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Der von Gott gesetzte Standard für diese Zeit

05.07.2019, Daniel Glimm


Wenn Gott seinen Maßstab verstärkter offenbar macht, ruft er sein Volk auf eine höhere geistliche Ebene, wo er sich derzeit im Geist aufhält.
 
Die höhere Ebene und der Maßstab Gottes
 
Diese geistliche Ebene ist verbunden mit dem Sichtbarwerden seiner göttlichen Maßstäbe, die mehr von den Gläubigen in seiner Gemeinde und besonders von den Führungskräften (Anm.: Leitungen) inmitten seines Volkes fordert (vgl. Lukas 12,48b).
 
Lukas 12,48b:
… 48b Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
 
Gottes Maßstab ist eng verbunden mit seiner herrlichen Gegenwart.
Diesbezüglich ließ mich der HERR wissen, dass seine Gegenwart sowie sein Standard sich niemals verändern und nicht davon abhängig ist, ob die Menschen auf Erden danach leben oder nicht (vgl. Jesaja 41,4; Hebräer 13,8).
 
Jesaja 41,4:
4 Wer tut und macht das? Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin es, der HERR, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.
 
Hebräer 13,8:
8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
 
Der Eintritt von Gottes Gegenwart und seines Standards in der temporären Zeit
 
Wenn sich Gott entschieden hat mit seiner Gegenwart und seinem damit verbunden göttlichen Standard als der Ewige in der temporären Zeit auf der Erde zu erscheinen, jedoch in seinem Volk bzw. unter den Menschen die Bereitschaft darin für diese Zeit zu leben nicht vorfindet, kann das schmerzhafte Konsequenzen mit sich bringen.
 
Der Prophet und Richter Samuel
 
Diesbezüglich wurde ich an die Zeit des Propheten Samuels erinnert, der von Gott als Prophet und Richter unter dem Volk Israel amtierte und die Standards des HERRN DER HEERSCHAREN (Anm.: JAHWE-ZEBAOTH), der über den Kerubim thront, mitteilte (vgl. 1.Samuel 4,4).
 
1.Samuel 4,4:
4 Da sandte das Volk nach Silo und ließ von dort holen die Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der über den Kerubim thront. Es waren aber die beiden Söhne Elis bei der Lade des Bundes Gottes, Hofni und Pinhas.
 
Die Teilung zwischen dem Propheten und Priester
 
Zur Zeit des Propheten Samuels existierten Missstände im Tempeldienst bzw. im Haus Gottes in Silo (Anm.: bedeutet „ruhen, Ort der Ruhe“). Diese Zustände wurden durch Hofni und Pinhas, die Söhne Elis, welcher der amtierende Hohepriester zu dieser Zeit war, hervorgerufen. Gegen diese Missstände unternahm der Hohepriester Eli keine wirksame Maßnahme (vgl. 1.Samuel 2,12-26; 1.Samuel 3,13), so dass sich Gott Samuel erwählte, um eine Teilung zwischen dem Priesterdienst und dem prophetischen Dienst durchzuführen (vgl. 1.Samuel 3,1-21).
 
Bis zur Zeit Samuels trugen die Priester den prophetischen Teil in sich und aktivierten ihn immer, wenn der Geist Gottes zu ihnen sprach. Da jedoch immer mehr Unheiligkeit im Priesterdienst zur Zeit Elis zunahm, musste Gott das Prophetische vom Priesterdienst trennen, um den Maßstab der Heiligkeit durch seine Propheten zu verdeutlichen.
 
Durch diese göttliche Separierung stellte der HERR die prophetische Institution durch den Propheten Samuel auf. Seine Aufgabe war es, Israels reine Anbetung wieder herzustellen und den beständigen Schutz gegen die zukünftigen, potentiellen Maßlosigkeiten der Priester zu geben.
Darin liegt die Begründung, warum der Dienst des Propheten in einem gewissen Maße (Anm.: in gesunder Art und Weise) „unabhängig“ ist, damit er als Gottes „Mundstück“ gesehen werden kann.
 
Diese Teilung zwischen den priesterlichen und prophetischen Funktionen diente vor allem der Aufrechterhaltung und Wirksamkeit der Heiligkeit im Volk Gottes.
 
Das Leben von Samuel ist ein gutes Beispiel für den heutigen prophetischen Dienst und die berufenen Propheten, die zu den verschiedenen Gemeinden gerufen sind. Samuel war ein geweihter Mann Gottes, der von Eli im Priesterdienst des Hauses Gottes gelehrt und geschult wurde. Er hielt sich im Zentrum der Offenbarung Gottes auf (vgl. 1.Samuel 3,3).
 
1.Samuel 3,3:
3 Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Heiligtum des HERRN, wo die Lade Gottes war.
 
DER HERR DER HEERSCHAREN und die Kerubim
 
Die Anmerkung im Buch Samuel auf den HERRN DER HEERSCHAREN, der über den Kerubim thront, ist ein Hinweis auf das kämpferische Wesen Gottes und den Standard seiner herrlichen Gegenwart. Die Begründung liegt darin, weil die Kerubim vollkommen aus Gold hergestellt und mit der Bundeslade Gottes verbunden sind (vgl. 2.Mose 25,18; 1.Könige 8,6), die die Gegenwart Gottes unter den Menschen repräsentiert.
 
2.Mose 25,18:
18 Und du sollst zwei Kerubim machen aus getriebenem Golde an beiden Enden des Gnadenthrones, …
 
1.Könige 8,6:
6 So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim.
 
Die Kerubim
 
=> Der hebräische Name „Kerub“ bedeutet „Glanzerscheinung, Blitzesleuchten“. Der Plural des hebräischen Wortes ist „Kerubim“, was “Großer, Gewaltiger“ bedeutet.
Nach 1.Chronik 28,18 ist der Kerub das Bild des göttlichen Wagens, was an Hesekiel 1 und 10 erinnert, wo die Kerubim den lebendigen Wagen bilden, auf welchem der Gott Israels einher fährt (vgl. Psalm 18,11; 2.Samuel 22,11), auf denen er schwebt, um Gericht zu halten (vgl. Psalm 80,2; 1.Samuel 4,4; 2.Samuel 6,2). <= (Anm.: Teilauszug aus dem „Biblischen Namens-Lexikon“ von Abraham Meister, Seite 208)
 
Weiterhin sind die Kerubim die Wächter des Paradieses (vgl. 1.Mose 3,24) und die Träger des Thrones Gottes (vgl. Psalm 18,11; Hesekiel 10,1; Hesekiel 11,22).
 
1.Mose 3,24:
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Kerubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
 
Psalm 18,11:
11 Und er fuhr auf dem Kerub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.
 
Hesekiel 10,1:
1 Und ich sah, und siehe, an der Himmelsfeste über dem Haupt der Kerubim glänzte es wie ein Saphir, und über ihnen war etwas zu sehen wie ein Thron.
 
Hesekiel 11,22:
22 Da schwangen die Kerubim ihre Flügel und die Räder gingen mit, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.
 
Als Paradies wird der Ort im übernatürlichen Bereich angesehen, der die innige Gemeinschaft mit Gott dem Vater beinhaltet.
 
Das Hinweggehen der Gegenwart Gottes
 
Da es wie bereits erwähnt in Silo aufgrund der Söhne von Eli zu Missständen im Haus Gottes kam und dagegen nichts unternommen wurde, entschied sich Gott für eine gewisse Zeit mit seiner Gegenwart sich aus Israel zu entfernen, indem er einen Krieg der Philister gegen sein Volk zuließ, was zur Folge hatte, dass die Söhne Elis starben und die Bundeslade (Anm.: Symbol für die Gegenwart und den Maßstab/Standard Gottes) von den Philistern geraubt wurde. Aufgrund dessen starb auch Eli als er hörte, dass man die Bundeslade geraubt hatte (vgl. 1.Samuel 4,17-18).
 
1.Samuel 4,17-18:
17 Da antwortete der Bote: Israel ist geflohen vor den Philistern und das Volk ist hart geschlagen und deine beiden Söhne, Hofni und Pinhas, sind tot; und die Lade Gottes ist weggenommen.
18 Als er aber von der Lade Gottes sprach, fiel Eli rücklings vom Stuhl an der Tür und brach seinen Hals und starb, denn er war alt und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre.
 
Da das Volk Gottes in Silo nicht nach dem Standard Gottes lebte, obwohl der HERR sich mit seiner Gegenwart und seinem Maßstab unter ihnen befand, brachte er inmitten des Ortes der Ruhe (Anm.: Silo) eine große Unruhe. Sein Ziel bestand hierbei darin das Volk aufzuwecken, damit es wieder entsprechend seines göttlichen Standards leben würde.
 
Der Raub der Bundeslade
 
Gott hatte mit dem Umstand des Raubes der Bundeslade durch die Philister kein Problem, da seine Gegenwart und seine Maßstäbe sich niemals ändern. Das bedeutete für die Philister, die die Bundeslade raubten, dass Gott auch ihnen die Möglichkeit gab, ihn als den Gott Israels zu erkennen.
Doch die Philister entschieden sich die Gegenwart Gottes (Anm.: Bundeslade) in ihren Tempel nach Aschdod zu bringen, wo sie ihren Gott Dagon verehrten (vgl. 1.Samuel 5,2).
 
1.Samuel 5,2:
2 Dann nahmen sie die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon.
 
Die Konfrontation durch die Gegenwart Gottes
 
Da der Gott Israels Geist ist (vgl. Johannes 4,24a) und Dagon die Gottheit der Philister war, die sie anbeteten, fand eine Konfrontation im übernatürlichen Bereich mit dem dunklen Fürstentum „Dagon“ statt, so dass dieser vom Gott Israels, dem HERRN DER HEERSCHAREN über Nacht gerichtet wurde.
 
Johannes 4,24a:
24 Gott ist Geist, …
 
Diese übernatürliche Konfrontation hatte im irdischen Bereich zu Folge, dass die Götzenskulptur des Dagon am nächsten Morgen im Tempel vornüber gefallen war und auf seinem Gesicht vor der Lade Gottes lag (vgl. 1.Samuel 5,3).
 
1.Samuel 5,3:
3 Und als die Leute von Aschdod am andern Morgen sich früh aufmachten und in das Haus Dagons kamen, sahen sie Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort.
 
Trotz dieses Ereignis stellten die Philister ihren Götzen wieder aufrecht hin, so dass der Gott Israels wieder über Nacht das dunkle Fürstentum, dem sie dienten, richtete. Am nächsten Morgen fanden die Philister die Statur ihrer Gottheit zerbrochen am Boden liegen, wobei der Kopf (Anm.: Planungszentrale des Bösen) und die Hände (Anm.: Handlungsfähigkeit des Bösen) vom Körper abgeschlagen waren (vgl. 1.Samuel 5,4).
 
1.Samuel 5,4:
4 Aber als sie am andern Morgen sich wieder früh aufmachten, fanden sie Dagon abermals auf seinem Antlitz auf der Erde vor der Lade des HERRN liegen, aber sein Haupt und seine beiden Hände abgeschlagen auf der Schwelle, sodass der Rumpf allein dalag.
 
Durch diese Konfrontation machte der Gott Israels deutlich, wer der wahre Gott ist und gab somit selbst den Philistern die Möglichkeit sich unter seine Herrschaft zu stellen, was sie jedoch in ihren eigenen Vorstellungen lebend ablehnten.
 
Die Beulen und der Fresser
 
Da die Philister die Bundeslade/Gegenwart Gottes nicht zurück nach Israel brachten, sondern diese anstelle dessen in fünf verschiedene Städte (Anm.: Aschdod, Gaza, Aschkelon, Gat, Ekron) schickten, wurden alle Einwohner der jeweiligen Regionen mit Beulen geschlagen und ihre Ernte durch Mäuse vernichtet (vgl. 1.Samuel 5,6).
 
1.Samuel 5,6:
6 Aber die Hand des HERRN lag schwer auf den Leuten von Aschdod, und er brachte Verderben über sie und schlug sie mit bösen Beulen, Aschdod und sein Gebiet.
 
Die Rücksendung der Bundeslade
 
Das hatte zur Folge, dass die Fürsten der Philister vorhatten die Bundeslade zum Volk Israel zurückzuschicken. Diesbezüglich gingen sie zu ihren Priestern und Wahrsagern, um sie zu befragen, wie sie weiter verfahren sollten (vgl. 1.Samuel 5,11; 1.Samuel 6,2).
 
1.Samuel 5,11:
11 Da sandten sie hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels zurück an ihren Ort, damit sie mich und mein Volk nicht töte. Denn es kam ein tödlicher Schrecken über die ganze Stadt; die Hand Gottes lag schwer auf ihr.
 
1.Samuel 6,2:
2 Und die Philister beriefen ihre Priester und Wahrsager und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen? Lasst uns wissen, wie wir sie an ihren Ort senden sollen!
 
Daraufhin antworteten die Priester und Wahrsager der Philister, dass sie die Bundeslade Gottes nicht ohne eine Gabe in Form eines Sühnegeschenks zurücksenden sollten.
 
Das Sühnegeschenk beinhaltete fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse, entsprechend der Anzahl der Philisterfürsten. Diese Abbilder der Beulen und der Mäuse sollten dazu dienen, dem Gott Israels ihren Irrtum zu bekennen und dadurch die Ehre zu erweisen (vgl. 1.Samuel 6,4-5)!
 
1.Samuel 6,4-5:
4 Sie aber sprachen: Was ist die Sühnegabe, die wir ihm geben sollen? Sie antworteten: Fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse nach der Zahl der fünf Fürsten der Philister, denn es ist ein und dieselbe Plage gewesen über euch alle und über eure Fürsten.
5 So macht nun Abbilder eurer Beulen und eurer Mäuse, die euer Land zugrunde gerichtet haben, dass ihr dem Gott Israels die Ehre gebt. Vielleicht wird seine Hand leichter werden über euch und über euren Gott und über euer Land.
 
Es ist kein Zufall, dass die Philister auf den Rat ihrer Priester und Wahrsager zweimal die Zahl „5“ in ihr Sühnegeschenk eingearbeitet haben, da diese ein Hinweis auf die Gnade Gottes im Himmel und auf Erden ist.
 
=> Die Zahl „5“ ist eine wirksame Zahl. Sie zählt zu der Wirkung von Gnade, die sich manifestiert und durch die Hand Gottes in einem Leben oder Dienst umgesetzt wird. Das ist so, weil alles, was der HERR tut, frei bereitgestellt ist und nicht durch irdische Währung gekauft werden kann. Es ist eine Gabe von Gnade. <= (Anm.: Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 221; 222)
 
Folglich ist die Gnade Gottes nicht billig, sondern vielmehr kraftvoll, die dazu anleitet, ein reines und heiliges Leben zu führen sowie Gottes Eigentum zu sein, das gute Werke hervorbringt (vgl. Titus 2,11-14).
 
Titus 2,11-14:
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
 
=> Die Zahl „5“ gleicht hauptsächlich der Handsymbolik und repräsentiert die Ausführung eines Gelöbnisses für den HERRN. Weiterhin gilt sie teilweise für einen opfernden Dienst.
Die Zahl „5“ weist auf ein Versprechen von Hingabe hin, das durch die Kraft in den Händen von jemand anderem ausgedrückt wird (Anm.: Handdrücken), um etwas zu vollziehen. Handsymbolik kennzeichnet hauptsächlich den Tenach und ist in das Neue Testament durch den Apostel Paulus in seiner Präsentation der Ämter des fünffältigen Dienstes in die neutestamentliche Gemeinde gebracht worden.
 
Im Tenach weisen bereits die Stiftshütte und der Tempel auf die Handerfüllung der neutestamentlichen Gemeinde hin. Die Stiftshütte hatte fünf Säulen, um die Struktur zu stützen und der Tempel verfügte über ein Fünfeck im Eingangsbereich (vgl. 2.Mose 26,37; 1.Könige 6,31). Somit sind Dienste der Amtsträger, Ältesten und Leiter dort angedeutet (vgl. Epheser 4,11 i.V.m. Galater 2,9; Offenbarung 3,12). <= (Anm.: Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 221; 222)
 
Der neue Wagen und die Bundeslade
 
Im Zusammenhang mit der Rückführung der Bundeslade stellten die Philister auf den Rat ihrer Priester und Wahrsager einen neuen Wagen her. Vor diesen wurden zwei säugende Kühe gespannt, auf die noch nie ein Joch gelegt worden war. Auf den neuen Wagen stellten sie die Bundeslade des Gottes Israels und sandten sie so zurück zum Volk Israel.
 
Da es sich um säugende Kühe handelte, die den Wagen zogen, blökten diese vor Schmerzen, weil ihre Euter voller Milch waren. Ihr Blöken wurde der Klang der Ankündigung von der Rückkehr der Gegenwart Gottes unter dem Volk Israel, das von allen Menschen in ihrer Umgebung gehört wurde.
 
Letztendlich war es die Bestimmung dieser zwei Kühe zum Brandopfer in der Region von Bet-Schemesch (Anm.: Haus der Sonne => Haus der Herrlichkeit Gottes) für den Gott Israels zu werden.
 
In Bet-Schemesch kamen zwei Arten von Ehrerbietung gegenüber dem Gott Israels zur Geltung, nämlich das Sühneopfer der Philister und das Lobopfer der Leute von Bet-Schemesch (vgl. 1.Samuel 6,12-18).
 
1.Samuel 6,12-18:
12 Und die Kühe gingen geradeswegs auf Bet-Schemesch zu, immer auf derselben Straße, und brüllten immerfort und wichen weder zur Rechten noch zur Linken; und die Fürsten der Philister gingen ihnen nach bis zum Gebiet von Bet-Schemesch.
13 Die Leute von Bet-Schemesch aber schnitten eben den Weizen im Grund, und als sie ihre Augen aufhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, sie zu sehen.
14 Der Wagen aber kam auf den Acker Joschuas von Bet-Schemesch und stand dort still. Und dort lag ein großer Stein. Da spalteten sie das Holz des Wagens und opferten die Kühe dem HERRN zum Brandopfer.
15 Die Leviten aber hoben die Lade des HERRN herab samt dem Kästlein, das daneben stand und worin die Dinge aus Gold waren, und stellten sie auf den großen Stein. Und die Leute von Bet-Schemesch opferten dem HERRN am selben Tage Brandopfer und Schlachtopfer.
16 Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, zogen sie am selben Tage wieder nach Ekron.
17 Dies sind die goldenen Beulen, die die Philister dem HERRN als Sühnegabe erstatteten: für Aschdod eine, für Gaza eine, für Aschkelon eine, für Gat eine und für Ekron eine; 18 und goldene Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister unter den fünf Fürsten, der festen Städte und der Dörfer. Und Zeuge ist der große Stein, auf den sie die Lade des HERRN gestellt hatten. Er liegt bis auf diesen Tag auf dem Acker Joschuas von Bet-Schemesch.
 
Fazit
 
Anhand dieser Botschaft wird deutlich, dass Gott uns als sein Volk auffordert entsprechend seines geforderten Standards in dieser Zeit zu leben, was die Beachtung (Anm.: Nachfolge in Taten) seiner Weisung, seiner Ordnung und seines Wortes beinhaltet.
 
Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass es bei Gott kein Ansehen der Person gibt, sondern er gemäß dessen handelt, was seinen Prinzipien und Maßstäben entspricht (vgl. Römer 2,11).
 
Römer 2,11:
11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
 
Gott hat keine Freude am Tod des Gottlosen, was der Grund ist, warum er möchte, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (vgl. Hesekiel 33,11a-b i.V.m. 1.Timotheus 2,4).
 
Hesekiel 33,11a-b:
11a-b So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. …
 
1.Timotheus 2,4:
… 4 welcher (Anm: Gott) will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
 
Diese Vorgehensweise Gottes, wie er bei den Philistern handelte, soll ein Hinweis darauf sein, wie gütig er ist. Gott hat nicht zuerst die Philister gerichtet, sondern er erschütterte die böse Macht, unter der sie lebten.
 
Als sie dem Aufruf seiner Güte in ihrem Eigenwillen nicht folgen wollten, erschütterte Gott nochmals ihre vermeintliche Gottheit, welche mit dem Geistbereich vor Ort verbunden war (vgl. Epheser 2,2).
 
Epheser 2,2:
… 2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.
 
Erst als die Philister diesem Eingriff des Gottes Israels keine Beachtung schenkten, fing er an ihre Körper (Anm.: persönliche Existenz) und ihre Wirtschaftsfelder (Anm.: Existenzgrundlage) zu erschüttern.
 
Dadurch verdeutlichte Gott den Philistern, dass er der einzige wahre Gott ist, von dem alles kommt, was durch die Weisung der Priester und Wahrsager der Philister bestätigt wurde (vgl. Lukas 19,40).
 
Lukas 19,40:
40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.
 
Demzufolge wird deutlich, dass an dem Ort, wo sich der Gott Israels mit seiner Gegenwart befindet, sein Standard sichtbar wird. Das kann mit Erschütterung verbunden sein, wenn sich Menschen bewusst entscheiden, nicht gemäß seinem Standard zu leben. Dort, wo Menschen entsprechend seinem Standard leben, verdichtet sich seine Gegenwart als auch sein Segen (Anm.: gemäß der zugeteilten Bestimmung durch Gott).
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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