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Der Abschluss einer Zeit des Geistes und der Beginn einer neuen Zeit

16.04.2020, Daniel Glimm


Anhand der Bibelstelle aus Matthäus 25,1-4 sprach der Heilige Geist zu mir über den Abschluss einer Phase des Geistes und den Beginn einer neuen geistlichen Zeit. Bei der eben genannten Bibelstelle erwähnt Jesus das Gleichnis der zehn Jungfrauen im Zusammenhang mit dem Himmelreich. Hierbei sind die zehn Jungfrauen in zwei Kategorien zu je fünf eingeteilt, bei denen es sich um „Weisheit“ und „Torheit“ handelt.
 
Matthäus 25,1-4:
1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.
2 Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit.
4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.
 
Diesbezüglich ließ mich der HERR wissen, dass er dabei ist, das Öl – die Salbung aus den Gefäßen der „Weisheit“ zu aktivieren, weil er das Ende des „einseitigen“ Wandels in der Gemeinde Jesu beschlossen hat, was mit Selbstbezogenheit in Verbindung steht.
 
Das hat zur Folge, dass wir als Gemeinde Jesu mit „leeren Zuständen“ in Berührung gebracht werden, um den Fokus auf den Bereich der Weisheit Gottes zu richten.
 
Wenn wir uns auf den Bereich der Weisheit Gottes konzentrieren und danach trachten, sind wir befähigt von dort aus das Öl des Geistes zu nehmen und es „umzufüllen“. Dieses Umfüllen beinhaltet ein demütiges und dienendes Herz sowie das Vorangehen im Geist der Weisheit und Offenbarung, die dazu beitragen, dass die Augen unserer Herzen erleuchtet werden (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Die Bestandsaufnahme des Geistes und die „Völkerwanderung“
 
Der Heilige Geist ist dabei eine Bestandsaufnahme im Volk Gottes durchzuführen. Daraus erfolgt, dass man von sich wegschaut und auf das Potential blickt, das sich derzeit außerhalb des Geistwesens eines jeden Gläubigen befindet, um die Gegenwart des Geistes für die Zukunft, weil diese Gunst und Zugangsberechtigung in sich trägt, mit dem von Gott gegebenen inneren Wesen verschmelzen zu lassen.
 
In diesem Fall handelt es sich um offenbarende Wahrheit, die bewirkt an den von Gott vorherbestimmten Ort der Gemeinschaft und Beziehung mit ihm und seinen Mitmenschen zu gelangen.
 
In Kürze wird eine geistliche „Völkerwanderung“ stattfinden. Hierbei handelt es sich um das Voranschreiten von Heiligen, die sich vom Geist der Weisheit leiten lassen und auf neue Weise die Salbung des Heiligen Geistes in ihrem Leben erfahren, nach ihr aufrichtig suchen, sowie diese in ihrem Gesellschaftsumfeld anwenden.
Das geht unter anderem mit einer Gott gewollten Trennung einher, die dazu führt, dass das Feld der „Religion“ verlassen und bewusst in das Feld des „Glaubens“ eingetreten wird.
 
Es ist der Glaube, der mit fester Zuversicht und prophetischer Sicht verbunden ist (vgl. Hebräer 11,1).
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Das Umfüllen der Salbung vom „Gefäß in die Lampe“ kommt einem „Werfen“ gleich, was zu einem Umstoßen der alten Pläne und Vorstellungen von Gläubigen führt, so ähnlich wie Jesus Christus im Tempel Erneuerung brachte als er diesen eifrig reinigte (vgl. Matthäus 21,12).
 
Matthäus 21,12:
12 Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler …
 
Die Begründung liegt darin, weil das griechische Wort „bạllō“ für „hineinfüllen“ unter anderem mit dem „Werfen, Schleudern“ in Verbindung steht. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem griechischen Wort „bạllō – füllen“ mit der Wortschlüsselnummer 899)
 
Darüber hinaus ist das Umfüllen gleichzusetzen mit dem Befüllen der neuen Weinschläuche mit dem neuen Wein, von dem Jesus Christus in Markus 2,22 sprach.
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Durch dieses Umfüllen wird das Haus Gottes weltweit transformiert, so dass es auf Erden nicht mehr falsch repräsentiert, sondern als Ort der wahrhaftigen Beziehung mit dem himmlischen Vater erkannt wird (vgl. Matthäus 21,13).
 
Matthäus 21,13:
… 13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (vgl. Jesaja 56,7): „Mein Haus soll ein Bethaus heißen“; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.
 
Die Witwe zur Zeit des Propheten Elischa
 
So wie die Witwe zur Zeit des Propheten Elischa einen Krug Öl im Haus hatte und aufgrund von prophetischer Weisung ihren Blick nach außen richtete, um neue Gefäße ins Haus zu bringen und dadurch die Präsenz der „Salbung“ vervielfältigte als auch das von Gott gesetzte Maß voll machte, befinden wir uns als Volk Gottes in einer Zeit der neuen Ausrichtung, um die Beziehung zum himmlischen Vater zu intensivieren und daraus zu handeln (vgl. 2.Könige 4,2-6 i.V.m. Matthäus 6,6).
 
2.Könige 4,2-6:
2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Ölkrug.
3 Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, 4 und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir (vgl. Matthäus 6,6) und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie beiseite.
5 Sie ging hin und tat so und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei und sie goss ein.
6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Aus diesem Grund können wir voller Dankbarkeit in dieser herausfordernden Zeit fest im Glauben stehen, da wir vom Wort Gottes lernen, dass sich der HERR mit denen identifiziert, die ihn suchen und nach seiner Weisheit verlangen (vgl. Sprüche 15,32-33; Jakobus 1,5-7).
 
Sprüche 15,32-33:
32 Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber etwas sagen lässt, der wird klug.
33 Die Furcht des HERRN ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man zu Ehren kommt, muss man Demut lernen.
 
Jakobus 1,5-7:
5 Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.
6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird.
7 Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.
 
Diese Weisheit ist nicht für einen selbst, sondern befähigt uns als Heilige als Leib Jesu unserer führenden Verantwortung in der Gesellschaft nachzugehen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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