Die Bedeutung der prophetischen Salbung inmitten von Herausforderung

In Zeiten von Herausforderung ist es für uns als Volk Gottes unbedingt erforderlich, dass wir unsere Anbetung auf eine höhere geistliche Ebene bringen und diese mit dem Bereich des „Tzaddik“, der Gerechtigkeit Gottes vermischen, die Jesus Christus ist. Das umfasst Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen, der zur Rechten Gottes sitzt.

Jesus Christus ist am Kreuz (Anm.: Holz) gestorben und zum Fluch geworden, um die gerecht zu machen, die an ihn glauben (vgl. Galater 3,13 i.V.m. Römer 8,29-30; Römer 10,4).

Galater 3,13:
13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 21,23): „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“, …

Römer 8,29-30:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Römer 10,4:
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.

Dieser Bereich von Gerechtigkeit (Anm.: den Gerechten in Christus Jesus => Tzaddikim) kann auch als eine Region von Bäumen beschrieben werden, die mit dem kristallenen Wasser des Thronraums kooperiert und davon ernährt wird (vgl. Psalm 1,1-3; Jeremia 17,7-8 i.V.m. Offenbarung 22,1-2).

Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

Offenbarung 22,1-2:
1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.

Dieses kristallene Wasser bringt das Regierungsverständnis des Geistes in denen hervor, die sich von diesem nähren und sich in dessen Nähe aufhalten.

Das Höherbringen der Anbetung

Das Höherbringen des Klanges in Form von Anbetung und die Vermischung mit der Gerechtigkeit in Christus Jesus, dem Wort Gottes kann gleichgesetzt werden mit den Worten aus Psalm 137,1-2 und Psalm 149,6-9, so dass sich die Gerechtigkeit Gottes auf der Erde durch seine Urteile manifestiert.

Psalm 137,1-2:
1 An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.
2 Unsere Harfen hängten wir an die Weiden dort im Lande.

Psalm 149,6-9:
6 Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten, 7 dass sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern, 8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, 9 dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!

Das hebräische Wort, das in Psalm 137,2 für die Baumart „Weide“ verwendet wird, ist „‘ārab“ und bedeutet „eintauschen, sich vermischen, sich einlassen mit jemandem, angenehm sein, süß sein, köstlich sein, Abend werden.“ (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 6272 I,6273* II, 6274 III, 6275 IV, 6276*)

Daraus wird deutlich, dass wenn wir unsere Anbetung auf eine höhere Ebene bringen und diese mit der Wahrheit des Wortes Gottes und dessen gerechten Maßstab verbinden, es zur Zunahme von Offenbarung inmitten von Herausforderung kommt.

Diese Offenbarung ist ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, so dass Christus verstärkter in uns Gestalt gewinnt und daraus resultierend der neue Tag der intensiveren Beziehung mit ihm anbricht (vgl. 2.Petrus 1,19 i.V.m. 1.Mose 1,3-5).

2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Darüber hinaus steht der Abend im Zusammenhang mit der Einkehr von Christus als dem Wort Gottes in Form von Sieg über den Widersacher und seine Auferstehungskraft (vgl. Lukas 24,29-31).

Lukas 24,29-31:
29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot (Anm.: seinen Leib), dankte, brach es und gab es ihnen.
31 Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.

Es ist von hoher Bedeutung, dass wir in herausfordernden Zeiten auf die Kraft des Zeugnisses Jesu achten, welches der Geist der Prophetie ist, weil darin für uns zuversichtliche Führung zu finden ist, um Orientierung zu geben (vgl. Offenbarung 19,10e i.V.m. 2.Chronik 20,20c).

Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

2.Chronik 20,20c:
… 20c Glaubt an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen.

Offenbarung inmitten von Gefangenschaft

Auch das Volk Israel befand sich zu unterschiedlichen Zeiten in Herausforderungen, wie zum Beispiel in Gefangenschaft. Dort wurde ihnen durch die Propheten Zuversicht gegeben, indem sie den Himmel mit ihren geistlichen Augen geöffnet sahen und von der Regierungspräsenz Gottes gegenüber dem Volk zeugten.

Hierbei waren sie dem Bereich von Wasser in Form von Flüssen oder auch dem Meer nahe, was ein Aufruf Gottes an uns als Heilige in dieser Zeit ist, eng mit dem Heiligen Geist und der Wahrheit des Wortes Gottes zusammenzuarbeiten.

Der Prophet Hesekiel befand sich beispielsweise nahe am Fluss „Kebar – כְּבָר“ während er mit dem Volk Israel in der Gefangenschaft in Babylon war (vgl. Hesekiel 1,1-4).

Hesekiel 1,1-4:
1 Im dreißigsten Jahr am fünften Tage des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
2 Am fünften Tag des Monats – es war das fünfte Jahr, nachdem der König Jojachin gefangen weggeführt war –, 3 da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem Priester, im Lande der Chaldäer am Fluss Kebar. Dort kam die Hand des HERRN über ihn.
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.

Der Fluss „Kebar – כְּבָר“ weist auf die Liebe der Größe Gottes in Form seiner Langmütigkeit und Geduld hin, um seinen bereits vorherbestimmten Plan zu erkennen (vgl. Epheser 3,18-19).

Epheser 3,18-19:
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.

Deshalb ist es wichtig, dass wir niemals den Hauptfokus auf irdische Umstände richten sollten, sondern nahe in der Gegenwart mit Propheten zu sein und es dem Heiligen Geist erlauben, unsere Augen des Herzens für die geistliche Dimension zu öffnen.

Das wird anhand des Namens des Flusses „Kebar“ deutlich, was „groß, Länge, längst, schon, viel machen, richtiges Ausmaß der Zeit, das heißt, eine große Weile; daher vor langer Zeit, früher, bisher: - bereits, (das sehen), was jetzt ist“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 3601*, 3602*, 3603* sowie aus der Strong‘s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H3528)
Es ist diese Wirkung des Heiligen Geistes im „Flussbett“ der Prophetie, der die Kraft der Hand Gottes offenbart, um tiefer in die regierende Gegenwart Gottes zu führen und sein Angesicht zu sehen.

Deshalb ist es von höchster Bedeutung, dass wir niemals den Hauptfokus auf irdische Umstände und gesellschaftliche Entwicklungen richten, sondern nahe in der Gegenwart mit reifen Propheten sind. Es gilt dem Heiligen Geist zu erlauben, unsere Augen des Herzens für die geistliche Dimension in unserer jetzigen Zeit zu öffnen.

Das wird ebenfalls deutlich im Leben des Propheten Daniel, der ebenfalls in Gefangenschaft in Babel war und dort seinen geistlichen Blick auf Jerusalem, dem Regierungssitz Gottes ausrichtete und sich zugleich nahe am Fluss Ulai – אוּלַי aufhielt, so dass er Offenbarung erhielt (vgl. Daniel 6,11b i.V.m. Daniel 8,1-3a).

Daniel 6,11b:
… 11b Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.

Daniel 8,1-3a:
1 Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir zuerst erschienen war.
2 Ich hatte ein Gesicht und während meines Gesichtes war ich in der Festung Susa im Lande Elam am Fluss Ulai.
3a Und ich hob meine Augen auf und sah, …

Auch an dieser Stelle war es die Wirkung des Heiligen Geistes im Flussbett der Prophetie, der in Form eines Tores dem Propheten Daniel Zugangsberechtigung gewährte. Somit wurde die Kraft der Hoffnung wirksam und ihm wurde die souveräne Führung der Hand Gottes über politische Gegebenheiten für die Zukunft geoffenbart.

Das wird für uns anhand der Worterklärung zum Fluss „Ulai“ deutlich.
Der Name bedeutet „Fluss, Wasserlauf, Tor, vielleicht als Ausdruck der Hoffnung, Bitte.“ (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 198, 199*)

Ergänzend wird das Prinzip der Bedeutung von prophetischer Offenbarung inmitten von herausfordernden Umständen bei dem Apostel bzw. Seherpropheten Johannes deutlich, der sich in Gefangenschaft auf der Insel Patmos aufgrund des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu aufhielt (vgl. Offenbarung 1,9-10).

Offenbarung 1,9-10:
9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus.
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …

Hierbei war es kein Zufall, dass das Wasser des Mittelmeers Johannes auf Patmos umgab, was bereits ein Hinweis auf die Regierungsgegenwart Gottes inmitten des kristallenen Meers war (vgl. Offenbarung 4,6a).

Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …

Auf der Insel Patmos erhielt Johannes viele segensreiche prophetische Einblicke unter anderem über Gottes Regierung und seine Prinzipien.

Die prophetische Offenbarung wurde durch den Klang der Posaune eröffnet, die den Geist von Johannes dazu brachte, in den Prozess der Erneuerung einzutreten. Es war erforderlich für ihn, sich umzudrehen, um die laute Stimme zu sehen, die zu ihm sprach (vgl. Offenbarung 1,10.12a-b i.V.m. Epheser 4,23).

Offenbarung 1,10.12a-b:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie
von einer Posaune, …
12a-b Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich …

Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …

Daraus wird deutlich, dass ein bußfertiges Herz, den täglichen Wandel in der Heiligung beinhaltet und der Schlüssel ist, um Offenbarung aus dem Bereich der geistlichen Dimension zu erhalten (vgl. Hebräer 12,14).

Hebräer 12,14:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …

Verschlossene Offenbarung über Regionen

Es existieren Bereiche von verschlossener Offenbarung über Regionen, bei denen es inmitten von Herausforderung erforderlich ist, dass wir es der apostolischen königlichen Anwesenheit Gottes in Form des „Brüllen des Löwen“ erlauben, sich zu manifestieren.

Es liegt im Interesse Gottes, den berechtigten Adressaten die gegebene Offenbarung aufzuschließen. Hierzu ist es jedoch notwendig, dass wir uns nahe am „Wasser“ aufhalten, was die Präsenz der Wahrheit des Wortes Gottes umfasst (vgl. Epheser 5,26b).

Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …

Es heißt in Offenbarung 10,1-4 dass ein gewaltiger Engel vom Himmel in den geistlichen Bereich herabkam, in dem sich Johannes aufhielt. Dieser Engel war mit einer Wolke bekleidet, bei dem der Regenbogen über seinem Haupt war und sein Antlitz wie die Sonne sowie seine Füße Feuersäulen gleich waren.
Dieser hatte ein kleine geöffnete Schriftrolle in seiner Hand, wobei er seinen rechten Fuß auf das Meer und seinen linken Fuß auf die Erde setzte. Hierbei fing er an laut wie ein Löwe zu brüllen, so dass die sieben Donner in der Atmosphäre ertönten, die in sich Offenbarung trugen, die Johannes verstand, jedoch im Auftrag Gottes angewiesen war, diese zu versiegeln.

Offenbarung 10,1-4:
1 Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen, mit einer Wolke bekleidet, und der Regenbogen auf seinem Haupt und sein Antlitz wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen.
2 Und er hatte in seiner Hand ein Büchlein, das war aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den linken auf die Erde, 3 und er schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimme.
4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreib es nicht auf!

Diese Bibelstelle offenbart uns ein geistliches Prinzip der Freisetzung von Offenbarung, die der HERR uns als sein Volk geben möchte. Diese kann jedoch nur freigesetzt werden, wenn wir es seinem apostolischen Wesen (Anm.: Löwe) erlauben durch seine Diener und Dienerinnen in unseren Bereich zu sprechen, die in diesem Mandat stehen.

Das hat zur Folge, dass die Gegenwart von geistlicher „Beute“ offenbart wird und die Heiligen, die im Mandat des Propheten stehen, beginnen davon zu prophezeien (vgl. Amos 3,4.7-8).

Amos 3,4.7-8:
4 Brüllt etwa ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreit etwa ein junger Löwe aus seiner Höhle, er habe denn etwas gefangen? …
7 – Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. – 8 Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet werden?

Dieser Offenbarungsprozess geht einher mit der Herausforderung des inneren Menschen durch das Feuer Gottes (Anm.: Geist und Seele => rechter Fuß des Engels auf dem Wasser, linker Fuß des Engels auf dem Land) und der Anwesenheit seiner Herrlichkeit (Anm.: das Antlitz leuchtete), des Glaubens (Anm.: Wolke) sowie seines Bundes (Anm.: Regenbogen).

Gottes Bund steht in Verbindung mit der festen Speise, um mit geübten geistlichen Sinnen in der Reife des Geistes in Christus Jesus voranzugehen (vgl. 1.Mose 9,3.12-13 i.V.m. Hebräer 5,14).

1.Mose 9,3.12-13:
3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. …
12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

Hebräer 5,14:
14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.

Da Johannes einer der Söhne des Donners (Anm.: Boanerges) war, wird daraus ersichtlich, dass er den Bereich der versiegelten kraftvollen Stimme Gottes verstand, die mit der Präsenz der dunklen Wolke einhergeht (vgl. 2.Mose 19,16).

2.Mose 19,16:
16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.

Hierbei geht es darum, die verschlossenen Realitäten des Himmels berechtigt und legal aufzuschließen. Um das tun zu dürfen, ist es erforderlich, dass wir eine geistliche Reife entwickelt haben, die beinhaltet mit den Prinzipien des Wortes Gottes und seinem Regierungsbereich vertraut zu sein und danach zu leben.

Die verschlossenen Realitäten des Himmels (Anm.: versiegelten Dinge) wirken wie die dunkle Wolke, die Gott umgibt. Die Begründung hierfür ist, weil die göttliche Dunkelheit dafür bestimmt ist, die verborgenen Dinge des HERRN vor dem profanen Einfluss zu schützen.

Das ist, was Jesus mit der Benennung der Boanerges meines Erachtens zum Ausdruck brachte. Die Boanerges verstanden es, das Feuer vom Himmel freizusetzen, weil sie sich der Prinzipien der Regierung Gottes und dessen Wirken bewusst waren und darin lebten (vgl. Markus 3,17 i.V.m. Lukas 9,54).

Markus 3,17:
… 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …

Lukas 9,54:
54 Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre.

Jakobus und Johannes wurden darin von ihrer Mutter anhand des Tenach (Anm.: Altes Testament) geschult, was anhand ihrer Bitte deutlich wird, indem sie Jesus darum bat, ob ihre Söhne in seinem Königreich neben ihm rechts und links sitzen dürften (vgl. Matthäus 20,20-21).

Matthäus 20,20-21:
20 Da trat zu ihm die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten.
21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.

Anhand dessen wird für uns deutlich, dass sich die Söhne des Donners - Boanerges - geistlich in einem bestimmten Bereich des Thronsaals Gottes aufhalten durften und somit Johannes die Stimme der sieben Donner verstand und dazu angewiesen wurde, die Offenbarung zu versiegeln.

Unser Umgang mit Herausforderungen dient dazu, dass wir aufgrund des äußeren Drucks im Inneren durch die Berührung des Feuer Gottes (Anm.: an Geist und Seele), seiner Herrlichkeit sowie der Präsenz seines Glaubens und seines Bundes gestärkt werden als jemals zuvor der Fall gewesen ist.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm