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Wahrhaftige Nachfolge und geisterfüllte Beziehung

21.03.2018, Daniel Glimm


Jüngerschaft
 
Ich möchte diese Botschaft dazu gebrauchen, um auf das Ergebnis der treuen Nachfolge von Jesus Christus einzugehen, die Jüngerschaft beinhaltet.
 
=> Wie die Schriftgelehrten und der Täufer Johannes hatte auch Jesus "Schüler", die ihm auf seinen Wanderungen folgten und sich seiner Autorität unterstellten.
Jesus verlangt von seinen Jüngern allerdings eine Unbedingtheit der "Nachfolge", die weit über das traditionelle Maß hinausgeht. Der Jünger Jesu muss um der anbrechenden Herrschaft Gottes willen bereit sein, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27).
 
Lukas 9,57-62:
57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst.
58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!
61 Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind.
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
 
Lukas 14,25-27:
25 Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.
27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
 
Jünger Jesu sind im Neuen Testament nicht nur die zwölf Apostel, sondern in gewissem Sinn alle Christen, die sich der Autorität von Jesus Christus unterstellen und sich unter einer geistlichen kompetenten bzw. reifen Leiterschaft voranbewegen (vgl. Matthäus 28,19-20).
 
Matthäus 28,19-20:
19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
 
In der Apostelgeschichte wird die Gemeinde öfter als “die Jünger” bezeichnet, wo wir heute “die Christen” sagen würden; denn diese Bezeichnung, die den Jesusjüngern von ihrer Umwelt gegeben wurde, hatte zunächst einen eher abwertenden Klang “Christianer“ (vgl. Apostelgeschichte 11,26). <= (Teilauszug von CD-ROM Luther Bibel Edition)
 
Apostelgeschichte 11,26:
26 Und als er (Anm.: Barnabas) ihn (Anm.: Saulus) fand, brachte er ihn nach Antiochia. Und sie blieben ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.
 
Wahre Jünger Jesu sind Schüler/Studenten, die immer lernen, wachsen und mehr nach der Erkenntnis ihrer Berufungen und Ziele suchen (Anm.: Zitat von Rick Joyner).
 
Gesalbte Nachfolge
 
Wenn wir Christus nachfolgen, dessen Name „der Gesalbte“ bedeutet, treten wir in seine gesalbten Fußspuren, so dass auch unsere Füße zu gesalbten Füßen werden, was einen geisterfüllten Wandel zur Folge hat.
Die Nachfolge bringt ein geisterfülltes Verständnis der Schrift mit sich, so dass wir in der Lage sind, die Worte von Jesus Christus, der unser König ist, unseren Mitmenschen mitzuteilen.
Diese Berufung kommt der Segnung von Ascher, dem Sohn Jakobs und dem gleichnamigen Stamm Israels gleich (vgl. 1.Mose 49,20; 5.Mose 33,24 i.V.m. Matthäus 7,28-29; Lukas 2,47).
 
1.Mose 49,20 (Anm.: Segnung von Jakob):
20 Aschers Brot wird fett sein, und er wird leckere Speise wie für Könige geben.
 
5.Mose 33,24-25 (Anm.: Segnung von Mose):
24 Und über Ascher sprach er: Ascher ist gesegnet unter den Söhnen. Er sei der Liebling seiner Brüder und tauche seinen Fuß in Öl.
25 Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!
 
Matthäus 7,28-29:
28 Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre; 29 denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
 
Lukas 2,47 (Anm.: die Weisheit des zwölfjährigen Jesus):
47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.
 
Die Zunahme an übernatürlicher Kraft
 
Wenn wir Jesus Christus wahrhaftig nachfolgen, hat das zum Ergebnis, dass wir ebenfalls an übernatürlicher Kraft zunehmen und klare Entscheidungen treffen, die in Übereinstimmung mit seinem Wort sind, so dass unser „Ja“ und unser „Nein“ Auswirkung hat (vgl. Jesaja 40,31 i.V.m. Matthäus 5,37; Jakobus 5,12).
 
Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
 
Matthäus 5,37:
37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.
 
Jakobus 5,12:
12 Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.
 
Diese reine bzw. deutliche Willensentscheidung eines Jüngers kommt einer Eingangstür gleich, die für das Gute geöffnet und für das Böse geschlossen wird (vgl. 5.Mose 33,25).
 
5.Mose 33,25:
25 Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!
 
Treue Nachfolge und Gottes Verheißung
 
Es ist unsere treue Nachfolge, die dazu beiträgt, dass sich die Verheißungen Gottes in unserem Leben erfüllen.
Das wird anhand der Aussage des Propheten Jeremia deutlich als er die folgenden Worte Gottes prophezeite:
 
„ … wenn es (Anm.: mein Volk) aber tut, was mir missfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun.“ Jeremia 18,10
 
Gottes Verlangen nach echter Gemeinschaft
 
Treue Nachfolge beinhaltet keine Pflichterfüllung, sondern wahre Gemeinschaft mit Gott, dem Vater zu haben.
Gott ist ein liebender Vater und es ist sein größtes Anliegen, mit uns Gemeinschaft zu haben, so wie er es zuerst mit Adam hatte.
Der himmlische Vater erschuf Adam, um seine Liebe Adam gegenüber zuerst ausdrücken zu können, damit er diese erwidern konnte und genau auf diese Weise verlangt der himmlische Vater immer noch nach unserer Gemeinschaft.
Deshalb sollte unsere treue Nachfolge nicht aus einer Pflichterfüllung heraus geschehen, sondern aus der innigen Gemeinschaft mit dem Vater, die auf Liebe zu ihm gegründet ist (vgl. 1.Johannes 4,19).
 
1.Johannes 4,19:
19 Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
 
Zuerst Geistwesen
 
Um die wahre Nachfolge richtig umsetzten zu können, ist es wichtig zu verstehen, dass wir von Gott zuerst als „Geistwesen“ in Existenz gekommen sind.
Wir sind nicht in erster Linie Menschen, die sich in einem menschlichen Körper mit einer Seele (Anm.: Wille, Gefühl und Verstand) befinden, sondern wir sind „Geist“.
Wenn wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind und Gott Geist ist, dann sind wir das ebenfalls, denn es ist nur möglich im Geist die wahre Gemeinschaft mit Gott, dem himmlischen Vater zu haben und ihn in Liebe zu verehren (vgl. 1.Mose 1,26-27 i.V.m. Johannes 4,23-24).
 
1.Mose 1,26-27:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als
Mann und Frau.
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Die Erschaffung des Geistwesens von Adam
 
Dieses Prinzip (Anm.: das Geistwesen existiert vor dem Menschwesen) wird anhand der Erschaffung von Adam deutlich.
Zuerst wurde das Geistwesen „Adam“ vom himmlischen Vater erschaffen und danach sein Leib, weil Gott seinen bereits existierten Hauch „Adam“ (vgl. 1.Mose 1,26-27) später in den irdischen Leib von Adam einhauchte, was wir in 1.Mose 2,6-7 lesen können.
 
1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Wir sind nicht in erster Linie ein menschliches Wesen, das eine Seele besitzt und in einem menschlichen Körper lebt, sondern wir sind in erster Linie ein geistliches Wesen, das eine Seele hat und in einem menschlichen Körper residiert.
Wir sind zwar als Menschen durch unsere Eltern ein menschliches Wesen auf dieser Erde geworden aber zum Zeitpunkt als wir im Geist wiedergeboren wurden, sind wir von einem unkorrumpierten Samen geboren worden.
Das heißt, dass seit dem Tag, an dem wir wiedergeboren wurden, wir einen heiligen Samen in uns tragen, an dem der Teufel kein legales Recht besitzt, diesen zu berühren (vgl. 1.Johannes 5,18)!
 
1.Johannes 5,18:
18 Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
 
Die inneren Konflikte im Leben von Menschen
 
Die Begründung, warum wir im Laufe unserer treuen Nachfolge als Gläubige immer mal wieder in innere bzw. persönliche Konflikte geraten, liegt daran, dass unsere Seele durch eine göttliche Reorganisation gehen muss (Anm.: bei jedem Menschen), so dass das, was in unserm Geistmenschen ist, damit beginnen kann, unsere Seele zu verändern und unseren Leib in eine andere Position/Haltung zu versetzen, denn alles, was in uns vorgeht, spiegelt sich in unserem Körper wider.
 
Das Königreich Gottes lebt in uns!
 
Als Jünger Jesu sollten wir uns dessen bewusst sein, dass das Königreich Gottes bereits gegenwärtig ist.
Dieses Königreich bringt uns in das Königreich des Himmels, das sich außerhalb von uns befindet.
Kurz gesagt, es ist das Königreich Gottes in uns, das uns in das Königreich des Himmels transferiert.
Es ist das Königreich Gottes in uns, das uns in eine andere Position bringt, um dort regierend zu sitzen, wo er ist (vgl. Kolosser 3,1-3).
 
Kolosser 3,1-3:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
 
Das bedeutet, dass das Königreich Gottes in uns aus dem „Jetzt und Hier“ uns direkt in das Königreich des Himmels platziert.
Wenn wir das mit unserem Herzen verstanden haben, dann wird Jesus Christus noch deutlicher durch unser Leben gesehen werden! (Anm.: basierend auf einer Offenbarungslehre von Ian Clayton aus dem Buch „Realms of the Kingdom“ Volume I)
 
Wort der Weisheit zur Nachfolge
 
Wahrhaftige bzw. geisterfüllte Nachfolge kommt der Aufgabe einer Biene gleich, die den Blütenstaub sammelt, der für ihren Besitzer ist und ihm zugute kommt.
So ist alles, was der Jünger Jesu tut, für seinen himmlischen Vater und nicht für seinen persönlichen Profit bestimmt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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