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Die Verhüllung Gottes und die Herrlichkeit

11.08.2019, Daniel Glimm


Anhand der Bibelstelle aus Sprüche 25,2, die erklärt, dass es Gott eine Ehre ist, eine Sache zu verbergen, es jedoch die Ehre von Königen ist, eine Sache zu erforschen, offenbarte mir der Heilige Geist das Prinzip der Zugangsberechtigung zu dem Bereich der Geheimnisse Gottes.
 
Sprüche 25,2:
2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen.
 
Die Grundvoraussetzung, um die Geheimnisse Gottes erforschen zu können, besteht darin, dass man sich als Mensch selbst in Christus Jesus gestorben ist und nicht mehr nach seinen eigenen Vorstellungen lebt (vgl. Galater 2,20).
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Das hat zur Folge, dass Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist in einem wohnt und somit sein Blut das Königtum und die Priesterschaft aktiviert (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut
6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Diese göttliche Aktivierung bedeutet, dass man in der Stellung des Königtums Christi steht, um mit Zuversicht vor den Thron der Gnade zu treten und die Geheimnisse Gottes zu offenbaren (vgl. Hebräer 4,16a).
 
Hebräer 4,16a:
16a Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, …
 
Hierbei sind die Adressaten dieser Geheimnisse Menschen, die ein reines Herz haben und das ehren, was Gott spricht (vgl. Matthäus 7,6).
 
Matthäus 7,6:
6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.
 
Um in den Bereich der Geheimnisse Gottes einzutreten, ist es unausweichlich, wie Mose durch den Bereich der dunklen Wolke zu gehen. Dies erfordert und beinhaltet, dass man persönlich im Glauben in dem Opfer von Jesus Christus lebt und sich darin vor Gott bewegt.
 
Darüber hinaus sollte man sich im Klaren darüber sein, wenn man in den Bereich der Geheimnisse Gottes als König in Christus eintreten möchte, man sich bereits über einen gewissen Zeitraum der Schulung des Heiligen Geistes hingegeben haben sollte. Darin erst reift man in dem Verständnis weiterhin und in allen Umständen unter seiner Führung zu wandeln, weil der Weg zu den Geheimnissen Gottes mit dem Ungewissen verbunden ist, der unser volles Vertrauen und Ehrfurcht Gott gegenüber voraussetzt.
 
Es ist der Heilige Geist in Form von offenbarender Wahrheit, der allein in alle Wahrheit führt (vgl. Johannes 14,16-17a).
 
Johannes 14,16-17a:
16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: 17a den Geist der Wahrheit, …
 
Und es die Furcht des HERRN, die der Beginn von Weisheit und Erkenntnis ist, die in Christus Jesus verborgen liegen (vgl. Psalm 111,10; Sprüche 1,7a i.V.m. Kolosser 2,3).
 
Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
 
Sprüche 1,7a:
7a Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. …
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Gottes Interesse ist es, Dinge zu verhüllen
 
Das in Sprüche 25,2 verwendete hebräische Wort für „Ehre“ ist bôd und steht unter anderem mit der „schweren Herrlichkeit/Majestät Gottes“ in Verbindung, weshalb es kein Zufall ist, dass David in Psalm 18 beschreibt, dass Gott die Finsternis ringsum zu seinem Zelt macht und in schwarzen, dichten Wolken verborgen ist. Auch sein Sohn König Salomo sprach von der Gegenwart Gottes im Dunkeln (vgl. 1.Könige 8,12 i.V.m. 2.Mose 20,21). (Anm.: Die in kursiv geschriebenen Worte basieren auf einer Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Ehre – kābôd mit der Wortschlüsselnummer: 3593.)
 
Psalm 18,12:
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
 
1.Könige 8,12:
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
2.Mose 20,21:
21 So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war.
 
Das macht deutlich, dass es im Interesse Gottes liegt, Dinge (Anm.: Wahrheiten) zu verhüllen, die die Tiefen seines Wesens betreffen.
 
Das ist unter anderem auch die Begründung dafür, dass Jesus Christus in Gleichnissen bzw. Rätseln zu den Menschen sprach und bestimmten Personen zu bestimmten Zeitpunkten verbot, die Wahrheit über ihn bzw. seine Taten offenbar zu machen (vgl. Matthäus 13,10-15 i.V.m. Markus 5,43; Markus 7,36; Markus 8,30).
 
Matthäus 13,10-13:
10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
14 Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (vgl. Jesaja 6,9-10): „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.“
 
Markus 5,43
43 Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
 
Markus 7,36a:
36a Und er gebot ihnen, sie sollten es niemandem sagen. …
 
Markus 8,30:
30 Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.
 
Die zwei Kräfte von Herrlichkeit und die Zentrierung in der Herrlichkeit Gottes
 
Es sind zwei Kräfte von Herrlichkeit, die gemäß Sprüche 25,2 aktiv sind, um Dinge zu Geheimnissen zu machen und wiederum diese Dinge als Geheimnisse zu dem von Gott gesetzten Zeitpunkt zu offenbaren.
 
Gottes Herrlichkeit bewegt sich von oben nach unten (Anm.: in Form von Verhüllung), wobei sich die Herrlichkeit seiner Söhne auf Erden in der Königsherrschaft Jesu von unten nach oben bewegt (Anm.: in Form von Aufdeckung).
 
Diese zwei Herrlichkeitskräfte sowie deren Bewegung können ebenfalls mit den zwei aus purem Gold bestehenden Kerubim auf der Deckplatte der Bundeslade und ihren nach oben ausgestreckten Flügeln, gleichgesetzt werden (Anm.: wie im Himmel so auch auf der Erde reflektiert; vgl. Hebräer 8,5).
 
Hebräer 8,5:
5 Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte errichten sollte (vgl. 2.Mose 25,40): „Sieh zu“, sprach er, „dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.“
 
Gottes Herrlichkeit beinhaltet seine schwere abdeckende Gegenwart, die Dinge verhüllt, die Gott als seine Geheimnisse betrachtet.
 
Um diese schwere Herrlichkeit Gottes berühren zu dürfen, bedarf es in der Sohnschaft Christi als mündige Könige zu agieren, um zu wissen, zu welchem Zeitpunkt man berechtigt ist, die von Gott zugeteilte Kraft von Herrlichkeit dazu zu gebrauchen, seine Geheimnisse bzw. Wahrheit für diese Zeit vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu offenbaren (vgl. Epheser 3,8-10).
 
Epheser 3,8-10:
8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.
 
In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Wichtigkeit der Zentrierung in der Herrlichkeit des Wesens Gottes eingehen. Es ist notwendig ein richtiges Verständnis über die Ordnung der Herrlichkeit Gottes zu erhalten und dementsprechend aus diesem Bereich agieren zu können.
 
Diesbezüglich wurde ich an den goldenen Krug, der das Manna beinhaltete, die zwei auf beiden Seiten durch den Zeigefinger Gottes beschriebenen Steintafeln sowie den grünenden Stab Aarons erinnert, die von Mose auf die Anweisung Gottes hin in die Bundeslade gelegt wurden (vgl. Hebräer 9,4-5a).
 
Hebräer 9,4-5a:
4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
5a Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenthron. …
 
Zu diesem Zeitpunkt als Gott Mose anwies, das Manna vor bzw. in der Bundeslade aufzubewahren, war diese noch nicht hergestellt. Das bedeutet, dass die Ordnung über die Herrlichkeit Gottes und seinen Gnadenthron in dieser Form noch nicht im Sichtbaren unter dem Volk Israel etabliert war, weshalb sich das Manna über einen gewissen Zeitraum in einem goldenen Krug befand.
 
Dieser goldene Krug (Anm.: ein rundes Gefäß) wartete unter die abdeckende Ordnung der Herrlichkeit Gottes (Anm.: Bundeslade => rechteckiges Gefäß) zu kommen. In diesem Kontext weist die runde Form des goldenen Krugs auf die Liebesbeziehung in Christus und die rechteckige Form der Bundeslade auf die Ordnung bzw. das Prinzip der Herrlichkeit Gottes hin.
 
Die Bundeslade war aus Akazienholz gefertigt und mit purem Gold überzogen, wobei die Deckplatte aus purem Gold bestand, aus der zwei Kerubim herausgearbeitet wurden, deren Flügel sich nach oben hin ausbreiteten, so dass diese repräsentativ den Gnadenthron bedeckten und ihre Angesichter einander zugewandt waren (vgl. 2.Mose 25,10-21).
 
2.Mose 25,10-21:
10 Macht eine Lade aus Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.
11 Du sollst sie mit feinem Gold überziehen innen und außen und einen goldenen Kranz an ihr ringsherum machen.
12 Und gieß vier goldene Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, sodass zwei Ringe auf der einen Seite und zwei auf der andern seien.
13 Und mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold 14 und stecke sie in die Ringe an den Seiten der Lade, dass man sie damit trage.
15 Sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden.
16 Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.
17 Du sollst auch einen Gnadenthron machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
18 Und du sollst zwei Cherubim machen aus getriebenem Golde an beiden Enden des Gnadenthrones, 19 sodass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an jenem, dass also zwei Cherubim seien an den Enden des Gnadenthrones.
20 Und die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, dass sie mit ihren Flügeln den Gnadenthron bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenthron gerichtet sein.
21 Und du sollst den Gnadenthron oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.
 
Das Manna
 
Jesus Christus ist das Brot/Manna, das aus dem Himmel gekommen ist (vgl. Johannes 6,32-35a).
 
Johannes 6,32-35a:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35a Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. …
 
Das Manna, das durch Mose im goldenen Krug aufbewahrt wurde, repräsentiert jeden Menschen, der Jesus Christus in seinem Leben aufgenommen hat und ihm uneingeschränkt nach den biblischen Prinzipien folgt. Es ist das Verlangen des himmlischen Vaters, dass sich jeder Gläubige in Christus in der Ordnung seiner Herrlichkeit zentriert und dort aus der ewigen Sohnschaft als König regiert.
 
Gottes Ordnung in Bezug auf seine Herrlichkeit ist verwoben mit dem Manna, den zwei Steintafeln und dem grünenden Stab Aarons, was ein Hinweis darauf ist, dass man als Gläubiger diese drei Bereiche ehrt.
 
Diese Bereiche hier repräsentiert stehen für:
  1. die Beziehung in Christus Jesus,
  2. das Leben im Wertemaßstab Gottes,
  3. das Leben im Verständnis unter der apostolischen Führung Gottes in einem selbst, welche man in das Zentrum von Gottes herrlichem Wesen bringt, was mit seiner Ordnung und seinen Prinzipien verknüpft ist.
Wenn man demnach die Geheimnisse Gottes in der Reife als König (Anm.: unter dem König der Könige) hervorbringen möchte, ist es notwendig, dass man eigene Vorstellungen ablegt über wie Gott ist oder wie er zu handeln hat, sondern darin lebt, wer man in Christus ist (vgl. Galater 2,20).
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Die rechteckige Kammer der Bundeslade
 
Das macht die dunkle rechteckige Kammer in der Bundeslade deutlich, die den Tod und das Leben in Christus bedeutet, um im Glauben berechtigt als Geistwesen im Bereich des Gnadenthrons zu agieren. Daraus resultiert, dass die Geheimnisse Gottes unter der abdeckenden Präsenz seiner Kerubim (Anm.: bedeutet „Glanzerscheinung, Blitzesleuchten“ => Herrlichkeit => rechteckiger Schatten kreiert durch die Flügel der Kerubim) von denen offenbart werden, die sich dort aufhalten, um sie denen kundzutun, die der HERR als Adressaten zeigt (vgl. Hebräer 11,6).
 
Hebräer 11,6:
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Diese Offenbarung kommt Blitzen gleich, die aus den dunklen, dichten Wolken hervorgehen und von Hagel begleitet werden, der einem Augapfel entspricht, welcher die Grundlage für eine neue Sicht bildet (vgl. Psalm 18,13-14).
 
Psalm 18,13-14:
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
14 Der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen.
 
Die Substanz des Glaubens und das Verlangen die Herrlichkeit Gottes zu sehen
 
Um das Geheimnis der gewichtigen Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, ist es vonnöten, dass wir die bereits etablierte Substanz unseres Glaubens in Einklang mit Gottes Maßstab der Herrlichkeit bringen.
 
Dieser Prozess kommt dem Hineinlegen des Mannas, der zwei Bundestafeln sowie dem grünenden Stab Aarons in die Bundeslade zu den jeweiligen Zeitpunkten durch Mose gleich.
 
Mose musste die pure goldene Deckplatte des Bundeslade hochheben, um die von Gott auserwählten Gegenstände dort hineinlegen zu können. Und nur während Mose das tat, erhielt er Einblick in den verdeckten Bereich des Gottes Israels.
 
Aus 2.Chronik 5,10 i.V.m. Hebräer 9,4-5a wird deutlich, dass es neben Mose „jemanden“ gegeben haben muss, der ebenfalls die Gegenwart der Herrlichkeit Gottes berührte, weil dort lediglich von den zwei Steintafeln berichtet wird, die sich noch in der Bundeslade befanden.
 
2.Chronik 5,10:
10 Und es war nichts in der Lade außer den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel geschlossen hatte, als sie aus Ägypten zogen.
 
Hebräer 9,4-5a:
4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
5a Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenthron. …
 
Als Jesus Christus auf der Erde lebte, sprach er davon, dass von den Tagen Johannes des Täufers, die „Gewalttätigen“ das Himmelreich an sich reißen (vgl. Matthäus 11,12).
 
Matthäus 11,12:
12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich.
 
Diese „Gewalt“ ist nicht gleichzusetzen mit böser Gewalt, sondern mit einem sehnsüchtigen Verlangen, die Herrlichkeit Gottes zu sehen, um die Geheimnisse Gottes zu offenbaren.
 
Es handelt sich hierbei um reife Heilige die als Könige wie dieser „Jemand“ aus 2.Chronik 5,10 den goldenen Krug mit dem Manna und den grünenden Stab Aarons „an sich riss“, um von der höheren Qualität der Beziehung in Christus und der Wichtigkeit der Weisheit von apostolischer Führung in den Generationen im Auftrag Gottes zu den Menschen zu sprechen.
 
Dieser Stab grünte, trieb Zweige, hatte Blüten und trug Mandeln, was auf verschiedene Reifegrade in den Generationen hinweist (vgl. 4.Mose 17,23).
 
4.Mose 17,23:
23 Am nächsten Morgen, als Mose in die Hütte des Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Levi grünen und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.
 
Dieser Zugang zu den genannten drei Bereichen und den Formen vom Zugang zu den Geheimnissen Gottes ist keinem gegeben ohne Opferbereitschaft. Opfer zu bringen und allein aus dem vollkommenen Opfer des Lammes Gottes zu leben, führt zu einem erneuerten Denken in göttlicher Dienerschaft, die der Heilige Geist in einem wirkt und verfeinert. Diese demütige und dem Vater in den Himmeln untergeordnete Haltung bringt das Potential echter Regierungsautorität hervor, um Gott als König zu reflektieren, so wie es Jesus sagte (vgl. Johannes 14,9): „Wer mich sieht, sieht den Vater.“
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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