Der biblische Monat Abib-Nissan

Abib/Nissan – Der Monat der Kornähre und des Blühens
 
Der biblische Monat Abib/Nissan ist der erste Monat im biblischen Kalender. Es ist der Monat der „Erstlingsfrüchte und des Neuanfangs“, denn das Wort „Abib“ bedeutet „Ähre“ und beschreibt das Wachstumsstadium des Korns, wenn die Samen die volle Größe erreicht haben. Der Monat „Nissan“ ist der Monat der „Blüte“ und bedeutet „Eröffnung, Beginn“.
Abib/Nissan ist der Monat, der mit Juda, dem 4. Sohn Jakobs verbunden ist. Seine Mutter war Lea.
Juda bedeutet „Lobpreis“.
 
Da der HERR Mose anwies vom Monat „Abib/Nissan“ an alle Monate zu zählen, kommt diesem Rosch Chodesch (Anm.: Beginn des neuen biblischen Monats) eine besondere Bedeutung zu, weil dieser Monat das neue Jahr im Erlösungszyklus ankündigt, wonach sich alle anderen Monate ausrichten müssen.

Abib/Nissan eröffnet den neuen Erlösungszyklus, der sich mit dem jeweiligen Segenszyklus synchronisiert und somit im Einklang mit dem jeweiligen neuen biblischen Jahr kommt, so dass die Erlösung durch das Blut des Lammes Gottes im neuen Jahr uneingeschränkt fließen kann (vgl. 2.Mose 12,2 i.V.m. 2.Mose 13,4).
 
2.Mose 12,2:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
2.Mose 13,4:
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
 
Diese Synchronisation ist ein Hinweis auf die Zunahme von Anbetung und der Deutlichkeit des Klanges, der von „Eintönigkeit – Mono“ auf „Vielfalt – Stereo“ wechselt.
Bei Gott ist Synchronisation mit der Bewegung seines Thronwagens verknüpft, der seine Gegenwart trägt, weil dessen Räder miteinander bzw. ineinander verbunden sind (vgl. Hesekiel 1,15-22).
 
Hesekiel 1,15-22:
15 Als ich die Gestalten sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Gestalten, bei ihren vier Angesichtern.
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war.
17 Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden.
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
22 Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelsfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, …
 
Diese Offenbarung ist für uns in dem neuen synchronisierten biblischen Jahr von Wichtigkeit, weil es um unseren Wandel im Geist geht, indem wir die Zyklen innerhalb der neuen Dekade (Anm.: Pe => 80er) mit dem Erlösungsplan Gottes, der Jesus Christus ist füllen, so dass die Herrlichkeit Gottes stärker offenbar wird.

Hierbei kommt dem anbetenden Lebensstil eine hohe Bedeutung zu, weil es der Lobpreis ist, auf dem der HERR thront und dieser der Ort ist, wo Gott sich niederlässt (vgl. Psalm 22,3 i.V.m Psalm 114,1-2).
 
Psalm 22,4:
4 Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
 
Psalm 114,1-2:
1 Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk, 2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich.
 
In dieser Zeit möchte ich uns ermutigen, unser Leben anhand der Wahrheit des Wortes Gottes zu überprüfen und dort, wo es erforderlich ist, Haltungen, die nicht im Einklang mit dem Willen des Vaters sind zu überdenken und zu ändern, um nicht den Fluss des Geistes für die kommende Zeit zu behindern.
Dort, wo der Heilige Geist nicht effektiv fließen kann, sind die Dinge schwer, trocken und anstrengend (vgl. 2.Korinther 3,6).
 
2.Korinther 3,6:
… 6 der (Anm.: JAHWE) uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
 
Die Charakteristik von Juda
 
Der Charakter von Juda beinhaltet es, den neuen Tag der Zunahme der Gegenwart Jesu Christi in unserer Zeit sowie den Neubeginn der menschlichen Ereignisse und Angelegenheiten zu erkennen (vgl. Matthäus 24,27).
 
Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
 
Die Begründung liegt darin, weil der Stamm Juda an der Ostseite der Stiftshütte positioniert war und als erster von allen anderen Stämmen Israels voranging (vgl. 4.Mose 2,3; 4.Mose 10,13-14).
 
4.Mose 2,3:
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, …
 
4.Mose 10,13-14:
13 So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose, 14 nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Nachschon, der Sohn Amminadabs.
 
Außerdem ist Juda der führende Stamm und hat als Stammeszeichen den Löwen, weil Jakob ihn als seinen Sohn segnete, um ein Löwe mit dem Attribut einer Löwin zu sein (vgl. 1.Mose 49,8-12).
 
1.Mose 49,8-12:
8 Juda, du bist es! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.
 
An den Weinstock gebunden
 
Aus 1.Mose 49,11 können wir entnehmen, dass Juda „seinen Esel an einen Weinstock binden wird und sein Eselin Füllen an die edle Rebe“. Der Weinstock ist in diesem Zusammenhang ein Hinweis auf Fruchtbarkeit und Freude.
 
Die Zeit von Juda ist eine Dimension, in der Gott uns als sein Volk lehrt, wie wir verstärkter gedeihen und fruchtbar werden können und auf welche Weise wir die Schätze des Königreiches tragen und bewahren können, die er uns für das Königreich anvertraut.
 
Da der Weinstock eine sich nach oben windende Pflanze ist, ruft sie uns in Christus Jesus dazu auf in der königlichen Autorität in den „Geistbereich von Juda“ hinaufzusteigen, um Gottes Königreichsschätze auf die Erde zu bringen und sie durch die Weisheit Issaschars an ihren vorherbestimmten Ort zu tragen (vgl. 1.Mose 49,14-15; 5.Mose 33,18-19).
 
1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Der Weinstock (Anm.: Jesus Christus) ist in diesem Zusammenhang der Verbindungsweg zwischen Himmel und Erde, zwischen dem geistigen und dem natürlichen Bereich. Es ist der Weg, der mit Freude und Ruhe verbunden ist. Diese Ruhe beinhaltet körperliche Ruhe bzw. Frieden, die innere Ruhe in den Emotionen sowie die Ruhe in allen Unternehmungen umfasst (vgl. Johannes 14,27; Johannes 15,5).
 
Johannes 14,27:
27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
 
Johannes 15,5:
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
 
Jesus Christus, das Lamm Gottes und der Löwe aus dem Stamm Juda
 
Abib/Nissan ist der biblische Monat, in dem wir als Braut Jesus das Blut des Lammes Gottes feiern (Anm.: Pessach =>bedeutet „hinübergehen/vorbeigehen“) und wo wir tiefer in das Land unserer Verheißung hineingehen.

Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns aus der Sklaverei in seine herrliche Freiheit als Söhne Gottes geführt hat und uns in der Zeit des göttlichen Urteils schützt (vgl. 2.Mose 12,5-7.12-14 i.V.m. Römer 8,21).
 
2.Mose 12,5-7.12-14:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Söhne Gottes.
 
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns zu Königen und Priestern gemacht hat, um Gott, dem himmlischen Vater, zu dienen (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Jesus Christus ist der Löwe aus dem Stamm Juda und ist auch das Lamm Gottes, das geschlachtet wurde, dessen Erscheinung mit der Berechtigung zur versiegelten Prophetie verbunden ist (vgl. Offenbarung 5,4-5; Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 5,4-6:
4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzusehen.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Es ist der Löwe aus dem Stamm Juda, der nur durch die Aussage von einem der 24 Ältesten im Buch der Offenbarung erwähnt wird (vgl. Offenbarung 5,5).
Der Löwe aus dem Stamm Juda ist im Buch der Offenbarung für Johannes nicht sichtbar, sondern wird durch die Aussage des einen Ältesten bekannt gemacht. Das macht deutlich, dass Juda einen Klang hat und der beinhaltet unter anderem den Aufruf zum Lobpreis (Anm.: Juda).
 
Die Anerkennung von Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen
 
Wenn wir Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen in unserem Leben anerkennen, sind wir von Gott berechtigt, Dinge zu erkennen, die er vor unseren geistigen Augen über eine Zeitspanne verborgen und versiegelt hielt, um diese zur richtigen Zeit gemäß seines Willens zu offenbaren.

Es ist das Verlangen des himmlischen Vaters, dass wir uns in seinem siebenfältigen Geist bewegen (Anm.: seine „sieben Augen“; vgl. Jesaja 11,2), sowie in der Struktur der sieben Hörner des Lammes Gottes, die seine Macht, seinen Reichtum, seine Weisheit, seine Stärke, seine Ehre, seine Herrlichkeit und sein Lob umfassen (vgl. Offenbarung 5,6.12).
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. …
… 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Der Zusammenschluss von Juda
 
Juda ist mit den Stämmen Issaschar und Sebulon verbunden, die zur ersten Einheit der Stämme Israels gehören.
Aufgrund ihrer Stellung bezeichne ich sie als „die Frontstämme“, die im Osten platziert sind (vgl. 4.Mose 2,3-9).
Es ist der Stamm Issaschar (bedeutet „Er wird durch Lohn erkauft; er bringt Lohn; Lohn ist vorhanden“) und der Stamm Sebulon (bedeutet „Wohnung“), die zum Lager von Juda (bedeutet „Lob, Preis“; vgl. 4.Mose 2,3-9; 4.Mose 10,13-17) gehören. In dieser Allianz ist der Stamm Juda der Führungsstamm.
 
Die „ersten drei Treppenstufen“
 
Diese drei genannten Stämme bilden die Führungsspitze der Stämme Israels und könnten auch als die „ersten drei Stufen“ im Zeitzyklus Gottes innerhalb des Jahreszyklus der Erlösung bezeichnet werden.
 
1) Juda => neuer Klang, um die alte Schallmauer zu durchbrechen und vorwärts zu kommen
2) Issaschar => die Fähigkeit, Gunst/Segen zu bringen
3) Sebulon => der Ort der Ruhe und der Beziehung
 
Der Osten und das Gesicht des Menschen
 
Der Osten ist in einem biblischen Kontext mit der „Vorderseite“ verbunden (vgl. 4.Mose 2,3) und weist auf eine Zeit der Erneuerung bzw. des Neuanfangs hin (Anm.: im Osten geht die Sonne auf).
Das Menschengesicht der vier lebendigen Wesen Gottes ist mit dem Osten verbunden, weil es in Hesekiel 1,10 erstmals erwähnt wird.
Die Gesichter der vier lebendigen Wesen sind im Buch Hesekiel mit der Richtung verbunden, im Gegensatz zum Buch der Offenbarung, wo die Wesen mit der Position im Zusammenhang stehen (vgl. Offenbarung 4,7).
 
Hesekiel 1,10 (Anm.: Platzierung zur Heimsuchung):
10 Ihre Angesichter waren vorn (Anm.: Osten) gleich einem Menschen und zur rechten Seite (Anm.: Süden) gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite (Anm.: Norden) gleich einem Stier bei allen vieren und hinten (Anm.: Westen) gleich einem Adler bei allen vieren.
 
Offenbarung 4,7 (Anm.: Positionierung zur Regierung):
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Die Positionierung der vier lebendigen Wesen in Hesekiel 10,14 hingegen bezieht sich auf die Phase des Gerichtes Gottes, da Gott in Hesekiel 9 das Gericht offenbart, was mit dem Zurückziehen seiner Gegenwart vom Tempel im Zusammenhang steht.
 
Hesekiel 10,14:
14 Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Cherubs (Anm.: Stier), das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen, das vierte das eines Adlers.
Die Richtungen und die Positionen der vier lebendigen Wesen sollen uns verdeutlichen, wie wichtig es ist, geistlich zu wissen, wo man hingeht (Anm.: Richtung) und zu welcher Zeit (Anm.: Position, Reihenfolge) man sich weiter mit Gott in Bewegung setzt.
 
Der Blick in eine neue Richtung
 
Um in eine neue Richtung zu blicken, ist es notwendig, dass wir uns ihr zuwenden, was bedeutet, dass wir bereit sind, unseren Geist und Sinn erneuern zu lassen (vgl. Römer 12,2; Epheser 4,23).
 
Römer 12:2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Die Positionen der vier lebendigen Wesen im Buch der Offenbarung geben uns ein neues Verständnis über die „Hierarchie/Göttliche Rangordnung“ und die Autorität Gottes.
 
Das menschliche Gesicht und der Löwe
 
Ich halte es nicht für einen Zufall, dass das Gesicht des Menschen der vier lebendigen Wesen in Hesekiel 1,10 zum ersten Mal erwähnt wird, ebenso wie das Gesicht des Löwen in Offenbarung 4,7.
Das Gesicht des Menschen wie auch das des Löwen (Anm.: Der Löwe ist der König der Landtiere.) weisen auf Jesus Christus als den König der Könige und HERR aller Herren hin, wie es im Segen Jakobs für Juda erwähnt wird, der „seinen Esel an einen Weinstock, sein Eselin Füllen an die edle Rebe binden“ würde (vgl. 1.Mose 49,10-11 i.V.m. Markus 11,1-11a; Johannes 12,14-15).
 
1.Mose 49,10-11:
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
 
Markus 11,1-11a (Anm.: Jesus reitet als König und Priester in die Stadt Jerusalem ein):
1 Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien an den Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her!
3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.
4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden es los.
5 Und einige, die dort standen, sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet?
6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen es zu.
7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten.
9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!
11a Und Jesus ging hinein nach Jerusalem in den Tempel …
 
Johannes 12,14-15:
14 Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht (vgl. Sacharja 9,9): 15 „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“
 
Das Gesicht des Menschen
 
Es ist das Gesicht des Menschen von den vier lebendigen Wesen, das mit dem Geist des Verstandes und dem Geist des Rates Gottes verbunden ist.
=> Der Geist des Verstandes lehrt uns, wo und wie wir Zugang zu dem Bereich Gottes erhalten. Er lehrt uns wie wir die Dinge, die wir von Gott besitzen zur richtigen Zeit einsetzen. Weiterhin hilft er uns Offenbarung, Visionen und göttliche Rätsel zu entschlüsseln.
Der Geist des Verstandes trainiert uns wie wir erkennen können, lehren und andere Menschen über den Königreichsbereich informieren. Er lehrt uns wie wir in den Bereichen Gottes als seine Söhne in seinem Sohn Jesus Christus regieren.
Der Geist des Rates lehrt uns auf welchen Wegen wir als Söhne Gottes regieren und wie wir Zugang zum Rat Gottes erhalten (Anm.: wie man Gott konsultiert, wie man Angelegenheiten klärt und wie man den Rat Gottes aus dem Bereich des Geistes zu denen in unserem Umfeld bringt).
Er lehrt uns, wie wir mit Gott verkehren und seinen Rat erhalten. Er unterweist uns in der Aufgabe der verschiedenen Kammern des Rates Gottes, über die Rolle seiner königlichen Berater, den Heiligen Geist und über seinen Sohn Jesus Christus.
Weiterhin lehrt der Geist des Rates über den dreieinen Gott und dessen Rolle in unserem Leben heutzutage.<= (Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung aus dem Buch „Realms of The Kingdom Volume I“, Seite 188-190 von Ian Clayton.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm