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Die Begründung, warum es einen Kampf um die Verheißung gibt

11.08.2018, Chuck D. Pierce

Web: http://www.glory-of-zion.org
Übersetzung: Daniel Glimm

Liebe Heilige,

heute Morgen (Anm.: 07.08.2018 | 26. Aw 5778) hatte ich ein Textgespräch mit einer Gläubigen, die fragte: „Warum müssen wir für unsere Verheißung kämpfen?“ Dann fügte sie hinzu: „Wenn dein irdischer Vater dir etwas verspricht, musst du normalerweise nicht dafür kämpfen. Wenn dein irdischer Vater dir Segen und Gaben gibt, musst du nicht für sie kämpfen. Warum also müssen wir das mit unserem himmlischen Vater tun?“
Ich denke, das ist meine eigentliche Frage: „Wenn Gott den Menschen Kanaan versprochen und ihnen das Land gegeben hat, warum mussten sie dann Krieg führen? Warum hat der Kampf um Kanaan ihren Glauben an Jeschua (Anm.: Jesus Christus) Wirklichkeit werden lassen?“
 
Die Begründung von der Gegenwart des Kampfes inmitten der Verheißung

Die betreffende Gläubige hatte genau das gefragt, was ich „HEUTE“ sah. Daraufhin antwortete ich ihr folgendes: „Der Krieg ist im Moment im Lager des Feindes. Wir haben ein gewisses Maß an Glaubenssieg errungen, und durch die Gnade Gottes haben wir gegen den Feind die Oberhand gewonnen. Das bedeutet, dass der Widersacher uns das zurückgeben muss, was er uns geraubt hat und was wir verloren haben oder er muss sich zurückziehen. Er muss zurückgeben, aushusten, loslassen oder mit einer Niederlage weitergehen.“
 
Ich glaube, das Buch an die Hebräer und das Buch der Richter erklären am besten, warum wir um die Verheißung kämpfen müssen. Gott ließ Feinde im Land zurück, sogar durch das Land hindurch, das seinem Bundesvolk versprochen und gegeben worden war.
 
Ohne Feinde im Land wüssten die kommenden Generationen nicht, wie sie für ihre Zukunft kämpfen sollen.
 
Der Kampf und der Wachstum des Glaubens
 
Das Land Kanaan wurde dem Volk Israel von Gott verheißen, jedoch musste es bekämpft bzw. von den Feinden befreit werden. Dadurch wurde ihr Glaube an Jeschua (Anm.: Jesus Christus) Wirklichkeit. Krieg ist nicht das, was wir denken bzw. meinen. Der Krieg ist dazu bestimmt, unseren Glauben wachsen zu lassen (vgl. Jakobus 1,2-4)!
 
Jakobus 1,2-4:
2 Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, 3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
4 Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.
 
Der Kampf Jesu und der Zugang zum Vater

Der himmlische Vater hat bereits unseren Segen abgesichert, indem er seinen Sohn, der durch den letzten Kampf bis zum Kreuz gegangen ist, uns den Vater offenbart hat. Er ist es, der darum gekämpft hat, uns Zugang zum Vater zu geben (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 14,6).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Jetzt kämpfen wir, um die Bestimmung zu demonstrieren, die Jesus Christus für uns bezahlt hat. Als der Heilige Geist Jesus in die Wüste sandte, kämpfte er 40 Tage lang, um jede Versuchung (Anm.: Prüfung) zu überwinden, die dem Menschen bekannt war, damit er enthüllen konnte, dass er der Messias war (vgl. Lukas 4,1-13).
 
Lukas 4,1-13:
1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt 2 und vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn.
3 Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.
4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht allein vom Brot.“
5 Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick
6 und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben und ich gebe sie, wem ich will.
7 Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein.
8 Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 6,13): „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“
9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter; 10 denn es steht geschrieben (vgl. Psalm 91,11-12): „Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren.
11 Und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“
12 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt (vgl. 5.Mose 6,16): „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“
13 Und als der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang
 
Jesus kämpfte und gewann einen Sieg über alles, was uns davon abhalten würde, zu dem zu werden, was wir durch ihn geworden sind (vgl. Kolosser 2,14-15). Nun treten wir täglich in den Kampf ein, um diesen Sieg zu offenbaren und zu enthüllen, zu dem wir geschaffen wurden, was unsere Bestimmung in ihm beinhaltet.
 
Die Anwendung des Sieges Jesu
 
Es ist der Plan Satans uns davon abzuhalten, unser Zeugnis zu entwickeln, weil es unser Zeugnis ist, das sein Königreich schwächt. Sein Königreich wurde bereits durch den Sieg von Jesus Christus am Kreuz besiegt! Doch nur wir, die wir in Jesus Christus sind, sind es, die diesen Sieg durchsetzen können. Weil der himmlische Vater einen perfekten Plan für uns hat, will er, dass wir bitten und nicht damit aufhören weiter zu bitten, zu suchen und weiterzusuchen sowie zu klopfen und weiter anzuklopfen. Jesus sagte in Matthäus 7,7-11, dass unser Vater im Himmel den irdischen Vätern übergeordnet ist.
 
Matthäus 7,7-11:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete?
10 Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?
11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten
 
Der Kampf und die Ruhe

Wir können aus Hebräer 4 entnehmen, dass die erste Gruppe, die Kanaan einnehmen wollte, wegen des bevorstehenden Krieges in Unglauben verfallen war. In Vers 1 heißt es: „So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch etwa zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, dass wir zu seiner Ruhe kommen.“

Dieses Kapitel sagt, dass wir in den Kampf ziehen müssen, um in die Ruhe zu kommen. Die Verheißung ist gegenwärtig, aber wenn wir in unseren Glaubenskonflikt und unsere Anbetung eintreten, werden wir Ruhe finden und die Verheißung absichern.

„Da es nun bestehen bleibt, dass einige zu dieser Ruhe kommen sollen, und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht dahin gekommen sind wegen des Ungehorsams, 7 bestimmt er abermals einen Tag, ein „Heute“, und spricht nach so langer Zeit durch David, wie eben gesagt: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ (vgl. Hebräer 4,6-7)
 
Ich glaube, das diese Offenbarungserkenntnis in diesem Zeitfenster sehr wichtig für uns ist.

Gottes Segen,
 
Chuck D. Pierce
Glory Of Zion International Ministries




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