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Die Kraft Berge zu versetzen

29.09.2019, Daniel Glimm


Einleitung
 
In den Evangelien sprach Jesus Christus von der Kraft des Glaubens im Zusammenhang mit der Versetzung eines Berges (vgl. Markus 11,23).
 
Markus 11,23:
23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt, so wird es ihm geschehen.
 
Jesus machte diese Aussage in Bezug auf die Kraft des Glaubens und des Gebetes.
Ich möchte das folgende Wort dazu gebrauchen, um auf die Versetzung des Berges im Glauben in Verbindung mit der Versetzung von Zeit einzugehen.
 
Die Spitze von Zeit
 
Da der Beginn eines jeden neuen biblischen Jahres mit der Spitze eines Berges verglichen werden kann, weil jeder zeitliche Anfang im hebräischen mit dem Wort „rō`š“ beginnt, was unter anderem „Spitze eines Berges oder Felsens“ bedeutet, möchte ich auf die Bedeutung von vergangener Zeit eingehen und wie man die dort gemachten Erfahrungen richtig im Leben einordnet.
Hierbei sind Lebenserfahrungen gemeint, die gute und herausfordernde Erlebnisse beinhalten, welche wichtig für unser weiteres Leben in der Zukunft mit Gott sind (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Die Erinnerung an das Gute
 
Lebenserfahrungen, die von widrigen Umständen geprägt sind, können zu einem Zeugnis beitragen, wenn Gott diesbezüglich helfend eingreift.
Das Wort Gottes macht deutlich, dass man das Gute, was Gott einem tut, nicht vergessen sollte (vgl. 5.Mose 4,9 i.V.m. Psalm 103,2).
 
5.Mose 4,9:
9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun …
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Der Grund für den Aufruf des Nichtvergessens des Guten liegt darin, weil Gott, der Gott der Zeitalter ist und sich danach sehnt, dass wir als sein Volk, die erlebten Zeiten in seiner geistlichen „Gegenwart“ richtig einordnen (vgl. Daniel 7,9 i.V.m. Offenbarung 1,8).
 
Daniel 7,9:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Gott, der da IST, der da war und der da kommt!
 
Aus Offenbarung 1,8 ist zu entnehmen, das Gott IST, war und kommt. Es heißt dort nicht, dass Gott war, ist und kommt. Da Gott Geist ist, bedeutet diese Aussage, dass es Gottes Verlangen für uns ist, dass wir nicht die Vergangenheit in unserem Leben an vorderster Stelle einordnen, sondern in seinem geistlichen „ISTSTATUS => ICH BIN“ wandeln und von dort aus die Zeiten betrachten.
 
Für Gott ist der Zeitraum der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft nicht tot, sondern vollkommen lebendig, weil er als der „ICH BIN – JAHWE“ alle Zeiten ausfüllt und umschließt.
Das bedeutet, dass der Wandel in ihm das Voranschreiten in allen Zeiten im Geist und in der Wahrheit sowie in seiner Königs-/ und Regierungsherrschaft umfasst (vgl. Kolosser 3,1-3).
 
Kolosser 3,1-3:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
 
Das Meer und das Ende einer Zeitspanne
 
Das hebräische Wort, das für „Meer“ im Wort Gottes verwendet wird, ist => „jām“ und bedeutet auch „Westen“. Es weist auf die Richtung des Wassers hin, weil der Westen im Zusammenhang mit großen Wasserkörpern wie den Meeren oder den der Ozeane verbunden ist.
Der Westen ist die Richtung der untergehenden Sonne, die ein Hinweis auf das Ende von Dingen, eines Tages oder einer Zeitspanne ist. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 582)
 
Gemeinsam mit der Worterklärung zum Begriff „Meer“ wird deutlich, dass die richtige Einordnung von Zeit und der siegreiche Abschluss der Vergangenheit durch Jesus Christus in unserem Leben vonnöten ist. Das hat zur Folge, dass wir Kraft aus der vergangenen Zeit erhalten, während wir uns in unserer Gegenwart an die in der Vergangenheit stattgefunden Eingriffe Gottes erinnern und sie mit der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes in unserer Gegenwart für unsere Zukunft umschließen. Daraus resultiert, dass wir unser Zeitmaß der Vergangenheit wie einen Berg erkennen, der vom Wasser des Meeres umschlossen ist, was mit der Kraft seines offenbarendes Wortes und seinem Segen verbunden ist, so dass wir mit Gott, dem himmlischen Vater in den neuen Tag eintreten (vgl. Epheser 5,26-27; Lukas 12,54 i.V.m. Jesaja 43,19a; 2.Korinther 5,17).
 
Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Lukas 12,54:
54 Er sprach aber zu der Menge: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr gleich: Es gibt Regen. Und es geschieht so.
 
Jesaja 43,19a:
19a Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? …
 
2.Korinther 5,17:
17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
 
Nach biblischem Verständnis sind Heilige, die sich des Königs-/ und Priestertums in Christus Jesus bewusst sind, autorisiert „Berge“ in unterschiedlichen „Charakterformen“ zu versetzen. Sie besitzen die Kraft jeden Umstand zu entheben und für den Dienst an Gott im Bereich der offenbarenden Wahrheit wieder einzusetzen.
Wenn man aus der Perspektive des Königs-/ und Priestertums Jesu sieht, ist man befähigt, selbstbewusst und aufrecht in Zuversicht und Standfestigkeit vor dem Thron der Gnade zu stehen und die neue Zeit aus den Händen des himmlischen Vaters in Empfang zu nehmen (vgl. Hebräer 4,16).
 
Hebräer 4,16:
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.
 
Gott möchte, dass uns der Sieg Jesu aus dem vergangenen Jahr auch im neuen Jahr wie ein im Meer stehender Berg als Zeugnis begleitet, um uns in herausfordernden Situationen zu ermutigen, seinen Sieg anzuwenden, damit wir am Ende dieser Zeit einen neuen Berg als Zeugnis ins Meer versetzen können.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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