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Die Augen des HERRN in Form von Weisheit und Erkenntnis

14.07.2020, Daniel Glimm


Es gilt für uns als Volk Gottes darauf zu achten, dass wir uns vom Feind nicht die Freude rauben lassen, da diese mit Stärke verbunden ist, die wir benötigen, um tiefer in unsere Verheißung in Christus einzutreten (vgl. Nehemia 8,10).
 
Nehemia 8,10:
10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
 
Da Jesus Christus sagte, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes ergeht, ist darin ein geistliches Prinzip zu erkennen, wie man in der Freude Gottes zunehmen kann (vgl. Matthäus 4,4).
 
Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
 
Fette und süße Speisen
 
Fette und süße Speisen sind im prophetischen Kontext eine allegorische Verwendung für geisterfüllte und mit offenbarender Wahrheit gefüllte Botschaften, die dazu beitragen, dass man an der Freude in Christus Jesus und somit an Stärke zunimmt.
 
Diese Stärke ist notwendig, weil sie dazu beiträgt den Widersacher in die Schranken zu weisen sowie in die Flucht zu schlagen. Hierbei spielt die Süße eine außerordentliche Rolle, was anhand der Aussage von Jonathan, dem Sohn Sauls inmitten des Kampfes gegen die Philister, aber auch anhand der Darreichung der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes in Form einer Schriftrolle deutlich wird (vgl. 1.Samuel 14,27 i.V.m. Hesekiel 3,3; Offenbarung 10,9-10).
 
1.Samuel 14,27:
27 Jonatan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte die Spitze in den Honigseim und führte seine Hand zum Munde; da strahlten seine Augen.
 
Hesekiel 3,3:
… 3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du musst diese Schriftrolle, die ich dir gebe, in dich hineinessen und deinen Leib damit füllen. Da aß ich sie und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.
 
Offenbarung 10,9-10:
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein (Anm.: Schriftrolle)! Und er sprach zu mir: Nimm und verschlinge es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
 
Die Süße des Wortes Gottes, welche offenbarende Wahrheit beinhaltet, hat zur Folge, dass man die Dinge, die Gott offenbaren möchte erkennt und gemäß dessen, was man sieht auch weissagt (vgl. Hesekiel 3,4 i.V.m. Offenbarung 10,11).
 
Hesekiel 3,4:
4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte.
 
Offenbarung 10,11:
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Der Geschmack des offenbarenden Wortes Gottes bewirkt übernatürliche Sicht (vgl. Psalm 34,9).
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Darüber hinaus kann die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes auch durch die Mitarbeit von Engeln zum Adressaten erfolgen, was sich dadurch bemerkbar macht, dass die offenbarende Wahrheit von außen nach innen wirkt mit dem Ziel in das vorherbestimmte Auftragsfeld im irdischen Bereich und deren Personenkreis zu prophezeien (vgl. Offenbarung 10,8-11 i.V.m. Hebräer 1,14).
 
Offenbarung 10,8-11:
8 Und die Stimme, die ich vom Himmel gehört hatte, redete abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene Büchlein (Anm.: Schriftrolle) aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschlinge es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Hebräer 1,14:
14 Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?
 
Die ausgesandten Augen des HERRN und das Lamm Gottes
 
Auch die Augen Gottes sind ausgesandt, um die mit Offenbarung zu stärken, die dem HERRN mit ganzem Herzen nachfolgen (vgl. 2.Chronik 16,9a).
 
2.Chronik 16,9a:
9a Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. …
 
Wenn das Wort Gottes von den Augen des HERRN spricht, sind diese mit den sieben Geistern Gottes verbunden. Diese dienen aus der Struktur des Lammes Gottes, welches unter anderem die temporäre Zeit Jesu auf Erden sowie seinen Sieg und Triumph über den Feind beinhaltet und das Zeitfenster von Pessach umfasst (vgl. Offenbarung 5,6 i.V.m. Jesaja 11,2).
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Das Zeichen des Lammes ist unter anderem ein Hinweis dafür, dass sich Jesus Christus in seiner Königreichsherrschaft offenbart, weil er zuvor als Löwe von einem der vierundzwanzig Ältesten verkündet wurde, der in der Struktur des Lammes berechtigt ist, verschlüsselte Prophetie zu öffnen (vgl. Offenbarung 5,5).
 
Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch (Anm.: Schriftrolle) und seine sieben Siegel.
 
Jesus Christus ist unser König und unser Herrscher. Für einige mag es ungewöhnlich klingen, jedoch ist das Lamm Gottes voll mit Attributen von Offenbarung (vgl. Offenbarung 5,6).
 
Bei diesen Attributen des Lammes Gottes handelt es sich um folgende Eigenschaften:
  1. Weiße Wolle => Reinheit und Gerechtigkeit
  2. Sieben Hörner => Herrschaft/ Autorität Gottes (Anm.: Macht, Reichtum, Weisheit, Kraft, Ehre, Herrlichkeit und Lob)
  3. Sieben Augen => Offenbarung Gottes (Anm.: Die sieben Hörner offenbaren die sieben Autoritätsebenen des Lammes und ergeben zusammen mit den sieben Augen, die sieben Charaktereigenschaften des Heiligen Geistes, die sich in der Struktur der Sohnschaft Christi befinden; vgl. Jesaja 11,1-2 i.V.m. Offenbarung 5,12)
  4. Wundmale (Anm.: wie geschlachtet; Opfertod Jesu am Kreuz)
  5. Schweigen des Lammes => Gegenwart der Königsherrschaft Gottes (Anm.: Das Lamm stand mitten unter den Ältesten.)
Es ist die Struktur des geschlachteten Lammes Gottes im übernatürlichen Bereich, die befähigt, versiegelte Offenbarung in Form einer Schriftrolle vom Vater in Empfang zu nehmen (vgl. Offenbarung 5,7).
 
Offenbarung 5,7:
7 Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.
 
Wenn wir als Volk Gottes nicht in Jesus Christus als dem Gestorbenen und Auferstandenen leben und Pessach, das erste biblische Fest als Ausgangsbasis und Grundlage der Geburtsstunde der neuen Zeit sowie das „Führungsfest“ der drei von Gott angewiesenen Feste in seinem Kalender mit geistlichem Verständnis anerkennen, sind wir im Bereich von offenbarender Wahrheit gehemmt.
 
Aus dem Grund, weil Pessach das Zeitfenster und der Ursprungsort von offenbarender Wahrheit ist, die in die Freiheit und Verheißung führt, sowie uns im Geist an Substanz zunehmen lässt, so dass unsere Worte verstärkter Auswirkung auf der Erde besitzen (vgl. 1.Korinther 5,7b; 2.Korinther 5,15 i.V.m. 2.Mose 12,1-7; 2.Mose 23,14-17).
 
1.Korinther 5,7b:
… 7b Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.
 
2.Korinther 5,15:
15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.
 
2.Mose 12,1-7:
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat (Anm.: Nissan/Abib) soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus.
4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können.
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
 
2.Mose 23,14-17:
14 Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern: 15 Das Fest der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach) sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, 16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast (Anm.: Schawuot – Pfingsten), und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest).
17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was männlich ist unter dir.
 
Im Blut ist Leben, sodass wir erst durch das Blut Jesu rechtmäßigen Zugang in den übernatürlichen Bereich besitzen, wo der Vater regiert. Das bezeugt uns auch, wie wichtig die Präsenz des geschlachteten Lammes Gottes ist, um im Bereich des Geistes rechtmäßig als Sohn Gottes in der Sohnschaft Christi agieren zu können (vgl. 3.Mose 17,11a i.V.m. Hebräer 10,19-20).
 
3.Mose 17,11a:
11a Denn des Leibes Leben ist im Blut …
 
Hebräer 10,19-20:
19 Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, 20 den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, …
 
Die zwei Augen des Menschen und die zwei Kundschafter
 
Um auf die Augen Gottes zurückzukommen, ist es kein Zufall, dass der Mensch im irdischen Bereich von Gott mit zwei Augen erschaffen wurde, die sich im Gesicht befinden, was auf die geistliche Beziehung in Offenbarungskraft hinweist.
 
Darüber hinaus kann man auch die zwei Augen des Menschen als einen Indikator von Offenbarung in Form von Weisheit und Erkenntnis verstehen, die ihren Sitz in der Sohnschaft Christi haben und nur in dieser geistlichen Sphäre als Schätze gefunden werden können (vgl. Epheser 1,17 i.V.m. Kolosser 2,2-3). Ohne Sohnschaft in Christus bleiben diese Schätze unerkannt und nicht ergriffen.
 
Epheser 1,17:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Wie bereits erwähnt sind die Augen Gottes mit der Struktur des Lammes Gottes verbunden und auch der HERR bei der Erkundung des verheißenen Landes durch das Volk Israel, die unter der Führung von Mose und Josua waren den Wert auf zwei Spione bzw. Kundschafter legte, wird deutlich, wie wichtig die Offenbarungskraft in Form der Weisheit und Erkenntnis Christi innerhalb seiner Sohnschaft ist. Das Vorangehen innerhalb der Sohnschaft und dessen Offenbarungskraft ermöglicht uns erst, die Dinge mit einer geistlichen Perspektive zu beurteilen und das Verborgene in Form von Schätzen ans Licht zu bringen (vgl. 4.Mose 14,6-9; Josua 2,1 i.V.m. 1.Korinther 2,12-16).
 
4.Mose 14,6-9:
6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider 7 und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.
8 Wenn der HERR uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
9 Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!
 
Josua 2,1:
1 Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein.
 
1.Korinther 2,12-16:
12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.
16 Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?“ (vgl. Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.
 
Diese Offenbarungskraft hat ihre Wurzel in der Liebe Gottes (Anm.: griech. „agạpē“), was ebenfalls durch die Anwesenheit von Eldad (Anm.: bedeutet „Gott liebt“) und Medad (Anm.: bedeutet „Liebe, Liebling“) im Lager Israels während der Ausgießung des Geistes, die mit prophetischer Salbung einherging deutlich wird (vgl. 4.Mose 11,25-26).
 
4.Mose 11,25-26:
24 Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des HERRN und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte.
25 Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.
26 Es waren aber noch zwei Männer im Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und der Geist kam über sie, denn sie waren auch aufgeschrieben, jedoch nicht hinausgegangen zu der Stiftshütte, und sie gerieten in Verzückung im Lager.
 
Ohne auf der Grundlage der Liebe Gottes aufzubauen, ist Offenbarung in sich unschlüssig (vgl. 1.Korinther 13,1-2).
 
1.Korinther 13,1-2:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
 
Das reine Verlangen nach Weisheit und Erkenntnis
 
Es ist wichtig, dass wir wie Rahab in Jericho sehnsüchtig und mit einer reinen Herzenshaltung danach verlangen, dass Weisheit und Erkenntnis uns heimsuchen, so wie die zwei von Josua ausgesandten Spione das Haus von Rahab betraten und von ihr in Schutz gebracht wurden. Wir sollten Weisheit und Erkenntnis in unserem derzeitigen Aufenthaltsort von Offenbarung willkommen heißen und schützen mit dem Ziel, dass sie von einer höheren Offenbarungsebene aus der Gegenwart des geschlachteten Lammes Gottes in unsere Gegenwart und bevorstehende Zukunft leuchten können. Das wird anhand des Rates von Rahab gegenüber den zwei Kundschaftern deutlich, die ihnen riet für drei Tage in das Gebirge zu gehen und sich dort aufzuhalten (vgl. Josua 2,1.4.6.15-16.22 i.V.m. Markus 8,31).
 
Josua 2,1.4.6.15-16.22:
1 Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. …
4 Aber die Frau verbarg die beiden Männer und sprach: Ja, es sind Männer zu mir hereingekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren. …
6 Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lassen und unter den Flachsstängeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte. …
15 Da ließ Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.
16 Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verbergt euch dort drei Tage, bis sie zurückkommen, die euch nachjagen; danach geht eure Straße. …
22 Sie aber gingen weg und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die zurückgekommen waren, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen und doch nicht gefunden.
 
Markus 8,31:
31 Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.
 
Um den vorherbestimmten Plan Gottes für unser Leben in Anspruch zu nehmen, was beinhaltet, tiefer in unsere Verheißung einzutreten (vgl. Epheser 2,8-10), ist es erforderlich, dass wir das Blut Christi in unserem Gewissen anwenden (vgl. Hebräer 9,14).
 
Epheser 2,8-10:
8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Die Anwendung des Blutes Christi in unserem Gewissen hat zur Folge, dass wir mit einer gereinigten Sicht die Dinge beurteilen sowie abgesichert tiefer in unsere Verheißung eintreten.
 
Darüber hinaus wird uns möglich, uns mit der Bewegung des einen neuen Menschen in Christus zu identifizieren, ganz so wie Rahab nach der Einnahme Jerichos mitten in Israel wohnte (vgl. Josua 2,18-21 i.V.m. Josua 6,22-25; Epheser 2,13-18).
 
Josua 2,18-21:
18 Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns herniedergelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus.
19 Und wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über ihn, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause sind, soll über uns kommen, wenn Hand an sie gelegt wird.
20 Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir des Eides los, den du uns hast schwören lassen.
21 Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster.
 
Josua 6,22-25:
22 Aber Josua sprach zu den beiden Männern, die das Land erkundet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt die Frau von da heraus mit allem, was sie hat, wie ihr es ihr geschworen habt.
23 Da gingen die Männer, die Kundschafter, hinein und führten Rahab heraus samt ihrem Vater und ihrer Mutter und ihren Brüdern und alles, was sie hatte, und ihr ganzes Geschlecht und brachten sie außerhalb des Lagers Israels unter.
24 Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles, was darin war. Nur das Silber und Gold und die kupfernen und eisernen Geräte taten sie zum Schatz in das Haus des HERRN.
25 Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie hatte, ließ Josua leben. Und sie blieb in Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen hatte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
 
Epheser 2,13-18:
13 Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
 
Diese tiefere Anerkennung von Gottes Weisheit und Erkenntnis als Söhne, von denen Christus der Erstgeborene ist, in der Liebe des Vaters bewirkt die Freude am HERRN, täglich im Offenbarungsbereich seiner Gegenwart zu leben und darin Stärke parat zu haben.
 
Somit können wir jederzeit in herausfordernden Zeiten und Umständen der Verschiebungen (Anm.: Veränderungen) den Willen Gottes erkennen und uns an der Stärke, die wir allein aus ihm haben, erfreuen. Diese Freude ist Form reiner Anbetung in der Gegenwart des Lammes Gottes, das uns im Triumph und Siegeszug vorangehen und das verheißene „Land“ einnehmen lässt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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