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Die Adlerflügel Gottes und die Führung seines Volkes

20.08.2018, Daniel Glimm


Einleitung
 
In 2.Mose 19,4 wird uns davon berichtet, dass der HERR das Volk Israel auf Adlerflügeln getragen hat, um es zu sich in seine unmittelbare Gegenwart zu führen.
 
2.Mose 19,4:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
 
Gott gebrauchte zur Beschreibung dieses Ziehens in seine Gegenwart Attribute eines Raubvogels, der im geistlichen Kontext für die prophetische Salbung bzw. das Amt des Propheten steht.
 
Der Adler und seine Bedeutung
 
=> Der Adler ist ein Himmelszeichen, welches geistliche und göttliche Allwissenheit und Sieg symbolisiert. Er wird auch der Herr, der Lüfte genannt.
In Hesekiel 17,3 repräsentiert der Adler große und kraftvolle Könige.
In Jesaja 40,31 stehen sie in Verbindung mit geistlicher Beschleunigung und irdischer Erneuerung (vgl. Psalm 103,5). Der Adler unterscheidet sich selbst als ein kraftvoller Raubvogel und ist auch liebevoll gegenüber seinen Jungen.
Adler sind außerordentliche Versorger, die sehr genau zur Entwicklung ihrer Jungen beitragen. Das sind zwei weitere Charakteristiken, die in echten Propheten zu finden sind.
Sie sind in Hesekiel 1,10 als ewige Wesen und in Hiob 39,27 teilweise als Befehlsvollstrecker auf die Stimme Gottes dargestellt.
Der Adler ist auch ein Symbol für einen Boten; weiterhin ist er heute auf Gottes Propheten angewandt. Aquila ist das griechische Wort für Adler (vgl. Apostelgeschichte 18,2; Römer 16,3). <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 189)
 
Weiterhin ist der Adler ein Vogel, der unter anderem die Thermik gebraucht, um spiralförmig immer höher in den Himmel aufzusteigen. Er ist befähigt mit seinen Augen direkt in die Sonne zu blicken, was ein Hinweis auf die Kompetenz der Propheten ist, sich in einem höheren Geistbereich aufzuhalten, um die Herrlichkeit Gottes im Ausdruck prophetischer Weisung zu sehen und die Pläne Gottes seinem Volk mitzuteilen.
 
Das wird durch das Verhalten des Adlers und vieler anderer Vögel deutlich, die dazu bestimmt sind, sich in der Luft aufzuhalten sowie auf der Erde zu landen, um später wieder im Flug in der Luft zu sein.
 
Die Wichtigkeit mit Propheten verbunden zu sein
 
Anhand dessen wird deutlich, dass es sehr gut ist, wenn die Gemeinschaften im Volk Gottes mit Propheten verbunden sind, die sich nahe am Herzen Gottes aufhalten, um uns zu bestimmten Zeiten etwas Wichtiges vom Herzen Gottes mitzuteilen. Dieses Prinzip kommt den tragenden Adlerflügeln aus 2.Mose 19,4 gleich.
 
Gott hat bei der Kommunikation mit dem Volk Israel bewusst das Muster des Adlers gewählt, um seine führende und tragende Kraft zu verdeutlichen, die sie in seine Gegenwart führen würde.
Hierbei ging es nicht um die Führung einer einzelnen Person, sondern um die Führung des gesamten Volkes Israel. Das bedeutet, dass die qualitative prophetische Führung des HERRN durch die Bezeichnung der Adlerflügel repräsentiert wird, was mit der einheitlichen Bewegung des Volkes Gottes im Zusammenhang steht.
 
Die einheitliche Führung des HERRN durch seine Propheten und der Gehorsam des Volkes Gottes haben zur Folge, dass der daraus resultierende Zustand das Volk des HERRN dazu befähigt in einer königlich-priesterlichen Autorität vor Gott zu stehen (vgl. 2.Mose 19,5-6).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
Die Flügel
 
Im Zusammenhang mit den von Gott erwähnten Adlerflügeln ist es außerdem bereichernd zu wissen, was die Bedeutung des hebräischen Wortes für „Flügel“ ist. Das verwendete hebräische Wort für „Flügel“ ist „kānāṗ“ und bedeutet „Spitze eines Gebäudes, Schwinge, ein Zipfel, der mit dem In-sich-bergen in Gott in Form von Schutz verbunden ist sowie das Ausbreiten des Zipfels vom Gewand eines Mannes, der in einer rechtsverbindlichen Weise, diesen über seine auserwählte Frau ausbreitet (vgl. Ruth 3,9).
Darüber hinaus bedeutet das Wort „kānāṗ“, den „Flügel“ einer Armee.
Weiterhin waren es die Quasten, die dazu von Gott bestimmt waren, sich an seine Befehle zu erinnern. Die Quasten waren an den vier Zipfeln des Obergewandes befestigt (vgl. 4.Mose 15,38-39 i.V.m. 5.Mose 22,12). (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel, Seite 1630, Sprachschlüsselnummer: 3742 und der Strong's Konkordanz, Sprachschlüsselnummer: H3671)
 
Anhand der Erklärung wird deutlich, dass die Propheten des HERRN dazu bestimmt sind, das Volk Gottes einheitlich an einen geistlich höheren, geschützten und intimen Ort zu bringen, der den Bereich der Thronraumgegenwart des HERRN beinhaltet. Deshalb ist es von Bedeutung, dass wir als Volk Gottes hören, was der HERR durch seine Propheten zu uns als vereintem Volk spricht.
 
Der Geist der Prophetie
 
2.Mose 19,4 macht zudem deutlich, dass es der Geist der Prophetie ist, der Personen zu einem „Volk“ vereint, um es in eine höhere Gegenwart hineinzuführen.
 
2.Mose 19,4:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
 
Es ist der Geist der Prophetie, der das Zeugnis von Jesus Christus ist. In der Kraft durch dieses Zeugnis agieren die Propheten und teilen es dem Personenkreis mit, zu dem sie von Gott gesandt sind, so dass es zu einer einheitlichen Formierung des Personenkreises in der Thronraumgegenwart des HERRN kommt (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Das Opfer von Jesus Christus und die Thronraumgegenwart des Vaters
 
Nur durch das Opfer von Jesus Christus ist es möglich in die Thronraumgegenwart des Vaters einzutreten (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Johannes 14,6; Offenbarung 4,1).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Offenbarung 4,1:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
 
Es ist Gottes Verlangen, uns als sein Volk in seine direkte Gegenwart zu bringen, was sein Wesen beinhaltet. Das ist, was Jesus in Johannes 17,20-23 betete, indem er sagte, dass wir alle eins sein sollen, wie auch er eins im Vater ist.
 
Johannes 17,20-23:
20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
 
Da Gott Geist ist und Jesus Christus zu seiner Rechten sitzt, wird anhand des Gebets von Jesus hierin deutlich, dass er unseren Geist in seine Gegenwart zieht.
 
Die Allianz von Heiligen vor dem Thron Gottes und der hohe Lobpreis
 
Es gibt Zeiten, in denen wir persönlich vor den HERRN treten und dann existieren Zeitpunkte, in denen wir als Allianz von Heiligen vor dem Thron Gottes erscheinen.
 
Diese Zeit der Allianz von Heiligen bedeutet, dass wir einheitlich in Anbetung vor den Thron Gottes treten, um ihn als Vater im Geist und in der Gegenwart seines Wortes (Anm.: Wahrheit) anzubeten (vgl. Johannes 4,23).
 
Johannes 4,23:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
 
Es ist wichtig anzumerken, dass wir uns nicht anstrengen müssen, um in die Gegenwart der Anbetung des Himmels vor dem Thron Gottes einzutreten.
 
Der „Fahrstuhl“, den wir in Anspruch nehmen sollten, ist Glaube, der uns befähigt in die hohe Anbetung vor den Thron Gottes zu treten und dort vereint mit den anwesenden vier Wesen, den vierundzwanzig Ältesten (Anm.: die Heiligen als Geistwesen in der königlichen-priesterlichen Ordnung) und den Engeln anzubeten (vgl. Hebräer 11,1.6 i.V.m. Offenbarung 4,8-11).
 
Hebräer 11,1.6:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. …
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Offenbarung 4,8-11:
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: 11 Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
 
Der hohe Lobpreis vor dem Thron Gottes endet nie und das ist der Grund, warum wir, die wir auf der Erde in der temporären Zeit leben in diesen hohen als auch ewigen Lobpreis des Himmels mit einstimmen.
 
Nicht wir kreieren den hohen Lobpreis, sondern dieser ist bereits vor dem Thron Gottes gegenwärtig, so dass vielmehr unsere Aufgabe darin besteht mit in den hohen Lobpreis des Himmels einzutreten.
 
Es ist der Thronsaal Gottes, wo seine ewige Einheit, Vollkommenheit und Hingabe repräsentiert wird. Menschen aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen beten gemeinsam im Geist einheitlich den HERRN vor dem Thron mit den Wesen und Engeln Gottes an (vgl. Offenbarung 5,8-10).
 
Offenbarung 5,8-10:
8 Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, 9 und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen 10 und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.
 
Der einheitliche Lobpreis vor dem Thron Gottes
 
Wenn wir uns als Gläubige in einer Anbetungsversammlung befinden, ist es demnach wichtig, dass wir nicht für uns alleine anbeten, sondern in den gemeinsamen gegenwärtigen Lobpreis mit einstimmen, weil vor dem Thron Gottes nur einheitlicher Lobpreis gegenwärtig ist.
 
Wenn wir als Versammlung von Heiligen im Lobpreis als ein Leib vor den Thron Gottes kommen, dann stimmen wir mit in den ewigen hohen Lobpreis Gottes ein, der unseren König verehrend umgibt.
 
Die Tür des Thronsaals Gottes
 
Ohne den Eintritt durch die Tür des Thronsaals sind wir nicht berechtigt vor dem Thron des Vaters stehen zu dürfen.
 
Es existiert im Geistbereich vor dem Thronsaal Gottes eine Tür, die es gilt zu durchschreiten, indem wir von uns wegblicken und mit fester Zuversicht höher schauen, um im höheren Geistbereich vor dem Thron Gottes stehen zu können (vgl. Offenbarung 4,1-2).
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Diese Tür ist Jesus Christus und beinhaltet seine Hingabe am Kreuz von Golgatha.
 
Das Blut des Lammes und die Tür
 
Es ist kein Zufall, dass das Blut des Lammes zur Zeit des Volkes Israel in Ägypten mit der Tür verbunden war, weil das Volk Israel das Blut des geschlachteten Lammes an die Türpfosten und die obere Türschwelle streichen sollte, um inmitten von Gericht bewahrt zu bleiben und das Leben des Erstgeborenen abzusichern (vgl. 2.Mose 12,5.7.13).
 
2.Mose 12,5.7.13:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen …
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
 
Deshalb ist es außerdem kein Zufall, dass Jesus Christus davon sprach, dass er die Tür ist, die auf die grüne Weide führt, was die Thronraumgegenwart seines Vaters repräsentiert, dessen Thron mit einem grünlichen Licht umgeben ist (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 4,3)
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grün).
 
Die geöffnete Tür im Himmel
 
Der Seher Johannes sah im Himmel die geöffnete Tür, die ebenfalls auf einen von Gott bestimmten Zeitpunkt aus der temporären Zeit repräsentiert, die der himmlische Vater in den Geistbereich eingewoben hat, um Zugang zu seinem Thronraum zu geben.
 
Das wird dadurch deutlich, dass Johannes im Geist nach oben schauen musste, um die Tür zu sehen. Und um durch die geöffnete Tür einzutreten, musste er hinaufsteigen.
 
Die Struktur von Zeit
 
Im Ewigkeitsbereich gleicht die Zeit der Ewigkeit einer mit Licht gefüllten Kugel. Die runde Form einer Kugel umfasst die Struktur von Ewigkeit, da etwas rund Geformtes keinen expliziten Anfang oder Ende besitzt.
 
Wenn Gott hingegen einen bestimmten Zeitpunkt in der temporären Zeit, wie die der biblischen Feste festlegt, erhält die Zeit einen strukturierten Rahmen. Die Zeit wird somit in eine göttliche Ordnung gebracht, die einem mit Licht gefüllten Quadrat bzw. Rechteck ähnelt. Dieser Körper von Zeit ist mit der Möglichkeit verbunden, Zugang zu erhalten.
 
Das Alpha und das Omega
 
Gott, der Vater und auch Jesus Christus identifizieren sich mit der temporären Zeit, was daran deutlich wird, dass sie sich das Alpha und Omega nennen (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 21,6).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Offenbarung 21,6:
6 Und er (Anm.: Jesus Christus) sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
 
Dieser Namenstitel trägt eine lineare Zeit, wobei der Namenstitel des HERRN als Gott der Zeitalter eine kreisförmige Zeit beinhaltet (vgl. Hebräer 13,8; Offenbarung 1,17b-18; Psalm 90,2; Daniel 7,9a).
 
Hebräer 13,8:
8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
 
Offenbarung 1,17b-18:
… 17b Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
 
Psalm 90,2:
2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
 
Daniel 7,9a:
9a Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt (Anm.: Gott der Zeitalter) war, setzte sich. …
 
Die im Himmel geöffnete Tür und die zwei Zeitfenster
 
Der repräsentierte bestimmte Zeitpunkt durch die im Himmel geöffnete Tür beinhaltet zwei Zeitfenster, bei denen es sich um die sieben Tage des Pessachfestes des ersten biblischen Monats im Erlösungszyklus Gottes (vgl. 2.Mose 13,6; 4.Mose 28,16) sowie den Tag von Jom Kippur (Anm.: Der große Versöhnungstag; vgl. 3.Mose 16), im siebenten Monat des Erlösungszyklus Gottes, handelt (vgl. 4.Mose 29,7).
 
2.Mose 13,6:
6 Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest.
 
4.Mose 28,16:
16 Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Passa des HERRN.
 
4.Mose 29,7:
7 Am zehnten Tag dieses siebenten Monats soll heilige Versammlung sein, und ihr sollt fasten und keine Arbeit an diesem Tage tun, …
 
Jom Kippur (Anm.: Der große Versöhnungstag) ist ein Tag mit einer hohen geistlichen Bedeutung im biblischen Kalender, weil dieser mit der Vergebungskraft des Blutes Jesu und dem Fasten verbunden ist (vgl. Hebräer 9,7.11-15).
 
Hebräer 9,7.11-15:
7 In den andern Teil (Anm.: Allerheiligste) aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opferte für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes. …
11 Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist.
12 Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben.
13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
15 Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
 
Das Pessachfest offenbart die Erlösungskraft von Jesus Christus und Jom Kippur offenbart die Vergebungskraft von Jesus Christus, die am Kreuz von Golgatha durch sein Opfer freigesetzt ist.
 
Sich nicht selbst leben
 
In Bezug auf die geöffnete Tür, die Johannes im Himmel sah, bedeutet das demnach, dass man nicht mehr sich selbst leben kann, wenn man in die Regierungsgegenwart Gottes eintreten möchte.
 
Dieses Eintreten in die Regierungsgegenwart Gottes beinhaltet den himmlischen Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten sowie die Dinge zu sehen, die man noch nicht kennt (vgl. Galater 2,20 i.V.m. Johannes 4,23-24; Jesaja 48,6b-7).
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Jesaja 48,6b-7:
… 6b Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.
7 Jetzt ist es geschaffen und nicht vorzeiten, und vorher hast du nicht davon gehört, auf dass du nicht sagen könntest: Siehe, das wusste ich schon.
 
Der Tag des HERRN
 
Wenn das Wort Gottes vom Tag des HERRN spricht, so wie es Offenbarung 1,10 offenbart, beinhaltet das einen bestimmten Zeitpunkt bzw. ein bestimmtes Zeitfenster, das die Fülle des HERRN in sich trägt, die Jesus Christus bedeutet.
 
Offenbarung 1,10:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …
 
Da Jesus Christus gemäß dem Willen des himmlischen Vaters in Fleisch und Blut auf die Erde kam und alles erfüllt hat (vgl. Matthäus 5,17), trägt er jede Zeit bzw. jeden von seinem Vater gesetzten Zeitpunkt in sich.
 
Jesus Christus umschließt die temporäre Zeit in seinem Ewigkeitsleib (vgl. Offenbarung 21,6), der uns als sein Volk Zugang zur Gegenwart Gottes gewährt, wenn wir ihn achten und in unserem Leben anerkennen.
 
Die gesalbte himmlische Stadt und ihre Struktur
 
In Bezug auf die Struktur von Zeit in der Ewigkeit möchte ich auf die gesalbte Stadt „Jeruschalajim“ eingehen, die aus dem Himmel auf die Erde in Form eines mit Herrlichkeit gefüllten Würfels kommt und mit zwölf Perlentoren ausgestattet ist (vgl. Offenbarung 21,2.9b-11.21).
 
Offenbarung 21,2.9b-11.21:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
… 9b Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; …
21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
 
Da die Perle eine runde Form besitzt und die gesalbte Stadt „Jeruschalajim“ quadratisch sowie die Braut bzw. Frau des Lammes ist, lässt sich daraus schließen, dass ihre quadratische Struktur die in der temporären Zeit gelebte Beziehung der Heiligen zu ihrem Bräutigam Jesus Christus repräsentiert.
 
Man kann nur ein Teil von dieser gesalbten „quadratischen Hauptstadt“ der Ewigkeit sein, wenn man Jesus Christus als HERRN und Erlöser sowie sein Opfer im persönlichen Leben anerkennt und mit ihm in einer Liebesbeziehung lebt (vgl. Matthäus 22,37-38).
 
Matthäus 22,37-38:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ (vgl.5.Mose 6,5)
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
 
Das Leben in Jesus Christus gewährt allein den Zutritt ins ewige Königreich sowie die Befähigung das Königreich Gottes zu sehen (vgl. Johannes 3,3 i.V.m. Matthäus 13,45-46; Offenbarung 21,21; Johannes 10,9).
 
Johannes 3,3:
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde (Anm.: von oben geboren; vgl. Johannes 1,12-13), so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
 
Matthäus 13,45-46:
45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
 
Offenbarung 21,21:
21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Jesus Christus und die zwölf Stämme Israels
 
Es ist Jesus Christus, der sich als der ewige Bräutigam durch die zwölf Stämme des Volkes Israels in seiner Braut bzw. Frau repräsentiert. Die zwölf Stämme Israels sind mit den zwölf biblischen Monaten der temporären Zeit verbunden, um die Vielfalt von Jesus Christus, dem ewig Lebenden zu offenbaren (vgl. Offenbarung 1,17b-18).
 
Offenbarung 1,17b-18:
… 17b Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
 
Die Zuteilung der zwölf Stämme Israels auf die Monate steht in Verbindung mit der Lagerordnung des Volkes Israel aus 4.Mose 2, weil wir uns als Volk Gottes auf dem Weg des Königreichs befinden (vgl. Hebräer 13,14).
 
Hebräer 13,14:
14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
 
Somit dürfen wir uns in der prophetischen Weisung Gottes zu ihm als unserem Erlöser getragen wissen, was eine tiefere Offenbarung von seiner ewigen Gegenwart und Herrlichkeit umfasst.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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