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Pessach und die Liebe des Vaters

18.04.2019, Daniel Glimm


Einleitung
 
In diesem gregorianischen Jahr 2019 (biblisches Jahr 5779) fällt das Pessachfest in den Monat April, welches der biblische Monat Abib => „Ähre“ / Nissan => „Eröffnung, Beginn“ ist.
Abib/Nissan ist der biblische Monat, in dem wir als Braut Jesu das Blut des Lammes Gottes feiern (Pessach => „Vorübergehen“) und tiefer in das Land unserer Verheißung eintreten.
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns aus der Sklaverei in seine herrliche Freiheit als Kinder Gottes geführt hat und uns inmitten der Gerichte Gottes beschützt (vgl. 2.Mose 12,5-7.12-14 i.V.m. Römer 8,21).
 
2.Mose 12,5-7.12-14:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
 
Die Bewahrung inmitten von Gericht
 
Wenn Gott einen Zeitpunkt des gerechten Gerichts für den Feind festgesetzt hat, so wie er es zur Pessachzeit gegenüber dem Pharao und den Ägyptern tat, indem er alle männliche Erstgeburt von Mensch und Tier schlug, gibt er zuerst eine Warnung und zugleich auch die Möglichkeit für einen Ausweg, um inmitten des gerechten Urteils bewahrt zu bleiben (vgl. 2.Mose 11,4-7).
 
2.Mose 11,4-7:
4 Und Mose sprach: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich durch Ägyptenland gehen, 5 und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.
6 Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird; 7 aber gegen ganz Israel soll nicht ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf dass ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.
 
Der Ausweg vor der Manifestation des gerechten Urteils ist verbunden mit dem Gehorsam der Weisung Gottes gegenüber und der Anwendung vom Blut des Lammes Gottes (Anm.: Wandel in Vergebung), das Jesus Christus ist (vgl. 2.Mose 12,13 i.V.m. 1.Korinther 5,7).
 
2.Mose 12,13:
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
 
1.Korinther 5,7:
7 Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.
 
Die Wichtigkeit Gott gehorsam zu sein
 
Gehorsam ist der Ausdruck der wahren Liebe Jesus Christus und dem himmlischen Vater gegenüber (vgl. Johannes 14,23).
 
Johannes 14,23:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
 
Wenn das Volk Israel nicht der Weisung Gottes durch Mose gehorsam gewesen wäre, indem es nicht ein fehlerloses, einjähriges Lamm geschlachtet und das Blut des Lammes an die beiden Türpfosten und den Türsturz ihrer Häuser gestrichen hätte, wäre auch in ihren Häusern die männliche Erstgeburt von Mensch und Tier gestorben.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn die Ägypter das Blut des Lammes auch an ihren Türen angewandt hätten, ihre männlichen Erstgeburten bewahrt geblieben worden wären.
In diesem Zusammenhang betrachte ich es als keinen Zufall, dass in 2.Mose 12,38 von einem „großen Haufen anderer Leute“ berichtet wird, die ebenfalls mit Israel aus Ägypten auszogen.
Ich gehe davon aus, dass auch diese Leute, das Blut des Lammes an den Türen ihrer Häuser anwandten bzw. zum Zeitpunkt des Gerichts in den Häusern des Volkes Israel anwesend waren und somit bewahrt blieben.
 
2.Mose 12,38:
38 Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
 
Man kann annehmen, dass aufgrund dieser Bewahrung der „große Haufen anderer Leute“ sich entschied, mit Israel aus Ägypten auszuziehen.
 
Der biblische Monat Abib/Nissan und die Liebe des Vaters
 
Der biblische Monat „Abib/Nissan“ ist das Zeitfenster, das auf die Liebe des Vaters und auf den neuen Zyklus in die tiefere Freiheit der Söhne Gottes hinweist (vgl. Johannes 3,16-17 i.V.m. Johannes 10,9; Römer 8,21).
 
Johannes 3,16-17:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
 
Das ist der Grund (Die Liebe des Vaters ist die höchste Instanz von Liebe.), warum Gott dem Mose gegenüber anordnete, dass sich alle Monate nach diesem Monat anordnen sollten (vgl. 2.Mose 12,1-2).
 
2.Mose 12,1-2:
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
Jesus Christus, die Liebe des Vaters
 
Das Leben in der Liebe des Vaters, die Jesus Christus ist, ist der Schlüssel, um in seiner festgelegten Zeit zu wandeln, die mit dem Zentrum seines Willens verknüpft ist.
Wir sollten nicht töricht wie z.B. die Königin Waschti handeln, die zur Zeit Esthers lebte und nicht zur festgelegten Festzeit des Königs vor ihm erschien, sondern ihren eigenen Vorstellungen folgte, was den Verlust ihrer Königswürde zur Folge hatte (vgl. Esther 1,5.10-12.19.21).
 
Esther 1,5.10-12.19.21:
5 Und als die Tage um waren, machte der König ein Festmahl für alles Volk, das in der Festung Susa war, vom Größten bis zum Kleinsten, sieben Tage lang im Hofe des Gartens beim königlichen Palast. …
10 Und am siebenten Tage, als der König guter Dinge war vom Wein, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas, den sieben Kämmerern, die vor dem König Ahasveros dienten, 11 dass sie die Königin Waschti mit ihrer königlichen Krone holen sollten vor den König, um dem Volk und den Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war schön.
12 Aber die Königin Waschti wollte nicht kommen, wie der König durch seine Kämmerer geboten hatte. …
19 Gefällt es dem König, so lasse man ein königliches Gebot von ihm ausgehen und unter die Gesetze der Perser und Meder aufnehmen, sodass man es nicht aufheben darf, dass Waschti nicht mehr vor den König Ahasveros kommen dürfe und der König ihre königliche Würde einer andern geben solle, die besser ist als sie. …
21 Das gefiel dem König und den Fürsten und der König tat nach dem Wort Memuchans.
 
Der Wandel im Zentrum des Willens Gottes
 
Wenn wir uns hingegen im Zentrum des Willens Gottes bewegen, was unter anderem das Verständnis über seine Zeitzyklen beinhaltet, werden wir die richtige Sache zur richtigen Zeit mit den richtigen Personen tun.
Solch ein Verhalten ist strategisch und garantiert Erfolg!
 
Das Lamm Gottes und der tiefe Einblick in die versiegelten Bereiche Gottes
 
Das Pessachfest ist nicht nur ein Fest, an dem wir uns an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens erinnern, sondern es weist auch auf Jesus Christus hin, der das geschlachtete Lamm Gottes ist, dessen Erscheinung im Zusammenhang mit der Zugangsberechtigung zur versiegelten Prophetie steht (vgl. Offenbarung 5,4-5; Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 5,4-6:
4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzu-sehen.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Wenn wir Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen in unserem Leben anerkennen, sind wir von Gott berechtigt, zur richtigen Zeit gemäß seines Willens die Dinge, die er vor unserem geistlichen Auge über eine längere Zeit versiegelt hat, zu erkennen.
Der himmlische Vater möchte, dass wir uns in seinem siebenfältigen Geist (Anm.: seinen „sieben Augen“; vgl. Jesaja 11,2) sowie in der Struktur der sieben Hörner des Lammes Gottes bewegen, die seine Macht, seinen Reichtum, seine Weisheit, seine Kraft, seine Ehre, seine Herrlichkeit und seinen Lob beinhalten (vgl. Offenbarung 5,6.12).
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. …
… 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Das Zeichen des Lammes und sein Geheimnis
 
Das Zeichen des Lammes ist unter anderem ein Zeichen dafür, dass sich Jesus Christus in seiner Königreichsherrschaft offenbart.
Er ist unser König und unser Herrscher! Für einige mag es ungewöhnlich klingen aber das Lamm Gottes ist voll mit den Attributen von Offenbarung (vgl. Offenbarung 5,6).
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Bei den Attributen des Lammes Gottes handelt es sich um folgende Eigenschaften:
  1. Weiße Wolle => Reinheit und Gerechtigkeit
  2. Sieben Hörner => Herrschaft/ Autorität Gottes (Anm.: Macht, Reichtum, Weisheit, Kraft, Ehre, Herrlichkeit und Lob)
  3. Sieben Augen => Offenbarung Gottes (Anm.: Die sieben Hörner offenbaren die sieben Autoritätsebenen des Lammes und ergeben zusammen mit den sieben Augen, die sieben Charaktereigenschaften des Heiligen Geistes; vgl. Jesaja 11,1-2 i.V.m. Offenbarung 5,12)
  4. Wundmale (Anm.: wie geschlachtet; Opfertod Jesu am Kreuz)
  5. Schweigen des Lammes => Gegenwart der Königsherrschaft Gottes (Anm.: Das Lamm stand mitten unter den Ältesten.)
Die Leuchte der Königsherrschaft Gottes
 
Es ist bedeutend, dass wir als Heilige das Lamm Gottes begleiten und uns unter der Leuchte der Königsherrschaft Gottes aufhalten. Die Leuchte der Königsherrschaft Gottes ist die Leuchte des Lammes (vgl. Offenbarung 21,23)!
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Die Leuchte des Lammes trägt das Licht der Erneuerung, um in einer neuen Struktur des HERRN voranzugehen.
Diese neue Struktur ist der Komplex des himmlischen Jerusalems, das aus den lebendigen Steinen der Könige und Priester besteht sowie aus Heiligen zusammengesetzt ist, die im Liebesbund mit Jesus Christus, dem Bräutigam der Ewigkeit stehen und dadurch in Vollmacht vom Himmel (Geistbereich) auf die Erde regieren (vgl. 1.Petrus 2,5 i.V.m. Offenbarung 21,2.9b.14.19)
 
1.Petrus 2,5:
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priester-schaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
 
Offenbarung 21,2.9b.14.19:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9b Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. …
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. …
19 Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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