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Das verborgene Manna

16.03.2018, Daniel Glimm


Jesus Christus, das Geheimnis Gottes
 
Im Brief an die Kolosser macht Paulus deutlich, dass Jesus Christus das Geheimnis Gottes ist, in dem die Schätze in Form von Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Der Eintritt in das tiefere Verständnis der Wahrheit Gottes
 
In Anbetracht dessen liegt es dem himmlischen Vater am Herzen, dass wir als sein Volk in ein tieferes Verständnis seiner Wahrheit, die Jesus Christus ist, eintreten und darin leben.
 
Um die Geheimnisse in dieser Zeit in Jesus Christus freizusetzen, welche dem verborgenen Manna entsprechen, hat Gott seine Diener damit beauftragt, sein Volk darin zu unterweisen sowie behilflich zu sein, damit es in der erforderlichen geistlichen Mündigkeit für die kommende Zeit steht.
 
Das höhere Maß von Offenbarungserkenntnis
 
Es ist unabdingbar, dass wir uns als Volk Gottes in einem höheren Maß von Offenbarungserkenntnis bewegen als es in der Vergangenheit der Fall war, so wie es uns das Sendschreiben an die Gemeinde von Pergamon (Anm.: bedeutet „Hochburg“) verdeutlicht. Das höhere Maß dieser Offenbarungserkenntnis kommt dem in Offenbarung 2,17a erwähnten „verborgenen Manna“ gleich.
 
Offenbarung 2,17a:
17a Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna …
 
Die Gabe des verborgenen Mannas beinhaltet eine geistliche Nahrungsaufnahme des „unerkannten“ Wortes Gottes, was zur Folge hat, dass man durch die daraus entwickelte Offenbarungserkenntnis in eine neue Facette der Identität in Christus eintritt, der man sich selbst bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewusst ist (Offenbarung 2,17b).
 
Offenbarung 2,17b:
… 17b und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.
 
Diese geistliche Nahrungsaufnahme bedeutet das Wort Gottes für diese bzw. die kommende Zeit im Geist aufzunehmen, dessen Sitz im Bauchbereich lokalisiert ist (vgl. Johannes 6,32-35; Matthäus 4,4 i.V.m. Johannes 7,38).
 
Johannes 6,32-35:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot (Anm.: Manna) vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot (Anm.: Manna) vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot (Anm.: Manna) ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot (Anm.: Manna).
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot (Anm.: Manna) des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
 
Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib (Anm.: Innern/Bauchbereich) werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
 
Das Manna zur Zeit von Mose
 
Während sich das Volk Israel unter der Führung von Mose in der Wüste befand, war es das Manna (Anm.: Wort => Wahrheit), das sich über Nacht (Anm.: unerkannt) gemeinsam mit dem Tau (Anm.: Offenbarung => Erkenntnis) auf dem Wüstenboden manifestierte (vgl. 2.Mose 16,13b-14).
 
2.Mose 16,13b-14:
… 13b Und am Morgen lag Tau rings um das Lager.
14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag es in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde.
 
Ein Teil des Mannas wurde auf die Anweisung Gottes hin von Aaron in die Bundeslade gelegt, die eine Repräsentation für Jesus Christus ist (vgl. 2.Mose 16,32-33 i.V.m. Hebräer 9,4b).
 
2.Mose 16,32-33:
32 Und Mose sprach: Das ist es, was der HERR geboten hat: Fülle einen Krug davon, um es aufzubewahren für eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, mit dem ich euch gespeist habe in der Wüste, als ich euch aus Ägyptenland führte.
33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Gefäß und tu Manna hinein, den zehnten Teil eines Scheffels, und stelle es hin vor den HERRN, dass es aufbewahrt werde für eure Nachkommen.
 
Hebräer 9,4b:
… 4b und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot (Anm.: Manna) und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
 
Somit wird deutlich, dass das Manna, das Jesus Christus gemäß Offenbarung 2,17a gibt, in ihm verborgen ist. Er teilt denen sein verborgenes Manna aus, die sich ihrer Stellung als ein geistliches Fürstentum (Anm.: Pergamon => Hochburg) in ihm bewusst sind. Das hat zur Folge, dass es durch den Heiligen Geist zu einem übernatürlichen Verständnis über die Tiefen Gottes kommt, so wie es 1.Korinther 2,10-16 offenbart.
 
1.Korinther 2,10-16:
10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.
11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.
12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.
16 Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen“? (vgl. Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.
 
Im Zusammenhang mit der eben genannten Bibelstelle kann der Begriff „verborgenes Manna“ auch als „Manna des Geistes“ bezeichnet werden. Es meint die Dinge, die nur der Geist empfangen kann und die nicht durch den menschlichen Verstand analysiert werden können.
 
Die Bedeutung von Manna
 
Das hebräische Wort für „Manna“ bedeutet wortwörtlich => A) „was“ oder „das was“ wegen der Frage „Was ist das?“ des Volkes Israel zur Zeit der Wüstenwanderung.
B) Das Manna bedeutet die göttlichen Bestimmungen der Gnade, die im Wunderbaren demonstriert werden. C) Es zeigt auch die Nahrung an, die nur von Gott kommen kann. Deshalb bezeichnete Christus das Manna in Johannes 6,31-58 als Nahrung in der Person seiner selbst. In der Bibel steht, dass der Herr die Israeliten in der Wüste mit Manna gespeist hat. D) Manna galt als die Speise des Himmels. Als göttliche Nahrung repräsentierte das Manna geistige Gedanken und Ideale (vgl. Psalm 78,25; 2.Mose 16; Josua 5,12). Aus Johannes 6 können wir entnehmen, dass das Manna Jesus Christus ist. Die Bibelstelle aus Offenbarung 2,17 fügt hinzu, dass das Manna in seinem Ursprung geistlich ist
. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 327)
 
Das verborgene Manna – das Manna des Geistes
 
Weiterhin beinhaltet das verborgene Manna auch Dinge, die man sich z.B. aus einem Traum nicht merken kann, obwohl man zuvor das Traumfeld gut vorbereitet hat. Eine Begründung für die Verschlüsselung Gottes ist, weil die verborgenen Dinge dafür bestimmt sind, unseren Geist erstarken zu lassen, so ähnlich wie es beim Beten in Zungen geschieht (vgl. 1.Korinther 14,2.4a)
 
1.Korinther 14,2.4a:
2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen. …
4a Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; …
 
Das Manna des Verstandes
 
Schließlich dienen alle anderen Dinge, die wir uns aus einem von Gott gegebenen Traumabschnitt merken können dazu, diese durch den Heiligen Geist in unserem ihm untergeordneten Verstand zu analysieren bzw. zu interpretieren, um daraus die geistliche Weisung für den irdischen Bereich zu erhalten.
 
Die Notwendigkeit des geistlichen Hungers
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass ähnlich der Vorgehensweise im natürlichen Bereich, beim Menschen zuerst ein Hunger oder Appetit als Verlangen nach Nahrung vorhanden sein muss, um Nahrung bereitwillig aufnehmen zu können. Somit kann es von zu Zeit zu Zeit erfordern, sich selbst zu überprüfen, inwieweit man einen geistlichen Hunger nach mehr von Christus verspürt oder andere Dinge Raum im persönlichen Leben in Christus einnehmen, die ein solches Verlangen bremsen. Als Heilige sind wir berufen, die Tiefen Christi zu ergründen und sein verborgenes Manna mit Dankbarkeit in uns aufzunehmen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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