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Die Nähe zum Fluss und Gottes Offenbarung

25.07.2019, Daniel Glimm


Ruben (Anm.: bedeutet „Sehet ein Sohn!“) mit seiner Stellung als erstgeborener Sohn Jakobs, lädt uns ein auf die Bedeutung des Flusses in einem geistlichen Kontext einzugehen, weil er mit dem bewegten Wasser verbunden ist (vgl. 1.Mose 49,3-4a).
 
1.Mose 49,3-4a:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.
4 Weil du aufwalltest wie Wasser, …
 
Darüber hinaus ist es ist auch die Stimme des Allmächtigen sowie die Stimme von Jesus Christus, die wie das Rauschen vieler Wasser ist (vgl. Hesekiel 1,24a i.V.m. Offenbarung 1,15b).
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Wenn man demnach das aufwallende Wasser Rubens aus dem Erlösungswerk Jesu betrachtet, ist es ein Hinweis auf die prophetische Stimme, die das Reden Gottes und die Präsenz von Jesus Christus, dem Sohn Gottes offenbart.
 
Die vierfache Qualität Rubens
 
Es ist der Stamm Ruben, der basierend auf dem gleichnamigen Sohn Jakobs eine vierfache Qualität in sich trägt, die das Erbe des Erstgeborenen beinhaltet.
 
Hierbei geht es um Kraft, exzellente Stärke, Würde und Macht. Dieses Erbe bringt mit sich eine hohe Verantwortung, die es gilt zu bewahren, ohne sich über den Wert des Erbes zu definieren.
 
Ruben offenbart das Prinzip der Sohnschaft in Christus Jesus, der der Erstgeborene unter vielen Brüdern ist (vgl. Römer 8,29).
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
 
Es ist kein Zufall, dass Ruben eine vierfache Wertigkeit trägt und auch der Name des Gottes Israels aus vier hebräischen Buchstaben besteht (Anm.: „Jod, He, Waw, He“ => JAHWE), der den Fluss im Garten Eden in weitere vier Flussbetten einteilte (vgl. 1.Mose 49,3 i.V.m. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 49,3:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft (1) und der Erstling meiner Stärke (2), der Oberste in der Würde (3) und der Oberste in der Macht (4).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Die vierfache Wertigkeit von Ruben entspricht dem Prinzip der vier Flüsse von Eden, die Bodenschätze in den jeweiligen Regionen an die Oberfläche brachten.
 
Auch wenn es nur ein Fluss (Anm.: Pischon) ist, der direkt im Wort Gottes mit bestimmten Bodenschätzen erwähnt wird, kann man dieses Prinzip auf die anderen genannten Flüsse übertragen, weil Gott ein Gott der Fülle und Fruchtbarkeit ist (vgl. Psalm 65,10-14).
 
Psalm 65,10-14:
10 Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle.
Du lässest ihr Getreide gut geraten; denn so baust du das Land.
11 Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.
12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Segen.
13 Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel sind erfüllt mit Jubel.
14 Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.
 
Der Fluss und die Zukunft
 
Es ist die Kraft des „Flusses“, der ein Hinweis auf die gute vor uns in Christus liegende Zukunft ist, die das verborgene Erbe in unserem von Gott zugeteilten Territorium der Verheißung zur richtigen Zeit an die Oberfläche bringt.
 
Weiterhin ist es die Kraft des Heiligen Geistes, die aktiv wird und in einer vierfachen Weise aus denen entspringt, die an Jesus Christus und sein Wort glauben (vgl. Johannes 7,38-39a).
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, …
 
Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es sich bei den Strömen des lebendigen Wassers von denen Jesus Christus sprach, um vier Ströme bzw. Flüsse handelt, weil es um die Offenbarung der Identität und der Präsenz des Gottes Israels geht (Anm.: JAHWE), der zugleich unser himmlischer Vater ist (vgl. Römer 8,15).
 
Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
 
Es ist der Fluss der Sohnschaft in Christus, der die Identität des himmlischen Vaters trägt, so dass der Vater vor den Menschen in der Facette erscheint, in der er sich ihnen als Vater offenbaren möchte (vgl. Johannes 14,9b).
 
Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich (Anm.: Jesus Christus) sieht, der sieht den Vater! …
 
Die Zahl „4“, die Gegenwart Gottes und die Charakteristik des Flusses
 
Es ist kein Zufall, dass die Zahl „4“ mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden ist, der unter anderem mit einer „geöffneten Zelttür“ im Zusammenhang steht.
 
Jesus Christus ist als erstgeborener Sohn Gottes die Tür, die in den Bereich der ewigen Gegenwart und der Versorgung des himmlischen Vaters führt, was durch die grüne Weide repräsentiert wird, von der Jesus sprach (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Johannes 14,6).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Darüber hinaus ist es der Regierungssitz des himmlischen Vaters, der von einer Wölbung – dem Regenbogen umgeben und mit einem grünen Licht ummantelt ist (vgl. Offenbarung 4,2-3).
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Der Regenbogen befindet sich über dem Haupt bzw. Regierungssitz des Vaters und trägt die Aufgabe ihn abzudecken.
Somit ist Jesus Christus die Tür in die abdeckende Gegenwart der Söhne Gottes, die ihren Sitz in der Herrlichkeit und dem Reichtum des himmlischen Vaters hat.
 
Die biblische Charakteristik eines Flusses (Anm.: hebr. „nāhār“) beinhaltet Geheimnisse des Geistes zu tragen, um zum richtigen Zeitpunkt die Gegenwart des himmlischen Vaters zu offenbaren. Dies steht eng in Verbindung mit dem Funkeln der Herrlichkeit Gottes.
 
Deshalb ist es es wichtig, dass wir darauf achten, dass wir uns nahe am Fluss des Geistes aufhalten, unabhängig davon in welchem kooperativen oder auch persönlichem Umstand wir uns befinden.
 
Der Fluss Gottes in Zeiten der Herausforderung
 
Wir sollten uns dessen bewusst sein, dass sich der HERR z.B. dem Propheten Hesekiel sowie auch dem Propheten Daniel am Fluss mit seiner Gegenwart offenbarte, während sie sich mit dem Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft befanden (vgl. Hesekiel 1,1-4; Daniel 8,1-2; Daniel 10,4-7).
 
Hesekiel 1,1-4:
1 Im dreißigsten Jahr am fünften Tage des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar (Anm.: bedeutet „groß, Länge“) war, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
2 Am fünften Tag des Monats – es war das fünfte Jahr, nachdem der König Jojachin gefangen weggeführt war –, 3 da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem Priester, im Lande der Chaldäer am Fluss Kebar. Dort kam die Hand des HERRN über ihn.
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.
 
Daniel 8,1-2:
1 Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir zuerst erschienen war.
2 Ich hatte ein Gesicht und während meines Gesichtes war ich in der Festung Susa im Lande Elam am Fluss Ulai (Anm.: bedeutet „Tor“).
 
Daniel 10,4-7:
4 Und am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats war ich an dem großen Strom Tigris 5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann, der hatte leinene Kleider an und einen goldenen Gürtel um seine Lenden.
6 Sein Leib war wie ein Türkis, sein Antlitz sah aus wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Füße wie helles, glattes Kupfer, und seine Rede war wie ein großes Brausen.
7 Aber ich, Daniel, sah dies Gesicht allein, und die Männer, die bei mir waren, sahen es nicht; doch fiel ein großer Schrecken auf sie, sodass sie flohen und sich verkrochen.
 
Hinter der Heimsuchung von Hesekiel und Daniel verbirgt sich ein wichtiges Prinzip über den Empfang bzw. die Sensibilisierung von göttlicher Offenbarung.
 
Dieses Prinzip beinhaltet, dass man sich nahe am Fluss Gottes aufhält, in dem Verständnis seiner biblischen Zeiten sowie seinem Autoritätsverständnis wandelt und sich seinem persönlichen sowie gemeinschaftlichem Lebensumstand bewusst ist.
 
Der Fluss Gottes umfasst die spezifische Bewegung des Heiligen Geistes, die die jeweilige Gemeinschaft von Heiligen benötigt. Das setzt den gemeinschaftlichen Aufenthalt der betreffenden Heiligen in der Gegenwart Gottes voraus, selbst wenn man sich in einer herausfordernden Lebenslage befinden kann.
 
Auch die Apostel zur Zeit der Apostelgeschichte erwarteten in der Nähe eines Flusses eine geistliche „Geburtsstätte der prophetischen Fürbitte“, die durch die Anwesenheit von Frauen symbolisiert ist (vgl. Apostelgeschichte 16,13).
 
Apostelgeschichte 16,13:
13 Am Sabbattag gingen wir hinaus vor die Stadt an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.
 
Es ist unter anderem die von Gott übertragene Fähigkeit an die Frau, den Samen ihres Mannes zu empfangen, um diesen bis in die Reife eines Kindes zu tragen, damit es zur richtigen Zeit den Mutterleib durchbricht. Diesen Zeitpunkt von Durchbruch hat Gott bereits festgelegt, woran wir bei Ruben erinnert werden, um den Sohn Gottes zu offenbaren.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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