Der ''Wein'' und seine Bedeutung

Der erste Winzer

Es ist für uns als Leib Jesu in dieser Zeit wichtig die Bedeutung des Weines Gottes und den Anlass für den er benutzt wird, richtig  zu verstehen.
Deshalb möchte ich zuallererst auf den ersten Winzer im Wort Gottes eingehen, bei dem es sich um Noah handelte, der nach der Sintflut als Ackerbauer einen Weinberg anpflanzte und in den Genuss sowie der berauschenden Auswirkung des ersten Weines kam (vgl. 1.Mose 9,20-21).

1.Mose 9,20-21:
20 Noah aber, der Ackermann, pflanzte als Erster einen Weinberg.
21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt.

Der Weinberg und die Verwaltung des Königreichs

Jesus erwähnte ein Gleichnis, in dem er von der Verwaltung des Königreiches sprach, das einem Weinberg glich, der mit einem Zaun, einer Kelter sowie einem Wachtturm ausgestattet war (vgl. Markus 12,1 i.V.m. Jesaja 5,1-2).

Markus 12,1:
1 Und er fing an, zu ihnen in Gleichnissen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes.

Jesaja 5,1-2:
1 Wohlan, ich will meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg.
Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe.
2 Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte.

Noah, der “Prototyp”

Das bedeutet in Bezug auf den Winzer Noah, dass er ein “Prototyp” für die Verwaltung/ Bebauung des ersten Weinbergs war.
Da Gott in seinem Wort auf alles Erste ein besonderes Augenmerk legt, ist es wichtig die berauschende Situation von Noah mit den Augen des Herzens zu erkennen und im Geist zu verstehen (vgl. 2.Mose 13,11-13; 5.Mose 26,1-4).

2.Mose 13,11-13:
11 Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir gegeben hat, 12 so sollst du dem HERRN alles aussondern, was zuerst den Mutterschoß durchbricht. Alle männliche Erstgeburt unter dem Vieh gehört dem HERRN.
13 Die Erstgeburt vom Esel sollst du auslösen mit einem Schaf; wenn du sie aber nicht auslöst, so brich ihr das Genick. Beim Menschen aber sollst du alle Erstgeburt unter deinen Söhnen auslösen.

5.Mose 26,1-4:
1 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohnst, 2 so sollst du nehmen die Erstlinge aller Feldfrüchte, die du von deinem Lande einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, dass sein Name daselbst wohne, 3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, dass ich gekommen bin in das Land, das der HERR, wie er unsern Vätern geschworen hat, uns geben wollte.
4 Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen.

Die Entblößung Noahs soll uns als Heilige in dieser Zeit darauf hinweisen, dass es der Einfluss des Heiligen Geistes ist, der uns dabei hilft Gott und unserem Nächsten aufrichtig (Anm.: transparent) zu begegnen, so ähnlich wie es auch König Saul unter der prophetischen Salbung tat (vgl. 1.Samuel 19,23-24 i.V.m. Johannes 3,20-21).

1.Samuel 19,23-24:
23 Und er machte sich von dort auf nach Najot in Rama. Und der Geist Gottes kam auch über ihn und er ging einher in Verzückung, bis er nach Najot in Rama kam.
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?

Johannes 3,20-21:
20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Jesus und sein erstes Zeichen der Herrlichkeit

Es war kein Zufall, dass das erste Zeichen der Herrlichkeit, welches Jesus tat mit der Umwandlung von Wasser zu Wein in Verbindung stand (vgl. Johannes 2,1-11).

Johannes 2,1-11:
1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da.
2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.
3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
4 Jesus spricht zu ihr: Was geht es dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße.
7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es ihm.
9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten.
11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Die Trunkenheit des Geistes

Das Berauschen von Noah und die Trunkenheit bei der Hochzeit zu Kana ist kein Aufruf an uns Heilige, dass wir uns mit dem natürlichen Wein betrinken sollen, sondern es ist ein Aufruf Gottes an uns voll des Heiligen Geistes zu werden, der die Liebe Gottes in uns ausdrückt (vgl. Epheser 5,15).

Epheser 5,15:
18 Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen.

Wir können in Hohelied 5,1 klar erkennen, dass der Wein Gottes nicht mit dem natürlichen Wein in Verbindung steht, sondern seine Liebe zu uns offenbart!

Hohelied 5,1:
1 Ich bin gekommen, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten. Ich habe meine Myrrhe samt meinen Gewürzen gepflückt; ich habe meine Wabe samt meinem Honig gegessen; ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken.
Esst, meine Freunde, und trinkt und werdet trunken von Liebe!

Das Berauschen mit dem Wein Gottes ist ein Aufruf Jesu mehr mit dem Heiligen Geist angefüllt zu werden und ihm zu erlauben in uns stärker zuzunehmen, damit wir den Vater und Jesus noch stärker lieben und unsere Liebe ihm gegenüber mehr ausdrücken können.
Der Aufruf des Geliebten an seine Freunde, zu essen und sich an seiner Liebe zu berauschen, ist eine Aufforderung von der Freundesstruktur in die Struktur der Braut einzutreten.
Unsere Liebe zu Jesus und seine Liebe zu uns verändert plötzlich unser Herz, so dass wir vor den Augen der Menschen, wie ausgewechselt erscheinen (vgl. Apostelgeschichte 2,1-4.13)

Apostelgeschichte 2,1-4.13:
1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.

Die Liebe Jesu den Menschen gegenüber

Die Liebe von Jesus uns gegenüber wurde in Kana während eines Bündnisses (Anm.: Hochzeit zwischen Mann und Frau) reflektiert und durch seinen Kreuzestod auf Golgatha vollendet.
Auf der Höhe der Schädelstätte hat er sein Blut/ Wein für uns vergossen. Das ist der größte Ausdruck der Liebe Gottes uns Menschen gegenüber (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 6,48-58. Johannes 19,33-34).

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 6,48-58:
48 Ich bin das Brot des Lebens.
49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.
57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen.
58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.

Johannes 19,33-34:
33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.

Jesus, Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks

Das Erscheinen von Melchisedek (Anm.: “König der Gerechtigkeit“) vor den Augen Abrahams nach dem Sieg gegenüber König Kedor-Laomer und seinen verbündeten Königen war kein Zufall.
Melchisedek erschien nach Abrahams Sieg diesem mit Brot und Wein! Diese Gabe war schon ein Hinweis auf den Sieg über alle Könige durch den König der Könige am Kreuz von Golgatha. Aus dieser Dankbarkeit heraus, gab Abraham dem König der Gerechtigkeit den Zehnten von allem (vgl. 1.Mose 14,17-20 i.V.m. Hebräer 5,4-10). Daraus können wir entnehmen, dass das Geben des Zehnten nicht aus dem "Gesetz" kommt, sondern aus dem Glauben, weil Abraham vor Mose lebte.

1.Mose 14,17-20:
17 Als er nun zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal.
18 Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten 19 und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; 20 und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.

Hebräer 5,4-10:
4 Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron.
5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hohepriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (vgl. Psalm 2,7): “Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.”
6 Wie er auch an anderer Stelle spricht (vgl. Psalm 110,4): “Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.”
7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.
8 So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.
9 Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden, 10 genannt von Gott ein Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Die Liebe Gottes, eine kämpfende Einheit

Die Liebe Gottes ist eine gewaltige kämpfende Einheit vor der die finstere Macht der Furcht keine Chance hat (vgl. 1.Johannes 4,18)!

1.Joahnnes 4,18:
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Wenn wir es wirklich verstanden haben, was der Wein (Anm.: Blut) von Jesus in uns vollzieht, dann kann Furcht nicht über uns regieren und uns auch nicht einschüchtern. Jesu Blut hat uns ALLES vergeben!
Das ist die Gerechtigkeit des Hohenpriesters nach der Ordnung Melchisedek (vgl. Jesaja 1,18-20).

Jesaja 1,18-20:
18 So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
19 Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen.
20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.

Weil wir von dem kostbaren Blut (Anm.: Wein) Jesu geschmeckt haben und ein Teil seiner Braut sind, lieben wir Jesus und dies zeigen wir ihm durch unsere gehorsame Nachfolge (vgl. Johannes 14,21).

Johannes 14,21:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Der Löwe von Juda und sein Aussehen

Da Jesus der Löwe von Juda ist, sollten wir uns anschauen, wie dieser Löwe von seinem Aussehen her beschrieben wird (vgl. Offenbarung 5,5 i.V.m. 1.Mose 49,8-12)

Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.

1.Mose 49,8-12:
8 Juda, du bist es! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.

Auch an dieser Stelle können wir sehen, dass der Löwe von Juda mit dem Wein in Verbindung steht und seine Augen vollkommen mit der Liebe Gottes angefüllt sind!

Die Weingelage und ihre Bedeutung

Im Buch von Esther können wir lesen, dass es dort unterschiedliche “Weingelage” gab, die uns als Volk Gottes in dieser Zeit wichtige Aufschlüsse geben unter welchen Einfluss von “Wein” (Anm.: geistlichen Einfluss) wir uns bewegen können.
Der Konsum von “Wein” hat Einfluss auf unser Leben. Welchen Wein (Anm.: Blut) trinken wir bzw. unter welchem Lebenseinfluss bewegen wir uns?
Das Wort Gottes sagt, dass das Leben im Blut ist (vgl. 5.Mose 12,23).

5.Mose 12,23:
23 Allein achte darauf, dass du das Blut nicht isst; denn das Blut ist das Leben; darum sollst du nicht zugleich mit dem Fleisch das Leben essen, …

Das Weingelage des Königs Ahasveros

In Esther 1,7.10 können wir vom Weingelage des Ahasveros lesen, der nach einigen Tagen die Schönheit seiner Königin der Öffentlichkeit zeigen wollte.

Esther 1,7.10:
7 Und die Getränke trug man auf in goldenen Gefäßen, von denen keins wie das andere war, königlichen Wein in Menge nach königlicher Weise.
10 Und am siebenten Tage, als der König guter Dinge war vom Wein, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas, den sieben Kämmerern, die vor dem König Ahasveros dienten, 11 dass sie die Königin Waschti mit ihrer königlichen Krone holen sollten vor den König, um dem Volk und den Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war schön.

Das Weingelage des Königs Ahasveros ist für uns ein Hinweis, dass wir unsere Schönheit zeigen, wenn es unser König Jesus verlangt und nicht unsere Geistesgaben vergraben. Er ruft uns auf, diese einzusetzen (vgl. Lukas 19,20-24)!

Lukas 19,20-24:
20 Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich in einem Tuch verwahrt habe; 21 denn ich fürchtete mich vor dir, weil du ein harter Mann bist; du nimmst, was du nicht angelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.
22 Er sprach zu ihm: Mit deinen eigenen Worten richte ich dich, du böser Knecht. Wusstest du, dass ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht angelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe: 23 warum hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht? Und wenn ich zurückgekommen wäre, hätte ich es mit Zinsen eingefordert.
24 Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat.

Jesus ist von Liebe zu den Menschen und zu seiner Braut bewegt. Er will die Kraft seines Weines in seiner Braut auf der Erde in Aktion sehen (Anm.: Liebe, Vergebung, Heilung, …)!

Das Weingelage der Königin Waschti

Aus Esther 1,9 können wir entnehmen, dass die Königin Waschti ebenfalls ein Fest feierte, jedoch der Einfluss ihres “Weines” dazu beitrug, dass sie gegen die Anweisung des Königs rebellierte und nicht zu ihm kam.
Dieses Verhalten führte zur Verwerfung aus ihrer Position als Königin (vgl. Esther 1,9.12.19).

Esther 1,9.12.19:
9 Und die Königin Waschti machte auch ein Festmahl für die Frauen im königlichen Palast des Königs Ahasveros.
12 Aber die Königin Waschti wollte nicht kommen, wie der König durch seine Kämmerer geboten hatte.
Da wurde der König sehr zornig, und sein Grimm entbrannte in ihm.
19 Gefällt es dem König, so lasse man ein königliches Gebot von ihm ausgehen und unter die Gesetze der Perser und Meder aufnehmen, sodass man es nicht aufheben darf, dass Waschti nicht mehr vor den König Ahasveros kommen dürfe und der König ihre königliche Würde einer andern geben solle, die besser ist als sie.

Es ist wichtig, dass wir uns nicht auf dem Lager des Stolzes, der Selbstsicherheit und Rebellion aufhalten, um nicht durch diesen Einfluss von unserem König Jesus weggezogen zu werden.

Das Weingelage von Ahasveros und Haman

In Esther 3,15 können wir lesen, dass der König Ahasveros mit Haman einen “Wein” trank, der zu einem antisemitischen Einfluss führte, weil zuvor der Ratschlag von Haman gegen die Juden vorzugehen vom König angenommen wurde, so dass er sogar Haman seinen Siegelring überließ (vgl. Esther 3,10).

Esther 3,10.15:
10 Da tat der König seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter, dem Feind der Juden.
15 Und die Läufer gingen eilends aus nach des Königs Wort und in der Festung Susa wurde das Gesetz angeschlagen. Und der König und Haman saßen und tranken; aber die Stadt Susa war bestürzt.

Achte deine Wurzel!

Lasst uns als Heidenchristen unserer kostbaren Wurzel (Anm.: biblischer Judaismus= grundlegendes, hebräische/ biblische Verständnis) bewusst sein, aus der wir die Zunahme von Salbung erhalten und nicht unsere Festigkeit (Anm.: Verwurzelung durch das hebräische/ biblische Verständnis) ablehnen (vgl. Römer 11,17-18).

Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft (Anm.: der Salbung/ Fettigkeit) des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.

Wenn wir uns trotzdem in der Ablehnung gegen unsere jüdischen Brüder und Schwestern üben, sind wir nicht in der Lage unsere Regierungsposition in Christus zu halten.
Israel ist der Augapfel Gottes. Wenn wir den Augapfel Gottes ablehnen, sind wir nicht in der Lage den Plan Gottes für die Zukunft in unserem Leben und der Gemeinde klar zu sehen bzw. zu erkennen (vgl. 5.Mose 32,9-10 i.V.m. Sacharja 2,12).

5.Mose 32,9-10:
9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe.
10 Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde sah er ihn. Er umfing ihn und hatte Acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel.

Sacharja 2,12:
12 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat, über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.

Die organisierten Weinfeste von Esther

In Esther 5,4-8 und Esther 7,1-2 ff. können wir von den veranstalteten Weinfesten der Königin Esther lesen.

Esther 5,4-8:
4 Ester sprach: Gefällt es dem König, so komme der König mit Haman heute zu dem Mahl, das ich bereitet habe.
5 Der König sprach: Eilt und holt Haman, damit geschehe, was Ester gesagt hat!
Als nun der König und Haman zu dem Mahl kamen, das Ester bereitet hatte, 6 sprach der König zu Ester, als er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Ester? Es soll dir gegeben werden. Und was begehrst du? Wäre es auch die Hälfte des Königreichs, es soll geschehen.
7 Da antwortete Ester: Meine Bitte und mein Begehren ist: 8 Hab ich Gnade gefunden vor dem König und gefällt es dem König, meine Bitte zu gewähren und zu tun nach meinem Begehren, so komme der König mit Haman zu dem Mahl, das ich für sie bereiten will. Morgen will ich dann tun, was der König gesagt hat.

Esther 7,1-6.9-10:
1 Und als der König mit Haman zu dem Mahl kam, das die Königin Ester bereitet hatte, 2 sprach der König zu Ester auch an diesem zweiten Tage, als er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Königin Ester, das man dir geben soll? Und was begehrst du? Wäre es auch das halbe Königreich, es soll geschehen.
3 Die Königin Ester antwortete: Hab ich Gnade vor dir gefunden, o König, und gefällt es dem König, so gib mir mein Leben um meiner Bitte willen und mein Volk um meines Begehrens willen.
4 Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, dass wir vertilgt, getötet und umgebracht werden. Wären wir nur zu Knechten und Mägden verkauft, so wollte ich schweigen; denn die Bedrängnis wäre nicht so groß, dass man den König darum belästigen müsste.
5 Der König Ahasveros antwortete und sprach zu der Königin Ester: Wer ist der oder wo ist der, der sich hat in den Sinn kommen lassen, solches zu tun?
6 Ester sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser niederträchtige Haman! Haman aber erschrak vor dem König und der Königin.
9 Und Harbona, einer der Kämmerer vor dem König, sprach: Siehe, es steht ein Galgen beim Hause Hamans, fünfzig Ellen hoch, den er für Mordechai aufgerichtet hat, der doch zum Wohl des Königs geredet hat. Der König sprach: Hängt ihn daran auf!
10 So hängte man Haman an den Galgen, den er für Mordechai aufgerichtet hatte. Da legte sich des Königs Zorn.

Der Wein Esthers weist auf den Einfluss der Rettung und strategischen, geistlichen Kampfführung hin, die in Weisheit gegen den Erzfeind Satan vollzogen wird, um viele aus seiner Bedrückung zu befreien (vgl. Matthäus 10,16-20).

Matthäus 10,16-20:
16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
17 Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen.
18 Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.
19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm