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Das Brechen mit alten Gedankenmustern und der Aufenthalt im Zeitpunkt Gottes

11.01.2019, Daniel Glimm


Der Gelähmte an der schönen Pforte
 
In Bezug auf die Thematik über das Brechen mit alten Mustern und dem Aufenthalt im Zeitpunkt Gottes möchte ich auf die Bibelstelle aus Apostelgeschichte 3,1-10 eingehen, wo es um den Lahmen geht, der an der sogenannten schönen Pforte des Tempels saß und bettelte.
Er war von Geburt an gelähmt und wurde täglich von Personen aus seinem näheren Umfeld an diesen Ort getragen (vgl. Apostelgeschichte 3,2).
 
Apostelgeschichte 3,2:
2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.
 
Der Gelähmte wurde über einen langen Zeitraum durch die Vorstellung bzw. Überzeugung der Mitmenschen aus seinem näheren Umfeld negativ beeinflusst, indem er sich mit seinem gelähmten Zustand abfand und dadurch an der schönen Tür zum Tempel täglich bettelte.
 
Er verband sich mit der falschen Vorstellung seiner Mitmenschen die ihm deutlich machten, dass es keinen anderen Ausweg aus dem gelähmten Zustand geben würde als allein durch das Betteln ein wenig Geld zum Überleben zu erhalten.
 
Doch Gott hatte einen festgelegten Zeitpunkt der Heilung für den gelähmten Mann und das täglich, jedoch konnte er diesen als solchen nicht erkennen, weil er Beziehungen mit Menschen pflegte, die nicht an das übernatürliche Wirken Gottes und seine Zeiten glaubten.
 
Wenn Gott einen festgelegten Zeitpunkt bestimmt hat, ist es wichtig, dass dieser Zeitpunkt richtig beurteilt bzw. erkannt wird. Gott hatte wie bereits erwähnt für den Lahmen in der Vergangenheit immer wieder Zeitpunkte geschaffen, um ihm zu begegnen.
 
Das wird anhand des griechischen Wortes für „schön – hōrạịos deutlich, was soviel wie „rechtzeitig, pünktlich, schön, wundervoll, wohlgestaltet“ bedeutet. Es ist abgeleitet von dem griechischen Wurzelwort „hōra“, was unter anderem „eine bestimmte Zeit“ bzw. „einen Zeitpunkt“ meint. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfleder Studienbibel zu dem griechischen Wort „hōrạịos – schön“ und dem Wort „hōra – Zeitpunkt“ mit der Wortschlüsselnummer: 5418* und 5417)
 
Da es sich bei dem Gelähmten um einen Mann handelte, der von Geburt an gelähmt war, wird deutlich, dass dieser über viele Jahre von Personen seines Umfelds an den Ort des Zeitpunkts Gottes getragen wurde, ohne eine übernatürliche Heimsuchung erlebt zu haben. Aufgrund seines Zustands entschied sich der gelähmte Mann von den Gläubigen, die in das Zentrum des himmlischen Vaters gingen, zu betteln, indem er wusste, dass die Bewegung des Königreiches Gottes mit Wohlstand als auch Segen verknüpft ist.
 
Das Zentrum des himmlischen Vaters steht in diesem Kontext mit dem Tempel in Verbindung, weil Jesus als er auf der Erde lebte in seinen jungen Jahren darauf Bezug nahm (vgl. Lukas 2,46.49).
 
Lukas 2,46.49:
46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. …
49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?
 
Es ist kein Zufall, dass das Ereignis mit dem Gelähmten an der schönen Pforte in Verbindung mit dem Hinaufgehen der zwei Apostel steht, Petrus und Johannes, die dabei waren, sich in das Zentrum des himmlischen Vaters zu begeben, um in die Gemeinschaft mit ihm und den Heiligen zu intensivieren (vgl. Apostelgeschichte 3,1).
 
Apostelgeschichte 3,1:
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.
 
Zwei Arten von Gläubigen
 
Wenn man das Ereignis in einem prophetischen Kontext betrachtet, wird deutlich, dass zwei Arten von Gläubigen beschrieben werden, bei denen es sich erstens um Menschen handelt, die durch eine falsche Gesinnung in einem Status von Unreife gefangengehalten werden und dadurch nicht befähigt sind, weiter in das Zentrum Gottes mit all seinen Rechten und Privilegien einzutreten.
 
Dieser gelähmte Zustand wird durch einen religiösen Geist hervorgerufen, der das geistliche Wachstum sowie die Bewegung des Heiligen Geistes im Leben von Gläubigen aufhalten will.
 
Bei der zweiten Art handelt es sich um Gläubige, die sich in einem höheren Bereich geistlicher Autorität bewegen, weil sie sich der Verantwortung in der Sohnschaft Gottes bewusst sind und dadurch tiefe Erkenntnis erhalten sowie Intimität mit dem himmlischen Vater haben.
 
Was ist der religiöse Geist?
 
=> Bei dem religiösen Geist handelt es sich um eine dämonische Macht, die mit aller Gewalt den Veränderungsprozess der Gemeinde Jesu stoppen will.
Dieses Vorgehen bzw. dieser Angriff wird durch den religiösen Geist durch alle Zeitalter hindurch verübt.
Wenn man die buchstäbliche Bedeutung von Religion betrachtet, bedeutet das Wort „über göttliche Dinge nachzudenken“.
 
Weiterhin hat Wort „Religion” drei Bedeutungen im Wort Gottes: äußere religiöse Taten, wie Gebet und zur Kirche zu gehen; das Gefühl von absoluter Abhängigkeit ; und die Befolgung von moralischen Gesetzen als eine göttliche Institution.
 
Jakobus 1,26-27 definiert „Religion” vom christlichen Standpunkt aus:
 
Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.”
 
Religion ist mit Anbetung verbunden und wenn sie rein ist, ist sie sehr kraftvoll. Wie auch immer, Religion ist auch definiert als ein organisatorisches System von Doktrin mit einem billigen Verhaltensmuster.
 
Das bedeutet, dass das Verhalten eine richtige Form von Anbetung zu demonstrieren hat. Das ist, wo wir uns von reiner und unbeschmutzter Religion in ein Ritual hineinbewegen. Dämonen von Doktrinen rauben den Menschen ihre Freiheit den heiligen Gott in Reinheit zu anbeten durch institutionelle Regeln und Vorschriften über Anbetung.
 
Der religiöse Geist widersteht besonders der apostolischen und prophetischen Salbung, weil Dämonen von Gott eingegebene Offenbarung und sein pionierendes Wesen für die Gemeinde hassen. Sie widerstehen den Gaben im Leib Christi, die offenbarende Freiheit zu den Gliedern des Leibes bringen. Sie versuchen die Offenbarungen der Apostel und Propheten zu steinigen, weil ihre offenbarenden Worte, Gottes Fundament in der Gemeinde Jesu für dieses Zeitalter etablieren.
 
1.Korinther 12,28 legt eine Ordnung von regierenden Gaben in der Gemeinde Jesu für den Sieg in der Welt fest. Diese Ordnung ist:
  1. Apostel und
  2. Propheten.
Religiöse Geister versuchen sich der Ordnung Gottes sowie seiner eingeleiteten Veränderung zu widersetzen.
 
Es ist der Geist Gottes, der den Gedanken und Gedankenprozessen von Menschen dabei behilflich ist, Veränderung auf der Erde umzusetzen. Es ist jedoch der fleischliche Verstand des Menschen, der sich dem entgegenstellt und in Feindschaft mit Gott ist (vgl. Galater 5,17).
 
Galater 5,17:
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
 
Religiöse Geister versuchen strategisches Denken für die Zukunft zu blockieren. Sie können Menschen in eine Routine bringen, oder in einen Trott, so dass sie nicht in eine Veränderung der heutigen Methoden, die mit Sieg verbunden sind, hineingehen wollen.
Im Neuen Testament, sollten die Jünger des HERRN eine Offenbarung darüber haben wie er ist, wer sie sind und wer ihre Feinde waren.
 
Durch Jesus Christus bekamen die Pharisäer bzw. Schriftgelehrten die Wahl, sich entweder der göttlichen Natur des Sohnes Gottes entgegenzustellen oder sich nach Jesus auszurichten. Es oblag ihnen, entweder die Regeln von Anbetung an der Stelle einzuhalten, wo Verhaltensänderungen in Anbetung stattfanden oder anzufangen im Geist und in der Wahrheit anzubeten. (Anm.: sinngemäßer Teilauszug aus dem Buch „Gottes Jetzt-Zeit für dein Leben”, Seite 113-116 von Chuck D. Pierce, ISBN: 0-8307-3834-7)
 
Religiosität und Armut
 
Der religiöse Geist bewirkt weitestgehend ein Armutsdenken in Gläubigen, das sie daran hindert in die direkte Gegenwart des himmlischen Vaters einzutreten. Das hat zur Folge, dass die betreffenden Gläubigen ihre Hilfe im Reichtum der Söhne Gottes suchen, anstatt in die Sohnschaft Gottes selbst einzutreten und diesen in der Gegenwart Gottes zu erhalten (vgl. Apostelgeschichte 3,2-3).
 
Apostelgeschichte 3,2-3:
2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.
3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen.
 
Solch ein Armutsdenken ist ein Fresser der Ressourcen Gottes und sollte in Liebe und der offenbarenden Wahrheit entsprechend adressiert (Anm.: konfrontiert, direkt angesprochen) werden, damit die betreffenden Gläubigen in die Sohnschaft Christi eintreten, um befähigt zu sein, ein Teil der Wirtschaft und Segnungen Gottes zu werden.
 
Die apostolische und prophetische Sichtweise
 
Es ist demnach die Kraft der apostolischen und prophetischen Sichtweise, die dazu führt, dass sich der lähmende Zustand auflöst und Gläubige aus einem Zyklus der Armut in den Zeitpunkt des Gedeihens Gottes nach Geist, Seele und Leib eintreten (vgl. Apostelgeschichte 3,4-6).
 
Apostelgeschichte 3,4-6:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!
5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge.
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
 
Bevor der Lahme seine Heilung empfangen konnte, um zu einem buchstäblichen Zeichen und Wunder für die Menschen seiner Umgebung zu werden, war es für ihn erforderlich in das apostolische und prophetische Licht Gottes zu blicken. Nur in der Änderung der Blickrichtung wurde er von seinem Licht erfüllt und von der Kraft Gottes berührt, damit er dem apostolischen Befehl folgen konnte (vgl. Apostelgeschichte 3,4.6-7 i.V.m. Lukas 11,34a-b).
 
Apostelgeschichte 3,4.6-7:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! …
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, …
 
Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Hierbei etablierten die erleuchteten „Augenblicke“ der Apostel gemeinsam mit dem zu dem Zeitpunkt unerleuchteten „Augenblick“ des Lahmen horizontal den Sieg des Kreuzes Jesu in der unsichtbaren Welt. Die Begründung liegt darin, weil der Lahme nach rechts und links mit seinen Augen schauen musste, um in die vier Augen der Apostel zu blicken.
 
Die vier Augen und die Tür
 
Die Zahl der beteiligten Augen war sechs und dieser Umstand deutet zunächst auf das neue Leben des Menschen hin, das für ihn kommen sollte, weil Gott den Menschen am sechsten Tag erschuf (vgl. 1.Mose 1,27.31).
 
1.Mose 1,27.31:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
 
Die vier Augen der Apostel bildeten die Tür für den Gelähmten, um in den höheren Bereich Gottes eintreten zu können, so ähnlich wie es Johannes erlebte als er im Buch der Offenbarung die Tür im Himmel geöffnet sah (vgl. Offenbarung 4,1).
 
Offenbarung 4,1:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
 
Die Zahl „4“ steht in Verbindung mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“, welcher mit einer „geöffneten Zelttür“ bzw. einem „geöffneten Türflügel“ verbunden ist und zugleich ein Hinweis auf Jesus Christus ist, der die TÜR ist, um in die Versorgung und Gegenwart Gottes einzutreten (vgl. Johannes 10,9).
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Die Aufforderung Gottes geistlich höher zu gehen
 
Zu den Zeitpunkten, wenn Gott eine Veränderung im Leib Jesu auf Erden herbeiführen möchte, bleibt es nicht aus, dass auch geistliche Leiter innerhalb des Leibes Jesu von Gott aufgefordert werden, sich auf eine höhere Ebene der Gemeinschaft und der geistlichen Entwicklung zu begeben, um mehr Fruchtbarkeit für sein Volk hervorzubringen (vgl. Apostelgeschichte 3,1).
 
Apostelgeschichte 3,1:
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.
 
Das hat zur Folge, dass es nicht im Leben von geistlichen Leitern ausbleibt, dass es zu entsprechenden Herausforderungen kommt, um den Willen und den Zeitpunkt Gottes im Leben von Menschen hervorzubringen. Diese Entwicklung befähigt sie in die apostolische und prophetische Anbetung (Anm.: Petrus und Johannes) im Zentrum Gottes sowie der wahren Gemeinschaft der Heiligen einzutreten (vgl. Apostelgeschichte 3,8-10).
 
Apostelgeschichte 3,8-10:
… 8 er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben.
10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.
 
Unter den apostolischen Flügel Gottes kommen
 
Der zuvor Gelähmte begab sich unter die Autorität der apostolischen-prophetischen Allianz (Anm.: Petrus und Johannes) und erhielt Zugang in den Bereich von größerer Weisheit, weil er sich den Aposteln anschloss und ihnen in die Halle Salomos folgte, was zur großen Verwunderung des Volkes führte (vgl. Apostelgeschichte 3,11 i.V.m. 1.Könige 5,9-10).
 
Apostelgeschichte 3,11:
11 Als er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heißt Salomos, und sie wunderten sich sehr.
 
1.Könige 5,9-10:
9 Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt, 10 dass die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter.
 
Die geographische Lage der Halle Salomos
 
Bei der Halle Salomos handelte es sich um die Säulenhalle auf der Ostseite des Tempels. Ihre geographische Lage prophezeite den Menschen, den neuen Tag des HERRN durch die Unterstützung des Geistes der Weisheit, der der Heilige Geist ist (Anm.: Im Osten geht die Sonne auf und kündigt den Tag an).
 
Diese Halle war auch der Ort, an dem Jesus als Messias die religiösen Führer konfrontierte, indem er von seinen hörenden Schafen, die seiner Stimme folgten aber auch über die Einheit mit seinem himmlischen Vater sprach (vgl. Johannes 10,23-30).
 
Johannes 10,23-30:
23 Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos.
24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus.
25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.
26 Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen.
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
29 Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.
30 Ich und der Vater sind eins.
 
Das Ergebnis von freigesetzten Gläubigen unter der apostolischen Salbung
 
Die Bereicherung der Gläubigen, die sich zuvor über einen langen Zeitraum in einem gelähmten Zustand aufhielten und nun in der Freiheit und Ordnung des Geistes leben, hat zur Folge, dass es zu einem Erstaunen im Leib Jesu kommt, weil sie sich im richtigen apostolischen Zusammenschluss in dieser Zeit befinden und somit Anteil an der offenbarenden Gegenwart Gottes haben.
 
Hierbei handelt es sich um Gläubige, die mit den Facetten des Angesichts Gottes vertraut werden, bei denen es sich um folgende handelt:
  1. das Gesicht des Löwen => Das Gesicht des Löwen ist mit dem Geist des HERRN sowie dem Geist der Furcht des HERRN verbunden.
  2. das Gesicht des Stiers => Das Gesicht des Stiers ist verbunden mit dem Geist der Stärke.
  3. das Gesicht des Menschen => Das Gesicht des Menschen ist verbunden mit dem Geist des Verstandes und des Rates.
  4. das Gesicht des fliegenden Adlers => Das Gesicht des fliegenden Adlers steht in Verbindung mit dem Geist der Weisheit und der Erkenntnis.
Der Grund, warum die vier lebendigen Wesen bzw. deren Angesichter das Angesicht Gottes reflektieren ist, weil jedes Gesicht der vier Wesen ein bestimmtes Maß des Verlangens Gottes offenbart, um uns persönlich seinen Charakter mitzuteilen.
Weiterhin spiegeln die vier Gesichter der lebendigen Wesen das Angesicht Gottes wider, weil auch wir in das Aussehen verwandelt werden, auf das wir blicken (vgl. 2.Korinther 3,18).
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
Es verhält sich ähnlich wie mit den Lämmern und Ziegen Jakobs zur Zeit von Laban, die auf die geschälten Holzstäbe schauten und auf diese Weise zu einer kraftvollen Herde wurden. Die Lämmer reflektierten jene Struktur der Stäbe, die sie um sich und vor sich sahen (vgl. 1.Mose 30,37-43).
 
1.Mose 30,37-43:
37 Und Jakob nahm frische Stäbe von Pappeln, Mandelbäumen und Platanen und schälte weiße Streifen daran aus, sodass an den Stäben das Weiße bloß wurde, 38 und legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, wo die Herden hinkommen mussten zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen.
39 So empfingen die Herden über den Stäben und brachten Sprenklige, Gefleckte und Bunte.
40 Da sonderte Jakob die Lämmer aus und machte sich eigene Herden; die tat er nicht zu den Herden Labans.
41 Wenn aber die Brunstzeit der kräftigen Tiere war, legte er die Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie über den Stäben empfingen.
42 Aber wenn die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hinein. So wurden die schwächlichen Tiere dem Laban zuteil, aber die kräftigen dem Jakob.
43 Daher wurde der Mann über die Maßen reich, sodass er viele Schafe, Mägde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
 
Daraus folgern wir die Notwendigkeit für die kommende Zeit, dass es nicht ausreicht, eine Kenntnis von Jesus Christus zu haben, ohne eine leidenschaftliche Hingabe unter seine Führung. Diese Führung beinhaltet neben einer sich gegenseitigen Unterordnung und der Unterordnung unter Sein Wort auch die Bereitschaft höhere Salbungen anzuerkennen und sich in die für einen selbst festgelegte Bestimmung zu begeben.
 
Letztere erkennen wir nur in der Bereitschaft die Augen unseres Herzens geöffnet nach oben zum Vater auszurichten, um dem Bilde seiner Herrlichkeit gleich gestaltet werden zu können. Während wir dies tun, müssen wir im Prozess von innerlicher Veränderung erkennen, was es loszulassen gilt und diese Haltung (Anm.: Blockaden aus der Vergangenheit, uns abhaltende Glaubensmuster) auch tatsächlich ablegen, um uns in der Freiheit des Geistes zu bewegen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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