Der biblische Monat Ijar|Siw

Ijar|Siw – Monat des zunehmenden Lichts
 
Der biblische Monat Ijar|Siw ist der zweite Monat im biblischen Kalender im Erlösungszyklus. Es ist der Monat, der die Zeit des Blut des Lammes mit der Zeit des Windes und dem Feuer Gottes verbindet. „Ijar“ bedeutet „Licht“ und „Siw“ bedeutet „Glanz, Pracht“.
 
Es ist der Monat, der mit Issaschar, dem neunten Sohn Jakobs und dem fünften Sohn von Lea, verbunden ist. Issaschar bedeutet „Er wird durch Lohn erkauft; er bringt Lohn; Lohn ist vorhanden“. (vgl. 1.Mose 30,18)
 
1.Mose 30,18
… 18 und sprach (Anm.: Lea): Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und nannte ihn Issaschar.
 
Ruben und Issaschar
 
Es war der erstgeborene Sohn Ruben (Anm.: „Sehet ein Sohn“), der den Weg für die Geburt von Issaschar bereitete, während er zur Zeit der Weizenernte aufs Feld ging. Er fand Alraunen, welche auch mit Liebesäpfel übersetzt werden, und gab sie seiner Mutter Lea. Als Rahel das sah, bat sie Lea, ihr einige der Alraunen zu geben.
 
Durch die Übergabe der Alraunen erlaubte sie dafür Lea, mit Jakob intim zu werden, so dass Lea mit ihrem fünften Sohn Issaschar schwanger wurde (vgl. 1.Mose 30,14-17).
 
1.Mose 30,14-17:
14 Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesäpfel auf dem Felde und brachte sie heim zu seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesäpfeln deines Sohnes.
15 Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesäpfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen für die Liebesäpfel deines Sohnes.
16 Als nun Jakob am Abend vom Felde kam, ging Lea hinaus ihm entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen, denn ich habe dich erkauft mit den Liebesäpfeln meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
17 Und Gott erhörte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob ihren fünften Sohn …
 
Anhand des Einschreitens von Ruben wird bereits deutlich, dass uns Jesus Christus, der erstgeborene und eingeborene Sohn Gottes durch den Einfluss des Heiligen Geistes in die Intimität mit dem himmlischen Vater führt, so dass wir unter anderem ein besseres Zeitverständnis erhalten.
 
Das hat zur Folge, dass wir in der Unterscheidung und der Erkenntnis der Zeiten zunehmen, so wie die Angehörigen des Stammes Issaschar (vgl. Johannes 1,14; Römer 8,29 i.V.m. 1.Chronik 12,33).
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Die Befähigung des Stammes Issaschar
 
Es sind die „Söhne des Stammes Issaschar“, die es durch ihre Begabung verstehen eine Art „Membran“ von Zeit geöffnet zu halten, so dass Dinge, die Gott offenbart, gesehen als auch zur Manifestation gebracht werden können.
 
Hierbei geht es um die Einwirkung der Ewigkeit in die temporäre Zeit. Davon spricht das Wort Gottes, wenn es heißt: „als die Zeit erfüllt war“ oder „am Tag des HERRN“ (vgl. Lukas 9,51; Markus 1,15; Galater 4,4; Offenbarung 1,10).
 
Lukas 9,51:
51 Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er hinweg genommen werden sollte, da wandte er sein Angesicht, stracks nach Jerusalem zu wandern.
 
Markus 1,15:
… 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
 
Galater 4,4:
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, …
 
Offenbarung 1,10:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des HERRN und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …
 
Anhand der o.g. Bibelstellen wird deutlich, dass sich diese auf die Vereinigung von Zeit (Anm.: Zeit der Ewigkeit und temporäre Zeit) beziehen. Es ist die Befähigung von Issaschar die Zeiten Gottes zu verstehen und dadurch Zugang zu ihnen zu erhalten.
 
Um Zugang zur Zeit zu erhalten, ist es zunächst wichtig zu erkennen, dass Gott bereits die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat (vgl. Prediger 3,11a).
 
Prediger 3,11a:
11a Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; …
 
Das wird ebenfalls durch die Aussage Jesu deutlich, der sagte, dass das Reich Gottes in uns ist (vgl. Lukas 17,21).
 
Lukas 17,21:
… 21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten (Anm.: in euch) unter euch.
 
Das Reich Gottes ist mit Gehorsam und dem Volk Israel als zwölf dimensionale Einheit verbunden, die sich aus den 12 Stämmen Israels ergibt (vgl. 2.Mose 19,5-6).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
=> Durch die Geschichte des alten Israels hindurch, wird der Stamm Issaschar als eine Familie dargestellt, die dazu bestimmt war, körperlich und geistig zu gedeihen. Die Söhne des Stammes Issaschar waren nicht nur „streitbare Männer“ (vgl. 1.Chronik 7,1-5), sondern auch dazu berufen, den anderen Stämmen Israels im Bereich von Finanzen und dem Dienst des Wortes bzw. der Lehre Gottes (Anm.: Thora) zu dienen. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarungslehre von Norm Franz von Ascension Ministries)
 
Die erste Stammesausrichtung als Musterbeispiel
 
Issaschar ist das Bindeglied in der ersten Einheit der israelischen Armee (Anm.: vier Einheiten zu jeweils drei Stämmen geordnet), das den Stamm Juda und den Stamm Sebulon miteinander verbindet.
 
Diese Verbindung dient als ein Musterbeispiel für die Gemeinde Jesu, weil diese Konstellation die erste Stammesausrichtung der ersten Einheit aus der Armee Israels ergibt, die an der Ostseite der Stiftshütte positioniert ist, wo sich ihr Eingang befindet (vgl. 4.Mose 2,2-3.5.7.9).
 
4.Mose 2,2-3.5.7.9:
2 Die Israeliten sollen um die Stiftshütte her sich lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, …
5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Issaschar: sein Fürst Netanel, der Sohn Zuars, …
7 Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn Helons, …
… 9 sodass alle, die ins Lager Juda gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 186400 Mann. Und die sollen vornean ziehen.
 
Dieser erste Zusammenschluss der ersten Einheit der Stämme Israels ist unter anderem ein Hinweis auf die Bedeutung von folgenden Aspekten:
 
  1. geistliche Kampfführung durch Anbetung (Anm.: Juda)
  2. Erkenntnis über den richtigen Zeitpunkt Gottes (Anm.: Issaschar)
  3. Versorgung in Form von göttlichem „Handel“ und Austausch (Anm.: Sebulon).
 
Die Reichtümer von Issaschar und Sebulon
 
Es sind Issaschar und Sebulon, die als Stämme gemeinsam dazu berufen sind, die Reichtümer für das Königreich Gottes einzubringen und dadurch zu helfen, dem HERRN gerechte Opfer von einem Ort der Vision aus darzubringen (vgl. 5.Mose 33,18-19).
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten (Anm.: international); und Issaschar, freue dich deiner Zelte (Anm.: national).
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Dienst im Königreich Gottes und Wirtschaft
 
Es ist wichtig zu verstehen, dass für den Dienst im Königreich Gottes Finanzen und materielle Ressourcen entscheidend zum Aufbau als auch Erhalt sind. Wir können das Königreich Gottes nicht ohne „Gold“ (Anm.: materielle Ressourcen) voranbringen.
 
Das zeigt sich bereits unter anderem in der unwiderlegbaren Tatsache, dass Gott die Wirtschaft innerhalb des Gartens inmitten von Eden absicherte, indem er den Hauptfluss mit seinen vier Flüssen erschuf.
 
Hierbei waren die Flüsse mit Bodenschätzen verknüpft, was anhand des Beispiels des ersten Flusses in Eden deutlich wird, bei dem es sich um den Pischon handelte. Dieser Fluss ist mit dem reinem Gold, dem aromatischen Harz und den Onyx-Edelsteinen verbunden (vgl. 1.Mose 2,11-12).
 
1.Mose 2,11-12:
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
 
Auch der Beginn des Lebens Jesu auf der Erde war mit Gold und aromatischem Harz (Anm.: Weihrauch und Myrrhe) verbunden, das ihm von drei Weisen als Geschenke überbracht wurde (vgl. Matthäus 2,10-11).
 
Matthäus 2,10-11:
10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
 
Darüber hinaus wurde Jesus später in seinem Dienst von einigen vornehmen Frauen durch ihren Besitz unterstützt und gefördert (vgl. Lukas 8,2-3).
 
Lukas 8,2-3:
… 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.
 
Auch nach der Himmelfahrt Jesu wurde der Dienst der Apostel von wohlhabenden und prominenten Personen begleitet sowie unterstützt (vgl. Apostelgeschichte 4,34-37 i.V.m. Apostelgeschichte 17,12).
 
Apostelgeschichte 4,34-37:
34 Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35 und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.
36 Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37 der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
 
Apostelgeschichte 17,12:
12 So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige von den vornehmen griechischen Frauen und Männern.
 
Diese Bibelstellen machen deutlich, dass die Administration von Wohlstand auch für die nächste Bewegung Gottes auf der Erde von hoher Bedeutung ist und geordnet verläuft.
 
Die Berufung von Issaschar und der himmlische „Handel“
 
Issaschar ruft das Volk Gottes auf den Berg zu kommen (Anm.: in die Gegenwart Gottes), um Opfer bzw. Investitionen dem HERRN zu bringen. Diese Opfer sind in den Augen Gottes ein himmlischer „Handel“, der vom Geist und nicht aus einer irdische Perspektive, durch Emotionen gelenkt, geschieht. Issaschar ruft das Volk Gottes auf, auf einer anderen und höheren Ebene tätig zu werden.
 
Der „Handel“ auf einer höheren Ebene bedeutet, nicht auf der Grundlage von Emotionen in das Königreich Gottes zu investieren, sondern auf die Weise zu geben, wie es Abraham tat. Abraham war bereit, seinen Sohn aus Gehorsam zu opfern und erhielt aufgrund dessen einen Widder von Gott, der bereits ein Hinweis auf Jesus Christus war (vgl. 1.Mose 22,1-2.9-13).
 
1.Mose 22,1-2.9-13:
1 Nach diesen Geschichten prüfte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. …
9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.
11 Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
13 Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt.
 
Dieser höhere Bereich des Opfers ist die Ebene auf der Heilige aus der Position als Könige (Anm.: durch das Blut des Lammes; vgl. Offenbarung 1,5-6) ihre Investition vor Gott in Form eines Opfers geben.
 
Auf einer höheren Ebene zu „investieren“ bedeutet, mit der richtigen emotionalen Bindung zu handeln, die durch Gehorsam ein Ausdruck von Liebe Gott gegenüber ist (vgl. Johannes 14,23 i.Vm. Matthäus 6,24).
 
Johannes 14,23:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
 
Matthäus 6,24:
24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
 
Das richtige Opfer bzw. die richtige Investition zu geben, basiert auf dem Verständnis der festgelegten, biblischen Zeiten und Jahreszeiten wie Issaschar dieses besaß, um ewigen „Reichtum“ in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu kreieren (vgl. Matthäus 6,19-21).
 
Matthäus 6,19-21:
19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
 
Gott befahl dem Volk Israel unter anderem, während des Neumonds zu opfern, an Rosch Chodesch, (vgl. 4.Mose 28,11-15) und speziell dann zu opfern bzw. zu investieren, wenn die Sternsysteme in bestimmten Konstellationen waren (Anm.: Hiermit ist nicht das Tätigwerden in einem astrologischen Kontext gemeint, sondern das Aktivwerden gemäß der von Gott festgelegten Zeitfenster nach 1.Mose 1,14-19 und 2.Mose 23,14-17.). Diese Konstellationen stehen in Verbindung mit den biblischen Festen wie folgt:
 
  1. Pessach – Frühling => Widder (Anm.: Hinweis auf das Lamm Gottes gem. 1.Mose 22,13.) = Opfer/Liebe des Vaters; Vergebung und Errettung (vgl. Johannes 3,16),
  2. Schawuot – Sommer => Zwillinge (Anm.: 2 Gesetzestafeln/die Torah wurde auf dem Sinai gegeben) = Standard/Ordnung Gottes/Gottes Wertesystem, Kraft Gottes => Ausgießung des Heiligen Geistes (vgl. Apostelgeschichte 2,1-4)
  3. Sukkot – Herbst => Waage (Anm.: Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit Gottes), Herrlichkeit Gottes (vgl. 1.Könige 8,2-13).
 
Zu diesen jährlichen biblischen Festen ins Königreich Gottes zu investieren ermöglicht auf diese Weise, sich mit dem Ewigkeitsplan des HERRN für sein Volk, den er festgelegt hat, zu verbinden, um diesen dadurch auf der Erde gemeinschaftlich zu etablieren.
 
=> Das Verständnis von Zeit
 
Die Söhne Issaschar waren ebenfalls biblische Astronomen, die den Lauf der Zeiten und Zeitpunkte aufzeichneten. Sie verstanden die Zeiten und waren begabt den Beginn der Jahre sowie den Anfang der Monate festzuhalten und die richtige Position der Monate in den zwei Jahreszyklen Gottes (Anm.: Zyklus des Segens und Zyklus der Erlösung) zu verstehen.
 
Weiterhin war Issaschar befähigt die Veränderung des Mondes (Anm.: die Stärke des Monats), den Zyklus der Sonne (Anm.: die Stärke der Stunde und des Tages) sowie die Sternkonstellationen (Anm.: die Stärke der Jahreszeiten) gemäß der biblischen Zeiten zu erfassen, um Israel zu offenbaren, was zu tun war (vgl. 1.Mose 1,14-19; 1.Mose 15,5 i.V.m. Richter 5,20; Psalm 8,2.4.10; Psalm 19,2; Psalm 148,1-6; Hiob 9,8-9; Hiob 38,31-33; Amos 5,8).
 
1.Mose 1,14-19:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
 
1.Mose 15,5:
5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!
 
Psalm 8,2.4.10:
2 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gelegt hast auf den Himmel! …
4 Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: …
10 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!
 
Psalm 19,2:
2 Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.
 
Psalm 148,1-6:
1 Halleluja!
Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe!
2 Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!
3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
4 Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!
5 Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
6 Er lässt sie bestehen für immer und ewig; er gab eine Ordnung, die dürfen sie nicht überschreiten.
 
Hiob 9,8-9:
8 Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers.
9 Er macht den Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.
 
Hiob 38,31-33:
31 Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen?
32 Kannst du die Sterne des Tierkreises aufgehen lassen zur rechten Zeit oder die Bärin samt ihren Jungen heraufführen?
33 Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
 
Amos 5,8:
8 Der das Siebengestirn und den Orion macht, der aus der Finsternis den Morgen macht und aus dem Tag die finstere Nacht, der das Wasser im Meer herbeiruft und schüttet es auf den Erdboden – er heißt „HERR“ –, …
 
Die Erkenntnis der Söhne Issaschar in der Thora (Anm.: Lehre/Wort Gottes in seiner ganzen Fülle) und ihr Verständnis der Zeiten machten sie zu Hütern des biblischen Kalenders. Folglich waren sie diejenigen, die die festgesetzten Zeiten und Jahreszeiten bekannt machten, wann Israel die Feste des HERRN feiern sollte (vgl. 3.Mose 23).
 
Die Feste des HERRN offenbaren den Plan Gottes und den Zeitpunkt seiner Erlösung in Jesus Christus, woraus deutlich wird, dass die Söhne Issaschar die Salbung besaßen, einen gezielten Einblick in Gottes Zeiteinteilung der Dinge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu haben.
 
Als Beispiel soll uns die Zeit während des ersten israelischen bürgerlichen Krieges dienen, während Gott das Königtum Israels von der Herrschaft Sauls in Davids Hände übergab. Elf von den zwölf Stämmen Israels waren untereinander zerteilt, aufgrund der Fragestellung, wem sie dienen sollten.
 
Lediglich die Söhne Issaschar waren sich über den Punkt einig, weil sich „alle ihre Hauptleute“ im Kampf mit David vereinten und auf diese Weise den Stämmen Israels offenbarten, wie sie sich zu positionieren hatten (vgl. 1.Chronik 12,33 i.V.m. 1.Chronik 12,23-41). <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarungslehre von Norm Franz von Ascension Ministries).
 
Nicht stecken bleiben in Gemütlichkeit
 
Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir uns nicht durch die uns von Gott gegebene Gunst in Gemütlichkeit (Anm.: „Komfortzone“) begeben und darin stecken bleiben. Vielmehr geht es darum, dem Leib Christi durch Unterscheidung der Zeiten (Anm.: Zeit der Ewigkeit und temporäre Zeit) zu helfen, um in der Verwaltung der Versorgung inmitten des Leibes Christi voranzukommen (vgl. 1.Mose 49,14-15).
 
1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.
 
Ferner ist das Emblem des Stammes Issaschar ein Esel. Es war beispielsweise ein Esel, der zur Zeit Bileams die Phase des lebendigen und gerechten Wortes Gottes als Schwert ankündigte.
 
Auch zur Zeit Jesu war es ein Esel, der ihm als „Reittier“ diente, um ihn in die Hauptstadt Jerusalem zu bringen und dort als König der Könige und Hohenpriester zu offenbaren (vgl. 4.Mose 22,23 i.V.m. Jesaja 1,20; Hebräer 4,12; Lukas 19,28-38).
 
4.Mose 22,23:
23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen.
 
Jesaja 1,20:
20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
Lukas 19,28-38:
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.
29 Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger 30 und sprach: Geht hin in das Dorf, das vor uns liegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt es her!
31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt: Der Herr bedarf seiner.
32 Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte.
33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los?
34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner.
35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf.
36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!
 
Dieser Monat dient uns besonders darin, uns der von Gott festgelegten Zeitpunkte und Phasen der Vorfreude auf sich erfüllende Zeitpunkte in der Vergangenheit als auch in der Zukunft bewusst zu sein und daran festzuhalten (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. ...“
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm