Der Tod und die Beerdigung von Sara- Tod, wo ist dein Stachel?

Einleitung

Ich möchte dieses Wort mit der Aussage von Paulus einleiten, die er der Gemeinde zu Korinth schrieb, wo er sagte:

„… Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 1.Korinther 15,55

In erster Linie ist es mir wichtig, den Sieg von Jesus Christus innerhalb von herausfordernden Umständen, die mit „Tod“ zu tun haben hervorzuheben, weil alle Dinge denen zum Besten dienen müssen, die Gott lieben und nach seinem Ratschluss berufen sind (vgl. Römer 8,28).

Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Der Tod von Sara

In diesem Zusammenhang möchte ich im Laufe der Botschaft auf den Tod und das Begräbnis von Sara eingehen, die die Ehefrau unseres Vorvaters des Glaubens Abraham war und auch als Brunnenschacht im Wort Gottes genannt wurde (vgl. Jesaja 51,1-2).

Jesaja 51,1-2:
1 Hört mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht: Schaut den Fels an, aus dem ihr gehauen seid, und des Brunnens Schacht, aus dem ihr gegraben seid.
2 Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren.

Ein Brunnen ist eine Konstruktion, die die tiefen Wasser Gottes enthält und mit seinen Schätzen, die in Jesus Christus verborgen liegen, zu tun hat (vgl. Kolosser 2,2-3).

Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Der Brunnenschacht als Übergangsort

Weiterhin war der Brunnenschacht unter anderem auch der sogenannte „Brücken- Übergangsort für Joseph, der sich auf dem Weg in die Position von königlicher Verwaltung befand aber auch für den Propheten Jeremia, der kurze Zeit später nach seinem Aufenthalt im „Brunnenschacht“ als Wächter im Wachthof fungierte (vgl. 1.Mose 37,23-24 i.V.m. Jeremia 38,6.13)

1.Mose 37,23-24:
23 Als nun Josef zu seinen Brüdern kam, zogen sie ihm seinen Rock aus, den bunten Rock, den er anhatte, 24 und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin.

Jeremia 38,6.13:
6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne Malkijas, des Königssohnes, die im Wachthof war, und ließen ihn an Seilen hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.
13 Und sie zogen Jeremia herauf aus der Zisterne an den Stricken. Und so blieb Jeremia im Wachthof.

Diese Erklärung macht deutlich, dass der göttliche „Brunnenschacht“ mit einflussreichen Positionen im Zusammenhang steht.

Saras Sterbeort und Beerdigungsort

Um das richtige, siegreiche Bild in Bezug auf den Tod Saras vor Augen zu haben, ist es gut an dieser Stelle die Bedeutung ihres Namens sowie die der genannten Ortsnamen zu kennen (vgl. 1.Mose 23,1-2).

1.Mose 23,1-2:
1 Sara wurde hundertsiebenundzwanzig Jahre alt 2 und starb in Kirjat-Arba – das ist Hebron – im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte.

Der Name
„Sara“ bedeutet „Fürstin, Magnatin“ und der Name ihres Sterbeortes war „Kirjat-Arba“- das „Hebron“ ist, welches „viereckige Stadt- Verbindung, Gesellschaft oder Bundesort“ bedeutet.
„Kanaan“ meint „Niederung, Niederland“ und war später das Land der Verheißung, in das das Volk Israel eintrat (vgl. 4.Mose 13,1).

Abrahams Einpflanzung

Abraham war zwar in seiner Seele über den Tod seiner Ehefrau betrübt, jedoch verlor er nicht die Fassung, um siegreich das „Saatgut- Sara“ an den richtigen Ort „einzupflanzen“.
Da wir das gesamte Wort Gottes in unserer heutigen Zeit anwenden dürfen, können wir uns auch im gesamten Potential des Wortes Gottes bewegen, so dass ich auf die Wichtigkeit der Tränen Abrahams, auf Abrahams Weggang vom toten Körper Saras und auch auf die Versetzung ihres toten Leibes eingehen möchte, der durch Abraham von ihrem Sterbeort zum Beerdigungsort gebracht wurde, bei der es sich um die Höhle
„Machpela- Verdopplung, Doppelhöhle“ gegenüber von „Mamre- Fettigkeit, Stärke, Männlichkeit“ handelte.
Abraham erwarb diese Höhle von dem Hetiter Efron, indem er diese von ihm für 400 Silberstücke erwarb (vgl. 1.Mose 23,2-3.7-9.16.19).

1.Mose 23,2-3.7-9.16.19:
… 2 und starb in Kirjat-Arba – das ist Hebron – im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte.
3 Danach stand er auf von seiner Toten und redete mit den Hetitern und sprach: …
16 Abraham gehorchte Efron und wog ihm die Summe dar, die er genannt hatte vor den Ohren der Hetiter, vierhundert Lot Silber nach dem Gewicht, das im Kauf gang und gäbe war.
7 Da stand Abraham auf und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Hetitern.
8 Und er redete mit ihnen und sprach: Gefällt es euch, dass ich meine Tote hinaustrage und begrabe, so höret mich und bittet für mich Efron, den Sohn Zohars, 9 dass er mir gebe seine Höhle in Machpela, die am Ende seines Ackers liegt; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, zum Erbbegräbnis unter euch.
16 Abraham gehorchte Efron und wog ihm die Summe dar, die er genannt hatte vor den Ohren der Hetiter, vierhundert Lot Silber nach dem Gewicht, das im Kauf gang und gäbe war.
19 Danach begrub Abraham Sara, seine Frau, in der Höhle des Ackers in Machpela östlich von Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.

Die geistliche DNA des Saatgutes „Sara“


Die Charaktere des Saatguts von Sara und ihres Sterbeortes beinhaltete die Struktur der Braut Jesu, die der viereckige Gebäudekomplex und zugleich auch das gesalbte, geistliche Jerusalem ist (vgl. Offenbarung 21,9.16).

Offenbarung 21,9.16:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
16 Und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich.

Die Frau und Braut des Lammes


Die Struktur und das Zeugnis des Engels über den „Gebäudekomplex“, dass dieser eine Stadt ist, die zugleich Frau und auch die Braut des Lammes ist, bedeutet, dass sie sich in der ersten Bundesliebe bewegt und die Reife einer Fürstin bzw. Königin hat, die in der Atmosphäre- dem Geistbereich kraftvoll durch das geschlachtete Lamm Gottes vom Himmel auf die Erde regiert (vgl. Offenbarung 21,10).

Offenbarung 21,10:
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, …

Diese göttliche Regierungsherrschaft meint die Anwendung des Opfertodes Jesu (Anm.: den endgültigen Sieg von Jesus Christus am Kreuz; vgl. Johannes 19,30) über die Finsternis im Himmel und auf der Erde, da Satan der Fürst der Lüfte ist (vgl. Epheser 2,2 i.V.m. Epheser 3,8-10).

Epheser 2,2:
… 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.

Epheser 3,8-10:
8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.

Es ist deshalb auch kein Zufall, dass die Braut von Jesus aus seiner Seite heraus geboren wurde, während er sich mit seinem Leib in der „Atmosphäre“ befand, weil er am Kreuz hing (vgl. Johannes 19,31.33-35)!

Johannes 19,31.33-35:
31 Weil es aber Rüsttag war und die Leichname nicht am Kreuz bleiben sollten den Sabbat über – denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag –, baten die Juden Pilatus, dass ihnen die Beine gebrochen und sie abgenommen würden.
33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.
35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt.

Somit war der Sterbeort von Sara ein prophetisches Zeichen auf das demütige Verhalten (Anm.: Kanaan) von Jesus seinem himmlischen Vater gegenüber und seinen Tod, aus dem er seine Braut durch sein Blut in seinen Liebesbund und die damit verbundene Regierungsherrschaft hineinführte (Anm.: „Kirjat-Arba – Hebron“).
Das bedeutet, dass nur die Menschen, die Jesus Christus wirklich von ganzem Herzen lieben (Anm.: bedeutet ihm gehorsam zu sein und zu folgen; vgl. Johannes 14,21), auch die Regierungsautorität in ihrem von Gott zugeteilten Autoritätsbereich besitzen.
Wenn wir als Braut Jesu das Lamm Gottes nicht wahrhaftig lieben, sind wir nicht in der Lage effektiv im Geistbereich zu regieren.
Diese Regierungsherrschaft hat zur Folge, dass sich die Salbung des König der Könige, der Jesus Christus ist in seiner vollen Manneskraft aus seiner Braut ergießt, so dass bereitwillige Menschen durch sein Blut gereinigt werden und seine Kraft sowie Heilung empfangen können.
Dort, wo doppelte Scham war, kommt es zur doppelten Ehre (Anm.: „Machpela“ und „Mamre“; vgl. Jesaja 61,7)!

Jesaja 61,7:
7 Dafür, dass mein Volk doppelte Schmach trug und Schande ihr Teil war, sollen sie doppelten Anteil besitzen in ihrem Lande und ewige Freude haben.

Die 400 Silberstücke

Dort, wo Abraham unser Vorvater des Glaubens in Tränen gesät und einen großartigen Preis von 400 Silberstücken bezahlt hat, dürfen wir als seine Nachkommen des Glaubens in Freude ernten (vgl. Psalm 126,5 i.V.m. Johannes 12,24).

Psalm 126,5:
5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

Johannes 12,24:
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Die 400 Silberstücke sind ein Hinweis auf die befreiende Kraft Gottes, die aus Unterdrückung, Bedrückung, Traurigkeit, … befreit und die Menschen, die an die Kraft von Jesus Christus glauben in die wahre Freiheit führt.
Die Zahl 400 kommt erstmalig im Wort Gottes in 1.Mose 15,13.16a vor, wo Gott Abraham mitteilte, dass nach 400 Jahren Knechtschaft, die vierte Generation in die Freiheit treten würde.

1.Mose 15,13.16a:
13 Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.
16 Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; …

Weiterhin steht die Zahl
„400“ mit dem letzten Buchstaben des hebräischen Alphabets in Verbindung, der das „Taw“ ist und den Zahlenwert „400“ trägt sowie unter anderem „Verlangen, Begehren und Wunsch“ bedeutet. Das „Taw“ hat die piktografische Darstellung „eines Markierungszeichens in der Form eines Kreuzes (Anm.: Im Buch Hiob 31,35 wird es als „Begehren“ bezeichnet und in Hesekiel 9,6 wird es als Markierungszeichen zum Schutz inmitten von Gericht verwendet.).“
Das bedeutet, dass die Zahl „400“ das Ende einer Bedrückungsphase (Anm.: Schulungsphase) im Plan Gottes beinhaltet, die durch die Kraft des Lammes Gottes zu einem offenen Tor der Befreiung, des Schutzes, der Freiheit und der zunehmenden Liebe zu Jesus Christus wird.

Die Grapefruit

Letztendlich würde ich den von Abraham durchgeführten Beerdigungsprozess wie das Essen einer Grapefruit vergleichen, die einen bitteren Geschmack in sich hat aber trotzdem zur Erfrischung beiträgt.

Lass die Toten ihre Toten begraben!

Abschließend möchte ich zu diesem Wort anmerken, dass wir wie Abraham auf herausfordernde Umstände reagieren sollten, indem wir den Ort des Schmerzes/ Verlustes verlassen, um den Ort der Einpflanzung zu finden, so dass sich der Schmerz in unsagbare große Freude verwandelt (vgl. 1.Mose 23,3 i.V.m. Lukas 9,59-60).

1.Mose 23,3:
3 Dann stand Abraham auf und ging weg von seiner Toten und redete zu den Söhnen Het: …

Lukas 9,59-60:
59 Und er (Anm.: Jesus Christus) sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!

Hiermit meine ich nicht, dass wir den Zeitabschnitt der herausfordernden Veränderung vergessen, jedoch sollten wir siegreich auf die Veränderung und den Befehl Gottes reagieren, um neues Leben aktiviert zu sehen, so ähnlich wie es auch die Schunemiterin erfuhr als sie von ihrem verstorbenen Sohn wegging, um ihn wieder zu erhalten (vgl. 2.Könige 4,21-22.35).

2.Könige 4,21-25:
21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloss zu und ging hinaus 22 und rief ihren Mann und sprach: Schicke mir einen der Knechte und eine Eselin; ich will eilends zu dem Mann Gottes (Anm.: Prophet Elischa) und bald zurückkommen.
23 Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Lass es gut sein!
24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knecht: Treib an und halte mich nicht auf beim Reiten, bis ich dir es sage!
25 So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel.
35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe seine Augen auf.

Durch das Weggehen aus der Zeit des Verlustes, um diesen von „außen“ zu betrachten, eröffnete die Schunemiterin eine neue Zeitphase des Segens für ihr Leben als würde es sich um den Beginn eines neuen Monats oder eines Festtages gehandelt haben (vgl. 2.Könige 4,23).
Sie entschied sich in das Zentrum des Zeugnisses Jesu einzutreten, um neue Hoffnung und Zuversicht zu erhalten (vgl. 2.Könige 4,25 i.V.m. Offenbarung 19,10e).

2.Könige 4,25:
25 So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes (Anm.: Prophet Elischa) auf den Berg Karmel.

Offenbarung 19,10e:
10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

Auch die Person, die zur Zeit Jesu seinen Vater verlor (vgl. Lukas 9,59-60), wurde von Jesus angesprochen und erhielt von ihm einen Auftrag und zwar das Reich Gottes zu predigen, was nichts anderes bedeutet als die Kraft des Heiligen Geistes in dem Leben eines Menschen, der kraftvolle Auswirkungen im Auftrag des himmlischen Vaters offenbart.
Es war die einzige Person von den zwei weiteren in dieser Bibelstelle genannten Personen, die nicht von sich selbst aus Jesus ansprach, sondern die von Jesus angesprochen wurde (vgl. Lukas 9,57-62).
Das bedeutet, dass Jesus unseren Schmerz im Leben erkennt und ihn in Leben verwandelt, indem er uns mit dem Plan seines himmlischen Vaters vertraut macht.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm