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Die „Rückkehr“ Jesu und das Eintreten in die Zukunftspläne Gottes

02.07.2018, Daniel Glimm


Diese Botschaft soll dazu dienen, dass wir Gottes Gegenwart für diese Zeit in Empfang nehmen, um als sein Volk mit einem höheren geistlichen Potential mit Jesus Christus in der Macht seiner Stärke vorangehen zu können.
 
Diesbezüglich offenbarte der HERR, dass sich derzeit viele Gläubige zwischen zwei Zeitabschnitten befinden, worin es ihnen so vorkommt als würden sie in der Zeit steckengeblieben sein.
 
Dieser Status macht sich dadurch bemerkbar, dass eine innere Erwartungshaltung für größere Dinge vorhanden ist, die jedoch nicht in Worte definiert werden kann und zugleich besteht das innere Gefühl in etwas Vergangenem zu sein.
 
Die andere Uferseite und das Zurückkommen Jesu
 
Anhand der Bibelstelle aus Lukas 8,40-56, wo es um die Heilung einer blutflüssigen Frau und der Auferweckung der Tochter des Jairus durch Jesus Christus geht, kommt dem Aufruf in die Zukunftspläne Gottes einzutreten eine hohe Bedeutung zu.
 
Es heißt in Lukas 8,40, dass Jesus Christus zurückkam, nämlich von der einen Uferseite des Sees Genezareth an die andere Seite, wo er zuvor den Menschen gedient hatte.
 
Lukas 8,40:
40 Als Jesus zurückkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn.
 
Jesus kam mit seinen zwölf Jüngern von der Uferseite zurück, wo er zuvor den Gerasener, der von bösen Geistern besessen war, befreit hatte und somit auch Korruption in der Wirtschaft der Region zerstörte. Dies geschah, indem er den bösen Geistern erlaubte in die Schweineherde (Anm.: Symbol für Korruption in der Wirtschaft, da Schweine gemäß dem Wort Gottes unreine Tiere sind; vgl. 3.Mose 11,7; 5.Mose 14,8) zu fahren, so dass sie anschließend in einen Abgrund in die Meerestiefe rannten und dort ertranken (vgl. Lukas 8,32-34).
 
Lukas 8,32-34:
32 Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Säue zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.
33 Da fuhren die bösen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.
34 Als aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Dörfern.
 
Somit kam Jesus mit einem größeren Zeugnis über die Kraft seines himmlischen Vaters (Anm.: Befreiung eines Menschen von Dämonen sowie des Wirtschaftssystems einer Region von der Korruption) von der Uferseite Gerasas an die andere Uferseite des Sees zu den Menschen zurück, die bereits alle auf ihn warteten.
 
Diese auf Jesus wartenden Menschen befanden sich in der Vergangenheit, auch wenn sie in der Gegenwart lebten, weil Jesus Christus von ihrem Ufer abreiste und weiterging. Das hatte zur Folge, dass Jesus und seine Jünger neue und großartige Dinge durch die Kraft des himmlischen Vaters erlebten, weil Jesus Christus ausschließlich tat, was er den Vater tun sah (vgl. Johannes 5,19).
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Und mit diesem größeren Zeugnis über seinen Vater in der Zukunft auf der anderen Seite des Sees von Gerasa kam Jesus mit seinen zwölf Jüngern an die Uferseite zu den ihn erwartenden Menschen zurück.
 
Die Erwartungshaltung der Menschen auf die Rückkehr
 
Die Menschen warteten auf Jesus, indem sie eine Erwartungshaltung auf etwas Größeres hatten, das sie noch nicht kannten. Somit wird deutlich, dass die Uferseite mit den wartenden Menschen die Vergangenheit repräsentiert und Jesus, der mit seinen Jüngern zur Uferseite von Gerasa wechselte für die Gegenwart steht, in die Zukunftspläne des himmlischen Vaters eintretend.
 
Da es dem himmlischen Vater wichtig ist, dass sein Volk in die „Zukunftsgegenwart“ (Anm.: Gegenwart mit völliger Ausrichtung auf das Zukünftige) seiner Pläne eintritt, hat er Erbarmen und bringt seine Präsenz mit einem höheren Potential zu den Menschen. So kommt es zur Veränderung sowie zu Bewegungen innerhalb der Gesellschaft seines Volkes (Anm.: Gemeinde Jesu), die seine Größe offenbaren.
 
Jairus und seine erkrankte Tochter
 
Es heißt in Lukas 8,41-42a, dass nachdem Jesus mit seinen zwölf Jüngern wieder zurück kam, ein Mann mit dem Namen Jairus (Anm.: bedeutet „Er erleuchtet.“) auf ihn zukam und ihm zu Füßen fiel mit der Bitte in sein Haus zu kommen, weil seine einzige Tochter todkrank war.
 
Jairus war nicht irgendein gewöhnlicher Mann, sondern ein Synagogenvorsteher, der deshalb mit Personen in geistlicher Leiterschaft in unserer Zeit gleichgesetzt werden kann.
 
Lukas 8,41-42a:
41 Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jaïrus, der ein Vorsteher der Synagoge war, und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen; 42a denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, die lag in den letzten Zügen. …
 
Jairus repräsentiert in diesem Zusammenhang Gläubige in Führungsverantwortung, denen der Wandel in der Offenbarungserkenntnis Gottes wichtig ist und diese auch an andere Menschen weiterzugeben bzw. andere darin zu unterweisen.
 
Im prophetischen Kontext gesprochen, repräsentiert seine einzige Tochter das Gemeindeleben, das dabei war abzunehmen, weil man sich nicht rechtzeitig entschieden hatte mit der Gegenwart Gottes weiter in die Zukunft zu gehen, was bedeutet in der Verheißung des himmlischen Vaters für diese Zeit zu wandeln.
 
Jairus wurde der Weg zu Jesus erschwert, weil sich um Jesus eine Menschenmenge drängte, die voller Erwartungshaltung war (vgl. Lukas 8,42b).
 
Lukas 8,42b:
… 42b Und als er hinging, umdrängte ihn das Volk.
 
Die Menschenmenge und die Heilung der blutflüssigen Frau
 
Diese Menschenmenge weist auf Menschen hin, die sich in der Zeit der Vergangenheit aufhalten und die Notwendigkeit erkennen, die Zukunft der Gegenwart Gottes (Anm.: Jesus Christus mit seinen Erfahrungen von der anderen Uferseite) in Empfang zu nehmen, mit dem Ziel umgewandelt bzw. verändert zu werden.
 
Das wird vor allem deutlich durch die Frau, die seit zwölf Jahren an der Erkrankung von Blutfluss litt und von hinten (Anm.: aus der Vergangenheit kommend) an Jesus Christus (Anm.: Symbolik für die gegenwärtigen Zukunftspläne Gottes) herantrat.
 
Sie trat an ihn heran im Glauben und im Vertrauen (Anm.: Bereitschaft in wahrhaftiger geistlicher Beziehung mit dem himmlischen Vater zu leben) und streckte sich aus, in dem sie den Saum bzw. die Quasten seines Gewandes berührte (Anm.: Übereinkunft mit der Ordnung/Weisung Gottes; vgl. Lukas 8,43-44 i.V.m. 4.Mose 15,37-41).
 
Lukas 8,43-44:
43 Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von keinem geheilt werden.
44 Die trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf.
 
4.Mose 15,37-41:
37 Und der HERR sprach zu Mose: 38 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen, dass sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun.
39 Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen lasst und abgöttisch werdet, 40 sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun, dass ihr heilig seid eurem Gott.
41 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, dass ich euer Gott sei, ich, der HERR, euer Gott.
 
Diese blutflüssige Frau drängte sich durch die verschiedenen „Ebenen“ von Zeit, um auf den göttlichen Zeitpunkt für ihr Leben (Anm.: Jesus Christus) zu treffen, der sie in die Zukunftspläne (Anm.: Verheißung) des himmlischen Vaters führte.
 
Durch diese Berührung erhielt die an Blutfluss erkrankte Frau das wahre Leben in ihrem Blut (vgl. 1.Mose 9,4; i.V.m. Apostelgeschichte 15,20; Johannes 6,53-54).
 
1.Mose 9,4:
4 Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist!
 
Apostelgeschichte 15,20:
… 20 sondern ihnen vorschreibe, dass sie sich enthalten sollen von Befleckung durch Götzen und von Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.
 
Johannes 6,53-54:
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
Da der Blutfluss durch die Heilungskraft von Jesus stoppte, erhielt sie somit die Zunahme von Leben, weil sich dadurch das Blut in ihr wieder vermehrte.
 
Im prophetischen Kontext gesprochen, hatte die blutflüssige Frau durch ihre in der Vergangenheit etablierte geistliche Reife (Anm.: durch Unterweisung in der Thora/dem Tenach) und die Berührung vom Saum des Gewandes von Jesus Christus nun ein Verständnis von der Sohnschaft in Jesus Christus, weil Jesus sie als Tochter des Glaubens benannte (vgl. Lukas 8,48 i.V.m. Galater 4,4-7).
 
Lukas 8,48:
48 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden!
 
Galater 4,4-7 (Anm.: Das Jüdische Neue Testament, David H. Stern):
…, 4 als aber die festgesetzte Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde aus einer Frau geboren, hineingeboren in eine Kultur, in der die Entstellung der Thora zur Gesetzlichkeit die Norm war, 5 damit er die, die dieser Gesetzlichkeit unterworfen waren, erlöse und uns auf diese Weise in die Lage versetze, zu Söhnen Gottes gemacht zu werden.
6 Weil ihr nun aber Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, den Geist, der ruft: „Abba!“ (Anm.: das heißt Vater). 7 So bist du durch Gott nicht länger ein Sklave, sondern ein Sohn, und wenn du ein Sohn bist, bist du auch ein Erbe.
 
Die zum Leben erweckte Tochter des Jairus
 
Während Jesus mit seinen zwölf Jüngern ursprünglich auf dem Weg zur Tochter des Jairus war, heilte er unterwegs eine reife Frau, die zwölf Jahre an Blutfluss litt, um sich danach um das inzwischen verstorbene zwölf Jahre alte Mädchen zu kümmern, um sie wieder zum Leben zu erwecken (vgl. Lukas 8,49-50.54-56).
 
Lukas 8,49-50.54-56:
49 Als er noch redete, kam einer von den Leuten des Vorstehers der Synagoge und sprach: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht mehr.
50 Als aber Jesus das hörte, antwortete er ihm: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird sie gesund! …
54 Er aber nahm sie bei der Hand und rief: Kind, steh auf!
55 Und ihr Geist kam wieder und sie stand sogleich auf. Und er befahl, man solle ihr zu essen geben.
56 Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, niemandem zu sagen, was geschehen war.
 
Im Zusammenhang wird deutlich, dass als Jesus die Tochter des Jairus (Anm.: repräsentativ für das Gemeindeleben/Qualität des zukünftigen Gemeindelebens) von den Toten zum Leben auferweckte, sie „Kind“ nannte, was darauf hinweist, dass die Heiligen der jungen Generation in das Potential der Sohnschaft Gottes sowie seiner apostolischen Ordnung durch die Unterweisung der reiferen Generation (Anm.: hier die von Blutfluss geheilte Frau) hineingebracht werden sollte.
 
Der Prozess, der in die apostolische Sohnschaft und Ordnung führt
 
Anhand dieser kraftvollen Geschehnisse von der Heilung der kranken Frau und der Auferweckung der todkranken, verstorbenen Tochter des Jairus möchte ich inhaltlich auf die Worte von Apostel Chuck D. Pierce eingehen, der über diesen Prozess in seinem Buch “Redeeming The Time”, erschienen bei Charisma House, ISBN 978-1-59979-378-8, Seite 10 schreibt und hier von mir ergänzt folgendes anführt:
 
=> Es war kein Zufall, dass Jesus eine über zwölf Jahre an Blutfluss leidende Frau heilte und nach diesem Prozess ein zwölfjähriges Mädchen von den Toten auferweckte. Auf dem Weg zu dem zwölfjährigen Mädchen griff diese blutflüssige Frau an die Quasten von Jesu Gewand und wurde geheilt.
 
Die Zahl 12 steht im Zusammenhang mit der apostolischen Ordnung und der neuen Administration.
Das bedeutet, dass die nächste Generation oder Administration, die durch das zwölfjährige Mädchen repräsentiert wird, schlafend lag (Anm.: tot), während die alte Führung, die durch die an Blutfluss leidende Frau versinnbildlicht wird, sich hindurchgedrängt hat, um das neue Leben der apostolischen Ordnung zu erhalten und das frische Leben in ihrem „Tempel“ (Anm.: Körper, Blutkreislauf) zunehmen zu lassen.
 
Den Saum bzw. die Quasten, die diese an Blutfluss leidende Frau berührte, waren ein Hinweis darauf, dass sie mit der apostolischen Ordnung Gottes in Übereinstimmung kam, was bedeutet, dass sie sich an Gottes Weisung erinnerte und zur Wurzel der Offenbarung Gottes zurückkehrte (vgl.4.Mose 15,37-41). <=
 
4.Mose 15,37-41:
37 Und der HERR sprach zu Mose: 38 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen, dass sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun.
39 Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen lasst und abgöttisch werdet, 40 sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun, dass ihr heilig seid eurem Gott.
41 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, dass ich euer Gott sei, ich, der HERR, euer Gott.
 
Die Sicht, um an den neuen Ort mit Jesus gehen
 
Das bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dass wenn es in dieser Zeit der Wille des Vaters für die Gemeinde Jesu ist, einen Ort von eingeschränkter Wirksamkeit zu verlassen, so wie Jesus die Region Nazareth verließ und sich an den neuen Ort, Galiläa, bewegte, dann sollten wir das auch tun und ihm gehorsam folgen (vgl. Matthäus 4,12-13).
 
Matthäus 4,12-13:
12 Als nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück.
13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, …
 
Nazareth repräsentiert die Region des fleischlichen Auges (Anm.: irdische Sichtweise, weltliche Perspektive).
 
Wenn wir der Aufforderung des Vaters die „alte“ Region zu verlassen nicht nachkommen, wird es dazu führen, dass wir nicht das Maß der Wirksamkeit in Form von Zeichen und Wundern erleben, die der HERR durch uns tun möchte.
 
Das bedeutet auch, dass wir nicht tiefer in das Land unser Verheißung eintreten und Potentiale nicht ausschöpfen können. Solches Verhalten von Ungehorsam ist eng mit Unglauben verknüpft (vgl. Matthäus 13,53-58).
 
Matthäus 13,53-58:
53 Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, dass er davonging 54 und kam in seine Vaterstadt (Anm.: Nazareth) und lehrte sie in ihrer Synagoge, sodass sie sich entsetzten und fragten: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Taten?
55 Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas?
56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?
57 Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Hause.
58 Und er tat dort nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.
 
Wenn wir uns als Volk Gottes im Unglauben voranbewegen, verhalten wir uns ähnlich wie die zehn Spione der Stämme Israels, die sich durch die vor ihnen liegende Herausforderung abhalten ließen in die Verheißung Gottes einzutreten (vgl. Matthäus 4,15-16; 4.Mose 13,27-29.31).
 
Matthäus 4,15-16:
15 “Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.”
 
4.Mose 13,27-29.31:
27 Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin und dies sind seine Früchte.
28 Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Anaks Söhne.
29 Es wohnen die Amalekiter im Südland, die Hetiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und am Jordan. …
31 Aber die Männer, die mit ihm (Anm.: Kaleb) hinaufgezogen waren, sprachen: Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dies Volk, denn sie sind uns zu stark.
 
Die erleuchteten Augen der Stämme von Juda und Ephraim und der neue Weinschlauch
 
Es ist demnach wichtig, dass wir uns mit der richtigen Sicht und den erleuchteten, geistigen Augen der Stämme Judas und Ephraims voranbewegen. Das bedeutet, dass wir Anbetung zuerst aufstehen lassen und dann im Willen Gottes und der Struktur des neuen Weinschlauchs unser doppeltes Erbteil ergreifen (Anm.: wie auf Erden, so im Himmel beschlossen; vgl. 4.Mose 13,6.8 i.V.m. Matthäus 6,10)!
 
4.Mose 13,6.8:
6 Kaleb, der Sohn Jefunnes, vom Stamme Juda; …
8 Hoschea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim; …
 
Matthäus 6,10:
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
 
Ephraim war der jüngere Sohn von Joseph (Anm.: neuer Weinschlauch), der von Jakob vor seinem älteren Bruder Manasse gesegnet wurde (vgl. 1.Mose 48,13-14).
 
1.Mose 48,13-14:
13 Dann nahm sie Josef beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels linker Hand und Manasse an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm.
14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war.
 
Die Gunst Gottes und der siegreiche Übergang
 
Diese Segnung von Jakob deutet auf die Gunst Gottes hin, die er denen gibt, die bereit sind in das neue einzutreten und ihre Gedanken durch die hohen Gedanken Gottes erneuern zu lassen (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23-24; Epheser 5,15-17).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Epheser 5,15-17:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
17 Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.
 
Es sollte daran erinnert werden, dass es der halbe Stamm Manasse war, der sich mit dem saftigen Feld, das sich nicht im Land der Verheißung befand, zufrieden gab (vgl. 4.Mose 32,1 i.V.m. 5.Mose 29,6-7).
 
4.Mose 32,1:
1 Die Söhne Ruben und die Söhne Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Weide für ihr Vieh …
 
5.Mose 29,6-7:
6 Und als ihr kamt an diesen Ort, zogen aus der König Sihon von Heschbon und der König Og von Baschan uns entgegen, mit uns zu kämpfen. Und wir haben sie geschlagen 7 und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm Manasse.
 
Um nochmals auf die Geschehnisse aus Lukas 8,40-56 in Anbetracht des Übergangs in eine neue Struktur zu kommen, ist es daher erforderlich, dass wir als Gemeinde Jesu die letzte Zeitphase siegreich abschließen müssen.
 
Dieser Übergang, um neues und frisches Leben zu empfangen, steht in Verbindung mit der Gegenwart, die den Zukunftsplan Gottes trägt, auch wenn diese Veränderung mit Überwindung, Loslassen und Umorientierung einhergeht.
 
Die von Blutfluss geheilte Frau überwand durch ihre Verzweiflung und Sehnsucht nach Leben die Barriere der Kultur, in der die Entstellung der Thora zur Gesetzlichkeit die Norm war. Sie kam in Einklang mit der apostolischen Ordnung des Sohnes Gottes, der kurz davor war, den „neuen Weinschlauch“ (Anm.: Gemeindeordnung in ihrer apostolischen Struktur) zum Leben zu erwecken!
 
Es ist für die Gläubigen der Gemeinde Jesu erforderlich, sich demütig zu entscheiden, durch das Hindernis von veralteten Gemeindestrukturen und „vergangenen Zeiten“ des Gemeindelebens hindurchzupressen, um in das volle Maß des Zukunftsplanes Gottes gelangen zu können.
 
Jesus Christus ist der, der uns durch geisterfüllte Leiterschaft (Anm.: von oben aus dem Willen des Vaters geboren) aus der alten Zeit in die neue Zeit der Zukunftspläne Gottes mitnimmt. Diese Führung bewegt sich mit dem Erneuerungsprozess des Heiligen Geistes und bleibt nicht stehen, um einen Status Quo beizubehalten oder sich in toten Traditionen zu verlieren.
 
In alledem ist es von höchster Priorität, dass die Gläubigen in Christus allen Stolz (Anm.: Minderwertigkeit), Spott und Unglauben aus ihrem Umfeld entfernen, um den Klang der Auferstehungskraft für den Zukunftsplan Gottes für die Gegenwart zu erhalten.
 
Nur auf diese Weise können sich die Gläubigen siegreich aufrichten und durch das Wort Gottes in ihrer Kraft zunehmen (vgl. Matthäus 9,23-26 i.V.m. Lukas 8,53-55).
 
Matthäus 9,23-26:
23 Und als er in das Haus des Vorstehers kam und sah die Flötenspieler und das Getümmel des Volkes, 24 sprach er: Geht hinaus! Denn das Mädchen ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.
25 Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mädchen auf.
26 Und diese Kunde erscholl durch dieses ganze Land.
 
Lukas 8,53-55:
53 Und sie verlachten ihn, denn sie wussten, dass sie gestorben war.
54 Er aber nahm sie bei der Hand und rief: Kind, steh auf!
55 Und ihr Geist kam wieder und sie stand sogleich auf. Und er befahl, man solle ihr zu essen geben.
 
Weitere Beispiele aus dem Wort Gottes, die diesen Aufruf tragen, sind zum Beispiel die Witwe und ihr Sohn zur Zeit von Elija (vgl. 1.Könige 17,17-24), Tabita, die in neuer Kraft zur Administration zurückkehrte (vgl. Apostelgeschichte 9,36-43), Eutychus, der mit frischer Offenbarungskraft zum Leben zurückkam (vgl. Apostelgeschichte 20,7-12) sowie die Apostel, die in der Zeit von Schmerz und Kummer die Kraft aus der Höhe empfingen (vgl. Apostelgeschichte 1,13-15 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-4).
 
Alle darin geschilderten Auferweckungen bzw. Prozesse des Erwachens geschahen in Verbindung mit einem Obergemach, was mit dem Wandel im Zukunftsplan Gottes verbunden ist.
 
Somit wird zusammenfassend deutlich, dass Gott die Gemeinde Jesu dazu aufruft, den alten Ort sowie deren verbundene alte Zeit zu verlassen und mit Glauben (Anm.: fester Zuversicht) an den Ort des Zukunftsplanes Gottes zu gehen. Dieses Gehen beinhaltet die ungeteilte Herzenshaltung von Unterordnung unter eine von Gott gesetzte apostolische Ordnung (Anm.: Amtsträger, Leiterschaft im apostolischen Verständnis) in den Gläubigen, die ihre Potentiale und Verheißung erkannt haben.
 
Daraus resultierend kommt neues Leben und neue Frische in Form von Wirksamkeit, welche mit dem Übernatürlichen (Anm.: Zeichen und Wundern) in Erscheinung tritt. Diese neue Wirksamkeit, die das Maß der Zukunft in die Gegenwart bringt, führt zu einer viel höheren Effektivität in den Aktivitäten der Gemeinde Jesu.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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