind Samuel und David? Da wurde ihm gesagt: Siehe, zu Najoth in Rama.
23 Und er machte sich von dort auf nach Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam auch über ihn und er ging einher in Verzückung, bis er nach Najoth in Rama kam.
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?
 
Es ist wahre Anbetung (Anm.: repräsentiert durch David) und die prophetische Salbung (Anm.: repräsentiert durch Samuel), die dazu beitragen, dass der HERR den „politischen Geist“ mit seinen Verbündeten (Anm.: repräsentiert durch Saul und seine Boten) im Zentrum der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes bloßstellt, um den betreffenden Menschen die Möglichkeit zu geben, umzukehren und ihren Geist und Sinn zu erneuern (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. Römer 12,2; Epheser 4,23-24).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
(Anm.: Die Botschaft beruht teilweise auf einer Offenbarungserkenntnis bezüglich eines Gesprächs über die Thematik des „politischen Geistes“, das Patricia King mit Faisal Malick in einem ihrer Sendungsformate führte.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm