Ijar|Sir – Monat des zunehmenden Lichts
 
Der biblische Monat Ijar|Sir ist der zweite Monat im biblischen Kalender im Erlösungszyklus. Es ist der Monat, der die Zeit des Blut des Lammes mit der Zeit des Windes und dem Feuer Gottes verbindet. „Ijar“ bedeutet „Licht“ und „Sir“ bedeutet „Glanz, Pracht“.
 
Es ist der Monat, der mit Issaschar, dem neunten Sohn Jakobs und dem fünften Sohn von Lea, verbunden ist. Issaschar bedeutet „Er wird durch Lohn erkauft; er bringt Lohn; Lohn ist vorhanden“. (vgl. 1.Mose 30,18)
 
1.Mose 30,18
… 18 und sprach (Anm.: Lea): Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und nannte ihn Issaschar.
 
Ruben und Issaschar
 
Es war der erstgeborene Sohn Ruben (Anm.: „Sehet ein Sohn“), der den Weg für die Geburt von Issaschar bereitete, während er zur Zeit der Weizenernte aufs Feld ging. Er fand Alraunen, welche auch mit Liebesäpfel übersetzt werden, und gab sie seiner Mutter Lea. Als Rahel das sah, bat sie Lea, ihr einige der Alraunen zu geben.
 
Durch die Übergabe der Alraunen erlaubte sie dafür Lea, mit Jakob intim zu werden, so dass Lea mit ihrem fünften Sohn Issaschar schwanger wurde (vgl. 1.Mose 30,14-17).
 
1.Mose 30,14-17:
14 Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesäpfel auf dem Felde und brachte sie heim zu seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesäpfeln deines Sohnes.
15 Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesäpfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen für die Liebesäpfel deines Sohnes.
16 Als nun Jakob am Abend vom Felde kam, ging Lea hinaus ihm entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen, denn ich habe dich erkauft mit den Liebesäpfeln meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
17 Und Gott erhörte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob ihren fünften Sohn …
 
Anhand des Einschreitens von Ruben wird bereits deutlich, dass uns Jesus Christus, der erstgeborene und eingeborene Sohn Gottes durch den Einfluss des Heiligen Geistes in die Intimität mit dem himmlischen Vater führt, so dass wir unter anderem ein besseres Zeitverständnis erhalten.
 
Das hat zur Folge, dass wir in der Unterscheidung und der Erkenntnis der Zeiten zunehmen, so wie die Angehörigen des Stammes Issaschar (vgl. Johannes 1,14; Römer 8,29 i.V.m. 1.Chronik 12,33).
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Die Befähigung des Stammes Issaschar
 
Es sind die „Söhne des Stammes Issaschar“, die es durch ihre Begabung verstehen eine Art „Membran“ von Zeit geöffnet zu halten, so dass Dinge, die Gott offenbart, gesehen als auch zur Manifestation gebracht werden können.
 
Hierbei geht es um die Einwirkung der Ewigkeit in die temporäre Zeit. Davon spricht das Wort Gottes, wenn es heißt: „als die Zeit erfüllt war“ oder „am Tag des HERRN“ (vgl. Lukas 9,51; Markus 1,15; Galater 4,4; Offenbarung 1,10).
 
Lukas 9,51:
51 Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er hinweg genommen werden sollte, da wandte er sein Angesicht, stracks nach Jerusalem zu wandern.
 
Markus 1,15:
… 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
 
Galater 4,4:
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, …
 
Offenbarung 1,10:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des HERRN und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …
 
Anhand der o.g. Bibelstellen wird deutlich, dass sich diese auf die Vereinigung von Zeit (Anm.: Zeit der Ewigkeit und temporäre Zeit) beziehen. Es ist die Befähigung von Issaschar die Zeiten Gottes zu verstehen und dadurch Zugang zu ihnen zu erhalten.
 
Um Zugang zur Zeit zu erhalten, ist es zunächst wichtig zu erkennen, dass Gott bereits die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat (vgl. Prediger 3,11a).
 
Prediger 3,11a:
11a Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; …
 
Das wird ebenfalls durch die Aussage Jesu deutlich, der sagte, dass das Reich Gottes in uns ist (vgl. Lukas 17,21).
 
Lukas 17,21:
… 21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten (Anm.: in euch) unter euch.
 
Das Reich Gottes ist mit Gehorsam und dem Volk Israel als zwölf dimensionale Einheit verbunden, die sich aus den 12 Stämmen Israels ergibt (vgl. 2.Mose 19,5-6).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
=> Durch die Geschichte des alten Israels hindurch, wird der Stamm Issaschar als eine Familie dargestellt, die dazu bestimmt war, körperlich und geistig zu gedeihen. Die Söhne des Stammes Issaschar waren nicht nur „streitbare Männer“ (vgl. 1.Chronik 7,1-5), sondern auch dazu berufen, den anderen Stämmen Israels im Bereich von Finanzen und dem Dienst des Wortes bzw. der Lehre Gottes (Anm.: Thora) zu dienen. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarungslehre von Norm Franz von Ascension Ministries)
 
Die erste Stammesausrichtung als Musterbeispiel
 
Issaschar ist das Bindeglied in der ersten Einheit der israelischen Armee (Anm.: vier Einheiten zu jeweils drei Stämmen geordnet), das den Stamm Juda und den Stamm Sebulon miteinander verbindet.
 
Diese Verbindung dient als ein Musterbeispiel für die Gemeinde Jesu, weil diese Konstellation die erste Stammesausrichtung der ersten Einheit aus der Armee Israels ergibt, die an der Ostseite der Stiftshütte positioniert ist, wo sich ihr Eingang befindet (vgl. 4.Mose 2,2-3.5.7.9).
 
4.Mose 2,2-3.5.7.9:
2 Die Israeliten sollen um die Stiftshütte her sich lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, …
5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Issaschar: sein Fürst Netanel, der Sohn Zuars, …
7 Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn Helons, …
… 9 sodass alle, die ins Lager Juda gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 186400 Mann. Und die sollen vornean ziehen.
 
Dieser erste Zusammenschluss der ersten Einheit der Stämme Israels ist unter anderem ein Hinweis auf die Bedeutung von folgenden Aspekten:
 
  1. geistliche Kampfführung durch Anbetung (Anm.: Juda)
  2. Erkenntnis über den richtigen Zeitpunkt Gottes (Anm.: Issaschar)
  3. Versorgung in Form von göttlichem „Handel“ und Austausch (Anm.: Sebulon).
 
Die Reichtümer von Issaschar und Sebulon
 
Es sind Issaschar und Sebulon, die als Stämme gemeinsam dazu berufen sind, die Reichtümer für das Königreich Gottes einzubringen und dadurch zu helfen, dem HERRN gerechte Opfer von einem Ort der Vision aus darzubringen (vgl. 5.Mose 33,18-19).
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten (Anm.: international); und Issaschar, freue dich deiner Zelte (Anm.: national).
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Dienst im Königreich Gottes und Wirtschaft
 
Es ist wichtig zu verstehen, dass für den Dienst im Königreich Gottes Finanzen und materielle Ressourcen entscheidend zum Aufbau als auch Erhalt sind. Wir können das Königreich Gottes nicht ohne „Gold“ (Anm.: materielle Ressourcen) voranbringen.
 
Das zeigt sich bereits unter anderem in der unwiderlegbaren Tatsache, dass Gott die Wirtschaft innerhalb des Gartens inmitten von Eden absicherte, indem er den Hauptfluss mit seinen vier Flüssen erschuf.
 
Hierbei waren die Flüsse mit Bodenschätzen verknüpft, was anhand des Beispiels des ersten Flusses in Eden deutlich wird, bei dem es sich um den Pischon handelte. Dieser Fluss ist mit dem reinem Gold, dem aromatischen Harz und den Onyx-Edelsteinen verbunden (vgl. 1.Mose 2,11-12).
 
1.Mose 2,11-12:
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
 
Auch der Beginn des Lebens Jesu auf der Erde war mit Gold und aromatischem Harz (Anm.: Weihrauch und Myrrhe) verbunden, das ihm von drei Weisen als Geschenke überbracht wurde (vgl. Matthäus 2,10-11).
 
Matthäus 2,10-11:
10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
 
Darüber hinaus wurde Jesus später in seinem Dienst von einigen vornehmen Frauen durch ihren Besitz unterstützt und gefördert (vgl. Lukas 8,2-3).
 
Lukas 8,2-3:
… 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.
 
Auch nach der Himmelfahrt Jesu wurde der Dienst der Apostel von wohlhabenden und prominenten Personen begleitet sowie unterstützt (vgl. Apostelgeschichte 4,34-37 i.V.m. Apostelgeschichte 17,12).
 
Apostelgeschichte 4,34-37:
34 Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35 und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.
36 Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37 der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
 
Apostelgeschichte 17,12:
12 So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige von den vornehmen griechischen Frauen und Männern.
 
Diese Bibelstellen machen deutlich, dass die Administration von Wohlstand auch für die nächste Bewegung Gottes auf der Erde von hoher Bedeutung ist und geordnet verläuft.
 
Die Berufung von Issaschar und der himmlische „Handel“
 
Issaschar ruft das Volk Gottes auf den Berg zu kommen (Anm.: in die Gegenwart Gottes), um Opfer bzw. Investitionen dem HERRN zu bringen. Diese Opfer sind in den Augen Gottes ein himmlischer „Handel“, der vom Geist und nicht aus einer irdische Perspektive, durch Emotionen gelenkt, geschieht. Issaschar ruft das Volk Gottes auf, auf einer anderen und höheren Ebene tätig zu werden.
 
Der „Handel“ auf einer höheren Ebene bedeutet, nicht auf der Grundlage von Emotionen in das Königreich Gottes zu investieren, sondern auf die Weise zu geben, wie es Abraham tat. Abraham war bereit, seinen Sohn aus Gehorsam zu opfern und erhielt aufgrund dessen einen Widder von Gott, der bereits ein Hinweis auf Jesus Christus war (vgl. 1.Mose 22,1-2.9-13).
 
1.Mose 22,1-2.9-13:
1 Nach diesen Geschichten prüfte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. …
9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.
11 Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
13 Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt.
 
Dieser höhere Bereich des Opfers ist die Ebene auf der Heilige aus der Position als Könige (Anm.: durch das Blut des Lammes; vgl. Offenbarung 1,5-6) ihre Investition vor Gott in Form eines Opfers geben.
 
Auf einer höheren Ebene zu „investieren“ bedeutet, mit der richtigen emotionalen Bindung zu handeln, die durch Gehorsam ein Ausdruck von Liebe Gott gegenüber ist (vgl. Johannes 14,23 i.Vm. Matthäus 6,24).
 
Johannes 14,23:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
 
Matthäus 6,24:
24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
 
Das richtige Opfer bzw. die richtige Investition zu geben, basiert auf dem Verständnis der festgelegten, biblischen Zeiten und Jahreszeiten wie Issaschar dieses besaß, um ewigen „Reichtum“ in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu kreieren (vgl. Matthäus 6,19-21).
 
Matthäus 6,19-21:
19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
 
Gott befahl dem Volk Israel unter anderem, während des Neumonds zu opfern, an Rosch Chodesch, (vgl. 4.Mose 28,11-15) und speziell dann zu opfern bzw. zu investieren, wenn die Sternsysteme in bestimmten Konstellationen waren (Anm.: Hiermit ist nicht das Tätigwerden in einem astrologischen Kontext gemeint, sondern das Aktivwerden gemäß der von Gott festgelegten Zeitfenster nach 1.Mose 1,14-19 und 2.Mose 23,14-17.). Diese Konstellationen stehen in Verbindung mit den biblischen Festen wie folgt:
 
  1. Pessach – Frühling => Widder (Anm.: Hinweis auf das Lamm Gottes gem. 1.Mose 22,13.) = Opfer/Liebe des Vaters; Vergebung und Errettung (vgl. Johannes 3,16),
  2. Schawuot – Sommer => Zwillinge (Anm.: 2 Gesetzestafeln/die Torah wurde auf dem Sinai gegeben) = Standard/Ordnung Gottes/Gottes Wertesystem, Kraft Gottes => Ausgießung des Heiligen Geistes (vgl. Apostelgeschichte 2,1-4)
  3. Sukkot – Herbst => Waage (Anm.: Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit Gottes), Herrlichkeit Gottes (vgl. 1.Könige 8,2-13).
 
Zu diesen jährlichen biblischen Festen ins Königreich Gottes zu investieren ermöglicht auf diese Weise, sich mit dem Ewigkeitsplan des HERRN für sein Volk, den er festgelegt hat, zu verbinden, um diesen dadurch auf der Erde gemeinschaftlich zu etablieren.
 
=> Das Verständnis von Zeit
 
Die Söhne Issaschar waren ebenfalls biblische Astronomen, die den Lauf der Zeiten und Zeitpunkte aufzeichneten. Sie verstanden die Zeiten und waren begabt den Beginn der Jahre sowie den Anfang der Monate festzuhalten und die richtige Position der Monate in den zwei Jahreszyklen Gottes (Anm.: Zyklus des Segens und Zyklus der Erlösung) zu verstehen.
 
Weiterhin war Issaschar befähigt die Veränderung des Mondes (Anm.: die Stärke des Monats), den Zyklus der Sonne (Anm.: die Stärke der Stunde und des Tages) sowie die Sternkonstellationen (Anm.: die Stärke der Jahreszeiten) gemäß der biblischen Zeiten zu erfassen, um Israel zu offenbaren, was zu tun war (vgl. 1.Mose 1,14-19; 1.Mose 15,5 i.V.m. Richter 5,20; Psalm 8,2.4.10; Psalm 19,2; Psalm 148,1-6; Hiob 9,8-9; Hiob 38,31-33; Amos 5,8).
 
1.Mose 1,14-19:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
 
1.Mose 15,5:
5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!
 
Psalm 8,2.4.10:
2 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gelegt hast auf den Himmel! …
4 Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: …
10 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!
 
Psalm 19,2:
2 Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.
 
Psalm 148,1-6:
1 Halleluja!
Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe!
2 Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!
3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
4 Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!
5 Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
6 Er lässt sie bestehen für immer und ewig; er gab eine Ordnung, die dürfen sie nicht überschreiten.
 
Hiob 9,8-9:
8 Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers.
9 Er macht den Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.
 
Hiob 38,31-33:
31 Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen?
32 Kannst du die Sterne des Tierkreises aufgehen lassen zur rechten Zeit oder die Bärin samt ihren Jungen heraufführen?
33 Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
 
Amos 5,8:
8 Der das Siebengestirn und den Orion macht, der aus der Finsternis den Morgen macht und aus dem Tag die finstere Nacht, der das Wasser im Meer herbeiruft und schüttet es auf den Erdboden – er heißt „HERR“ –, …
 
Die Erkenntnis der Söhne Issaschar in der Thora (Anm.: Lehre/Wort Gottes in seiner ganzen Fülle) und ihr Verständnis der Zeiten machten sie zu Hütern des biblischen Kalenders. Folglich waren sie diejenigen, die die festgesetzten Zeiten und Jahreszeiten bekannt machten, wann Israel die Feste des HERRN feiern sollte (vgl. 3.Mose 23).
 
Die Feste des HERRN offenbaren den Plan Gottes und den Zeitpunkt seiner Erlösung in Jesus Christus, woraus deutlich wird, dass die Söhne Issaschar die Salbung besaßen, einen gezielten Einblick in Gottes Zeiteinteilung der Dinge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu haben.
 
Als Beispiel soll uns die Zeit während des ersten israelischen bürgerlichen Krieges dienen, während Gott das Königtum Israels von der Herrschaft Sauls in Davids Hände übergab. Elf von den zwölf Stämmen Israels waren untereinander zerteilt, aufgrund der Fragestellung, wem sie dienen sollten.
 
Lediglich die Söhne Issaschar waren sich über den Punkt einig, weil sich „alle ihre Hauptleute“ im Kampf mit David vereinten und auf diese Weise den Stämmen Israels offenbarten, wie sie sich zu positionieren hatten (vgl. 1.Chronik 12,33 i.V.m. 1.Chronik 12,23-41). <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarungslehre von Norm Franz von Ascension Ministries).
 
Nicht stecken bleiben in Gemütlichkeit
 
Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir uns nicht durch die uns von Gott gegebene Gunst in Gemütlichkeit (Anm.: „Komfortzone“) begeben und darin stecken bleiben. Vielmehr geht es darum, dem Leib Christi durch Unterscheidung der Zeiten (Anm.: Zeit der Ewigkeit und temporäre Zeit) zu helfen, um in der Verwaltung der Versorgung inmitten des Leibes Christi voranzukommen (vgl. 1.Mose 49,14-15).
 
1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.
 
Ferner ist das Emblem des Stammes Issaschar ein Esel. Es war beispielsweise ein Esel, der zur Zeit Bileams die Phase des lebendigen und gerechten Wortes Gottes als Schwert ankündigte.
 
Auch zur Zeit Jesu war es ein Esel, der ihm als „Reittier“ diente, um ihn in die Hauptstadt Jerusalem zu bringen und dort als König der Könige und Hohenpriester zu offenbaren (vgl. 4.Mose 22,23 i.V.m. Jesaja 1,20; Hebräer 4,12; Lukas 19,28-38).
 
4.Mose 22,23:
23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen.
 
Jesaja 1,20:
20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
Lukas 19,28-38:
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.
29 Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger 30 und sprach: Geht hin in das Dorf, das vor uns liegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt es her!
31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt: Der Herr bedarf seiner.
32 Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte.
33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los?
34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner.
35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf.
36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!
 
Dieser Monat dient uns besonders darin, uns der von Gott festgelegten Zeitpunkte und Phasen der Vorfreude auf sich erfüllende Zeitpunkte in der Vergangenheit als auch in der Zukunft bewusst zu sein und daran festzuhalten (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. ...“
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Römer 8,28 verdeutlicht uns den Zusammenhang, dass denen allen Dinge zum Besten dienen müssen, die Gott lieben und nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Das Erlösen des positiven Wertes innerhalb von böser Zeit
 
Da wir auch in Jesus Christus dazu aufgefordert sind die Zeit zu erlösen (vgl. Epheser 5,16), möchte ich auf die Zeit des Verrates von Judas Iskariot eingehen, der Jesus und dessen Aufenthaltsort für dreißig Silberlinge verriet (vgl. Matthäus 26,14-16).
 
Epheser 5,16:
16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Matthäus 26,14-16:
14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.
 
Es gilt den positiven Wert aus der Zeit des Verrats von Judas, die eine böse Zeit war, zu erlösen, und dafür ist es erforderlich zu wissen, welche Identität Judas grundlegend besaß und welche Aufgabe ihm von Jesus anvertraut wurde. Judas war von Jesus dazu bestimmt, die Kasse (Anm.: Finanzen) des Dienstes zu verwalten (vgl. Johannes 12,4-6).
 
Johannes 12,4-6:
4 Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5 Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.
 
Der Name „Judas“ bedeutet übersetzt „Lob, Preis“. Judas war der Sohn von „Simon Iskariot“. „Simon“ bedeutet übersetzt „Erhörung“ und „Iskariot“ weist auf einen „Mann aus Karioth“ hin. Der Name „Karioth“ bedeutet „Städte, Ortschaftenkomplex“. (Namensbedeutungen entnommen aus dem biblischen Namen-Lexikon von Dr. Abraham Meister, Seite 198, 317, 165, 204).
 
Das verwendete griechische Wort in Johannes 12,6 für „Geldbeutel“ bzw. „Kasse“ ist „glōssọkomon“ und bedeutet auch „ein Etui für Mundstücke von Blasinstrumenten“. Es setzt sich aus zwei griechischen Worten zusammen, die für „Zunge“ und „Ordnung“ sowie „Schmuck“ verwendet werden. (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Geldbeutel – glōssọkomon“ mit der Wortschlüsselnummer: 1094*).
 
Anhand der Namens- und Worterklärung wird deutlich, dass Judas dazu berufen war, geisterfüllt durch den Ausdruck seiner Hingabe in Form von Lobpreis und Verwalterschaft zur herrlichen Manifestation des Königreiches Gottes in der Struktur des himmlischen Jerusalems auf der Erde beizutragen. Das umfasst die Dimension der Braut Jesu, die aus der ersten Liebe (gr. „agąpē“) ihrem König und Bräutigam Jesus Christus dient.
 
Das Brechen mit der Kraft des Mammons
 
Da Jesus wusste, dass Judas mit der Kraft des Mammons (Anm.: Liebe zum Geld) einen inneren Konflikt hatte, weil er Geld liebte, vertraute er ihm die Kasse des Dienstes an, um ihm die Möglichkeit zu geben mit der Macht des Mammons zu brechen, indem er durch die Anweisungen Jesu lernen sollte zu geben (vgl. Lukas 16,9 i.V.m. Apostelgeschichte 20,35).
 
Lukas 16,9:
9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
 
Apostelgeschichte 20,35:
35 Ich (Anm.: Paulus) habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.
 
Die Liebe zum Geld ist die Wurzel alles Bösen und steht im engen Zusammenhang mit falscher Anbetung, da Aaron auf die Bitte des Volkes Israel hin ein goldenes Kalb herstellte, was dazu führte, dass sie nicht mehr Gott allein angebetet haben (vgl. 1.Timotheus 6,10 i.V.m. 2.Mose 32,2-6; 2.Mose 3,18).
 
1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
 
2.Mose 32,2-6:
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne
und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.
 
2.Mose 3,18:
18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott.
 
Das Volk Israel besaß kein wahres Vertrauen darin, dass Mose vom Berg zu ihnen zurückkommen würde, um sie zu führen. Auf sehr ähnliche Weise hatte auch Judas seine eigene Vorstellung vom Bau des Königreichs, so dass er mit der Ansicht seines Meisters Jesus kollidierte (vgl. Johannes 18,36a).
 
Johannes 18,36a:
36a Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. …
 
Wie bereits zuvor erwähnt war es Judas Berufung normalerweise mit dem richtigen Verständnis von Anbetung auf der Grundlage der Liebe Gottes (Anm.: „agąpē“) und seiner Ordnung das kommende Königreich in Form der Braut Jesu voranzugehen.
Diese Form ist ein würfelförmiger Stadtkomplex, der aus reinem Gold besteht und vom Himmel herab kommt, um den Weg für die kommenden Generationen mit dem ihm anvertrauten Reichtum zu ebnen (vgl. Offenbarung 21,9-14.18).
 
Offenbarung 21,9-14.18:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore.
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. …
18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas.
 
Es ist kein Zufall, dass sich Judas entschloss, seinen Meister Jesus im Zentrum des Abendmahls zu verraten. Das Abendmahl wurde im Zeitfenster vor Pessach im biblischen Monat Abib/Nissan gehalten und ist ein Ausdruck der ersten Liebe Gottes (vgl. Johannes 3,16). Zu diesem Zeitpunkt entschied sich Judas seinen HERRN zu verraten und ihn später durch das Zeichen eines Kusses den Feinden zu überantworten. Der biblische Monat Abib/Nissan steht in Verbindung mit dem Stamm Juda (vgl. Lukas 22,47-48; Johannes 13,1-2.21.26-27).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
Johannes 13,1-2.21.26-27:
1 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
2 Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, …
21 Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. …
26 Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
 
Wahre Anbetung zur Erlösung von Zeit
 
Es kommt darauf an, dass wir den uns vom himmlischen Vater anvertrauten Ressourcen sowie jeden Wohlstand dazu gebrauchen, um sein Königreich weiter auf der Erde auszudehnen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass wir es dem Feind nicht erlauben, unseren Fokus in der Anbetung zu pervertieren, der darauf abzielt, unsere Haltung in der Anbetung in Form des Gebens zu verdrehen.
 
Diese Pervertierung hätte zur Folge, dass wir aus dem Bereich der Fülle Gottes weggerissen und in den Bereich von Mangel gesetzt werden würden, was diebisches Gedankengut zur Folge hat. Ganz so wie es Judas besaß, der anstatt zu geben, sich stattdessen entschied 30 Silberlinge anzunehmen, um Jesus zu verraten. Die Begründung liegt darin, weil der Bereich von Mangel mit der Angst einhergeht, zu wenig zu haben.
 
Deshalb gilt es für uns geisterfüllt voranzugehen und den Beginn der biblischen Zeiten des himmlischen Vaters, die mit dem Klang des Shofar (Anm.: Blasinstrument) eingeläutet werden, zu empfangen sowie mit unserem Geben sein Königreich segnen, so dass Jesus Christus verherrlicht wird (vgl. 2.Mose 23,15; 2.Mose 34,18.20d-23; 4.Mose 10,10; 4.Mose 28,11).
 
2.Mose 23,15:
15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, …
 
2.Mose 34,18.20d-23:
18 Das Fest der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach – Kreuzigung Jesu) sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen.
20d Und dass niemand vor mir mit leeren Händen erscheine!
21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage (Anm.: Shabbat – Jesus Christus ist der HERR über den Shabbat; vgl. Matthäus 12,8) sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens.
22 Das Wochenfest (Anm.: Schawuot – Gabe der Thora und Ausgießung des Heiligen Geistes) sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest, Fest der Herrlichkeit/Erntedankfest), wenn das Jahr um ist.
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
4.Mose 10,10:
10 Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats), sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der HERR, euer Gott.
 
4.Mose 28,11:
11 Aber am ersten Tage eurer Monate (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats) sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler …
 
Der Vater möchte uns vor allem in herausfordernden Umständen, Krisen und Übergangssituationen lehren, unser Vertrauen allein in ihn und die Fülle bei ihm zu setzen, um als Gesegnete Segen aus übernatürlichen Bereichen zur Erlösung freisetzen zu können, was Herrlichkeit ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Vor einigen Tagen wurde durch die Medien bekannt, dass der Siloah-Teich in Jerusalem nach einigen Jahren wieder mit ausreichend Wasser gefüllt ist. Aufgrund einer ausgiebigen Regenzeit im letzten Winter wurde eine sechsjährige Trockenzeit beendet.
 
Regen im Wort Gottes steht mit der Lehre Gottes im Zusammenhang, weshalb wir darin die Weisung Gottes in Bezug auf die Kraft seines Wortes erkennen können, die die Augen des Herzens erleuchtet, um das Licht der Welt zu offenbaren, das Jesus Christus in Personifikation des Wortes Gottes ist (vgl. 5.Mose 32,2 i.V.m. Psalm 119,105; Johannes 1,14; Johannes 9,5-7).
 
5.Mose 32,2:
2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort (Anm.: in Form des gesprochenen Wortes => hebr.: „dābar“; gr. „rhẹma“) ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Johannes 9,5-7:
5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
 
Wie bereits zuvor in der Bibelstelle erwähnt war der Teich Siloah (Anm.: bedeutet „Entsendung oder Ausströmung des Wassers“ => ein Hinweis auf apostolische Kraft, da ein Apostel eine Person ist, die von Gott gesandt ist) der Ort, wo Jesus den blinden Menschen heilte, der seit Geburt an erblindet war.
 
Diese Blindheit war eine körperliche Blindheit, jedoch ist sie auch ein Hinweis auf Menschen, die von einem religiösen Geist kontrolliert werden und in dieser Zeit die Wahrheit erkennen. Sie werden von dem Schleier der Unkenntnis durch die rauschende Stimme Jesu aus dem Thronsaal Gottes befreit, die voll von prophetischer Kraft ist (vgl. Johannes 9,6-7 i.V.m. Offenbarung 1,15).
 
Johannes 9,6-7:
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
 
Offenbarung 1,15:
… 15 und seine (Anm.: Jesus) Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; ...
Darüber hinaus gab uns Jesus Christus eine wichtige Verheißung zur Zeit von Sukkot, dem Laubhüttenfest, wo er über den Fluss des Heiligen Geistes sprach (vgl. Johannes 7,37-39).
 
Johannes 7,37-39:
37 Aber am letzten Tag des Festes (Anm.: Sukkot), der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.
 
Anhand der Bibelstelle wird deutlich, dass Jesus in Verbindung mit dem Laubhüttenfest von einer Ausgießung des Heiligen Geistes sprach und wir es erwarten dürfen, dass der Heilige Geist in uns noch mehr zunimmt.
 
Der Hohepriester und das Wasser von Siloah
 
Jedes Jahr zum Laubhüttenfest führte der Hohepriester einen prophetischen Akt durch. Er nahm Wasser von dem Teich Siloam/Siloah und brachte es zum Tempel hinauf, um es neben dem Altar auszugießen.
 
Das symbolisierte den Aufruf an Gott den Spät- und Frühregen (Anm.: Spätregen: Die Niederschläge am Ende der Regenzeit, etwa März/April; wichtig für die Entwicklung der Körner des Wintergetreides.; Frühregen: Gewöhnlich Ende Oktober oder Anfang November, zum Beginn der etwa sechs Monate währenden Regenzeit, nach der Trockenzeit des Sommers zur neuen Aussaat nötig.) auf das Land fallen zu lassen.
 
In diesem Zusammenhang offenbart uns dieser Akt den Aufruf an Gott seinen „geistlichen Regen“ in der heutigen Zeit zu senden, welches die Ausgießung von seinem Geist ist, von dem der Prophet Joel prophezeite (vgl. Joel 3,1-2).
 
Joel 3,1-2:
1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.
2 Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.
 
Dieser prophetische Akt der Ausgießung durch den Priester wurde jeden Tag in den Tagen des Laubhüttenfestes durchgeführt, das zugleich auch das Fest ist, das seine Herrlichkeit feiert.
 
Der letzte Tag des Laubhüttenfestes
 
Am letzten Tag des Laubhüttenfestes, welches der große Festtag war, begleitete eine große Menschenmenge den Hohepriester bei der prophetischen Handlung als dieser das Wasser vom Teich Siloam/Siloah zum Tempel brachte. Die vielen Menschen wurden sozusagen Zeugen der großen Ausgießung. Und genau zu diesem Zeitpunkt stand Jesus an dem Ort und sprach von dem lebendigen Wasser:
 
“Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.” Johannes 7,37-38
 
Anhand der Aussage Jesu wird deutlich, dass wir mit einem inneren sowie größeren „Druck“ des Heiligen Geistes rechnen dürfen, der die erste Liebe ist und dazu bestimmt ist, dass das bereits von Gott in uns hineingelegte Potential des Geistes in Form der vier Flüsse als Ströme lebendigen Wassers von uns fließen.
Diese Ströme sind geformt bzw. eingebettet in der Identität des himmlischen Vaters (Anm.: JAHWE – יְהֹוָה => Jod, He, Waw, He), deren Wasser zu den Menschen fließt, so dass sie seine Stimme hören (vgl. 1.Mose 2,10 i.V.m. Johannes 7,38; Hesekiel 1,24a; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 2,10:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
 
Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. …
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Aufgrund dieses inneren ausdehnenden Drucks (Anm.: des Geistes) ist es erforderlich, dass wir uns in der Struktur des neuen Weinschlauchs bewegen, der zuerst befeuchtet und zweitens gesalbt sein muss. So entspricht es den Worten von Jesus in Markus 2,22, um das Potential der ersten Liebe Gottes tragen und seine Worte zu den Menschen transferieren zu können.
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Der neue Weinschlauch beinhaltet unter anderem den Zusammenschluss mit den richtigen Heiligen für diese Zeit, die offen für das sind, was der HERR in dieser sowie der kommenden Zeitphase tun möchte. Es sind Gläubige, die sein Wirken nicht ablehnen, auch wenn Jesus vielleicht anfangs etwas fremd erscheint, so ähnlich wie es zu der Zeit geschah als er zur vierten Nachtwache auf dem Wasser ging (vgl. Matthäus 14,25-27).
 
Matthäus 14,25-27:
25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
26 Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.
27 Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin es; fürchtet euch nicht!
 
Die Umleitung des Wassers vom Gihon
 
Die innere Transformation verhält sich zudem ähnlich wie die Flussumleitung des Gihon durch den König Hiskia, der das fließende Wasser in die Davidstadt umleitete (vgl. 2.Chronik 32,30).
 
2.Chronik 32,30:
30 Das ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle des Gihon verschloss und sie hinunterleitete westwärts zur Stadt Davids; denn es gelangen Hiskia alle seine Werke.
 
Hiskia veränderte die Flussrichtung des Wassers vom Gihon, indem er es von Osten nach Westen in die Stadt Davids in den Teich Siloam bzw. Siloah leitete.
Für diese Umleitung hatte er Arbeiter, die von beiden Seiten durch einen massiven Felsen bohrten und sich am Ende in der Mitte trafen, wo der Durchbruch stattfand. Die Länge des „heiligen Tunnels“ betrug ungefähr 540 Meter.
 
Die zwei Generationen und der Fels
 
Die Westseite dient uns als ein Hinweis auf die Zeit der Vergangenheit und die Ostseite deutet auf die bereits vorherbestimmte Verheißung Gottes hin, die es gilt in das Zentrum seines Wesens zu bringen, der der „ICH BIN“ ist. Das wird für uns daraus deutlich, da die Sonne im Osten aufgeht und im Westen untergeht.
 
Darüber hinaus deutet die Bewegung auf beiden Seiten das Vorangehen unter dem Geist des Propheten Elija (Anm.: Heiliger Geist) hin, der das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu den Väter wendet (vgl. Maleachi 3,23-24).
 
Maleachi 3,23-24:
23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
 
Der Geist des Elijas ist der Atem Gottes, der dazu führt, dass die Hindernisse aufgrund von Herzenskälte in den Generationen durchbrochen werden bis wir uns einander von Angesicht zu Angesicht sehen und respektieren, was zu einem inneren Aufbruch in der Braut Jesu führt.
 
Daraus resultiert, dass frische Bewegungen des Heiligen Geistes aus ihr zu den Menschen in der Welt fließen und zum Segen werden, was zum Erblühen „der Wüste“ führt (vgl. Jesaja 35,1-10).
 
Das Näherkommen der Generationen beinhaltet auch, dass die alte Generation in ihrem Herzen wieder jünger gemäß Jesaja 40,31 und die junge Generation weiser wird, während diese sich in der Offenbarung des neuen Tages Gottes in seinem Wesen des ewig Gegenwärtigen voranbewegt.
 
Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
 
Der Name des Flusses „Gihon“ bedeutet „hervorbrechen, ausbrechen“. Die Erklärung offenbart uns, dass der Gihon eine Reflektion von der zunehmenden Kraft des Heiligen Geistes in unserer Zeit ist, der uns zu Durchbrüchen verhilft.
 
Die Veränderung der Flussrichtung des Gihon von Osten zu seinem Bestimmungsort im Westen reflektiert den Dienstweg des Hohenpriesters als er im Tempel oder auch in der Stiftshütte seinen Dienst verrichtete.
Er ging hierbei von Osten nach Westen, wo sich das Allerheiligste befand.
 
Auch das Kommen des Hohenpriesters Jesus Christus nach der Ordnung Melchisedek wird wie ein Blitz sein, der von Osten nach Westen aufleuchtet (vgl. Matthäus 24,27).
Matthäus 24,27: 27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen
des Menschensohns sein.
 
Gihon, der zweite Fluss in Eden
 
Der Gihon war der zweite genannte Fluss im Garten Eden, der das Gebiet von Kusch umfloss, und im geistlichen Kontext den Atem des Vaters trägt, da es sich bei dem zweiten hebräischen Buchstaben im Namen Gottes um das „He“ handelt, der den Zahlenwert „5“ trägt und zudem den „Atem“ repräsentiert sowie uns dazu aufruft, prophetisch die Dinge zu sehen, die der HERR offenbart.
 
Deshalb ist es nicht als Zufall zu betrachten, dass von Eden ein Fluss ausging, der sich im Garten (Anm.: Bereich der intimen Beziehung mit Gott, dem Vater) in vier Hauptflüsse teilte, um zu bewässern (vgl. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Diese Flussstruktur offenbart die bewegende Hand Gottes auf der Erde, da es ein Fluss war, der sich in vier Hauptarme teilte. Also insgesamt fünf mit jenem Fluss am Ursprungsort. In diesem Zusammenhang ist die zweite Platzeinteilung des Gihon von Bedeutung, da seine Position mit dem Propheten oder der prophetischen Salbung in Verbindung steht. Man kann ihn auch in einem prophetischen Kontext den Zeigefingerfluss Gottes nennen, der die Geheimnisse, die in Jesus Christus verbogen liegen, hervorbringt.
 
Es ist außerdem kein Zufall, dass „Kusch“ übersetzt „schwarz“ bedeutet, und die Pupille des menschlichen Auges schwarz und der Teil des Auges ist, der verbunden mit dem Ergreifen von Bildern ist (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen (Anm.: ergreifen) das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die Flussumleitung durch Hiskia und das Wasser zwischen den Bergen
 
Das Wasser des Gihon wurde durch König Hiskia umgeleitet, weil das Volk Israel von den feindlichen Kräften Assurs bedrängt wurde, die von Sanherib (Anm.: bedeutet „Sin (der Mondgott) brachte mich zum Leben“ => zunehmende Kraft des Mondgottes- islamistischer Geist; vgl. 2.Könige 18,13) geführt wurde.
 
2.Könige 18,13:
13 Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog herauf Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas und nahm sie ein.
Das Wasser des Gihon war das Wasser, das zwischen den Bergen/dem Felsen floss, das ebenfalls auf den Stamm Benjamin hindeutet, der sich im Zentrum der Salbung Gottes aufhielt (vgl. 5.Mose 33,12).

5.Mose 33,12:
12 Und über Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die Hand über ihm halten und wird zwischen seinen Höhen (Anm.: Schultern) wohnen.
 
Es war die Bedrängnis des Feindes „Assur“, die dazu führte, dass die Salbung Gottes über dem Volk Israel in Aktion ging, so dass die Macht des Bösen über ihnen gebrochen wurde (vgl. Jesaja 10,27).
 
Jesaja 10,27:
27 An jenem Tag wird es geschehen, da weicht seine (Anm.: Assurs) Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett (Anm.: durch die Salbung).
 
Um das Reden Gottes durch die Umleitung des Wassers vom Gihon tiefer zu verstehen, ist es hilfreich, den König Hiskia und sein Leben näher zu betrachten. Der Name „Hiskia“ bedeutet „Stärke JAHWES“, die der Aufruf an uns ist in der von Gott zugeteilter Salbung für unser Leben zu leben.
 
Hierbei erhält die Freude am HERRN einen wichtigen Stellenwert, weil diese mit Stärke verknüpft ist (vgl. Psalm 45,8 i.V.m. Nehemia 8,10).
 
Psalm 45,8:
8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottloses Treiben; darum hat dich der Herr, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.
 
Nehemia 8,10:
10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
 
Die Kraft der Mauer
 
König Hiskia, war ein Mann, der die „Kraft der Mauer“ inmitten von Bedrängnis verstand und eng mit dem Propheten Jesaja kooperierte, um in seine Freiheit zu treten (vgl. 2.Könige 20,1-3).
 
2.Könige 20,1-3:
1 Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben.
2 Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und sprach: 3 Ach, HERR, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr.
 
Hiskia war sich der Postion der Propheten bewusst, die sich auf der Mauer von „der Festung des Friedens“ aufhielten und die deren Basis ist, um mit geistlichem Überblick zu prophezeien sowie „Shalom“ in das Leben der Menschen zurückzubringen.
 
Dieses Prinzip kommt dem Eingreifen Jesajas gleich, der sich auf Gottes Befehl hin ein zweites Mal zu dem todkranken König Hiskia begab und ihm ein Zeitfenster der „EXTRAGNADE“ prophezeite (vgl. Jesaja 62,6-7 i.V.m. Jesaja 38,4-6)
 
Jesaja 62,6-7:
6 O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, 7 lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!
 
Jesaja 38,4-6:
4 Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja: 5 Geh hin und sage Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will deinen Tagen noch fünfzehn Jahre zulegen 6 und will dich samt dieser Stadt erretten aus der Hand des Königs von Assyrien und will diese Stadt beschirmen.
Daraus wird für uns als Hinweis deutlich, dass wir in demütiger Haltung zur Führung des Heiligen Geistes die daraus resultierenden Beziehungen unter Heiligen generationsübergreifend bewahren und diese im weiteren Durchbrechen im Wandel im Geist absichern, um dem Segen Gottes in unserer Mitte Raum zu schaffen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm