zurück zur Übersicht


Die Ära der Herrlichkeit des Vaters

22.06.2020, Daniel Glimm


Ich empfinde tief in meinem Herzen, dass wir als Volk Gottes in eine neue Ära der Herrlichkeit Gottes eingetreten sind, die die Herrlichkeit des Vaters bedeutet.
 
Es ist die Herrlichkeit des Vaters in Christus Jesus seinem Sohn, die uns auf einer neuen Ebene der Regierungsautorität sowie Verwaltung der Offenbarung des Thronraums Gottes wandeln lässt.
Dies ist eng verbunden mit einem neuen Leben im übernatürlichen Bereich, das gegründet ist in der Intimität mit dem dreieinigen Gott (vgl. Römer 6,4).
 
Römer 6,4:
4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
 
Das Leben in diesem übernatürlichen Bereich von Regierung und der Herrlichkeit des Vaters steht im Zusammenhang mit dem Opfer der Selbstlosigkeit und wahrhaftiger Liebe ihm gegenüber.
 
Daraus resultiert eine neue gewichtige Ernte der Herrlichkeit, die mit Vielfalt einhergeht (vgl. Johannes 12,27-29 i.V.m. Johannes 12,24).
 
Johannes 12,27-29:
27 Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.
29 Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet.
 
Johannes 12,24:
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
 
Unsere hohe Berufung als Liebhaber des Vaters in Christus Jesus ist es, wie Christus opferbereit als Weizenkörner hervorzutreten, die alles daran setzen, um die Regierung des Vaters zu demonstrieren und die „Norm“ seines Königreiches auf der Erde zu lehren.
 
Die Herrlichkeit des Vaters und der hohe Offenbarungsbereich
 
Die Herrlichkeit des Vaters sowie seine Verherrlichung geht mit hoher prophetischer Offenbarung einher, die für die Menschen die nicht bereit sind den Preis zu bezahlen und sich somit nicht nahe am Herzen Gottes befinden als Rätsel oder auch Gleichnis wahrgenommen wird, obwohl der Vater deutlich spricht. Gemäß unserer Intensität der Beziehung zum Vater wird die jeweilige Offenbarung wahrgenommen werden (vgl. Matthäus 13,10-13 i.V.m. Johannes 12,28-29; Daniel 10,7).
 
Matthäus 13,10-13:
10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
 
Johannes 12,28-29:
28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.
29 Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet.
 
Daniel 10,7:
7 Aber ich, Daniel, sah dies Gesicht allein, und die Männer, die bei mir waren, sahen es nicht; doch fiel ein großer Schrecken auf sie, sodass sie flohen und sich verkrochen.
 
Wir befinden uns als Volk Gottes in der Zeit des „Unterschieds“, in der vermehrter erkennbar wird, wer dem Vater wirklich dient und wer ihm nicht dient (vgl. Maleachi 3,18).
 
Maleachi 3,18:
18 Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
 
Dieser Unterschied wird durch die Kraft der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes und die Unterweisung sowie Führung des Heiligen Geistes ersichtlich, so dass das Leben der Gläubigen, die sich in der Sohnschaft Christi bewegen wie Stecken und Stäbe vor den Augen der Menschen erscheint, mit dem Ziel Kurskorrektur zu bringen.
 
Jeder Gläubige, der sich dieser offenbarenden Wahrheit fügt und sie annimmt, tritt in einen neuen Bereich des Trostes Gottes (Anm.: Zuspruch, Führung) ein (vgl. Psalm 23,4 i.V.m. Johannes 16,7b.13).
 
Psalm 23,4:
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
 
Johannes 16,7b.13:
… 7b Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. …
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Der o.g. „Unterschied“ wird eine deutliche Grenzlinie sein, die zwischen einem „Seelenchrist“ und einem „Geistchrist“ trennt. Diesbezüglich erhielt ich das Wort aus Hesekiel 10,6-8 i.V.m. 1.Korinther 15,45 und Galater 3,27, die uns dazu aufrufen mit Christus Jesus in Gerechtigkeit bekleidet zu sein und als Christ im Geist zu leben.
 
Hesekiel 10,6-8:
6 Und als er dem Mann in dem Kleid von Leinwand geboten hatte: Nimm von dem Feuer zwischen dem Räderwerk zwischen den Cherubim, ging dieser hinein und trat neben das Rad.
7 Und der Cherub streckte seine Hand aus der Mitte der Cherubim hin zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab es dem Mann in dem Kleid von Leinwand in die Hände; der empfing es und ging hinaus.
8 Und es erschien an den Cherubim etwas wie eines Menschen Hand unter ihren Flügeln.
 
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen (Anm.: lebendigen Seele)“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
 
Galater 3,27:
27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
 
Der „Mann“ im Leinengewand und das verzehrende Feuer
 
Der in Hesekiel 10,6-8 erwähnte Mann im Gewand von Leinen ist ein Aufruf für uns als Gläubige in der Sohnschaft Christi in Gerechtigkeit und Reinheit voranzugehen, um die Ernte der Herrlichkeit des Vaters für diese und die kommende Zeit mit offenen Händen in Empfang zu nehmen.
Hierbei handelt es sich um das verzehrende Element des Wesens Gottes, bei dem es sich um ein verzehrendes Feuer handelt (vgl. 5.Mose 4,24 i.V.m. Hebräer 12,29)
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Diese feurige Herrlichkeit des inneren Wesens Gottes geht einher mit der Bewegung seiner Herrlichkeit, die ein hohes Maß von „elektrischer Ladung“ trägt, die zuckenden Blitzen gleichkommt.
 
Weiterhin geht die feurige Präsenz des Wesens Gottes einher mit seiner Herrlichkeit und der Bewegung seiner Regierungsherrschaft, so wie wir sie so noch nicht zuvor auf Erden erlebt haben (vgl. Hesekiel 10,6).
 
Hesekiel 10,6:
6 Und als er dem Mann in dem Kleid von Leinwand geboten hatte: Nimm von dem Feuer zwischen dem Räderwerk zwischen den Cherubim, ging dieser hinein und trat neben das Rad.
 
Das hat zur Folge, dass sich die Lebendigkeit und Auferstehungskraft des Sohnes Gottes im geheiligten Leib Jesu auf Erden intensiviert, so dass eine kühne Empfangsbereitschaft entsteht, die aus der Hand Gottes sein feuriges Wesen in Empfang nimmt, um das Königreich Gottes im Element des verzehrenden Feuers auf Erden weiter auszudehnen (vgl. Johannes 11,25 i.V.m. Hesekiel 10,7-8).
 
Johannes 11,25:
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; …
 
Hesekiel 10,7-8:
7 Und der Cherub streckte seine Hand aus der Mitte der Cherubim hin zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab es dem Mann in dem Kleid von Leinwand in die Hände; der empfing es und ging hinaus.
8 Und es erschien an den Cherubim etwas wie eines Menschen Hand unter ihren Flügeln.
 
Damit es zur Überreichung dieses heiligen Feuers kommen kann, wird der HERR die einsatzbereiten Amtsträger des fünffältigen Dienstes (vgl. Epheser 4,11) in einen neuen und höheren Offenbarungsbereich seiner Herrlichkeit heben, damit sie in der Lage sind, das verzehrende Feuer aus der Thronraumgegenwart Gottes als einheitliche Hand zu empfangen, um es in die Hände des Leibes Jesu auf Erden zu übertragen.
 
Hierbei kommt es zu einer Umwandlung innerhalb der Beziehungsebene der Braut Jesu, die zur Folge hat, dass sie sich von einer zweidimensionalen Struktur (Anm.: Freundin, Schwester) in die dreidimensionale Struktur (Anm.: Taube) verwandelt, die das geisterfüllte Leben in Übereinstimmung mit dem Heiligen Geist beinhaltet. Das wird anhand der Bibelstelle aus Hohelied 5,1a.2 deutlich.
 
Hohelied 5,1a.2:
1a Ich bin gekommen, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten. …
2 Ich schlief, aber mein Herz war wach. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: „Tu mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Reine! Denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.“
 
Die Umwandlung der Beziehungsebene
 
Diese Umwandlung der Beziehungsebene und uneingeschränkte Hingabe gegenüber dem Heiligen Geist hat eine Zunahme der Ernte der Herrlichkeit Gottes zur Folge. Der Heilige Geist führt uns als Braut Jesu in eine neue Dimension von geistlicher Ernte, die sich im natürlichen Bereich widerspiegeln wird.
 
Hierbei ist es wichtig, dass wir uns bedingungslos auf dem Feld unseres Bräutigams Jesus Christus aufhalten und bereit sind, unsere vom Vater zugeteilte Ernte der Herrlichkeit mit einem demütigen Herzen zu sammeln, um kurz darauf von „der Anhöhe“ seiner Herrlichkeit zu empfangen. Es verhält sich ähnlich wie bei Ruth, die auf Anweisung ihrer Schwiegermutter Naomi auf das Feld von Boas trat und in den Genuss der Ernte kam (vgl. Ruth 2,17 i.V.m Ruth 3,15).
 
Ruth 2,17:
17 So las sie bis zum Abend auf dem Felde und klopfte die Ähren aus, die sie aufgelesen hatte, und es war ungefähr ein Scheffel Gerste (Anm.: ungefähr 17 kg).
 
Ruth 3,15:
15 Und er sprach: Nimm das Tuch, das du umhast, und halt es auf. Und sie hielt es hin. Und er maß sechs Maß Gerste (Anm.: ungefähr 25-33 kg) hinein und lud ihr es auf. Und er ging in die Stadt.
 
Dieses Gewicht der Ernte Ruths ist ein Hinweis auf das Gewicht der Herrlichkeit Gottes, die mit einem prophetischen Erbe im Zusammenhang steht und zu viel Freisetzung führt.
 
=> Der Begriff „Herrlichkeit“ umfasst die wahrnehmbare Gegenwart, zusammenarbeitende Kraft und den Glanz Gottes, der sich manifestiert durch seine Erscheinung. Es ist die Gegenwart des Vaters des Sohnes oder des Heiligen Geistes.
Die Herrlichkeit war mehr als eine glänzende Erscheinung. Sie beinhaltet auch ein Zeugnis von der Gunst und Gnade des HERRN. Sie ist ein Zeichen seiner Ehre sowie die Entgegennahme der Opfer des Lobpreises seines anbetenden Volkes.
Das hebräische Wort für Herrlichkeit ist „kābôd“ oder „kavod“. Wörtlich ist „kābôd“ das „Gewichtige, Lastende, Respektable“.
Das griechische Wort ist „doxa“, von dem wir den Begriff „Doxologie“ (Anm.: Verherrlichung Gottes) erhalten haben.
Herrlichkeit beinhaltet in Bezug auf seinen Schein, Ehre, Ansehen, Kraft und Segen. Bezüglich aller Definitionen von Herrlichkeit, ist ihr Ziel jemanden im geistlichen Bereich zu einer wichtigen Person „mit Gewicht“ zu machen bzw. zu etablieren.
Die Gegenwart Gottes bringt automatisch eine Zunahme in jedem Bereich, weil irdischer Reichtum und Wohlstand ihren Sitz in der geistlichen Welt haben.
Die Herrlichkeit ist ein automatischer Aufbewahrungsort der Salbung. <= (Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Erklärung zu dem Wort „Herrlichkeit“ aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 237).
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




TOP