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Die Geheimnisse Gottes erkennen

07.06.2018, Daniel Glimm


Einleitung
 
Diese Botschaft soll uns als Volk Gottes dazu dienen, den Ablauf und die Ordnung im übernatürlichen Bereich für den Empfang von verschlüsselter Prophetie zu verstehen.
Diesbezüglich führte mich der Heilige Geist zu der Bibelstelle aus Offenbarung 6,3-4a, wo es um die Eröffnung der Offenbarung geht, die sich hinter dem zweiten Siegel der sieben Siegel verbirgt.
 
Offenbarung 6,3-4a:
3 Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen: Komm!
4 Und es kam heraus (Anm.: erschien) ein zweites Pferd, das war feuerrot.
 
Der Empfang von verschlüsselter Prophetie
 
Bevor es zur Eröffnung der prophetischen Botschaft, die sich hinter dem jeweiligen Siegel verbarg, kommen konnte, musste das Lamm Gottes, das wie geschlachtet war und sieben Hörner sowie sieben Augen hatte, die Schriftrolle, die auf beiden Seiten beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt war, aus der rechten Hand dessen empfangen, der auf dem Thron saß (vgl. Offenbarung 5,6-7).
 
Offenbarung 5,6-7:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
7 Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.
 
Es war Gott, der himmlische Vater, der die Schriftrolle, die durch die sieben Siegel versiegelt war, an das geschlachtete Lamm Gottes, Jesus Christus in seiner ganzen Fülle durch alle Zeitalter hindurch, übergab. Bei dieser Übergabe handelte es sich um die Aushändigung von prophetischer Verschlüsselung, die nur im Einklang mit dem Willen des Vaters und dem Opfertod sowie Sieg seines Sohnes Jesus Christus durch den Geist der Prophetie (Anm.: das Zeugnis Jesu) in Empfang genommen werden konnte.
 
Wenn Gott nichts Verschlüsseltes an das Lamm Gottes im Geistbereich übergibt, dann ist es für uns als Heilige in dieser Zeit nicht möglich, verborgene Offenbarung zu erhalten.
Kein Vorgang im Himmel geschieht ohne die Übereinstimmung zwischen dem himmlischen Vater und seinem Sohn Jesus Christus als dem geschlachteten Lamm mit seinen sieben Hörnern und sieben Augen. Das bedeutet auch, dass es nur Gott, der himmlische Vater ist, der verschlüsselte Prophetie an seinen Sohn Jesus Christus als dem Ewigen im Geistbereich übergibt (vgl. Hebräer 13,8).
 
Hebräer 13,8:
8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
 
Das Tätigwerden von Jesus Christus
 
Es ist allein Jesus Christus, der entscheidet, wann er tätig wird, um die ausgehändigte Verschlüsselung des himmlischen Vaters zu entschlüsseln, damit das Verborgene als Geheimnis durch die Kraft von göttlicher Weisheit und Erkenntnis offenbart wird (vgl. Kolosser 2,2-3 i.V.m. Offenbarung 6,1a).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Offenbarung 6,1a:
1a Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, …
 
Die Eröffnung von Offenbarung und das zweite himmlische Wesen vor dem Thron Gottes
 
Wenn wir über die geöffneten sieben Siegel in Offenbarung 6-8 studieren, können wir einen Unterschied bei der Eröffnung der Offenbarung, die sich hinter dem zweiten Siegel verbirgt zu den anderen sechs Siegeln erkennen.
 
Beim zweiten geöffneten Siegel durch das geschlachtete Lamm Gottes im Geistbereich, war es das zweite Wesen vor dem Thron, bei dem es sich um den Stier handelte, der berechtigt war im Auftrag des himmlischen Vaters sowie seines Sohnes zu dem prophetischen Seher Johannes zu sprechen.
 
Der Stier steht im Verbund mit dem Geist der Stärke des HERRN, was bedeutet, dass sich der Geist von Johannes in der Gegenwart der Kraft Gottes befand, die durch die ihm von Gott gegebene Weisheit und Erkenntnis in Stärke umgewandelt werden sollte.
 
Übernatürliche Kraft allein ist nicht ausreichend, sondern sie benötigt eine Ordnungsstruktur, in der sie sich als Stärke umwandeln kann.
 
Es ist Gottes Wesenszug, sich in seiner festgelegten Ordnungsstruktur zu manifestieren bzw. Offenbarung zu geben (vgl. 1.Korinther 14,33a).
 
1.Korinther 14,33a:
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. …
 
Wie zuvor bereits erwähnt, war es das Lamm Gottes, das die sieben Siegel der Schriftrolle, die auf beiden Seiten beschrieben war, nacheinander öffnete, so dass die vier Wesen, die sich vor dem Thron Gottes befanden von Gott berechtigt waren, aufeinanderfolgend bei den ihnen zugeteilten Siegeln zum Seher Johannes zu sprechen.
 
Es war das zweite Wesen, das bei der Öffnung des zweiten Siegels zu Johannes sprach und ihn aufforderte zu kommen und zu schauen.
 
Es wird in Offenbarung 6,4a deutlich, dass Johannes nicht wie bei den anderen Siegeln die Offenbarung sofort erblickte bzw. erkannte, sondern sie war im Prozess, sich vor seinen Augen zu entfalten, denn es heißt dort im griechischen Text, dass ein zweites Pferd, das feuerrot war (griech. „exẹrchomai“): „… hervorkam/erschien/herauskam …“ (vgl. Offenbarung 6,3-4a).
 
Offenbarung 6,3-4a:
3 Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen: Komm!
4a Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. …
 
Die Wichtigkeit des zuvor etablierten geistlichen Raumes in der Ewigkeit
 
Die eben genannte Bibelstelle aus Offenbarung 6,3-4a macht deutlich, dass zuerst in der Ewigkeit ein Raum für die von Gott gegebene Erscheinung/Offenbarung etabliert sein muss, bevor es für das jeweilige prophetische „Gefäß“ sichtbar werden kann, mit dem Ziel, die Offenbarung deutlich zu erkennen. Dieser Vorgang verhält sich ähnlich wie bei einem Künstler, der anfängt ein Bild zu malen, was für den Betrachter zu Beginn nicht vollkommen erkennbar ist.
 
Die erforderlichen Stufen, um verborgene Offenbarung zu erkennen
 
Um die verborgenen Dinge Gottes im Geistbereich erkennen zu können, ist es in erster Linie wichtig zu verstehen, dass wir diese nur dann mit unseren geistlichen Augen sehen können, wenn Gott, der Vater die verborgene Offenbarung an Jesus Christus, dem geschlachteten Lamm Gottes übergibt, der dadurch berechtigt ist, die „Barriere“ des göttlichen Geheimnisses legal zu entfernen. Das hat zur Folge, dass die Wesen bzw. dienstbaren Geister (Anm.: Engel) aktiviert werden und dadurch beginnen im Auftrag Gottes zu agieren und zu sprechen.
 
Die Bereitschaft im Geistbereich aktiv zu werden
 
Wenn das geschieht, ist es wichtig, dass wir als Heilige, die wir uns im Geistbereich gemäß Kolosser 3,1-3 aufhalten, die Bereitschaft haben, uns auf den göttlichen Ruf hin (Anm.: kann durch Gott selbst, durch Jesus Christus, durch den Heiligen Geist, durch seine geistlichen Wesen und seine Engel geschehen) zu nahen und damit beginnen, das Verborgene des HERRN als ein offenbartes Geheimnis zu erkennen.
 
Das Erkennen erfolgt durch die Etablierung bzw. Zunahme der jeweiligen Offenbarung, die Gott für die jeweilige Zeit freisetzen möchte, was dem griechischen Wort für das „Hervorkommen“ aus Offenbarung 6,4a entspricht.
 
Wenn wir beginnen, die verborgenen Dinge des HERRN, dir er uns offenbart, im Anfangsstadium zu sehen, ist es wichtig auf diese zu achten, bis sie sich vollkommen vor unseren geistlichen Augen manifestiert haben.
 
Das heißt, dass es für uns als Heilige von Bedeutung ist, die Bereitschaft zu besitzen in einen höheren geistlichen Bereich von Offenbarung einzutreten, der mit den Tiefen Gottes verbunden ist.
Hierbei ist es entscheidend mit der gegenwärtigen Fähigkeit, prophetisch Dinge zu sehen, in eine höhere Dimension von Offenbarung in Jesus Christus hineinzugehen, was bedeutet, dass man von dem gegenwärtigen Status der Offenbarung im Geistbereich in eine höhere Sphäre von Offenbarung eintritt, was mit der größeren Nähe zu Gott verbunden ist.
 
Der Eintritt in die höhere Sphäre von Offenbarung hat wiederum zur Folge, dass wir anfangen die verborgenen Dinge Gottes zu sehen, wie sie sich vor unseren geistlichen Augen entfalten und wir dadurch beginnen, Gottes Geheimnisse zu erkennen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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