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Das Weitergehen in der Beziehung zum himmlischen Vater

10.07.2019, Daniel Glimm


Gottes Verlangen ist es, dass wir als sein Volk unsere Beziehung in der Sohnschaft Jesu mit dem himmlischen Vater in einen geistlichen Bereich bringen, der mit höherer Qualität verbunden ist.
 
Das Verlassen des Hauses
 
Dieser Vorgang der Versetzung der Beziehung in einen höheren Bereich von Qualität kommt dem Verlassen des Hauses durch Jesus Christus gleich, der sich als er auf der Erde lebte aus dem Haus an den See Genezareth begab, um von dort in das Boot zu steigen und sich darin zu setzen (vgl. Matthäus 13,1-3).
 
Matthäus 13,1-3:
1 An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an den See.
2 Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. …
 
In einem prophetischen Kontext betrachtet, steht das Haus für die geistliche intime Beziehung mit dem himmlischen Vater, die ihren Sitz im Geist und in der Wahrheit hat (vgl. Johannes 4,24).
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Jesus Christus sprach in Bezug auf die Kommunikation (Anm.: Gebet) mit dem himmlischen Vater, dass diese mit einem verschlossenen Raum verbunden ist und demnach eine Verbindung zum Haus gezogen werden kann (vgl. Matthäus 6,6).
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Die neue Entwicklungshase in Christus
 
Wenn wir es als Volk Gottes gelernt haben im Geist und in der Wahrheit unsere persönliche Zeit mit dem himmlischen Vater in Christus Jesus zu pflegen, lässt er uns in eine neue Entwicklungsphase eintreten.
 
Diese ist damit verbunden, unsere Beziehung mit dem Vater an die Öffentlichkeit zu bringen, was beinhaltet, dass wir seine Liebe (Anm.: griech. „agạpē“) vor den Menschen reflektieren, indem wir darin zueinander leben, damit die Welt erkennt, dass wir uns in der Sohnschaft Christi aufhalten und ihm nachfolgen (vgl. Johannes 13,34-35).
 
Johannes 13,34-35:
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Die Liebe Gottes ist eine ewige Liebe, die die Liebe im Geist umfasst und die ihren Sitz darin hat, dass Gott, der Vater seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt hat (vgl. Johannes 3,16).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt (Anm.: griech. „agapạō“), dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Weiterhin trägt die Liebe Gottes das Sohnverhältnis Jesu zum Vater in sich.
 
Die geistliche Liebesbeziehung mit dem himmlischen Vater im „Haus“ hat zur Folge, dass wir uns in der Liebe zu Gott aufhalten und dadurch befähigt sind, uns in gesunder Weise selbst zu lieben, um dann unseren Nächsten lieben zu können (vgl. Matthäus 22,37-40).
 
Matthäus 22,37-40:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (vgl. 5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (vgl. 3.Mose 19,18).“
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
 
Wenn wir das gelernt haben, führt uns Jesus Christus in seiner Sohnschaft in einen öffentlichen Bereich, der mit dem tiefer Hineingehen in die Verheißung unserer Vorväter verbunden ist. Darin beginnen wir, die Stimme Gottes stärker wahrzunehmen, die wie das Rauschen vieler Wasser ist (vgl. 1.Mose 22,17 i.V.m. Hesekiel 1,24; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 22,17:
… 17 will ich dein (Anm.: Abraham) Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen; …
 
Hesekiel 1,24:
24 Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Offenbarung 1,15b:
… , 15b und seine (Anm.: Jesu) Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Das Element des Wassers
 
Es ist das Element des „Wassers“, das eine wichtige Bedeutung bei der Freisetzung des offenbarenden Lichtes Gottes trägt und mit der Kraft seines Wortes verbunden ist (vgl. Epheser 5,26b)
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Nicht umsonst trat Jesus in der Region Sebulon und Naphtali auf, um dort den Menschen die offenbarende Wahrheit des himmlischen Vaters zu übermitteln (vgl. 1.Mose 1,2-5 i.V.m. Matthäus 4,13-16; Johannes 12,49).
 
1.Mose 1,2-5:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Matthäus 4,13-16:
13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, 14 damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (vgl. Jesaja 8,23; Jesaja 9,1): 15 „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Johannes 12,49:
49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.
 
Der neue Aufenthaltsort Jesu
 
Es kommt vor allem darauf an, dass wir uns als sein Volk in der Sohnschaft Jesu voranbewegen und an den neuen Ort gehen, an dem sich Jesus Christus als Sohn Gottes bereits aufhält.
 
Jesus Christus möchte uns durch die Führung seines Heiligen Geistes in eine tiefere Ebene der Gegenwart des himmlischen Vaters führen. Das ist der Grund, warum sich Jesus nicht am Ufer niederließ, sondern ins Boot stieg und sich darin setze, um auf den See zu fahren und von dort aus in der Rätselsprache des Vaters in der Form von Gleichnissen zu den am Ufer stehenden Menschen zu sprechen.
 
Jesus erkannte den kooperativen Zusammenschluss von Menschen, die hungrig und durstig nach mehr von Gott waren, so dass er sich weiter von ihnen „entfernte“, um ihnen die Möglichkeit zu geben in das Zentrum des himmlischen Vaters einzutreten.
 
Das Zentrum des himmlischen Vaters beinhaltet mit Jesus Christus an die himmlischen Orte versetzt zu sein, um mit ihm zu regieren.
 
Jesu ewige Regierung ist unter anderem mit dem Thron Gottes auf dem kristallenen Meer und vielen anderen geistlichen Regierungsbewegungen und Manifestationen verbunden (vgl. Epheser 2,6; Kolosser 3,1 i.V.m. Offenbarung 4,2-6).
 
Epheser 2,6:
… 6 und er (Anm.: Gott, der Vater) hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Offenbarung 4,2-6:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Das Sitzen Jesu und das Stehen des Volkes
 
Es heißt in Matthäus 13,2, dass sich Jesus im Boot (Anm.: bestehend aus Holz) setzte und die Menschen am Ufer standen (vgl. Matthäus 13,2).
 
Matthäus 13,2:
2 Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
 
Dieser Vorgang ist ein Hinweis auf die ewige Regierungsherrschaft Jesu, weil Jesus Christus der König der Könige ist und ein König sitzend von seinem Thron aus regiert. Es ist Jesus Christus, der sich als Sohn zur Rechten Gottes setze, nachdem er den Triumph am grünen Holz (Anm.: Kreuz) etabliert hatte (vgl. Markus 16,19 i.V.m. Lukas 23,31).
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
Lukas 23,31:
31 Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?
 
Das Weitergehen Jesu
 
Die Begründung, warum es manchmal den Anschein hat als würde sich der Herr Jesus in bestimmten geistlichen Entwicklungsphasen von uns entfernen, ist lediglich ein Hinweis darauf, dass er weitergeht, um seine Stimme ertönen zu lassen und uns dadurch in der Nachfolge zu aktivieren, damit wir am nächsten Teilziel unserer Bestimmung ankommen (vgl. Johannes 10,27 i.V.m. Micha 2,13).
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Micha 2,13:
13 Er wird als ein Durchbrecher vor ihnen heraufziehen; sie werden durchbrechen und durchs Tor hinausziehen, und ihr König wird vor ihnen hergehen und der HERR an ihrer Spitze.
 
Die unbedingte Nachfolge hat zum Ergebnis, dass wir in einer intensiveren Gegenwart Gottes stehen und seine Geheimnisse empfangen sowie in dem Verständnis der Königreichswirtschaft zunehmen (Anm.: Saat und Ernte; vgl. Matthäus 13,3).
 
Matthäus 13,3:
3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass die Region von Sebulon mit dem gleichnamigen Stamm verknüpft ist. Dieser ist der Stamm, welcher seinen Sitz am Meer hat und gemeinsam mit dem Stamm Issaschar den Reichtum des Meeres sowie die Schätze im Sand hervorholt (vgl. 1.Mose 49,13 i.V.m. 5.Mose 33,18-19).
 
1.Mose 49,13:
13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Der Aufenthaltsort Jesu auf dem Boot und der Aufenthaltsort des Volkes Israel am Ufer des Sees Genezareth weisen auf den Reichtum und die Schätze hin, die in Jesus Christus verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Jesus Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Das Weitergehen in der Beziehung
 
Wenn wir bereit sind der Stimme Jesu und seiner Gegenwart zu folgen, hat das zum Ergebnis, dass wir tiefe Offenbarungserkenntnis erhalten, die dazu führt, dass unsere Worte ein stärkeres Gewicht bekommen. Sie erhalten Durchschlagskraft und können Hindernisse aus dem Weg räumen.
 
Das hat zur Folge, dass dort, wo wir es dem Heiligen Geist erlauben Worte in unsere Herzen zu pflanzen, neues Gedeihen hervorkommt, so dass wir die Früchte/Ernte in der von Gott bestimmten Zeit hervorbringen, um ein Segen zu sein.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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