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Die notwendige Ruhe in Zeiten der Herausforderung

21.01.2019, Chuck D. Pierce, Daniel Glimm


Das Wort Sabbat kommt von dem hebräischen Wort „šabbāt und bedeutet „aufhören, ruhen“ oder „unterlassen“. Die grundlegende Bedeutung des Wortes meint den Verzicht auf alle Arbeiten. Die Vorschriften zum Sabbat sind ein wesentliches Merkmal der mosaischen Gesetze. Bereits in den zehn Geboten steht, dass der Sabbat dem Herrn gehört.
 
An sechs Tagen sollten die Israeliten arbeiten, aber am siebten Tag wurden sie und ebenso alle Sklaven, Ausländer und Tiere dazu aufgerufen zu ruhen. Trotz dieser klaren Anweisung kommt es im Volk Gottes dazu, dass sich viele Gläubige dafür entscheiden, nicht dem biblischen Muster der Ruhe „im Garten“ zu folgen. Das erste Mal, wo das Wort „heilig“ im Wort Gottes verwendet wird, ist in 1.Mose 2,3, worin es als Verb erscheint.
 
1.Mose 2,3:
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
 
Der Plan des Feindes das Gottes Volk aus dem Ort der Ruhe zu bringen
 
Es ist wichtig, sich in Jesus Christus dessen bewusst zu sein, dass es der Plan des Feindes ist, die Gläubigen aus ihrem Aufenthaltsort in Gott herauszuziehen, was dadurch deutlich wird, dass man in der Woche daran gehindert sein kann, trotz der Herausforderungen abgesondert in der Ruhe zu leben. Das hat unter anderem zur Folge, dass wir verkehrt auf Situationen reagieren und auf diese Weise den Segen Gottes nicht in seiner Fülle erfahren.
 
Der Widersacher hasst es, wenn wir es als Gläubige verstehen im Bundesplan Gottes zur Ruhe zu kommen und dadurch in den darauffolgenden Tagen der Woche in den Segnungen Gottes gemäß dem Prinzip von Römer 11,16 zu wandeln.
 
Römer 11,16:
16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
 
Und das ist es, was der Feind mit Hilfe von antichristlichen Systemen auf der Erde attackiert aus dem einfachen Grund, da der Sabbat das Herzstück von Gottes Bündnisplan mit seiner Schöpfung ist.

Trotzdem kommt es vor, dass sich Gläubige vom Leben und den Geschäften des Alltags gegen Gottes aufgestelltes Grundprinzip der Ruhe richten.
 
Der Feind bedient sich in diesem Zusammenhang einer Lüge, indem er die betreffenden Gläubigen denken (Anm.: glauben, für wahr halten) lässt, dass sie einen Geschäftstag verlieren und auf diese Weise ihre persönliche Wirtschaft abnimmt. Umso wichtiger ist, dass wir der Beziehung zu Gott den ersten Platz in unserem Leben einräumen, so dass auch unsere persönliche Wirtschaft in der Zukunft von Gott gesichert ist, was uns verheißen ist (vgl. Matthäus 6,33).
 
Matthäus 6,33:
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
 
Trotz all der modernen Geräte, Technologien und Innovationen unser heutigen Zeit, die einem die tägliche Arbeit erleichtern sollen, scheint es so auszusehen als würden Menschen weniger Zeit zur Verfügung haben, um das Leben wirklich genießen zu können.
 
Es ist vor allem Unglaube, Angst und Gier, die der Gegenspieler Gottes anwendet, um die von Gott vorgegebene Ordnung von Arbeit und Ruhe zu stören sowie zu unterwandern. Aus diesem Grund wollte Gott den Segen des Sabbats mit Hilfe der zehn Gebote bewahren.
 
Der Sabbat, ein Teil von Gottes Wertesystem
 
Auch wenn Menschen sich gegen den von Gott verordneten Tag der Ruhe stellen, der übrigens ein Teil seiner Wertvorstellungen für uns Menschen ist und bereits vor dem mosaischen Gesetz von Gott festgelegt wurde, ist der Sabbat kein Tag, der für ein gesetzliches Ritual missbraucht und auch nicht durch ein weltliches Gedankengut von Arbeit übergangen werden sollte.
 
Der Sabbat ist vielmehr ein Teil des Wertesystems Gottes, den er der Menschheit zur Verfügung gestellt hat, um durch diesen besonderen Tag (Anm.: wenn er gefeiert wird) in die geheiligten Tage der Woche einzutreten, weil sie durch das Feiern des Sabbats geheiligt werden.
 
Es war Gott wichtig, die Einhaltung des Sabbats in den zehn Geboten zu verankern, was bedeutet, dass es genauso ein Verstoß gegen Gottes Wertemaßstabs ist, sieben Tage die Woche zu arbeiten, wie zu töten, zu stehlen oder Ehebruch zu begehen (vgl. 2.Mose 20,8-11).
 
2.Mose 20,8-11:
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
 
Die Sabbatruhe beinhaltet eine Zeit der Ruhe, die regelmäßig wiederholt wird, wenn man mit der normalen Arbeit aufhört, mit dem Ziel, um körperliche, geistige und emotionale Ruhe zu erfahren. Während dieser Zeit sollten Druck und Verantwortung nicht gegenwärtig sein, weil es eine Zeit ist, um sich die Freiheit zu nehmen, die Güte Gottes zu genießen.
 
Ruhe ist ein Geschenk Gottes an seine Schöpfung. Es war der Plan Gottes, die Ruhe in das Universum einzuweben und auch darin zu verankern.
 
Die Pervertierung des Sabbats durch falsche Erkenntnis
 
Leider haben die Pharisäer zur Zeit als Jesus als Mensch auf der Erde lebte, den Segen Gottes angenommen und ihn in eine gesetzmäßige Last für die Menschen pervertiert, was dazu führte, dass bedauerlicherweise bis heute viele Christen den Sabbat als eine Einhaltung des mosaischen Gesetzes betrachten, was auf diese Weise von Gott nicht beabsichtigt war (vgl. Markus 2,24).
 
Markus 2,24:
24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?
 
Jesus Christus machte deutlich, dass der Sabbat nicht als ein Tag gesetzlicher Befolgung betrachtet werden sollte, sondern als ein Tag des Segens (vgl. Markus 2,27).
 
Markus 2,27:
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
 
Das wird dadurch deutlich, dass Jesus am Sabbat Menschen heilte und freisetzte sowie seinen Jüngern erlaubte, sich an der Ernte zu erfreuen (vgl. Matthäus 12,9-12; Lukas 13,10-17; Lukas 14,1-6; Markus 2,23-26).
 
Matthäus 12,9-12 (Anm.: Heilung eines Mannes am Sabbat):
9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.
11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraushilft?
12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.
 
Lukas 13,10-17 (Anm.: Heilung einer verkrümmten Frau am Sabbat):
10 Und er lehrte in einer Synagoge am Sabbat.
11 Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten.
12 Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei frei von deiner Krankheit!
13 Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
14 Da antwortete der Vorsteher der Synagoge, denn er war unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an denen kommt und lasst euch heilen, aber nicht am Sabbattag.
15 Da antwortete ihm der Herr und sprach: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
16 Sollte dann nicht diese, die doch Abrahams Tochter ist, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hatte, am Sabbat von dieser Fessel gelöst werden?
17 Und als er das sagte, mussten sich schämen alle, die gegen ihn gewesen waren. Und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.
 
Lukas 14,1-6 (Anm.: Heilung eines Wassersüchtigen am Sabbat):
1 Und es begab sich, dass er an einem Sabbat in das Haus eines Oberen der Pharisäer kam, das Brot zu essen, und sie belauerten ihn.
2 Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig.
3 Und Jesus fing an und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?
4 Sie aber schwiegen still. Und er fasste ihn an und heilte ihn und ließ ihn gehen.
5 Und er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?
6 Und sie konnten ihm darauf keine Antwort geben.
 
Markus 2,23-26 (Anm.: das Ährenraufen der Jünger Jesu am Sabbat):
23 Und es begab sich, dass er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen.
24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?
25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: 26 wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?
 
Der Sabbat als Herzstück im Bündnisplan Gottes
 
Der Sabbat trägt eine wichtige Position im Bündnisplan Gottes, weshalb man ihn auch als Herzstück beschreiben kann. Dieses besondere Zeitfenster trägt die Ermutigung Gottes an uns, dass wir im Glauben in diesen Tag eintreten und ihn als einen Tag der materiellen, körperlichen und geistigen Freude und Entspannung erleben. Das Ergebnis davon ist, dass die Bedürfnisse in unserem Herzen gereinigt als auch geklärt werden, so dass wir Freude an seiner Gegenwart erleben.
 
Die Zeit des Sabbats hilft dabei zur Ruhe zu kommen, indem man in das Bewusstsein eintritt, dass Gott in unserer Beziehung gegenwärtig ist, um über unsere Feinde zu siegen.
 
Wie bereits erwähnt, ist der Sabbat nicht als ein gesetzliches Regelwerk gedacht, das es zu beachten gilt, sondern als eine Hilfestellung an uns Menschen, zur Ruhe zu kommen und die Gemeinschaft mit Gott sowie seine Segnungen bewusst zu genießen.
 
Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir uns nicht aufgrund der Art und Weise wie wir den Sabbat feiern von Menschen verurteilen lassen, sondern ihn in der Freiheit wie Jesus Christus ihn gefeiert hat, auskosten (vgl. Kolosser 2,16 i.V.m. Markus 2,27-28).
 
Kolosser 2,16:
16 So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats.
 
Markus 2,27-28:
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
28 So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.
 
Der Sabbat als Tag der Rettung und Befreiung
 
Abschließend ist es bedeutend, dass der Sabbat keine Regelbefolgung sein sollte, weil es auch Zeiten im Leben gibt, in denen es nicht ausbleibt, dass man an einem Sabbat seiner Arbeit nachgehen muss.
 
Das wird anhand der Aussage von Jesus deutlich als er von der Abwehr der Gefahr des Verlustes an einem Sabbat sprach, indem er die Schriftgelehrten und Pharisäer fragte, ob sie nicht einen ihrer Söhne oder auch Ochsen, wenn sie am Sabbat in einen Brunnen fallen, herausziehen würden (vgl. Lukas 14,5).
 
Lukas 14,5:
5 Und er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?
 
Somit wird klar, dass Menschen, die am Sabbat in Not geraten, geholfen werden sollte. Das ist die Begründung, warum Jesus am Sabbat Menschen geholfen hat, indem er sie heilte und befreite.
 
Menschen unterliegen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen, die sich nach Beruf und Grad von Verantwortung entsprechend auf eine wöchentliche Zeitplanung unterschiedlich auswirken (Anm.: Nacht- und Schichtdienst, Selbständigkeit, dienstliche Reise- und Fahrtzeiten, usw.), was Gott bestens weiß und demnach versteht. Er kennt die Komplexität unserer Arbeit und auch die unserer Verpflichtungen darüber hinaus.
 
Wenn man sich jedoch als Gläubiger in Christus keinen Tag der Ruhe (Anm.: Auszeit) in Gott gönnt, hat das zum Ergebnis, dass man den Segen Gottes, den er mit dem Sabbat verknüpft hat, verpasst. Das bedeutet, dass man die Freude, die Kreativität und die Kraft für bevorstehende Herausforderungen verliert.
 
Gott gab den Sabbat als ein Geschenk. Er legte ihn als einen Tag des Segens fest, um sich an ihm zu erfreuen, seine Schöpfung zu genießen und Danksagung für seine Güte auszudrücken.
 
Indem wir als Menschen diese Wertvorstellung Gottes für uns ergreifen, werden wir uns tiefer in unsere Bestimmung aus der Gemeinschaft mit ihm selbst begeben und zum Segen werden.
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf eine Lehre aus dem Newsletter von Chuck D. Pierce,GZI vom 05.10.2018)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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