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Die Herrlichkeit Gottes und die Krone

15.01.2018, Daniel Glimm


Die Vision von der Herrlichkeit Gottes
 
Während einer Anbetungszeit in unserem apostolischen Zentrum „Holy Place“ ließ mich der HERR in einer Vision die Facette seiner Herrlichkeit sehen.
 
Die Herrlichkeit erschien inmitten des Versammlungsraums in Form eines mit einem Gewand bekleideten menschlichen Körpers und glich einer elegant tanzenden Frau, die vollkommene Reinheit, Zartheit und Schönheit ausstrahlte in ihrem Wesenszug der Herrlichkeit.
 
Der Körper ihres geistlichen Wesens bestand aus einem transparenten Nebel, der mit beige-goldenen Partikeln gefüllt war. Das Gesicht des Wesens war transparent und hell leuchtend, so dass ich es nicht vollkommen erkennen konnte.
 
Während ich diese Erscheinung sah, ließ mich der HERR wissen, dass es sich um den Ausdruck seiner Herrlichkeit handelte.
 
Dann hörte ich den Heiligen Geist zu meinem Geist sprechen, dass diese Art von Herrlichkeit einen weiblichen Charakterzug besitzt, was nicht bedeutet, dass die Herrlichkeit Gottes eine Frau nach irdischem Verständnis ist.
 
Der weibliche Charakterzug und die Herrlichkeit Gottes
 
Der weibliche Charakterzug der Herrlichkeit Gottes ist ein Hinweis auf die Aufgabe, dabei behilflich zu sein, den HERRN in seiner Autorität als König zu repräsentieren. Sie ist nicht direkt mit der Gegenwart der Engel verknüpft, sondern mit dem unmittelbaren Wesen Gottes. Es verhält sich auf ähnliche Weise, wie der Duft eines Parfums auf einem menschlichen Körper.
 
Die Verbindung zwischen Gott und seiner Herrlichkeit kommt der Stellung der ersten von Gott erschaffen Frau (Anm.: Eva) gleich, die er aus der Seite Adams bildete und ihm als Gehilfin zur Seite stellte, um Adam zu umgeben (vgl. 1.Mose 2,18).
 
1.Mose 2,18:
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
 
Eva war eine unterstützende Kraft für ihren Mann mit dem Ziel, ihn in einer größeren Autorität zu repräsentieren. Die Frau ist dementsprechend eine Ergänzung zur Stärke und Fähigkeit des Mannes, die zu einer größeren und einheitlichen Schönheit als auch Repräsentation beiträgt.
 
Die Krone und die Ehefrau
 
In diesem Zusammenhang erhielt ich die Bibelstellen aus Sprüche 12,4a und Sprüche 31,10, wo es um die tüchtige Ehefrau geht, die die Krone ihres Mannes ist und noch edler als Perlen.
 
Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …
 
Sprüche 31,10:
10 Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen.
 
Folglich wird durch die genannten Bibelstellen deutlich, dass die Herrlichkeit Gottes einen unterstützenden Charakter besitzt, die den HERRN in seiner Größe und Autorität repräsentiert sowie auf eine höhere Ebene seiner Gegenwart hinweist.
 
Um die Herrlichkeit Gottes in Verbindung mit dem weiblichen Charakterzug besser zu verstehen, ist es erforderlich zu wissen, was das Wort „tüchtig“ und das Wort „Krone“ im hebräischen Kontext bedeutet.
 
Das bei den eben genannten Bibelstellen verwendete hebräische Wort für „tüchtig“ ist das Wort „ḥajil“ und bedeutet „Kraft, Stärke, Gewalt, Vermögen, Heer; es bezeichnet die Kraft und die Fähigkeit etwas zu leisten oder hervorzubringen sowie das Vermögen, die Habe und den Reichtum“. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „tüchtig-ḥajil“ mit der Wortschlüsselnummer: 2485, 2486)
 
Das hebräische verwendete Wort für „Krone“ ist „'ăṭārāh“ und dessen Wurzelwort ist „'ātar“, was „umzingeln, umringen, krönen“ bedeutet. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „'ăṭārāh-Krone“ und „umzingeln, krönen-'ātar“ mit der Wortschlüsselnummer: *5964, 5965)
 
Die Frauen im Königreich Gottes
 
Diese Worterklärungen machen deutlich, dass die Frau eine wichtige Position im Königreich Gottes und im geistlichen Kampf einnimmt, weil sie von Gott dazu bestimmt ist, unter anderem Strategien zu erhalten, die dem Mann dabei behilflich sind, kraftvoll im geistlichen Kampf als auch siegreich in Jesus Christus voranzugehen.
 
Deshalb sollte es nicht als Zufall angesehen werden, dass es Frauen waren, die Jesus Christus und seine Jünger auf dem Weg begleiteten, sowie in seinen Dienst mit ihrem Vermögen investierten.
 
Die Frauen investierten nicht nur von ihrem Vermögen in den Dienst des Königs der Könige, sondern sie trugen zugleich auch eine weitere Charakteristik seiner Herrlichkeit, nämlich die der Befreiung und der Heilung (vgl. Lukas 8,1-3).
 
Lukas 8,1-3:
1 Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm, 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.
 
Diese Gemeinschaft der Frauen war die „lebendige Krone“ des Königs der Könige, während er auf der Erde lebte, so dass das Evangelium sich weiter kraftvoll ausbreiten und seine Herrlichkeit gesehen werden konnte.
 
Auch nach der Ausgießung des Heiligen Geistes änderte sich dieses Prinzip nicht, weil sich unter den Aposteln weiterhin vornehme Frauen befanden, die ihren Dienst begleiteten (vgl. Apostelgeschichte 17,4).
 
Apostelgeschichte 17,4:
4 Einige von ihnen ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge von gottesfürchtigen Griechen, dazu nicht wenige von den angesehensten Frauen. …
Es waren die Frauen und ein wahrer Liebhaber Gottes, die selbst in der dunkelsten Stunde von Jesus Christus am Kreuz als seine „lebendige Krone“ verharrten, um seine Königsautorität in der Zeit seiner Schwäche vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu repräsentieren.
 
Die „lebendige Krone“ und die Gegenwart von Mutter-/ und Sohnschaft
 
Diese Gemeinschaft der „lebendigen Krone“ nahm ebenfalls durch die Anweisung des Königs der Könige die Charaktere der Mutter-/ und Sohnschaft in sich auf (vgl. Johannes 19,25-27), um ihr darin Folge zu leisten.
 
Johannes 19,25-27:
25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn!
27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
 
Es war die Gemeinschaft der „lebendigen Krone“, die bis zum vollständigen Sieg Jesu über Satan am Kreuz verharrte, um danach in seinem Triumph voranzugehen (vgl. Kolosser 2,14-15).
 
Kolosser 2,14-15:
14 Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.
15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
 
Der Lagertanz der Braut
 
Ebenfalls berichtet uns das Hohelied von der Frau Sulamith bzw. der Braut, die durch einen besonderen Tanz auf die Bedeutung der göttlichen Tüchtigkeit und ewigen Königsherrschaft hinweist (vgl. Hohelied 7,1).
 
Hohelied 7,1:
1 Dreh dich um, dreh dich um, Sulamith! Dreh dich um, dreh dich um, dass wir dich anschauen! Was wollt ihr an Sulamith schauen beim Reigen von Mahanajim (Anm.: Doppelreihentanz/ Lagertanz)?
 
Dieser Tanz ist ein eleganter Lager-/ bzw. Doppelreihentanz (Anm.: Mahanajim), der von der Gegenwart der Engelsheerscharen von JAHWE-ZEBAOTH (Anm.: DER HERR, DER HEERSCHAREN) umgeben ist.
 
Mahanajim – das Doppellager Gottes
 
Mahanajim ist ein geistlicher strategischer Ort. Der Ort ist mit einer Zeit verbunden, in der man sich als Gläubiger in einem Territorium befindet, wo man selbst sowie die Generationen in eine Herausforderung eingetreten sind, so dass das Doppellager Gottes (Anm.: Mahanajim) aktiviert wird.
 
Die göttliche Aktivierung hat zum Ziel, dass die Engelsheerscharen des HERRN mit uns gemeinsam zusammen arbeiten, um die bevorstehende Herausforderung zu meistern. Mahanajim steht in Verbindung mit der Zusammenführung von zwei beauftragten Engelseinheiten Gottes. Hierbei handelt es sich um Engel, die für den übernatürlichen Bereich (Anm.: der uns umgibt) bestimmt sind sowie um die Engel, die für unseren natürlichen Bereich eingeteilt sind.
 
Die Aufgabe der eingeteilten Engel für den übernatürlichen Bereich ist es, dass sie die Gunst Gottes in unserem Leben etablieren, was sich auf vielfältige Weise im sichtbaren Bereich manifestieren kann, so dass wir strategisch vorgehen, um zu segnen. Engel, die im natürlichen Bereich von Gott eingeteilt sind, stehen im engen Zusammenhang mit Gastfreundschaft (vgl. Hebräer 13,2).
 
Hebräer 13,2:
2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
 
Der Ort Mahanajim und Jakobs Begegnung mit Esau
 
Die Bedeutung des Ortes von Mahanajim wird anhand der Begegnung von Jakob mit seinem älteren Bruder Esau (Anm.: bedeutet „Der Behaarte“ => ein wilder Geist) deutlich, der vorhatte, Jakob zu töten.
 
In Mahanajim begegneten Jakob die Engel Gottes, so dass er sich aufgrund der übernatürlichen Begegnung für eine Strategie des Gebens entschied und genügend Mut in seinem Herzen trug, seinem älteren Bruder zu begegnen. Das Ergebnis war, dass Esau seinen Bruder Jakob nicht mehr töten wollte, sondern ihn stattdessen küsste (vgl. 1.Mose 32,2-5.14-21 i.V.m. 1.Mose 33,4).
 
1.Mose 32,2-5.14-21:
2 Jakob aber zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes.
3 Und als er sie sah, sprach er: Hier ist Gottes Heerlager, und nannte diese Stätte Mahanajim.
4 Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seïr, in das Gebiet von Edom, 5 und befahl ihnen und sprach: So sprecht zu Esau, meinem Herrn: Dein Knecht Jakob lässt dir sagen: Ich bin bisher bei Laban lange in der Fremde gewesen …
14 Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, was er erworben hatte, ein Geschenk für seinen Bruder Esau: 15 zweihundert Ziegen, zwanzig Böcke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder 16 und dreißig säugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn junge Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Esel, 17 und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Geht vor mir her und lasst Raum zwischen einer Herde und der andern.
18 Und er gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehörst du an und wo willst du hin und wessen Eigentum ist das, was du vor dir hertreibst?, 19 sollst du sagen: Es gehört deinem Knechte Jakob, der sendet es als Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her.
20 Ebenso gebot er auch dem zweiten und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so sagt zu Esau, wenn ihr ihm begegnet, 21 und sagt ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob kommt hinter uns. Denn er dachte: Ich will ihn versöhnen mit dem Geschenk, das vor mir hergeht. Danach will ich ihn sehen; vielleicht wird er mich annehmen. 22 So ging das Geschenk vor ihm her; er aber blieb diese Nacht im Lager.
 
1.Mose 33,4:
4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn und sie weinten.
 
Die Braut – Frau des Lammes
 
Um nochmals auf die Krone und die Herrlichkeit Gottes in ihrem weiblichen Charakterzug einzugehen, ist es bemerkenswert, dass sich ebenfalls die Braut bzw. Frau des Lammes in der Struktur der gesalbten Stadt Jerusalem von oben nach unten in Herrlichkeit bewegt, was der Krönung eines Königs ähnelt, der von einer höheren Autorität, die Krone auf den Kopf gesetzt bekommt (vgl. Offenbarung 21,2.9-11).
 
Offenbarung 21,2.9-11:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; …
 
Die Voraussetzung, um in der Königsherrschaft Gottes agieren zu können
 
Um in der Königsherrschaft Gottes agieren zu können, ist es wichtig, dass man sich mit Jesus Christus und einer demütigen Herzenshaltung gegenüber der Autorität Gottes in Treue voranbewegt. Das hat zur Folge, dass man sich unter der starken Hand Gottes aufhält, die zur richtigen Zeit zu Ehren bringt, was der Krönung eines Königs gleichkommt (vgl. 1.Petrus 5,6).
 
1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Deshalb ist es Gott wichtig, dass Gläubige nicht zu voreilig von geistlichen Autoritätspersonen durch Handauflegung bzw. Salbung in ein geistliches Amt im Leib Jesu eingesetzt werden (vgl. 1.Timotheus 5,22).
 
1.Timotheus 5,22:
22 Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein!
 
Autorität und der reife geistliche Charakter
 
Der Aufnahme eines geistlichen Amtes (Anm.: auch von Leiterschaft) sollte immer ein reifer geistlicher Charakter vorausgehen. Solange das nicht der Fall ist, sollte es zu keiner Einsetzung in eine geistliche Verantwortungsposition kommen.
 
Es ist in erster Linie nicht das Wissen, das im Königreich Gottes einen gläubigen Menschen befugt in einer Autoritätsposition zu stehen, sondern ein reifer und geschulter Charakter, der sich der Führung Gottes vollkommen unterstellt, diese Haltung bewiesen hat und in dieser Haltung immer bereit ist, Neues dazuzulernen.
 
In dieser Erkenntnis der Vision sei jeder Heilige ermutigt, sich selbst in einer Sehnsucht nach mehr von Gottes Herrlichkeit vollkommen hinzugeben, entsprechend einer Braut (Anm.: Gemeinde Jesu) ihrem Bräutigam (Anm.: Jesus Christus) (vgl. Epheser 5,32-33).
 
Epheser 5,32-33:
32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.
33 Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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