Die Erlösung des positiven Wertes inmitten von böser Zeit

Römer 8,28 verdeutlicht uns den Zusammenhang, dass denen allen Dinge zum Besten dienen müssen, die Gott lieben und nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Das Erlösen des positiven Wertes innerhalb von böser Zeit
 
Da wir auch in Jesus Christus dazu aufgefordert sind die Zeit zu erlösen (vgl. Epheser 5,16), möchte ich auf die Zeit des Verrates von Judas Iskariot eingehen, der Jesus und dessen Aufenthaltsort für dreißig Silberlinge verriet (vgl. Matthäus 26,14-16).
 
Epheser 5,16:
16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Matthäus 26,14-16:
14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.
 
Es gilt den positiven Wert aus der Zeit des Verrats von Judas, die eine böse Zeit war, zu erlösen, und dafür ist es erforderlich zu wissen, welche Identität Judas grundlegend besaß und welche Aufgabe ihm von Jesus anvertraut wurde. Judas war von Jesus dazu bestimmt, die Kasse (Anm.: Finanzen) des Dienstes zu verwalten (vgl. Johannes 12,4-6).
 
Johannes 12,4-6:
4 Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5 Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.
 
Der Name „Judas“ bedeutet übersetzt „Lob, Preis“. Judas war der Sohn von „Simon Iskariot“. „Simon“ bedeutet übersetzt „Erhörung“ und „Iskariot“ weist auf einen „Mann aus Karioth“ hin. Der Name „Karioth“ bedeutet „Städte, Ortschaftenkomplex“. (Namensbedeutungen entnommen aus dem biblischen Namen-Lexikon von Dr. Abraham Meister, Seite 198, 317, 165, 204).
 
Das verwendete griechische Wort in Johannes 12,6 für „Geldbeutel“ bzw. „Kasse“ ist „glōssọkomon“ und bedeutet auch „ein Etui für Mundstücke von Blasinstrumenten“. Es setzt sich aus zwei griechischen Worten zusammen, die für „Zunge“ und „Ordnung“ sowie „Schmuck“ verwendet werden. (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Geldbeutel – glōssọkomon“ mit der Wortschlüsselnummer: 1094*).
 
Anhand der Namens- und Worterklärung wird deutlich, dass Judas dazu berufen war, geisterfüllt durch den Ausdruck seiner Hingabe in Form von Lobpreis und Verwalterschaft zur herrlichen Manifestation des Königreiches Gottes in der Struktur des himmlischen Jerusalems auf der Erde beizutragen. Das umfasst die Dimension der Braut Jesu, die aus der ersten Liebe (gr. „agąpē“) ihrem König und Bräutigam Jesus Christus dient.
 
Das Brechen mit der Kraft des Mammons
 
Da Jesus wusste, dass Judas mit der Kraft des Mammons (Anm.: Liebe zum Geld) einen inneren Konflikt hatte, weil er Geld liebte, vertraute er ihm die Kasse des Dienstes an, um ihm die Möglichkeit zu geben mit der Macht des Mammons zu brechen, indem er durch die Anweisungen Jesu lernen sollte zu geben (vgl. Lukas 16,9 i.V.m. Apostelgeschichte 20,35).
 
Lukas 16,9:
9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
 
Apostelgeschichte 20,35:
35 Ich (Anm.: Paulus) habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.
 
Die Liebe zum Geld ist die Wurzel alles Bösen und steht im engen Zusammenhang mit falscher Anbetung, da Aaron auf die Bitte des Volkes Israel hin ein goldenes Kalb herstellte, was dazu führte, dass sie nicht mehr Gott allein angebetet haben (vgl. 1.Timotheus 6,10 i.V.m. 2.Mose 32,2-6; 2.Mose 3,18).
 
1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
 
2.Mose 32,2-6:
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne
und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.
 
2.Mose 3,18:
18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott.
 
Das Volk Israel besaß kein wahres Vertrauen darin, dass Mose vom Berg zu ihnen zurückkommen würde, um sie zu führen. Auf sehr ähnliche Weise hatte auch Judas seine eigene Vorstellung vom Bau des Königreichs, so dass er mit der Ansicht seines Meisters Jesus kollidierte (vgl. Johannes 18,36a).
 
Johannes 18,36a:
36a Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. …
 
Wie bereits zuvor erwähnt war es Judas Berufung normalerweise mit dem richtigen Verständnis von Anbetung auf der Grundlage der Liebe Gottes (Anm.: „agąpē“) und seiner Ordnung das kommende Königreich in Form der Braut Jesu voranzugehen.
Diese Form ist ein würfelförmiger Stadtkomplex, der aus reinem Gold besteht und vom Himmel herab kommt, um den Weg für die kommenden Generationen mit dem ihm anvertrauten Reichtum zu ebnen (vgl. Offenbarung 21,9-14.18).
 
Offenbarung 21,9-14.18:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore.
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. …
18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas.
 
Es ist kein Zufall, dass sich Judas entschloss, seinen Meister Jesus im Zentrum des Abendmahls zu verraten. Das Abendmahl wurde im Zeitfenster vor Pessach im biblischen Monat Abib/Nissan gehalten und ist ein Ausdruck der ersten Liebe Gottes (vgl. Johannes 3,16). Zu diesem Zeitpunkt entschied sich Judas seinen HERRN zu verraten und ihn später durch das Zeichen eines Kusses den Feinden zu überantworten. Der biblische Monat Abib/Nissan steht in Verbindung mit dem Stamm Juda (vgl. Lukas 22,47-48; Johannes 13,1-2.21.26-27).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
Johannes 13,1-2.21.26-27:
1 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
2 Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, …
21 Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. …
26 Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
 
Wahre Anbetung zur Erlösung von Zeit
 
Es kommt darauf an, dass wir den uns vom himmlischen Vater anvertrauten Ressourcen sowie jeden Wohlstand dazu gebrauchen, um sein Königreich weiter auf der Erde auszudehnen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass wir es dem Feind nicht erlauben, unseren Fokus in der Anbetung zu pervertieren, der darauf abzielt, unsere Haltung in der Anbetung in Form des Gebens zu verdrehen.
 
Diese Pervertierung hätte zur Folge, dass wir aus dem Bereich der Fülle Gottes weggerissen und in den Bereich von Mangel gesetzt werden würden, was diebisches Gedankengut zur Folge hat. Ganz so wie es Judas besaß, der anstatt zu geben, sich stattdessen entschied 30 Silberlinge anzunehmen, um Jesus zu verraten. Die Begründung liegt darin, weil der Bereich von Mangel mit der Angst einhergeht, zu wenig zu haben.
 
Deshalb gilt es für uns geisterfüllt voranzugehen und den Beginn der biblischen Zeiten des himmlischen Vaters, die mit dem Klang des Shofar (Anm.: Blasinstrument) eingeläutet werden, zu empfangen sowie mit unserem Geben sein Königreich segnen, so dass Jesus Christus verherrlicht wird (vgl. 2.Mose 23,15; 2.Mose 34,18.20d-23; 4.Mose 10,10; 4.Mose 28,11).
 
2.Mose 23,15:
15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, …
 
2.Mose 34,18.20d-23:
18 Das Fest der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach – Kreuzigung Jesu) sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen.
20d Und dass niemand vor mir mit leeren Händen erscheine!
21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage (Anm.: Shabbat – Jesus Christus ist der HERR über den Shabbat; vgl. Matthäus 12,8) sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens.
22 Das Wochenfest (Anm.: Schawuot – Gabe der Thora und Ausgießung des Heiligen Geistes) sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest, Fest der Herrlichkeit/Erntedankfest), wenn das Jahr um ist.
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
4.Mose 10,10:
10 Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats), sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der HERR, euer Gott.
 
4.Mose 28,11:
11 Aber am ersten Tage eurer Monate (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats) sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler …
 
Der Vater möchte uns vor allem in herausfordernden Umständen, Krisen und Übergangssituationen lehren, unser Vertrauen allein in ihn und die Fülle bei ihm zu setzen, um als Gesegnete Segen aus übernatürlichen Bereichen zur Erlösung freisetzen zu können, was Herrlichkeit ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm