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Der fünffältige Dienst – Gottes auferlegte göttliche Ordnung für die Gemeinde Jesu -Teil III von IV-

26.04.2018, Daniel Glimm


Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der dritte Teil von einer Lehre, die aus vier Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Das Amt des Hirten (Anm.: Pastor)
 
Der Salbungsmantel des Hirten unterscheidet sich nicht stark von dem des Evangelisten in der Weise, da dieser sich ebenfalls auf das Leben von Menschen bezieht.
 
Hirten sehen die Hauptaufgabe darin, die Menschen in der Gemeinde zu platzieren. Die Salbungsmäntel der Hirten finden ihre Gültigkeit im Leben von Menschen, indem sie hauptsächlich die lokale Gemeinde im Fokus haben. Es ist ihnen wichtig, dass die lokale Gemeinde mit Gläubigen und reifen Mitarbeitern gefüllt ist.
 
Weiterhin sind die Funktionen im Salbungsmantel des Hirten darauf ausgerichtet, Menschen in der Gemeinde unterzubringen und zu unterstützen. Sobald Menschen „Mitglieder“ geworden sind, dehnt sich der Schwerpunkt von Hirten darauf aus, sich positiv auf ihre örtlichen Gemeinden und Versammlungen zu konzentrieren, um die Gläubigen im Haus Gottes zu halten.
 
Manches Mal tendieren sie in ihrem Salbungsmantel dazu, die Heiligen mehr in der örtlichen Gemeinschaft als diese in Gottes Königreichsherrschaft zu etablieren. Wenn bspw. der Evangelist sich mit dem Aufgabenfeld in der Welt beschäftigt und es als schwierig empfinden kann, sich auf die Angelegenheiten der Regierungsherrschaft der Gemeinde Jesu zu besinnen, können die Ansichten von Hirten auf die eigene regionale Gemeinde beschränkt sein, so dass sie nicht in der Lage sind, das apostolische Grundverständnis oder die übernatürliche Einwirkung der Ewigkeit im Königreich miteinander zu verbinden.
 
Hirten leisten einen wertvollen Dienst bei der Heranbildung der ihnen zugeteilten Gläubigen. Eine Gefahr besteht womöglich darin, dass es zu einem Verlangen im Herzen der Hirten führen kann, immer mehr „Mitglieder“ haben zu wollen, worin sie ihre eigene Existenz bzw. Bedeutung ansehen.
Ein Hirte, der keine Gemeinde leitet, ist ohne Funktion und fungiert somit mehr in der Position eines Dieners.
 
Hirten repräsentieren innerhalb der Gemeinde sprichwörtlich die „Hausmeister“ mit allen Aufgaben und Pflichten. Aufgrund ihrer inneren Aufgabe im Haus Gottes haben Hirten eine eingeschränkte Sicht von der Welt, wodurch ihr Salbungsmantel demnach erkannt und bestätigt wird/werden kann.
 
Hirten gehen selten auf Risiken ein, herausfordernde Predigten zu erlauben, so wie es die Apostel und Propheten tun, weil diese dazu führen könnten, dass sich zugehörige Gläubige abwenden und damit „verloren“ gehen könnten, was wahre Hirten in ihrem Herzen befürchten (Anm.: teilweise auch die Vorannahme, dass sich die Anzahl der Mitglieder minimiert).
 
Das Amt des Lehrers
 
Für den Lehrer gilt das Prinzip, dass kein Neubekehrter (Anm.: Schüler) berechtigt ist, einen Dienst zu haben bzw. zu leiten. Das Hüten steht bei einem Lehrer demnach nicht in erster Linie wie beim Hirten im Fokus, sondern die für ihn erforderliche Erbauung durch Bildung und Verständnis der Schrift.
 
Lehrer werden dadurch erkannt, wenn sie Schüler haben, die bereit sind von ihnen das Wort Gottes zu lernen.
 
So wie ein Hirte/Pastor für die geistliche Versorgung innerhalb einer örtlichen Gemeinde Verantwortung trägt, um das Wachstum der Gläubigen abzusichern, trägt der Lehrer in seinem Salbungsmantel assistierend dazu bei, indem er den Schwerpunkt der Versorgung im Sinne des akademischen Bildungsstandes verfolgt.
 
Die scharfe Wahrnehmung des Lehrers ist immer auf der Suche nach Informationen (Anm.: auch Wissensdefizite), die einen jungen oder noch ungebildeten Neubekehrten vom Vorteil des Bundes in Jesus Christus berauben können.
 
Lehrer sind dazu bestimmt, Schutz durch das Wort und die Erkenntnis der Wahrheit des Wortes Gottes zu geben. Dies tun sie, indem sie bewusstes Desinteresse erkennen und ablehnen, weil sie sich dessen bewusst sind, dass es die Quelle von Zerstörung, Nachteil und Verarmung für den Gläubigen bedeutet. Ein wahrer Lehrer verachtet solches Desinteresse und kann so unerbittlich in seinem Auftrag erscheinen, um dieses zu beseitigen.
 
Weiterhin sind Lehrer wachsam und danach bestrebt, Fehler und die damit verbundenen Konsequenzen im Leben eines Gläubigen zu verhindern (Anm.: vorbeugen) oder zu verringern. Sie sehen ihren Auftrag darin, zum Wachstum der Reife in Christus beizutragen, indem sie Heilige in der unveränderlichen Wahrheit des Wortes Gottes heranbilden.
 
Gelegentlich kommt es vor, dass Lehrer, die unvermeidlich analytisch sind, sehr kritisch und einseitig in ihren Ansichten über einen Neubekehrten vorgehen. Eine oft beunruhigende Haltung bezüglich Veränderungen oder neuen Strömungen innerhalb der Gemeinde Jesu ist ein elementarer Bestandteil von der Art des Amtes als Lehrer.
 
Das Auftreten der Apostel und Propheten
 
Apostel und Propheten erhalten vom HERRN Offenbarungen und Einsichten, die denen entsprechen, die die Propheten Gottes im Tenach (Anm.: hebräische Bibel) und alle Apostel des Neuen Testaments empfangen haben, um ihr frisches „Manna“ (Anm.: offenbarendes Wort Gottes) dem Leib Jesu zu übergeben.
 
Apostel und Propheten sind als Amtsträger als erste in das heilige Wort des Schöpfers und in die ewige Welt des HERRN eingeweiht sowie integriert. Sie erleben die Engel als auch Bürger des Königreiches Gottes und erhalten als ranghöchste Amtsträger direkt und einschneidend die Offenbarungen vom HERRN.
 
Sie sehen die Neubekehrten und die Gemeinde Jesu als Ganzes in einer völlig anderen Weise als die anderen Amtsträger des fünffältigen Dienstes. Beide Amtsträger erkennen den Auftrag der Gemeinde Jesus darin, das ewige Königreich des HERRN zu reflektieren.
 
Ihre Herangehensweise an den Dienst orientiert sich an der Repräsentation des ewigen Königreiches Gottes, so wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, um in der Dunkelheit zu leuchten.
 
Die Gemeinde Jesu auf Erden ist dazu bestimmt, dem HERRN als ein riesiger Satellit seiner ewigen Herrschaft zu dienen. Sie ist eingesetzt, um mit Gottes geistiger Welt und ihren Institutionen als Zuflüsse zusammenzuarbeiten, die die Aktivitäten des Unsichtbaren widerspiegeln.
Apostel und Propheten offenbaren die verborgenen Facetten, Mächte und Souveränitäten der Ewigkeit. Sie legen hierbei deren Prinzipien offen und machen diese für die Heiligen zugänglich.
Diese Arbeit trägt dazu bei, dass der himmlische Entwurf aus der Ewigkeit erkannt wird, was das ewige Leben (Anm.: Unsterblichkeit) für die Menschen (Anm.: Sterblichen) bedeutet.
 
Der Hauptzweck der Gemeinde Jesu, zu dem die Apostel und Propheten beitragen, besteht darüber hinaus darin, den verdunkelten, menschlichen Verstand mit der Weisheit Gottes zu erhellen.
 
Weiterhin dienen sie den Unerlösten, damit diese sich möglichst wieder mit ihrer ewigen Gestalt als Kinder des Lichts und nicht als Nachkommen der übernatürlichen Dunkelheit, in der sie sich bewegen, zu verbinden.
 
Die Berufung der Apostel und Propheten ist es im Auftrag Gottes den Ewigkeitsleib der Menschen (Anm.: den inneren Menschen => Seele und Geist) zu heiligen, den der HERR für das ewige Dasein vorbereitet hat, indem sich die betreffenden Heiligen mit seiner Herrschaft in Christus zusammenschließen.
 
Apostel und Propheten beginnen damit, die Gründe des HERRN vollständig zu erfassen, um seine Gemeinde in Richtung ihrer ewigen Bestimmung voranzutreiben. Sie verstehen gefühlsmäßig diesen enormen Wert der Bestimmung als lang ersehnter Begleiter der Ewigkeit.
 
Den Aposteln ist aufgrund der zugeteilten Gnade Gottes die Fähigkeit gegeben, auf einer höheren Ebene der Erkenntnis als andere Diener in der Gemeinde Jesu zu stehen. Sie fungieren als offenbarende Amtsträger Christi, so dass die Geheimnisse der verborgenen Bereiche Gottes denjenigen zunehmend offenbart werden können, die sich im Leib Jesu befinden.
 
Es sind die Apostel, denen dem Wortes Gottes gemäß das Privileg und die Pflicht zugeschrieben werden als Verwalter der Geheimnisse Gottes zu fungieren (vgl. 1. Korinther 4,1-2), was ein erhöhtes Maß an Treue und Integrität voraussetzt.
 
1.Korinther 4,1-2:
1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.
 
Die Apostel sind in das geheime/stille Wirken der unsichtbaren Welt des HERRN eingeweiht und erhalten Erkenntnisse darüber, um sie dem Leib Jesu mitzuteilen.
 
Apostel und Propheten liefern der Gemeinde Jesu die Vollmacht, die in die Lage versetzt, ihre Seelen zu retten und sie herauszufordern, sich in das Bild und die Ähnlichkeit Christi zu verwandeln. Das basiert auf Gottes unverfälschtem Wort.
 
Weiterhin bringen Apostel die Wahrheit des HERRN ins Herz und in die Seele der Gläubigen, indem sie jeden Bereich des Lebens, ob direkt oder indirekt, deutlich adressieren, um das tägliche Leben Christi zu fördern.
 
Ungenaue und unzusammenhängende Predigten bzw. Lehren sind in der Regel nicht typisch für Apostel und Propheten. Sie wissen nur zu gut, wie ernst und herrlich der HERR in seinem Wesen ist.
 
Die Wesensart der Amtseinführung dieser beiden Amtsträger in den Dienst des HERRN macht sie in seinem Königreich zu Eingeweihten, denen es ein Vorrecht ist, Menschen persönlich durch das ihnen von Gott in den Mund gelegte Wort der Wahrheit so zu dienen, dass sie durch von Gott gegebene Weisheit hierin überzeugt werden.
 
Apostel und Propheten lernen nicht nur aus ihrer göttlichen Intimität, dass Himmel und Hölle real sind, sondern auch, wie die Heiligkeit Gottes den HERRN daran hindert, jenen das ewige Leben zu schenken, die seine Lebensweise ablehnen oder blockieren (Anm.: stolze/hochmütige Herzenshaltung).
 
Manchmal wirkt das für die Betreffenden ziemlich hart, und erfahrungsgemäß können nur reife Heilige dieses aushalten. Solche Heiligen haben sich der Herrschaft Gottes direkt unterstellt, ohne die traditionelle, schonende Offenbarung oder oberflächliche Erklärung zu benötigen. Aufgrund dem derzeitigen Umstand, dass sich manche Diener in der Gemeinde Jesu auf eine eher schonende Offenbarung verlassen möchten, um die Gläubigen von Gottes Liebe zu überzeugen, sind wahre Apostel und Propheten nicht überall willkommen.
 
Apostel und Propheten verstehen, was es heißt, zu sagen, dass Gottes Wille geschehe und wissen, was Gott von seinem Volk erwartet, nämlich sich seinem Willen kompromisslos hinzugeben. Sie verstehen auch die Pflicht der Aufgabe der Gemeinde Jesu gegenüber der Souveränität des HERRN. Das heißt, zu vertrauen und zu gehorchen. Aarons Verlust seiner beiden anmaßenden Söhne in 3.Mose 10,1-3 macht das deutlich.
 
3.Mose 10,1-3:
1 Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.
3 Da sprach Mose zu Aaron: Das ist es, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.
 
Apostel und Propheten werden darüber hinaus darauf vorbereitet, die Grenzen der Freiheit des Heils zu erkennen, die der Herr zulässt, und verkünden seinem Volk die Gefahr von Leichtsinnigkeit in Form von Anmaßung und Arroganz. Ihre Botschaften werden nicht oft in Begriffen ausgedrückt, die das Fleisch trösten (Anm.: schmeicheln), sondern sie scheinen gelegentlich Phrasen und Redewendungen auszuwählen, die dazu beitragen, dass es zu einem inneren Aufrütteln kommt.
 
Unerschrockenheit und manchmal auch frontale Ehrlichkeit durchdringen die Botschaften dieser Amtsträger, während sich die durchdringende Einsicht mit der unbequemen Bedeutung verbindet, gefangene „Seelen“ zu befreien oder deren innere Abneigung gegenüber der Botschaften zu erhöhen, um versteckte Rebellion (Anm.: Widerstand) zu offenbaren. Sie decken Gläubige mit solchen Dispositionen von Widerstand gegenüber der Heiligung auf, die bequemere Predigten bevorzugen.
 
Gott ist Wahrheit, und seine Apostel und Propheten sind durch eine eigentümliche Beschränkung der Zuteilung gebunden, diese Wahrheit zu äußern, selbst wenn es offensichtlich ist, dass sie ignoriert oder angegriffen wird. Es sind diese beiden Amtsträger, durch welche die Gemeinde Jesu ihre frischen Ströme von Weisheit und ihren Anteil an der Entfaltung der Geheimnisse und Offenbarungen Gottes für ihre Generationen erhält.
 
Apostel und Propheten erhalten die Lehre und bringen sie der Gemeinde in die Hand, damit sie diese zu ihrer gegenwärtigen und früheren „Theologie“ hinzufügt und zur nächsten Stufe der gesalbten Entwicklung übergeht, die nur aus neuen Offenbarungen (Anm.: frisches Manna) kommen kann. (Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Paula A. Price, Ph. D aus dem Buch "Divine Order For Spiritual Dominance – Göttliche Ordnung für geistliche Herrschaft"; Seite 5-12)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Zum Teil IV der Botschaft bitte hier klicken.




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