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Der Aufenthaltsortwechsel im Geistbereich

22.02.2020, Daniel Glimm


In 1.Könige 17,1-10 wird uns von dem Propheten Elija berichtet, der im Auftrag Gottes eine dreieinhalbjährige Dürreperiode gegenüber König Ahab, dem zu diesem Zeitpunkt amtierenden König von Israel, voraussagte.
 
Nachdem Elija die Worte Gottes weissagte, sprach der HERR zu ihm, sich nach Osten zu wenden und an den Bach Kerith zu gehen, was er befolgte. Dort versorgte ihn Gott für eine bestimmte Zeit durch das Wasser des Baches und die Unterstützung der Raben bis das Wasser des Baches schließlich austrocknete (vgl. 1.Könige 17,1-7).
 
1.Könige 17,1-7:
1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit (Anm.: Kerith), der zum Jordan fließt.
4 Und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.
5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach.
7 Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.
 
Daraufhin forderte Gott Elija auf die Region des Baches zu verlassen, um sich nach Zarpat zu begeben, das nahe bei Sidon lag. Dort hatte der HERR einer Witwe befohlen, Elija zu versorgen.
Aufgrund des Befehls Gottes machte sich Elija auf den Weg vom Bach Kerith nach Zarpat (vgl. 1.Könige 17,8-10a).
 
1.Könige 17,8-10a:
9 Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. …
 
Das Training des Geistes in herausfordernden Umständen
 
Anhand dieser Situation wird deutlich, dass Elija geistlich trainiert wurde mit herausfordernden Umständen, wie in diesem Fall einer Dürreperiode, umzugehen. Sein Fokus war nicht auf die Dürre gerichtet, sondern auf das Wort Gottes, das der HERR zu ihm sprach und wie er darin geführt wurde.
 
Gerade in sogenannten „Wüstenerfahrungen“ bzw. „Dürreperioden“ (Anm.: herausfordernde Lebenssituationen, Krisen) kommt es häufig vor, dass der HERR uns unsere Verheißung offenbaren möchte.
 
Hierbei reagiert Gott nicht in erster Linie auf unseren Hilfeschrei, sondern auf den Ruf unserer Verheißung, so ähnlich wie es Hagar in der Wüste in der Nähe von Beerscheba erlebte als sie sich von ihrem Sohn Ismael einen Bogenschuss weit entfernte, ihre Stimme erhob und weinte, jedoch der Engel Gottes auf die Stimme Ismaels hörte (vgl. 1.Mose 21,14-18).
 
1.Mose 21,14-18:
14 Da stand Abraham früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, dazu den Knaben, und schickte sie fort. Da zog sie hin und irrte in der Wüste umher bei Beerscheba.
15 Als nun das Wasser in dem Schlauch ausgegangen war, warf sie den Knaben unter einen Strauch 16 und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
17 Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt.
18 Steh auf, nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum großen Volk machen.
 
=> Wenn der Heilige Geist uns durch eine „Wüstenerfahrung“ (Anm.: herausfordernde Umstände) führt und die Verheißung offenbart, erhalten wir dadurch die Gelegenheit, entweder das Wort der Verheißung mit unserem Glauben zu verbinden oder uns dafür zu entscheiden, Angst vor den widerstandsfähigen Kräften zu kultivieren, denen wir uns auf unserer Suche nach Gott stellen müssen, um befähigt zu sein die Verheißung zu erleben.
 
Eine der größten Gefahren der Wüstenzeit ist es, dass wir uns dafür entscheiden können, nicht mit dem richtigen Verständnis zum Kampf über unserer verheißenes Erbe voranzugehen. Zur Zeit der Wüstenwanderung Israels wurde eine ganze Generation von den Führungskräften in die Irre geführt, die das Volk davon abhielten, in den Kampf zu ziehen, weil sie nicht bereit waren, Gottes Verheißung für ihr Leben einzulösen.
 
Wenn wir uns in der Wüste befinden, haben wir dieselbe Wahl, wie das Volk Israel. Entweder wir vertrauen auf Gottes Treue und sind zugleich mit Vorfreude erfüllt, oder wir geben der Angst nach und lassen uns dadurch einschüchtern. Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, was Gott in der Vergangenheit getan hat und uns entscheiden, daran zu glauben, dass er es wieder tun wird. Wir sollten uns nicht in der Zeit der Wüste auf unser Problem konzentrieren und im Unglauben verärgert sein.
 
Wir entscheiden, ob wir in herausfordernden Lebensumständen unsere Hände in Lobpreis erheben und ihm unser Leben anvertrauen oder unsere Hände in Verzweiflung erheben und zugleich versuchen, unseren eigenen Weg zu finden. Wir haben immer eine Wahl und die Wahl, die wir treffen, bestimmt unsere Zukunft. <= (Anm.: Auszug aus dem Gebetsbrief von Chuck D. Pierce, Glory of Zion International Ministries vom 26.10.2017)
 
Um nun zurück auf Elija zukommen, war sein innerer Mensch (Anm.: Geist und Seele) nicht durch den Umstand der Trockenheit getrübt, so dass er in der Lage war mit erleuchteten Augen seines Herzens zu sehen und mit den Ohren eines Jüngers zu hören. Das allein befähigte Elija die Situation richtig zu beurteilen und gemäß dem Willen Gottes zu handeln (vgl. Epheser 1,18 i.V.m. Jesaja 50,4).
 
Epheser 1,18:
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Jesaja 50,4:
4 Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.
 
Das Vorangehen mit Christus, die Zeichen der Zeit und das Reden Gottes
 
Es ist überaus wichtig, dass wir uns nicht auf dem Weg unserer Verheißung auf einem „Teilstück“ niederlassen, nur weil wir dort die Versorgung bzw. übernatürliche Manifestation Gottes erlebt haben. Stattdessen sollten wir mit erleuchteten Augen des Herzens und den Ohren eines Jüngers auf die Weisung Gottes hören, um uns danach zu verhalten.
 
Auch wenn der HERR zuvor zu uns gesprochen hat und wir aufgrund dessen dem nachgegangen sind, was er uns in einer bestimmten Zeitphase angewiesen hat zu tun, ist es in alledem erforderlich die Zeichen der gegenwärtigen Zeit, so wie es Jesus sagte zu erkennen und auf das Wort Gottes in Form von offenbarender Wahrheit zu hören (vgl. Matthäus 16,3).
 
Matthäus 16,3:
3 Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?
 
Diese beiden Dinge (Anm.: Zeichen und offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes) sind eng miteinander verbunden, weil Gott durch einen Zustand seine Wegweisung für die Zukunft offenbaren kann, so dass unsere Zukunft und auch die unserer Mitmenschen gesichert ist.
 
Wir sollten zu keinem Zeitpunkt einen Ort, Gegenstand, Person, …, die mit einem übernatürlichen Eingreifen Gottes verbunden sind, idolisieren, indem wir allein in der Erfahrung schwelgen und versuchen auf die selbe Weise vorzugehen, wie es Gott in der Vergangenheit tat.
 
Hiermit ist nicht gemeint, dass man sich nicht an Erfahrungen erinnern darf, sondern man sollte in Dankbarkeit an das, was Gott in der Vergangenheit tat, stets weiter mit Jesus Christus vorangehen (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Eine Idolisierung kann beinhalten, den Dingen, die mit dem übernatürlichen Eingreifen Gottes in Verbindung stehen, einen „Namen“ zu geben und lediglich seinen Fokus darauf zu setzen, anstatt auf Gottes Stimme und seine Anweisung in dieser (Anm.: gegenwärtigen) Zeit zu hören. Durch das Geben eines Namens kreiert man eine Art von „Identität“, die eine bestimmte Ebene von Beziehung offenbart.
 
Als warnendes Beispiel sollte uns die erhöhte bronzene Schlange am Stab dienen, die Gott Mose anwies aufgrund der Schlangenbisse durch die Feuernattern in der Wüste herzustellen. Das hatte zum Ziel, dass jeder, der von den Schlangen gebissen wurde und auf die erhöhte bronzene Schlange sah, vor dem Tod bewahrt blieb. Diese erhöhte bronzene Schlange wurde später vom Volk Israel zu einem Götzen erhoben, der mit dem Namen „Nehuschtan“ tituliert und später von König Hiskia zerstört wurde (vgl. 4.Mose 21,7-9 i.V.m. 2.Könige 18,4).
 
4.Mose 21,7-9:
7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
8 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
9 Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.
 
2.Könige 18,4:
4 Er (Anm.: König Hiskia) entfernte die Höhen und zerbrach die Steinmale und hieb das Bild der Aschera um und zerschlug die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatte ihr Israel geräuchert und man nannte sie Nehuschtan.
 
Aufgrund der erleuchteten Augen von Elija und seinem geistlich offenen Ohr erkannte als auch beurteilte er die Situation der Dürre gemäß der Anweisung Gottes richtig.
 
Im Zusammenhang mit dem Ortswechsel von Elija, der den Bach Kerith verließ und in das ca. 128 km bis 144 km entfernte Zarpat ging, das bei Sidon am Mittelmeer liegt, bedeutet das, dass er den Ort der Versorgung Gottes nicht idolisierte, sondern seinen Weg fortsetzte.
 
Der Bach Kerith befindet sich geographisch im Erbteil des Stammes Manasse (vgl. Josua 13,29-33) wobei Zarpat (Anm.: in der Nähe von Sidon) im Gebiet des Stammes Ascher liegt (vgl. Josua 19,24-31).
 
Elija wechselte somit vom Südosten in den Nordwesten und von der Region eines fließenden Gewässers (Anm.: Bach) zur Region eines „stehenden Gewässers“ (Anm.: Mittelmeer). Weiterhin stand sein Ortswechsel in Verbindung mit dem „Geschmack“, da Elija seinen Aufenthalt vom Süßwasser zum Salzwasser verlagerte.
 
Im geistlichen Kontext gesprochen, wechselte Elija im Einklang mit dem Willen Gottes von einer Ebene des Himmels in eine andere Ebene (Anm.: übernatürlicher Bereich/Sphäre).
 
Das liegt darin begründet, weil jeder „Himmel“ mit einem Wasserkörper in Verbindung steht und sich auch vor dem Thron Gottes ein gläsernes Meer befindet (vgl. Offenbarung 4,6a).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Somit zeigt der geographische Ortswechsel von Elija im Auftrag Gottes an, dass wir nicht aus einer irdischen Sichtweise auf die Gegebenheiten, die auf uns einwirken, unseren Hauptfokus richten sollten, sondern diese geistlich beurteilen (vgl. 1.Korinther 2,12-14).
 
1.Korinther 2,12-14:
12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
 
Elija sah das vertrocknete Bachbett, was dazu führte, dass das Wort Gottes in ihm hervorgerufen wurde, so dass er seinen Weg zum nächsten Bestimmungsort fortsetzte. Gottes Absicht war es unter anderem Elija auf neue Weise zu begegnen, indem er ihn in einen neuen Geistbereich des „Geschmacks“ brachte, damit er den HERRN auf neue Weise sehen konnte (vgl. Psalm 34,9).
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Gott leitete den Propheten vom Bereich des Süßwassers in den Bereich des Salzwassers sowie von der Versorgung der Raben (Anm.: Symbol für die Versorgung durch das Brot der Engel; vgl. Psalm 78,24-25) zur Versorgung der Witwe (vgl. 1.Könige 17,9b-10)
 
Psalm 78,24-25:
… 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
 
1.Könige 17,9b-10:
… 9b denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!
 
Vom Strukturwechsel in der Ausrichtung von einem Fließgewässer zum Meer
 
Als sich Elija am Bach Kerith befand, wurde er in der Ausdauer und Beständigkeit durch die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes trainiert, da die Vogelart des Raben unter anderem Ausdauer symbolisiert (vgl. 1.Mose 8,7).
 
1.Mose 8,7:
… 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden.
 
Der Name „Kerith“ bedeutet „Scheidung“, was ebenfalls ein Hinweis auf die Kraft des lebendigen Wortes Gottes ist, das in eine heilige Transparenz führt, die mit prophetischer Offenbarung verbunden ist (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. 1.Samuel 19,24).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
1.Samuel 19,24:
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?
 
Dementsprechend ist der Bach Kerith ein Hinweis auf den Ort im himmlischen Bereich, wo uns der Heilige Geist die Wahrheit über die Kraft des Wortes Gottes im Zusammenhang mit der geistlichen Ordnung des inneren Menschen lehrt. Hierbei stehen uns auch die Engel zur Verfügung, die uns das Wort Gottes wie eine „Schriftrolle“ reichen, damit wir es verinnerlichen und in der Kraft der Wahrheit des Wortes Gottes wandeln (vgl. Hesekiel 3,1-2 i.V.m. Offenbarung 10,9a-b).
 
Hesekiel 3,1-2:
1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was du vor dir hast! Iss diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
2 Da tat ich meinen Mund auf und er gab mir die Rolle zu essen …
 
Offenbarung 10,9a-b:
9a-b Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschlinge es!
Die Fluss- bzw. Bachstruktur ist ein Hinweis auf die Ausströmung der Gegenwart Gottes, die einen apostolischen Charakter (Anm.: Aussendung) trägt und nicht direkt mit dem Zentrum des Thronsaals Gottes verglichen werden kann, weil sich das kristallene Meer vor dem Thron Gottes befindet und es wiederum der Strom ist, der in der himmlischen Stadt Jerusalem fließt (vgl. Offenbarung 4,6a i.V.m. Offenbarung 22,1-2).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Offenbarung 22,1-2:
1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Elija war sich des Befehls Gottes am ausgetrockneten Bach bewusst, nämlich, dass ihn eine Witwe dort versorgen würde. Hierzu musste er jedoch vom Bach zum Meer wechseln.
 
Dieser Strukturwechsel ist auch ein Hinweis dafür, dass wir erst durch die vom Heiligen Geist etablierte Wahrheit des Wortes Gottes, als die offenbarende Wahrheit in uns, weiter an den Ort der Regierung Gottes, als dem Thronsaal, gelangen (vgl. Johannes 7,38-39a; Johannes 16,13 i.V.m. Offenbarung 4,6a).
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich (Anm.: Jesus Christus) glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Der Bereich des Thronsaals Gottes ist demnach eine Ebene, die mit der Gegenwart seines heiligen Wesens „gewürzt“ ist, bei dem es sich um das verzehrende Feuer handelt (vgl. Markus 9,49 i.V.m. Kolosser 4,6; Hebräer 12,29).
 
Markus 9,49:
49 Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
 
Kolosser 4,6:
6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Diese übernatürliche „Würze“ kommt dem „Salz“ gleich, das Gottes Wahrheit gesprochen in Reinheit und Überzeugung meint, was als Substanz und letztendlich Autorität (Anm.: Regierung) erkennbar wird.
 
Elija ging im Einklang mit dem Willen Gottes nach Zarpat (Anm.: bedeutet „Schmelzhütte“), was dadurch deutlich wird, dass er am Stadttor von Zarpat ankam und ihm daraufhin gemäß dem Wort Gottes jene Witwe begegnete (vgl. 1.Könige 17,10).
 
1.Könige 17,10:
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!
 
Somit gab Gott seinem Propheten Elija Zugangsberechtigung (Anm.: das Stadttor) in die Stadt sowie zu dem Herzen der Witwe, um ihr dabei zu helfen in die Erneuerung (Anm.: Umformung => Zarpat => Schmelzhütte) ihres inneren Menschen zu treten.
 
Die Erneuerung des inneren Menschen hat zum Ziel, das eine größere Kraft des Wortes Gottes im Leben eines Gläubigen gegenwärtig ist (vgl. 2.Korinther 4,16 i.V.m. Joel 4,10).
 
2.Korinther 4,16:
16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.
 
Joel 4,10:
10 Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: Ich bin stark!
 
Das Verhalten der Witwe und die Weisung Elijas
 
Um es nochmals deutlich zu machen, dass herausfordernde Umstände auch dazu führen können, dass man die Stimme Gottes nicht eindeutig oder gar nicht erst wahrnimmt, obwohl Gott klar gesprochen hat, ist anhand des Verhaltens bzw. der Äußerung der Witwe dem Propheten gegenüber zu erkennen. Es heißt, dass Gott der Witwe befahl seinen Propheten zu versorgen, jedoch war ihr Verhalten konträr zu dem was der HERR sagte (vgl. 1.Könige 17,11-12).
 
1.Könige 17,11-12:
11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!
12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will mir und meinem Sohn zurichten, dass wir essen – und sterben.
 
Die Witwe hatte einen irdischen, seelischen Fokus, nämlich Verzweiflung und Angst vor der Zukunft, was dazu führte, dass sie den Befehl Gottes nicht richtig oder gar nicht hörte.
 
Doch Ehre sei Gott, dass Elija als Prophet zu ihr kam und den Willen Gottes sprach, so dass sie dem göttlichen Befehl nachkommen konnte. Sein Glaube und Gehorsam im Aussprechen des souveränen Willens Gottes führte dazu, dass sie ihr Leben sowie ihre Verheißung der Zukunft (Anm.: Sohn) absicherte (vgl. 1.Könige 17,13-16).
 
1.Könige 17,13-16:
13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach es, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir es heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen.
14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag.
16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
 
Von der Dürre zur Fruchtbarkeit
 
Anhand dessen wird deutlich, dass wir, wenn Jesus Christus hungrig ist, bereits etwas „im Haus“ haben sollten, um ihm zuerst zu geben, wenn er danach verlangt und nicht auf uns alleine und das, was uns wichtig ist, unser Hauptaugenmerk zu setzen.
 
Es reicht hierbei nicht aus nur nach außen hin „grün zu scheinen“, sondern echte Früchte des Glaubens und der Treue aufzuweisen (vgl. Matthäus 21,18-19 i.V.m. Galater 5,22-23).
 
Matthäus 21,18-19:
18 Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn.
19 Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hin und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir niemals mehr Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich.
 
Galater 5,22-23 (Das jüdische Neue Testament – David H. Stern):
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Sanftmut, Güte, Treue,
23 Demut, Selbstbeherrschung. Nichts in der Torah richtet sich gegen solche Dinge.
 
Deshalb sollten wir mit den richtigen Heiligen am richtigen Ort, die richtige Sache zur rechten Zeit tun, um in der Strategie Gottes zu fließen und dadurch den Erfolg zu garantieren (Anm.: Wille des Vaters tun).
 
Es verhält sich ähnlich wie mit den vierundzwanzig Ältesten vor dem Thron Gottes und den Bäumen der Gerechtigkeit, die am „Wasser“ in der Struktur des Baumes des Lebens gepflanzt sind, der Jesus Christus ist (vgl. Offenbarung 4,4 i.V.m. Offenbarung 22,2; Psalm 1,1-3; Jeremia 17,7-8).
 
Offenbarung 4,4:
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
 
Offenbarung 22,2:
… 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Dieser Aufenthaltsortwechsel von Elija weist uns darauf hin, dass unser Glaube durch die vom Heiligen Geist offenbarende Wahrheit in uns den Gehorsam hervorbringt, im Glauben (Anm.: Vertrauen) Distanzen und Widerstände zu überwinden, um tiefer an den Ort der uns zugeteilten Regierung Gottes (Anm.: Regierungsautorität) zu kommen, der Unglauben in unserem Umfeld und Regionen in Hoffnung transformiert (vgl. Jeremia 29,11).
 
Jeremia 29,11:
11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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