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Fünf Dinge, nach denen eine Frau bei einem Mann sucht

06.04.2018, Daniel Glimm


Einleitung
 
Es gibt viele Bücher und schriftliche Ausführungen, die sich auf Ehe, Partnerwahl und die Beziehung zwischen Mann und Frau beziehen. Für manchen ist die Vielzahl der verfügbaren Empfehlungen und Tipps verwirrend und der Umstand, dass es in unserer Gesellschaft in ihren aktuellen Entwicklungen wenig Bezug zum Wort Gottes gibt, vereinfacht es Jüngern (Anm.: Männer und Frauen, die uneingeschränkt dem Willen Gottes und den Maßstäben seines Wortes folgen) nicht unbedingt, sich zu orientieren.
 
Fünf Dinge, die helfen können
 
Es gibt fünf Dinge, die das Wort Gottes in Bezug auf Männer betont und Frauen helfen können, sich bei ihrer Wahl und Zeit der Vorbereitung auf eine mögliche Ehe zu fokussieren. Diese Lehre soll vor allem Männern die nötige Klarheit geben, was sie für eine bevorstehende Beziehung befähigt, die eine Ehe mit einer Frau bedeutet.
 
Die erste Ehe, die wir in der Geschichte finden, können wir nachlesen in 1.Mose 2.
 
1.Mose 2,23-25:
23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
 
Zunächst ist es wichtig anzuerkennen, dass der erste Mensch, der Mann Adam, in den Garten Eden, den Gott gepflanzt hatte, gesetzt wurde. „Eden“ ist hierbei nicht verbunden mit einer Vorstellung von einem Gebiet mit Bäumen und Pflanzen, sondern vielmehr beinhaltet es einen Rahmen göttlicher Ordnung. Das Wort „Garten“ wird im hebräischen Urtext mit „gân“ (Strong's H1588), ein „Garten (umzäunt)“ wiedergegeben, was ursprünglich von „gânan“ abgeleitet ist und auch „sich absichern“, „(generell) schützen“ und „verteidigen“ bedeutet (Strong's H1598).
 
Der erste Schritt
 
Und als Gott den Mann in den Garten innerhalb von Eden setzte, befand er sich in der Gegenwart Gottes. Das Erste, was Gott dem Mann demnach gab, war seine Gegenwart – die Gegenwart Gottes, die das Allerwichtigste im Leben eines Mannes sein sollte.
 
Somit ist das erste, was ein Mann braucht, die Gegenwart Gottes und nicht zuerst eine Frau.
Und in dieser Gegenwart sollte ein Mann seiner ihm zugehörigen Frau begegnen. (Anm.: Es gibt erstaunlicherweise Frauen, die der Auffassung sind, sie müssten die Gegenwart Gottes erst verlassen, um einen Mann in einem Bereich von Abwesenheit der Gegenwart Gottes zu finden, den sie dort heraus und „zurück“ in die Gegenwart Gottes ziehen müssen. Dieses Vorgehen ist mit Schwierigkeiten verbunden und in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt, weshalb es nicht zu empfehlen ist.)
 
Der zweite Schritt
 
Nachdem der Mann in die Gegenwart Gottes im Garten gesetzt wurde, wurde er damit beauftragt darin zu arbeiten. Der Mann sollte den Garten, in dem er sich befand, bebauen und bewahren (vgl. 1.Mose 2,15).
 
1.Mose 2,15:
15 Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.
 
Das zeigt eindeutig, dass Gott dem Mann zuerst Arbeit zuteilte, bevor Gott ihm eine Frau anvertrauen würde. Demnach braucht ein Mann zunächst eine Arbeit (Anm.: Job), bevor er eine Ehe eingehen sollte. Das basiert auf den Prioritäten Gottes, die aus dem Wort klar hervorgehen.
 
Als nächstes wird der Auftrag, den Gott dem Mann zugeteilt hat, deutlich in der Aufgabe das ihm anvertraute Gut zu kultivieren (Anm.: auch bebauen, pflegen, entwickeln).
Zu kultivieren beinhaltet hierin die Qualität aus etwas das Beste hervorzubringen, fruchtbar zu sein, vorhandene Potenziale auszuschöpfen und verschiedene Angelegenheiten in positiver Weise mit der eigenen Selbstwirksamkeit zu entwickeln.
 
Der Mann (Anm.: erster Mensch) wurde geschaffen, zu kreieren und schöpferisch zu sein, um das von ihm angestrebte oder gewünschte Ergebnis hervorzubringen. Aus diesem Grund würde Gott dem Mann keine „fertige“ bzw. „vollkommene/perfekte“ Frau geben, weil der Mann von Gott dazu bestimmt ist, das ihm Gegebene (Anm.: in diesem Zusammenhang eine Frau) zu „kultivieren“.
 
Grundsätzlich besitzt der Mann die Vorstellung von einer Frau, die in dieser Strukturform so noch nicht existiert. Demnach würde aufgrund diesem Prinzip Gottes dem Mann entsprechend zugeteilt sein, dass er eine Art „unfertige Version“ heiratet, um diese erst durch sein Mitwirken kultivieren und in das Bild seiner Vorstellung verwandelt sehen zu können.
 
Diese Aussage implementiert demnach, dass mancher Mann, der bereits viele Jahre verheiratet und unzufrieden mit der Entwicklung seiner Ehefrau ist, für diesen Umstand Verantwortung trägt. Man darf an dieser Stelle anmerken, dass auch Jesus Christus, als Sohn Gottes und letzter Adam (vgl. 1.Korinther 15,45) ein „Mann“ im Sinne des Wortes ist, der eine (Anm.: echte) Frau hat. Ihr Name ist „ekklēsịa“. Und er empfiehlt allen Ehemännern, dass sie ihre Frauen zu lieben haben, so wie er seine Frau (Anm.: die Gemeinde) liebt und sich für sie hingibt (vgl. Epheser 5,25).
 
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
 
Epheser 5,25:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, …
 
Der dritte Schritt
 
Der Mann, dem Beispiel und Vorbild Jesu folgend, würde die Frau im Wasserbad des Wortes waschen (vgl. Epheser 5,26-27), um vorhandene Makel und Flecken von ihr zu entfernen und sie sich selbst vorzustellen, was mit ihrer Identität zusammenhängt.
 
Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Ehefrauen dürfen sich in diesem Verständnis an ihren Ehemann anlehnen und sich von ihm „kultivieren“ lassen, anstatt allein übernehmen zu müssen, was sie auszeichnet. Demzufolge sei hier an einem praktischen Beispiel genauer beschrieben, was damit gemeint ist, wenn beispielsweise Männer, die an ihren Ehefrauen auszusetzen haben, dass sie an Gewicht zunehmen, sie ihre Frau morgens vor der gewohnten Zeit aus dem Bett locken würden, um mit ihr joggen zu gehen.
 
Als ein weiteres Beispiel kann auch der Kleidungsstil einer Frau genommen werden, so dass wenn ihr Mann diesen nicht (Anm.: nicht mehr) schön findet, er sie in eine entsprechend ansprechende Auswahl von Geschäften mitnehmen würde, wo sie sich etwas Schönes aussuchen kann und er dafür finanziell aufkommt; oder wenn eine Frau beispielsweise nicht so gute Englischkenntnisse hat, sollte ihr Mann dafür sorgen, dass sie einen entsprechenden Kurs besuchen oder absolvieren kann, um ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. …
 
Männer tragen eine Verantwortung für die Entwicklung ihrer Frauen und sollten sie nicht kritisieren, sondern fördern und unterstützen.
 
Der vierte Schritt
 
Als viertes hat Gott dem Mann aufgetragen, dass er den Garten bewachen/bewahren sollte (vgl. 1.Mose 2,15), was bedeutet, dass dem Mann zugeteilt ist, zu beschützen oder Beschützer zu sein.
 
1.Mose 2,15:
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
 
Das Wurzelwort von „bewahren“ ist „shâmar“ (Strong's H8104), was unter anderem „Hecke, sichern, bewachen, schützen, aufpassen, bewahren, beobachten, schützend retten, warten (auf), wachen“ bedeutet.
 
Ein Mann sollte alles, was ihm unter- und zugeordnet ist, beschützend bewachen und bewahren.
Um dies im Willen Gottes ausführen zu können, wurde generell dem Mann dafür auch ein entsprechend stärkerer Knochenbau und eine größere Muskelmasse mitgegeben. Dies wurde dem Mann nicht zugeteilt, um die körperliche Stärke (Anm.: im Sinne von Kapazität) für den Missbrauch und/oder Einschüchterung von Frauen einzusetzen, sondern um die Frau zu beschützen.
 
Der fünfte Schritt
 
Als letztes gab Gott dem Mann, Adam, sein Wort. Es war Gott, der zuerst mit Adam sprach, dass er von jedem Baum im Garten essen dürfe, außer von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
 
Es ist wichtig zu realisieren, dass Gott darüber nicht mit Eva, der Frau des Mannes, gesprochen hatte, sondern mit Adam allein. Es war demnach Adams Auftrag, als der Auftrag des Mannes, seine Frau diesen Zusammenhang zu lehren und ihr mitzuteilen, was Gott gesagt hatte.
 
Übertragen auf die Beziehung zwischen Mann und Frau kann dies auch beinhalten, dass es kaum Vergleichbares gibt, was Frauen Frustration bereiten kann, als die Worte, die auf ihre Frage: „Was denkst du?“ oder „Was hast du vor?“ (Anm.: in einer Problemsituation oder Herausforderung) folgen können und lauten: „Ja, was denkst du?“ oder „Was meinst du, was ich/wir machen sollen?“.
Ein solches Vorgehen des Mannes ist nicht, was den Prinzipien Gottes, die mit der Verantwortung des Mannes verbunden sind, entspricht und wird demnach nicht den Segen hervorbringen, den Gott für ein Ehepaar bereithält. Eine Frau möchte – im göttlichen Sinn und Verständnis der Prinzipien Gottes – geführt sein und ihren Mann in seinem Vorhaben unterstützen können, was bedeutet, dass sie nach seinem Wissen, Weisheit und Weisung sucht. Diese Prinzipien Gottes umfassen ein Verständnis von Autorität, so dass dem Mann viel anvertraut ist und er demnach in größerer Verantwortung steht.
 
Nachdem Gott dem ersten Mann, Adam, diese Dinge anvertraut hatte, sprach er, dass es für ihn nicht gut wäre, wenn er allein sei (Anm.: bliebe). Hierin sollte man als Leser dem Wort Gottes etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, um den Zusammenhang im Text von 1.Mose 2 richtig zu verstehen. Es lautet darin, dass Gott diesem Adam, dem er zuvor vieles anvertraut und aufgetragen hatte, bei seinem Leben darin wandelnd zusah und schließlich beschloss, dass es für diesen (Anm.: „so einen“, im Sinne einen anderen gab es nicht) Mann nicht gut ist, dass er allein leben sollte.
 
Fünf Dinge, denen man Beachtung schenken sollte
 
Zusammengefasst bedeutet dieses Vorgehen Gottes, dass ein Mann, der
  1. sich in der Gegenwart Gottes aufhält,
  2. einer Arbeit nachgeht,
  3. die Fähigkeit kultivieren zu können,
  4. die Fähigkeit bewahren/beschützen zu können,
  5. das Wort Gottes „lehren“ (Anm.: weitergeben) und anwenden zu können,
aufweist, NICHT ALLEIN bleiben sollte.
 
Umgekehrt bedeutet es, dass wenn Männer die Gegenwart Gottes nicht mögen (Anm.: sich nicht in ihr aufhalten), keiner vernünftigen Arbeit nachgehen und finanziell nicht Sorge tragen können, die Kompetenzen von Weiterentwicklung (Anm.: sich und andere fördern, unterstützen zu können), sowie Schutz zu geben, nicht vorweisen können und das Wort Gottes weder kennen noch erfolgreich anwenden, es womöglich besser für sie ist, allein zu bleiben (vgl. Sprüche 18,22 i.V.m. Sprüche 12,4a).
 
Sprüche 18,22:
22 Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und Wohlgefallen erlangt vom HERRN.
 
Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …
 
Es ist gut für Männer, sich an diesen Prinzipien vor und innerhalb einer Ehe immer wieder zu orientieren und nicht damit aufzuhören, ihrer Verantwortung nachzugehen, so wie es für Frauen gut ist, sich zu besinnen, was zu den ihr zugeteilten Verantwortungsbereichen gehört, falsche Verantwortung abzulegen und Männer generell in ihrer von Gott verliehenen Autorität anzuerkennen. (Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Lehre von Dr. Myles Munroe†)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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