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Ein Aufruf zur Wachsamkeit nicht geistlich zu platzen oder durchzubrennen

07.08.2018, Daniel Glimm


Das Zeichen der Hausschuhe
 
Vor einiger Zeit sprach der Heilige Geist während einer Versammlung in unserem apostolischen Zentrum „Holy Place“ durch ein Gleichnis über die Wachsamkeit vor dem geistlichen Ausbrennen.
Hierbei wurde mein Blick auf die Hausschuhe einer dort anwesenden Gläubigen gelenkt, bei denen die Schuhsohlen jeweils in Höhe des Ballens vom großen Zeh abgenutzt waren.
 
Die Fragen des Heiligen Geistes
 
Während ich das sah, begann der Heilige Geist zu mir zu sprechen und wies mich an, sinngemäß folgende Fragen den anwesenden Heiligen zu stellen:
  1. Auf welche Dinge legen wir das Gewicht in unserem Glaubensleben?
  2. Wo liegt das Zentrum des Gewichts in unserem Leben?
  3. Wie sind wir ausbalanciert?
  4. Wie gehen wir mit Druck um?
Die Aussage des Heiligen Geistes
 
Nach diesen Fragen hörte ich wie der Heilige Geist sinngemäß sprach:
 
Habt Acht nicht geistlich zu platzen!
Gebt Acht, dass ihr nicht geistlich platzt wie ein mit Luft gefüllter Reifen!
Wo verliert ihr Material?
In welchem Bereich eures Lebens verliert ihr Material oder Substanz?
Seid nicht einseitig mit Gewicht belastet!
Es ist Zeit, die Spur richtig einzustellen!“
 
Die Phase des Drucks und der neue Weinschlauch
 
Ein Phase des geistlichen Drucks kann in unserem Leben für eine gewisse Zeit gut sein, weil diese dazu bestimmt ist, in eine größere Kapazität einzutreten.
Hierbei ist es jedoch notwendig, dass wir uns in der Struktur des neuen Weinschlauchs bewegen, der ein frisches bzw. erneuertes Verständnis der Schrift sowie den Wandel in der Salbung des Heiligen Geistes für diese Zeit beinhaltet. Nur auf diese Weise sind wir in der Lage mit dem Druck, der durch die Präsenz des neuen Weins hervorgerufen wird, umzugehen (vgl. Markus 2,22 i.V.m. Epheser 4,23-24).
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Geistliches „Platzen“
 
=> Die Phase des Drucks bzw. der Ausdehnung sollte nicht fortwährend anhalten, weil man auf diese Weise in die Gefahr läuft, geistlich zu „platzen“.
Solch ein Vorgang kann bei Gläubigen eintreten, wenn diese sich bemühen ihr Verantwortungs-/ bzw. Autoritätsfeld auf eigene Intention hin über das ihnen von Gott derzeit zugeteilte Aufgabenfeld hinaus auszuweiten.
Es ist unabdingbar, dass sich jeder einzelne im Volk Gottes dessen bewusst ist, innerhalb des Bereiches seiner bzw. ihrer geistlich gegebenen Autorität zu verbleiben.
Es ist die uns verliehene Gnade Gottes, die uns befähigt in den Bereichen Bestand zu besitzen, für die wir berufen und ausgerüstet sind.
Wenn wir eigenwillig die Grenzen unserer Aufgabenfelder erweitern, setzt eine Abwärtsspirale in unserem Leben ein, weil die Kraft der Gnade Gottes in solchen Fällen nicht aktiv ist, um die Dinge bewältigen zu können (vgl. 5.Mose 19,14; 5.Mose 27,17).
 
5.Mose 19,14:
14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, es einzunehmen.
 
5.Mose 27,17:
17 Verflucht sei, wer seines Nächsten Grenze verrückt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
 
Das bedeutet, dass alles, was sich außerhalb von dem für uns festgesetzten Gnadenbereich befindet, nur durch unsere eigene Stärke bzw. eigenen Fähigkeiten bewältigt werden kann, was zur Gefahr des geistlichen „Platzens“ führt.
 
Wenn Einzelne und in diesem Fall besonders Führungskräfte im Volk Gottes es versuchen mehr zu bewältigen, als es ihnen der HERR aufgetragen hat, führt das zu erhöhtem Druck auf Einzelne oder Dienste im Leib Jesu, die nicht in der Lage sind, diesen Druck auszuhalten.
Solch ein Vorgang kann mit einem Autoreifen, der kurz davor ist zu platzen verglichen werden, bei dem die schwachen Bereiche, während das Fahrzeug weiterhin mit hoher Geschwindigkeit fährt, freigelegt werden, bis letztendlich der Druck sich immer stärker aufbaut, so dass der Reifen beginnt sich aufzulösen. Wenn dieser Vorgang nicht rechtzeitig erkannt wird, kann das zu einer großen Gefahr für einen selbst und auch für die Mitmenschen im näheren Umfeld werden.
 
Geistliches Ausbrennen
 
Darüber hinaus gibt es eine weitere Gefahr, die es gilt als Volk Gottes zu beachten.
Hierbei geht es um das geistliche Ausbrennen, was in unserer Zeit unter dem Begriff „Burnout“ bekannt ist.
 
Der Prophet Elija kam in solch einen ähnlichen Zustand, nachdem er von der Drohung Isebels durch einen ihrer Boten hörte. Das führte ihn in die Wüste, wo er sich immer weiter von der Gesellschaft abschottete, so dass er sich sogar wünschte zu sterben.
Doch alle Ehre sei dem HERRN, der einen Engel sandte und ihn auf übernatürliche Weise stärkte, so dass Elija weiterhin befähigt war, den Plan Gottes auszuführen (vgl. 1.Könige 19,1-8)!
 
1.Könige 19,1-8:
1 Und Ahab sagte Isebel alles, was Elija getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte.
2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elija und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!
3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.
4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!
6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.
 
Das Auftreten von geistlichem Ausbrennen
 
Das geistliche „Ausbrennen“ tritt auf, wenn Menschen intensiv damit beschäftigt sind, Dinge für Gott zu tun und hierbei des öfteren die Gelegenheit verpassen, die Dinge mit ihm zu tun.
 
Immer zu den Zeitpunkten, wenn der Feind einen positiven Prozess im Leben eines Gläubigen nicht mehr stoppen bzw. blockieren kann, zieht er eine andere strategische Handlungsweise vor, indem er entweder mit Einschüchterung kommt oder mit einem ungesunden Antrieb, der nur zu Werken führt, die nicht aus dem Glauben heraus geboren sind (vgl. Jakobus 2,17.22).
 
Jakobus 2,17.22:
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. …
22 Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.
 
Der Plan des Feindes ist es, dass das Tätigwerden zu einer Zeit hervorgehoben wird, in der der Herr uns in einem Zustand des SEINS haben möchte, so ähnlich wie es bei Marta der Fall war, während sich Jesus als Gast bei ihr und ihrer Schwester Maria sowie ihrem Bruder Lazarus aufhielt (vgl. Lukas 10,40-42).
 
Lukas 10,40-42:
40 Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!
41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.
42 Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.
 
Der Aufenthalt im Zustand des „SEINS“
 
Im Zustand des „SEINS“ sich aufzuhalten bedeutet, dass wir von der Natur des HERRN und seinem Charakter durch die Zeiten des Vertrauens und der Gemeinschaft mit ihm Besitz nehmen.
Wenn wir das beherzigen, bewegen wir uns von diesem Ort mit einer frischen Salbung voran und dienen von einem Ort der Ruhe aus (vgl. Psalm 23,2). <= (Anm.: Dieser Abschnitt beruht auf einer Offenbarungslehre aus dem Hirtenstab für das Jahr 2003 von Bob Jones und Paul Keith Davis.)
 
Psalm 23,2 (Rev. Elberfelder):
2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.
 
Es ist das Verlangen Gottes, uns in die Fülle seiner Ruhe hineinzuführen, um uns seine vielfältige Versorgung zu offenbaren, was anhand der grünen Auen und stillen Wassern deutlich wird.
Gott versorgt uns nicht einseitig, sondern vielseitig!
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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