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Eine neue Ära der prophetischen Salbung

24.04.2020, Daniel Glimm


Die Gemeinde Jesu in Deutschland befindet sich derzeit in einem geistlichen Umbruch, bei dem der Heilige Geist darauf hinweist, dass die Autorität und Kraft innerhalb der prophetischen Salbung in der Gemeinde Jesu zunimmt.
 
Diese Zunahme steht in Verbindung mit dem Ende einer Vorgehensweise in der prophetischen Salbung, die dazu führt, dass die prophetische Salbung mit apostolischer Autorität verknüpft ist, weil diese die offenbarende Wahrheit für das Volk Gottes in dieser Zeit trägt.
 
Der Zusammenschluss von Mose und Aaron
 
Es verhält sich ähnlich, wie mit dem Zusammenschluss von Mose und Aaron, bei dem der HERR Mose anwies „Gott“ für Aaron zu sein, wobei Aaron als „sein Mund“ fungieren sollte (vgl. 2.Mose 4,15-16).
 
2.Mose 4,15-16:
15 Du sollst zu ihm (Anm.: Aaron) reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.
16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein und du sollst für ihn Gott sein.
 
Hierbei geht es um die Verbindung der zwei Angesichter Gottes, nämlich, das des Löwen und das des Adlers. Die beiden Angesichter tragen den Ausspruch des Propheten Amos, der prophezeite: „Der Löwe (Anm.: Symbol für das apostolische Amt) brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet (Anm.: Adler) werden?“ (vgl. Amos 3,8)
 
Das Angesicht des Löwen, steht mit dem Geist des HERRN, dem Geist der Furcht des HERRN und dem Königtum Gottes in Verbindung.
 
Das Angesicht des Adlers ist verbunden mit dem Geist der Weisheit und der Erkenntnis sowie mit den Orakeln Gottes, bei denen es sich um die Lose Urim (Anm.: Lichter) und Tummim (Anm.: Vollkommenheiten, Heiligkeit, Wahrheit, Recht) handelt, die die Führung des Heiligen Geistes in Form des Willens Gottes für den irdischen Bereich repräsentieren.
 
Beide Angesichter tragen den Aufruf Gottes, die Königsherrschaft des HERRN im natürlichen sowie im übernatürlichen Bereich auszuüben, so wie es Kolosser 3,1-4 offenbart.
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Darüber weist uns der HERR an, dass das Ende einer prophetischen Vorgehensweise in der Gemeinde Jesu in Deutschland der Situation zur Zeit des Propheten Elischa entspricht und sich verändert. In diesem Zusammenhang kam eine Witwe zu ihm, die nur noch einen Krug mit Öl in ihrem Haus hatte und aufgrund der Weisung des Propheten leere Gefäße in ihr Haus brachte, so dass sich das Öl vermehrte und dadurch eine neue persönliche Wirtschaft in ihrem Haus entstand (vgl. 2.Könige 4,1-7).
 
2.Könige 4,1-7:
1 Und es schrie eine Frau unter den Frauen der Prophetenjünger zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; und du weißt ja, dass dein Knecht den HERRN fürchtete. Nun kommt der Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen Knechten.
2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Ölkrug.
3 Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, 4 und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie beiseite.
5 Sie ging hin und tat so und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei und sie goss ein.
6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
7 Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne, nährt euch von dem Übrigen.
 
Die Zunahme der prophetischen Salbung und Autorität
 
Auch wenn wir als Gemeinde Jesu derzeit mit Herausforderungen und Verlust konfrontiert sind, ist dies ein Aufruf Gottes an uns als seine Gemeinde, dass wir es der prophetischen Salbung erlauben sich bis zu dem von Gott festgelegten Maß zu vermehren.
 
Die Mutter war, bevor sie zur Witwe wurde, mit einem Prophetenjünger verheiratet, der vom Propheten Elischa lernte und somit die prophetische Salbung ins Haus brachte, die in ihrer Art und Weise zum Ende kam (Anm.: der Prophetenjünger verstarb).
 
Daraus wird deutlich, dass es nicht mehr ausreicht, dass wir lediglich Propheten bzw. prophetische Stimmen innerhalb unserer Gemeinschaften zu Wort kommen lassen, indem sie lediglich persönlich den Menschen dienen, um ihnen den Ratschluss Gottes für ihr persönliches Leben zu offenbaren.
 
Es ist höchste Zeit, dass wir den Propheten in Deutschland Gehör schenken und ihnen erlauben in die Gemeinde als auch Regionen hinein zu sprechen, selbst wenn es sich um ermahnende Worte handelt, die erschüttern können. Hierbei ist es von Bedeutung, dass die Apostel in ihrer jeweils von Gott zugeteilten Autorität die Herzen der Gläubigen erwecken, so dass die Propheten mit dem offenbarenden Licht der Wahrheit Gottes die Herzen mit dem Geist der Weisheit und Offenbarung durchfluten (vgl. Epheser 1,17-18 i.V.m. Apostelgeschichte 11,27-29; Apostelgeschichte 15,32).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Apostelgeschichte 11,27-29:
27 In diesen Tagen kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia.
28 Und einer von ihnen mit Namen Agabus trat auf und sagte durch den Geist eine große Hungersnot voraus, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; dies geschah unter dem Kaiser Klaudius.
29 Aber unter den Jüngern beschloss ein jeder, nach seinem Vermögen den Brüdern, die in Judäa wohnten, eine Gabe zu senden.
 
Apostelgeschichte 15,32:
32 Judas aber und Silas, die selbst Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Reden und stärkten sie.
 
Das hat zur Folge, dass die bereits etablierte Wahrheit des Wortes Gottes in den Gläubigen zu offenbarender Wahrheit wird, die mit Erkenntnis getränkt ist.
 
Der Heilige Geist führt uns als Gemeinde Jesu in Deutschland in eine höhere prophetische Dimension, was damit verbunden ist, dass wir mit Verlust bzw. Herausforderung konfrontiert sind, um in eine persönliche, aufrichtige Beziehung mit ihm zu treten. Es gilt nun zu erkennen, in welcher Sohnschaft wir uns weiter voranbewegen.
 
Ist es die Sohnschaft, die aus einer Art „Sklaverei“ dient, um allein Anerkennung durch Werke zu erhalten und aus Selbstgerechtigkeit rechtfertigt?
 
Oder ist es die Sohnschaft, die Nahe am Herzen Jesu ist sowie in enger Verbindung zur Gemeinde, losgelöst von Denominationen und Kirchenzugehörigkeit, steht, und sich mit ihr identifiziert, um ihr im Auftrag der Weisung Gottes zu dienen?
 
In 2.Könige 4,5-7 heißt es, dass die Witwe, hier als Symbol für die Gemeinde Jesu im Übergang in eine neue prophetische Dimension eintrat, indem sie in ihr Haus ging und sich mitsamt ihren zwei Söhnen einschloss, die ihr in der Phase der prophetischen Zunahme dienten.
 
In einem prophetischen Kontext gesprochen repräsentieren die zwei Söhne unter anderem die Kraft des Wortes Gottes in Form des Tenach und des Neuen Testaments.
 
2.Könige 4,5-7:
5 Sie ging hin und tat so und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei und sie goss ein.
6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
7 Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne, nährt euch von dem Übrigen.
 
Diese Phase der „Ausgießung“ trägt zur Intensivierung in der Beziehung mit dem himmlischen Vater und zur Verstärkung bzw. Substanzzunahme seines Wortes bei, das sich von Wahrheit zu offenbarender Wahrheit umwandelt (vgl. Matthäus 6,6).
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließe die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Die Substanzzunahme des Wortes Gottes wird deutlich anhand der Erklärung des hebräischen Wortes „jāẓaq“ für „ausgießen“, was unter anderem auch „das Gießen von Metall“ meint. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „jāẓaq – ausgießen“ mit der Wortschlüsselnummer: 3405)
 
Somit beinhaltet die Umwandlung des Wortes Gottes den Wechsel von der Kraft des Buchstabens in die Kraft des Geistes (vgl. 2.Korinther 3,6).
 
2.Korinther 3,6:
… 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
 
Sehr interessant ist weiterhin, dass als das von Gott vorherbestimmte bzw. zugeteilte Maß der Witwe gefüllt war, sie daraufhin lediglich mit einem ihrer zwei Söhne kommunizierte. Daraus kann man schließen, dass sich der andere Sohn entweder mit anderen Dingen im Zimmer beschäftigte oder womöglich nicht mehr im Raum war (vgl. 2.Könige 4,6).
 
2.Könige 4,6:
6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
 
In diesem Zusammenhang stellt sich für uns die Frage, in welcher Sohnschaft möchten wir uns als Gemeinde Jesu in Deutschland in der Zukunft voranbewegen?
 
Ist es in der Sohnschaft von Gesetzlichkeit, Religion, eigene Vorstellungen (Anm.: allein aufgrund von Werken gerecht zu werden; lediglich ein Wissen über Gott zu haben; selbstgerechte Lebensweise) oder in der Sohnschaft des „Glaubens“ angetrieben von der Liebe Gottes und seinem Willen, um gemäß Jakobus 2,20.26 zu handeln (Anm.: beinhaltet ein Kennen Gottes, die die Beziehung mit Gott, dem Vater umfasst; die völlige Hingabe zur Wahrheit)?
Was wählen wir?
 
Jakobus 2,20.26:
20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? …
26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
 
An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass der Sohn, im Raum mit seiner Mutter anwesend, ihr durch seine Antwort offenbarte, dass das von Gott vorherbestimmte Maß der „Salbung“ erreicht war. Dieser Zustand ist für uns heutzutage ein Hinweis auf eine neue Zeit der Anwendung der prophetischen Salbung sowie die daraus resultierende „Wirtschaft“ innerhalb der Gemeinde Jesu.
 
Daraus wird auch deutlich, dass die Gemeinde aus einem Bereich von Armut, Angst und Verlust in eine prophetische Dimension gelangt, die Wirtschaft, Freiheit und Freude zur Folge hat, da sie der prophetischen Weisung glaubt und danach handelt (vgl. 2.Könige 4,7).
 
2.Könige 4,7:
7 Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne, nährt euch von dem Übrigen.
 
Um die Sohnschaft, die nahe am Herzen Jesu ist sowie in enger Verbindung zur Gemeinde Jesu, steht, losgelöst von Kirchen- und Gemeindezugehörigkeit, zu wählen, bedarf es einer persönlichen Klarheit, inwieweit man sich auf Veränderungen einlässt, die der HERR wirken möchte.
 
Sind wir bereit für den Heiligen Geist alles hinzugeben, und wenn nötig aufzugeben, um uns der Struktur des Geistes Gottes unterstellen zu können? Die Art und Weise der Versorgung Gottes steht eng in Verbindung mit unserem Verständnis über das Königreich, seine Prinzipien und Wirkungen, die aus Glauben hervorgebracht als auch bewirkt wird.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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